Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Eine Mauer und ein Mauerbrecher für alle

Wenn sich uns auf unserem Weg spirituelle Erfüllungen enthüllen würden, wie von allen gefordert wird, würde das unser Verlangen nach der Spiritualität ersticken. Das ist das größte Hindernis auf dem Weg.

Deshalb wird mir eine Mauer enthüllt, die mir den Weg versperrt. Ich stehe vor der Mauer im Vorgefühl, dass mich dahinter etwas Außergewöhnliches erwartet.

Ich muss jedoch verstehen, dass, wenn diese Mauer mir enthüllt wurde, dann bedeutet es, dass ich bereits mit der eigenen Widerstandskraft bewaffnet bin, um das Weiterkommen nicht aufzugeben, sondern diese Mauer zu durchbrechen.

Und obwohl ich nicht gleich durchkommen kann und es einiger Schläge bedarf, bis ich sie zerstört habe, wird sie Risse bekommen und endlich fallen. Ich verfüge aber bereits über die notwendige Durchschlagskraft, über die Kraft der Attacke, sonst wäre mir diese Mauer nicht gezeigt worden.

Wenn uns nun die Mauer, die vor uns steht, sich in uns, in unseren Herzen befindet, enthüllt wurde, ist das ein Zeichen dafür, dass wir in der Lage sind, sie zu durchbrechen. Sonst wäre sie nicht enthüllt worden, denn „man lässt kein Hindernis vor einen Blinden bauen“. Ich habe geglaubt, dass wir bereit sind, sie zu überwinden, darum haben wir einen Schritt der Vereinigung entgegen gemacht.

Nun müssen wir uns nur durch das Studium und die ganze übrige Arbeit zusammenschließen und alle unsere Anstrengungen krümelweise zu einer gemeinsamen Durchschlagskraft vereinen, um möglicherweise wieder zu enthüllen, dass diese Kraft für den Durchbruch nicht reicht und wir uns noch mehr verbinden müssen.

Und so werden wir immer wieder immer mehr Kraft sammeln und den Druck erhöhen, bis die Mauer zusammenbricht. Das ist bereits die Abschlussphase des Auszugs aus Ägypten, ganz der Schluss – deshalb freut es mich sehr.


Das Problem ist, dass diese Mauer im Moment von jedem in sich selbst empfunden wird, wir müssen sie jedoch als eine gemeinsame Mauer empfinden, und im gleichen Maße werden wir auch die Kraft, mit der wir versuchen, diese Mauer zu durchbrechen, als gemeinsam empfinden. Gegenüber der Mauer wird nicht mehr ein einzelner Mensch, sondern eine Gruppe stehen.

Wie bei der Flucht aus Ägypten – eine gemeinsame Nacht, für alle ein Pharao, ein Unglück, gemeinsame Plagen für das Volk Israel, das sich wie ein Mensch mit einem Herzen verbunden hat.

Über keinen wird mehr im Einzelnen gesprochen, alle verbinden sich zusammen – und so muss sich die Gruppe empfinden. Und dann, obwohl die Mauer uns furchtbar hoch vorkommen wird, werden wir stärker als sie sein.

Weil, wenn ein Mensch sich mit einem anderen verbindet, enthüllen wir, dass zwischen ihnen der Schöpfer fehlt und ohne Ihn werden wir nicht auskommen! Er wird diese Durchschlagskraft sein, die die Mauer durchbricht.

Der Pharao selbst wird uns helfen, denn er selbst jagt das Volk Israel aus Ägypten, verfolgt sie dann und lenkt, wie es im Sohar steht. Der Mensch aber hat jeden Augenblick vor, zurückzukehren – doch der Pharao verjagt ihn aus Ägypten, er ist ein treuer Gehilfe des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 16.11.2010



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Vom Punkt bis zum Schöpfer!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es niemanden außer dem Schöpfer gibt und ich nicht existiere, wie kann ich Ihn darum bitten, wie Er zu werden?

Meine Antwort: Du bittest den Schöpfer, genauso wie Er zu werden, gerade ausgehend davon, dass du nicht existierst, dass alles Er ist. Später wirst du ebenfalls den Punkt deines Ichs enthüllen.

Du hast lediglich einen einzigen unabhängigen Punkt, den Er dir gegeben hat, – den Punkt im Herzen, damit du von diesem Punkt an beginnst, deine Unabhängigkeit aufzubauen.

Deine Unabhängigkeit besteht genau darin, dass du von Ihm verlangst, genauso wie Er zu werden. Dann beginnst du zu bitten, zu fordern, Ihm ähnlich zu werden, über Seine Kräfte zu verfügen – dann wird alles, was du von Ihm empfängst, auf deine Rechnung gehen.

Denn du hast dieses Verlangen zusammengesetzt und es realisiert. Genau das wirst du sein. Und alle deine irdischen Verlangen und Eigenschaften zählen überhaupt nicht, als ob sie gar nicht existieren würden.

Fortsetzung der Frage: Doch damit ich den Höheren um Hilfe bitten kann, muss ich wissen, wer Er ist. Wie baue ich in mir jenes Abbild des Schöpfers auf, an das ich mich richten soll?

Meine Antwort: Das Abbild des Schöpfers wird aus deinen Fragen, Bitten und Widersprüchen aufgebaut. Das ist eine Form, die dem Schöpfer entgegengesetzt ist und in der sich Sein Abbild allmählich enthüllt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010



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Die Ein-Mann-Show

Eine Frage, die ich erhielt: Wo soll man die Kraft zum Vorankommen hernehmen? Denn mit der Zeit spüren wir einen immer größeren Widerstand und immer weniger Kraft…

Meine Antwort: Das ist wunderbar! Wenn du immer weniger Kraft spürst, bedeutet das Hilfe von oben, damit du nicht glaubst, dass du überhaupt etwas tun kannst.

Wenn du einen immer größeren Widerstand spürst, bedeutet das ebenfalls Hilfe von oben, damit du siehst, dass du niemals eine Möglichkeit haben wirst, alleine durchzukommen.

Das ist Hilfe! Der Pharao, der ägyptische Herrscher, das Ego, der böse Trieb ist der Gegensatz vom Schöpfer, Seine Kehrseite. Der Schöpfer erschafft absichtlich ein solches Abbild für dich.

Denn deine Natur, dein Egoismus ist der umgekehrte Abdruck des Schöpfers. Der Schöpfer bringt Sich in dich hinein und handelt auf diese Weise, um dich zu stoppen. Er macht alles! Es gibt nichts außer dem Schöpfer.

Wenn wir sagen, dass „es niemanden außer Ihm gibt“, bedeutet das nicht, dass ich existiere und gegenüber von mir jemand anderes existiert. Ich existiere ebenfalls nicht!

Denn alle Kräfte in mir, die sowohl dafür als auch dagegen wirken, sowohl böse als auch gut sind – das alles ist Er. Und wer bin ich? Ich bin der Punkt der Klärung, ich kläre nur, was dafür und was dagegen ist. Aus Seinen zwei Formen kläre ich, mit wem zusammen ich sein will.

Der Schöpfer ist ein Schauspieler, der in allen Rollen beschäftigt ist und sich abwechselnd mal in das Gute, mal in das Böse kleidet. So unterschiedlich spielst du auch mit einem kleinen Kind, damit es lernt, das Eine von dem Anderen zu trennen, und versteht, wer es sein sollte. Denn es wird das Gute nur im Maße seiner Erkenntnis des Bösen kennenlernen.

Deshalb, wenn du eine Schwere im Moment fühlst, macht das der Schöpfer. Wenn du spürst, dass du nicht in der Lage bist, etwas selbst zu tun, dann gibt Er dir dieses Gefühl. Wozu? – Damit du dich an Ihn wendest.

Wenn ich einem kleinen Kind beibringen möchte, dass es mich um Hilfe bitten soll, stelle ich es absichtlich so an, dass es ihm etwas nicht gelingt, damit es meine Hilfe braucht. Auf diese Weise verhalten wir uns in den Beziehungen untereinander.

Sagen wir mal, ich will, dass du mein Freund wirst, dass du mich schätzt. Dann unternehme ich irgendetwas hinter deinem Rücken, damit du spürst, dass du es zwar nicht willst, aber ohne eine Verbindung mit mir kein Erfolg haben wirst.

Plötzlich verstehst du, dass ich groß bin, dass du mich respektieren, mich bitten solltest, jetzt weißt du, dass ich groß bin und du von mir abhängst. Mir hast du ein solches Leben zu verdanken, dass du keine Wahl hast – du kommst zu mir und bittest mich.

So geht der Schöpfer mit uns um. Selbstverständlich wird Er nicht von der egoistischen Absicht getrieben, uns eine Lektion zu erteilen, sondern von dem Wunsch, uns etwas beizubringen und auf Sein Niveau, zum besten Zustand zu erheben, denn Er „ist gut und tut Gutes“.

Doch Er handelt genau auf eine solche Art und Weise, indem Er dir alle möglichen Leiden und Probleme, Unordnung und Verwirrung bereitet – ständig, in der Welt, in allen Lebensbereichen und in allen Welten – damit du letztendlich den Wunsch verspürst, zu Ihm zu kommen, Ihn um Hilfe zu bitten und dadurch Ihm näher zu kommen.

Dann wirst du wollen, genauso wie Er zu werden. Denn wenn du jemanden Großen, Weisen oder Mächtigen anschaust, willst du genauso wie Er werden. Dir genügt es nicht, einfach von Ihm zu empfangen – du willst Seinen Platz einnehmen. Genau das macht der Schöpfer mit uns.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010



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Vorlesung im Auditorium „Kabbala für alle“, 17.11.10

Eine öffentliche Vorlesung ist in Auditorium “Kabbala für alle” zum Thema “Ziel der Schöpfung” stattgefunden.

Die Vorlesungen werden live auf unseren Fernesehkanäle YES-66 und HOT-66 (Israel), sowohl im Internet auf der Seite Kabbala TV, mit einer Synchronübersetzung auf Englisch, Deutsch, Russisch, Spanisch, Italienisch und Türkisch übertragen.

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Das Zittern um das Geben

Der Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“: „Dank der Abwesenheit des Lichtes, d.h. der Nacht, die alle Gerichte (Dinim) und die Leiden einschließt, die der Eigenschaft des Tages (Chessed) entgegengesetzt sind, existiert das Zittern vom Schöpfer. Und wenn nicht das Zittern da wäre, so würde die Eigenschaft des Tages und des Morgens nicht geöffnet“.

Unsere erste Korrektur ist das Zittern. Ich möchte das Licht nicht direkt in den Wunsch bekommen. Ich zittere, habe Angst, dass ich es nicht schaffe und „die Türen“ den Genüssen öffne, die im Licht gezeigt werden.

Gleich dem Gast, der auf die Bewirtung verzichtet, werde ich auf alle Verschlüsse geschlossen, in der Angst vor der Möglichkeit, diese Genüsse nicht für das Geben zu bekommen.

Die erste Etappe der Korrektur meines Wunsches – ihn vom direkten Erhalten des Lichtes fernzuhalten. Es heißt eben „die Rückkehr aus dem Zittern“.

Es ist die erste Eigenschaft, die ich finden soll, die Angst um alle meine Handlungen, welche nur auf das Geben gerichtet sein sollen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.11.2010



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Zwischen Malchut und Bina

Eine Frage, die ich erhielt: Betrifft die Bürgschaft, in irgendeiner Weise die Frauen?

Meine Antwort: Sowohl die Frauen, als auch die Männer sind verpflichtet, den Zustand der gegenseitigen Bürgschaft, unabhängig vom Geschlecht zu erreichen.

Wenn wir darüber sprechen, dass am Berg Sinai die Männer standen, die von Frauen umgeben wurden, dann spiegelt diese Tatsache die inneren spirituellen Eigenschaften, jedes einzelnen von uns, wider.

Die Frau verkörpert den Wunsch, den Genuss zu empfangen und der Mann ist ein Symbol der Überwindung („der Mann“ – hebräisch „Gewer“ kommt vom Wort „Itgabrut“ – die Überwindung) dieses Wunsches, das heißt – der Wunsch des Gebens.

Gerade diese Eigenschaft entdeckt vor sich, oder besser gesagt „in sich“ den Berg Sinai – „den Berg des Hasses“.

Aber die Vereinigung und die Bürgschaft betreffen uns alle. Die Frauen sollen sich auch bemühen, sich innerlich mit allen, zu verbinden. Während die Männer es äußerlich zeigen sollen, reicht der Frau eine innere Verbindung vollkommen.

Und, außerdem sind die Frauen verpflichtet, auf die Männer „den Druck“ auszuüben. Denn der Mann neigt in seiner Natur danach, der Frau, seiner Ehefrau zuzuhören. Für ihn ist seine Frau – wie die Mutter, denn er empfindet sie gerade so.

Denn der Prototyp des Mannes ist Seir Anpin, welcher sich zwischen zwei Frauen, Nukwas befindet: zwischen Мalchut und Bina. Seine Mutter ist Bina, und seine Frau – Malchut. Von Malchut bekommt er die Wünsche, und an Bina wendet er sich wegen der Füllung.

Mit anderen Wörtern, ohne Malchut kann er sich nicht an Bina wenden und wenn er sich an sie gewendet hat, dann bleibt ihm nichts übrig, außer Malchut alles zu geben, was er von Bina bekommen hat. So ist er geschaffen. Und deshalb ersetzt die Frau in seinem Unterbewusstsein in vieler Hinsicht die Mutter.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 12.11.2010



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Weisheit oder Allwissenheit?

Wenn wir uns an die Werke von Kabbalisten machen, können wir entweder die Wissenschaft oder aber die Tora (die Korrekturmethode) studieren.

Mit der „Wissenschaft“ sind herkömmliche Wissenschaften gemeint: Physik, Chemie, Geschichte, Geographie usw.

So verhält man sich der Kabbala gegenüber in den akademischen Kreisen. Ihrer Meinung nach ist das Buch Sohar im mittelalterlichen Spanien und nicht in Israel vor 2000 Jahren geschrieben worden.

Die Wissenschaftler versuchen, Wissen, Informationen aus den kabbalistischen Quellen zu gewinnen. Sie diskutieren über den Stil, führen Textanalysen durch, versuchen eine Verbindung zwischen dem Text und den historischen Ereignissen herzustellen.

Diese rationale Herangehensweise hat nichts mit dem „Studium der Tora“ zu tun. Denn die Tora ist die Methode der Korrektur unserer Natur zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer. Und in dem Maße der Ähnlichkeit enthüllt sich der Schöpfer in uns.

Das Ziel von allen „heiligen“ Büchern ist die Enthüllung des Schöpfers dem Menschen. Doch solche Urquellen wie der Pentateuch, der Talmud, die Mischna sind in der irdischen, materiellen Sprache geschrieben und beschreiben die höhere Welt mit Hilfe von irdischen Bildern. Es fällt uns schwer, in deren Erzählungen die spirituellen Handlungen zu erkennen.

Die Sprache von kabbalistischen Büchern jedoch hilft uns, von der Ausrichtung auf die Korrektur und die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer nicht abzuschalten. Denn sie selbst enthält Informationen darüber, wie man sich mit Hilfe der Verbindung korrigiert, um den Schöpfer zu enthüllen.

Das ist der Grund, warum die Sprache der Kabbala sich am besten für die Erreichung des Ziels, um dessen willen die Tora gegeben wurde, eignet. Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und erschuf die Tora, weil ihr Licht zur Quelle zurückführt“. Für uns ist die Tora die Korrekturmethode, nicht die Wissenschaft, sondern das Licht, das zum Schöpfer zurückführt.

Es steht geschrieben, dass man, bevor man sich mit der Tora beschäftigt, sie preisen soll, sonst bekommt man einen Fluch statt Segen. Das bedeutet, dass man sich auf die Korrektur einstimmen muss. „Die Tora zu preisen“ bedeutet, dem Schöpfer für die Möglichkeit zu danken, sich mit Hilfe des Lichts, das in ihr verborgen ist, zu korrigieren.

Das Buch Sohar beschreibt unsere Korrektur der Verbindung – dessen, was zwischen uns zerbrochen wurde. Deshalb, während wir es studieren, müssen wir nach der Einheit streben und auf das Licht warten – auf die Kraft, die unsere Verbindung korrigiert. Erst dann, im Maße unserer Einheit und Bürgschaft, wird der Schöpfer sich zwischen uns enthüllen.

Also lasst uns „die Tora preisen“ – an die Erschaffung des gemeinsamen Kli denken, während wir uns an das Buch Sohar wenden.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010. Das Vorwort.



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Und der Nachschlag?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum zeichnen sich die Abstiege in unseren Empfindungen stärker als die Aufstiege ab?

Meine Antwort: Weil wir Egoisten sind. Wir sind aus dem Verlangen zu genießen erschaffen, und dieses nimmt nur Genuss oder Leiden wahr.

Es gibt keinen Mittelweg dazwischen, und darum geht es mir selbst in einem neutralen Zustand, beim Fehlen sowohl des Genusses als auch des Leidens, schlecht. Es mangelt am Genuss. Ich verlange immer nach dem Positiven, Null genügt mir nicht.

Das ist der Grund, warum der Mensch unzufrieden ist. Er hat ein Zuhause, einen Job, genug zu essen – und trotzdem fehlt irgendetwas. Entweder ist der Rasen beim Nachbar saftiger oder das Leben hat keinen Sinn…

Unser egoistisches Verlangen gibt sich damit, was es hat, nicht zufrieden. Letztendlich leiden wir am fehlenden Nachschlag, und dieser Nachschlag muss ständig wachsen, wie auch der Egoismus selbst wächst.

Außerdem ist unsere Quelle der Schöpfer, der uns erschaffen hat. Er ist der Alleinige, der Einzige und der Einzigartige – und genauso empfindet jeder von uns sich selbst. Wo findet man denn die Erfüllung für ein solches Unikum?

Also kriegen wir niemals genug – weder von den Genüssen noch von der Selbstverwirklichung. So ist die Natur des Egoismus. Es reicht ein kleiner Abstieg und unser Heldentum verflüchtigt sich. Alles, nur nicht diese Leere im Inneren spüren!

Das Verlangen zu genießen hängt voll und ganz vom Licht ab. Solange es angeleuchtet wird, ist es voller Kraft, selbst wenn es nicht versteht, woher sie kommt. Doch sobald das Licht sich auch nur ein wenig entfernt, fühlst du dich hilflos und bist zu allem bereit, um die Situation nur irgendwie zu verbessern.

Wirf einen Blick auf die Welt: Terror, Mord, Diebstahl, Lügen… Man sollte meinen, lass jeden haben, was er will, und niemand wird etwas Böses mehr tun.

Wer ist nun schuld daran? Der Schöpfer, der sich nicht enthüllt und dadurch schlechte Taten hervorruft. Was bleibt, ist nur, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010. Das Vorwort.



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„Wenn zur Abendzeit Licht sein wird““

Der Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“: „Während des Siwug am Ende der Korrektur wird das Licht des Mondes dem Licht der Sonne gleich werden, wie es gesagt ist:“ Wenn zur Abendzeit Licht sein wird“.

Es ergibt sich, dass ihre Stufen verdoppelt werden, weil sie im Laufe von 6000 Jahren in der Eigenschaft des Mondes war, wie es gesagt ist: „Da ward aus Abend und Morgen der Tag“.

Im Endeffekt schließen sich alle unsere Abstiege, alle dunklen Nächte an das Licht des Tages, an die Enthüllung des Lichtes an. Der Tag und die Nacht werden ein Ganzes. In Wirklichkeit handelt es sich nicht um „die Verdopplung“, sondern um die 620 -fache Multiplikation, wie darüber gesagt wird.

Zunächst hat der Schöpfer mir nur einen kleinen Funken gegeben und nichts mehr. Indem ich an diesem Wunsch arbeite, wende ich mich an den Schöpfer, an das Licht, und fordere die Korrekturen. Dank diesen Korrekturen gleiche ich meine Eigenschaften an die des Lichtes an, und es kleidet sich in mich ein.

In meinem Wunsch wird das Licht unendlich, unermesslich empfunden. Warum?

Wenn der Wunsch der Genüsse in uns zu wachsen beginnt, baut er sich selbständig auf. Die vorige Empfindung kam infolge der Reschimot zustande, die von oben nach unten herunterstiegen – und jetzt werden die anderen Reschimot realisiert.

Infolge des Aufstiegs, realisiert sich der Mensch auf jeder Stufe laut den vorigen Reschimot, welche er um das Streben und die eigenen Bemühungen ergänzt. Er eröffnet den Zerbruch zwischen ihm und dem Licht – den Zerbruch, der niemals zuvor sichtbar wurde.

Der Mensch ist vom Licht abgeschnitten und strebt es an. Das Licht kommt, aber später folgt das Fallen, wieder und wieder, um dank dieser Emotionen die neuen Details in diesem Wunsch zu finden.

Er entdeckt eine neue Tiefe, das neu Kli, den selbständigen Antrieb, die unglaubliche Bestrebung zum Licht.

Früher bezog sich kein Wunsch, kein Reschimo, auf diese Berechnung, und jetzt, dank seinen Bemühungen, wird im Menschen das neue Kli gebildet.

Deshalb ist das Licht, das jetzt eröffnet wird, nicht mit dem Licht vergleichbar, das den Wunsch bis zum Zerbrechen, bis zu unserer Arbeit auf dem Weg nach oben erfüllte.

Der Abstieg der Welten und alle Bemühungen stellen nur die allgemeine Vorbereitung auf die wirkliche Korrektur dar. Darin wurde das kleine Licht Nefesch gezeigt.

Wie Baal HaSulam schreibt, wurden früher nur sehr kleine Lichter enthüllt, aber jetzt, wo unsere Generation beginnt, sich zu korrigieren, zieht sie das größte Licht in allen Welten – NARANCHAJ heran.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.11.2010



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Nicht einfach nur wollen

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, vom Licht nach den Korrekturen zu verlangen? Was bedeutet, sich an das Licht zu wenden?

Meine Antwort: Wir müssen verstehen, dass die Korrektur selbst nicht von uns abhängt. Wir sind das Verlangen zu genießen, und wenn wir etwas tun können, dann nur eins – die Handlung von oben hervorrufen.

Unsere ganze Arbeit ist die Erhebung von MaN, der Bitte nach der Korrektur, und die Arbeit selbst wird vom Schöpfer erledigt. Darum wird unser Weg als „Arbeit des Schöpfers“ bezeichnet.

Unsere ganzen Anstrengungen in der Gruppe und im Studium unternehmen wir, um einander von der Notwendigkeit einer gemeinsamen Bestrebung zu überzeugen, von der geschrieben steht: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Man darf keine Sekunde lang vergessen, dass wir um die Korrekturen bitten müssen. Alles wird nur mit Hilfe eines Gebets, einer Bitte, der Enthüllung des Mangels gegeben. Ich will nicht einfach etwas Abstraktes, ich will Kelim korrigieren, will Dir ähnlich werden, will groß werden.

Ein Kind, das zu den Erwachsenen aufschaut, will instinktiv groß werden. Das Gleiche will auch ich – doch ich will nicht einfach nur, sondern verlange danach. Denn die Kraft der Entwicklung kommt vom Schöpfer. Wenn wir uns nicht mit einer Bitte an Ihn wenden, werden wir nicht erwachsen.

Das Problem besteht darin, dass wir uns für handelnde Personen halten. Wir glauben, dass wir selbst dazu in der Lage sind, Handlungen zu vollziehen. In Wirklichkeit hängt nichts außer der Enthüllung des Verlangens von uns ab.

Wie soll ich es enthüllen? Durch die Verbindung mit den Anderen. Sie haben auch keine Kraft – dafür haben sie Verlangen, mehr brauche ich auch nicht.

Von den Freunden erhalte ich ein viel größeres Verlangen, als ich es ursprünglich hatte. Nachdem ich von diesem Verlangen durchdrungen wurde, strebe ich danach, mich mit ihnen zu verbinden, und erleide eine Niederlage. Genau jetzt kann ich mich an den Schöpfer wenden.

Während einer gemeinsamen Handlung auf dem Kongress haben wir festgestellt, dass wir nicht in der Lage sind, uns zu verbinden. So klar haben wir es noch nie gesehen. Vorne hat sich eine Mauer abgezeichnet, an der alle unsere Anstrengungen zerschellen.

Nun müssen wir uns nur an die Kraft des Lichts wenden, damit es diese Mauer zerbricht. Und wir können es wirklich anrufen.

Während des Studiums, besonders beim Lesen des Buches Sohar, müssen wir nach der Korrektur verlangen. Genau jetzt, in diesem Augenblick, kannst du darum bitten und eine Antwort erhalten.

Dein Ego hindert dich daran, du bist zu einem Stein erstarrt: „Wen soll ich noch bitten? Irgendwie ist da kein Schöpfer zu sehen“. Richtig – dann bitte Ihn, Sich zu enthüllen, damit dir klar wird, wie und wen du bitten sollst.

Wir sind Egoisten und werden selbst den Machsom nicht durchbrechen. Wenn der Egoismus sich wie eine Mauer erhebt, bitten wir den Schöpfer um die Kraft, uns darüber zu erheben.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010. Das Vorwort.



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