Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ersetze die Brille, und du wirst sehen…

Was bedeutet es eigentlich, die Unendlichkeit zu erreichen? Wenn ich die Unendlichkeit erreiche, dann verwandle ich mich in Malchut der Welt der Unendlichkeit – ich schließe somit alles ein.
Denn „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ bedeutet, dass alles, was ich sehe und außen empfinde, zur unzertrennlichen Komponente meiner Seele wird.
Meine Seele bekommt all jene Teile zurück, die von ihr entfernt waren, so dass sie zur ganzen, vollkommenen Seele wird.

Und alles, dass mir außen zu existieren scheint: die unbelebten Objekte, (stelle dir vor, du würdest alle Sterne verschlucken!) – sind Bestandteile des unbelebten Niveaus deines egoistischen Wunsches, alle Pflanzen – des Pflanzenniveaus, die Tiere – des tierischen Niveaus.

Als ob der Abdruck deines egoistischen Wunsches dir gezeigt hätte, dass sich all die Objekte außen befinden würden.
Aber kaum beginnst du, das Organ des Gebens, die Eigenschaft des Gebens zu enthüllen, so wirst du alles in deinem Inneren empfinden. Sie sind – deine Bestandteile!
Und du wirst sie gerade auf diese Weise fühlen! Solange du aber innerhalb deines Egos lebst, ist es schwierig, das Gesagte zu verstehen!

Physiker behaupten, dass sogar infolge der Anschauung irgendwelchen Objektes, wird ihm ein gewisser Defekt zugetragen.

Und deshalb siehst du nicht das wahrhafte Bild, sondern den Mittelwert aus deinen Eigenschaften und dem wirklichen Wesen des Objekts.

Denn alles, was du siehst, wird von dir, entsprechend deinen Eigenschaften wahrgenommen. Alles hängt von deinen Sinnesorganen ab, von dem, wie du „das Gesehene“ entzifferst.
Aber irgendwann Einmal, infolge der langen Überlegungen, Fragen und Klärungen, wirst du plötzlich fühlen, dass die wahre Realität anders ist. Du wirst sie unter einem anderen Winkel betrachten und verstehen, dass nur diese Vision real ist. Du wirst eben die Brille ersetzen…
Aus der 6. Lektion des Kongresses, 10.11.2010



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Wir fahren nach Hause, und bleiben doch zusammen

Eine Frage, die ich erhielt: Ich spüre, dass wir auf dem Kongress ein neues Kli geschaffen haben. Aber bald kehre ich in meine normale egoistische Welt zurück, und bin in Kontakt mit Menschen, die auf keinen spirituellen Weg sind…

Meine Antwort: Der Mensch kann sich nicht entwickeln, wenn er sich nicht seinen Kreis aufbaut. Jeder braucht seine eigene Gruppe, virtuell oder physische, aber sie muss zu eurer Umgebung werden, die stärker auf euch einwirkt als die äußere egoistische.
Der Mensch ist verpflichtet, solche Umgebung zu schaffen, die seine Gedanken, Wünsche und Prioritäten bestimmt. Sonst ist er verloren, denn er wird seinem egoistischen Milieu folgen. Das ist nämlich unsere einzige Wahl, und wenn wir dieser nicht folgen, können wir keine Fortschritte machen…

Jetzt kehre ich nach dem Kongress nach Hause zurück. Wo sind meine Gedanken? Was sorgt mich? Ich habe Angst vor dem Moment, wo ich von der Verbindung mit der spirituellen Gesellschaft in die Verbindung mit der auf materielle Gedanken ausgerichteten Gesellschaft fliehen werde.

Werde ich diesem Absturz, nach welchem all meine Gedanken auf der anderen Seite im gemeinsamen Sumpf landen, vorbeugen können? Wie verpasse ich nicht den kurzen Blitz des Überganges?

Darum muss ich mir Sorgen machen und mich kümmern. Das sind unsere Fehler, die uns so viele Jahre und Mühe kosten. Alles anderes ist kein Problem. Das Problem liegt nur daran, dass ich nachhause komme und mich beschwichtige: Schön, der Kongress ist zu Ende, jetzt kann ich zu meinem normalen Leben zurückkehren.

Und dann ist Schluss. Alles was ich erreicht habe, geht in die Klipa über..

Die allein von mir abhängige Handlung ist die, mich an der spirituellen Umgebung festzuhalten, mich an die Gruppe hängen, dass sie immer bei mir ist und als spirituelle Umgebung stärker auf mich einwirkt…

Genauso wie ein Kind, wenn es Angst hat, es sich neben einem Erwachsenen aufhält, in der Hoffnung, dass es so vor allen Problemen bewahrt wird. Wenn er sich am Großen festhält, wenn es sich an ihn anlehnt, ist es sicher, dass jetzt alles gut wird. So muss auch unsere Einstellung zur spirituellen Umgebung sein.

Wenn ihr nachhause fahrt, behaltet die Gruppe im Auge, hört auf sie, als ob Ihr immer noch die Kopfhörer im Ohr hättet, erinnert euch auch durch die Lieder an die Spiritualität.

Es ist unwichtig, wo wir uns befinden, womit wir uns beschäftigen, im Hintergrund muss immer etwas Familäres, etwas aus der Gruppe klingen. Der Unterricht, der fast unhörbar läuft, dringt trotzdem in das Unterbewusstsein ein.

Und besucht unbedingt meinen Blog. Alles Wichtige sage ich dort. Sogar die Fotos, die dort veröffentlicht werden, suche ich sorgfältig aus. Man muss den Blog tag täglich lesen, denn am nächsten Tag verliert der Stoff bereits seine Kraft. Wir alle vereinigen uns um den Blog, um die Morgenlektion herum.

Wir brauchen gar nichts zu tun, nur uns um die Wahl einer besseren Umgebung zu bemühen. Das Licht macht Seine Aufgabe. Jeder muss dafür sorgen, dass er sich an eine starke spirituelle Umgebung hängt, um diesen Geist, den er vom Kongress nach Hause bringt nicht zu verlieren.

Aus einem Unterricht über einen Schamati Artikel, 12.11.2010



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Das einzige Verlangen, welches das Ziel erreicht.

Einleitung in das  Buch Sohar, „Nacht der Braut“: „wenn Seir Anpin und Malchut sich vereinigt haben, sieht Malchut ihren Ehemann. Denn sie kann ihren Ehemann nicht sehen, bis sie sich alle versammeln, denn sie hängen voneinander ab“.

Malchut schließt alle Seelen in sich ein. Ohne sie, ist sie nur ein Punkt in der Welt Azilut, ein Punkt von Keter, der nichts eigenes hat.

Unten in der Welten BEA, befinden sich die zerbrochenen Seelen, in anderen Worten, ich und die Gruppe. Ich möchte mich mit meinen Freunden verbinden und meinen Wunsch steigern zu Malchut und von ihr aus noch höher zu der Unendlichkeit (Ein Sof). Und dann kommen zu mir, als eine Antwort darauf, die Kräfte für den Aufstieg.
So ist das einzelne was bei Malchut ankommt,mein Verlangen mich in die Gruppe einzuschließen, wenn ich mich hineinzwinge oder hineinstoße.

Ich will das immer stärker und dieser Drang steigt nach oben, um sich in Malchut von Azilut einzuschließen. Nur das ist ein MAN, eine echte Bitte nach Korrektur

Aus einem Unterricht über der Einleitung in das Buch Sohar, 15.11.2010



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Die Bilder meines Egos

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass die Informationen, die von unserem Auge wahrgenommen werden, auf dem „Schirm“ im Hinterkopf widergespiegelt werden…

Meine Antwort: Nein. Es wird nichts vom Auge wahrgenommen – das Auge gibt es nicht. Genauso wie es den „Hinterkopf“ nicht gibt.

Es gibt nichts außer dem egoistischen Verlangen, sich zu erfüllen, welches mir zeigt, dass ich so „gebaut“ bin: ich habe Augen, einen Kopf, Arme, Beine.

Doch in dieser Form wird es von meinem Verlangen zu genießen dargestellt. Genauso wie es dargestellt wird, dass irgendwelche Objekte scheinbar außerhalb meines Körpers existieren.

Fortsetzung der Frage: Also nehmen wir den Schöpfer genau so wahr – als Verhüllung? So ist unsere Realität?

Meine Antwort: Das, was wir sehen, oder genauer gesagt fühlen (wir sagen „sehen“, weil die Sehkraft das stärkste Sinnesorgan unserer Wahrnehmung ist), ist der Unterschied zwischen uns und dem Schöpfer, der Schatten unseres egoistischen Verlangens im Höheren Licht, auf dem weißen Schirm.

Deshalb sehe ich nur alle möglichen einzelnen Verlangen, verschiedene Eigenschaften, die in meinem egoistischen Verlangen enthalten sind.

Mit anderen Worten: die unbelebte Natur, Pflanzen, Tiere, der Mensch – all das sind vier Ebenen meines Verlangens zu genießen: Shoresh, Alef, Bet, Gimel, Dalet, die mir in einer solchen Form vor dem Hintergrund des weißen Lichtes dargestellt werden.

Denn ich nehme nur mein Verlangen, mich zu erfüllen, wahr! Und was ist mit dem Licht? Das Licht ist jener Hintergrund, auf dem ich mein Verlangen zu genießen sehe.

Wenn also dieses Verlangen genauso wie das Licht wird, wird es das Licht nicht mehr vor mir verdecken, und ich werde den Schöpfer voll und ganz wahrnehmen können.

Doch noch nehme ich anstelle von Ihm nur mein egoistisches Verlangen wahr. Mit anderen Worten, sind alle, die mich umgeben, Teile meines Egos.

Aus der 6. Kongresslektion vom 10.11.2010



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Die Lenkung zu übernehmen

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es eine Verbindung zwischen der privaten und der allgemeinen Lenkung?

Meine Antwort: Ja, zwischen ihnen gibt es die zweiseitige Verbindung. Die allgemeine Lenkung ist mit den einzelnen Teilen verbunden und wirkt, im Einklang mit der Reaktion jedes Einzelnen, auf das System der Seelen ein.

Die Seelen, die sich im Kreis des Systems befinden, sollen im Endeffekt die einheitliche Linie bilden. Damit sie alle darin ihren Platz finden, benötigt man eben die private Lenkung.

Deshalb gibt es im System das Programm der allgemeinen und der privaten Lenkung, welches von oben nach unten gilt.

Das reicht aber nicht ganz. Es wird von jedem auch noch die Gegenreaktion erwartet. Dabei ist wichtig, inwiefern ich selbst vorankommen will und mich bemühe und ob ich die Kraft des Lichtes um die eigene Kraft ergänze?

Das Licht seinerseits stößt mich mit den Schlägen nach vorne, egal ob ich es möchte oder nicht. Dieser Prozess heißt „Beito“. Außerdem kann ich den Prozess selbst beschleunigen, ohne auf die Handlung des Lichtes zu warten.

Solche Beschleunigung heißt „Achischena“. Ich bringe meinen Wunsch in Übereinstimmung mit dem Wunsch des Schöpfers, der Korrektur und dem vollkommenen Zustand.

Meine ganze Arbeit besteht darin, die eigene Kraft einzubringen und die Kraft des Lichtes zu neutralisieren. Ich will das Programm der Lenkung übernehmen, verstehen und selbständig verwirklichen.

Dazu haben wir den Punkt im Herzen bekommen. Wir streben in Wirklichkeit danach, das Programm der Schöpfung zu erkennen und zu erfüllen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 15.11.2010



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Aufstieg zur ersten Stufe

In der Spiritualität ist es so, dass, wenn du nicht bis aufs Äußerste gehst, es nicht bedeutet, dass du mit deinem ganzen Verlangen arbeitest.

Und dann hat es überhaupt nichts mit deinem spirituellen Vorankommen zu tun. Doch du weißt nicht einmal, wo dieses Äußerste liegt, du kannst es dir höchstens irgendwie vorstellen.

Wir sind also an einem solchen Zustand angelangt, in dem wir die spirituelle Welt enthüllen wollten – alles, was wir uns nur vorstellen konnten. Mit dieser maximalen Absicht sind wir zum Kongress gekommen. Wir haben nur das gewünscht und nicht weniger – dass „der Himmel sich öffnet“.

Und was hat sich uns stattdessen eröffnet? Wie wenig wir innerlich in der Lage sind, uns auch nur um ein Haarbreit dem zu nähern! Wir können nicht der Notwendigkeit zustimmen, uns zu verbinden, uns zu annullieren.

Sobald es um die Verbindung zwischen uns ging, um jene innere Arbeit, die wir durchmachen müssen, kam sofort die Abkühlung unseres Verlangens. Wir sind nicht bereit, die spirituelle Welt um diesen Preis zu erreichen!

D.h. wir haben uns die spirituelle Welt falsch vorgestellt, wir haben sie nicht als Eigenschaft des Gebens, die über unserem Egoismus steht, begriffen.

Wir haben jedoch diese Notwendigkeit gespürt. Nach drei Tagen, die mit sehr vielen inneren Handlungen gefüllt waren, haben wir eine Enttäuschung erlebt.

Und diese Enttäuschung rührt daher, dass wir nicht in der Lage, nicht gewillt sind, die wahre Spiritualität zu erlangen. Wir wollen in unserem Verständnis von der Spiritualität als etwas Gutem, Ewigem, Angenehmem in unseren heutigen (egoistischen) Verlangen bleiben.

Was haben wir nun enthüllt? – Die linke Linie, unseren bösen Trieb – dass wir die Spiritualität in unsere egoistischen Verlangen empfangen wollen, wie in der materiellen Welt.

Warum haben wir sie nicht empfangen? In der Spiritualität braucht man nichts zu empfangen – sie steht offen. Wenn du geben willst, dann bitte, es ist alles erlaubt, alles möglich. Niemand wird sie wegstehlen.

Mit anderen Worten, haben wir innerhalb unsres Egos enthüllt, dass unsere Definition von der Spiritualität falsch war. Das wird sich uns auf allen 125 Stufen enthüllen!

Und nun sehen wir, dass unsere Natur der spirituellen entgegengesetzt ist, dass wir nicht in der Lage sind, sie zu erreichen, und dass uns die einzige Möglichkeit bleibt: nur den Schöpfer anzurufen, nur Ihn zu bitten. – Das ist bereits die rechte Linie. Wir müssen uns über uns selbst erheben. – Und daraus entsteht die mittlere Linie.

Wir haben jedoch eine große Arbeit vollbracht: jene Verzweiflung, die von uns Besitz ergriffen hat, jene Bitterkeit, jene Ausweglosigkeit haben sich in uns als Unfähigkeit enthüllt, die spirituelle Welt in unseren egoistischen Verlangen zu erreichen.

Denn im Grunde genommen haben wir gebeten, dass die Spiritualität sich genau dort und nicht in den gebenden Verlangen enthüllt. Und nun, nach dieser Erkenntnis des Bösen, werden wir in die rechte Linie übergehen, uns korrigieren und die mittlere Linie erreichen.

Deshalb ist das, was wir auf dem Kongress bewältigt haben, eine gewaltige Errungenschaft, das ist bereits wirklich der Beginn des spirituellen Weges. So etwas, in diesem Ausmaß, im großen Egoismus der letzten Generation gab es noch nie.

Darüber schreibt Baal HaSulam: „Ich freue mich auf die sich enthüllenden Sünder, weil der Grund dafür die „Heiligkeit des Tages“ ist“.

Ein gewaltiges Licht musste sich von oben ergießen, um uns zu zeigen, wie wenig wir wollen, wie wenig wir in der Lage sind, wie entgegengesetzt der Spiritualität wir sind, wie wenig wir an die Verbindung und die Liebe zwischen uns denken wollen.

All das bedeutet die „Heiligkeit des Tages“, weil wir uns verbunden haben und irgendwo doch den Wunsch verspürt haben, spirituell aufzusteigen.

Uns hat sich jene Stufe, jenes Verlangen enthüllt, über welches wir uns im Grunde genommen erheben müssen. Doch noch können wir es nicht, noch sind wir nicht dazu in der Lage, müssen es jedoch tun, um zur ersten Stufe der spirituellen Leiter aufzusteigen.

Das ist der Grund, warum ich mit dem Kongressergebnis zufrieden bin und sehr darauf hoffe, dass wir in der nächsten Zukunft bereits alle drei Linien als die mittlere Linie enthüllen.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 12.11.2010



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Der Anfang einer neuen Stufe

Der Sohar, Kapitel „Beschalach“, Punkt 441: … Darüber steht geschrieben: „Du sollst nicht mit einem Ochsen und einem Esel zusammen pflügen“, das heißt, man sollte den bösen Arten keinen (Frei)raum geben, da die Handlungen des Menschen erwecken, was nicht so sein muss. Wenn sie sich zusammen paaren, ist es unmöglich, ihnen standzuhalten.

Eine Klipa, die „Hund“ genannt wird, erscheint auf ihrer Seite, und diese ist die verbittertste von allen.

Der Sohar spricht auch darüber, dass mit jeder unserer Bemühungen und der Handlung sofort Klipa geöffnet wird und der Mensch den Misserfolg erlangt, in Klipa eintaucht, und dann die Korrektur begeht. So löst er sie auf, um sich darin nicht mehr befinden zu müssen.

Das heißt, der Aufstieg nach zu den Stufen fängt mit der Verwirrung, mit der Vermischung des Guten und des Übels an.
Jeder beliebige Zustand ist mir zuerst unklar. Aber gewiss gibt es darin das Gute und das Böse.

Ich soll in diesem Zustand das Licht heranziehen, das zur Quelle zurückführt. Das Licht, das in diesem Zustand gezeigt wird, lässt das Übel hinabsteigen, wobei ich mit dem Guten nach oben hinaufsteige.

Deshalb empfinde ich in einem beliebigen Zustand zunächst die Unklarheit, die dann infolge des Lichtes geklärt wird.

Vor allem öffne ich mit Hilfe des Lichtes das Übel, wie es gesagt ist: „Ich habe den bösen Anfang geschaffen“, – und werfe es nach unten (1). Und dann – „… Er hat die Tora für seine Korrektur geschaffen, weil das Licht (O“M), das darin eingeschlossen ist, zur Quelle zurückführt „. Dann steige ich nach oben mit dem guten Wunsch (2) hinauf.

Deshalb „gibt es keinen Gerechten auf der Erde, der das Gute getan hat, bevor er sündigte.“ Zuerst sollen wir das Übel öffnen und es von uns (1) wegwerfen, das heißt, sich darin aufzuhalten, zu verstehen, was dieses Böse ist, um dann das Gute zu erreichen (2).
So geschieht jede Klärung jedes winzigen Details
Deshalb sollen wir uns nicht erschrecken, dass es uns jede Minute passiert
Gerade im Gegenteil – je öfter, desto besser.

Aus dem Unterricht über den Buch Sohar, 14.11.2010

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Die warme Welle der Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Viele Anfänger sprachen davon, dass sie am zweiten Tag weder die Kräfte, noch den Wunsch hatten, zum Kongress zu kommen.

Als sie aber angekommen sind, haben sie gefühlt, wie sie plötzlich eine warme Welle der Liebe eingehüllt hat. Was ist mit ihnen geschehen?

Meine Antwort: Dies ist die so genannte „Versüßung“ – da wir den vollkommenen Zustand noch nicht erreicht haben.

Jede Linie besteht ihrerseits aus drei weiteren Linien. Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben, gibt es in ihr die linke, die rechte und die mittlere Linie. Und es ist das, was eben geschah.

Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben besteht sie ihrerseits aus drei weiteren Linien, die linke, die rechte und die mittlere.

Mit anderen Wörtern, am zweiten Kongresstag wurde die rechte Seite der linken Linie geöffnet.

Die Frage: Viele Menschen erzählten mir, dass sie am dritten Kongresstag etwas Eigenartiges gefühlt haben. Sie wissen nicht, was es war, aber dieses Gefühl veränderte ihre gesamte innere Empfindung des Kongresses …

Meine Antwort: Es ist richtig. Obwohl es die mittlere der linken Linie war, und wir zur vollkommenen Enthüllung noch nicht gekommen sind, bringt uns diese Linie dennoch das gewisse Leuchten von oben. Deshalb haben sie es auch gefühlt.

Man muss allerdings nicht denken, dass etwas grandioses geschehen ist, es ist immerhin ein sehr kleines Leuchten. Außer unserer Hauptgruppe, waren auf dem Kongress viele neue Menschen anwesend, weshalb alles ein wenig komplizierter war.

Aber immerhin haben wir eine wesentliche Veränderung in unserem Aufstieg erreicht. Es bedeutet eben den Eintritt auf „die Treppe Jakobs“ – auf ihrer linken Seite.

Denn wir erreichten das Begreifen des Übels, und verstanden, dass wir nicht bereit sind, die Spiritualität in den egoistischen Wünschen zu erreichen. Dass dies unserer Natur zuwider ist, und wir wissen nicht, wie sie zu verändern ist.

Aber immerhin ist es schon der Anfang. Und von hier aus können wir weiter mit anderen Begriffen operieren.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 12.11.2010

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Es gibt keine schlechten Wünsche

Der Sohar, Kapitel „Beschalach“, Punkt 444: Der erste, der kam und Krieg gegen Israel führte, war Amalek. Aus diesem Grund: „Sein Ende soll Zerstörung sein“, wie geschrieben steht: „Ich werde sicherlich das Gedächtnis von Amalek auslöschen.“

Jeder unserer Wünsche, sogar der größte und der schlimmste, hat seine eigene Mission. Deshalb sollen wir uns richtig zu allem – sowohl zum Guten als auch zum Bösen – verhalten.

Und obwohl wir das Böse in uns hassen, es nicht mögen und nicht wünschen und froh wären, wenn es verschwinden würde, verstehen wir nicht, wie viel wir dadurch gewinnen, dass es in uns gezeigt wird, weil jedes Öffnen des Übels unsere Selbstsucht, den Körper unserer Seele heilt, und uns zum Schöpfer näher bringt.

Dabei verschwindet das Böse nicht, obwohl wir es ablehnen, sondern kommt zur Korrektur. Das ganze Böse heißt das Übel, weil ich es noch nicht ins Gute umwandeln kann.

Ich kann es nur klären, indem ich einen Teil korrigiere, und den anderen Teil unten lasse. Darin besteht unsere Klärung. Und am Ende der Korrektur (Gmar Tikun) wird sich das ganze Übel ins Gute verwandeln – und dort werden wir alle unsere Wünsche benötigen.

Deshalb bekommen all jene Wünsche, die „Amalek“, „Aman“ heißen – unsere schlimmsten Wünsche, in denen es anscheinend unmöglich ist, sich mit dem Licht zu verbinden, am Ende der Korrektur die Absicht des Gebens und schließen sich an die allgemeine Seele an, an Malchut der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 14.11.2010

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Der Aufstieg der Braut

Das Buch Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“:

„Die Zeit der Korrektur heißt die Nacht. Und am nächsten Tag geht die Braut zu Chupa …“

Über diese Welt, in den Welten Brija, Jezira und Assija befinden sich unsere zerbrochenen Seelen, sowie neun unteren Sfirot Malchut der Welt Azilut (von Chochma bis Malchut). Ihr Keter befindet sich oben, in der Welt Azilut, und stellt nur den Punkt dar, und die übrigen neun Sfirot sind unter Parsa, in den Welten BE“А

Der Zustand der Seelen in den Welten BE“A heißt „die Nacht“. Während sie zur Malchut der Welt Azilut hinaufsteigen, verpflichten sie sie, ihre unteren neun Sfirot zu erheben, die unbemerkt in der Finsternis bleiben.

Nachdem wir uns in Malchut einreihen, beginnt sie ihre Sfirot in Azilut zu erheben und verwandelt sich in ein Kli. Es lässt ihr zu, sich in ein Ganzes mit S“A zu verbinden, was „Chupa“ (Hochzeitsbaldachin, der Bettvorhang – Massach, unter welchem, die Eheschließung geschieht) symbolisiert. Mit anderen Wörtern, spricht man hier über die Vereinigung, Siwug.

S“A ist der Schöpfer, und Malchut – Schchina. Ihre Verbindung sollen wir eben erreichen. Wann geschieht sie? Wenn wir unsere Wünsche in Azilut erheben, dann rufen wir den Aufstieg aller Welten hervor. Мalchut (BON) steigt auf die Stufe SAG hinauf, und S“A (МА) – auf die Stufe АB. Das ist ihre Zukunft eben.

Wir begreifen und empfinden das alles in unserer Vereinigung. Aus dem Niveau Siwug AB-SAG bekommen wir das Licht und füllen damit die Seelen aus, die sich unten, in Malchut befinden.

Aus dem Unterricht nach dem Vorwort um Buch Sohar, 14.11.2010

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