Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wunsch, Fortschritt, Wichtigkeit des Ziels

Frage: Beginnt die wahre Kabbala in dem Stadium, in dem man gegen seine Wünsche vorgeht?

Antwort: Nein, man kann nicht gegen das Verlangen vorgehen. Man kann nicht gegen das Verlangen vorgehen, da man am Ende die Kraft haben muss, um voranzukommen. Die Kraft entsteht, wenn man gegen sein ursprüngliches Verlangen handelt.

Aber dennoch, wenn man eine Bewegung macht, bedeutet das, dass man von irgendwoher Energie bekommt, es bedeutet, dass man das Verlangen hat, diese Bewegung zu machen.

Woher kommt es? Von der Wichtigkeit des Ziels. Woher kommt die Wichtigkeit des Ziels, wenn das Ziel nicht sichtbar ist? Die Gruppe gibt sie einem.

Wenn man die Bedeutung des Ziels durch die Gruppe verinnerlicht und auf dieses Ziel zusteuert, dann kann man sogar den Schöpfer bitten, sich zu offenbaren. Selbst seine Offenbarung wird man schließlich nur zum spirituellen Fortschritt und nicht nur zum Eigennutz verwenden.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon klingelt. Wenn kein Verlangen da ist.“

 

Eine Antwort im Glauben über dem Wissen erhalten

Baal HaSulam, Shamati, Artikel 14 „Was ist die Größe des Schöpfers?“: Ein Mensch soll seine Fragen nicht mit Wissen beantworten, sondern er muss sich wünschen, dass der Schöpfer auf seine Fragen antwortet.

Indem man sich an den Schöpfer wendet, um die Fragen, die in einem auftauchen, zu beantworten, lernt man die richtigen Antworten zu empfangen.

Frage: Was bedeutet es, eine Antwort im Glauben über dem Wissen zu erhalten? Es scheint, dass die Antwort das ist, was man im Verstand wahrnimmt.

Antwort: Ein Mensch kann die Antworten des Schöpfers nur auf der gleichen, zumindest minimalen Stufe verstehen, auf der der Schöpfer zu ihm spricht und das ist der Glaube über dem Wissen.

Der Schöpfer reagiert auf die Fragen des Menschen, d.h. auf die Erweckungen die er im Menschen hervorruft und das in unterschiedlicher Form. Es gibt keine Bedingung, dass Er nur auf diese Weise antwortet. Im Grunde genommen kommen die Antworten in Form des höheren Lichtes. Erst später nimmt man sie in dem Mass auf, inwieweit man fähig ist, sie sowohl in der Breite als auch in der Tiefe wahrzunehmen.

Frage: Ich bin bemüht mich über mich selbst zu erheben, mich mit meinen Freunden zu verbinden und dem Schöpfer aus diesem Zustand heraus eine Frage zu stellen, zum Beispiel: wie ich mich in diese oder jene Situation verhalten soll. Was bedeutet es, dass Er mir antwortet? In welcher Form kann das sein?

Antwort: Wenn man sich richtig auf den Schöpfer einstimmt, wird man Seine Antwort in der Form hören, die man wahrnehmen kann.

Frage: Das würde also bedeuten, dass man die Antwort im Glauben über dem Wissen erhalten hat?

Antwort: Ja, je nachdem, wie man diese Antwort für sich offenbart.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch Shamati

 

Adaption der Kabbala

Frage: Sie sind der Lehrer. Wer kann Sie beim Unterrichten ersetzen?

Antwort: Ich denke nicht, dass das überhaupt notwendig sein wird. Es gibt etwa zwanzigtausend aufgezeichnete Lektionen, die eine enorme Menge an Wissen, Ratschläge und Übungen zur Kabbala enthalten, die studiert und umgesetzt werden können.

Solange ich die Möglichkeit habe, voranzuschreiten, werde ich das tun. Sobald ich aufhöre, ist nichts Weiteres erforderlich. Die Menschen können alle Lektionen und Vorträge aus dem Archiv nehmen und systematisch studieren. Das Material reicht für zehn Jahre im Voraus aus, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Das ist vollkommen ausreichend, um alle Ziele zu erreichen.

Dennoch bemühe ich mich täglich, etwas Neues zu vermitteln, indem ich immer anschauliche Beispiele finde, einfache Ausdrücke und Formulierungen, um den Stoff verständlicher zu machen.

In der Kabbala ist die Einfachheit das Wichtigste. Es ist nicht wie in der Philosophie oder in anderen Wissenschaften, bei denen es darum geht, zu verwirren oder komplizierte Theorien aufzustellen. Es geht um hohe, entfernte, kaum wahrnehmbare Bilder und Gedanken, die mit den gewöhnlichen Sinnen, dem Herz und dem Verstand kaum erfassbar sind. Diese müssen so nah wie möglich am Menschen ausgedrückt werden, und zwar an den normalen Menschen, da die Kabbala heute für die breite Masse bestimmt ist. 

Deshalb versuche ich heute, sie der breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Der große Kabbalist des 12. Jahrhunderts, Rambam, schrieb, dass unsere Methode so entwickelt werden muss, dass sie so einfach ist, dass sie für Frauen, Kinder und Ungebildete – für alle geeignet ist. Nicht nur für große Denker oder einer kleinen Elite, sondern für jeden Menschen auf der Welt.

Grundsätzlich ist jeder verpflichtet, seine Natur zu korrigieren und den korrigierten Zustand- die Stufe des Schöpfers- zu erreichen. Das ist die Essenz unserer Generation. Vielleicht nicht in dieser, sondern in der nächsten Generation, aber innerhalb der nächsten Jahrzehnte müssen wir dieses Ziel erreichen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte“, 20000 Lektionen

 

Ein Fest zu Ehren der ersten Ähnlichkeit, der Form mit dem Licht

Aus dem Artikel von Rabash: „Die Verpflichtung, über den Auszug aus Ägypten zu berichten“. Das Buch Sohar erklärt, warum man nicht das ganze Jahr über Matza isst, sondern nur während des Pessach-Festes. Es vergleicht dies mit der Geschichte eines Königs, der einen seiner Untertanen zum Minister ernannte und ihn an diesem Tag in prächtige Kleider kleidete. 

Nachdem der Tag vorüber war, zog der Untertan die schönen Kleider wieder aus und trug sie nur an dem Tag als Zeichen der Festlichkeit, an dem er zum Minister ernannt wurde. Deshalb feiern wir jedes Jahr diesen Tag, kleiden uns festlich und essen genau an Pessach Matza, um an den Auszug aus Ägypten zu erinnern.

Jede spirituelle Wurzel hat einen materiellen Zweig. Das ganze Universum ist ein einziges Verlangen nach Genuss —ein „Etwas aus Nichts“ — ohne das nichts erschaffen wurde. Das Licht wirkt auf die Materie ein und formt sie mit ihrer Natur.  

Nur durch diese Prägung, die vier Stufen von HaWaYaH, können wir das Licht erkennen. Wenn es uns gelingt, die entsprechenden Veränderungen in unserem Verlangen vorzunehmen, können wir das Licht erlangen, das die Materie erschaffen und ihren Abdruck darin hinterlassen hat.

Ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Lichts ist die Loslösung der egoistischen Kräfte, den sogenannten Klipot (Hüllen). Dadurch können wir uns von unserer ursprünglichen Natur, die „aus dem Nichts“ erschaffen wurde, trennen und beginnen, die Prägung des Lichts in unserem Verlangen zu erkennen. Wir verstehen dann, wer das Licht ist, was es bewirkt und wie alles erschaffen wurde — lange bevor diese Welt und der Mensch darin entstanden sind.

Das bedeutet, wir steigen zu unserer spirituellen Wurzel auf. Dabei erkennen wir, dass im Plan der Schöpfung und im Einfluss des Lichts auf das Verlangen ein besonderer Punkt existiert, der „Auszug aus Ägypten“ genannt wird. Das Verlangen hört auf, nur sich selbst zu fühlen; es verlässt seine innere Natur, um auch das Licht und seine Quelle zu spüren.

Von diesem Moment an entsteht eine wechselseitige Verbindung zwischen dem Verlangen und dem Licht, ähnlich wie bei Partnern, die gemeinsam handeln. Die höhere Wurzel, die es uns ermöglicht, zu ihr aufzusteigen und mit ihr zusammenzuarbeiten, ist von großer Bedeutung. Von ihr beginnt der Mensch, als „Adam“ bezeichnet, das Abbild des Schöpfers (Dome) zu werden. Es ist wie eine Geburt, weshalb der Auszug aus Ägypten als spirituelle Geburt jeder einzelnen Seele gefeiert wird.

Aus diesem Grund feiern wir diesen Zustand.

Es gibt eine Entsprechung zwischen der spirituellen Wurzel und dem materiellen Zweig, dargestellt durch die Kategorien „Welt, Jahr, Seele“. Unsere Welt ist eine Projektion der spirituellen Welt, darum hat jede spirituelle Handlung oder jedes Ereignis eine materielle Erscheinung in unserer Welt.  Deshalb feiern wir in den Zweigen den gesamten spirituellen Prozess, den wir durchlaufen –  den Jahreszyklus.  

In allen unseren Traditionen gibt es materielle Manifestationen, der spirituellen Handlung, die wir erreichen und vollziehen möchten. Der Auszug aus dem Verlangen nach Genuss sowie das Erreichen der ersten Ähnlichkeit der Form mit dem Licht, also die spirituelle Geburt, werden als „Auszug aus Ägypten“ bezeichnet. Deshalb gilt dieser Monat als der erste Monat- der Beginn der spirituellen Entwicklung des Menschen.

Natürlich entwickeln wir uns schon seit vielen Jahren weiter, bis wir das Gefühl dafür bekommen , was Ägypten genannt wird und wie unerträglich es ist, darin zu bleiben. Ein solcher Zustand ist schwer zu erreichen, denn dazu muss man sich immer mehr unter Druck setzen, immer unangenehmer, sich unfahig fühlen, sich selbst zu kontrollieren und sklavisch von seiner egoistischen Natur abhängig zu sein.

Hierbei hilft uns das irdische Leben. Dieser materielle Zustand, in dem wir vollständig der Macht des Verlangens zu Empfangen unterworfen sind und kein Verhältnis zum Licht haben, vermag uns ein Gefühl für diese Zustände zu vermitteln. Es scheint uns, als lebten wir in der materiellen Welt-  auf der höchsten Stufe der Empfindung, die im Verlangen entfaltet wird.

Deshalb können wir durch das Materielle unsere Lebensweise so gestalten, dass wir die Ehre erlangen, daraus auszusteigen und das spirituelle Leben zu spüren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash.

 

Vier Stufen des Verstehens

Frage: Es wird erzählt, dass Rabbi Schimon gemeinsam mit seinen Schülern das Buch Sohar verfasste. Sie saßen in einer Höhle: Rabbi Schimon sprach, Rabbi Abba schrieb mit, Rabbi Schimons Sohn, Rabbi Elasar, vernahm seine Worte „von Mund zu Mund“, und alle anderen hörten „durch das Herz“. Was bedeuten diese verschiedenen Ebenen der Verbindung?

Antwort: Neben der äußeren Sprache, mit der Kabbalisten kommunizieren – der „Sprache der Zweige“ –, gibt es auch eine innere Verbindung. Diese nennt sich „Mi Pe le-Osen“ („von Mund zu Ohr“) auf der Stufe von Bina, wenn Lehrer und Schüler im kleinen Zustand miteinander verschmolzen sind, und „Mi Pe le-Pe“ („von Mund zu Mund“) auf der Stufe von Keter, im großen Zustand. Für eine solche Verbindung braucht man keine Sprache mehr – der eine versteht den anderen ohne Worte, durch inneres Verschmelzen und Vereinigung.

Das bedeutet, wir können einander auf vier Arten verstehen:

  • nach langen Gesprächen,
  • mit einem halben Wort,
  • ganz ohne Worte,
  • oder in einer solchen Verschmelzung, dass man nicht einmal sagen kann „du verstehst mich“ oder „ich verstehe dich“, denn man ist nicht mehr voneinander getrennt, es gibt nichts mehr, was man sich übermitteln müsste.

Das sind die verschiedenen Stufen der spirituellen Verbindung.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Wege der Kommunikation zwischen Kabbalisten

Frage: Wenn Kabbalisten miteinander kommunizieren – sprechen sie in einer gewöhnlichen Sprache oder in einer unverständlichen?

Antwort: Sie müssen gar nichts sagen – sie können sich über einen gemeinsamen Schirm (Massach) verbinden. Wozu brauchen sie den physischen Körper? Sie können als Seelen miteinander kommunizieren, mit einem gemeinsamen Schirm zwischen ihnen.

Natürlich können sie auch miteinander sprechen. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich jeder bewusst in einem bestimmten Maß einschränkt und sich dem anderen nicht vollständig öffnet.

Es gibt solche Möglichkeiten – und manchmal ist das sogar notwendig –, um einander nicht zu schaden oder sich nicht vollständig zu enthüllen. Es kann vieles passieren, trotz der guten Absichten aller Beteiligten.

Das heißt, es gibt unzählige Arten der Kommunikation unter Kabbalisten: durch Bücher, durch Lieder, durch Musik. Sie erschaffen diese Empfindungen und Bilder innerlich in sich selbst, leben in der materiellen Welt und zugleich im nächsten Dimension, befinden sich dort sinnlich – und so kommunizieren sie.

Aber nur nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Das ist das allgemeine, umfassendste und grundlegendste Gesetz der Natur.

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Aus dem Gespräch „Ich bekam einen Anruf. Kabbalisten sprechen.“

Der Schöpfer liest unsere Herzen

Frage: Welche Art von Herz wünscht sich der Schöpfer?

Antwort: Der Schöpfer möchte die Herzen fühlen, die Ihn lieben. Es sind die Herzen derer, die sich miteinander verbinden wollen, um sich danach mit Ihm zu verbinden.

Frage: Wie können unsere egoistischen Herzen Liebe zum Schöpfer zeigen und sie empfinden?

Antwort: Nur durch Empfindungen – auf keine andere Weise. Denn der Schöpfer versteht, fühlt und liest unsere Herzen.

Wenn du ein Gefühl der Liebe zum Schöpfer hast, dann wird es sich offenbaren. Der Schöpfer wird helfen, dass es sich offenbart – und zwar so sehr, dass du es tatsächlich fühlen wirst.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati 21, „Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet“

Einander auf Distanz verstehen

Frage: Wenn wir uns auf einer spirituellen Stufe befinden, werden wir einander dann ohne Worte verstehen können?

Antwort: Grundsätzlich ja. Natürlich ist es möglich, mit einem gemeinsamen Massach ohne verbale Kommunikation zu arbeiten. Aber noch nicht jetzt.

Eine solche Kommunikation kann nicht nur zwischen zwei Menschen stattfinden, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, sondern auch zwischen Menschen, die sich in verschiedenen Teilen der Welt und sogar in zwei verschiedenen Welten aufhalten – das spielt keine Rolle. Was uns daran hindert, einander zu verstehen, sind die mechanischen, kleinen Beschränkungen unserer Welt.

Frage: Warum ist es unmöglich, eine plötzlich auftretende Empfindung in Worte zu fassen, nicht einmal für sich selbst?

Antwort: Das bedeutet, dass man die spirituelle Einwirkung noch nicht gleichzeitig im Verstand und im Herzen empfinden kann.

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Aus dem russischen Kabbala-Unterricht vom 01.04.2018

Das spirituelle Umfeld ist der Aufbewahrungsort der Seele

Die ganze Schwierigkeit besteht darin, dass wir auf unserem spirituellen Weg versuchen, genauso zu handeln wie in unserem materiellen Leben. Wir vertrauen auf unsere eigenen Kräfte, um bestimmte Werte zu erreichen. Alle unsere Berechnungen, ob bewusst oder unbewusst, sind auf unseren eigenen Nutzen ausgerichtet.

Bislang wurde die Bedeutung eines Ziels meist nur als Mittel zum Zweck verstanden: sei es zur Erholung, zum Erwerb von Geld, Macht, Anerkennung oder Wissen. Unsere Wünsche wurden maßgeblich durch unser Umfeld geprägt, sodass wir uns häufig nach den Vorstellungen anderer orientierten. Dadurch erweiterten sich stetig unsere eigenen Wünsche, und so entwickelten wir uns weiter. Ursprünglich beschränkten sich unsere Bedürfnisse auf das Tierische, wie Essen, Sexualität und Familie; die Wünsche nach Geld, Macht oder Wissen haben wir erst durch die Gesellschaft, in der wir leben, übernommen.

Wenn der Mensch ein neues Verlangen nach Spiritualität erhält, sollte es genauso auf  dieselbe Art und Weise wachsen. Das Problem dabei ist: Befindet sich der Mensch in einer Gemeinschaft, die gemeinsam lernt, dann nimmt er von außen vor allem materielle Eigenschaften wahr – z.B. wer ist intelligenter oder versteht die Schriften besser.

Sein Verlangen, voranzukommen, ist der egoistische „Punkt im Herzen“ – “die Kehrseite der heiligen Seele“- sie muss durch die Größe des Ziels und die Größe des Schöpfers entwickelt werden.

Alle Werte, die mit der Größe des Ziels, des Schöpfers und der spirituellen Welt verbunden sind, basieren auf der Bereitschaft zu Geben anstatt zu Empfangen. Es kommt hier zum Punkt, der heißt: „An dem Ort, wo die Sünder fallen, erheben sich die Gerechten und gehen voran.“ Sowohl die Sünder als auch die Gerechten existieren in einem Menschen.

Entscheidend ist, wie der Mensch sich gegenüber seiner Umgebung verhält. Die Umgebung wird dabei zum spirituellen „Gefäß“ – nur wenn er erkennt, dass er den Eindruck der Größe des Gebens, der Nächstenliebe bekommt, kann er sein neues Verlangen nach Spiritualität entwickeln.

Daher beginnt jeder Mensch seinen spirituellen Weg mit einem “Punkt im Herzen“. Dieser ist der wichtigste Punkt, die Grundlage des Menschen, aber es ist die „Kehrseite der heiligen Seele“, und mehr wird es in diesem Punkt nicht geben. Zu diesem Punkt muss er alle seine anderen spirituellen Kelim (Gefäße) hinzufügen, bis hin zur Malchut der Welt der Unendlichkeit. All diese Wünsche erhält er vom Umfeld, in ihm selbst wird sich nichts Neues mehr entwickeln.

Das spirituelle Kli (Gefäß) wird durch die Umgebung gebildet – es ist die Größe des Ziels, die den Wunsch und das spirituelle Gefäß formt, in dem der Schöpfer offenbart wird. Dadurch wird die Verbindung und Verschmelzung mit Ihm möglich.

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Aus der Lektion zum Thema „Wichtigkeit  der Größe des Schöpfers durch die Umgebung“

 

Aus dem Antrieb der Liebe

Wenn der Mensch sich daran gewöhnt hat, für das Geben zu arbeiten, wird er würdig, dem Schöpfer Freude zu bereiten, und die Arbeit selbst macht ihm Freude und gibt ihm Lebenskraft. Und dieses wird als Genuss betrachtet, der ebenfalls speziell für den Schöpfer ist. (Baal HaSulam, Shamati 20 “LiShma”)

Im Zustand von LiShma, also wenn er um dem Schöpfer zu geben arbeitet, empfindet der Mensch uneigennützige Liebe zum Schöpfer. Diese Eigenschaft erhält er anstelle der Liebe zu sich selbst. Er denkt nur noch darüber nach, wie er dem Schöpfer Freude bereiten kann.

Frage: Um die Eigenschaft von LiShma zu erlangen, muss ich mich dann jedes Mal anstrengen und an den Schöpfer denken – oder kommt dieses Empfinden ganz natürlich zu mir, so wie die Liebe zu mir selbst?

Antwort: Nein, du musst dich ständig anstrengen, damit diese Eigenschaft in dir bleibt. Und dann wirst du aus dem Antrieb der Liebe heraus handeln – ganz ohne Anstrengung.

In dem Maße, in dem du dem Schöpfer wirklich mit Liebe begegnest, wirst du beginnen, Ihn zu fühlen – Sein Verlangen, Seine Bewegung zu dir.

Frage: Wenn wir versuchen, alles mit Liebe zu bedecken, zum Beispiel während eines Kongresses – können wir dann alle gemeinsam zu LiShma gelangen?

Antwort: Ja, das können wir. Die Kräfte des Schöpfers kennen keine Grenzen – Er kann es allen zugleich geben.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati

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