Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

In der Mitte aller Kreise und am Ende der Linie

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet die innere Arbeit in der Gruppe zwischen den „Kreisen“ (Igulim) und der „geraden Linie“ (Yosher)?

Meine Antwort: Einst gab ich mich mit dem Erfolg in der materiellen Welt zufrieden, doch dann fehlte mir plötzlich etwas im Leben, und ich fing an, danach zu suchen, wo es mir besser gehen würde. Dank dieser Empfindung kam ich zur Wissenschaft der Kabbala. Wer hat mich dazu getrieben?

Meine Fragen sind „Verlangen nach der Erfüllung“ (Chissaron). Ich (mein „Punkt im Herzen) befand mich an irgendeiner Stelle des „Kreises“ und spürte plötzlich, dass es mir schlecht geht. Das heißt, es hat sich eine gewisse Spannung zwischen mir und meiner Umgebung, ein Unterschied, ein „Delta“ gebildet.

Und dieses Delta empfinde ich als böse, während mich die Frage quält: „Wozu existiere ich?“ – denn ich fühle mich unzufrieden und unausgewogen.

Aufgrund dieser Empfindung hat das umgebende Licht begonnen, auf mich einzuwirken und mich zu bewegen, denn das Gesetz der Natur ist die Erhaltung des Gleichgewichts. Genau zu diesem ausgewogenen Zustand treibt das umgebende Licht mich an.

Also habe ich angefangen, mich zu bewegen, bin am nächsten Zustand angelangt und habe begonnen, nach der Antwort, sagen wir mal, in der Mystik zu suchen, danach bin ich zu irgendeiner Philosophie übergegangen und letztendlich in der Mitte des Kreises – bei der Wissenschaft der Kabbala – angekommen.

Wer hat mich nun durch diesen ganzen Weg begleitet? – Das umgebende Licht! Ich befand mich immer darin, begriff es jedoch nicht immer. So durchlaufe ich den ersten, zweiten und dritten Zustand.

Im zweiten Zustand war ich zufriedener in Bezug auf das umgebende Licht, auf mir lastete ein kleinerer Druck als im ersten Zustand. Doch ich habe mich eine Weile dort drin aufgehalten, die Einwirkung des umgebenden Lichts erhalten und gespürt, dass dieser Zustand nicht besonders angenehm ist.

Das heißt, ich habe meine Empfindsamkeit dem Licht gegenüber gesteigert und angefangen, mich wieder schlecht zu fühlen. Wieder entstand ein Unterschied zwischen dem umgebenden Licht der einen und der anderen Stufe, und diese Kraft hat mich gezwungen, zum dritten Zustand überzugehen.

Dort habe ich mich für eine Weile gut gefühlt, doch wieder hat das umgebende Licht auf mich eingewirkt, hat meine Empfindsamkeit gesteigert, und es ging mir wieder schlecht! Ich habe wieder angefangen, zu suchen.

Auf diese Weise werde ich immer von dem umgebenden Licht vorangetrieben. Im Grunde genommen tue ich selber nichts – das Licht arbeitet an dem Verlangen – bis ich die Mitte erreiche.

In der Mitte ist ein vollkommen einzigartiges Mittel enthalten, genannt „Gruppe“. In diesem Punkt hören das umgebende Licht (U“L) und das innere Licht (I“L) vollkommen auf, auf mich einzuwirken.

Ich befinde mich im Mittelpunkt aller „Kreise-Igulim“, wo sie nicht wirken, sowie am Ende der „Linie-Yosher“, wo sie nicht wirkt. Was tun also?

Gerade hier musst du selbständig handeln – jetzt befindest du dich in dem Punkt deiner freien Wahl. Das Licht wirkt jetzt nicht, es wartet ab. In dem Maße, in dem es dir gelingt, dich mit Hilfe der Gruppe aus diesem Gleichgewichtszustand herauszuführen, in dem Maße beginnt auch das Licht, auf dich einzuwirken!

Ich schließe mich der Gruppe an, und das ganze zusätzliche Verlangen, das ich von ihr erhalten habe, hebt mich hoch! Das ist bereits ein Verlangen, das zur Linie gehört, denn ich habe es von der Gruppe erhalten.

Wenn mein Verlangen in die Linie eindringt, wirken wieder die Igulim auf mich ein (denn ich habe noch keinen Schirm und gehöre noch nicht zu „Yosher“), und ich empfinde wieder einen Unterschied zwischen mir und den Kreisen.

Deshalb wirkt das umgebende Licht auf mich ein – jedoch nicht das allgemeine Licht, sondern das Licht, das zur Linie gehört, denn ich habe mein Verlangen von der Gruppe, von der „Linie“ erhalten. Dieses umgebende Licht in der Linie will mich hochheben, damit wir mit ihm im Gleichgewicht sind.

Darin besteht auch „Sgula“, die wundersame Kraft der Tora – dieses Licht wirkt auf mich ein und hebt mich in diesem geraden „Röhrchen“ hoch.

Ich steige mit Hilfe von umgebenden Lichtern auf, doch dieses Licht beeinflusst mich in dem Maße, in dem ich meinen freien Willen in der Gruppe umsetze – in der Verbindung mit ihr und im gemeinsamen Studium.

Darin besteht unsere ganze Arbeit! Baal HaSulam erklärt sie im Buch „Beit Shaar HaKavanot“ – den Grundlagen aller unseren Absichten für die Erreichung des Gebens.

Aus diesem Grund kann man in der Linie nur mit Hilfe einer zusätzlichen Kraft aufsteigen, die wir von der Gruppe erhalten. Entsprechend dem Verlangen, welches wir von der Gruppe erhalten, dem Eindruck von der Wichtigkeit des Ziels, der Größe des Schöpfers und der Nichtigkeit des eigenen Egos, beginnt das umgebende Licht, auf uns einzuwirken.

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar HaKavanot“ vom 14.11.2010



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Segula ist ein Zugang zur spirituellen System

Einführung in das Buch Sohar, „Während der Brautnacht“: „Vor dem Schöpfer liegt ein Buch der Erinnerung (s. Mal. 3:16) über die Verbrechen und Sünden, die in der Welt passieren.
Denn er braucht sie bis zu dem Tag, wo er ein Wunder macht (Segula)“
.

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Segula?
Meine Antwort: Die höhere Kraft oder der Schöpfer, oder das Licht befindet sich in der Gruppe. Ich kann mich nur dann korrigieren, wenn wir gemeinsam mit der Gruppe die authentischen Quellen studieren.
Das heißt nämlich Segula, ein besonderes Mittel, die Werke von Kabbalisten, dank welche der Mensch, die Gruppe und der Schöpfer zu einem Ganzen vereingt werden können. Ihre Einheit ist nur machbar unter der Bedingung, dass wir das System, in deren sie sich befinden, richtig nutzen.

Auch jetzt sind wir ein Teil davon. Welten, Parzufim, alle sind hier, aber damit sie sich zeigen muss man auf sich die Einwirkung von spirituellen Kräften aufrufen.

Ein Verlangen ist nicht genug, wir brauchen ein Mittel, das das System in Bewegung setzt, damit diese Mittel sie die Gruppe über mich zu arbeiten beginnt.

Also, das Starten vom System wird durch authentischen Quellen umgesetzt. Deshalb studieren wir die Werke von Rabasch, Baal HaSulam, Ari und Raschbi. Ohnedem kann ich die Verbindung zum System nicht herstellen und sie nicht einsetzten.
Aus einem Unterricht über die Einleitung in das Buch Sohar, 15.11.2010



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Frisches Blut in den spirituellen Embryo eingießen

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man darum bitten, dass bei den Angehörigen der Punkt im Herzen erwacht?

Meine Antwort: Unsere Entwicklung gleich der Entwicklung eines Keimes im Mutterleib. Jeder Teil entwickelt sich in einem bestimmten Tempo und in einer bestimmten Reihenfolge.
Wir verstehen nicht, warum es so geschieht, aber nachdem wir die Sfirot und die drei Linien – КАCHAB, CHАGАТ, NECHI studieren, beginnen wir zu verstehen, wie diese Entwicklung zustande kommt (es wird detailliert im 11. und 12. Teil der „Lehre der Zehn Sfirot“ erklärt).

Ich bin für den Anfang der Entwicklung jedes einzelnen Menschen nicht verantwortlich, alles hängt von der Wurzel seiner Seele ab. Meine Kinder oder Enkelkinder können keine Beziehung zur Kabbala haben oder bezüglich der Spiritualität gleichgültig bleiben, wobei jemand irgendwo in Alaska aufwacht und ohne Kabbala nicht mehr leben kann.
Es hängt davon ab, ob die Seele ihre Entwicklung erreicht hat oder nicht. Deshalb soll ich nicht darum beten, dass der Schöpfer die Reihenfolge der Entwicklung dieses allgemeinen „Embryos“ ändert.

Das einzige, was ich machen soll – möglichst viel, in der Gruppe zu arbeiten. Unsere Hauptaufgabe ist es, die Einheit zwischen uns zu erreichen!

Dank dieser Einheit werden wir in den Embryo den frischen, schnellen und mächtigen Blutfluss eingießen. Wir werden die allgemeine Entwicklung beschleunigen, und alle werden sich schneller entwickeln, wobei die richtige Reihenfolge bestehen bleibt.

Deshalb sollen wir erst unsere Entwicklung beschleunigen, um folglich die allgemeine Entwicklung beeinflussen zu können.

Aus der 8. Lektion des Kongresses, 11.11.2010



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Die Arbeit mit dem Licht

Wir studieren in der Wissenschaft der Kabbala, wie unser Wunsch zu korrigieren ist, der das gesamte Material der Schöpfung ausmacht.

Diesen Wunsch müssen wir so lange korrigieren bis genau die Kraft im Universum herrscht, die als der Schöpfer, das Licht, empfunden wird. Außer dieser Kraft und diesem Wunsch gibt es weiter nichts.

Die Offenbarung verwirklicht sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften : der Wunsch empfindet die Kraft des Lichtes in dem Mass seiner Ähnlichkeit mit dem Licht.

Das Programm und das Ziel der Schöpfung sind auf die vollständige Enthüllung des Lichtes durch unseren Wunsch gerichtet. Somit müssen wir bis zur vollkommenen Aneignung des Lichtes – das Geben korrigieren.

Hierzu wurde das System der Welten geschaffen, welches uns hilft den Wunsch in die Ähnlichkeit mit dem Licht zu verändern. Die ersten Schritte machen wir in dieser Welt, und dann steigen wir auf in die Welten Assija, Jezira und Brija. Hier in den neun unteren Sefirot, von Malchut der Welt Azilut, befinden sich die zerbrochenen Seelen.

Keter, die höchste Sefira von Malchut, befindet sich oberhalb von Parsa, in der Welt Azilut, in welcher die Eigenschaft des Gebens herrscht.Unterhalb von Parsa gilt die Eigenschaft des Empfangens.

Malchut bekommt die Kräfte von Seir Anpin. Er ist für uns der Höhere, der Gebende, wir bekommen alles von ihm. Seir Anpin befindet sich in Beziehung mit dem höheren Parzuf der Welt Azilut – Aba we-Ima (AB“I), dessen Teil Ischut heisst.

Noch höher liegt Parzuf Arich Anpin (A“A) welcher das Licht der Unendlichkeit (Ein Sof) bekommt und es an Malchut weitergibt.

Das Wichtigste für uns ist der Aufstieg, d.h. wie die zerbrochenen Seelen aus den Welten BEA zu Malchut de-Azilut aufsteigen. Danach reihen wir uns in den Prozess der Korrektur ein. Die Welt Azilut korrigiert die zerbrochenen Wünsche, die sich in egoistischer Absicht aufhalten.

Der Wunsch selber ändert sich nicht, er ist Material mit dem du nichts machen kannst. Jedoch können wir den Wunsch auf zwei Weisen verwenden, entweder : um ihn mit Empfangen auszufüllen, oder um zu geben. Im zweiten Fall wird man nur dann empfangen, wenn man den anderen geben kann.
Wie ist das möglich ? Dank der Liebe, der Verbindung mit den anderen.

Das Buch Sohar hilft uns vor allem in dieser ersten Etappe – beim Aufstieg in die Welt Azilut. Die Reihenfolge der Handlungen ist diese :

1. Wir erheben die Bitte um Korrektur (MAN)

2. Die Antwort kommt zu uns in Form des umgebenden Lichtes (Or Makif), und das gibt uns die Kräfte

3. Wir steigen auf zu Malchut de-Azilut

4. Malchut erhebt unsere Bitte zu Seir Anpin

5. Er gibt ihr die Kräfte und korrigiert die Seelen

Auf diese Weise arbeiten wir mit dem Licht. Um den Wunsch auf die Absicht des Gebens zu korrigieren, arbeiten wir an der Vereinigung, die man nur infolge der Einwirkung des Lichtes erreichen kann.

Aus einem Unterricht über die Einleitung in das buch Sohar, 15.11.2010



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Die allgemeine und die persönliche Lenkung

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet die allgemeine und die persönliche Lenkung?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Realität des Verlangens zu genießen, der Kraft des Empfangens. Außerdem wirkt in dieser Realität die Kraft des Gebens, die Kraft des Lichts.

Wie ist nun die Formel ihres Zusammenwirkens? Bezeichnen wir die eine Kraft mit X und die andere mit Y, und der Koeffizient K verbindet sie zu einer Formel.

In Wirklichkeit sieht die Formel folgendermaßen aus: zwei Variablen sind das Verlangen zu genießen und das Verlangen, Genuss zu schenken, und zwischen ihnen liegt der Schirm K.

Am Anfang unserer Realität ist das Verlangen, Genuss zu empfangen (0), dem Verlangen des Gebens (1) entgegengesetzt. Im Endeffekt aber, bei der 125. Handlung, werden beide Verlangen gleichwertig (1 – 1).


Somit ist die Formel einfach: sie müssen von der Gegensätzlichkeit zu der Ähnlichkeit der Eigenschaften gebracht werden. Das Verlangen zu empfangen muss die Eigenschaft des Gebens erlangen.

Die Formel ist bekannt, das Ergebnis auch. Die Rede ist von zwei Kräften, die in der Realität wirken und miteinander kontaktieren, damit jeder Augenblick ihres Zusammenwirkens auf eine optimale Weise zum Finale führt.

So wirkt die Natur in allem: minimaler Beitrag beim maximalen Nutzen. Dieser Mechanismus wirkt auf uns ein, und indem wir die Resultate dessen Einwirkung spüren, bezeichnen wir sie als „Lenkung“.

Es gibt eine persönliche und eine allgemeine Lenkung.

Die persönliche Lenkung bezieht sich auf jede einzelne Zelle des Körpers und bestimmt, welcher Teil vorankommen soll, während er jedes Mal seine persönliche Form in Übereinstimmung mit dem Vorankommen des Gesamtsystems annimmt.

Als Beispiel kann die schrittweise Entwicklung der Organe eines Embryos dienen. Sein Körper wächst  entsprechend der allgemeinen Lenkung, die die Reihenfolge der Entwicklung von einzelnen Teilen bestimmt.

Später gehen von der allgemeinen Lenkung persönliche Fäden ab, die mit jedem Teil verbunden sind und sich nach dessen Platz und Rolle im Prozess des allgemeinen Wachstums richten.

Somit bedingt das allgemeine Entwicklungsprogramm persönliche Programme, die uns steuern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 15.11.2010



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In die Spiritualität durch diese Welt hindurch

Der Sohar, Abschnitt „Beschalach“, Punkt 470: …wie geschrieben steht: „Da Ich sicherlich die Erinnerung von Amalek auslöschen werde“. „Auslöschen“ ist oberhalb, „Ich werde auslöschen“ unterhalb. „Erinnerung“ bedeutet die Erinnerung oberhalb und unterhalb.

„Oberhalb“ und „unterhalb“ – damit ist nicht unsere Welt gemeint. Denn unsere Welt unterliegt keiner Korrektur, in ihr gibt es nichts zu korrigieren.

Diese ganze Welt, in der wir unser normales Leben, in den Körpern, wie alle anderen Menschen, führen, bevor in uns der Punkt im Herzen erwacht und wir in die Gruppe, zu der Verbindung mit der Spiritualität kommen, hat nichts mit der Korrektur und der spirituellen Welt zu tun.

Es geht hier um das Verlangen, welches mit dem Punkt im Herzen beginnt und sich dann der Gruppe anschließt, d.h. der Versammlung von anderen Punkten im Herzen, die zusammen verbunden werden müssen.

Der Sohar spricht nur davon. Und die ganze übrige Realität, die wir um uns herum sehen, unterliegt keiner Korrektur und hat nichts mit der Spiritualität zu tun.

Im Moment sehen wir vor uns eine riesige materielle Welt, doch in der Spiritualität gibt es sie nicht. Sie ist uns nur gegeben, um von hier das spirituelle Leben zu beginnen.

In Bezug auf die Spiritualität existiert unsere Welt nicht. Das ist eine gewisse imaginäre Realität, aus der heraus wir selbständig und unabhängig in die Spiritualität hineintreten können.

Der Schöpfer gibt uns den Punkt im Herzen, und mit ihm gehen wir weiter. Wenn wir unseren jetzigen Zustand durch ein besonderes Filter, welches nur das durchlässt, was wirklich mit der Spiritualität, mit der wahren und nicht imaginären Welt zu tun hat, hindurchführen ließen, würden nur Punkte im Herzen durchgehen können.

Alles Andere wäre von dem Filter absorbiert worden und verschwunden, denn es existiert einfach nicht.

Das heißt, die imaginäre Realität dieser Welt ist nur dazu da, damit wir von hier an beginnen, mit unseren Punkten im Herzen in die spirituelle Welt einzutreten.

Obwohl wir gezwungen sind, in dieser imaginären Realität zu leben, bis wir alle Punkte im Herzen zu einer spirituellen Realität verbunden haben, bis zur vollständigen Korrektur (Gmat Tikun). Dann verschwindet dieses imaginäre Bild unserer Welt.

Und bis dahin verschwindet unsere Welt nicht, denn in jeder Korrekturhandlung, bis zur allerletzten, müssen wir uns doch in dem imaginären Bild unserer Welt befinden, weil wir eine neue Korrektur jedes Mal von dieser Welt an beginnen.

Über Rabbi Schimon, den Verfasser des Buchrs Sohar, steht geschrieben, dass er sich vor seiner letzten Korrektur als „Schimon vom Markt“ gefühlt hat, d.h., er ist bis zu unserer Welt hinabgestiegen und hat gespürt, dass er nur in ihr existiert. Und von hier an vollbringt er bereits die letzte, die höchste Korrektur.

Aus diesem Grund ist diese imaginäre Realität, die wir als „unsere Welt“ bezeichnen, sehr wichtig, weil sie uns das Gefühl der Trennung von der Spiritualität gibt.

Gerade durch diese Trennung, indem wir jedes Mal noch eine weitere Portion des sich in uns enthüllenden unkorrigierten Verlangens zu korrigieren beginnen, korrigieren wir es selbständig und unabhängig – aus dieser Welt, die in der Spiritualität nicht existiert, aus dem „Nichts“ heraus.

Deshalb ist diese Welt sehr wichtig. Und darum sagen wir, dass der Mensch in dieser Welt, in allen ihren Systemen normal eingerichtet sein muss – eine Arbeit, eine Familie haben, studieren, alles tun, was sich gehört.

Ohne all das wird er nicht nach der Ähnlichkeit mit der Spiritualität ausgerichtet und wird sich nicht korrigieren können, indem er richtig in die spirituelle Welt eintritt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 15.11.2010



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Die feine Neigung der feinfühligen Seele

Wir haben eine große Arbeit hinter uns! In den nächsten Tagen, Wochen und Monate wird uns klar sein, welchen sprungartigen Fortschritt wir gemacht haben.

Wir haben noch nie solche Fragen gestellt, sprachen noch nie so offen über die Einheit, die das Hauptthema dieses Kongresses war.

Wir haben zum ersten Mal das Herz der Korrektur, die Wissenschaft der Kabbala, unsere Seele getroffen. Es ist in Wirklichkeit die prinzipielle Veränderung, und wir werden nie mehr so, wie früher sein.

Jetzt sind wir untereinander verbunden, aber müssen noch daran arbeiten und offenbaren, dass der Schöpfer uns in jeder Minute immer mehr ausfüllt, dass der ganze Raum, diese ganze Welt mit dem Höheren Licht ausgefüllt ist, und wir halten uns darin auf.

Alle Welten, in denen wir untereinander in einem Netz verbunden, verschlungen sind, beginnen, sich zu offenbaren. Wir werden noch diese Erkenntnis erlangen!

Es gibt die Zeit des Gebens – und die Zeit des Empfangens. Das Geben existiert oben und soll offenbart werden, es fehlt uns nur ein wenig an der Feinfühligkeit, um zu empfinden, dass der Schöpfer, die Welt, die Luft zwischen uns, die ganze Realität ausfüllt.

Würden wir den anderen Menschen mehr Begeisterung, mehr Aufnahmefähigkeit und Offenheit zeigen, würden wir alle Feinheiten sehen und die Enthüllung erlangen können.

Ich denke, dass jeder folglich beginnt zu fühlen, dass es auch nicht nur in irgendwelcher Phantasie möglich ist, dass es dank unserer Bemühung den Schöpfer zu suchen und Ihn zu enthüllen, geschieht.

Bemühen Sie sich also, die innere Feinfühligkeit zu erreichen. Was ist der Glaube? Der Glaube ist eine Empfindung des Gebens. Im Buch „Der Glaube und die Hoffnung“ ist gesagt, dass „der Glaube eine feine Neigung, die Eigenschaft der feinen und auserlesenen Seele ist“. Es ist genau das, was uns fehlt: die feine Neigung der empfindlichen Seele.

Wir sollen fühlen, dass zwischen uns diese höhere Kraft anwesend ist. Als ob wir versuchen würden, etwas zu sehen, und nach dem es plötzlich gelingen würde, wird uns klar sein, dass es schon lange existierte, und wir es nicht schon früher sahen!

Aber wenn du wieder wegsiehst, und den Brennpunkt verlierst, dann wird es wieder schwierig sein es, zu finden, wobei du jetzt wenigstens weißt, dass es tatsächlich existiert.

Das Problem besteht darin, es zum ersten Mal zu sehen. Wir sollen versuchen, die Sehkraft, bzw. das Herz noch mehr zu fokussieren.

Aus der 8. Lektion des Kongresses, 11.11.2010

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Gibt es ein Leben ohne den Schirm?

Mit Hilfe von umgebenden Lichtern (Or Makif) und runden Kelim (Kelim de Gilgulim) schreiten wir vorwärts und bewegen uns im spirituellen Raum von einem Zustand zum nächsten.

Runde Kelim, Verlangen, Gefäße unterscheiden sich dadurch, dass ihnen der Schirm (Massach) fehlt und sie keinen Austausch durch den Schlag (Siwug de Hakaa) in dem Ausmaß der Ähnlichkeit mit dem Licht durchführen.

Nur der Schirm verleiht dem Gefäß diese Ähnlichkeit, diese Verbindung, wodurch das Kli selbst über die Richtung der Bewegung bestimmt.

Allerdings verfügt das runde Kli noch nicht über einen Schirm, welcher seine Verlangen nach einer Geraden, von oben nach unten, in dem Maße ihrer Ähnlichkeit mit der Eigenschaft des Gebens ausrichten würde. Nichtsdestotrotz existieren, bewegen sich und verändern sich die Gefäße auch ohne den Schirm – unter der Einwirkung der umgebenden Lichter.

In der Tat, wie hätten wir uns aus unserer Welt durch die gesamte Vorbereitungszeit dem Machsom und dem Eintritt in die spirituelle Welt entgegen bewegen können, wenn die umgebenden Lichter keine Einwirkung auf uns hätten?

Welche Mittel hätten wir benutzen können? Denn wir haben keinen Schirm. Also wären wir dem Strom und dem Zufall ausgeliefert?

Wenn die Kelim jedoch dem Schirm entgegenstreben, wenn sich der Punkt im Herzen in ihnen erwacht und den Anfangsanstoß zur Korrektur, zur Wahrheit gibt, gelangen sie unter die Einwirkung von umgebenden Lichtern.

Diese Lichter wirken in Übereinstimmung mit den Anstrengungen des Kli, mit dessen Verlangen und Forderung, wie „sinnlos“ sie auch erscheinen mögen. Genauso wissen die Kinder noch nicht genau, wie sie sich vorwärts bewegen sollten, verstehen den Sinn ihrer Handlungen nicht und wachsen und entwickeln sich dennoch weiter. All das geschieht dank der umgebenden Lichter.

Ich wurde in die Gruppe geführt und mache das, was in den Augen der Freunde gut ist. Ohne Verständnis und Kraft zu haben, begreife ich noch nicht ganz, was geschieht, spüre jedoch, dass es wichtig für mich ist.

Solange der Mensch noch nicht in die spirituelle Welt eingetreten ist, weiß er nicht, ob er lebt oder tot ist, versteht nicht, wodurch und wie er lebt. Wir kennen uns absolut nicht mit dem realen Stand der Dinge aus, solange wir den Schöpfer wenigstens im kleinsten Maße nicht enthüllt haben.

Und darum führen uns die umgebenden Lichter. Wir ziehen sie an und wollen, dass sie auf uns einwirken.

Im Dunkeln, ohne den Schirm, ohne die Absicht zu geben, in der egoistischen Absicht lo liShma, die unweigerlich aus dem Zerbrechen hervorgeht, streben wir dennoch liShma, dem Geben entgegen. Selbst wenn wir es fürchten, selbst wenn wir es nicht wollen – aber wir sind nicht mehr gleichgültig dem gegenüber.

Und deshalb wirkten in einer solchen Situation Lichter auf uns ein, die nicht zur Linie, sondern zum Kreis gehören – zu der Umgebung von Freunden, in der wir auch arbeiten.

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar HaKavanot“ vom 15.11.2010



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Alle Antworten – sind in der Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich die innere Arbeit führe und eine Frage habe, wie kann ich dann die Antwort erkennen?

Meine Antwort: Um uns die klaren Antworten zu geben und überhaupt mit uns den Dialog zu führen und die feste Beziehung zu gewährleisten, die man prüfen und empfinden kann – hat der Schöpfer uns die Gruppe gegeben, in der Er sich befindet.

Wenn du mit der Gruppe vereinigt wirst, dann findest du Ihn. Nachdem du Ihn an einem schönen Tag getroffen hast, wirst du sehen, dass man Ihn nur im Herzen der Verbindung mit der Gruppe offenbaren kann.

Der Schöpfer versteckt sich hinter allem und sagt dir: „Ja, du hast dich mit allen vereinigt – also auch mit Mir.“

Dafür hat Er das Kli zerschlagen, um die Scherben zu vereinigen und im Endeffekt Ihn zu finden. Indem wir also das zerbrochene Kli sammeln, bilden wir vor uns das Wesen des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 12.11.2010



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Gibt es noch jemanden?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es niemanden, außer Ihn gibt, warum soll ich dann am Kongress physisch teilnehmen, mich mit allen verbinden, sie alle zu lieben?

Meine Antwort: Damit man zur Wahrnehmung der wahrhaften Realität in den Empfindungen kommt.

Genau deshalb sollst du ankommen und verstehen, dass wir alle existieren, du sollst alle Handlungen erfüllen, damit wir „aufhören, weiterhin zu existieren“.

Eine Frage, die ich erhielt: Aber Sie sagten doch eben, dass es hier niemanden gibt…

Meine Antwort: Dies aber habe ich gesagt! Und du sollst selbst ein solches Begreifen erlangen, sich darin überzeugen, dass es hier niemanden, außer Ihn gibt. Dann wirst du selbst zur Malchut der Welt der Unendlichkeit…

Aus der 6. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

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