Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Man sollte nichts bereuen

Frage: Menschen im Alter von etwa 70 Jahren wurde die Frage gestellt: „Was bereuen Sie, wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken?“

Die fünf häufigsten Antworten waren:. Die Befragten gaben an, dass sie zu wenig gereist seien, sich nicht ausreichend um ihre Gesundheit gekümmert hätten und ihrer Familie und ihren Kindern nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hätten.

An erster Stelle stand jedoch Folgendes: Sie hatten den größten Teil ihres Lebens mit einer Tätigkeit verbracht, die sie nicht liebten, und es fehlte ihnen an Kraft und Entschlossenheit, etwas daran zu ändern.

Was meinen Sie: Ist das nach Ihrer Meinung das Schwerwiegendste, was man am Ende seines Lebens bereuen kann?

Antwort: Natürlich ist das insgesamt ein sehr schweres Leben, wenn jemand einer Tätigkeit nachgeht, die er nicht liebt, und sich damit nie wirklich identifizieren kann. Besonders tragisch wird es, wenn ihm zugleich die Kraft fehlt, etwas daran zu ändern.

Frage:  Kann eine ungeliebte Arbeit irgendwann zu einer geliebten werden?

Antwort: Das ist möglich. Man muss sich intensiver mit ihr beschäftigen, tiefer in sie eintauchen und sich ihr mit ganzem Herzen widmen. Dann kann sich die Einstellung dazu ändern.

Frage: Das heißt, man könnte sich sagen: „Ich kann diese Arbeit im Moment nicht aufgeben, aber ich kann versuchen, sie lieben zu lernen“?

Antwort: Das ist möglich. Indem man sich vertieft, wird man zum Meister seines Fachs.  

Kommentar: Aber sie bleibt trotzdem ungeliebt.

Antwort: Das liegt daran, dass man sich ihr nicht mit Hingabe, von ganzem Herzen, gewidmet hat.

Frage: Warum hat niemand geantwortet: „Ich bedaure, dass ich nicht nach dem Sinn des Lebens gesucht habe“?

Antwort: Die Menschen suchen danach – meist still und unauffällig. Doch dieses Bedürfnis steht oft nicht an erster Stelle, sondern irgendwo weiter hinten. Jeder Mensch sollte versuchen, in seinem Leben nach dem Sinn zu suchen. Das ist wichtig. Ohne Sinn erscheint das Leben leer. Ob man ihn findet und welche Form dieser Sinn annimmt, hängt letztlich von jedem Einzelnen ab.

Frage: Bedeutet das, dass jeder seinen eigenen Sinn des Lebens finden kann – einen großen oder kleinen, tiefen oder eher einfachen?

Antwort: Ja. Entscheidend ist jedoch, die Suche nicht aufzugeben. Es geht nicht darum, sich mit allem abzufinden, sondern darum, weiterzufragen und weiterzumachen.

Frage: Sagen Sie das aus der Perspektive, dass wir bereits zu einem bestimmten Sinn des Lebens gelangt sind? Antwort: Wir nähern uns diesem Sinn an, wir werden ihm näherkommen und wir werden auch künftig weiter nach ihm streben. Ohne diese Suche kann ein Mensch nicht wirklich leben; es wäre lediglich ein bloßes Dasein. Das gehört zu unserer menschlichen Natur.

Frage: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Antwort:Nein. Obwohl ich eigentlich sehr vieles bereuen müsste.

Frage: Und dennoch bereuen Sie nichts? Wie gelingt es Ihnen, so zu leben, ohne zu bereuen? Wie schneiden Sie das einfach ab?

Antwort: Ganz einfach: „Das Recht, die Jahre zu vergessen, das Recht, die Stunden zu wählen. „Das Recht zu wählen, wie man lebt, indem man das Leben auf die Waage legt.“

Daran lässt sich nichts ändern. Ich persönlich betrachte das sehr philosophisch: Es erleichtert nicht nur – obwohl es das tatsächlich tut, sondern es muss so sein.

Frage: Hat die Erkenntnis „Es muss so sein“ Ihre Sicht auf das Leben geprägt?

Antwort: Ja. Es hat meine Haltung zum Leben und zur Welt wesentlich beeinflusst. Was ich tun kann, das tue ich. Was ich geben kann, das gebe ich.

Ich hoffe, dass ich mit dem, was ich der Welt gebe, einen kleinen Beitrag dazu leiste, sie besser zu machen. Die Welt und die Menschen sind mir nicht gleichgültig. Ich wünsche mir, dass sie die Wirklichkeit etwas klarer sehen, dass sie ihre Augen ein wenig weiter öffnen.  

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Vom Mittel – zur Ursache

Frage: Was ist die Hilfe des Schöpfers?

Antwort: Wenn ein Mensch versucht, Liebe und Einheit anstelle von Hass und Ablehnung zu erreichen, wird er feststellen, dass dies aus eigener Kraft unmöglich ist. Gute Absichten führen jedes Mal zum Gegenteil.

Anfangs wird der Mensch bei seinen erfolglosen Bemühungen das Gefühl haben, dass dies wegen ihm geschieht. Später werden ihm dieselben Anstrengungen zeigen, dass die Ursache in einer äußeren Kraft liegt.

Mit der Zeit und durch immer neue Eindrücke wird er dann feststellen, dass es sich nicht um irgendeine fremde Kraft handelt, sondern um die Höhere Kraft, die ihn auf diese Weise lenkt und durch verschiedene Lebenssituationen eine negative Haltung gegenüber anderen in ihm hervorruft.

Dadurch beginnt der Mensch, den Schöpfer als Ursache sowohl der negativen als auch der positiven Zustände wahrzunehmen. Es erkennt, dass nur der Schöpfer die Fähigkeit besitzt, die Gegensätze miteinander zu verbinden. Ohne die Hilfe des Höheren Lichts kann der Mensch die beiden entgegengesetzten Eigenschaften nicht in sich verbinden. Doch auch dies ist nur eine Zwischenstufe. Anfangs sucht der Mensch die Korrektur, um sich besser zu fühlen und seine inneren Zustände in Ordnung zu bringen. Bis dahin war ihm seine schlechte Einstellung gegenüber den Mitmenschen unangenehm.  Später verändert sich seine Absicht: Er möchte alle Zustände, selbst die unangenehmen und widersprüchlichen, als Mittel nutzen, um eine Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer zu erlangen. Die Vereinigung der Gegensätze soll nicht zu seinem persönlichen Wohl erfolgen, sondern zur Offenbarung des Schöpfers. So steigt der Mensch Stufe für Stufe die spirituelle Leiter empor. Zunächst bemüht er sich, seine Kelim (Gefäße, Verlangen) zu korrigieren. Später nutzt er die korrigierten Kelim, um eine richtige Beziehung zum Schöpfer aufzubauen. Schritt für Schritt wandelt sich seine Sichtweise: vom Mittel zur Ursache, von der Korrektur des Verlangen zur Erkenntnis des Zwecks der Korrektur.

Denn das Ziel besteht nicht darin, die Fülle im eigenen Kli zu genießen, sondern durch die Arbeit die höhere Wurzel zu erreichen. Dann verändert sich die Einstellung: Hinter der Verbindung von Bina und Malchut entdeckt man Keter, die Spitze des Buchstabens Jod (י), mit der der Buchstabe Alef (א) beginnt – ein Symbol unserer Arbeit und unseres Aufstiegs auf der Diagonalen. 

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Aus einem Unterricht zu einem Artikel von Rabash

 

Man sollte mit der Liebe zu den Menschen beginnen

Wir bewegen uns von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer. Die Liebe zum Schöpfer ist die vollkommene Liebe im ganzen System, wo sich das Licht und das Gefäß gemeinsam entfalten und sich gegenseitig unterstützen.

Aber wir müssen mit der Liebe zu den Geschöpfen anfangen, das heißt, wir müssen uns im Zehner einander annähern, bis wir keinen Unterschied mehr zwischen uns spüren, damit unsere Wünsche und Gefühle zu einem gemeinsamen Gefühl verschmelzen. Jeder muss dabei die anderen ergänzen. Es geht nicht um eine physische Verbindung, die auf der tierischen Ebene stattfindet, sondern um eine menschliche, also nicht auf der körperlichen, sondern auf der emotionalen Ebene.

Diese Verbindung beginnt mit grundlosem Hass, also ohne jede Erklärung, außer dass es vom Schöpfer so erschaffen wurde. Und von dort müssen wir zu brüderlicher Liebe kommen, wie ein Mensch mit einem Herzen.

Wir dürfen uns nicht die Welt als Vorbild nehmen, wo es Streit gibt und alle sich wie streitsüchtige Kinder messen. Wir müssen den Ratschlägen der Kabbalisten folgen und uns selbst in der letzten Phase der Verwirklichung des Korrekturprozesses sehen. Wir haben über Tausende von Jahren viele Lebenszyklen auf dieser Erde durchlaufen.

Und es ist kein Zufall, dass wir jetzt die Wissenschaft der Kabbala für uns entdeckt haben: In dieser Welt gibt es nichts Zufälliges, alles ist aus dem System der gemeinsamen Seele berechnet. Deshalb müssen wir zusammenarbeiten und eine Vereinigung erreichen. Wenn jemand ausfällt – was soll man machen, das ist wohl sein Schicksal. Aber wir werden versuchen, unser System zusammenzufügen und zu einer gegenseitigen Verbindung zu kommen, die auf Gleichheit und Liebe basiert.

Denn Liebe ist die stärkste Verbindung, die es gibt.

„Von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer“, denn der Schöpfer ist das gemeinsame System, das sich uns offenbart. Der Schöpfer ist die Gesamtheit, die Summe aller Seelen und der Grund für ihre Erschaffung, er ist die Quelle.

Liebe bedeutet vollständige gegenseitige Verbindung, bei der jeder nur danach strebt, die anderen zu ergänzen. Das ist die Form der Existenz der gemeinsamen Seele.

 [#274733]

Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Wissen“

 

Man sollte mit der Liebe zu den Menschen beginnen

Wir bewegen uns von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer. Die Liebe zum Schöpfer ist die vollkommene Liebe im ganzen System, wo sich das Licht und das Gefäß gemeinsam entfalten und sich gegenseitig unterstützen.

Aber wir müssen mit der Liebe zu den Geschöpfen anfangen, das heißt, wir müssen uns im Zehner einander annähern, bis wir keinen Unterschied mehr zwischen uns spüren, damit unsere Wünsche und Gefühle zu einem gemeinsamen Gefühl verschmelzen. Jeder muss dabei die anderen ergänzen. Es geht nicht um eine physische Verbindung, die auf der tierischen Ebene stattfindet, sondern um eine menschliche, also nicht auf der körperlichen, sondern auf der emotionalen Ebene.

Diese Verbindung beginnt mit grundlosem Hass, also ohne jede Erklärung, außer dass es vom Schöpfer so erschaffen wurde. Und von dort müssen wir zu brüderlicher Liebe kommen, wie ein Mensch mit einem Herzen.

Wir dürfen uns nicht die Welt als Vorbild nehmen, wo es Streit gibt und alle sich wie streitsüchtige Kinder messen. Wir müssen den Ratschlägen der Kabbalisten folgen und uns selbst in der letzten Phase der Verwirklichung des Korrekturprozesses sehen. Wir haben über Tausende von Jahren viele Lebenszyklen auf dieser Erde durchlaufen.

Und es ist kein Zufall, dass wir jetzt die Wissenschaft der Kabbala für uns entdeckt haben: In dieser Welt gibt es nichts Zufälliges, alles ist aus dem System der gemeinsamen Seele berechnet. Deshalb müssen wir zusammenarbeiten und eine Vereinigung erreichen. Wenn jemand ausfällt – was soll man machen, das ist wohl sein Schicksal. Aber wir werden versuchen, unser System zusammenzufügen und zu einer gegenseitigen Verbindung zu kommen, die auf Gleichheit und Liebe basiert.

Denn Liebe ist die stärkste Verbindung, die es gibt.

„Von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer“, denn der Schöpfer ist das gemeinsame System, das sich uns offenbart. Der Schöpfer ist die Gesamtheit, die Summe aller Seelen und der Grund für ihre Erschaffung, er ist die Quelle.

Liebe bedeutet vollständige gegenseitige Verbindung, bei der jeder nur danach strebt, die anderen zu ergänzen. Das ist die Form der Existenz der gemeinsamen Seele.

 [#274733]

Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Wissen“

 

Ständige Kontrolle

Frage: Wenn wir verstehen, dass wir etwas tun, um in den Augen der Geschöpfe Gnade zu finden, warum sollten wir uns dann für solche Handlungen schämen? Wie sollte man richtig reagieren, wenn man sich dabei ertappt?

Antwort: Das Gefühl der Scham entsteht in der Regel dann, wenn man nicht auf das Ziel der Schöpfung ausgerichtet ist.

Deshalb muss man sich ständig selbst prüfen: Gehe ich wirklich auf das Ziel zu? Handle ich so, dass ich dem Schöpfer Freude bereite?

Frage: Was bereitet dem Schöpfer die größte Freude? Was können wir Ihm geben, wenn wir alles von Ihm erhalten?

Antwort: Liebe und Verbindung – das Verlangen, sie zu erreichen, um dem Schöpfer Raum zu geben, sich zwischen uns zu offenbaren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati“

 

Das Trugbild (Fata Morgana)

Eine Frage, die ich erhielt: Stimmt es, dass die Nächstenliebe nur bezüglich des Wunsches zur Spiritualität möglich ist, und ich soll die materiellen Wünsche eines Freundes nicht erfüllen?

Denn ich sehe jetzt, dass ich nicht mal bereit bin, das Fleischstück am Tisch zu teilen.

Meine Antwort: Anfangs reicht uns die Verbindung zum Nächsten in seinem Wunsch, den Schöpfer zu erreichen.

Und später wirst du dich so fühlen, als ob neben dir am Tisch dein kleiner Sohn sitzt – wirst du ihm dann das Stück Fleisch wegnehmen können, um es selbst aufzuessen? So wirst du dich zur ganzen Welt verhalten.

Es ist unverständlich, warum es notwendig ist und was du im Endeffekt bekommen wirst? – Die Antwort auf diese Frage, d.h. das Ziel des Gebens, wird oft vergessen, weshalb uns diese Handlung  als künstlich vorkommt: Du wirst fühlen, dass du dem Schöpfer ähnlich bist und Ihm dadurch den Genuss bereiten, wenn du solche Korrektur erreichst!

Jetzt hast du kein solches Bedürfnis, weshalb die Handlung des Gebens grundlos, gewaltsam aussieht. Es gibt kein anderes Ziel, außer der Ähnlichkeit zum Schöpfer.

Denn dir scheint es nur so zu sein, dass die ganze Welt leidet, und dass es die armen und unglücklichen Menschen gibt. Wenn du dich korrigieren wirst, dann wirst du sehen, dass sie alle reich und glücklich, klug und gesund sind. (Siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“).

Wir verstehen nicht, welche Illusion es ist, in der Welt die Leiden zu sehen. Jedem Menschen wird absichtlich die hässliche Welt gezeigt, um ihm die Empfindung zu geben, wie viel  korrigiert werden soll, um die Vollkommenheit zu erreichen.

Wir sehen, dass jeder anders denkt und die eigene Meinung hat. Woher kommt es? – Weil jeder ein anderes Weltbild sieht. Denn die Welt hat in Wirklichkeit kein Bild, keine Form – alles wird innen, in den Eigenschaften des Menschen geöffnet!

Und wenn ich beginne, die Wahrheit zu öffnen, dann verstehe ich, dass sich hinter allen Bildern dieser Welt, die vor mir wie die Trugbilder in der Wüste entsteht, ein Gedanken verbirgt, der mir solche Realität bildet. Und diese Form ist so schwankend wie das Trugbild selbst, das in der Luft schwebt und sich die ganze Zeit verändert.

Und sich durch diese Gespenster und die Ungewissheit durchzukämpfen, ist nur in der Gruppe möglich, die dir die ganze Zeit den Fokus der Sehkraft auf die Wahrheit korrigiert.

Die Wahrheit ist das Begreifen der Kraft, die das ganze Trugbild verwaltet, damit es uns klar wird, wie und warum diese Kraft gerade diese Formen schafft, und damit wir uns mit dieser Kraft auf der anderen Seite des sichtbaren Bildes dieser Welt verbinden und zusammen arbeiten.

Wie es gesagt ist: „Der Mensch wird geben, um die Wahrheit zu finden“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“

Zum Fest der Liebe

Frage: Der 15. Aw gilt laut jüdischer Tradition als Fest der Liebe. Die Menschen suchen ihr ganzes Leben lang nach Liebe. Man kann sagen, dass sie das begehrteste Gut ist. Es ist nicht leicht, sie zu finden und doch gibt der Mensch nicht auf und setzt seine Suche fort.

Selbst nach einer Enttäuschung, verlieren sie nicht die Hoffnung, von vorne anzufangen und eine neue Liebe zu finden. Man sagt, dass Liebe ein Wunder sei. Was macht die Liebe so anziehend, dass wir für sie zu allem bereit sind?

Antwort: Die Menschen suchen nach Liebe und können sie in dieser Welt nicht finden. Denn Liebe ist das Ergebnis der Verbindung unseres Verlangens, unserer Basis und seiner Erfüllung. In der Kabbala wird das Verlangen als Gefäß bezeichnet und das Licht als Füllung, denn die Schöpfung ist das Verlangen und der Schöpfer ist die Füllung.

Wir müssen diesen Zustand vollständig begreifen, damit unser Verlangen mit dem höheren Licht erfüllt wird und sich auf der Stufe der Höheren Kraft erhebt, indem es sich quantitativ und vor allem qualitativ entwickelt. Deshalb jagen wir ständig der Liebe hinterher.

Um zu verstehen, was Liebe wirklich ist, müssen wir auf die spirituelle Wurzel schauen, denn ohne sie können wir nicht verstehen was geschieht. Es gibt ein wichtiges Phänomen in unserem Leben das alle erfasst, denn niemand kann sich von der Liebe befreien und gleichzeitig weiß niemand, was sie wirklich ist.

Es wurden unzählige Romane und Bücher geschrieben, viele Filme gedreht, die ganze Menschheit dreht sich nur um das Thema Liebe, aber niemand weiß, was sie ist. Das liegt daran, weil die Liebe aus einer höheren Quelle stammt – vom Schöpfer, der die niedere Kraft, also die Schöpfung, erschaffen hat, damit diese sich dem Schöpfer annähert und sie in Liebe vereint.

Was könnte schöner sein! Das ist eine sehr bewegende Geschichte: Die höhere Kraft hat uns alle erschaffen, damit wir uns ihr nähern, uns umarmen und in Liebe verbinden. Wir verstehen aber nicht, was diese Liebe ist, denn sie muss wahrhaftig sein. 

Alle träumen von wahrer Liebe, besonders Frauen. Frauen spüren ein größeres Bedürfnis nach Liebe, aber auch sie wissen nicht, was sie wirklich ist.

Wahre Liebe bedeutet, dass man den anderen liebt und nicht sich selbst! Man erfüllt seinen Partner und man wird nicht durch ihn erfüllt. Es geht also überhaupt nicht um Sexualität, sondern darum, dass man alle Wünsche des anderen erfassen möchte und sich daran erfreut, ihn zu erfüllen. Das ist Liebe.

Eine solche Liebe kann völlig unabhängig von der Beziehung zwischen Mann und Frau sein. In der Kabbala werden der Gebende als „männlich“ und die Empfangende als „weiblich“ bezeichnet, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Dieses Prinzip ist spirituell und geht über körperliche Unterschiede hinaus.

Um wahre Liebe zu erfahren, muss man sich über seinen Egoismus erheben. Man liebt nicht, weil es als angenehm oder schön erscheint, nicht wegen des Aussehens oder den Eigenschaften des anderen.

Man achtet weder auf ein schönes Gesicht, Beine, Haare, noch auf äußere oder innere Eigenschaften der Frau. Man sucht danach, wie man sie erfüllen kann, indem man sich über jede egoistische Einstellung ihr gegenüber erhebt.

In diesem Sinn kann auch ein Mann das Objekt spiritueller Liebe sein. Die Kabbala spricht von der Liebe zu Freunden, einer Verbindung, die weder körperlich noch intim ist, sondern auf gegenseitigem Geben beruht. Liebe bedeutet, dass jeder bereit ist, sein inneres Verlangen zu offenbaren, damit es vom anderen erfüllt werden kann und umgekehrt. So entsteht eine gegenseitige, bedingungslose Verbindung, die man als Verschmelzung bezeichnet.

Man spürt die innersten Wünsche seines Nächsten und bemüht sich, sie zu erfüllen, während er dasselbe für mich tut. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Mann oder Frau ist, diese Art von Liebe ist rein spirituell und unabhängig von Körper oder Geschlecht.

In einer solchen Liebe kann es nicht einen geben der liebt und einen anderen der geliebt wird. Jeder ist gleichzeitig Gebender und Empfangender.

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Aus dem 601. Gespräch über das neue Leben

 

Aus dem Antrieb der Liebe

Wenn der Mensch sich daran gewöhnt hat, für das Geben zu arbeiten, wird er würdig, dem Schöpfer Freude zu bereiten, und die Arbeit selbst macht ihm Freude und gibt ihm Lebenskraft. Und dieses wird als Genuss betrachtet, der ebenfalls speziell für den Schöpfer ist. (Baal HaSulam, Shamati 20 “LiShma”)

Im Zustand von LiShma, also wenn er um dem Schöpfer zu geben arbeitet, empfindet der Mensch uneigennützige Liebe zum Schöpfer. Diese Eigenschaft erhält er anstelle der Liebe zu sich selbst. Er denkt nur noch darüber nach, wie er dem Schöpfer Freude bereiten kann.

Frage: Um die Eigenschaft von LiShma zu erlangen, muss ich mich dann jedes Mal anstrengen und an den Schöpfer denken – oder kommt dieses Empfinden ganz natürlich zu mir, so wie die Liebe zu mir selbst?

Antwort: Nein, du musst dich ständig anstrengen, damit diese Eigenschaft in dir bleibt. Und dann wirst du aus dem Antrieb der Liebe heraus handeln – ganz ohne Anstrengung.

In dem Maße, in dem du dem Schöpfer wirklich mit Liebe begegnest, wirst du beginnen, Ihn zu fühlen – Sein Verlangen, Seine Bewegung zu dir.

Frage: Wenn wir versuchen, alles mit Liebe zu bedecken, zum Beispiel während eines Kongresses – können wir dann alle gemeinsam zu LiShma gelangen?

Antwort: Ja, das können wir. Die Kräfte des Schöpfers kennen keine Grenzen – Er kann es allen zugleich geben.

[319973]

Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati

Wie kann man das spirituelle Feld erfassen?

Kommentar: Wenn Sie über spirituelle Bilder sprechen, beschreiben Sie oft, dass wir uns selbst im Moment anders wahrnehmen. Sie versuchen jedoch, diese Erfahrungen zu erklären und in bestimmte Formen zu fassen.

Frage: Angenommen, ich frage Sie, wie man das Spirituelle übertragen kann. Im visuellen Sinne ist das schwierig. Gibt es vielleicht Allegorien oder Kategorien, die dabei helfen?

Antwort: Ich verwende das Wort „Feld“ als eine solche Allegorie.

Frage: Unter „Feld“ verstehen Sie Wellen und Vibrationen in der Luft?

Antwort: Nein, es ist ein Raum, der mit etwas gefüllt ist, in dem man sich bewegen kann. Je nachdem, wo sich der Mensch in diesem Raum befindet, nimmt er seine neuen Eigenschaften wahr.

Und dann beginnt der Mensch zu verstehen, dass diese Wahrnehmung nicht dadurch geschieht, dass sich das „Feld“ bewegt, sondern weil diese Bewegungen im Grunde seine eigenen sind. Das Feld – es ist ständig vorhanden, und darin gibt es nichts anderes als Liebe.

Frage: Aber dieses Feld ist unendlich. Und ist der Mensch nur ein Element, das sich darin bewegen kann?

Antwort: Ja, der Mensch ist ein endlicher Punkt, ein Detektor.

Frage: Aber wie kann man das ganze Feld erfassen, wenn man nur ein kleines Element ist?

Antwort: Selbst wenn der Mensch sehr klein ist, kann er, wenn er die gleiche Eigenschaft der Liebe besitzt wie das Feld, die Barriere überwinden. Dann gibt es keine Trennung mehr zwischen ihm und dem Feld, und er kann sich vollständig mit ihm verbinden, es wahrnehmen und erfassen.

[#342496]

Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Spirituelle Bilder“

 

Bürgschaft bedeutet Liebe

Frage: Kann man die Bürgschaft als eine Grundform der Kommunikation bezeichnen?

Antwort: Die Bürgschaft ist die endgültige Form der wahren Kommunikation, wenn wir unter uns die besondere Verbindung von „einer für alle und alle für einen“ erreichen.

Bemerkung: Sie sagten, die höchste Form sei die Liebe.

Antwort: Dann kann man es Liebe nennen. Denn so miteinander verbunden zu sein, dass man fühlt, was dem anderen fehlt und ihm dadurch gibt, ist Liebe.

Bemerkung: In einem Ihrer Bücher haben Sie geschrieben, dass die allumfassende Bürgschaft jeden Menschen von allen Sorgen befreit.

Antwort: Die Bürgschaft ist notwendig, um für andere zu sorgen. Jeder muss sich sicher sein, dass die anderen für ihn sorgen. Andernfalls ist er gezwungen, sich von der Sorge für die anderen zu lösen und an sich selbst zu denken. Deshalb muss die Gesellschaft so aufgebaut sein, dass jeder an den anderen denkt. Das ist die entgegengesetzte Form zum absoluten Egoismus.

Frage: Muss sich der Mensch trotzdem im notwendigen Umfang um sich selbst kümmern?

Antwort: Nein. Warum sollte er? Er befindet sich in einer Gesellschaft, die an alle und alles denkt. Er kümmert sich auch um alle und alles, aber keineswegs um sich selbst. Er nimmt auf sich eine sogenannte Einschränkung (Zimzum) vor: Lass andere an mich denken und ich werde an die anderen denken. In einem solchen Zustand sind wir vollständig miteinander verbunden, einer in den anderen eingeschlossen und wir erreichen einen absoluten integralen Zustand.

Frage: Wollen Sie damit sagen, dass die Natur, so wie vor ein paar Millionen Jahren die Zellen zu einem komplexen Organismus vereinigt hat, uns zwangsweise zu einem solchen vollkommenen Zustand verbinden wird? Es ist schwer, sich vorzustellen, wovon Sie gerade sprechen. Es ist nicht einmal eine Utopie….

Antwort: Es ist ein absolut realer, korrekter Zustand von getrennten lebenden Organismen.

[273954]

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfähigkeit“