Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beinah gut ist auch schlecht

Baal HaSulam „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“: „Doch das Gute wird im Ganzen nicht erkannt, solange das Geschöpf nicht seinen Endpunkt erreicht hat, das heißt die vollendete Form und die endgültige Entwicklung.

Ganz im Gegenteil hüllt es sich bis dahin stets in einen Umschlag aus Verdorbenen gegenüber dem Betrachter.

Doch es ist klar, dass der Schöpfer Seinen Geschöpfen immer nur Gutes tut, und dieses Gute, welches von Ihm ausgeht, wird zielgerichtet gelenkt.“

Das System ist so aufgebaut, dass wir, um das Ziel, die Eigenschaft des Gebens, zu erreichen, die ihm entgegengesetzten Eigenschaften in uns enthüllen müssen. Wobei wir in dem Ausmaß der Annäherung an das Ziel eine immer größere Gegensätzlichkeit ihm gegenüber in uns enthüllen werden.

Das Gefälle zwischen dem Positiven und dem Negativen wächst ständig: ich enthülle das viel stärkere Negative gegenüber dem größeren Positiven.

Es ist so, dass mein Material, das Verlangen zu genießen, nicht neutral ist. Nein, ich bin nicht neutral, ich will mich nicht im Nullpunkt befinden, ich will genießen, deshalb löst selbst der Nullzustand eine schlechte Empfindung in mir aus.

Mir geht es nur dann gut, wenn ich erfüllt bin, wenn ich im Plus bin. Doch was ist, wenn es auch nur ein bisschen bis zum Plus nicht gereicht hat? – Dann geht es mir trotzdem schlecht.

Der Unterschied zwischen dem Erwünschten und dem Tatsächlichen ruft in mir sofort die Frage hervor: „Warum?“ – Weil mein Egoismus gekränkt ist: Warum bin ich nicht erfüllt? Mir steht alles zu!

Man muss verstehen, dass wir über unsere Zustände nicht objektiv urteilen können, weil wir die Neutralität nicht einhalten. In unseren Augen gibt es immer mehr Böses als Gutes. Selbst ohne einen Tropfen Wehmut, wenn in unserem Freudenbecher auch nur eine Kleinigkeit fehlt, ist es bereits nicht in Ordnung.

Damit nicht genug, kaum habe ich ein wirklich gutes Gefühl, verschwindet es gleich. Denn ich denke sofort darüber nach, wie ich im nächsten Augenblick genießen werde. Auf dem Höhepunkt des Glücks macht sich bereits der Verlust, der Schwund bemerkbar, und ich fange an, mir Sorgen zu machen, was nun weiter zu tun ist.

So funktioniert unser egoistisches Verlangen. Selbstverständlich sind wir mit einer solchen Natur nicht in der Lage, die Zufriedenheit zu erlangen. Sie zerstört uns systematisch.

Das Verlangen zu genießen kann niemals erfüllt und zufrieden bleiben. Jede Sekunde, in der die Fülle des Genusses fehlt, wird sein Leben vergiftet.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 16.11.2010



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Unvergessliche Momente. Kongress 2010



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Kongress 2010. Zukunft der Welt



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Wie dringt man bis zum Herzen durch?

Das Material der Schöpfung, d.h. wir selbst, ist das Verlangen zu genießen. Wir können keine einzige Handlung ausführen, wenn wir sie nicht für unseren Genuss brauchen.

Wir handeln nur auf Geheiß unseres Verlangens, das als „Ort“ (Makom) bezeichnet wird.

Es steht geschrieben: „Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist“ – das heißt, er lernt nur aus der Notwendigkeit, aus dem Bestreben heraus.

Was macht es in diesem Fall für einen Sinn, zu sitzen und zu versuchen, irgendeine besondere Absicht in mir aufzubauen? Denn das alles ist eine Lüge. Mein Herz will was Eigenes, und ich weiß noch nicht einmal, was genau.

Ist es dann nicht besser, einfach nur den Text zu lesen, ohne zu hoffen, bis zum Herzen durchzudringen? Wie können wir das Verlangen verändern, wenn wir selbst dieses Verlangen sind?

Die Kabbalisten geben folgende Antwort darauf: Ihr müsst euch verbinden, euch ineinander einschließen, das für alle gemeinsame Verlangen finden und es verstärken, es verändern, eure Absichten und Ziele mit Hilfe der Umgebung verändern.

Alles Andere hängt nicht von uns ab. Im Artikel „Die Freiheit des Willens“ erklärt Baal HaSulam, dass wir, indem wir uns der Gruppe anschließen, mit ihr zusammen „fließen“ und in allem ihrem Einfluss ausgesetzt sind. Dennoch haben wir erreicht, was wir wollten – denn jetzt handeln wir nach dem Willen eines neuen Verlangens, das von der Gruppe erhalten wurde.

Immer und immer wieder versucht der Mensch, sich mit der Gruppe zu verbinden, und sein Verlangen ändert sich. Dadurch wird er mit einer anderen Forderung zum Studieren kommen und das sich ständig erneuernde höhere Licht anziehen, welches ihn verändern und zu einem klareren Ziel, zu einer höheren Stufe hinziehen wird.

Selbst wenn mein Verlangen egoistisch ist: ich will alles Gute dieser Welt und der zukünftigen Welt, mich gehen noch nicht einmal die Anderen oder der Schöpfer was an – doch zugleich spricht die Gruppe um mich herum über die höheren Dinge.

Es kann sein, dass alle meine Freunde vom spirituellen Standpunkt her Lügner und Betrüger sind, doch sie sprechen schön und ich lasse mich von ihren Worten begeistern.

Im Endeffekt übernehme ich von der Gruppe, ob ich will oder nicht, zusätzlich zu meinem einfachen egoistischen Verlangen eine neue Richtung zum Geben, ich will mich anschließen, fange an, die Vereinigung zu schätzen.

Ob ich will oder nicht, werde ich von den Werten der Gruppe durchdrungen. Die Freunde werden zu einem Teil von mir, und meine Absicht ändert sich.

Jetzt, wenn ich während des Studiums die Einwirkung des Lichts wünsche, kommt es natürlich – ähnlich einem „Virus“, den ich von der Umgebung eingefangen habe.

Ich habe bereits etwas außer meinem eigenen Ego – eine neue Ausrichtung auf das Ziel, an das ich früher nicht denken wollte, ja noch nicht einmal konnte.

Die Gruppe verpflichtet. Denn in unserer Wurzel sind wir zu einer Seele vereint, und deshalb werde ich von den Verlangen der Freunde durchdrungen, sie wirken auf mich ein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.11.2010. Das Vorwort



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Wer wird mir helfen?

Eine Frage, die ich erhielt: Auf dem Kongress wollten wir sehr das Ziel erreichen, und erkannten dann aber, dass unser Ego uns daran hindert.

Warum antwortet der Schöpfer auf unsere Gebete nicht, hilft uns nicht, über diesem Berg der Selbstsucht hinaufzusteigen? Warum misslingt uns alles?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist eine allgemeine Kraft des Gebens. Er hat Kraft des Empfangens geschaffen. Diese zwei Kräfte stehen gegen einander – gleich der Treppe mit den horizontalen Stufen.

Wenn du der höheren Stufe entsprichst, dann steigst du auf sie hinauf, so kommst du stufenweise voran. Alles ist in deinen Händen. Dir wurde der Schlüssel gegeben – damit du deine Natur in die Ähnlichkeit mit der Höheren Natur bringen kannst.

Kaum wirst du ihr gleich – steigst du hinauf, und wenn du ihr fern bleibst – bleibst du an der gleichen Stelle stehen. Dein Aufstieg hängt also vom Schöpfer nicht ab, Sein Wunsch ist konstant, Er ist der Gute und schafft nur das Gute. Der Schöpfer ändert sich nicht, diese Kraft ist absolut und kann sich nicht verändern.

Aber, um dir den Aufstieg zu ermöglichen, hat der Schöpfer den ganzen Weg in die Stufen, Zustände aufgeteilt. Jedes Mal, wenn du dich innerlich der höheren Stufe annäherst, steigst du auf sie hinauf, wirst du ihr noch mehr ähnlich, so steigst du auf die nächste Stufe hinauf.

Und zwischen den Stufen sollst du dich auf die nächste Stufe vorbereiten. Und auf diese Weise kommst du voran.

Deshalb kannst du dich nicht empören: „Warum hilft mir der Schöpfer nicht?! Wo ist Er? Wohin ist Er verschwunden? Was geschieht?! Was soll ich noch für Ihn machen?!“. Du kannst niemanden bitten.

Wenn du betest und bittest, richtest du eigentlich dich selbst – bezüglich desselben Höheren Lichtes, das konstant ist, und allen im gleichen Maß leuchtet. Jeder kann von ihm soviel nehmen, wie er will.

Es ist über den Schöpfer gesagt: „Ich habe mein HaWaJaH nie verändert“, „Es gibt niemanden außer Ihm“, „Der Gute und schafft das Gute“. Er verändert sich also nicht. Und wenn du deine Bitte an ihn ausrichtest, als ob Er auf dein Weinen reagieren kann – dann ist das alles von dir erdacht.

Die Menschen schrieben seit langem die menschlichen Charakterzüge den Kräften der Natur zu: dem Wind, dem Regen, dem Mond, sowie dem Schöpfer.

So etwas gibt aber nicht! Wir arbeiten gegen die Natur. Aber die Kabbalisten erklären uns, dass es in der Natur, in der wir existieren, die Gesetze gibt (die Zahlenbedeutung, die Gematrie der Wörter „die Natur“ und „der Schöpfer“ ist gleich).

Wir können diese Gesetze verwenden und jedes Mal höher hinaufsteigen – bis wir die allumfassende Natur erreichen, die als das Niveau Bina, der Schöpfers (Elokim) genannt wird.

Deshalb wird mir klar, dass wenn ich bis jetzt noch nichts bekommen habe, dann liegt das Problem an mir. Und ich habe niemanden zu fürchten, niemanden zu bitten.

Wenn wir sagen, dass der Schöpfer über uns herrscht, dann ist es wahr. Und die Natur herrscht über uns auch. Es kommen Tsunami, Orkane oder andere Naturkatastrophen – selbstverständlich ist es die Macht!

Somit gibt es Naturgesetze, es gelten zwei entgegen gesetzte Kräfte, das Geben und das Empfangen, die sich im unaufhörlichen Kampf befinden.

Aber das alles geschieht nach dem Programm, das den Menschen zum Schöpfungsziel führt. Zunächst sind diese zwei Kräfte einander vollständig entgegengesetzt, aber sie nähern sich einander allmählich an, bis sie in einander vollständig verschmelzen. Es ist der Prozess der Entwicklung der Natur.

Deshalb hast du niemanden, außer der Gruppe. Durch die Gruppe kannst du dich in die Ähnlichkeit zur Natur bringen.

Die Gruppe ist ein Adapter zwischen deinem Wunsch und dem Schöpfer. In deiner Macht ist nur die Wahl der Gruppe, der Gesellschaft, der Umgebung.

Wenn ich mir wünsche, etwas zu verändern, und nicht nur unbewusst entsprechend dem Programm der Natur voran zu kommen, das die ganze Schöpfung zur Einheit mit dem Schöpfer führt, wenn ich also selbständig arbeiten möchte, dann habe ich nur eine Möglichkeit – mit der Umgebung zu arbeiten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.11.2010



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Führen sie mich zum Glück!

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es in der Kabbala die Methodik, die dem Menschen hilft, vom Wege des Leidens zum guten, glücklichen Weg überzugehen?

Meine Antwort:
Ja, eine solche Methodik existiert! Mit Hilfe der Gruppe, der Umgebung, der Freunden, der gegenseitigen Bürgschaft, kannst du solche Bedingungen organisieren, welche dir zulassen werden, vorsichtig, gut, mit der Liebe, zusammen mit der Umgebung zum Ziel voranzuschreiten.

Du wirst dein Leben so organisieren, dass es dir die Schläge ersparen wird, die der Schöpfer die ganze Zeit schickt, um dich vorwärts mit dem scharfen Stäbchen, wie den Esel anzustoßen.

Anstelle des besonderen Engels von oben, „des Eselstreibers“, der deinen Wunsch zu genießen spaltet, (deinen „Esel“ – „Chamor“, vom Wort „Chomer“ – „Materie“) wirst du den guten Engel bekommen. Er wird dich vorwärts ziehen, dir den Weg zeigen.

Dieser Engel heißt „die Kraft der Gruppe“, und du baust ihn selbst auf. Du musst nur entscheiden, dass du keine andere Möglichkeit hast, auf dem guten Wege, ohne Leiden, Probleme und Kriege voranzukommen, als die Hilfe der starken Umgebung, die dich hinter sich führen wird, wie das Kind vom Erwachsenen geführt wird, ob es das will oder nicht.

Denn der Mensch wird erkennen, dass es keine andere Wahl gibt, und er weglaufen muss, um gerettet zu werden, sei es von Tzunami oder von den Truppen des Pharaos … Die Gruppe wird dich auch gegen deinen Wunsch zum Ziel führen! Gerade deshalb wird sie gebraucht, um an dir zu arbeiten.

Und hierfür musst du dich mit der Umgebung verbinden und bitten, dass sie dich hinter sich führt.

Ich bin auch dann einverstanden, wenn sie mich an den Händen und den Füßen fesselt – ich werde alles für die Gruppe machen! Außer ihr, kann mich niemand zum Ziel bringen.

Wenn sie mir nicht hilft, dann holen mich die anwachsenden Schläge ein, denn der Schöpfer wird Sein Vorhaben nie verändern. Es ist die einzige Möglichkeit sich zu retten, weil mit der Natur keine Kompromisse möglich sind.

Aus dem unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 17.11.2010



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Das Pendel der Korrektur

Der Sohar, Kapitel „Zaw“, Punkt 18:

„Gesegnet sei das Schicksal der Gerechten, sowohl in dieser Welt als auch in der Welt der Zukunft,
jene, welchen die Wege der Tora bekannt sind, weil sie dank ihr die Wahrheit erlangen“.

Über diese ist gesagt : sie werden vom Schöpfer leben, der über sie herrscht. „Über diese“ sprechen die Wege der Tora und „sie werden leben“ ihr Leben wird sowohl in dieser Welt als auch in der zukünftigen Welt, erfüllt sein.

Ein jeder von uns besteht aus einem Gerechten und aus einem Sünder. Möglicherweise gleicht sein Teil des Gerechten einer Null, und der Sünder füllt ihn 100%ig aus.

Oder vielleicht korrigiert man den Teil des Sünders so, dass aus 100% unserer Wünsche mit der Absicht „nur für sich“ – die Absicht des Gebens erreicht wird. Dann bezeichnet man diesen Teil als den Gerrechten in uns.

Wir gehen jedesmal 1. in den Zustand des Sünders hinein, 2. nehmen wir daraus einen Teil unserer Wünsche mit und korrigieren sie, 3. werden wir danach zum Gerechten 4. werden wir wieder zum Sünder, also kehren zu den unkorrigierten Wünschen, zu geniessen, zurück, 5. und nehmen von dort wiederum den Teil der Wünsche mit, welche in die Absicht des Gebens eingefügt werden sollen

Im Endeffekt häufen sich unsere Korrekturen in der allgemeinen Korrektur an.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.11.2010



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Warum verbirgt sich der Schöpfer vor uns?

Wer ist der Schöpfer? Der Schöpfer ist eine allgemeine Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er ist der Gebende und du bist ein Egoist, der nur bekommen will. Und deshalb fühlst du Ihn nicht.

Verbirgt Er sich? Oder willst du Ihn nicht erkennen! Du sagst: „Wenn Du mir den egoistischen Genuss geben würdest, welchen ich jetzt anstrebe, dann würde ich Dich kennen lernen. Du willst mich mit dem Geben erfüllen? Und ich will das Erhalten genießen!“

Und darin liegt das ganze Problem. Niemand verbirgt den Schöpfer vor dir. Du befindest dich Darin, es gibt niemanden außer Ihm! Aber schaue an, in welcher Welt du dich aufhältst.

Und das Ego aufzuheben bedeutet nicht, die Wünsche aufzuheben. Es ist nur die Aufhebung der egoistischen Absicht „für sich“.

Ich muss nicht mich, sondern die egoistischen Absichten beschränken und, die Absichten „für das Geben vergrößern“. Und den Wunsch selbst verändern wir nicht.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 17.11.2010



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Eindrücke vom Kongress, 11.2010, T.1

Ich erhalte viele Briefe mit Eindrücken vom Kongress:

„Der Kongress war wunderbar – etwas komplett Neues, zum ersten Mal konnte man fühlen, dass wir ein Ganzes sind. Während man auf dem letzten Kongress das Gefühl hatte, sich an etwas anzuschließen, so waren wir jetzt selbst dieses Etwas. Aber das ist alles noch sehr undeutlich und nicht ganz klar – ob es stimmt und wie es wohl richtig wäre.

Es gab keine Enttäuschung, eher ein Gefühl von unvollständiger Arbeit und Klärung, wo wir vielleicht steckengeblieben sind.

Man erhält nach Ihren Erklärungen das Gefühl und das Verständnis, dass das Ziel der Vereingung selbst für „den Pharao“, für unseren Egoismus nicht richtig war, aber es bleibt völlig unklar, wo man den Haken und einen Orientierungspunkt für die richtige Bitte findet. Obwohl ich doch glaube, dass Sie uns bestimmt einen Hinweis darauf gegeben haben – man muß ihn nur finden.

Und möglicherweise wurde gerade einer gegeben, aber von verschiedenen Seiten, und jetzt ist es noch unmöglich, dies zu einem Ganzen zu verbinden und es klar zu definieren“.

„Ich schreibe einfach von einigen bewussten Empfindungen. Die größte war nach dem Kulturprogramm, am zweiten Tag. Wir saßen noch nach Mitternacht im Hotel und konnten nicht schlafengehen. Ein fast physisches Gefühl von einem Feld zwischen uns, wie ein Teig, der uns zusammengeklebt und den Raum zwischen uns mit Liebe erfüllt hat.

Nachdem es einmal zum Ausdruck kam, wird es mal stärker, mal verschwindet es fast, aber es gibt ein klares Gefühl, dass es existiert, und man kann es finden. Das brachte auch viele Fragen nach sich, danach, was die Verbindung bedeutet, und wie wir uns mit diesem Feld vereinigen können, wenn
überhaupt?“



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Die Stufen der Absichten hoch

Der Mensch kann prüfen, inwieweit er in die Gruppe eingeschlossen ist, ob sie in der Lage ist, ihn mit der neuen Absicht zu versorgen.

Natürlich ist das Geben seiner Natur zuwider, und er ist von Anfang an nicht damit einverstanden, muss jedoch sich selbst und die Umgebung auf eine künstliche Art und Weise so ausrichten, dass sie ihn wirklich „einer Gehirnwäsche unterzieht“.

Die Gruppe muss den Menschen „verbiegen“, indem sie ihn vom „direkten“ Weg zu sich selbst auf den Weg des Gebens und der Vereinigung lenkt, der dem Egoismus wie ein krummer Pfad vorkommt.

Genau hier ist das Überprüfungskriterium enthalten: welche Werte gibt mir die Gruppe? Jetzt sprechen wir erst einmal von der Wichtigkeit der Vereinigung. Diese Aufgabe muss die Gruppe mir stellen, indem sie ihre Wichtigkeit in meinen Augen erhöht.

Doch zugleich müssen wir verstehen, dass es auch andere Ziele gibt, welche die Gruppe noch nicht in Angriff nehmen und in voller Kraft verwirklichen kann.

Unterdessen verändert sich meine Absicht mit Hilfe der Umgebung: ich denke immer noch an den eigenen Nutzen, verbinde ihn jedoch bereits mit der Gruppe und erkenne persönliche Vorteile in der Vereinigung mit den Freunden.

Dann stellt sich heraus, dass wir uns nicht einfach miteinander verbinden, sondern den Höheren, sprich etwas Spirituelles enthüllen.

Jetzt rechnen wir damit, dass es uns zu Gute kommt: wir werden die spirituellen Stufen immer höher steigen. Das ist bereits die Gruppenabsicht lo liShma.

Und später fangen wir an, uns Gedanken über die wirklich altruistische Absicht liShma zu machen: denn in Wirklichkeit müssen unsere Anstrengungen dem Schöpfer zu Gute kommen. Mit der Zeit kommen uns sogar solche Gedanken.

Natürlich wollen wir das nicht, stimmen dem dennoch zu einem gewissen Grad zu: lasst uns darüber reden. Und dann beginnt jeder, sich ein wenig dem wahren Ziel zu nähern, sich von ihm durchdringen zu lassen.

Auf diese Weise verbessern wir von einem Zustand zum anderen, von einem „Ort“ zum anderen, von einer Stufe zur anderen unser Verlangen und dessen Absicht, die wir von den Freunden erhalten haben.

Nach und nach korrigieren wir das Verlangen und noch mehr die Absicht. Denn die Absicht ist ein Vektor, der von der Umgebung erhalten wurde, ein Kurs, der über dem Verlangen eingeschlagen wird.

Und deshalb muss dafür gesorgt werden, dass die Aufgabe, das Ziel, das von der Umgebung übernommen wurde, sich ständig ändert, indem es immer höher steigt und größer wird und Wahrhaftigkeit in unseren Augen erhält.

Infolge aller „Zwischenabsichten“ werden wir uns in der Gruppe zu einem Ganzen zusammenschließen, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.11.2010. Das Vorwort.



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