Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Formel des Universums: „Ich bin der Schöpfer!“

Kommentar: Und der Schöpfer sprach zu Mosche und sagte: „Ich bin der Schöpfer“…
(Bereschit, Kapitel 6)

Im Kern ist dies das grundlegendste Prinzip überhaupt. Denn die Wissenschaft der Kabbala ist ihrem Wesen nach genau für dieses erhabene Ziel bestimmt – die Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen in dieser Welt. Mit anderen Worten: Sie ist eine Methode zur Enthüllung des Schöpfers – der höchsten, einzigen Kraft, die in der Natur existiert, der eigentlichen Urkraft der Wirklichkeit.

So wie Einstein in der Physik einst davon träumte, eine universelle Formel des gesamten Weltalls zu entdecken, da er spürte, dass alles von einer einzigen Kraft, einer einzigen Formel, einer Ursache und einem Ziel gelenkt wird. Und er strebte danach, diese Formel, diese Kraft zu enthüllen.

Genau diese einzige Kraft offenbart die Wissenschaft der Kabbala. Doch sie tut dies nicht innerhalb der Grenzen dieser Welt, denn ohne über sie hinauszublicken, ist es unmöglich, diese Kraft vollständig zu erkennen. Diese Welt ist lediglich eine Welt der Wirkungen; alles, was in ihr existiert, steigt aus der höheren Welt herab. Die Wissenschaft der Kabbala enthüllt die Formel, die einzige Kraft, von der gesagt wird: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – die grundlegende Kraft der Natur.

Diese Kraft wird „der Schöpfer“ genannt, Elokim, Kadosch Baruch Hu, Se’ir Anpin der Welt Azilut. Sie besitzt viele Namen, die wir ihr entsprechend unserem jeweiligen Erkenntnisgrad geben. So sprechen wir von den „zehn unauslöschlichen Namen des Schöpfers“ – Bezeichnungen für ein und dieselbe Kraft, die sich uns in neun grundlegenden Erscheinungsformen zeigt, den sogenannten „ersten neun Sefirot“ (Tet Rischonot). Wahrgenommen, empfunden und enthüllt werden sie durch die zehnte Sefira, Malchut, im Maße ihrer Übereinstimmung mit den ersten neun Sefirot.

Daher besteht das zentrale „Gebot“ darin, diese Formel zu offenbaren:„Ich bin der Schöpfer!“ Das bedeutet, den Schöpfer zu empfinden – durch unsere Angleichung an Ihn. Auf diese Weise erreicht das Geschöpf Gleichwertigkeit und Verschmelzung mit dem Schöpfer, erhebt sich auf Seine Stufe und verwirklicht den Zweck seiner Erschaffung. Dadurch bringen wir die gesamte Natur ins Gleichgewicht und in Harmonie und bereiten dem Schöpfer Freude.

Jedes Mal, wenn wir einen Schritt in Richtung spiritueller Erkenntnis machen, müssen wir verstehen, dass wir uns bewegen, um den Schöpfer zu erkennen – die Kraft des Gebens und der Liebe, die sich uns in dieser Form zeigt. All unsere Handlungen müssen in eine Richtung ausgerichtet sein – auf die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt.

Und auch wenn sich in uns viele unterschiedliche Gedanken, Absichten, Berechnungen und Vorstellungen vom Spirituellen abwechseln mögen, so müssen letztlich jede Absicht, jede Handlung und jeder Gedanke auf ein einziges Ziel hinauslaufen – die Offenbarung dieser allgemeinen Formel des Weltalls: „Ich bin der Schöpfer!“, die einzige Kraft, außer der es nichts gibt.

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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash

 

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Frage: In Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“ steht, dass Kabbalisten seit Jahrtausenden eine bestimmte Sprache benutzen, um ihre spirituellen Zustände zu beschreiben. Es gab vier solcher Sprachen: die Sprache der Tora, die Sprache der Gesetze (Alacha), die Sprache der Überlieferungen (Agada) und die Sprache der Kabbala.

Warum ist gerade die Sprache der Kabbala heute für unsere Generation am besten geeignet?

Antwort: Die Sache ist, dass man, wenn man die höhere Welt entdeckt, sie ganz persönlich und innerlich versteht. Und wenn er etwas an einen anderen weitergeben will, findet er keine Worte dafür, weil es sich um innere Empfindungen handelt. Diese müssen durch äußere Handlungen ausgedrückt werden, die einen Eindruck auf den anderen machen, damit dieser dann dieselben Empfindungen und dasselbe Verständnis in sich selbst wiederherstellen kann.

Um also seine Empfindungen einem anderen Menschen zu vermitteln, der sich beispielsweise auf derselben Stufe wie ich befindet, muss man einen Code finden. In der modernen Technik verbinden wir beispielsweise zwei Computer über ein Modem, und zwischen ihnen entsteht eine Kommunikation. Wie kann man eine solche Kommunikation zwischen uns herstellen?

In der normalen Welt haben wir eine Gemeinsamkeit von Empfindungen, Begriffen, Umständen, also eine Sprache, die aus dem Alltag stammt. In der spirituellen Welt gibt es diese Sprache ursprünglich nicht, und wir wissen nicht, auf welcher Stufe und wo sich unser Gesprächspartner befindet, wenn er überhaupt in der Empfindung der Höheren Welt ist.

Und hier stellt sich die Frage, wie wir uns verbinden können, wie die Gesetze der Kommunikation hier aussehen. Deshalb mussten die Kabbalisten eine Sprache erfinden, um miteinander zu reden und zu verstehen, auf welcher Ebene der Erkenntnis der Höheren Welt sich jeder von ihnen befindet, was genau sie fühlen und wahrnehmen.

Es kann gut sein, dass andere nicht das spüren, was ich spüre, obwohl sie auch auf einer bestimmten Stufe der Erkenntnis sind. Oder ist das nur eine Einbildung von ihnen oder von mir?

So haben wir ein riesiges Feld von Unbekanntem, das wir irgendwie sortieren, verstehen und bearbeiten müssen. Genau hier kommt das Problem der Kommunikation ins Spiel – vor allem sogar rein äußere: Wie werde ich das den Menschen erklären, mit welchen Worten, Buchstaben, Ausdrücken, Gesten, vielleicht Tänzen oder Farben oder Klängen usw.? Wenn alle Methoden der Informationsübermittlung von Mensch zu Mensch irdischer Natur sind, wie kann ich dann etwas Spirituelles vermitteln? Nichts davon gibt es in der materiellen Welt.

Deshalb haben die Kabbalisten zuerst die Sprache der Zweige erklärt: Alles, was in unserer Welt existiert, hat seinen Ursprung in der spirituellen Welt. Die spirituellen Kräfte kommen nach und nach in unsere Welt und nehmen hier eine materielle Form an: eine bestimmte Größe, eine bestimmte Form, einen bestimmten Klang, eine bestimmte Farbe usw.

Wenn ich zum Beispiel „Glas“ sage, meine ich ein Glas in der höheren Welt, also die Kraft, die in unserer Welt dieses Objekt sozusagen reproduziert.

So entstand die erste Sprache – die Sprache der Tora in Form von historischen Erzählungen.

Frage: Heißt das, dass die Kabbalisten die Schlange betrachteten und diesen Reptil einen bestimmten spirituellen Zustand gaben?

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Ein Patent für ein glückliches Leben

Glück – das ist die Erfüllung der schärfsten Wünsche des Menschen. In der Regel entsteht es im Kontrast zum Gefühl der Unzufriedenheit.

Zum Beispiel schenkt der Hunger das Gefühl des Genusses an der Speise, die Trennung – das Gefühl der Freude beim Wiedersehen mit einem geliebten Menschen usw. Mit anderen Worten: Wir sind so geschaffen, dass wir das Positive nur aus dem Negativen heraus empfinden können.

Da stellt sich die Frage: Lohnt es sich überhaupt, nach Glück zu streben, wenn wir uns zuerst in Leiden stürzen müssen, um uns danach glücklich zu fühlen?

Die Sache ist die, dass die kabbalistische Methode dem Menschen ermöglicht, Glück gleichzeitig mit dem Gefühl des Mangels zu empfinden. Das heißt, in dem Moment, in dem ich etwas koste, empfinde ich sowohl die Sehnsucht nach diesem Geschmack als auch seine Erfüllung.

Ich muss das nicht zeitlich trennen – jetzt leide ich, und dann empfange ich. Deshalb haben Menschen, die sich mit der spirituellen Praxis beschäftigen, keine Frage der Zeit. Sie existieren außerhalb von ihr und durchlaufen gleichzeitig Zustände von Leiden und Erfüllung, Hunger und Sättigung.

Das ist die Weisheit der Kabbala – die Wissenschaft des Empfangens! Sie lehrt den Menschen, das Erwünschte nicht in einem Monat oder einem Jahr zu empfangen, sondern genau in dem Moment, in dem er es wünscht. Dabei wirken zwei sich scheinbar widersprechende Kräfte – Minus und Plus – gleichzeitig in einem Paar.

In unserer Welt gibt es das nicht. Hier gibt es einen großen Minus, zu dem wir praktisch keinen Plus erhalten. Das Empfangen von Genuss nach der kabbalistischen Methode hingegen ruft in uns selbst das Verlangen danach und seine Erfüllung hervor.

Frage: Aber wie kann man das tun? Wie kann man dennoch glücklich werden in dieser Welt?

Antwort: Das ist nur möglich, wenn ich mich nicht selbst, sondern durch andere erfülle. Darin liegt das Geheimnis des Glücks, denn mich selbst kann ich niemals erfüllen. Wenn ich aber die Wünsche anderer empfinde und in mich aufnehme, dann erfülle ich, indem ich sie erfülle, auch mich selbst – denn ihre Wünsche werden zu meinen. Es zeigt sich, dass ich mich selbst durch die Existenz in anderen erfülle.

Das Geheimnis besteht darin, dass ich aus mir heraustrete, außerhalb meiner selbst Wünsche entdecke, sie als meine annehme und erfülle. Das heißt, sowohl das Verlangen als auch seine Erfüllung befinden sich außerhalb von mir, doch genau das ist meine Seele.

Frage: Erfüllen wir dabei auch die materiellen Wünsche eines Menschen?

Antwort: Wir stillen alle seine Wünsche – aber nur in einem bestimmten Maß. Die materiellen Wünsche eines Menschen werden nur in dem Maß erfüllt, das für seine Existenz notwendig ist, nicht mehr. Die spirituellen Wünsche hingegen – in dem Maß, in dem wir gemeinsam aufsteigen wollen, denn mein Aufstieg und sein Aufstieg sind miteinander verbunden und ergänzen sich gegenseitig.

So schenkt uns das Erfüllen der Wünsche anderer das Gefühl des Glücks.

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Aus der TV-Sendung „Kurze Geschichten“, Teil 2

Stille bei kabbalistischen Mahlzeiten

Frage: Bei kabbalistischen Mahlzeiten wird oft geschwiegen. Wie unterscheidet sie sich von der üblichen Meditation, die heute überall auf der Welt beliebt ist?

Antwort: Wir sprechen immer noch, aber wir sprechen nonverbal, ohne den Mund zu öffnen. Es ist, als würden wir miteinander reden, Einwände erheben, zustimmen, streiten oder diskutieren. Das alles geschieht, ohne dass wir etwas von uns preisgeben.

Das bedeutet nicht, dass man sich einfach ein weißes Licht vorstellt, seine Weltsicht einschränkt oder sich auf einen Punkt konzentriert, sondern man führt ein normales Gespräch, nur innerlich. Es hat einen Einfluss. Dieser Einfluss des einen auf den anderen manifestiert sich allmählich irgendwo.

Frage: Was ist der Nutzen davon?

Antwort: Dies ist eine Methode, bei der man niemanden stört, und andere stören einen scheinbar auch nicht. Man kann mit beliebiger Geschwindigkeit sprechen und sagen, was man will, und später beginnt man, die Ergebnisse solcher Gespräche zu verstehen. Ich unterstütze diese Art der Interaktion zwischen Menschen.

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Aus der Sendung “ Spirituelle Zustände“ von 23.10.22

Wie man die richtige Beziehung lernt

Frage: Wir wissen, dass es drei bis fünf Jahre dauert, um die richtige Beziehung zueinander aufzubauen. Wie kann man Menschen ohne Studium solche Fähigkeiten beibringen?

Antwort: Nur diejenigen, die einen inneren Drang, eine Neigung oder ein Bewusstsein dafür haben, dass es wirklich notwendig ist, wollen lernen. Wenn jemand kein solches Bedürfnis verspürt, stellt sich die Frage: Was soll man ihm überhaupt lehren? Über die richtige Beziehung?

Man erwirbt die richtige Beziehung durch das Selbststudium, basierend auf seinen Empfindungen und inneren Handlungen. Es beginnt mit dem Gefühl, dass einem etwas fehlt und es den Wunsch gibt, das zu finden, was einem gut tut. Dabei wird einem gezeigt, wo man ein gutes Gefühl finden kann, damit es sich durch die richtige Beziehung zu den Menschen und zum Schöpfer verbessert. Dieses Verständnis lernt man nicht durch ein gewöhnliches Studium.

Man studiert, da man die Methode beherrschen möchte, um andere zu unterrichten. Doch beim Lehren sollte man die Menschen nicht zum reinen Lernen auffordern. Warum auch? Es handelt sich um natürliche Fähigkeiten, die jeder in sich entwickeln sollte. Wir sehen, dass nur eine kleine Anzahl von Menschen wirklich lernen will – entsprechend ihrer Natur. Das Lernen passt nur zu jenen, die später andere lehren möchten. In der Praxis ist es wichtig, richtig zu handeln.

Man könnte sagen: „Ja, aber es steht geschrieben, dass durch das Lernen das umgebende Licht angezogen wird, abgesehen davon gibt es kein Heilmittel.” Auch hier gilt: Das ist nur für diejenigen gedacht, die sich als (Kohen) Lehrer korrigieren müssen. Die anderen Menschen korrigieren sich allein durch ihre Beziehungen, mehr ist nicht nötig.

Stundenlanges Lernen ist nicht erforderlich. Der Mensch braucht nur eine Erklärung. Er braucht eine Gruppe, die zeigt, wie man sich verhalten soll, um das Ziel der Schöpfung – die Verschmelzung mit dem Schöpfer – zu erreichen. Es muss auch erklärt werden, dass der Schöpfer die höchste Kraft in der Natur ist. Je mehr sich der Mensch Ihm unterordnet, desto mehr verschmilzt er mit Ihm. Wenn man sich wie ein unvernünftiges Kind von Ihm entfernt, wird man gezüchtigt, da man nicht mit Ihm verschmolzen ist.

Heute haben diese Worte an Bedeutung verloren und werden oft als religiös empfunden. Dabei geht es nur darum, zu lernen, wie man die Gesetze der Natur erfüllt. Es gibt ein universelles Gesetz und wenn man es nicht befolgt, leidet man. Der Mensch soll dieses Naturgesetz durch seine Beziehung zum Schöpfer erfüllen: “Wie Er zu dir ist, so sollst du auch zu Ihm sein.”

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Aus dem Unterricht, Artikel “Bürgschaft”

 

Adaption der Kabbala

Frage: Sie sind der Lehrer. Wer kann Sie beim Unterrichten ersetzen?

Antwort: Ich denke nicht, dass das überhaupt notwendig sein wird. Es gibt etwa zwanzigtausend aufgezeichnete Lektionen, die eine enorme Menge an Wissen, Ratschläge und Übungen zur Kabbala enthalten, die studiert und umgesetzt werden können.

Solange ich die Möglichkeit habe, voranzuschreiten, werde ich das tun. Sobald ich aufhöre, ist nichts Weiteres erforderlich. Die Menschen können alle Lektionen und Vorträge aus dem Archiv nehmen und systematisch studieren. Das Material reicht für zehn Jahre im Voraus aus, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Das ist vollkommen ausreichend, um alle Ziele zu erreichen.

Dennoch bemühe ich mich täglich, etwas Neues zu vermitteln, indem ich immer anschauliche Beispiele finde, einfache Ausdrücke und Formulierungen, um den Stoff verständlicher zu machen.

In der Kabbala ist die Einfachheit das Wichtigste. Es ist nicht wie in der Philosophie oder in anderen Wissenschaften, bei denen es darum geht, zu verwirren oder komplizierte Theorien aufzustellen. Es geht um hohe, entfernte, kaum wahrnehmbare Bilder und Gedanken, die mit den gewöhnlichen Sinnen, dem Herz und dem Verstand kaum erfassbar sind. Diese müssen so nah wie möglich am Menschen ausgedrückt werden, und zwar an den normalen Menschen, da die Kabbala heute für die breite Masse bestimmt ist. 

Deshalb versuche ich heute, sie der breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Der große Kabbalist des 12. Jahrhunderts, Rambam, schrieb, dass unsere Methode so entwickelt werden muss, dass sie so einfach ist, dass sie für Frauen, Kinder und Ungebildete – für alle geeignet ist. Nicht nur für große Denker oder einer kleinen Elite, sondern für jeden Menschen auf der Welt.

Grundsätzlich ist jeder verpflichtet, seine Natur zu korrigieren und den korrigierten Zustand- die Stufe des Schöpfers- zu erreichen. Das ist die Essenz unserer Generation. Vielleicht nicht in dieser, sondern in der nächsten Generation, aber innerhalb der nächsten Jahrzehnte müssen wir dieses Ziel erreichen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte“, 20000 Lektionen

 

Zwei Aufgaben der kabbalistischen Methode

Wie bereits erwähnt, hat die kabbalistische Methode zwei Aufgaben. Die Erste ist der Zustand von „Lo Lishma“, was soviel bedeutet wie „nicht um Seinetwillen“. Es soll die Moral zum eigenen Nutzen des Menschen fest verankern.

Das bedeutet, dass der Mensch nachdem er diese Aufgabe erfüllt hat, bereits Befriedigung empfindet.

Es gibt noch eine zweite Aufgabe der Kabbala – das Bedürfnis der Seele, mit dem Schöpfer zu verschmelzen. Dies wird „Lishma“ genannt. Durch Handlungen kann ein Mensch damit belohnt werden, dann kommt er von Lo Lishma zu Lishma“ (Baal HaSulam, „Die Schriften der letzten Generation“).

Frage: Wenn ein Mensch in „Lo Lishma“ arbeitet, hat er dann ein Gefühl für die Gegenwart des Schöpfers, ein Gefühl, dass es niemanden außer Ihm gibt?

Antwort: Nein, natürlich nicht. Er befindet sich in einem Zustand um seiner selbst willen.

„Lo Lishma“ ist das Ausführen von Handlungen um seiner selbst willen, ‚Lishma‘ ist um den Schöpfer willen, um der anderen willen, nicht für sich.

Frage: Können wir sagen, dass die Mehrheit der Menschheit sich in „Lo Lishma“ befindet?

Antwort: Nein. Sie befinden sich im tierischen Zustand. Wenn sich ein Mensch in einer kabbalistischen Gruppe entwickelt, alle Bedingungen klar und korrekt erfüllt, durchläuft er Zustände vom völligen Egoismus bis zur Bereitschaft, anderen zu geben. Er will uneigennützig geben, ohne jede Bindung an sich selbst, aber er hat es noch nicht geschafft. Dies wird „Lo Lishma“ genannt.

Der Weg aus „Lo Lishma“ führt über das Licht, das zur Quelle zurückführt. Gerade weil man geben möchte, es aber noch nicht kann, wirkt das Licht auf einen und führt zu „Lo Lishma“ – zu Handlungen „um der anderen willen“.

Frage: Müssen wir immer das Gefühl haben, uns auf den Zustand von Lishma zuzubewegen?

Antwort: Man muss darüber nachdenken. Man hat kein Recht, in dem Glauben gefangen zu sein, dass es zum eigenen Nutzen ist, auch wenn die eigenen Absichten egoistisch sind. Wenn wir fühlen, dass wir uns gerne aus der Macht des Pharaos (Egoismus) befreien würden, es aber nicht können, ist dies das Gefängnis, die Knechtschaft, das Gefühl des ägyptischen Exils. Das sind keine einfachen Zustände.

Frage: Um von „“Lo Lishma„“ zu „Lishma“ zu gelangen, arbeiten wir in einer Gruppe. Wo befindet man sich als Experte, der von außen auf alles schaut, was vor sich geht? Geschieht das alles gleichzeitig?

Antwort: Ja, denn es entsteht ein zweites System: die Eigenschaft des Gebens. Davon ausgehend, beobachtet man seine eigene Eigenschaft des Empfangens.

Frage: Einerseits versucht der Mensch, den Zustand, in dem er sich befindet, zu realisieren, andererseits hat er die Möglichkeit, ohne nachzudenken, in die Gruppe zu investieren, an verschiedenen Aktivitäten der Verbindung teilzunehmen. Wie kann man diese Handlungen aufmerksam durchführen?

Antwort: Dies geschieht unter dem Einfluss des richtigen Umfelds. Es muss eine aktive Haltung der Gruppe gegenüber jedem Einzelnen geben. Jeder muss den Druck der Gruppe spüren, ihre Korrektur, was sie vorhat und gleichzeitig spüren, wie sehr man sich dagegen wehrt und wie sehr man bereit ist, sich unterzuordnen. Das ist der Punkt des Experten für jedes Mitglied der Gruppe.

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Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“

 

Es geht um das Leben

Sohar, Kapitel „Chaje Sara“, P.12: …Die Sünder werden aus dem Buch Dumah herausgenommen, da sie nur die mittlere Linie in die Berechnung einbeziehen, in der die Sünder nicht enthalten sind.

Wer wird dann nach ihnen bei der Auferstehung der Toten verlangen? Bei der Erweckung der Toten wird der Engel Matat von Dumah den schriftlichen Bericht von den Friedhöfen erhalten.

Wer wird verlangen, dass die Sünder, die nicht in die Berechnung von Dumah einbezogen wurden, von den Toten auferweckt werden?

Frage: Dieser Text kann einen Menschen verwirren. Wie soll ein Mensch solche Worte aufnehmen: „die Toten“, „Friedhöfe“? Das ist einfach beängstigend…

Antwort: Es ist wichtig zu verstehen, dass der Sohar in der „Sprache der Zweige“ spricht, wie die meisten kabbalistischen Bücher.

Es ist eine Methode, uns Wissen und vor allem Eindrücke zu vermitteln, damit wir das Licht der Korrektur aus der spirituellen Welt, d.h. aus unserem korrigierten Zustand, anziehen.

Es geht nicht um physische Körper und unsere materielle Welt – wir müssen unsere Hände und Füße nicht korrigieren (sie sollen von einem Arzt behandelt werden).

Der Sohar spricht über die Korrektur der Seele. Obwohl er Worte aus dieser Welt verwendet, verweisen sie alle auf spirituelle Begriffe, d.h. auf unsere inneren Kräfte und Eigenschaften.

Es sind diese Eigenschaften, die ich jetzt erforschen möchte, um zu verstehen, was in mir nicht stimmt, was geändert werden muss, was ich korrigieren möchte. Das ist der Zweck des Buches.

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Aus dem Unterricht über das Buch Sohar

„Injektionen“ spiritueller Informationen

Wir wissen, dass, wenn Menschen an einem Punkt der Welt über etwas nachdenken, ähnliche Gedanken an einem anderen Punkt der Welt entstehen.

Deshalb, wenn ich neben dem Material, das alle verstehen, noch vieles sage, was für die Mehrheit unverständlich bleibt und verborgen in meinem Material übermittelt wird, wird diese Information dennoch von dem allgemeinen System, in dem wir existieren – dem universellen Weltgefüge in seinem verborgenen Teil – aufgenommen. Mit der Zeit wird es den Menschen leichter fallen, zu verstehen, zu begreifen und zu dem zu kommen, worüber wir sprechen.

Wir sehen, wie heutzutage plötzlich Tausende von Menschen zu uns kommen, das Material mühelos aufnehmen und mit uns übereinstimmen. Tatsächlich nicken sie nicht nur zustimmend mit dem Kopf, sondern erfassen während einer Lektion schnell die Grundlagen, deren Aneignung früher vielleicht zwei bis drei Jahre gedauert hätte. Heute benötigen die Menschen dafür nur ein bis zwei Monate, um sie zu verstehen.

Woher kommt das? Es liegt daran, dass wir enorme „Injektionen“ von spirituellem Material, Anstrengungen, Daten und Fakten in die „Luft“ gegeben haben, und diese existieren im umgebenden Raum.

Diese Informationen sind um uns herum. Sie sind auf Wellen gespeichert, die wir nicht sehen können – auf den sogenannten Wellen des reflektierten Lichts („Or Choser“), das von uns ausgeht.

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Aus einem Gespräch: „Mein Telefon klingelte. Spirituelle Information“.

Wie man mit dem Schöpfer verschmilzt

Frage: Baal HaSulam war in der Verschmelzung mit dem Schöpfer. Wie können wir eine solche Verbindung mit dem Schöpfer durch unseren Nächsten erreichen?

Antwort: Das ist nicht einfach. Ihr müsst miteinander verbunden sein und aus dieser Verbindung heraus, euch an den Schöpfer wenden, damit Er euch noch fester an sich bindet und euch in sich einschließt. Mehr können wir nicht verlangen und brauchen es nicht, denn es heißt: „An Ihm wird mein Herz sich erfreuen.“

Frage: Rabash schreibt: Baal HaSulam hat das System so beeinflusst, dass ein einfacher Mensch mit dem Schöpfer verschmelzen kann, während dies zuvor nur großen Tora- Gelehrten möglich war.

Können wir nun unsere Methode verbessern, so dass jeder Mensch mit dem Schöpfer verschmelzen kann, wie ein Weiser?

Antwort: Wenn wir das erreichen, was wir erreichen sollten, dann werden wir erkennen, wie wir allen Menschen helfen können. Das wird das Ergebnis unserer spirituellen Arbeit sein.

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Aus der Lektion zum Baal HaSulam-Gedenktag 13.10.2024