Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die einzige freie Wahl

Wenn meine Gedanken, mein Zustand und meine Handlungen vom Schöpfer ausgehen und auch das, was ich jemals wollen und denken werde, sowie das, was ich in der Vergangenheit gedacht und gewollt habe, ebenfalls von Ihm ausgeht – dann stellt sich erneut die Frage: Wer und was bin ich?

Darüber wird im Artikel „Freiheit des Willens“ gesprochen, in dem Baal Sulam erklärt, dass der Mensch in Wirklichkeit eine Maschine ist. Auf physiologischer, biologischer Ebene können wir das nachvollziehen.

Aber wenn sowohl die Gedanken als auch die Wünsche des Menschen nicht seine eigenen sind und der Mensch selbst das Ergebnis der Gesellschaft und des Einflusses von oben ist, was bleibt dann noch übrig? Baal Sulam sagt in diesem Artikel, dass der Mensch in unserer Welt nur in einer Sache die freie Wahl hat: von der Gruppe den Eindruck von der Größe des Ziels zu erhalten, um zu diesem zu gelangen.

Ich habe bereits erklärt, dass oben alles miteinander verbunden ist und man von dort aus durch die Freunde die notwendige Kraft erlangen kann. Nur das hängt vom Menschen ab. Alles andere in dieser Welt hängt nicht von ihm ab.

Wir verstehen nicht, inwieweit die Entscheidung über jede Handlung, über alles was wir zu jedem Zeitpunkt tun möchten – ob wir uns hinsetzen oder aufstehen, etwas trinken oder essen, schlafen oder irgendwo hinfahren, in den Bus steigen oder nicht, und so weiter – wir können nicht den kleinsten fremden Wunsch, keinen einzigen äußeren Grund einbringen, der nicht in unserem Inneren vorhanden wäre.

Und nur aus dem Grund, dass mir der Verlauf dieses inneren Prozesses unbekannt und unverständlich ist, scheint es mir, als würde ich selbst entscheiden, suchen, nachdenken, etwas berechnen und abwägen.

All das liegt lediglich an der Ungewissheit; nur wegen ihr ist mir nicht klar, wie das alles tatsächlich abläuft.

Das ähnelt der Situation, wenn wir ein Baby betrachten und wissen, was es im nächsten Augenblick tun wird. Genauso ist es auch mit uns. Nur wird dies um ein Vielfaches klarer werden, wenn wir eine Stufe höher steigen. Deshalb ist es sinnvoll, sich nicht mit Unsinn zu beschäftigen, sondern diesen kleinen Punkt zu nutzen, diese ganz kleine Öffnung, durch die wir die äußere Kraft in uns, in unser Kli, hereinlassen können, um voranzukommen. Diese Kraft ist die Größe des Schöpfers, die wir von unseren Freunden erhalten. Wenn ein Mensch sich um diesen Punkt kümmert und stets danach strebt, durch ihn immer mehr anzuziehen, dann wird es ihm gelingen. Ich möchte hinzufügen, dass als „Freund“ nicht nur Gleichgesinnte aus der Gruppe bezeichnet werden, sondern auch die Urquellen und deren Autoren. Ein Mensch kann einfach dasitzen und kabbalistische Musik hören oder eine Aufnahme von dem, was Kabbalisten sagen, ohne die Sprache zu verstehen, in der sie sprechen. Das nennt man äußere Kraft. Und das ist das Einzige, was von uns abhängt. Alles andere ist nichts weiter als Einbildung und Fantasie.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 05.07.2026

 

Der Unterschied zwischen dem Gebet eines Kabbalisten und den Gebeten der Massen

Frage: Wie kann ich herausfinden, warum mir der eine oder andere Zustand gesandt wird?

Antwort: Du siehst, dass es auf der Welt viele Menschen gibt, die sich an eine höhere Kraft wenden. Ich erinnere mich an meinen Besuch in San Francisco, wo direkt auf den Straßen Statuen christlicher „Heiliger“ stehen, die Madonna mit dem Kind und so weiter. Die Menschen verehren diese Statuen, gehen direkt auf der Straße auf sie zu und küssen sie. Wir sehen hier reinen Götzendienst in einer modernen amerikanischen Stadt. Das ist ein hervorragendes Beispiel.

Oder das Beispiel von Baal HaSulam über die Kibbuz-Bewohner der Negev-Wüste: Sie leiden unter der Dürre und wenden sich, ohne es selbst zu merken, an den Schöpfer mit der Bitte um Regen. Diese Bitte kommt von Herzen. Ob sie es wollen oder nicht, sie bitten eine höhere Macht um Hilfe, denn gerade der Schöpfer bringt sie in diese Situation, auch wenn sie es nicht wissen.

Das heißt, Menschen auf der ganzen Welt wenden sich an den Schöpfer, um Hilfe zu erbitten. Und selbst ein kleiner Floh, der darunter leidet, dass er nichts zu essen hat – auch sein Leiden ist ein Appell an die Quelle seines Leidens, an den Schöpfer.

Die Frage ist jedoch, wie man sich richtig an den Schöpfer wendet – angefangen bei dem kleinen Floh über größere Tiere bis hin zum Menschen, der Statuen verehrt, zu den Kibbuzniken in der Negev, zu gläubigen Juden auf einer unbelebten Stufe der Heiligkeit und zu jenen, die sich tatsächlich bereits an die Quelle wenden möchten und wissen wollen, an wen sie sich eigentlich wenden. Die Bitte der Letzteren hat jedoch ein ganz anderes Ziel.

Die Bitte eines Flohs oder eines Menschen, der um sein Wohl in dieser Welt und in der kommenden Welt bittet, bleibt im Rahmen der materiellen Welt. Wenn jedoch ein Mensch nicht darum bittet, dass es ihm in der jenseitigen Welt gut gehen möge – da in seiner Bitte bereits ein gewisses Gefühl gegenüber dem Schöpfer mitschwingt, das heißt gleichzeitig ein wenig „lo lischma“ und ein wenig „lischma“ –, dann ist dies bereits eine zielgerichtete Bitte.

Darin liegt der wesentliche Unterschied zwischen unserer Bitte und der Bitte eines Flohs oder eines Götzenanbeters, denn dies ist tatsächlich eine Hinwendung zum Schöpfer. Wir bitten nicht wie die Kibbuz-Bewohner, die wegen des ausbleibenden Regens beten und unter der Dürre leiden. Wir schreien den Schöpfer auch nicht an, dass es uns schlecht geht, damit es uns gut geht, sondern wir sprechen von einer Hinwendung, die sich nur schwer in Worte fassen lässt.

Wenn ich den Schöpfer um eine Korrektur bitte, um Ihm ähnlich zu werden – dann ist das ebenfalls eine Bitte „für mich“, ebenfalls „lo lishma“. „Lishma“ ist ein Gefühl, das wir nicht einmal in Worte fassen können. Wie kann ich eine solche Bitte vorbringen, die sozusagen von mir selbst losgelöst und ausschließlich an den Schöpfer gerichtet ist?

Deshalb verläuft unsere gesamte Arbeit durch alle möglichen Beziehungen zur höchsten Kraft, um schließlich zu der Erkenntnis zu gelangen: „Israel, der Schöpfer und die Tora sind eins“. Das heißt, jene Schritte, die ich im Verlauf meiner Klärungen in Bezug auf den Schöpfer unternehme, werden als Tora bezeichnet – wie ich mich Ihm gegenüber verhalte, damit diese Schritte, anstatt auf mich selbst gerichtet zu sein, immer mehr auf Ihn ausgerichtet werden.

Eine Kehrtwende in der Ausrichtung meiner Handlungen zu vollziehen – genau das ist die Arbeit.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash, 03.07.2026

 

Was ist die Kraft der Gedanken?

Frage: Was ist die Kraft der Gedanken und wie nutzt man sie? Worüber sollte man aus Sicht eines Kabbalisten jede Minute nachdenken?

Antwort: Die Kraft der Gedanken ist sehr groß, denn mit ihr können wir große Korrekturen im Universum, in seinen Kräften und in deren Wechselwirkungen untereinander vornehmen.

Dies geschieht nur, wenn wir die gesamte Kraft unseres Herzens auf eine gute Verbindung zwischen den Menschen richten. Dann vervielfacht sie sich. Auf diese Weise beginnen wir, alle Kräfte der Natur richtig zu entfalten.

Frage: Was ist das für eine besondere Kraft – die Kraft des Herzens?

Antwort: Das ist die Kraft der Liebe, die Kraft des Guten, die Kraft der guten Verbindung.

Frage: Kann der Mensch sie irgendwie in sich selbst wecken oder erzeugen?

Antwort: Ja. Er kann diese Kraft in sich selbst wecken, sie mit den Kräften anderer Menschen verbinden und auf diese Weise zur Verbesserung der Welt beitragen.

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Aus der Fernsehsendung „Blitzfragen an einen Kabbalisten“

 

Klärung der Zustände

Wir lernen, dass es verschiedene Handlungen seitens der Kelim (Gefäße) mithilfe des Schirms (Massach) und durch Klärungen gibt. Wenn wir das wahre Wesen dieser Handlungen tatsächlich klären, erkennen wir, dass es in erster Linie darum geht, sich bewusst zu machen, was mit uns geschieht, wer es bewirkt, warum es geschieht und was von uns erwartet wird.

Nachdem wir all diese Zustände geklärt haben, werden sie durch neue, bessere Zustände ersetzt. Das heißt: Der Mensch hat keine Macht über die Handlungen, der Schöpfer bewirkt sie. Doch der Mensch, der ein fühlendes Wesen ist, muss in seinen Empfindungen klären, was tatsächlich mit ihm geschieht. Sobald er diesen Zustand geklärt hat, geht dieser in einen anderen über. Klärt er den nächsten Zustand, wird auch dieser wiederum durch einen neuen ersetzt.

 

Die Klärung umfasst folgende Aspekte: Was empfindet man, wer hat diesen Zustand gesandt und zu welchem Zweck? Das nennt man die Arbeit an der Korrektur der Wahrnehmung..

In Wahrheit befindet  man sich bereits in einem korrigierten Zustand in der Welt der Unendlichkeit. Alles, was man tun muss, ist, die Unklarheit – den Schleier- in den Wahrnehmungssorganen zu beseitigen. Eigentlich muss man diese Wahrnehmungsorgane nicht einmal korrigieren. Entscheidend ist, dass man sich ständig bewusst macht, dass man sich in der Dunkelheit befindet – und dann beginnt sich diese Dunkelheit aufzuklären.

In dem Maß, in dem man erkennt, wie negativ der Zustand der Dunkelheit ist, offenbart man die „Achoraim“ (“Rückseite”, den Zustand der Verhüllung). Danach verwandelt sich die „Achoraim“ (die Verhüllung) in den Zustand „Panim“ (Vorderseite,Enthüllung). Das bedeutet, alle Handlungen bestehen ausschließlich in der inneren Anstrengung.

Man muss sich bemühen, einen Weg zu finden, mein „Ich“ und den Schöpfer zu einer Einheit zu verbinden. Wie Baal HaSulam in einem Brief auf Seite 64 schreibt: „Nur auf diesen Punkt muss ich meine Anstrengungen konzentrieren und meine Aufmerksamkeit immer stärker darauf richten.“Wenn man das tut, dann ist das genau die Handlung.“ Dadurch lichtet sich der Nebel immer mehr, bis man entdeckt, dass man sich bereits in seinem ursprünglichen, korrigierten Zustand befindet. Dann wird man erkennen, dass man sich schon immer im Zustand der endgültigen Korrektur (Gmar Tikun) befunden hat.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash.

 

Der Geist des Lebens, voller Hoffnung

Rabash, Artikel Was wir in der Versammlung der Freunde suchen sollen “: jeder Einzelne muss sich bemühen, der Gemeinschaft Lebensgeist und volle Hoffnung zu bringen um Schwung in sie zu bringen, sodass jeder aus der Gemeinschaft sich sagen kann: Jetzt beschreibe ich ein neues Blatt in der Arbeit. Bevor er zur Gemeinschaft kam, war er über das Vorankommen in der Arbeit des Schöpfers enttäuscht

– aufgrund seiner eigenen Schwäche und mangelnden Motivation.

„Doch wenn er zur Gruppe kommt, muss er dort ein „loderndes Feuer“ spüren, das ihn von innen heraus verbrennt und ihn in die Gruppe hineinzieht, die auf ihn einwirkt, ohne ihn zu fragen, denn er ist nicht in der Lage, den Freunden zu widerstehen.

…nun hat die Gruppe ihm einen Lebensgeist voller Hoffnung eingehaucht, und dank der Gruppe hat er das Selbstvertrauen und die Kraft gefunden, durchzuhalten, denn nun spürt er, dass er fähig ist, Vollkommenheit zu erreichen.

Wenn in der Gruppe dieser Geist fehlt, gibt es keine Hoffnung, irgendetwas zu erreichen. In Artikel 225 „Sich selbst erheben“ aus dem Buch „Shamati“ heißt es: Es ist unmöglich, sich selbst zu erheben und aus seinem Kreis – aus seinem Umfeld – auszubrechen. Jeder kommt nur gemeinsam mit der Gruppe voran. Wenn ich der Gruppe keine gute Stimmung vermittle, werde ich sie auch nicht haben. Wenn ich nicht will, dass die Gruppe vorankommt, komme auch ich nicht voran, denn wir werden kein gemeinsames Verlangen/Kli schaffen.

Je mehr wir darüber sprechen und uns zwingen, dies immer tiefer zu verstehen, desto klarer beginnen wir, die spirituelle Realität zu erkennen – die uns verhasst ist, die uns entgegensteht, die unerwünscht ist, aber dennoch existiert. Dann werden wir beginnen, sie als wirklich wichtig und erhaben zu erkennen.

Das Wichtigste ist – auch wenn es unangenehm ist –, jeder spirituellen Handlung und jedem spirituellen Zustand seine wahre Definition zu geben – dass es sich um Geben und Nächstenliebe innerhalb der Gruppe handelt, um die Vereinigung zur Erlangung des Schöpfers, um die Kraft unseres gemeinsamen Gebens und Liebe.

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Aus dem Unterricht 8. des Kongresses „We!“, New Jersey

 

Wie man sich um den Körper kümmern sollte

Frage: Alle unsere Gedanken und Absichten gehen vom Körper aus. Wie sollte man sich am besten um den Körper kümmern? Man weiß aus eigener Erfahrung: Wenn man ausgeschlafen ist, ist man eher bereit, sich mit spiritueller Arbeit zu beschäftigen.

Antwort: Natürlich gilt: Je gesünder der Körper eines Menschen ist, desto besser ist er für die innere Arbeit vorbereitet. Das ist bekannt. Wir sind verpflichtet, dem Körper das zu geben, was er braucht. Schon die alten Römer sagten: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist .“ Unter Geist verstanden sie die tierische Seele. Deshalb ist es notwendig, zu schlafen, zu essen, den Körper zu waschen und ihn zu pflegen.

Als ich in Rechovot lebte, wohnte ganz in meiner Nähe ein junger Mann, der ein sehr teures Pferd aufzog. Mit welcher Sorgfalt und Hingabe er dieses Pferd pflegte! Das war kaum vorstellbar! Es war sein Ein und Alles. Dieses Bild hat sich mir sehr deutlich eingeprägt: So sollte man sich um seinen Körper kümmern. Natürlich darf sich nicht das ganze Leben um den Körper drehen, aber was nötig ist, muss man ihm geben.

So sollten wir handeln: Der Körper soll dem Menschen dienen.Dafür ist man bereit, sich um ihn zu kümmern.

Rabash kümmerte sich sehr um seinen Körper. Ich kaufte ihm alle notwendigen Lebensmittel, Gemüse, Obst und Schokolade. Er ließ regelmäßig Blutuntersuchungen durchführen und achtete sehr darauf, gesund zu bleiben. 

Wir gingen mit ihm ans Meer: Solange er nicht 600 Schwimmzüge gemacht hatte, kam er nicht aus dem Wasser. Wenn wir nicht ans Meer gingen, dann machten wir anderthalb Stunden einen schnellen Spaziergang. Ich musste etwas Rhythmisches vorsingen und in diesem Tempo gingen wir – eineinhalb Stunden lang! Auf halber Strecke machten wir 10 Minuten Pause, dann durfte ich eine Frage stellen, anschließend gingen wir weiter. Damals war er schon 80 Jahre alt.

Wir gingen regelmäßig schwimmen oder machten mit einer Mitgliedschaft Gymnastik im Sportzentrum. Meine Frau erinnert sich daran, dass  wir täglich drei bis vier Stunden Sport und Körperübungen machten. Es gibt Menschen, die den ganzen Tag still sitzen können – Rabash konnte das nicht, sein Körper verlangte nach Bewegung. Ich kaufte ihm ein Fahrrad, und jeden Abend trainierte er darauf: Er fuhr jeweils 400 Umdrehungen – das war durchaus anspruchsvoll!

Einmal befand ich mich in einem Zustand tiefer innerer Niedergeschlagenheit. Damals kam ein Yogalehrer zu uns, der uns keine Philosophie, sondern Übungen zur Förderung der Beweglichkeit des Körpers beibrachte . Ich sagte: „Ich bin nicht in der Lage, das zu machen!“ „Na gut, dann lass es“, sagte Rabash, „ich mache alleine weiter.“ Er trainierte weiterhin mit dem Yogalehrer bei sich zu Hause, und erst nach einigen Tagen konnte ich wieder mitmachen.

Rabash tat alles zu einer festgelegten Zeit: Jetzt war Zeit zum Essen, danach zum Trinken und so weiter. Er trank nie während des Essens und aß nie während des Trinkens. Im Umgang mit seinem Körper war er äußerst diszipliniert und konsequent. Manche seiner Gewohnheiten konnte ich nur schwer ertragen.

Zum Beispiel erlaubte er nicht, die Klimaanlage einzuschalten. „Das ist natürliche Hitze, da kann man nichts machen“, sagte er. Also ertrugen wir es. „Wenn du willst, schalte den Ventilator ein. „Das ist wie der Wind, das ist natürlich.“ Ich hatte damals sehr hohen Blutdruck und hatte das Gefühl, gleich zu platzen, während draußen 40 Grad herrschten. Rabash versuchte, im Umgang mit der Natur so einfach und natürlich wie möglich zu leben.

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Aus einer Lektion zu einem Artikel von Rabash, 07.06.2026

 

Das Spiegelbild deiner Seele

Frage: Wie kann ich voller Freude arbeiten, wenn um mich herum so schreckliche Dinge geschehen? Und auch innerlich ist nicht alles in Ordnung. Kurz gesagt: Außen und innen herrscht Chaos.

Antwort: Freude ist das Ergebnis der Offenbarung des Schöpfers. Dass Er sich in einer so offensichtlichen und klaren Form offenbart, ist ein Zeichen dafür, dass der Schöpfer uns die Möglichkeit gibt, diesen Zustand zu korrigieren.

Wenn du diese Situation nicht mit dem Schöpfer in Verbindung bringst, kannst du dich natürlich nicht freuen. Du hast keinen Grund dazu. Doch sobald du diesen Zustand mit Ihm in Verbindung bringst, entstehen in dir zwei Arten von Freude: Du kannst dich freuen, da du weißt, dass man sich um dich kümmert, dass man dich nicht vergisst: „Das heißt, alles hat seinen Grund, und ich kann mich ein wenig entspannen, ausruhen. Es ist, als hätte ich meine Wunden mit etwas Lebensspendendem gesalbt, und es ist mir leichter geworden. Der Schöpfer existiert, und ich arbeite nicht umsonst.“

Aber das ist eine trügerische Freude. Indem du dich auf diese Weise freust, hast du lediglich dein Verlangen nach Empfangen versüßt (bestochen). Damit hast du keine nützliche Arbeit geleistet, du bist spirituell nicht vorangekommen.

Die zweite Art von Freude ist, wenn du durch diese Zustände den Schöpfer offenbaren, Kontakt mit Ihm herstellen und eine Korrektur vornehmen kannst.

Ich werde das näher erläutern: Der Zustand, den wir erfahren, sei er äußerlich oder innerlich, kommt von oben. Tatsächlich ist es nicht der Zustand selbst, der von oben kommt, sondern das Licht, das in mein Kli scheint.

Mein Kli, mein Verlangen nach empfangen ist mit Wunden und eitrigen Geschwüren übersät und das Licht leuchtet auf sie. Ich sehe all diese Wunden nur in ihrer äußeren Form, nur in ihrer äußeren Manifestation: die Feindseligkeit der Araber, Kriege, Krankheiten, Ungerechtigkeit. Ich spüre diese Wunden nicht in meiner Seele. Das höhere Licht, das auf sie leuchtet, zeigt mir, dass ich von innen her völlig verfault bin. Du kannst all diese äußeren Erscheinungsformen (Krankheiten, Leiden, Feinde) mit dem Schöpfer in Verbindung bringen, aber du musst erkennen, dass all dies ein Spiegelbild deiner Seele ist. All dies geschieht in deinem Inneren, in deiner Seele.

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Aus einem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, vom 23.06.2026.

 

Auf direktem Weg zum Schöpfer

Aus einem Brief von Baal Sulam an seine Schüler (Nr. 52): „Ruft Ihn an, während Er nahe ist“ – das heißt, wenn ihr den Schöpfer ruft, um Ihm nähern zu kommen, so wisset, dass Er euch bereits nahe ist.  Andernfalls würdet ihr Ihn nicht rufen. Dies ist auch die Bedeutung des Verses: „Noch bevor sie rufen, werde Ich antworten“, das heißt, wie oben gesagt, wenn ihr Ihn ruft, hat Er euch bereits erweckt, Ihn zu rufen…

Es ist selbstverständlich, dass dieses Wissen den Menschen darin stärkt, sein Herz mehr auszuschütten, denn es gibt keine größere Ehre als wenn der König der Welt ihm aufmerksam zuhört. Das gleicht den Worten der Weisen: „Der Schöpfer sehnt sich nach den Gebeten der Gerechten“, denn durch die Sehnsucht des Schöpfers nach dem Ruf des Menschen erwacht im Menschen große Kraft und Sehnsucht, den Schöpfer zu begehren, wie es heißt: „Wie das Wasser das Angesicht spiegelt, so spiegelt das Herz des Menschen den Menschen.“ Es zeigt sich, dass das Sprechen des Gebets und das Hören des Gebets einander ergänzen und sich zu einem vollständigen Maß vereinen. Das ist die Bedeutung der Worte: „Ein Wind wird ziehen und ein Wind wird kommen.“ Achte auf diese Dinge, denn sie sind die grundlegenden Prinzipien auf dem Weg des Schöpfers

 Wir müssen die direkte Welle finden, die zum Schöpfer und von Ihm zurückführt, um zu fühlen, dass wir mit Ihm auf einem gemeinsamen Kommunikationskanal sind, wie es heißt: „Ich zu meinem Geliebten, und der Geliebte zu mir.“ Alles, was in mir geschieht, kommt von Ihm, und wenn ich Ihm richtig antworten will, muss ich mich mit Ihm verbinden und in Ihm die richtige Antwort darauf finden, wie ich Ihm antworten soll.

In dieser ersten Welle der Verbindung, die ursprünglich von Ihm ausgeht, muss ich suchen, wie ich Ihm auf derselben Welle richtig antworten kann – so, dass alles bei Ihm endet. Auf diese Weise erhalte ich vom Schöpfer meine Form. Er lehrt mich ständig, und ich bitte Ihn immer wieder, mir zu zeigen, wie ich sein soll, wie ich Ihm antworten soll, wie ich reagieren soll.

Wenn ein Mensch ununterbrochen an diesem Punkt arbeitet, stellt sich heraus, dass er immer ausschließlich diesen einen Punkt der Trennung vom Schöpfer hat – den einzigen Punkt, an dem er das Gefühl hat, nicht zum Schöpfer zu gehören. Genau von diesem Punkt aus möchte er den Schöpfer als denjenigen offenbaren, der im Menschen alle möglichen Eigenschaften, Fragen und Bitten formt und dabei verschiedene äußere und innere Bedingungen für ihn schafft.

Auf diese Weise geschieht alles durch den Schöpfer, und der Mensch ist lediglich jener Punkt, der dies unterscheidet und wahrnimmt. Von diesem Punkt aus wendet sich der Mensch an den Schöpfer und fragt, was er als Nächstes tun soll, wie er reagieren soll. Er verbleibt stets an diesem einen entscheidenden Punkt der Entscheidung. Es stellt sich also heraus, dass alles, was der Mensch hat, vom Schöpfer kommt.

Deshalb muss man in jedem Augenblick versuchen zu verstehen, dass alles, was in mir spricht, nur der Schöpfer ist. Und wie ich darauf reagieren werde – das ist ebenfalls Er. So werde ich erkennen, dass „es nichts außer Ihm gibt“.

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Aus der Vorbereitung auf den Unterricht

 

Das Fest der Gabe der Tora gibt es jeden Tag!

Frage: Wenn wir die Tora bereits am Berg Sinai erhalten haben, warum müssen wir sie dann jedes Jahr am Schawuot erneut empfangen?

Antwort: Es geht hier nicht um eine materielle Handlung, nicht darum, dass wir tatsächlich physisch am Berg Sinai waren.

Es heißt, dass der Mensch sich jeden Tag vorstellen soll, wie er aus Ägypten auszieht. Er muss jeden Tag die Zehn Gebote hören, als würde er sie immer wieder neu empfangen.

Und das ist tatsächlich so. Denn unser Ego, unser Verlangen nach Genuss, erneuert sich jedes Mal, und als Gegengewicht dazu müssen wir ständig das Verlangen nach Geben, nach Liebe und die Kraft der Liebe wecken. Deshalb wird uns jeden Tag die Tora geschenkt.

Aber jetzt befinden wir uns im Exil, d. h. in einem Zustand, in dem wir diese gute Kraft, die vor uns verborgen ist, nicht fühlen. Und wir können sie nur mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala offenbaren, die bis vor kurzem ebenfalls absichtlich verborgen war.

Frage: Was ist der Zusammenhang zwischen der Tora und der Wissenschaft der Kabbala?

Antwort: Die Kabbala wird als die wahre Tora oder als Wissenschaft des Lichts bezeichnet, denn genau sie ist dazu bestimmt, aus der Tora, aus unserem Leben und aus der Natur die gute Kraft, die Kraft des Gebens und der Liebe, zu entnehmen und die Bürgschaft, die Einheit zwischen uns, zu verwirklichen.

Ohne sie können wir das nicht umsetzen, wir haben keine Methode, die uns helfen könnte, uns auf eine gute Art und Weise mit anderen zu vereinen. Seit Jahrzehnten versuchen wir das in Israel, und es wird nur noch schlimmer. Wir sind bereits an einem Punkt angelangt, den man nicht länger ertragen kann.

Die Kabbala offenbart uns jedoch die Kraft des Guten, die verbindende Kraft der Liebe, und gibt uns die Möglichkeit, sie zu nutzen. Überall dort, wo sich das Böse zeigt, beginnen wir zu spüren, wie wir es mit der Kraft des Guten ausgleichen können.

Dann haben wir bereits zwei Kräfte, mit deren Hilfe wir uns in die richtige Richtung bewegen können – hin zu Vereinigung, Liebe, Vollkommenheit und einer guten Entwicklung.

Aus der Sendung beim Rundfunksender 103FM

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Das Tempo des Fortschritts beschleunigen

Unsere einzige Wahl besteht darin, das Tempo des Fortschritts zu beschleunigen.

Nehmen wir an, diese Welt würde bei ihrem derzeitigen Tempo erst in 100.000 Jahren zur Endkorrektur gelangen. In seinen früheren Kreisläufen hat der Mensch einen Teil des Weges auf natürliche Weise zurückgelegt, und jetzt kann er gemeinsam mit der Welt den gesamten Weg, der bis zur Endkorrektur noch verbleibt, schneller zurücklegen – zum Beispiel nicht in 70.000 Jahren, sondern in 7–10 Jahren.

Wie können wir uns also nicht beeilen? Die einzige Wahl, die wir haben, ist: Gas geben oder halt nicht. Dem Menschen kommt es so vor, als müsse er etwas Außergewöhnliches tun, aber man muss einfach dasselbe tun, nur schneller.

Geschwindigkeit, Rhythmus, Tempo – das ist der Einsatz innerer Anstrengung für das, was ich benötige. Zum Beispiel: Um mich noch etwas mehr mit einem Freund zu verbinden, setze ich mich selbst mehr unter Druck. Noch etwas mehr lernen – ich setze mich wieder unter Druck. Das heißt, all das Gleiche zu tun, aber mit größerer Anstrengung.

Was bringt es, wenn ich von einer Ecke zur anderen laufe? Was kommt dabei heraus außer Wind? Unter Geschwindigkeit versteht man den Einsatz eigener Anstrengung in jeder Kleinigkeit, die ich erforschen und präzisieren muss.

So wie du jetzt zweieinhalb Stunden im Unterricht sitzt, so bemühe dich, gefasster und konzentrierter auf den Unterricht und sein Ziel zu sein – und nichts darüber hinaus. Damit diese Absicht nicht verschwindet, halte sie ständig fest. Vor dir müssen nur der Unterricht und sein Ziel stehen. Und das bedeutet bereits, dass du auf dem richtigen Weg bist. Wenn du dich in diesen Gedanken vertiefst und Angst hast, ihn zu verlieren, dann erhöhst du die Geschwindigkeit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash von 11.05.2026

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