Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Einer bedeutet alles

Frage: Was bedeutet der Begriff „Einer“?

Meine Antwort: „Einer“ bedeutet, dass auf der Grundlage einer unendlich großen Anzahl von inneren Eigenschaften, die unterschiedlich und einander entgegengesetzt ist, in allen möglichen Begriffen, nur eine Form herrscht, die alle verbindet, vereint und ergänzt.

Dieser Zustand nennt sich „Einer“, weil er ebenso auf eine unendlich große Anzahl von einzelnen Teilen, die in ihm enthalten sind, auf ihre Form der Verbindung und die Einzigartigkeit eines jeden darin hinweist – das alles ist in dem Begriff „Einer“ enthalten.

„Einer“ schließt in sich die gesamte Realität ein: wie Er eins war und dann in eine Vielzahl von Einzelteilen zerfiel, die ganzen Korrekturen durchlief und alles, was er in diesen Korrekturen erkannte – das alles nennt sich „Einer“. Das heißt, er schließt in sich absolut alle mit ein. Er ist nicht einfach nur „Einer“, sondern im Gegenteil: Er ist Einer, weil alles in ihm enthalten ist.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 21.10.2012



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Gewohnheit an die Bescheidenheit

Frage: Wie soll meine Annullierung vor dem Freund äußerlich gezeigt werden?

Meine Antwort: Möglicherweise demonstriere ich bewußt, dass ich mich annullieren will, sogar in einer übertriebenen Form, um dadurch ein Beispiel für die anderen zu sein. Einige schämen sich dafür, sich so zu benehmen, das heißt, ihr Ego erlaubt ihnen nicht, sich so zu benehmen; denn die Scham kann nur durch das Ego hervorgerufen sein. Deshalb können sie sich nicht vor dem Freund annullieren. Und dank dem, dass ich ihnen ein Beispiel gebe, wird es leichter für sie sein, genauso zu handeln.

Und für mich wird auch alles leichter sein, wenn ich mir dessen bewusst sein werde, dass ich es nur als ein Beispiel vorführe. Für die Selbstsucht ist irgendwelche Kompensation und die Rechtfertigung notwendig. Folglich spiele ich meine Demut vor, wie der Künstler im Theater; ich beruhige mich selbst, indem ich in meinem Inneren der Meinung bin, in Wirklichkeit nicht so zu sein. Aber sogar in solchen Zuständen wirkt das Licht auf mich ein, das mich zur Quelle zurückführt. Auf diese Weise wird allmählich „die Gewohnheit zur zweiten Natur“.

Die Gewohnheit ist somit ein Einfluss des Lichtes auf meine Handlungen, die mir die andere Natur verleihen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.10.2012



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Die Bewegung vorwärts anstelle der trügerischen Seelenruhe

Frage: Woran sieht man,, dass der Mensch an den drei Linien entlang vorankommt und sich nicht einfach nur darin betrügt, dass er in allem den Schöpfer rechtfertigt?

Meine Antwort: Das Merkmal für die richtige Bewegung ist der Zustand, in welchem er nicht sofort „Gott sei Dank“ sagt, sondern den Schöpfer nicht sofort rechtfertigen kann, obwohl der wahrhafte Held, der sich auf der hohen spirituellen Stufe befindet, diese Dankbarkeit empfindet. Man soll eben die riesige Korrektur erreichen, um sich die ganze Zeit auf diese Weise analysieren zu können, sowie über die Kraft zu verfügen, dem Schöpfer sowohl für das ganze Schlechte, als auch für das Gute zu danken.

Und davor soll man den langen Weg der vielen Zuständen zurücklegen, auf dem der Mensch manchmal in solche Situationen gerät, in welchen er mit der Höheren Lenkung nicht einverstanden sein kann, und er will ihr einfach nicht zustimmen. Ihm wird die linke Linie offenbart, nach der in seinem Inneren der Pharao, der Sünder zu sprechen beginnt.

Man muss sich die Zeit lassen, um in sich alle Sünder und Verbrecher zu offenbaren, von denen die Tora erzählt. Wenn der Mensch in solchen verbrecherischen Zustand gerät, dann urteilt er gerade so, wie die Tora erzählt: „Wer ist der Schöpfer eigentlich, auf den man hören soll?“ Er rechtfertigt den Schöpfer nicht, und gerät dadurch in die Zustände der berühmten Sünder: Bilam, Balak und Aman, da er verpflichtet ist, die gesamte linke Linie zu offenbaren.

Wenn er von vorneherein die rechte Linie deshalb auswählt, um voran zu kommen und nicht um seine Wunden „mit Honig zu beschmieren“, dann geht er später in die linke Linie über. Folglich kann er sie beide benutzen. Andersfalls ist die rechte Linie einfach nur sein guter Zustand. Die Linie ist etwas, was von beiden Seiten deutlich beschränkt ist.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 17.10.2012



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Fragen der Blogleser

Frage aus dem englischen Blog: Wenn der Mensch Selbstmord begeht, ist es dann die Realisation seiner Reshimot?

Der Schöpfer lenkt alles. Der Mensch hat sich das Leben genommen. Hat der Schöpfer ihn gezwungen, so zu handeln? Wo kann der Mensch sonst die Kräfte dazu haben, wenn nicht vom Schöpfer, da doch alles Seiner Macht obliegt? Ja oder nein?

Meine Antwort: In uns sind alle Reshimot der Welt der Unendlichkeit vorprogrammiert, sie werden in uns in einer Art von Spirale gezeigt und fordern ihre stufenweise Realisation. Man kann jedoch diese Reshimot unterschiedlich verwirklichen..

Diese „Maschine“ mit der inneren Spirale hat der Schöpfer geschaffen. Er verleiht dem Menschen die Freiheit der Wahl, die laut Baal HaSulam in der Wahl der Umgebung besteht.

Von der Umgebung hängt diese oder jene Realisation der Reshimot ab, denn sie gibt uns die Kräfte für diese Verwirklichung.

Hier ein bekanntes Beispiel der Kabbalisten über die schlimmsten Neigungen des Menschen: ein blutdürstiger Mensch arbeitet im Schlachthaus und ist durch die Verwirklichung seiner natürlichen Neigung der Gesellschaft nützlich .

Die Selbstmordgedanken sind meistens eine Erscheinungsform dessen, dass der Mensch keinen Sinn in der Fortführung seiner Existenz sieht. Allein die richtige Umgebung kann ihm dabei helfen, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben und seine Reshimot richtig zu verwirklichen.



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Ein unerträglicher Verlust

Frage: Während eines Ausfluges in St. Petersburg erfuhr ich, dass von den dreizehn Kindern des Zaren Peters der Erste nur ein Kind das Erwachsenenalter erreichte. Dennoch kam er mit diesen Zuständen irgendwie zurecht. Heutzutage sind viele Menschen, wenn sie ein Kind verlieren, schnell bereit, sich das Leben zu nehmen. Warum kann der gegenwärtige Mensch keine gewöhnlichen, normalen Schicksalsschläge ertragen?

Meine Antwort: Das Kind stellt das riesige System der Freude, des Genusses für den Menschen dar. Es ist seine Fortsetzung, etwas, was ihm sehr naheliegt, etwas Eigenes, was er ständig in seinem Inneren trägt, etwas, was ihn erwärmt und nach vorne ausrichtet und in dem er den Sinn des Lebens erkennt. Die Sorge um das Kind verleiht dem Menschen sehr viele gute Empfindungen, sie versorgt ihn mit vielen äußerlichen und inneren Kräften. Deshalb bringt der Verlust eines Kindes großes Leiden mit sich.

Im Prinzip gibt es keinen Unterschied, ob das Kind jetzt oder mit 50 oder 60 Jahren gestorben ist. Allgemein ist uns klar, dass ein Höherer Wille gewisses Unglück gibt. Aber der Mensch kann damit niemals einverstanden sein, denn er ist nicht in der Lage, diesen Verlust zu akzeptieren.

Es gibt nur eine Lösung, nämlich den Menschen auf das äußerliche Feld, das heißt auf das Wohlwollen und das Geben, auf die breitere Palette auszurichten, die ihn unterstützen wird. Oft beginnen solche Menschen sich mit Wohltätigkeit, gegenseitiger Hilfe oder mit dem Geben zu beschäftigen. Das heißt, sie beginnen zu suchen: auf wen können sie ihre Liebe und all das übertragen, was sie den Kindern gegenüber empfunden haben?

Man sollte ihnen dabei helfen, dieses Ziel, diese Beschäftigung zu finden, damit sie sich dadurch wieder beleben können.

Auszug aus der TV-Sendung „Die Konstruktion der sozialen Umgebung“, 24.09.2012



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Zur neuen Welt mittels integraler Wechselwirkung

Frage: Kann das Streben nach einer neuen integralen Stufe unserer Beziehungen eine Lösung für die Leiden werden, die der Mensch empfindet?

Meine Antwort: Ich bin überzeugt, dass die integrale Vereinigung  jedes Plus und jedes Minus der gegenwärtigen Gesellschaft auf solche Art und Weise verteilen wird, dass diese ausgewogen sein werden und diese dadurch entstandene Harmonie von allen empfunden und tatsächlich alle beruhigen wird. Diese Harmonie wird nicht nur in den öffentlichen Beziehungen, sondern auch in den politischen, ökonomischen Beziehungen, in der Erziehung, in der Bildung usw. zu spüren sein.

Sie wird die Menschheit auf ganz anderes Niveau erheben, die Menschen werden fühlen, dass sie in einer integralen Welt leben. Ich denke, dass wir gerade durch die Erweiterung der integralen Wechselwirkung eine andere und bessere Welt sehen werden.

Auszug aus der TV-Sendung „Die Konstruktion der sozialen Umgebung“, 24.09.2012



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Kuchen mit Füllung

Frage: Es steht geschrieben: „Wer für den Freund bittet, bekommt als erster“. Doch wenn ich das im Vorhinein weiß, versinke ich im totalen, absoluten Egoismus, anstatt dem Geben entgegenzustreben…

Meine Antwort: Natürlich kommst du vorerst auf egoistische Art und Weise voran, und dein Egoismus wächst. Du siehst jedoch, wie das Herz des Pharao jedes Mal immer mehr verhärtet wird. Und das ist ein gutes Zeichen.

Frage: Wie kann ich vom Hass zur Liebe und nicht zur Selbstunterdrückung kommen?

Meine Antwort: Ohne Hass und Neid kann man keine Liebe erschaffen. Letztendlich werden alle negativen Einzelheiten der Wahrnehmung in Liebe umgewandelt. Und du brauchst sie alle. Auf welchem Boden soll die Liebe sonst wachsen? Auf welchem Fundament soll sie sich festigen? Sie erhebt sich über den Egoismus in den empfangenden Gefäßen zu der Wahrnehmung von Fremden als Nahestehenden.

Selbstannullierung bedeutet nicht, dass alles annulliert wird. Der Hass (Sina) verschwindet nie, er bleibt in all seiner Stärke erhalten – und gerade über ihm errichtest du die Liebe. Es ist so, als würdest du diesen ganzen „Berg Sinai“ mit „Creme“ bedecken, und es entsteht ein „Kuchen“ – die „Höhe der Heiligkeit“.

Auf diese Weise wird die Entfernung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung nicht annulliert – anderenfalls würde es die Schöpfung nicht geben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.10.2012



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Zu Freunden werden wir durch das gemeinsame Verlangen

Frage: Wie kann ich die Verlangen der Freunde füllen, wenn ich überhaupt nicht verstehe, was sie wollen?

Meine Antwort: Du verstehst, was sie wollen, weil sie das Gleiche wie du wollen: die Korrektur erreichen und die höhere Kraft, die innerhalb der Natur wirkt, enthüllen. Diese Kraft nennt sich die allgemeine Natur, der die ganze Weltschöpfung angehört.

Deshalb weißt du, was der Freund will. Darüber hinaus besitzt jeder alle möglichen irdischen Verlangen, die uns nicht unbedingt bekannt sein müssen – jeder hat seinen persönlichen Bereich, der nichts mit der Spiritualität zu tun hat. Doch was die höheren spirituellen Verlangen und Ziele betrifft, so muss dir klar sein, was mit dem Freund passiert – versuch ihn also zu unterstützen.

Die Unterstützung besteht darin, dem Freund die Stimmung zu heben, ihm die Hoffnung, die Kraft und die Begeisterung für die Erreichung des Ziels zu geben. Hilf ihm bei allem, was nur möglich ist. Erwecke in ihm das Gefühl für die Größe des Ziels und des Höheren.

Zeig ihm, wie du dich vor der Gruppe annullieren kannst. Denn nur der Kleine kann vom Großen empfangen, deshalb muss sich jeder vor der Gruppe annullieren, um etwas von ihr empfangen zu können.

Und die Gruppe besitzt die spirituelle Kraft, die sich zwischen uns befindet. Die Gruppe wird nicht von uns gegründet. Wir glauben nur, dass wir uns selbst versammelt und die Gruppe aufgebaut haben. Natürlich ist das falsch! Die Gruppe wird von der höheren Kraft für uns organisiert – denkt nicht, dass wir uns einfach zufällig gefunden haben. Alles geschieht durch die Einwirkung des allgemeinen Feldes, welches uns zusammenbringt.

Deshalb müssen wir verstehen, dass es hier einerseits eine versteckte Kraft gibt, die zwischen uns wirkt, aber andererseits müssen wir entsprechend dieser Kraft Handlungen ausführen, um uns ihr nähern zu können und zu beginnen, sie bereits wahrzunehmen. Dann werden wir eine Zusammenarbeit mit ihr anfangen können.

Auf diese Weise nähern wir uns durch unsere Veränderungen der Enthüllung der höheren Kraft und nehmen nach und nach ihre Eigenschaften an. Und wenn wir diese Eigenschaften in uns enthüllen, bedeutet das, dass wir die höhere Kraft enthüllen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.10.2012



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Der Aufstieg zur Absicht

Baal HaSulam, Shamati, Artikel 42 „Elul“: Daher wird einem von Oben die Form der Schwärze gegeben, und dann sieht man, ob die eigene Arbeit in Reinheit geschieht. Das heißt, wenn er auch im Zustand der Schwärze in Freude sein kann, ist dies ein Zeichen, dass seine Arbeit in Reinheit geschieht. Denn der Mensch muss sich freuen und glauben, dass man ihm von Oben eine Gelegenheit gegeben hat, damit er zum Zwecke des Gebens arbeiten kann.

Wenn der Mensch sich über allen Gemütszuständen in Freude befindet, ist das ein Zeichen dafür, dass er sich bereits von seinem empfangenden Verlangen losgelöst hat und voranschreiten kann. Darin besteht immer unsere Überprüfung: Sind wir in unserem egoistischen Verlangen versunken oder können wir uns ein klein wenig über dieses erheben? Der Mensch bittet nicht um gute Stimmung, um die Arbeit fortsetzen zu können, – im Gegenteil, er ist gerade mit der Schwärze, mit schlechter Laune und dem Durcheinander zufrieden. Über all dem ist er zu einer kleinen Anstrengung fähig.

In welchem Zustand wir uns auch immer befinden, wir messen ihm keine entscheidende Bedeutung bei, sondern erheben uns darüber. Wenn die Lage in der Wahrnehmung der empfangenden Gefäße miserabel erscheint, ich aber über ihnen in der Lage bin, im Geben, in der Einheit und der Liebe zu den Freunden zu arbeiten, dann ist es ein sicheres Anzeichen dafür, dass ich auf dem richtigen Kurs bin. Die Finsternis in den empfangenden Gefäßen zu spüren und darüber, selbst durch die kleinste Anstrengung, der Verbindung, dem Geben entgegenzustreben, darin besteht unsere ganze Arbeit.

Aus diesem Grund müssen wir entsprechende Übungen machen, Lernspiele spielen. Natürlich hat es ein Anfänger in den ersten Jahren nicht leicht, doch dann beginnt er einen Bruch zwischen seiner Empfindung und der Absicht, d.h. zwischen zwei unterschiedlichen Systemen, zu spüren. Es geht ihm mal gut, mal schlecht, und er versteht, dass es unwichtig ist, dass er nur über diesen Empfindungen arbeiten muss, und sie werden ihm jedes Mal verschiedene Einzelheiten der Wahrnehmung eröffnen, die auf dem Weg zum Kennenlernen der Formen der Lenkung des Schöpfers notwendig sind. Alle Empfindungen – ob gut oder schlecht – nimmt er als Güte an, um sich über sie zu erheben und ständig die Ausrichtung auf das Ziel zu halten.

Diese Anstrengungen müssen wir permanent unternehmen und versuchen, dass die Energie des Aufstiegs, die es uns erlaubt, die Zeit und die Mittel rational zu nutzen, auch beim Abstieg erhalten bleibt. Ja, es ist sehr schwer, doch wir sollten das zumindest versuchen. Auf diese Weise schalten wir nach und nach von den empfangenden Gefäßen ab und gehen zu einer anderen Arbeit über, während wir bereits in der Absicht und nicht in der Empfindung leben.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 11.10.2012



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Allgemeine Mobilmachung der Anstrengungen

Nur die Beharrlichkeit dabei, die Notwendigkeit der Einheit erkennen zu wollen, kann uns retten. Wir sollten damit aufhören, drumrumzuspielen, in der Hoffnung, dass sich etwas mit der Zeit ändert. Wir sollten damit aufhören, uns mit etwas anderem zu beschäftigen. Alle begleitenden Handlungen sind nur dafür da, um das Wichtigste – die Erkenntnis der Notwendigkeit der Verbindung – zu unterstützen.

Hier wird eine gemeinsame, ununterbrochene Anstrengung gefordert, bis wir Erfolg erzielt haben. Wir dürfen uns durch nichts davon ablenken und vom Kurs abbringen lassen. Alles, was wir tun, ist nur dazu da, unsere Anstrengungen bei der Verbindung zu verstärken. Wir brauchen Fürsorge von Herz zu Herz, bis wir Erfolg erzielt haben. Hier gibt es kein Nachgeben, und die Bedingungen sind bekannt: permanente Realisierung der Reshimot nach dem Prinzip „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Wenn wir das können, dann schaffen wir das, und wenn nicht, dann nicht. Das muss klar sein, wie das Ziel vor Augen, und alle müssen für dessen Erreichung mobil werden.

Es gibt Anfänger, die möglicherweise noch nicht ganz den Überblick haben und noch nicht verzweifelt haben; es gibt alte Hasen, die möglicherweise zu geschwächt sind und von der Macht der Gewohnheit übermannt wurden. Doch letztendlich müssen wir einander stärken. Ein Gebet kann sich nur um die Einheit handeln – anderenfalls wird es nicht erhört. Wenn wir nicht auf die Einheit, auf das gegenseitige Geben, auf das Geben an den Schöpfer ausgerichtet sind, dann ist alles andere „tödliches Gift“. Das muss gründlich geklärt werden.

Das Wichtigste ist unsere gemeinsame Fürsorge. Selbst wenn sie nicht in meinem Herzen wohnt, muss ich sie den anderen gegenüber zeigen. Selbst wenn ich im Moment vom Schöpfungsziel nicht besonders begeistert bin, muss ich es trotzdem vor den anderen spielen. Ich muss. Anderenfalls darf ich nicht in der Gruppe sein.

Das muss zu der wichtigsten Bedingung werden: Der Mensch befindet sich in der Gruppe, um auf dem Weg zum Ziel die Herzen der Freunde mit dessen Wichtigkeit zu stärken. Wenn er das nicht tut, hat er hier keinen Platz. Sollen lieber nur ein paar Menschen das Ziel erreichen – was nützen uns mehrere Millionen um uns herum, wenn sie nichts erreichen, wenn auf der materiellen Ebene keine spirituelle Kraft zu wirken beginnt?

Aus diesem Grund muss die Gruppe an jeden die Forderung stellen: „Entweder erfüllst du deine Pflicht bei der Stärkung der Freunde durch die Größe des Ziels, durch die Wichtigkeit der Einheit oder du gehst“. Genau so.

Was die Anfänger betrifft, muss ihnen diese Aufgabe ebenfalls erklärt werden, in dem Maße, in dem sie in der Lage sind, sie zu verinnerlichen. Denn wir haben nichts anderes.

Es vergehen Jahre, bis der Mensch in der einen oder anderen Form anfängt, diese Botschaft zu hören, wahrzunehmen. Doch wir haben bereits genug Erfahrungen, Kräfte, Wissen aus den Urquellen und Anstrengungen gesammelt, um uns an deren Umsetzung zu machen. Umso mehr, da die äußere Wirklichkeit es auch von uns verlangt.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 05.10.2012



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