Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ich wähle aus, herrsche aber nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich wählte tausend Male, dass in mir die Eigenschaft der Barmherzigkeit herrschen würde, und unveränderlich geriet ich in die Eigenschaft des Gerichtes. Ich bin schon satt davon. Wo ist das Problem?

Meine Antwort: Das Problem liegt darin, dass du nicht durch die Gruppe arbeitest und selber zurechtkommen willst. Anders gesagt, du willst an der Stelle der freien Wahl höchstpersönlich herrschen.

Aber das ist nicht möglich, weil du dich selbst unter der Gewalt einer der zwei Kräfte befindest: Bina oder Malchut – in der Regel Malchut.

Das mittlere Drittel von Tiferet ist die Stelle unserer Wahl, aber nicht unserer Macht. Hier entscheide ich, wer über mich herrschen wird. Auf jeden Fall: das werde nicht ich selbst sein, sondern etwas von außen. Und außen habe ich nur eine Auswahl – die Umgebung.

Mich kann „die Versammlung von Spöttern“ umgeben, wie in den Psalmen geschrieben steht, oder die Versammlung von Kabbalisten, d.h. von Menschen, die nach dem Schöpfer streben. Das ist eben meine Auswahl. Wenn ich mich an die richtige Umgebung anhefte, ziehe ich von dort die Kräfte heran, um mich vorwärts zu bewegen.

Ja, so einen schmalen Plattform für die Auswahl einer der zwei möglichen Umgebungen. Hier wird alles bestimmt; und das nicht nur einmalig, sondern ständig.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 19.11.2010



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Ein Marathon voller Freuden bedeutet eine fortlaufende Berichtigung

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll man tun, wenn man auf diesem Weg immer wieder neue Mängel an sich entdeckt, wie in einem Dauermarathon?

Meine Antwort: Seht darin ein Zeichen der Entwicklung! Es gibt Verbrecher, die auf ihre Verbrechen stolz sind – wir sollten von ihnen lernen und darauf stolz sein, dass wir es geschafft haben, Mängel an uns zu entdecken, dass wir Verbrecher sind! Wenn ich anfange, mich auf diese Weise zu sehen, um dem Ziel näher zu kommen, dann sollte ich mich darauf freuen.

Man könnte es mit einem Wissenschaftler vergleichen, der sich selbst erforscht und ständig entdeckt, wie viel er noch nicht weiß und was für ein riesiges Arbeitsfeld vor ihm liegt. Und er freut sich, dass er eine Möglichkeit zum Vorankommen und einen Ort zum Arbeiten und zum Forschen hat. Man muss das als eine Laborarbeit an sich selbst betrachten.

Du arbeitest wie ein Wissenschaftler, der Entdeckungen macht und Korrekturen vornimmt, und bewegst dich der Unendlichkeit entgegen, ohne den Bestimmungsort zu kennen, und entdeckst ständig etwas Neues. Man muss an diesen Prozess schöpferisch, kreativ herangehen – du erschaffst neue Welten, indem du sie enthüllst und aus zerbrochenen Teilen zusammensetzt!

Du willst aber schnell ein bisschen verdienen und in Rente gehen?! Solche Menschen enthüllen nicht die Spiritualität, sie ist nicht für sie bestimmt… Wir müssen hartnäckig wie wahre Helden sein.

Ein Held ist nicht derjenige, der einen anderen schlägt, sondern derjenige, der sein eigenes Ego zerschlägt – gerade dadurch, dass er alle unangenehmen Zustände überwindet und dank ihnen eine Möglichkeit findet, sich spirituell zu entwickeln und zu einem Menschen zu werden.

Ich verstehe, dass das Angst einjagt – es steht geschrieben, dass Moses Angst vor dem Pharao hatte. Er ist aus Ägypten geflohen und hatte Angst, dorthin zurückzukehren, bis er die Stufe von Bina erreicht hat, bis der Schöpfer sich ihm im „brennenden Dornbusch“ offenbart hat.

Es ist klar, dass wir ebenfalls Angst haben. Doch wenn du dich in der Gruppe befindest, kann sich dir kein Übel enthüllen, welches du länger als einen Augenblick fürchten müsstest.

Im ersten Moment bekomme ich Angst, wenn ich irgendetwas Unangenehmes enthülle, was ich nicht erwartet habe, in mir zu enthüllen. Doch wenn ich mit der Umgebung verbunden bin, begreife ich bereits im nächsten Augenblick, dass das ein Sprungbrett ist, welches mir hilft, einen Sprung in Richtung Ziel zu machen.

Und wenn du es nicht als zielgerichtet betrachtest, sondern anfängst, in diesem Übel herumzuwühlen und dich selbst zu quälen, dann hast du keine Verbindung mit der äußeren Kraft, mit der Gruppe.

Dir kommt dieser Weg zu lang vor, wie ein Dauermarathon? Doch dafür ist dir dein ganzes Leben gegeben! Du befindest dich in dieser Welt, um deine Korrektur zu beginnen und sie abzuschließen.

Denk nicht, dass du alles in ein bis zwei Jahren beenden und anschließend in der spirituellen Rente herumsitzen und das Leuchten der Schechina genießen kannst.

Es steht in der Tat geschrieben, dass die Gerechten das Leuchten der Schechina genießen, das geschieht aber, weil sie sich ständig in der spirituellen Arbeit befinden, indem sie ein dermaßen gewaltiges Gegenlicht, das Licht Chassadim, erheben, dass die Schechina ununterbrochen auf ihre „Köpfe“, auf ihre Absichten scheint.

Sie arbeiten unaufhörlich. Es steht geschrieben, dass „die Gerechten weder in dieser noch in der zukünftigen Welt Ruhe haben werden“.

Wie kann es sich um Ruhe handeln, wenn du geben willst? Es gibt keine größere Strafe, als die Unmöglichkeit zu geben – vergleichbar mit den Leiden einer Mutter, die ihr Kind nicht füttern darf. Das Geben ist die größte Belohnung. Darum suche nicht nach Ruhe…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 16.11.2010



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Eindrücke vom Kongress, 11.2010, T.3

Aus den erhaltenen Briefen mit Eindrücken vom Kongress:

…ich schreibe Ihnen, weil ich mich dieses mal nicht enthalten und schweigen kann!

DIESER KONGRESS WAR DAS UNGLAUBLICHSTE, MÄCHTIGSTE, ERSCHÜTTERNDSTE, DIE WAHRHEIT ENTHÜLLENDE UND HOFFNUNG GEBENDE EREIGNIS MEINES GANZEN vieljährigen LEBENS MIT DER KABBALA!

EINE RECHTFERTIGUNG VON UNENDLICHEM LEID: Alle vorige Kongresse waren für mich auch besonders, der eine warm, der andere bedeutend, usw. ABER HIER HABE ICH DAS GESPÜRT, WOVON SIE UNS ERZÄHLEN, vielleicht DURCH DEN KÖRPER, durch DEN GEMEINSAMEN PULS, GEMEINSAME TRÄNEN UND EIN VERLANGEN, eine nicht immer bewusste Empfindung seiner Anwesenheit, eben ZWISCHEN UNS…

NOCH NIEMALS UND NIRGENDWO HABE ICH GESPÜRT, dass WIR alle ZUSAMMEN MITEINANDER VERBDUNDEN SIND, UND DAS MAN DIES TATSÄCHLICH SPÜREN KÖNNTE – UND HIER WAR ES! – ich WUSSTE, OHNE DIES VERSTEHEN ZU KÖNNEN, alle die um mich herumstehen – DAS BIN ICH.

ES IST UNMÖGLICH DIES ADÄQUAT IN WORTE ZU FASSEN, ABER SIE HABEN NACH ALL DIESEN GEFÜHLEN IN DER LETZTEN KONGRESSLEKTION ALLES GESPÜRTE UND DURCHLEBTE AUSFÜHRLICHST ERKLÄRT!

Wie eine Wahrsagerin, WOHER WEIß SIE SO GENAU ALLES ÜBER MICH? Bis zur kleinste Nuance. Es ist auch klar, dass die Kraft des Kongresses nicht nur in dem dort erlebten liegt, sonder in unserem Erwarten und Streben, darin, dass die Menschen gesehen haben, wie die anderen, die sich neben ihnen befinden dasselbe wollen!

Dieses riesiges GEMEINSAME Verlangen – IN DEN AUGEN UND HERZEN VON ALLEN. Wie leuchteten die Gesichter, wie weinten die Menschen in dem Kongresssaal, jemand spürte, jemand anderes noch nicht, aber DAS WAR EIN SPIRITUELLES EREIGNISS VON EINER ENORMEN MACHT. Die Empfindungen DIESES GROßEN KONGRESSES WERDEN DIE MENSCHEN NOCH LANGE ERHALTEN… und nichts endete in diesem Saal… FÜR DAS ERLEBTE KANN ICH ALLES HERGEBEN!

ENORME LIEBE ERFÜLLTE DEN GANZEN SAAL, ALLE HERZEN, und es ist kein Problem wenn jemand das noch nicht spürt… das ist alles in uns drinnen.
Entschuldigen Sie bitte diesen Ausbruch…



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Eine Anleitung zum Konservieren des Egoismus

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Während der Brautnacht“: „Die Sitra Achra hat nur ein dünnes Licht des Leuchtens von Malchut. Dies wird als Schoresch [Wurzel] angesehen und ist ausreichend für das Fortbestehen der Klipot.

Diese Schoresch wird ebenso „ein dünner Faden“ genannt, gemeint ist eine dünne Wurzel der Sünden. Darüber steht geschrieben, „Am Anfang ist es einem Spinnennetz ähnlich, und später wird es zu Wagensträngen“.

Klipa bedeutet Kelim, die wir noch nicht in der Lage sind, mit der Absicht zu geben zu korrigieren. Die Rede ist von den stärksten und den wichtigsten Verlangen, in denen später, bei der Endkorrektur, die größten Lichter enthüllt werden.

Im Prinzip haben wir keine Chance, irgendetwas gegen das Verlangen zu genießen zu tun. Wir können nur dessen einzelne Teile sortieren und für uns entscheiden, mit welchen davon wir im Moment unter diesen oder jenen Bedingungen arbeiten können.

Was die anderen Verlangen betrifft, so sind wir verpflichtet, sie zu „konservieren“ und ständig den Schutz aufrechtzuerhalten, damit sie nicht ausbrechen und sich nicht auf uns stürzen.

Alle möglichen Hasser von Israel, sprich diejenigen, die das Bestreben direkt zum Schöpfer hassen, sind jene großen egoistischen Verlangen, die wir noch nicht korrigieren können. In der Tora werden sie als Völker der Welt bezeichnet, die Israel ständig keine Ruhe lassen.

Selbstverständlich begreifen wir, dass ihre Kriege Erweckung des Egoismus sind, die dem Menschen zugute kommen.

Dank ihnen spürt er immer besser seine unkorrigierten Verlangen auf und „tötet“ sie, sozusagen, d.h. findet in ihnen immer neue Teile, die er korrigieren und an sich, an die Benutzung um des Gebens willen anschließen kann.

Also müssen wir uns um die egoistischen Teile des Verlangens, die der Korrektur noch nicht unterliegen, kümmern. Wir müssen ihre Existenz aufrechterhalten und um derentwillen eine besondere spirituelle Arbeit durchführen.

Denn immerhin spüre ich sie in mir. Es reicht nicht, sie einfach abzuschalten und sie nicht zu benutzen – im Moment korrigiere ich sie dadurch, dass ich ihnen ein kleines Leuchten ermögliche, welches durch den Buchstaben Kuf (ק) gekennzeichnet wird, dessen unterer Teil bis unter die Zeile reicht, womit ein dünnes Leuchten bis zu den Welten von BYA und bis zu den Klipot, die sich dort befinden, durchdringt.

Genauso wird ein Kranker auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Ich tu nicht so, als ob ich diese Verlangen in mir nicht hätte, sondern akzeptiere im Gegenteil ihre Existenz und herrsche über sie. Also hängen sie von mir ab, denn ich erhalte einen kleinen Funken Leben in ihnen aufrecht.

Wir brauchen die Klipa, denn sie ähnelt der Schale, die die Frucht während ihrer Reifung schützt. Ohne diese Handlungen werden wir uns an die Korrektur von Malchut nicht machen können.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010. Das Vorwort.

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Vorbereitungen für die Arbeit von David

Frage : Wie zeigt sich die Geschichte von David und Bat – Sheva in der Gruppenarbeit.

Antwort : Eine berechtigte Frage. Wir arbeiten ja nicht an einem privaten Wunsch des Menschen, sondern an dem Wunsch,der in uns allen besteht. Gerade wurde er zerbrochen und nun müssen wir ihn korrigieren.

Jeder befindet sich im gemeinsamen Wunsch der Genüsse, in privater Selbstsucht, die überhaupt nicht berechnet wird.

In mir existieren Wünsche des tierischen, des pflanzlichen und des leblosen Niveaus, die der direkten Korrektur nicht nachgeben.
Sie werden, je nach dem Grad meiner Arbeit, auf der menschlichen Stufe korrigiert.

Wir müssen unsere Beziehungen korrigieren, die roten Fäden innerhalb unserer Verbindung. Unser gemeinsame Wunsch bringt jedoch auch die Darstellung des Bösen mit sich – unsere Absicht zu empfangen.

Alles andere lass in Ruhe – beschäftige dich nur mit dem Menschen in dir, mit Adam, der dem Schöpfer ähnlich (dome) sein soll.
Und alle übrigen Wünsche werden ihm automatisch folgen.

Aus diesem Grund liegt unsere ganze Arbeit in der Gruppe.
Malchut, Bat – Sheva sind ein gemeinsames, zerbrochenes Kli, das wir korrigieren und vereinen sollen.

Es kommt das Licht von AB – SAG und nimmt uns einen Teil des Lichtes weg – so geht Urija weg – d.h. das Licht Jud – Kej,
und es bleibt nur Waw – Kej, mit welchem man arbeiten kann.

Dann nimmt David den Teil des Seir Anpin, der für die Korrektur von Malchut vorbestimmt ist, und arbeitet damit.

Er stellt den Massach mit der Absicht zu geben dar, und korrigiert Bat – Sheva. Dadurch kommt er zum richtigen Sivug,
zur Einheit mit ihr, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, Vorwort, 18.11.2010

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Ich möchte den Machsom überqueren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Machsom ueberqueren, machen wir das gemeinsam oder jeder zu seiner Zeit?

Meine Antwort: Machsom ist eine potentielle Grenze. Wenn ich anstrebe, mich mit meinen Freunden zu verbinden und von der Trennung zwischen uns zu einer groesseren Verbindung kommen moechte, wenn ich mit all meiner Kraft diese Trennung vernichten moechte, aber dazu nicht in der Lage bin, rufe ich den Schoepfer zu Hilfe und ueberquere den Machsom.

Mit anderen Worten, mein Ego bleibt mir, abe ich erhebe mich darueber. Auf vorigen Etappen wollte ich das nicht wirklich und war mit seiner Existenz einverstanden.

So war es vor dem Machsom. Nach dem Machsom existieren zwei Verbindungsformen: Geben um des Gebens willen – Stufe von Bina, und Empfangen um des Gebens willen – Stufen Chochma und Keter.

Wo kann ich den Machsom umsetzen? Ich setze ihn in der Verbindung zwischen uns um. Und hier bin ich nicht von unseren äußeren Handlungen oder Sympathieäußerungen abhängig. Hier ist nur die innere Arbeit notwendig.

Ich bin verpflichtet, sich in unseren Wünschen zu verbinden, damit alle unsere Funken des Gebens sich zusammenschliessen. Sobald dies passiert, überquere ich den Machsom.

Aber alle unsere egoistischen Eigenschaften bleiben. Denn wir haben unser Ego noch nicht korrigiert, sondern haben uns darüber erhoben, in dem Versuch, unsere leidenschaftlichen Verlangen nach Spiritualität oder nach der Eigenschaft des Gebens zu vereinigen.

Und wenn unsere Funken des Gebens sind miteinander verbunden haben, ist das schon ein fertiges Gefäß für das Licht Chassadim, denn solch ein Gefäß hat die Eigenschaft Chafez Chessed (sich über dem Egoismus befinden). Dann beginnt der Mensch, das überall herrschende höhere Licht zu empfinden.

Unter dem Machsom erfuellt das gleiche höhere Licht die ganze Realität, aber wir empfinden es nicht. Und sobald sich unsere Punkte im Herzen zu verbinden beginnen, spüre ich in dieser Verbindung, in dieser Dichte, in der Kompression zwischen ihnen das alles erfüllende Licht. Und sie haben es schon entdeckt, sind zum Detektor des Lichtes geworden.

Wir befinden uns in dem gleichen Zustand. Wir müssen nicht zu anderen Galaxien, oder in höhere Dimensionen fliegen.

Das Licht befindet sich zwischen uns, und es fehlt uns nur an der Empfindsamkeit ihm gegenüber, an dem Sinnesorgan. Und je mehr wir uns einander mit unseren Herzen annähern, desto mehr enthüllen wir das Licht, das sich zwischen uns befindet. Wir kommen dazu im gegenseitigen Geben und wünschen uns, dass dies passiert…

Aus der zweiten Kongresslektion, 09.11.2010

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Die Nabelschnur so lang wie das ganze Leben

Die heutigen Kinder unterscheiden sich besonders von den vorangegangenen Generationen. Sie haben eine andere Wahrnehmung der Welt, die es vorher nicht gab: keine zweidimensionale, sonder eine in die Tiefe gehende.

Diese Generation ist bereit für die spirituelle Entwicklung und muss sie erhalten. Und wenn wir sie nicht gewährleisten können, dann bekommen wir solche Reaktionen wie Hyperaktivität, Grobheit und Ungehorsam zurück, weil ihnen das, was es in unserer Welt gibt, nicht genügt.

Sie brauchen wahrheitsgetreues Wissen darüber, in was für einer Welt wir leben, welches Ziel und auf welchem Wege wir erreichen müssen. Informationen über die spirituelle Welt nehmen sie auf eine leichte und natürliche Art und Weise auf.

Selbst wenn sie am Anfang einfach nur unsere Worte wiederholen, wie es den Kindern eigen ist, überprüfen sie später, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht. Während sie überprüfen, finden sie Fakten, die die Richtigkeit dieser Worte bestätigen, und zwar viel leichter, als wir es tun.

Während wir sie auf diese Weise erziehen, erziehen wir in erster Linie uns selbst, indem wir ein Beispiel für die Verbindung zwischen uns zeigen, nach der auch sie streben müssen. Weil Kinder und Eltern nach dem gleichen Ziel streben, durchlaufen sie die gleichen Zustände, die gleichen Entwicklungsschritte, befinden sich in der gleichen Welt, führen das gleiche Leben.

Unsere Kinder sind gleichberechtigte Teilnehmer aller Aktivitäten, die von den Erwachsenen veranstaltet werden. Sie wissen, wofür sie leben, was ihr Lebensziel ist, wie die Gesetze der Natur und der Gesellschaft sind, wie man nach ihnen leben soll.

Sie studieren das System, in dem sie leben, und beginnen die darin wirkenden Kräfte zu spüren, weil sie bereits von Anfang an zu der Enthüllung dieser Kräfte bereit sind.

Die Veränderungen kommen sehr schnell in ihnen zum Vorschein, innerhalb von einigen Monaten. Sie sind schlau, verfügen über Wissen und Können, ihr Potenzial zu nutzen. Die Demonstration ihrer Erfolge der Welt wird als die beste Verbreitung der Methode dienen, denn Erziehungsprobleme bewegen die ganze Gesellschaft.

Wollen wir hoffen, dass die virtuelle Schule, die wir vorhaben, in der nächsten Zukunft zu gründen, sich um die Bildung eines neuen Menschen kümmern wird.

Aus der 5. Kongresslektion vom 10.11.2010



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Die Schule als Leben, das Leben als Schule

Das Problem des modernen Bildungssystems besteht nicht darin, dass es Fachkräfte besser bzw. schlechter ausbildet, und sogar nicht darin, dass es Kinder nicht erzieht.

Das Problem ist viel größer: heute kommen Kinder mit einer Forderung nach der spirituellen Entwicklung zur Welt, darum wollen sie von Anfang an nicht das haben, was ihnen angeboten wird, und bleiben mit einer inneren Leere zurück.

Sie wissen nicht, wohin mit sich, verachten die sie umgebenden Menschen, weil die Erwachsenen nicht in der Lage sind, sie mit dem, was sie brauchen, zu versorgen. Sie wissen selbst nicht, was sie wollen, doch die Leere bleibt.

Deshalb treiben sie sich umher und versuchen, sich mit irgendetwas zu erfüllen. Das ist nicht ihre Schuld: das Leeregefühl in ihnen ist dermaßen groß, dass sie nichts dagegen tun können, außer es zu stopfen.

Da hilft keine Eliteschule – man muss das Wesen dieser Leere verstehen und sie entsprechend erfüllen.

Während der Unterrichte mit den Kindern unserer Studenten sehen wir, wie schnell und leicht sie den Lernstoff aufnehmen und ihn im Leben praktisch umsetzen.

Ihre Sichtweise wird konzentrierter und geht in die Tiefe, sie sehen, dass das, was ihnen beigebracht wird, richtig und gerecht ist. Indem sie diese Informationen aufnehmen, werden sie mit spirituellen Begriffen erfüllt.

Die Form dieser Unterrichte ist ebenfalls neu: kleine Gruppen, in denen Kinder zusammen mit dem Lehrer verschiedene Lebenssituationen, mit denen sie konfrontiert werden, sowie gegenseitige Beziehungen untereinander besprechen und klären. Sie sind sowohl Richter als auch Verteidiger in dem Prozess um das Verständnis der menschlichen und gesellschaftlichen Natur.

Bei einem solchen Unterrichtsaufbau erhebt sich der Lehrer nicht über sie, sondern hilft ihnen, das Leben zu erforschen. Ich hoffe, dass alle Kinder eine solche Erziehung erhalten werden.

Aus der 5. Kongresslektion vom 10.11.2010



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Die letzten Plagen des Pharao

Eine Frage, die ich erhielt: Nach dem Kongress habe ich eine gewisse Sperre – die Unfähigkeit, mich mit den Anderen zu verbinden und voranzukommen – empfunden. Vielleicht äußert sich die Enthüllung des Schöpfers auf diese Weise, und dieses Übel ist Seine Kehrseite?

Meine Antwort: Ja, der Pharao ist die Kehrseite des Schöpfers, die als „Hilfe gegen Ihn“ bezeichnet wird. Auf diese Weise hilft Er dir, und du darfst es nicht vergessen!

Wenn du dich schläfrig, niedergeschlagen fühlst, nicht in der Lage bist, auch nur die Hand zu bewegen, musst du daran denken, dass alle aufkommenden Probleme zielgerichtet sind, sie bringen dich zum Ziel! Du musst nur die Zähne zusammenbeißen und dagegen halten. Der Schöpfer ist derjenige, der dir ein Bein stellt. Er sagt: „Gehen wir zum Pharao, denn Ich habe sein Herz verbittert!“

Er selbst hat den Pharao noch grausamer gemacht und wird ihn mit jeder Plage immer unzugänglicher machen. Du kommst wie Moses zum Pharao, mit dem Schöpfer an der Hand, und kuckst von der Seite an, wie sie miteinander streiten. Was kannst du tun, wenn diese zwei Riesen – der gute und der böse – zusammenstoßen, und du stehst in der Mitte zwischen diesen beiden Naturkräften: der rechten und der linken.

Doch am Ende jeder Plage gibt der Pharao nach und willigt ein, dich aus dem Exil gehen zu lassen – das heißt, es eröffnet sich der Weg in die spirituelle Welt vor dir. Du willst ausziehen und merkst, wie der Pharao wieder an die Macht kommt, mit einer noch größeren Verbissenheit, und dir eine noch schwerere Arbeit und größere Probleme aufbürdet.

Und da vergessen wir, wie dieser ganze Prozess abläuft. Es ist sinnlos, gegen den eigenen Pharao zu kämpfen, und es lohnt sich nicht, mit den Freunden zu streiten. Wende dich an den Schöpfer! Denn Er gibt selbst zu, dass Er derjenige ist, der das Herz des Pharao verbittert hat. Er hat von Anfang an den Egoismus und die Tora als Mittel zu dessen Korrektur erschaffen. Wenn du ihn korrigieren willst, dann wende dich an den Schöpfer, und Er versorgt dich mit Waffen für diesen Kampf.

Solange du deinen Pharao nicht verbiegst, wirst du aus deinem Ägypten nicht ausziehen können! Das wird ständig in allen Gruppen vergessen, und es wird begonnen, miteinander zu streiten und einander zu richten. Das ist der Pharao, der sich zwischen uns drängt, damit wir uns in unseren gegenseitigen Beziehungen über den sich enthüllenden Egoismus erheben.

Am Anfang, wenn die Gruppe sich erst bildet, ist in ihr alles so wunderschön – man ist einfach gerührt, wie beim Hinschauen auf einen Säugling. Und dann beginnt dieser Säugling zu wachsen und seinen Charakter zu zeigen.

Wir müssen jedoch verstehen, dass hier alles richtig ist! So kommt unsere Natur zum Vorschein, und es werden noch große Probleme und schwere Schläge kommen. Genau das bedeutet die Enthüllung des Pharao.

Wie stark wir uns gegen ihn, gegen unseren gemeinsamen Egoismus verbinden, wird auch unseren Erfolg bestimmen. Und hier müssen wir zu allen Hilfsmitteln greifen: zum Schöpfer, zu den anderen Gruppen, zum Studium. Nur auf diesem Wege kommen wir voran!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 19.11.2010



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Von Geburt an auf dem Weg des Lichts

Die neue Generation sind nicht nur unsere Kinder, sondern auch wir selbst, denn um den Kindern eine neue Erziehung bieten zu können, müssen wir uns selbst erneuern, denn was werden wir ihnen sonst geben können?

Nur die Großen können an die Kleinen weitergeben und nicht hoffen, dass sie selbst irgendetwas erreichen – das wird niemals geschehen.

Für die Generationennachfolge ist ein wahres Ziel notwendig, welches von niemandem widerlegt werden kann. Dann werden die Kinder ihren Eltern folgen, und die Eltern werden etwas haben, was sie an die Kinder weitergeben können, im Unterschied zu der heutigen Situation, in der jede neue Generation die vorherige zurückweist.

Man muss die richtige Erziehung von dem Moment an der jungen Generation zukommen lassen, in dem sie anfängt, die Welt wahrzunehmen. Weil die Seele kein Alter hat, kann der Mensch direkt an die spirituelle Entwicklung anknüpfen, ohne den vorherigen Verderb durch den Egoismus durchlaufen zu müssen. Man braucht keine Märchen zu erzählen.

Deshalb kann man den Kindern alle Geschehnisse erklären, ohne auf das Alter zu achten, sondern sich direkt an die Seele wenden. Sie können das gleiche Material wie die Erwachsenen studieren, die gleichen Bücher, den Sohar eingeschlossen.

Nur so wird die junge Generation mit dem Wissen über das Gut und Böse aufwachsen können, ohne durch den Verderb und die darauffolgende Korrektur durchlaufen zu müssen.

Aus der 5- Kongresslektion vom 10.11.2010



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