Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Einzelgänger hat nichts, womit er zum Schöpfer kommen kann

Wenn man über „die Gebote“ spricht, dann meint man die Wünsche, die mich mit anderen Menschen verbinden. In mir gibt es 613 (ТARIJAG) solcher Wünsche, die mich mit allen verbinden, und die ich mit Hilfe des Lichtes korrigieren muss, das zur Quelle zurückführt (das die „Tora“ heißt).

Wenn ich nicht an der Vereinigung mit meinem Nächsten arbeite, dann habe ich nichts, was ich korrigieren kann. Ein einzelner Mensch hat nichts, womit er zum Schöpfer kommen kann, er hat nichts, außer dem spirituellen Funken und den tierischen Wünschen, die man nicht korrigieren muss. Wenn du korrigiert werden willst, dann sollst du die Rissstelle finden, den Ort des Zerbrechens – und er befindet sich nicht bei dir! Ein Mensch kann nicht zerbrochen werden, hierfür sind mindestens zwei notwendig. Deshalb sind alle 613 Wünsche, die wir mittels des Lichtes korrigieren, das zur Quelle zurückführt – die Korrektur unserer zerbrochenen Beziehungen.

Und das Licht, das diesen verbindenden Raum zwischen uns ausfüllte und unsere Verbindung festhielt, ist verschwunden, wir müssen es jetzt heranziehen. Wenn das Licht kommt, dann korrigiert es zuerst die Stelle unserer Verbindung und füllt sie später aus.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 21.11.2010



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Der tiefe Start

Eine Frage, die ich erhielt: Ich befinde mich im Fallen seit dem Ende des Kongresses. Ich befürchte, ich habe das Streben zum Geben verloren.

Ich arbeite in der Gruppe, aber fühle, dass sie mir nicht hilft, sie stört mich sogar. Ich denke über eine Pause nach, um den Wunsch wieder zu enthüllen. Sind meine Überlegungen richtig?

Meine Antwort: Welchen Wunsch wirst du öffnen, wenn du weggehst? Den Wunsch, in die Bar zu gehen oder den Fußball anzuschauen? Wir bekommen das spirituelle Bedürfnis nur von der Umgebung. Wenn du die Gruppe verlässt, dann wirst du dich in die genau entgegen gesetzte Richtung begeben.
Es ist über die Offenbarung des Egoismus gesagt: dort, wo die Gerechten gehen werden, fallen die Sünder. Es ist dein Dilemma eben: zum Gerechten oder zum Sünder zu werden.

Die Verhüllung, die nach dem Kongress erfolgte, hat in dir einen neuen, starken egoistischen Wunsch gezeigt, der für die Korrekturarbeit vorbestimmt ist.

Und du willst dieser Arbeit entlaufen, anstatt neu zu starten, wobei genau das notwendig ist.

Wir kommen immer nur dann voran, wenn wir die neuen, beschädigten Teile des Wunsches der Genüsse offenbaren. An dieser Stelle muss man nur die Verbindung zum Ziel bemerken.

Dieser beschädigte Teil entfernt mich in Wirklichkeit nicht vom Ziel, sondern ermöglicht mir hingegen, vorwärts zu gehen, wenn ich ihn zur Korrektur mit schleppen werde.

Folglich erprobe ich die schlechten Empfindungen, die Finsternis und die Hilflosigkeit. Ich fühle die Schwere und die Gleichgültigkeit, alle flammenden Reden trüben sich. Was ist zu machen? Wie kann man jetzt nicht weglaufen?

Hier wird die Gewohnheit, die Verpflichtung, die geführte Ordnung helfen. Meine Bemühungen sammeln sich in den großen Besitz an. Somit darf man niemals vom Weg abgehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 21.11.2010



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Über die kulturellen Unterschiede

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin ein Musleme und studiere Kabbala einige Monate lang. Kann ich weiterhin die Gesetze meiner Religion beachten und die Seele korrigieren?

Meine Antwort: Die Kabbala entstand vor dem Judaismus, Christentum und Islam. Die Tora erzählt uns, wie Abraham „die Geschenke“ an die Söhne der Konkubinen gegeben hat und sie in Richtung Osten schickte, womit der Anfang von den östlichen Lehren gelegt wurde. Alles stammt aus einer Quelle.
Der allgemeine Wunsch teilt sich in eine Menge der Einzelteile, wobei jeder Teil seinen eigenen Weg der Korrektur geht. Einige können ihn sofort beschreiten – sie haben die Gruppe gebildet, die Abraham aus Babel herausgeführt hat.

Alle übrigen Teile wurden in der Welt zerstreut, und jeder kommt auf eigene Art voran, den eigenen Eigenschaften entsprechend.

Die Mittel ihres Aufstiegs sind verschiedene Religionen, Glauben und Kulturen. Dabei bereitet es keine Probleme, gleichzeitig in der eigenen Konfession zu bleiben und den spirituellen Weg zu gehen. Baal HaSulam schreibt in seinen Werken über die letzte Generation:

„Die religiöse Form des Lebens aller Völker soll ihre Vertreter zum Geben verpflichten, nach dem Prinzip „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Dies ist die allgemeingültige Religion für alle Völker.
Somit kann jedes Volk seiner Religion und Tradition folgen, und es ist nicht nötig, sich in die Religion des anderen Volkes einzumischen“.

Mit anderen Worten, man muss sich nicht in die Beschaffenheit der Völker und deren Kulturen einmischen. Lass sie in Ruhe, denn die Menschen brauchen das. Dieser „Territorium“ hat nichts mit der Spiritualität zu tun. Je nach dem Aufstieg verwandelt er sich für den Menschen in die kulturelle Plattform, in die Tradition, die ihn weiterhin nicht stört.

Wenn ich über meine Natur aufsteigen will, um mit allem vereinigt zu werden, dann erscheinen sogar die Wechselbeziehungen der Religionen in einem anderen Licht. Als Mosleme verstehe ich plötzlich, dass ich zum Ziel sogar mit dem Christen zusammen gehen kann.
Denn was kann uns daran hindern? Jeder hat sich an die häusliche Küche gewöhnt, die niemand wegimmt. Wie Baal HaSulam schreibt, kann jeder in der eigenen Religion bleiben, und hier hat niemand das Recht, sich darin einzumischen, weil das nichts mit dem spirituellen Weg zu tun hat.

Im Endeffekt stellen die Religionen die Kultur in unserer Welt dar, die Tradition, die von vornherein der Natur verschiedener Teile, die Malchut entspricht, sowie mit der Wurzel der Seele übereinstimmt.

…Vor kurzem, lasen wir den Wochenabschnitt der Bibel über Abraham, der nach der Verordnung des Schöpfers, seinen einzigen Sohn Izchak aufopfern sollte, aber im letzten Moment, auch nach der Verordnung des Schöpfers, das Zicklein geopfert hat.
Das Opfer – hebräisch „Kurban“, kommt vom Wort „Karov“ – die Annäherung (die rechte Linie Abraham opfert seine Selbstsucht, Kurban, seine linke Linie Izchak auf, und nähert sich dem Schöpfer an – Karov).

Und wir hören, wie die Moslems den Feiertag Kurban feiern, weil Ibrahim, nach dem Willen Allahs, anstelle Ismael den Bock aufgeopfert hat. Allah kommt vom Wort Alla, Elion, der Höhere.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 21.11.2010



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Sich an die Quelle anzuschließen

Der Kontakt mit dem Lehrer und mit der Gruppe gibt uns die Möglichkeit allmählich die Beziehung zum Schöpfer an den Tag zu bringen.

Dabei arbeitet man mit der Gruppe direkt, und was den Lehrer betrifft – man muss ständig die Wichtigkeit seiner Worte, seiner Absicht erhöhen. Anderenfalls kann man das erwünschte Ziel nicht erreichen.

Hierfür ist nicht nur die theoretische Forschung, sondern auch die praktische Realisierung wichtig, die bis jetzt „klemmt“.

Und außerdem soll sich der Schüler vor der Verachtung der Gruppe und des Lehrers hüten. Denn sie gibt ihm zweifellos keine Möglichkeit voran zu kommen, wirft ihn für die Jahre zurück. Ich bedauere sehr, wenn ich solche Fälle sehe.

Die Verachtung selbst ist natürlich, aber wenn der Mensch dagegen nicht kämpft, dann ist das ein großes Problem. Hier gibt es die Möglichkeit für die Analyse, denn das Maß der Verachtung zum Lehrer und zur Gruppe, ist auch ein Maß der Verachtung zum Schöpfer. Nur, im Falle des Schöpfers ist sie verborgen.

Wenn der Mensch gegen die Verachtung nicht kämpft, sie nicht überwindet, dann kommt er nicht voran, so dass es manchmal schade ist, dass er sich überhaupt hier befindet. Denn es scheint ihm so zu sein, als ob er vorankommt, und außerhalb der Gruppe hätte er verstanden, dass er vom Weg abgekommen ist. Dann würde er sein Fehler begreifen und auf den Kurs zurückkehren.

Die Verachtung – ist das schlimmste, was passieren kann. Es ist schade um die Menschen, die dadurch auf Abwege geraten. Wir sind so zusammengebunden, dass zu ihnen nur durch mich der ganze Überfluss kommt. So ist die spirituelle Welt geschaffen: ich bekomme von meinem Lehrer, und sie – von mir.

Man darf nicht die Verachtung der Quelle zulassen. Im Gegenteil, muss man die Quelle mit dem Herz und der Seele anstreben. Ich sage es, weil wir anders das Erwünschte nicht erreichen werden. Hierfür sind die gegenseitige Arbeit und die erstarkende Einheit notwendig.

Es wird immer mehr gezeigt werden. In den vorigen Jahren waren wir nicht so fest miteinander verknüpft, verstanden nicht, dass wir unsere Seelen verbinden sollen. Und unsere jetzigen Zustände verpflichten uns immer mehr dazu.

Üblicherweise werden die Probleme, Schwierigkeiten, Abkühlung und Missachtung weiterhin bestehen. Wir sollen an diesem „Material“ arbeiten und darüber hinaufsteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Gespräch über Baal HaSulam, 19.11.2010



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Die Schöpfung stellt dem Schöpfer Bedingungen

Die Welt der Einschränkung ist Malchut, die sich einschränkt und sagt: „ich will nicht mehr empfangen – ich will nur geben! Ich bin bereit zu empfangen nur wenn ich das um des Gebens willen tun kann und mich somit dem Schöpfer, dem Licht angleiche!“

Das ist ihre Bedingung, und wir haben keine Wahl wir müssen damit zustimmen, wenn wir mit dem Schöpfer, mit dem höheren Licht gemeinsam sein wollen.

Ich befinde mich jetzt in dem Zustand, wo ich bereit bin vom Schöpfer alles zu empfangen: gib es mir bitte, je mehr umso besser! So sagt mein Egoismus, mein Verlangen zu empfangen.

Deshalb sehe ich den Schöpfer nicht, denn zwischen uns steht die Malchut der Welt der Unendlichkeit, das ganze enorm eingeschränkte Verlangen. Deshalb, ich sehne mich zwar sehr danach, aber bekomme nichts!

Nur unter der Bedingung, dass ich mit der Einschränkung einverstanden bin und ich werde bereit sein eine Mauer vor mir zu errichten, so dass es mich nicht mehr besorgt, wie viel Licht zu mir vom Schöpfer kommt, ich bekomme ja nichts für mich, in diesem Maß beginne ich zu spüren, dass jemand vor mir steht.

Wenn ich mich bis zu solchen Zuständen entwickle, wenn ich außer der Ersten Einschränkung (Zimzum Alef, Z“A) auch den antiegoistischen Schirm für zehn Gramm habe, denn für diese zehn Gramm wird sich mir der Schöpfer offenbaren und mir mit diesen „zehn Gramm“ des Lichtes, des Lichtes, welches Nefesch heißt, leuchten.

Wenn mein Schirm (Verlangen zu empfangen) bis zur einem Kilo sich vergrößert, offenbart sich der Schöpfer mit dem Licht von „einem Kilo“ – mit dem Licht Ruach. Und so werden die spirituellen Stufen gemessen. Ich muss immer unter der Einschränkung und unter dem Schirm bleiben – das macht mich dem Schöpfer ähnlich.

Aus einem Unterricht von Rabasch „Erklärung zu Pticha“, 19.11.2010

 



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Stehe auf, das Licht komm

Das Licht korrigiert das Kli sehr einfach: es kommt und richtet sich darin ein. Und das Kli wird sofort „gehorsam“.

Wir werden auch jetzt von Lichtern gelenkt. Wir können klug oder dumm sein, gut oder böse – das alles macht das Licht. Es wirkt auf jeden ein, entsprechend seinem Programm. Wir befinden  uns im Meer des Lichtes, seine Wellen erheben uns, werfen uns nach unten und vermischen uns miteinander.

Und deshalb sind die Offenbarung des Schöpfers, das Öffnen des Lichtes, die Eigenschaft des Gebens, die Beziehung zwischen uns – ein und dasselbe. Das Licht – das ist eben die Korrektur. Wenn es kommt, dann bist du dazu „verurteilt“ und unfähig, anders zu handeln. Folglich begreifst du, dass in dir das Licht herrscht und alle deine Handlungen hervorruft.

Es ist eben deine Verbindung mit dem Schöpfer: Er befindet sich in dir, und du fühlst, wie Er innerhalb aller deiner Wünsche wirkt  dich lenkt. Und du stimmst Ihm zu

Und dann, neben den Punkten, welche schon an deinem Parzuf anschlossen sind, enthüllst du die neuen Punkte und bittest das Licht um  Hilfe, mit ihnen vereinigt zu werden. Somit erfolgt eine Reihe der Korrekturen – immer nach deiner Bitte.

Aus dem Unterricht: Gespräch über Baal HaSulam, 19.11.2010



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Die wahren Lügen

Ich muss mich „mit aller Kraft“ mit den Freunden verbinden und ständig zum Gedanken daran zurückkehren, dass alles allein durch die Verbindung erreicht wird.

So muss unser gemeinsames Gruppenbestreben sein – eine Einheit von Verlangen, die auf den Schöpfer gerichtet sind.

Wenn sie sich vereinen, werden sie zu einem gemeinsamen Verlangen, welches auf den Schöpfer, auf die Eigenschaft des Gebens gerichtet ist – damit sie sich enthüllt und in uns herrscht. Danach sollten wir uns scheinbar streben, darum sollten wir scheinbar bitten.

Durch dieses „scheinbar“, das von allen Seiten um mich herum sprudelt, werde ich von einem echten Verlangen durchdrungen. So ist das Gesetz des Einflusses der Umgebung.

Und dann beginnt jeder, nachdem er sich von der Umgebung mit Begeisterung angesteckt hat, zu schreien. Selbst wenn es nicht aufrichtig ist, reicht es dennoch aus, um das Licht anzuziehen, das zur Quelle zurückführt.

Wir können nicht aufrichtig schreien. Wenn wir das könnten, würden wir uns bereits in der spirituellen Welt mit dem richtigen Verlangen befinden.

Deshalb schreien wir nicht aufrichtig, und das umgebende Licht ergießt sich dennoch auf uns und bringt uns das, worum wir künstlich bitten. So eine Art Spiel nach Vereinbarung: „Wenn du so aufschreist, als ob du das wollen würdest, werde ich das tun“.

Ich muss mir jedoch mit aller Kraft, so aufrichtig wie möglich, den korrigierten Zustand vorstellen. So werde ich von lo liSchma zu liSchma kommen.

Auf den spirituellen Stufen reagiert das Licht selbst auf eine unechte Bitte hin. Sie wird als Bitte um die Korrektur bezeichnet: ich bin verdorben, und ich bitte darum, dass der Schöpfer mich korrigiert. Ich bitte ungern darum – gerade aufgrund meiner Verdorbenheit.

Genau hier ist der Übergang von dieser Welt zur spirituellen Welt enthalten. Unter dem Machsom bin ich nicht in der Lage, aufrichtig zu bitten, bin jedoch zu den Anstrengungen in Richtung Vereinigung bereit.

Somit erfülle ich die Vereinbarung – ich führe eine Handlung aus, die mit dem Licht beantwortet wird. In unserer Welt baue ich eine Situation, eine Verbindung auf, entsprechend welcher ich die Gegeneinwirkung der spirituellen Welt erzeuge.

Das gleiche Prinzip wirkt auch beim Aufstieg entlang der materiellen Stufen. Doch hier geht es um die qualitative Umwandlung meiner Natur, wenn die Eigenschaft des Gebens kommt und in mir zu herrschen beginnt.

Aus einem Unterricht nach dem Gespräch von Baal HaSulam vom 19.11.2010



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Die Welt ist ein Röntgenbild von dir

Die Arbeit in der Gruppe findet auf zwei Ebenen statt: 1) die Wichtigkeit der Gruppe, der Freunde bzw. die Wichtigkeit des Schöpfers (was ein und dasselbe ist) und 2) die eigene Nichtigkeit im Vergleich zu der Gruppe und dem Schöpfer.

Wenn ich mich auf diese Weise ausrichte, bekomme ich das richtige Verlangen, mit dem ich mich annullieren und in die Gruppe einordnen kann.

Und in dem Augenblick, in dem ich mich dort wie ein einziger Punkt einordne, beginne ich mich wie ein spiritueller Embryo zu fühlen, der in das Licht, welches die Gruppe erfüllt, eingetaucht ist.

Die Gesichter der Freunde, die wir um uns herum sehen, sind nicht die „Gruppe“. Die Gruppe ist das allgemeine Verlangen der Seelen, die miteinander verbunden sind und mir als ein Ort, an dem ich den Schöpfer treffe, gegeben wurden.

Und in Bezug auf diesen „Ort“ muss ich arbeiten, denn ich bin ein Verlangen/Gefäß und dieser Ort ist ebenfalls ein Verlangen/Gefäß, und mit diesem Gefäß arbeite ich, um mich ihm anzuschließen, mich daran anzuheften, mich auszudehnen. Ich kann damit arbeiten, denn wir haben die gleiche Natur!

Mit dem Schöpfer kann ich aber nicht arbeiten, denn Er ist das Licht. Das ist jene Eigenschaft, die ich innerhalb unseres gemeinsamen Gefäßes („Ortes“) in dem Maße enthülle, in dem ich mich da einbringe und mich daran beteilige.

Im Moment kommt mir dieser Ort wie mit einzelnen Teilen/Seelen gefüllt vor. Doch wenn ich den wahren inneren Zustand erkennen würde, würde ich sie alle als besondere Seelen und spirituelle Parzufim sehen, die durch ein gemeinsames verbindendes Netz – ein gemeinsames Verlangen – vereint sind.

Ich muss meine Haltung ihnen gegenüber ändern (das heißt, es ist meine Korrektur!), um sie vereint zu sehen. Die Gruppe ist Malchut der Welt der Unendlichkeit. Es gibt keinen einzelnen Menschen auf der Welt, der nicht mit den anderen verbunden wäre und sich nicht am Ende der Korrektur befinden würde.

Im Moment sehe ich jedoch nur wegen meiner verdorbenen Sichtweise eine andere Welt, wie geschrieben steht: „Jeder urteilt nach seinen eigenen Mängeln“.

Wenn ich von ihnen eine größere Begeisterung und Energie zum Vorankommen verlange, richte ich mich an mein eigenes Spiegelbild!

Der Schöpfer hat die ganze Welt, die wir vor uns sehen, auf diese Weise erschaffen – das ist eine Kopie von mir, mit der ich arbeite. In dem Maße, in dem ich von der Gruppe verlange, zu arbeiten und uns zu verbinden, wirkt sie ihrerseits genauso auf mich ein.

Im Grunde genommen arbeite ich mit mir selbst, als ob ich vor dem Spiegel stehen und mir selbst Grimassen schneiden würde!

Zu diesem Zweck hat der Schöpfer meine Wahrnehmung der Welt aufgeteilt: in mich und alles, was sich außerhalb von mir befindet, damit ich eine Möglichkeit habe, zu arbeiten und eine innere Empfindung zu erlangen.

Ansonsten könnte ich Ihn niemals wahrnehmen – ich würde noch nicht einmal verstehen, dass es außer mir noch jemand anders geben könnte…

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar haKavanot“ vom 21.11.2010



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Tore zur Hölle

Das Buch Sohar. Vorwort; Artikel „Während der Nacht der Braut“: „Bei der Rückkehr haben sich unsere Sünden gesühnt und wurden zu Fehlern, denn es bleibt noch ein dünner Faden, der uns zu dem bösen Gedanken führen kann…

Für David wurde die Sünde zu einem Fehler… Aber die anderen sollen Angst haben, denn sie werden vor dem Engel nicht sagen können, dass dies ein Fehler war und kommen in die Hände von Duma in die Hölle“.

Wenn wir einen Teil von Malchut korrigieren, dehnt sich von ihr immer ein dünner Faden zu den Teilen aus, mit denen wir noch nicht arbeiten können.

Wir müssen ihnen eine Nahrung, ein Recht auf Existenz geben, damit wir sie später korrigieren können.

Diese Verbindung lässt einen Anker für den Egoismus, sie ist wie die Tore zur Hölle, durch welche man plötzlich in die egoistische Absicht eintauchen kann. Gerade hier verbirgt sich das Problem.

Sind wir in der Lage, dem Verlust des Schirmes vorzubeugen, und nicht um des Empfangens Willen zu genießen? Denn dann verschwinden die Lichter und wir bleiben in der Dunkelheit der „Hölle“.

Können wir ein so winziges Teilchen des Egoismus behalten ohne diese Tore dabei öffnen zu müssen und es mit einer minimalen Beleuchtung zu versorgen, die es für die Existenz braucht?

Das Buch Sohar erzählt uns wie wir das machen können. So korrigieren wir unsere Fehler, wobei die Sünden nur auf der letzten Etappe unserer Arbeit korrigiert werden können.



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Wir müssen nicht auf den nächsten Kongress warten

Eine Frage die ich erhielt : Ich spüre das wir die Geschwindingkeit beschleunigen, und unsere Verbindung
auf ihre wahre Grösse erheben können. Wie genau, machen wir das ?

Meine Antwort : Wir warten nicht auf den nächsten Kongress. Jetzt müssen alle Risse, alle Entfernungen überwunden werden.
Jeder muss in sich selbst jenen Platz zur Verfügung stellen, an dem unsere Wünsche sich verbinden, und eben genau darin enthüllen wir die spirituelle Welt, den Schöpfer !

Aus allen gemeinsamen Anstrengungen heraus, sich mit unseren Verlangen, mit unseren Punkten in den Herzen zu verbinden und auch von der Forderung dass sich zwischen uns der Schöpfer enthüllt und uns verbindet, wird es geschehen. Dafür mùssen wir nicht auf einen Kongress warten.

Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Das Ziel der Religion und ihr Wesen“, 21.11.2010



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