Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Dunkelheit vor der Enthüllung

Frage: Welche Erscheinung, die mit dem Menschen unmittelbar vor der Enthüllung geschieht, ist die charakteristischste?

Meine Antwort: Die Dunkelheit… Er fühlt, dass er den neuen Brennstoff, die neuen Anregungen braucht, weil alle alten schon erschöpft sind. Dieser Zustand offenbart sich ihm jetzt.

Er sieht das Spirituelle im widergespiegelten Licht des Höheren Parzuf, im ACHaP des Höheren, der es ihm vor Augen führt. Als ob er sich in den Händen des Höheren befinden würde. Folglich soll er bis zur gleichen Stufe wachsen und alles annehmen, d.h. die Hände des Höheren zu verlassen, um alles selbständig zu erreichen.

So geschieht es jedesmal, auf jeder neuen Stufe: zuerst der kleine Zustand (katnut), und später der große (gadlut).

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum TES“, 17.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Es ist an der Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen

Die Forderung nach der Erreichung der  gegenseitigen Verbindung bedeutet nicht, dass ich lerne, dass ich meine Mitmenschen nicht betrügen darf, dass ich alle anlächeln soll und niemandem schaden darf. Die integrale Bildung muss ganz ernst genommen werden. Die ganze Natur ist ein geschlossenes System, das zum Gleichgewicht strebt. Wenn es an einer Stelle kalt und an einer anderen warm ist, setzt die Bewegung von Luftmassen ein, die zum Temperaturausgleich führt. Wenn der Atmosphärendruck einerorts größer und anderenorts kleiner ist, entsteht der Wind, der den Druck ausgleicht.

In unserem Körper sind alle Systeme ebenfalls ausgeglichen, und wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, fühle ich mich sofort schlecht und krank. Alles muss ausbalanciert sein. Doch der Mensch in unserer Welt lebt nicht in Harmonie mit der Natur. Die ganze Natur befindet sich im Gleichgewicht, außer dem Menschen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe befinden sich in Harmonie mit der Natur, weil sie von natürlichen Instinkten gesteuert werden und keine Willensfreiheit besitzen. Sie verhalten sich so, wie die Natur es ihnen diktiert. Der Mensch jedoch besitzt die Freiheit und wütet in all seinen Wünschen und Gedanken. Seht nur, was er mit diesem armen Planeten gemacht hat.

Aus diesem Grund sind wir an einer Krise angelangt. Jetzt müssen wir verstehen, dass der Grund für die Krise in unserem Ungleichgewicht mit dem allgemeinen geschlossenen Natursystem liegt. Und das schließt nicht nur die Ökologie, sondern alle zwischenmenschliche Beziehungen mit ein. Wenn wir unsere Beziehungen zueinander korrigiert haben, bringen wir die ganze Natur  ins Gleichgewicht. Dadurch ergänzen wir die menschliche Stufe und führen die Natur zur Harmonie.

So ist das allgemeine Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften, das Gesetz des Gleichgewichts aller Kräfte. Und wir, die menschliche Gesellschaft, verletzen dieses Gesetz beim Bestreben etwas an  uns zu reißen und beim Kampf gegen die Anderen. Wir haben die Welt zu einem Kampffeld, zu einem ununterbrochenen Krieg, in dem wir die Natur und uns selbst vernichten, verwandelt. Wie lange soll es noch so weitergehen?

Wir haben diesen Krieg Tausende von Jahren geführt und haben nun eine Grenzlinie erreicht. Die Natur zeigt uns, dass wir uns nicht im Gleichgewicht mit ihr befinden – das lässt sich überall erkennen: in der Umwelt, in der menschlichen Gesellschaft, in der Bildung, in der Kultur, in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und in der Finanzwelt. In allem, womit sich der Mensch beschäftigt, befinden wir uns im Ungleichgewicht mit der Natur und miteinander. Das Ergebnis ist die allgemeine Krise. Niemand in der Welt weiß, wie sie gelöst werden kann.

Ich betrachte das Problem im Gazastreifen als einen Teil des allgemeinen weltweiten Problems. Denn in jedem Fall kehrt dieses Problem mit den Nachbarn in ein paar Jahren zu uns zurück, und in einem Jahr werden sie noch mehr Raketen als zuvor haben. Wenn wir dieses Problem endgültig lösen wollen, so müssen wir das Problem an der Wurzel packen. Lasst uns darüber nachdenken, welche Zukunft wir unseren Kindern bereiten. Deshalb müssen wir noch tiefer zu den Wurzeln vordringen, um  zu klären, ob das Problem zu lösen ist oder nicht. Das alles ist ein globales Problem mit dem Mangel an Gleichgewicht in der ganzen Welt, so auch in Israel. Und dieser Mangel an Gleichgewicht kann nur durch unsere gegenseitige Verbindung miteinander, die als gegenseitige Bürgschaft bezeichnet wird, korrigiert werden.

Das ist der Grund, warum wir diese Methodik, die auf den authentischen Quellen basiert, entwickelt haben und sie für alle anbieten. Sie erfordert kein Geld und keinen großen Kraftaufwand, ihr müsst lediglich auf die Internetseite http://www.arvut.org gehen und beginnen, sie zu lesen und zu lernen. Meldet euch bei uns und wir helfen euch bei allem! Und ihr werdet sehen, wie ihr in ein paar Wochen beginnt, die Welt umfassender und tiefer zu sehen, durch sie hindurchzublicken. Ihr werdet verstehen, was in der Welt geschieht, nach welchen Gesetzen sie in Wirklichkeit funktioniert. Das ist genau das, was allen großen Menschen, den Politikwissenschaftlern und Soziologen, fehlt – ihr werdet viel vorausschauender sein als sie.

Und dann wird euch klar, dass es wirklich eine Lösung für dieses irrationale Problem unserer Existenz auf dieser Erde gibt. Die inneren Prozesse innerhalb der israelischen Gesellschaft werden nicht die Raketen an sich, sondern die, die sie abfeuern, beeinflussen.

Auszug aus dem ersten Gespräch „Die Lösung liegt in der Vereinigung“, 18.11.2012

 



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Der Amoklauf in Connecticut

Ich betrauere alle Opfer und tue das mehr als alle anderen, weil ich mich wie ein Mitschuldiger fühle, ich nehme mich als verantwortlich für das wahr, was passiert ist. Immerhin ist dieses Vorkommnis eine Folge unserer Gleichgültigkeit darüber, wie unsere Kinder aufwachsen und der Tatsache, dass sie gewalttätige Mörder werden… Wir sind schuldig; das Bildungssystem und ein Mangel an Erziehung ist schuld. Wann werden wir verstehen, dass Kinder nicht nur lesen und schreiben lernen sollen, sondern dass wir Menschen aus ihnen machen und sie erziehen müssen? Der Mangel an integraler Erziehung wird immer offensichtlicher werden, aber wie viele ähnliche Fälle müssen geschehen, bevor wir beginnen, zu handeln!



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Das Gebot der Liebe

Nowosibirischer Kongress, Lektion 4

Frage: Was bedeutet, den Schöpfer zu erfreuen?

Meine Antwort: Den Schöpfer zu erfreuen, Ihm Genuss zu bereiten, Ihn zu lieben – das alles sind sehr schöne Worte. Wie kann man aber irgendeine Kraft lieben, selbst wenn sie ewig ist und alles lenkt? Diese Worte werden von den Menschen ausgesprochen, damit sie sich darauf einstimmen können.

Nur durch die Nächstenliebe können wir die Liebe zum Schöpfer erlangen.

Im Artikel „Ein Gebot“ gibt es einen Hinweis darauf: du sollst die Liebe zum Schöpfer erreichen. Wie kann man aber die Liebe befehlen, oder sich dazu verpflichten? Es ist nur dann möglich, wenn wir an der Nächstenliebe arbeiten, die allgemeine Masse unserer Bestrebungen schaffen, wenn wir die allgemeine Verbindung oberhalb der Selbstsucht aufbauen, und sie mit unserer gegenseitigen Liebe bedecken. Wie gesagt ist: „Alle Versündigungen wird die Liebe bedecken“.

Wenn wir die Eigenschaft der allgemeinen gegenseitigen Verbindung aufbauen, und uns an alle richten, damit sie die Liebe in sich entwickeln, dann bildet sich in unserer inneren Selbstsucht eine ganz neue Struktur: die gegenseitige Verschmelzung, der gegenseitige Einschluss.

Liebe bedeutet, dass ich deine Verlangen nehme und mich um sie kümmere, ich denke nur daran, wie sie zu erfüllen sind – und du denkst an meine Verlangen, und so weiter. Liebe bedeutet, die Verlangen der anderen anstelle der eigenen zu erfüllen, wobei man sie für dieses Ziel verwendet.

Wenn ich in meinem Inneren solche Bedingungen schaffe, dann baue ich in mir dadurch einen Gefäß auf, das für das Geben arbeitet. Dieses allgemeine Gefäß, das wir zusammen erschaffen, beinhaltet unsere allgemeine, summarische Komponente, die wir als „die Liebe des Schöpfers“ bezeichnen.

Wir beginnen nicht nur das allgemeine Gefäß, die Beziehung und die Liebe zu den anderen Menschen, das Geben zu empfinden, sondern wir empfinden auch, was uns selbst dabei erfüllt. Diese Empfindung heißt der Schöpfer, hebräisch „Bore“ („bо“ – komme, „re“ – siehe). Wenn wir das allgemeine spirituelle Gefäß erschaffen, dann wird darin der Schöpfer offenbart.

Deshalb ist das Hauptgebot sehr einfach: „Liebe deinen Nächsten“. Durch die Nächstenliebe, innerhalb des von dir geschaffenen Gefäßes wirst du die Liebe zum Schöpfer und entsprechend Seine Liebe – zu dir empfinden.

Frage: Worin besteht das endgültige Ziel dieser Arbeit?

Meine Antwort: Du erlangst innerhalb deiner korrigierten Selbstsucht die volle Ähnlichkeit und die Verschmelzung mit Ihm. Folglich kannst du auf das Niveau des Schöpfers hinaufsteigen.

Darin besteht das endgültige Ziel der Schöpfung.

In deinem Inneren entsteht die Empfindung, dass du dich in der vollen Verschmelzung mit Ihm aufhältst, wobei dein “Ich” nicht verschwindet, weil dein ganzes Gefäß bestehen bleibt.

Das heißt, die Empfindung des Gegenteils wird nicht annulliert, da die Verschmelzung mit dem Schöpfer darüber hinaus erfolgt, andernfalls würde es zur gegenseitigen Aufhebung kommen.

Deshalb müssen wir unsere Selbstsucht, wie ein Material betrachten, mit dessen Hilfe wir vorwärts gehen können. Man soll es respektieren, denn das Material ist eine kehrtseitige Reflexion des Schöpfers. Das heißt, unsere ganze Welt ist Seine Reflexion auf unserem Niveau.

Auszug aus der 4. Lektion des Kongresses in Nowosibirsk, 07.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Über dem Verstand = ohne Selbstsucht

Frage: Wir sollen uns danach richten, was wir sehen, wir sollen unsere Sinnesorgane und unseren Verstand verwenden. Andererseits gibt es das Prinzip des Aufstiegs „über dem Verstand“, mittels welchem die Wissenschaft der Kabbala ihre Forschungsmöglichkeit ausdehnt. Wie kann man richtig vom eigenen Verständnis zum Aufstieg über ihn kommen?

Meine Antwort: Die ganze Höhere Welt liegt über unserem jetzigen Verstand – anders gesagt, über dem Egoismus. Somit bedeutet „über dem Verstand“ – nicht aus der Selbstsucht.

Dabei verringern wir den Bruch zwischen den Stufen. Indem wir ein neues, allumfassendes Netz der Wechselbeziehung offenbaren, sehen wir darin die Grundlage aller Naturgesetze, als ob die Natur sich auf diesem Netz ausruhen würde – und wir beginnen, darin die Teilchen, das Feld, die Mechanismen zu unterscheiden, welche den Menschen in Betrieb setzen. Wir dringen in solche Schichten ein, zu denen im Vergleich die Atome uns als etwas Grobes erscheinen. Vor uns offenbaren sich die Absichten, die Kräfte, welche der Materie zuvorkommen, welche die Atome, die Wellen, die Lichtausstrahlung aktivieren …

In unserer Wahrnehmung gehen wir um Vieles näher zum Anfang über und sehen alles mit der neuen Absicht, im widerspiegelnden Licht Chassadim – über unserem jetzigen Verständnis.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Welt“, 14.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Erinnerung der Königin …

Sobald die Einheit des Volkes infolge des Versuches sich zu assimilieren zerstört wird – entfremdet sich der Schöpfer und flieht von ihm, so dass das Volk vertrieben oder sogar vernichtet wird. In ihrem spirituellen Exil haben die Juden vergessen, dass die Herzen der Herrscher der Welt sich in den Händen des Schöpfers befinden. Die spanische Königin hat sie daran erinnert!

Auszug aus dem Brief eines italienischen Juden, einem Augenzeugen der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahre 1492:

„… die Königin Isabella hat den Vertretern der Juden ihre Antwort gegeben, die der Aussage des Königs Salomon ähnlich ist (Mischlej 21:1):“ Das Herz eines Königs befindet sich in den Händen des Schöpfers, so wie die Ströme des Wassers es sind. Gott wird dieses Herz in die Richtung wenden, in die Er es haben will“. Die Königin hat von sich aus ergänzt:“Glaubt ihr wirklich, dass die Entscheidung euch zu vertreiben von uns kommt? Der Schöpfer hat eure Vertreibung in das Herz des Königs gelegt.“

Quelle: (Jacob Marcus, The Jew in the Medieval World: A Sourcebook, 315-1791, (New York: JPS, 1938), 51-55)



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Dem Angreifer verzeihen?

Kongress in Nowosibirsk, Lektion 3

Frage: Nehmen wir an, jemand hat mich beleidigt. Ich wende mich an den Schöpfer, bitte um Liebe und versuche, den Angreifer durch das Prisma der Liebe zu sehen: er ist groß, das sind meine unkorrigierten Eigenschaften, die in mir zum Vorschein kommen. Sollte ich mit meinem Angreifer darüber reden?

Meine Antwort: Der Angreifer hat nichts damit zu tun. Vor uns befindet sich der Schöpfer, der Sich auf diese Weise zeigt. Doch es geht nicht darum, alles zu verzeihen.

Wenn ihr euch dazu entschieden habt, auf eine solche Einwirkung des Schöpfers auf euch zu reagieren, ausgehend davon, dass ihr euch mit Ihm verbindet möchtet, dann könnt ihr euch verteidigen und dem Angreifer antworten.

Doch versucht in erster Linie, den Kontakt mit dem Schöpfer zu sehen, in dem Angreifer oder in jedem anderen Objekt bzw. jeder anderen Situation die Erscheinung des Schöpfers zu sehen. Es bedeutet jedoch nicht, dass ihr ihm verzeihen müsst. Nein! Letztendlich müsst ihr zu ihm die gleiche Beziehung aufbauen wie er zu euch – gegen den eigenen Egoismus und gegen ihn.

Auszug aus der 3. Lektion des Nowosibirsk-Kongresses, 07.12.2012

 



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Durch die Gruppe zum Schöpfer

Kongress in Nowosibirsk, Lektion 3

Frage: Wenden wir uns während der Morgenunterrichte und Workshops an den Schöpfer durch die Gruppe?

Maine Antwort: Nur durch die Gruppe! Es kann keine persönliche Anrufung des Schöpfers geben. Alle Shamati-Artikel sind für einen Menschen geschrieben, der sich der spirituellen Arbeit in der Gruppe widmet. Übrigens steht dort nirgendwo, dass er sich an den Schöpfer durch die Gruppe wenden muss, weil es als natürlich, als selbstverständlich gilt.

Wenn ich sage, dass ich den Schöpfer ansehe, dann bedeutet es, dass sich die Gruppe vor mir befindet – anderenfalls sehe ich Ihn nicht.

Auszug aus der 3. Lektion des Nowosibirsk-Kongresses, 07.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Herzliche Beziehung zum Freund führt zum Schöpfer

Wenn ich mich zum Schöpfer ausrichten möchte, muss ich Herzlichkeit in Bezug auf den Freund empfinden, einen heißen „himbeerfarbenen Ball“, eine solche Haltung, durch die ich meine Beziehung fortsetze – bis hin zum Schöpfer. Denn ich liebe den Freund eben dafür, dass sich der Schöpfer in ihm befindet.

Der Schöpfer zeigt Sich mir in Form der Geschöpfe, dieser Welt – in Form Seiner Verhüllung. Wenn ich die Liebe zu dieser Welt erreichen kann, dann bedeutet das, dass ich die Liebe zum Schöpfer – zu demjenigen, der diese Welt erschuf und sich in ihr verbirgt – letztendlich auch erreichen werde.

Es fragt sich, warum der Schöpfer sich in der Welt und nicht in der Tora verbirgt. Weil die Welt seine Verhüllung ist, und wenn ich das Licht der Tora nutze, enthülle ich zuerst, dass der Schöpfer sich in der Welt verbirgt, und enthülle dann Ihn selbst.

Die Etappen der Annäherung an den Freund sind Etappen der Annäherung an den Schöpfer, etwas anderes gibt es nicht. Das alles nennt sich der Weg der Liebe entsprechend seinem Endziel und dem, was wir in seinem ganzen Verlauf erreichen. Selbst auf der allerersten kleinen Stufe enthüllt sich uns der Hass und danach, ihm gegenüber, die Liebe. Und so ist es jedes Mal, auf jeder Stufe: Hass und Liebe.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu TES, 13.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wenn die Wichtigkeit des Ziels fehlt

Kongress in Nowosibirsk, Lektion 4

Frage: Was sollen wir tun, wenn uns die Wichtigkeit des Ziels fehlt? Manchmal kommen Freunde zum Unterricht und schlafen sofort ein. Wie soll die Gruppe für die Größe des Schöpfers und die Wichtigkeit des Ziels sorgen?

Meine Antwort: Es ist unwichtig, wenn jemand einschläft, das kommt vor. Der Mensch kam mit letzter Kraft und schlief ein. Was kannst du tun? Wie kannst du ihn aufmuntern, wenn er „tot“ ist, im wahrsten Sinne des Wortes.

Er ist im Moment eine „Pflanze“, kein Mensch, du kannst ihn nicht aufwecken. Die Menschen brauchen Schlaf, Nahrung und haben andere natürliche Bedürfnisse. Du kannst nichts dagegen tun, du musst es akzeptieren. Ohne dass er sein Minimum an Schlaf gehabt hat, wenigstens 5-6 Stunden, und ordentlich gegessen hat, sagen wir mal, ein paar Mal am Tag, kannst du nichts von ihm verlangen.

Frage: Das ist klar. Unklar ist, wie die Gruppe für die Wichtigkeit des Ziels sorgen muss?

Meine Antwort: Für die Wichtigkeit des Ziels muss die Gruppe ständig sorgen, doch nicht so, dass es im lästigen Sprücheklopfen ausartet, was keiner hören will. Es muss dafür gesorgt werden, dass es dem Menschen „durch Mark und Bein“ geht.

Wie macht man das? Versuch es einfach! Denk die ganze Zeit daran. Wenn du daran denkst, dann wird es eine Wirkung auf die Freunde haben.

Das ist unsere Arbeit, und wir können nicht vor ihr weglaufen. Wir werden vom Egoismus getrieben. Darin ist er dem Schöpfer entgegengesetzt.

Wenn wir die nächste Stufe erreichen, werden ganz andere, sehr ernsthafte Bedingungen für die spirituelle Arbeit entstehen: Hass, Probleme, Intrigen.

Das geht alles vom Schöpfer aus! Und wir müssen das akzeptieren, vorausgesetzt der Mensch schadet wirklich nicht dem spirituellen Weg dadurch, dass er „ein Loch ins Boot bohrt“. In diesem Fall haben wir das Recht, ihn von diesem Boot zu entfernen – aus der Gruppe zu schmeißen.

Und wenn der Freund schläft, lege ihm ein Kissen darunter, wie du es für deinen Sohn machen würdest.

Auszug aus der 4. Lektion des Nowosibirsk-Kongresses, 07.12.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken