Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wer wird uns helfen, uns über das Ego zu erheben?

Frage: Während des Prozesses der spirituellen Arbeit erreiche ich einen Zustand, in dem ich nicht in der Lage bin, mich über mein Ego zu erheben. Dies erzeugt Spannung in mir, Ärger. Liegt es in des Menschen Macht, sich über das Ego zu erheben, oder kann er nur darum bitten?

Meine Antwort: Ein Mensch kann sich niemals selbst über sein Ego erheben. Er kann dies nur vom Schöpfer erbitten.

Du kannst gegen alle Arten körperlicher Gewohnheiten ankämpfen, z. B. das Rauchen aufhören, eine Diät beginnen, usw., und dabei ein Ego mit einem anderen, das dir mehr zusagt, ersetzen.

Jedoch liegt es nicht in deiner Macht, dich über es zu erheben, da das Ego selbst solch ein Mittel nicht hat. Hierfür muss man das Höhere Licht heranziehen das die entgegengesetzte Eigenschaft des Egos ist, die Eigenschaft des Gebens, die diese Handlung in Kraft setzt.

Nachdem du auf die neue Stufe aufgestiegen bist, wirst du dich darauf „einpendeln“, dich selbst etablieren, sehen und lernen, was auf dieser Stufe seitens der neuen Kraft geschehen ist, und dann wieder fallen, jedoch dieses Mal noch tiefer, an einen noch dunkleren Platz, in schreckliche Verwirrung, sowohl gefühlsmäßig als auch im Bewusstsein.

Manchmal fühlst du dich wie betrunken und manchmal verloren gegangen, ohne Willenskraft, völlig hilflos – und manchmal all das gleichzeitig. Du wirst den Anschein haben, dass die Probleme von allen Seiten auf dich einstürmen, dass das Leben dunkel ist und es vor dir keine Helligkeit und Klarheit mehr gibt.

All dies geschieht, damit du die richtige Verbindung mit der Gruppe, die korrekte dich unterstützende Umgebung organisierst, und mit jedem Moment sagt es dir, dass du dich zum Schöpfer hinwenden musst.

Du musst das in Abhängigkeit deiner Freunde sehen, die dir dies vormachen müssen. Falls einer der Freunde nicht erkennen lässt, dass er sich an den Schöpfer wendet, er sich nach Ihm sehnt und die wichtigste Sache für ihn die Wichtigkeit des Ziels ist, musst du es ihm vormachen, da wir unter dem Einfluss der Gruppe stehen, dem Streben der Gruppe. Du musst spielen, für die Freunde schauspielern, zeigen, dass du ein wahres Verlangen nach Fortschritt hast. Innerlich magst du „tot“ sein, das spielt keine Rolle, äußerlich jedoch musst du um der Rettung der Freunde willen schauspielern.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Nowosibirsk, 09.12.2012



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Die einzige Bedingung für die Teilnahme am Kongress

Frage: Wie kann ich prüfen, ob ich der Teilnahme am Kongress in der Wüste würdig bin?

Meine Antwort: Wir streben keinen Massenkongress an, sondern wünschen uns Qualität. Obwohl dieser Kongress für alle offen ist und wir keinen überprüfen möchten und keine Referenzen verlangen, erwarten wir dennoch auf diesem Kongress alle unsere Freunde aus der ganzen Welt, die wirklich bereit sind, sich vor der Gruppe zu annullieren.

Das ist die einzige Bedingung! Der Mensch soll diese Berechnung mit sich selbst anstellen. Niemand weiß, was in seinem Inneren vorgeht, doch er ist verpflichtet, es ehrlich mit sich selbst auszumachen. Und das wird an seiner Teilnahme, an seiner Stimmung, an seiner Hingabe zu spüren sein.

Wir brauchen auf diesem Kongress niemanden, der zufällig vorbeigekommen ist und für gewöhnlich nicht an den lokalen Kongressen in seiner Nähe teilnimmt. Wir brauchen dort Menschen, die dem Ziel zutiefst ergeben sind. Denn auf solchen Versammlungen ist die Qualität wichtiger als die Quantität. Niemand braucht hinzufahren, um dort als arroganter Beobachter hin und her zu schlendern und von oben herab zu kritisieren oder für einen statt für drei Tage zu kommen.

Wer kommen möchte, muss vom Anfang bis zum Ende dabei sein und mit all seinem Kopf und dem Herzen in den Kongress eintauchen. Anderenfalls braucht er nicht zu kommen! Das ist eine Warnung von mir.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu TES, 26.12.2012

 

 



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Flamme aus den brennenden Punkten im Herzen

Wir schreiten sehr ernsthaft voran. Um jedoch die Enthüllung der Höheren Welt hier und jetzt zu erlangen, müssen in uns innere Veränderungen stattfinden, die in der Kabbala als Nächstenliebe bezeichnet werden.

In unserer Welt klingt dieses Wort übersüß, abstoßend, abgedroschen, doch in Wirklichkeit bedeutet es, dass ich meine Verlangen, meine Bestrebungen nach der Enthüllung der spirituellen Welt mit den gleichen Verlangen meiner Freunde verbinde. Genau das bedeutet Liebe.

Baal HaSulam schreibt, dass es in jedem von uns einen brennenden Punkt im Herzen, die Bestrebung nach der Enthüllung der Höheren Welt, gibt, doch das ist nur ein Punkt. Wir müssen alle unsere Punkte miteinander verbinden, sie zusammenpressen, einen bestimmten Druck zwischen ihnen erzeugen, dann werden sie dermaßen zu einem ernsthaften, vereinten Netz verbunden, dass sich die Struktur der Höheren Welt darin offenbart. Von diesem Moment an beginnen wir, dort zu existieren, weil die Wahrnehmung der spirituellen Welt viel höher sein wird, als das, was wir jetzt empfinden. Wir werden uns auf der nächsten Stufe wahrnehmen.

Die ganze Menschheit kommt langsam dazu. Wir sehen, wie die Menschen von Tag zu Tag immer entrückter von unserer Welt, von diesem Leben sprechen und sogar dazu bereit sind, dass eines Tages alles zu Ende sein wird. Sie begreifen nicht, dass, im Grunde genommen, noch nichts begonnen hat – vor uns liegt die spirituelle Geburt. Lasst uns versuchen, es schnell, vor allen anderen zu erreichen, um ihnen dann am persönlichen Beispiel zeigen zu können, wie es gemacht wird. Darin müssen wir zu den Lehrern für die Welt werden.

Dafür müssen wir uns vor jedem Unterricht selbst prüfen, inwieweit unsere Absichten darauf gerichtet sind, alle unsere Punkte im Herzen zu verbinden und sie zu einer Flamme zu vereinen. Aus diesem Grund haben wir dem bevorstehenden Männerkongress den Namen „Flamme in der Wüste“ gegeben. Wir müssen unsere Punkte zu einer dermaßen enormen Kraft bündeln, die wirklich vor Verlangen, die Höhere Welt zu enthüllen, brennt.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 23.12.2012



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Ist der spirituelle Genuss für alle gleich?

Frage: Wie unterscheidet sich der Genuss eines Mannes vom Genuss einer Frau im Zustand des allgemeinen integralen Verstandes – oder ist er dann gleich?

Meine Antwort: Jeder Mensch genießt auf seine eigene Art und Weise, weil jeder seine eigene Wurzel, seine eigene Verschmelzung mit den Anderen hat. Der Genuss ist rein subjektiv, deshalb kann man nicht sagen, wodurch sich Männer im Zustand des Genusses, der Erfüllung, von Frauen unterscheiden.

Dieses Phänomen kann am Beispiel unserer Welt erklärt werden. Denn es gibt einen Unterschied darin, wie unsere Welt von einem Mann und von einer Frau wahrgenommen wird. Ein Mann kann irgendwie nachempfinden, was ein anderer Mann durchlebt, doch nicht, was in einer Frau vorgeht. Er kann sie nicht verstehen, sie hat eine ganz andere Sicht auf die Welt.

Mann und Frau sind zwei Welten. Das Gleiche geschieht auch in der Spiritualität. Wer in der spirituellen Welt einen männlichen Teil darstellt, kann sich die Gemütsbewegungen des weiblichen Teils nicht vorstellen. Ihr könnt ihre Verlangen anziehen und mit einschließen, um sie zu erfüllen, doch nicht an ihrer Stelle, sondern für sie.

Frage: Doch am Ende läuft das doch irgendwo zusammen?

Meine Antwort: Am Ende läuft das als Ergänzung, als gegenseitige Verschmelzung zusammen, und dennoch ist das Verschmelzung von zwei Gegensätzen.

Auszug aus der TV-Sendung „Gespräche mit Michael Laitman“, 11.03.2012



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„Rotes Licht“ und „weisses Licht“

Die Korrekturen ereignen sich auf Grund des Lichtes,  das vom Lehrer kommt. Die Mängel  kommen aus der Umgebung, aus der Gruppe. Aber nur, wenn jemand versucht, sich in die Umgebung zu integrieren, an deren Leben und Arbeit teilzunehmen, zu studieren und sich dem Ziel zu widmen, dann wird er unkorrigierte Wünsche geschickt bekommen.

Diese speziellen Verfehlungen sind nicht nur unkluge, stolze oder andere primitive Wünsche, sondern Mängel, die das Licht der Korrektur auf sich ziehen können. Dies bedeutet, dass jemand Mängel haben muss, die der korrigierten Form  völlig entgegengesetzt sind. Er erhält alle diese Wünsche aus der Umgebung.
Wir sprechen von jemandem, der alles tut, um spirituell vorwärts zu kommen. Dann erhält er „rotes Licht“ (Röte) aus der Gruppe, wie aus dem Mutterleib.  Die Gruppe ist eine Mutter für ihn. Er erhält  „weißes Licht“ (Weiß) vom  Vater, vom Lehrer, und dieses Weiß sind seine Sefirot, seine Eigenschaften.

So hat der Mensch  bereits zwei Linien, und er  muss  in der  mittleren  Linie arbeiten. Er kann das aber nicht automatisch erreichen, ohne etwas zu tun. Ein Mensch muss Anstrengungen unternehmen, um in diese Art von Arbeit integriert werden zu können. In dem Maße, in dem er sich selbst vor der Gruppe, dem Lehrer, dem Studium und dem Schöpfer  annulliert , beginnen alle diese Faktoren an ihm zu arbeiten und er erreicht eine neue Ebene.
Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala- Unterrichtes, 12.12.2012, Schriften von Baal HaSulam


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Der Schöpfer als gemeinsamer Nenner

Frage: Wir müssen uns innerlich, in unseren Verlangen, verbinden. Doch wie kann ich das Verlangen des Freundes erreichen?

Meine Antwort: Dir genügt sein Bestreben nach dem Schöpfer. Allein mit diesem Bestreben verbindest du dich, ohne zu versuchen, „tiefer zu graben“. Ihr beide versteht dieses Verlangen, welches der Schöpfer in jeden eingepflanzt hat, nicht. Doch genau das und nur das ist für dich an dem Freund wichtig – dieses „feine Bedürfnis einer empfindsamen Seele“.

Du liebst an dem Freund seinen spirituellen Funken, seinen Drang zum Schöpfer. Für dich sind seine Charaktereigenschaften, seine Gewohnheiten unwichtig – euch verbindet allein der Schöpfer, in dem sich „unser Herz erfreut“. Eben in Ihm. Ihr wollt euch im Schöpfer treffen.

Die gewöhnlichen Verlangen verbinden sich anders – sie bleiben in euch und suchen einfach gemeinsam nach der Erfüllung. In Wirklichkeit ist das keine Verbindung mit dem Nächsten, sondern seine Ausnutzung.

Wir jedoch verbinden uns nicht nur untereinander. Zu uns kommt das Licht, welches unsere Verlangen zum Vorschein bringt, uns verbindet – und in uns, in unsere Einheit einzieht. Und dann freuen wir uns gemeinsam, dass wir dem Schöpfer die Möglichkeit geboten haben, Sich zu enthüllen.

Also genügt dir das Bestreben nach der Wahrheit, nach dem Schöpfer, nach dem Ziel. Du weiß selber noch nicht einmal, wo du hingehst, doch es gibt bereits einen Impuls, und du musst ihn ständig hegen und pflegen. Wie? Durch die Verbindung mit den Freunden. Im Endeffekt werdet ihr ein ausreichend starkes Bestreben haben, damit das Licht euch korrigieren und zu einem großen Verlangen vereinen kann, in dem du den Schöpfer enthüllst und dich darüber freuen kannst…

Tag für Tag wird es immer klarer für dich, wie du alle möglichen Mittel nutzen kannst, um dich auf einen neuen Zustand vorzubereiten. Du wirst es nicht schaffen, es im Vorhinein zu verstehen, darum sollst du nicht nach dem Verständnis, sondern nach der Kraft des Gebens über dem Verstand verlangen. Gerade durch dieses Bestreben nach dem Geben über dem Wissen wird dein Wissen wachsen und sich entfalten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 12.12.2012



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Wie können wir das Feuer in unserer Seele entfachen?

Aus dem Artikel von Rabash „Mach dir einen Rav und kauf dir einen Freund“: Als Beispiel dient jemand, der sehr müde ist und gegen 23 Uhr schlafen geht. Wenn er um 03.00 Uhr morgens geweckt wird, wird er natürlich sagen, dass er keine Energie zum Aufstehen und Studium hat, da er sehr müde ist. Und wenn er sich etwas schwach fühlt oder etwas Fieber hat, wird der Körper sicherlich keine Kräfte finden, um zu der Zeit aufzustehen, zu der er es gewohnt ist aufzustehen.

Wenn jemand sehr müde ist, sich krank fühlt und um Mitternacht schlafen geht und um 01.00 Uhr morgens geweckt wird und ihm gesagt wird: „Es brennt im Hof und gleich auch in deinem Zimmer, steh schnell auf, und du kannst dein Leben retten, je nachdem, wie du dich anstrengst.“ Er wird keine Ausreden darüber hervorbringen, wie sehr müde, gleichgültig oder krank er ist.

Vielmehr wird er sogar, wenn er sehr krank ist, jegliche Anstrengung unternehmen, um sein Leben zu retten. Offensichtlich hat der Körper die Energie zu tun, was er kann, um zu bekommen was er will, weil er etwas Wichtiges erlangen wird. Daher glaubt jemand, der an „Mach dir einen Rav“ arbeitet, dass dies auf: „Denn sie sind unsere Leben und die Dauer unserer Tage,“ beruht;  in dem Maße, dass er fühlt, dies ist sein Leben; der Körper hat genug Kraft, alle Hindernisse zu bewältigen.

Aus diesem Grund, bei aller Arbeit des Menschen, beim Studieren oder Beten, sollte er all seine Arbeit darauf konzentrieren, die Größe und Wichtigkeit des Rav zu erhalten, um das Gefühl für die Größe des Schöpfers zu entwickeln. Dann werden wir alle das Ziel erreichen und mit dem Schöpfer verschmelzen können.

Wir sehen, wie in unterschiedlichen Gruppen weltweit mal viel, mal wenig Menschen zum Unterricht kommen. Es ist schwer, sie deswegen zu verurteilen, denn es steht geschrieben: „Richte nicht über deinen Freund, bis du an seiner Stelle gewesen bist“. Doch welche Schwierigkeiten es auch geben mag, der Grund für das Fehlen im Unterricht ist immer der gleiche: das Fehlen dessen Wichtigkeit.

Dieses Gefühl der Wichtigkeit hängt natürlich von der Gruppe und nicht vom Menschen selbst ab. Wir sehen während des Unterrichts verschiedene Gruppen auf dem Bildschirm: Kiew, Moskau, Sankt Petersburg und viele andere. Manchmal ist alles voller Menschen, doch meistens sind es wenige. Der Grund dafür ist die mangelnde Wichtigkeit des Ziels, die wir nicht in uns entwickeln.

Von Oben wird für den Menschen absichtlich die Wichtigkeit des Ziels verringert, damit er die Gruppe braucht, seine Abhängigkeit von der Umgebung spürt, die für ihn diese Wichtigkeit erhöht. Und in dem Maße, in dem er sich an der Umgebung anheftet, erhöht sich für ihn die Wichtigkeit des Ziels, und er fühlt sich davon angezogen und schreitet voran.

Wenn er jedoch die Wichtigkeit der Gruppe nicht spürt und sich ihr nicht anheftet,  wird er dementsprechend auch keine Wichtigkeit des Ziels spüren. Aus diesem Grund wird er nicht vorankommen können und letztendlich ganz weggehen.

Alles hängt nur von der Wichtigkeit des Ziels ab: wie sehr der Mensch danach strebt, studiert, nach der Erkenntnis dieser Wichtigkeit während des Studiums verlangt. Eben diese Wichtigkeit dient ihm als nötiger Treibstoff für das Vorankommen.

Wir sollten Angst darum haben, diese Wichtigkeit zu verlieren. Unsere größte Sorge soll darum sein, dass uns das Gefühl für die Wichtigkeit des Ziels, der Treibstoff, die Größe des Schöpfers, fehlt, die für das Vorankommen ausreichen wird, damit ich unaufhörlich an Ihn denken und dafür sorgen kann, dass es mich ständig ins Zentrum der Gruppe zieht, wo ich den Eingang zur spirituellen Welt finde.

„Rav“ (der Große) bedeutet Schöpfer. „Mach dir einen Rav“ bedeutet, den Schöpfer über alle anderen Werte zu erheben, die der Mensch hatte, damit sich nichts mit Ihm vergleichen kann. Und nach diesen Prioritäten wird der Mensch seinen Tagesablauf und die Einstellung zu allem ausrichten.

Und „sich einen Freund zu kaufen“ ist notwendig, um die Wichtigkeit von Rav zu erhöhen. Deshalb soll ich Freunde kaufen, sie mit meiner Haltung, meinen Anstrengungen, meinen Diensten bezahlen, nur damit sie mir helfen, die Größe von Rav, die Größe des Schöpfers zu verstehen.

Dann werden wir während des Studiums das richtige Gebet dafür haben, dass wir nur die Größe des Schöpfers brauchen. Alles konzentriert sich nur auf diese Größe: sowohl das Gebet als auch das Leuchten und die Liebe. Und nur die Umgebung kann dabei helfen – sofern der Mensch sie selbst erweckt.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 19.12.2012

 



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Können wir der Vollkommenheit Genuss bereiten?

Kongress in Nowosibirsk, Lektion 5

Frage: Habe ich richtig verstanden, dass an das Gebet um die Vereinigung der Gruppe und die Erlangung der Eigenschaft des Gebens die Fürsorge für die Welt angeschlossen werden soll? Dabei sollen 90% der Anstrengungen auf die Absicht und 10% auf die Verbreitung gerichtet werden?

Meine Antwort: Ich, die Gruppe und die Welt ergeben ein Ganzes, nur in meinen egoistischen Eigenschaften ist es geteilt.

Das Wichtigste in unserer Arbeit ist die Verstärkung des Zusammenhalts in der Gruppe. Das ist wichtiger als in die Breite zu wachsen. Eine breite Verbreitung wird nichts bringen, wenn es keinen starken inneren Zusammenhalt im Bestreben nach dem Schöpfer in der Gruppe gibt.

Frage: Auf diese Weise werden die Gruppe und der Schöpfer zu Partnern im gemeinsamen Geschäft bei der Korrektur der Welt? Und damit bereiten wir Ihm Genuss?

Meine Antwort: So steht es auch geschrieben, dass wir Partner des Schöpfers sind. Wir können der Vollkommenheit jedoch keinen Genuss bereiten. Wir sagen einfach, dass Er das Bedürfnis verspürt, uns Genuss zu bereiten, wie es in unserer Welt der Fall ist, wenn Eltern sich an den Erfolgen ihres Kindes beim Lernen oder beim Sport erfreuen.

Der Schöpfer hat so etwas nicht, weil Er selbst vollkommen ist, selbst über alles bestimmt und absolut alles im Vorhinein weiß.

Wenn wir sagen, dass wir Ihm Genuss bereiten möchten, heben wir die Eigenschaft des Gebens hervor, die wir anstreben. Dadurch bringen wir unser Bestreben, unser Verlangen zum Ausdruck, damit eine solche Handlung vollzogen wird, denn dann werden wir Ihm – der Eigenschaft des Gebens – ähnlich. Doch dabei kommen in Ihm selbst keine Bedürfnisse auf. Die Vollkommenheit kann nicht größer oder kleiner sein, sie ist absolut.

Auszug aus der 5. Lektion des Nowosibirsk-Kongresses, 09.12.2012



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Wie die Axt in der Hand des Waldarbeiters

Auszug aus dem Brief von Baal HaSulam (№1): Der Unterschied zwischen dem Bösen und dem Guten ist absolut unsichtbar. Die wahren Diener des Schöpfers erlangen das Wissen, dass alle Handlungen und Gedanken, sowohl die guten, als auch die schlechten – die Träger des Gefäßes des Schöpfers sind, dass Er diese vorbereitet hat, dass sie aus Seinem Mund heraus kamen, dass sie durch die endgültige Korrektur für jeden Menschen sichtbar werden.

Jedoch dauert die lange und furchtbare Vertreibung fort, und das Hauptproblem besteht darin, dass wenn der Mensch die Offenbarung einer unanständigen Tat erlangt, dann fällt er von seiner Stufe herab und vergisst, dass er der Axt in der Hand des Waldarbeiters gleicht. Denn er denkt, dass er selbst diese Tat begangen hat, und vergisst den Verursachenden aller Handlungen, dass alles von Ihm kommt, da es Niemanden außer Ihm gibt, der in der Welt noch handeln würde.

Wir können eher die guten Ereignisse dem Schöpfer  zuschreiben. Doch bei die schlechten Taten beginnt der Mensch an sich selbst zu nagen, seine Handlungen zu bedauern, sowie zu bereuen, was mit ihm eben geschah. Ihm fällt es schwer, das alles mit dem Schöpfer zu verbinden. Er bedauert seine Vergangenheit, die Misserfolge, sieht sich als die Ursache für unangenehme Vorfälle oder, dass er ungenügend vorangekommen ist, oder etwas verpasst hat. Erst dann kann er diese „Fehler und Verbrechen“ bezüglich der Vergangenheit korrigieren und sie in „die Verdienste“ umwandeln.

Auch bezüglich der Gegenwart und der Zukunft: wenn ihm etwas Schlechtes begegnet, verbindet er es nicht mit dem Schöpfer, sondern schreibt es anderen Gründen zu. So ist es seitens der höheren Lenkung vorbestimmt. Und wenn er denkt, dass es andere Ursachen außer dem Schöpfer gibt, oder dass er selbst an dem Geschehenen schuldig ist, dann heißt das „die Arbeit für fremde Götter“, oder „der Götzendienst“.

Denn der Mensch befolgt dadurch nicht das allererste Gesetz: „Es gibt Niemanden außer Ihm“, weshalb er vom Weg abgelenkt wird. Er ist nicht mehr auf das Ziel der Schöpfung, auf die Enthüllung des Schöpfers ausgerichtet und befindet sich nicht im Gleichgewicht der Kräfte, die ihn zur Wahrheit führen.

Deshalb besteht unsere Arbeit eben darin, die private höhere Lenkung zu offenbaren, die vom einzigen Herrscher in Form des absolut Guten kommt, und zwar in jedem beliebigen Moment in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft und für alle Menschen.

Als Mensch wird der Punkt bezeichnet, aus dem heraus er feststellt, dass es „Niemanden außer dem Schöpfer gibt, von Dem nur das Gute stammt. Wenn der Mensch auf diese Weise den Charakter der höheren Lenkung bestimmt, dann erlangt er allmählich die Größe des Schöpfers. Gerade darin bestehen eben die 125 Stufen unseres spirituellen Aufstiegs.

Auszug aus der Vorbereitung zur Lektion, 16.12.2012



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Warum haben Juden eine lange Nase

Frage: Die Kabbala gibt Antworten auf allerlei Fragen. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Juden auf  Ikonen und anderen biblischen Darstellungen immer lange Nasen haben?

Meine Antwort: Wie gesagt wird, gibt es dafür eine einfache Erklärung, Watson! Wir öffnen das Buch „Sohar, Kapitel Asinu, Punkt 149. Warum haben Juden eine lange Nase“ – und lesen: die Nase des Parzuf Atik der Welt Azilut ist lang und gestreckt, … weil sein Licht Chassadim in sich das Licht Chochma einschließt, das als lang bezeichnet wird (weil es alles verlängert, worin es sich befindet). Auch die Nase des Parzuf Arich Anpin ist lang, wenn er das Licht Chochma vom Parzuf Atik bekommt und dadurch leuchtet. Es bleibt die Frage, ob diese Tatsache zu beneiden ist oder nicht?

קמט) החוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט. ונקרא ארך אפים. חוטם דז״א קצר. וכשהעשן מתחיל לצאת בחפזון, נעשה הדין. ומעכב זה החוטם דעתיקא, החסדים שלו. הארת החכמה מכונה ארוך. וז״ש, חוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט, כי החסדים שלו כלולים מחכמה, הנקראת ארוך. אבל החוטם דז״א, כל זמן שלא נעשה היחוד דשמאל עם הימין, הוא קצר, שאין החכמה מאירה בו, להיותו מחוסר חסדים. אלא בזמן שמקבל חסדים מעתיקא, אז מתפשטת בו החכמה ומאירה.



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