Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Mensch, der das höhere Licht dem Volk näherbrachte

Der Gedenktag für Baal HaSulam, Rabbi Yehuda Alevi Ashlag, ist ein besonderes Ereignis. Er ist einem einzigartigen Menschen gewidmet, einer ganz besonderen Seele, die herabgestiegen ist, um uns mit dem Schöpfer zu verbinden. Er selbst brauchte diese Arbeit nicht mehr für sich selbst, sondern nur für uns.

Baal HaSulam hat den Weg, die Möglichkeit des Kontakts mit der Spiritualität, für Seelen eröffnet, die gerade in der letzten Generation in diese Welt gekommen sind. Das sind wir – die gröbsten Seelen mit dem größten Egoismus, der bis jetzt nicht korrigiert werden konnte. Es ist unsere Pflicht, ihn mit Hilfe der Methode zu korrigieren, die uns Baal HaSulam hinterlassen hat.

Die Lehre von Baal HaSulam, seine Methode der Korrektur, ist ein sehr großes Licht, das jeder Mensch zu sich ziehen kann. Baal HaSulam sprach, erklärte, lehrte und beschrieb uns alle Schritte für den richtigen Weg unserer Seelen zur Korrektur, damit wir sie miteinander verbinden und so unsere Bestimmung verwirklichen können.

Dank der Arbeit von Baal HaSulam kann sogar der gewöhnlichste Mensch, der seiner Methode folgt, die Anhaftung mit dem Schöpfer erreichen, als wäre er ein herausragender Kenner der Tora. Vor ihm war dies nur den großen Kennern der Tora vorbehalten.

Die Korrektur der Seelen im Laufe der Entwicklung der Menschheit erfolgte schrittweise. Vor Baal Schem Tov mussten es sehr erhabene Menschen mit außergewöhnlich hohen Seelen sein, um die höchste Kraft zu begreifen und die Verbindung mit dem Schöpfer zu erreichen. Nach Baal Schem Tov wurde dies gewissermaßen einfacher, das heißt, die höheren Lichter näherten sich den niederen Seelen an. Deshalb haben niedrige Seelen mehr Möglichkeiten, die Größe des Lichts, die Größe des Schöpfers zu begreifen.

Je weiter die Menschheit voranschreitet, desto leichter wird es für uns, uns den Quellen des höchsten Lichts zu nähern und sie zu erschließen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Gedenktag für Baal HaSulam“

 



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Wünsche die durch das Feuer führen

Es gibt die Eigenschaft „Gold” (Sahaw) und es gibt die Eigenschaft „Silber” (Kessef) (Baal HaSulam, Shamati, 175, „Wenn aber des Weges dir zu viel ist”).

Der Artikel „Wenn aber des Weges dir zu viel ist“ ist etwas Besonderes. Er besagt, dass wir nicht darauf achten sollten, wie weit wir uns vom Schöpfer entfernt fühlen, sondern wir dafür sorgen können, dass unsere Entfernung von Ihm zu einer Annäherung wird.

Silberne Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chassadim zu empfangen, goldene Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chochma zu empfangen.

Wenn wir klar verstehen, dass alles, was der Schöpfer tut, zu unserem Wohl geschieht, dann müssen wir all die silbernen und goldenen Kelim (Gefäße), die in uns sind, durch das Feuer führen und einschmelzen, d. h. ihre äußere Form entfernen.

So können wir aus ihnen neue Kelim erschaffen, die unseren neuen Wünschen entsprechen.

Denn „durch das Feuer führen” bedeutet, dass man mit eigenem Verlangen alles verbrennen möchte, ohne etwas von der früheren Form zu hinterlassen. Dann kann man aus demselben Material, das wieder zu einem Stück Metall geworden ist, eine neue Form schaffen.

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Aus einem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati”

 



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Ständige Kontrolle

Frage: Wenn wir verstehen, dass wir etwas tun, um in den Augen der Geschöpfe Gnade zu finden, warum sollten wir uns dann für solche Handlungen schämen? Wie sollte man richtig reagieren, wenn man sich dabei ertappt?

Antwort: Das Gefühl der Scham entsteht in der Regel dann, wenn man nicht auf das Ziel der Schöpfung ausgerichtet ist.

Deshalb muss man sich ständig selbst prüfen: Gehe ich wirklich auf das Ziel zu? Handle ich so, dass ich dem Schöpfer Freude bereite?

Frage: Was bereitet dem Schöpfer die größte Freude? Was können wir Ihm geben, wenn wir alles von Ihm erhalten?

Antwort: Liebe und Verbindung – das Verlangen, sie zu erreichen, um dem Schöpfer Raum zu geben, sich zwischen uns zu offenbaren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati“

 



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Hosha’ana Rabba – ein Gebet um Erlösung

„Hosha’ana“ ist wie ein Gebet um Erlösung. Der Mensch bittet den Schöpfer, ihn zu retten und um diesen Zustand zu erreichen, muss man viele Stufen durchlaufen. Wenn man kommt, um die Kabbala zu studieren, weiß man zunächst nicht genau, wonach man sucht.

Nach und nach, durch das Studium, bekommt er neue Lebenswerte und fängt dann an zu verstehen, worum er bitten soll, an wen die Bitte zu richten ist und wovor er gerettet werden will. Er muss einige schwierige innere Klärungen durchmachen. Er muss damit aufhören, für die Lösung seiner Lebensprobleme und um die Rettung von kleinen oder größeren Schwierigkeiten zu bitten.

Der Mensch weiß nicht, an wen er sich wenden muss: was ist das für eine höhere Macht, der Schöpfer oder eine andere Natur? Der Mensch kennt ausschließlich sein materielles Leben, diese Welt. Andere wiederum denken, dass der Schöpfer sie für ihre Vergehen bestraft, und bitten um Nachsicht. Es dauert eine Weile, nachdem der Mensch es aufgegeben hat, sein Leben und sein Schicksal aus eigener Kraft zu verstehen und den Himmel zu offenbaren, bis er versteht, wen und worum er bitten muss.

Dann fällt plötzlich eine dunkle Wolke auf ihn herab und auf einmal wird alles klar, transparent, verständlich, angenehm, leicht. Und wieder fällt eine unglaubliche Last auf ihn, eine Abgestumpftheit in seinem Kopf und in seinem Herzen.

Auf diese Weise durchlaufen wir viele Zustände, bis wir zu dem Entschluss kommen, dass wir vollständig von einer höheren Kraft kontrolliert werden, denn wir sind Geschöpfe, die sich unter der Herrschaft einer höheren Kraft befinden. Die höhere Kraft herrscht über jeden Einzelnen und über alle zusammen und macht mit uns was sie will. Der Mensch verzweifelt daran, etwas zu verändern, und verliert jede Hoffnung, die höhere Kraft beeinflussen zu können.

Es wird noch viel Zeit vergehen, bis er endlich den Kabbalisten glaubt, dass man sein Schicksal verändern kann. Aber man kann sich nicht alleine an die höhere Kraft wenden, denn sie hört nur auf ein vollkommenes Gebet, also ein gemeinsames Gebet von zehn Menschen.

Möglicherweise haben wir uns zu zehnt versammelt, aber jeder will etwas anderes. Wie können wir die geheimen Sehnsüchte eines fremden Herzens kennen, die vielleicht nicht mal der Mensch selbst kennt?

Wir benötigen ein gemeinsames Verlangen für alle zehn Menschen, ein gemeinsames Herz, erst dann wird der Schöpfer nach und nach eine Korrektur vornehmen, damit wir verstehen, was wir wollen und was es wert ist, gewünscht zu werden und wir uns dem Zustand „Ich bin meines Geliebten und mein Geliebter ist mein“ nähern.

Im Grunde genommen besteht darin die ganze Arbeit, der Grund, warum wir in einen Zustand geraten sind, der „diese Welt“ genannt wird, in völliger Verhüllung, in eine imaginäre Realität, wie die Kabbalisten erklären.

Wir stellen uns vor, dass wir in einer Welt leben, auf einer Erdkugel, aufgeteilt in verschiedene Völker, in einem riesigen Universum. All das ist eine Illusion. In Wirklichkeit gibt es nur die höhere Welt. Wo ist sie? Wir spüren sie nicht.

Wir haben keine Wahrnehmungsorgane, mit denen wir fühlen können, dass das Materielle illusorisch ist und das Spirituelle existiert. Wir müssen dazu erst noch gelangen, um zu erkennen, dass unsere heutige „Realität“ nur ein Vorhang ist, der die Wahrheit verbirgt und diese wahre Welt mit unseren neuen Sinnesorganen entdecken. All dies hängt von unserer Korrektur ab.

Anstelle von Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken werden wir neue Sinne bekommen: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut. Wenn wir uns über unser Verlangen nach Genuss erheben, im Geben über dem Empfangen, im Glauben über dem Wissen, werden wir die wahre Realität entdecken.

Wir werden uns gleichzeitig in zwei Welten existierend wahrnehmen: in dieser Welt, in der imaginären Realität und auch in der wahren Realität, in der spirituellen Welt. Die eine Welt zeigt sich im Verlangen nach Genuss, die andere im Verlangen nach Geben.

Der Weg liegt vor uns. Es besteht kein Zweifel, dass wir vorankommen. Der Schöpfer, alle Kräfte der Natur führen und begleiten uns, organisieren, versammeln, beschützen und durchsieben uns.

Wir müssen ihren Einfluss auf uns beschleunigen, denn Israel, also die Menschen, die danach streben, den Schöpfer zu offenbaren, hat die Kraft, die Zeit zu beschleunigen. Wenn wir als Übergangskanal zwischen dem Schöpfer und der gesamten Menschheit arbeiten, werden wir der Zuwendung des Schöpfers würdig und beschleunigen unsere Entwicklung.

Die Nacht „Hosha’ana Rabba“ ist ein großes, vollkommenes Gebet, mit allen Kräften und allen notwendigen Korrekturen. Das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, dringt durch die Sukka-Abdeckung zu uns durch und korrigiert das Verlangen nach Genuss, das unter den Schirm gestellt wird.

So werden wir gemeinsam würdig, eine Einheit zu bilden. Das Wichtigste ist, nicht zu vergessen, dass das Endziel darin besteht, die ganze Welt zu korrigieren, sie zum Schöpfer zu führen, damit Er sich an seinen Schöpfungen erfreuen kann. Lasst uns also unser Bestes geben und erfolgreich sein.

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Aus der Lektion zum Thema „Hosha’ana Rabba“

 



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Freue dich über doppelte Arbeit

Es gibt eine Bedingung: „Wenn du Mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei Tage verlassen.“ Ähnlich heißt es, dass der Höchste, indem er eine Maßnahme offenbart, doppelt so viel verbirgt – denn dies sind die notwendigen Bedingungen für die Schaffung eines spirituellen Gefäßes.

Dem Menschen wird absichtlich die Möglichkeit gegeben, einen Fehler zu begehen, was als „den Schöpfer für einen Tag verlassen“ bezeichnet wird. Dann ist er gezwungen, zwei Tage lang zu arbeiten und dies zu korrigieren. Das heißt, er steigt von der Stufe ab, auf der er sich befand, fällt und begeht eine Sünde. Aber er fällt bereits auf die schlimmere Stufe – nicht auf die egoistische Stufe, die derjenigen entgegengesetzt ist, auf der er sich befand, sondern noch eine Stufe tiefer – nicht auf die erste Minusstufe (-1), sondern auf die zweite Minusstufe (-2). Dann muss er auf die +2. Stufe steigen.

Wenn er endlich die +2. Stufe erreicht, fällt er auf die Minus-3. Stufe und muss sich auf die +3. Stufe erheben. So verläuft unser spiritueller Fortschritt, deshalb sind solche Handlungen nur zu unserem Vorteil, wenn wir fallen und dann doppelt so hart arbeiten müssen. Das Wichtigste ist, die Kraft nicht zu verlieren, die es uns ermöglicht, durchzuhalten – denn man sieht, dass man keine Belohnung erhält. Deshalb müssen wir jedes Mal versuchen, eine immer höhere Belohnung für uns zu finden, die immer weiter vom materiellen Leben entfernt ist. Man muss lernen, seine Belohnung im Verhältnis zum allgemeinen Nutzen zu messen: inwieweit unsere Arbeit nicht uns selbst, sondern der Gesellschaft zugutekommt. Der Mensch sollte sich bemühen, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, ihn zu einer inneren Haltung führt, durch die er immer mehr „Treibstoff“ für seine Arbeit erhält – eine Arbeit, deren Früchte nicht er selbst, sondern die anderen empfangen. Daran misst sich unser Fortschritt.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“,

 



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MAN, das alles enthält

Frage: Wir müssen MAN (Gebet) erheben. Ist das eine Handlung im Verlangen?

Antwort: MAN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Ich wende mich an die Bina aus der Malchut heraus und bitte die Bina um die Fähigkeit zu geben.

Ich muss aber einen Zustand erreichen, in dem ich von diesem Gebet (MAN) erfüllt bin, und das genügt mir; ich erfahre die Freude, MAN erheben zu können.

Wie wird dieser Zustand in der Tora beschrieben? Du trittst ins Tageslicht. Tag ist für dich, wenn du nichts hast, wenn du durch die Wüste wanderst und MAN suchst – den Wunsch zu geben – und wenn du ihn findest, belebt er dich und erfüllt all deine Geschmäcker. Alles, was du dir wünschst, ist in ihm enthalten.

Was ist aber dieser Geschmack? Woher kommt er? Was ist dieses MAN? Es kommt von Bina zu dir, und dann genügt dir alleine die Möglichkeit, den Schöpfer zu fragen: „Ich habe eine Verbindung zu Ihm. Ich kann Ihn fragen. Und ich brauche nichts weiter.“

Möchte ich aber nicht ein Verlangen haben, in dem ich den Schöpfer offenbare? Nein. Ich bin schon mit dem bloßen Streben nach Ihm zufrieden. Das ist jetzt meine Erfüllung. Die Verbindung mit dem Schöpfer durch die Gruppe erfüllt mich.

Aber was für eine Verbindung? Woher bekommst du etwas? Du hast nichts. Kann ich mich auf diese Weise an Ihn wenden? – Das ist ausreichend. Das nennt man „Wandern durch die Wüste“, das Erlangen der Eigenschaft von „Chafez Chessed“ (wunschloses Glücklichsein).

Schließlich hast du in der Wüste nichts; du begehrst wahrhaftig nichts für dich selbst. Doch dieses Erlangen der Korrektur durch die Eigenschaft des Gebens ist Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, und darin liegt deine Erfüllung.

[#15237]

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    



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Der Mensch hört mit dem Herzen

Kommentar: Das Geheimnis liegt in einer besonderen Kombination von Klängen, die das Herz berühren. Man muss sich darüber Gedanken machen, dass zuerst das Herz angesprochen wird und erst dann das Ohr hört. Das ist das Entscheidende, und kaum jemand weiß das.

Frage: Das heißt, es geht vom Herzen zum Ohr – und dann zu allem anderen? Vom Herzen aus?

Antwort: So verhält es sich nicht nur mit musikalischen Instrumenten, sondern mit jedem Klang, mit jedem Wort. Der Ton muss durch das Herz gehen. Erst dann kann er sich offenbaren – auch nach außen hin, auch durch das Hören.

Das bedeutet: Der Mensch hört nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herzen.

Frage: Und hat das Wort dieselbe Eigenschaft wie der Klang?

Antwort: Natürlich. Das Wort wird genau so wahrgenommen.

Frage: Man muss also ein Wort finden, das ins Herz eindringt und erst dann gehört wird? Gibt es solche Worte überhaupt?

Antwort: Es gibt solche Worte. Und es ist möglich, sie zu finden – besonders in einer Wissenschaft wie der Kabbala, die nicht auf Neugier, sondern auf innerer Wahrheit beruht.

Mein Lehrer Rabash sagte mir einmal, als ich ihn danach fragte: „Du kennst doch das Gebet Shema? Shema, Michael.“ Ich war erstaunt. Warum Michael?.

„Israel“, so sagte er, sei nur ein allgemeiner Name. Aber in Wirklichkeit ist jeder Mensch gemeint. Jeder kann sich selbst ansprechen.

Es ist ein Ruf an das eigene Herz. Ein inneres Erwachen.

Und von dort beginnt das wahre Hören. Shema – Höre – ist eine der höchsten Formen des Gebets. Nicht, weil es laut ist oder besonders schön formuliert, sondern weil es vom Innersten kommt – und dorthin zurückkehrt.

Frage: Wir sind jetzt also zu der Erkenntnis gelangt, dass das Gebet zuerst vom Herzen gehört wird?

Antwort: Das Herz hört zuerst. Dann das Ohr. Vielleicht auch nie das Ohr – aber das Herz hat es schon lange vernommen.

Kommentar: Sie betonen immer wieder, dass das Gebet eines einfachen Menschen – so wie er spricht und an wen er sich wendet – höher steht als die Gebete, die von Weisen und Kabbalisten verfasst wurden. Sie sagen das immer wieder, und das überrascht mich ein wenig. Auch schreiben uns Menschen, dass das Gebet, das ein Mensch einfach ausspricht, höher steht als diese Gebete.

Antwort: Ja, denn darin liegt ein echtes inneres Empfinden, ein Resonieren des Herzens mit dem Höheren Wort. Und das ist die höchste Form der Hinwendung zum Schöpfer.

Wenn ein Mensch in Aufrichtigkeit spricht, geschieht etwas Seltsames: Er hört, bevor er spricht. Er hört nicht sich selbst – er hört von oben. Und was er sagt, ist eine Antwort.

 [#348365]

Aus der TV- Sendung “Nachrichten mit Michael Laitman”

 



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Das Trugbild (Fata Morgana)

Eine Frage, die ich erhielt: Stimmt es, dass die Nächstenliebe nur bezüglich des Wunsches zur Spiritualität möglich ist, und ich soll die materiellen Wünsche eines Freundes nicht erfüllen?

Denn ich sehe jetzt, dass ich nicht mal bereit bin, das Fleischstück am Tisch zu teilen.

Meine Antwort: Anfangs reicht uns die Verbindung zum Nächsten in seinem Wunsch, den Schöpfer zu erreichen.

Und später wirst du dich so fühlen, als ob neben dir am Tisch dein kleiner Sohn sitzt – wirst du ihm dann das Stück Fleisch wegnehmen können, um es selbst aufzuessen? So wirst du dich zur ganzen Welt verhalten.

Es ist unverständlich, warum es notwendig ist und was du im Endeffekt bekommen wirst? – Die Antwort auf diese Frage, d.h. das Ziel des Gebens, wird oft vergessen, weshalb uns diese Handlung  als künstlich vorkommt: Du wirst fühlen, dass du dem Schöpfer ähnlich bist und Ihm dadurch den Genuss bereiten, wenn du solche Korrektur erreichst!

Jetzt hast du kein solches Bedürfnis, weshalb die Handlung des Gebens grundlos, gewaltsam aussieht. Es gibt kein anderes Ziel, außer der Ähnlichkeit zum Schöpfer.

Denn dir scheint es nur so zu sein, dass die ganze Welt leidet, und dass es die armen und unglücklichen Menschen gibt. Wenn du dich korrigieren wirst, dann wirst du sehen, dass sie alle reich und glücklich, klug und gesund sind. (Siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“).

Wir verstehen nicht, welche Illusion es ist, in der Welt die Leiden zu sehen. Jedem Menschen wird absichtlich die hässliche Welt gezeigt, um ihm die Empfindung zu geben, wie viel  korrigiert werden soll, um die Vollkommenheit zu erreichen.

Wir sehen, dass jeder anders denkt und die eigene Meinung hat. Woher kommt es? – Weil jeder ein anderes Weltbild sieht. Denn die Welt hat in Wirklichkeit kein Bild, keine Form – alles wird innen, in den Eigenschaften des Menschen geöffnet!

Und wenn ich beginne, die Wahrheit zu öffnen, dann verstehe ich, dass sich hinter allen Bildern dieser Welt, die vor mir wie die Trugbilder in der Wüste entsteht, ein Gedanken verbirgt, der mir solche Realität bildet. Und diese Form ist so schwankend wie das Trugbild selbst, das in der Luft schwebt und sich die ganze Zeit verändert.

Und sich durch diese Gespenster und die Ungewissheit durchzukämpfen, ist nur in der Gruppe möglich, die dir die ganze Zeit den Fokus der Sehkraft auf die Wahrheit korrigiert.

Die Wahrheit ist das Begreifen der Kraft, die das ganze Trugbild verwaltet, damit es uns klar wird, wie und warum diese Kraft gerade diese Formen schafft, und damit wir uns mit dieser Kraft auf der anderen Seite des sichtbaren Bildes dieser Welt verbinden und zusammen arbeiten.

Wie es gesagt ist: „Der Mensch wird geben, um die Wahrheit zu finden“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“



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Wie man zu einer wahren kabbalistischen Gruppe wird

Frage: Was wünschen Sie sich für Bnei Baruch? Worauf sollten wir uns zuerst konzentrieren, um zu der kabbalistischen Gruppe zu werden, über die die Lehrer, insbesondere Baal HaSulam und Rabash, geschrieben haben? Schließlich wird nichts dabei herauskommen, wenn wir Ihnen nur theoretisch zuhören.

Antwort: Wir müssen uns verbinden. Es gibt nichts anderes! Es geht ausschließlich um die Verbindung! Es sind lediglich verschiedene Beispiele, verschiedene Formulierungen.

Frage: In welchem ​​Zustand befindet sich Bnei Baruch Ihrer Meinung nach derzeit?

Antwort: Ich kann sagen, dass unsere Verbindung voranschreitet und stärker wird. Wir verstehen ihre Bestandteile zunehmend. Ich hoffe, dass wir alle eine Einheit untereinander entdecken und uns durch ein einziges Verlangen vereint fühlen – in dem einzigen Verlangen des Schöpfers.

Im Grunde ist es das, was wir offenbaren müssen. Das ist alles. Aber jeder muss es sich wünschen.

 [#348514]

Aus dem Unterricht zum Thema „Rosh HaShana“, von 24.09. 2025.

 

 



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Sich an den Schöpfer wenden

Frage: Gibt es einen Unterschied in der inneren Arbeit, die wir am kalendarischen Neujahr verrichten, im Vergleich zu jedem anderen Tag?

Antwort: In den höheren Welten existieren Wurzeln, zu denen wir uns wenden können, um ihre Wirkungskraft auf uns zu erwecken.

Der materielle Kalender hat praktisch keinen Einfluss auf die Qualität unserer Hinwendung. Wenn man es genau betrachtet, gibt es auf der Welt Tausende von verschiedenen Kalendern – nach Tagen, Wochen, Monaten, verschiedenen Feiertagen und Kräften, die angeblich auf die Menschheit einwirken.

Wir müssen nur eines verstehen: Wenn wir gute Ergebnisse erzielen wollen, dann sollten wir uns an jedem Tag, in jedem Monat und in jedem Jahr an den Schöpfer wenden – an Seine Kraft, an Seine Barmherzigkeit.

So werden wir die Stufe spüren, an die wir uns wenden, und uns mit ihrer Kraft vorwärts bewegen.

 [348481]

Aus dem Unterricht zum Thema „Rosh HaShana“.

 



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