Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Lernen, statt des Schöpfers zu arbeiten

Wir haben weder Verdienste und Verbrechen noch Auf- und Abstiege, sondern nur eine Kette von Zuständen, die wir durchlaufen müssen, um ein großes Verlangen (spirituelles Gefäß) in uns aufzubauen und dort die gesamte Güte aufzunehmen, die uns der Schöpfer zu geben wünscht.

Aus diesem Grunde durchlaufen wir viele verschiedene Zustände: in den Gefühlen, im Herzen, wo wir süß/bitter wahrnehmen, und im Verstand, wo wir Wahrheit/Lüge wahrnehmen.

Wir verwechseln ständig die Analyse im Herzen mit jener im Verstand, zwischen süß/bitter und Wahrheit/Lüge, sind hin- und hergerissen, doch gerade das hilft uns, das vollkommene Verlangen und einen klaren Verstand aufzubauen.

Denn der Mensch wird nicht als Held geboren, bereit für die ihm auferlegte Mission. Das höhere Licht erschafft lediglich einen Punkt „aus dem Nichts“.

Er unterscheidet sich vom Licht nur dadurch, dass er über das Verlangen zu genießen verfügt, im Gegensatz zum Verlangen des Lichts, Genuss zu bereiten.

Und alle anderen Eigenschaften muss der Mensch in sich selbst aus der Verbindung mit der Einwirkung des Lichts auf ihn, durch Verständnis und Empfindung, entwickeln.

Erst dann wird er alles, was es im Schöpfer, im Licht, gibt, erkennen und spüren und wird genauso wie Er. Denn der Zustand des Lichts ist vollkommen, und in dem Schöpfungsgedanken wird vorausgesetzt, dass auch die Schöpfung genauso vollkommen wie Er wird.

Das heißt, die Schöpfung muss eine Reihe von Eindrücken, angenehm und unangenehm, verständlich und unverständlich, aus dem Punkt bekommen, bis sie den Zustand erreicht hat, in dem sie tatsächlich alles spürt und versteht, und den Schöpfer bei Seiner Arbeit durch sich selbst ersetzt hat.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 17.09.2010

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Sich durch sich selbst durchtasten.

Unsere spirituellen Zustände können nur durch die Verbindung mit der Gruppe überprüft werden.

Um uns die Möglichkeit zu geben, uns darin korrekt zu entwickeln, lässt uns der Schöpfer das Vorhandensein einer gewissen höheren Macht spüren, bleibt aber selbst verborgen, damit wir in der Vereinigung Sein Modell erschaffen können.

Indem Er sich abwechselnd enthüllt und verhüllt, erweckt Er in uns die Notwendigkeit, Ihn gerade aus Seiner Verhüllung heraus in dem Punkt unserer Vereinigung zu enthüllen.

Ich kann den Schöpfer nicht wie ein beliebiges Ziel in dieser Welt vorher sehen. Indem Er sich verhüllt, gibt der Schöpfer uns die Möglichkeit, Sein Bild aus der Analyse der Eigenschaften von „uns selbst und der Gruppe“ wie von „uns selbst und dem Schöpfer“ aufzubauen.

Wir finden sie heraus und bewerten sie, während wir uns zu Ihm durchtasten und etwas uns selbst Unbekanntes formen.

Wir bauen allmählich das spirituelle System in uns auf und benutzen unser Verlangen und die Kraft des Schöpfers, das Licht – daraus wird in uns das Bild des Schöpfers erschaffen.

Da wir Ihn in uns aus der Dunkelheit, ohne ein sichtbares Vorbild erschaffen, enthüllen, begreifen und empfinden wir Ihn, wir werden Ihm wahrhaftig ähnlich.

Alle Hindernisse, hart in ihrer Weisheit, sind das Training, welches der Schöpfer für uns geplant hat – wie ein Lehrmeister, der seinen Schüler aufklärt.

Wir bauen in uns das System der Steuerung des Gebens, das System des Schirms und des reflektierten Lichts, auf. Eben durch die Reflexion gleichen wir uns an den Schöpfer in den Eigenschaften an.

So wird der Mensch nach und nach zu einem Menschen – zu demjenigen, der dem Schöpfer ähnlich ist.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.09.2010

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In Malchut der Unendlichkeit zurückkehren

Eine Frage, die ich erhielt: Gestern haben Sie auf dem Blog geschrieben: „In der Geisteswelt gibt es keine Quelle des Lichtes und das Licht füllt das ganze Weltall aus, seine Einwirkung ist identisch, egal wo du bist“. Deswegen können wir nur in der Verbindung zwischen uns bewerten, inwiefern wir uns der Quelle des Lichtes, dem Schöpfer nähern?

Meine Antwort: Richtig. Es gibt keine andere Stelle, außer die, wo wir uns jetzt befinden. Diese einzige geschaffene Stelle ist die Malchut der Welt der Unendlichkeit.

Aber infolge der allmählichen 125stufigen Einschränkung des Lichtes und der Anwesenheit des Schöpfers darin, halten wir uns hinter den 125 Filtern auf, hinter der letzten Stufe der Verhüllung, auf der wir nicht mehr empfinden, wo wir bezüglich aller Stufen sind.

Um Malchut der Unendlichkeit durch die Verhüllung enthüllen zu beginnen, sollen wir uns vorstellen, dass wir uns in ihr jedoch befinden, aber wir empfinden das nicht, weil wir voneinander egoistisch abgesondert sind.

Wenn wir beginnen, uns im Maß der Vereinigung nach 125 Stufen der Enthüllung zu verbinden, werden wir in die Empfindung von der Malchut der Unendlichkeit zurückkehren. Eigentlich kehren wir ins Begreifen zurück, wir entfernen die Vorhänge, die Verhüllungen.

Aber alles wird gemäß der Kraft der Vereinigung zwischen uns enthüllt. Bei der Bestrebung zur Einigkeit werden eben die Kräfte, die gegen die Einigkeit wirken, als „böser Anfang“ bezeichnet und keine andere.

Wenn wir wünschen, uns in der Bestrebung zu verbinden, dem Schöpfer ähnlich zu werden, werden wir ein ganzes System der falschen Verbindung zwischen uns entdecken, die der Vereinigung widerstehen. Wir werden das System der unreinen Welten der BEA (BEA de Pruda der Welten der Teilung) entdecken.

Wenn wir jedoch unsere Absichten von „bekommen“ auf „geben“ ändern, schaffen wir aus unreinen Welten der BEA das System der reinen Welten der BEA (BEA de Kduscha der Heiligkeit und des Gebens).

In Wirklichkeit ist ja nichts zerbrochen worden, sondern nur die Verbindung ist verdorben worden. Sie wurde egoistisch und nun wurde sie in Form des Gebens wieder hergestellt!

Wir sind nicht zerstückelt, sondern falsch miteinander verbunden. Anstatt dir das Gute zu geben, möchte ich es von dir herausziehen und dir das Böse geben. Und so ist jeder von uns.

Das heißt Zerbrechung (Zerbruch?) des Systems. Aber in Wirklichkeit ist in ihm nichts zerbrochen worden. Es ist dasselbe System, wo wir miteinander verbunden sind, allerdings mit der falschen Verbindung.

Wenn wir entdecken, dass die Verbindung zwischen uns falsch ist, dann bedeutet das, dass wir uns bereits in den unreinen Welten der BEA befinden und das ist schon eine geistige Enthüllung. Zur Zeit sind wir hinter den 125 Schichten der Verhüllung dieser Verbindung verborgen. Das ist aber nur der Mangel unseres Begreifens.

Deswegen hängt alles nur von unseren Bemühungen ab, das System der richtigen Verbindung zwischen uns zu enthüllen. Durch diese Verbindung enthüllen wir ja die Kraft, die die Schöpfung verwaltet – den Schöpfer. Eine andere Möglichkeit, den Schöpfer zu enthüllen, gibt es nicht.

Wir reproduzieren eigentlich unser Kli (der allgemeine Behälter der Seele) aus dem Zustand der Zerbrechung, in dem alle seine Teile, wie die Organe des kranken Menschen, falsch arbeiten, bis die Harmonie und die richtige Verbindung erreicht wird.

Der gesunde Zustand, zu dem wir zurückkehren, unser richtiges Funktionieren, die innere Kraft, die uns verwaltet, die Notwendigkeit und das Ziel unserer Existenz – das alles heißt „der Schöpfer“.

Aus dem Sohar Unterricht vom 14.09.2010

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Verbindung unter Gleichen

Man muss stets danach streben, im Glauben über dem Verstand zu sein. Denn wenn der Schöpfer sich offenbart, werde ich mein unabhängiges „Ich“ verlieren, ich werde zu einem Parasiten (Empfangenden) im Höheren System.

Wie ein Mensch, der nicht vom Bett aufzustehen braucht, und mit Schläuchen an die künstliche Nahrung angeschlossen da liegt.

Wenn der Schöpfer sich offenbart, werde ich keine kleinste Bewegung mehr ausführen brauchen, ich werde es nicht können. Er wird durch sich die ganze Welt ausfüllen. Deswegen muss ich mich die ganze Zeit unabhängig von Ihm halten, Ihn verbergen.

Nun wird uns klar, warum Malchut, als sie diesen Zustand in der Welt der Unendlichkeit verspürte, nicht in der Lage war ihn auszuhalten. Denn dieser Zustand löscht das „Ich“, den Kern des Geschöpfes aus.

Der Schöpfer erweckt in uns das „Ich“ und dann sind wir bereit, auf alle Erfüllung, auf alles Wissen zu verzichten. Das ist eben auch das Gefühl der Scham, wenn es scheint, als würden wir aufhören zu existieren.

Daher besteht unsere ganze Arbeit darin, uns selbst stets als ein vom Schöpfer getrenntes Geschöpf zu bewahren – aber andererseits ein Ihm gleichendes Geschöpf zu sein. Und das ist nur möglich, wenn wir die Trennwand zwischen uns aufrechterhalten.

Doch diese Trennwand trennt uns nicht voneinander! Wir verbinden uns über ihr, durch die Verbindung, die wir zwischen uns aufgebaut haben, im Maße unserer Ähnlichkeit!

Ich erlaube meinem Verlangen zu genießen nicht, das Licht direkt zu empfangen, sondern nur das reflektierte Licht, durch das ich meine Ähnlichkeit zum Schöpfer ausbaue. Dort verschmelzen wir miteinander, zur unzertrennlichen Einheit.

Das Wissen und der Verstand sind unten und über ihnen steht der Glaube und das Geben. In diesem Glauben und in diesem Geben verbinde ich mich mit dem Schöpfer.

Der Schöpfer offenbart sich niemals so, dass er die ganze Arbeit für mich tut und mein Ich aufhebt. Der Höhere zeigt mir lediglich Beispiele, indem er seinen unteren Teil, ACHAP, zu mir hinablässt – und ich nehme diese Beispiele und mache mich Ihm gleich.

Das ist es, was die „Arbeit des Schöpfers“ genannt wird. Er macht die Korrektur nicht für mich, sondern lehrt mich, wie ich mich zu korrigieren habe.

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Der Weg zur Offenbarung des Schöpfers

Während wir das Buch Sohar lesen, versuchen wir, einen gemeinsamen Raum zu erschaffen, indem wir danach streben, all unsere Punkte im Herzen zu vereinen. Das bedeutet, die „Tora lernen“. Ohne eine solche Absicht gibt es kein Torastudium.

Der Punkt im Herzen ist „Israel“, Isra-El, direkt zum Schöpfer. Mittels des Studiums wollen wir die Tora erreichen – das uns korrigierende Licht. Und dann offenbaren wir, in der Verbindung zwischen uns, den Schöpfer.

In der Verbindung zwischen uns und dementsprechend in der Offenbarung des Schöpfers gibt es 125 Stufen oder 5 Welten, 5 Lichter NaRaNChaJ.

Die vollständige Abwesenheit von Einheit, in der wir unsere Anstrengungen beginnen, uns zu verbinden, heißt „diese Welt“. Der Endpunkt unserer wechselseitigen Verbindung heißt „Welt der Unendlichkeit“.

So offenbart sich das gesamte System der gemeinsamen Seele, genannt Adam Rishon, Shechina oder Malchut der Unendlichkeit. Die Form dieses spirituellen Gefäßes (Kli) heißt „Schöpfer“ (Kadosh Baruch Hu) – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die wir dann offenbaren.

Alles befindet sich innerhalb dieses Systems. Die ganze Wissenschaft der Kabbalah spricht allein davon, wie man den Schöpfer offenbart, gemäß der Gleichheit von Eigenschaften, wie es heißt: „Von der Liebe zu den Geschöpfen – zur Liebe zum Schöpfer“. Indem wir uns untereinander verbinden, erschaffen wir in der Verbindung zwischen uns ein System, das der Höheren Kraft des Gebens gleicht.

Dieses Bild muss während des Lesens des Buches Sohar ständig vor unseren Augen sein. Ich muss ständig prüfen, wo ich mich auf dieser Treppe der Verbindung zwischen uns befinde, wovon der Sohar jetzt spricht, ob ich mich mit den anderen verbinden will oder mich dem widersetze, was mich jetzt hindert.

Ich denke die ganze Zeit nur daran: wie ich (Israel) mit den anderen verbunden bin – mittels der Kraft, die uns eint (Tora), und innerhalb unserer richtigen Verbindung offenbare ich die ureigene Eigenschaft des Gebens (den Schöpfer).

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Eine „Falle“ für das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Unser Leben lang sind wir auf der Jagd nach der „Möhre“, die zu fangen uns niemals gelingt.

Was ist da der Unterschied zwischen der Jagd nach der „Möhre“ und den Bemühungen, den Schöpfer zu offenbaren?

Meine Antwort: Wenn der Mensch aus seinen egoistischen, empfangenden Wünschen heraus einer Sache nachgeht – ob der „Möhre“ oder dem Schöpfer, ist dabei unwichtig – wird er weder das Eine noch das Andere kriegen.

Denn gemäß dem Schöpfungsgesetz kann im Willen, Genüsse zu empfangen, nichts eintreten außer Kista de-Chayuta, einer winzigen, kurzzeitigen Portion Licht, die uns die Empfindung eines kleinen und kurzen Lebens vermittelt.

Wenn aber der Mensch das große Leben wahrnehmen will, dann ist das allerdings nur in einem anderen Verlangen möglich. Fische fange ich mit einer Angel, Schmetterlinge mit dem Kescher, Tiere mit der Falle, Vögel mit der Schneise – für jeden Fang gibt es ein anderes Mittel.

Unser Wille zu genießen kann nichts größeres wahrnehmen als dieses kleine, kurze Leben. Größeres kann man nur in einer anderen „Falle“ empfinden, die ich bauen muss – dem Willen zu geben.

Die Ambitionen des Menschen, der diese Frage gestellt hat, sind richtig. In meinem natürlichen Verlangen zu empfangen, habe ich keine Möglichkeit, glücklich zu werden.

Indem Du den Willen „zu empfangen“ in den Willen „zu geben“ tauschst, wirst Du glücklich sein. Denn das Wesentliche ist nicht das Verlangen, sondern die Erfüllung.



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Die Lehre vom Licht für die ganze Welt

Je früher ein Kabbalist, angefangen von Adam, gelebt hat, desto enger war er mit der Wurzel verbunden und desto höher stand er. Über ihn haben alle, die nach ihm kamen, das Licht empfangen.Doch für diejenigen, die sich mit dem Lichtstrahl, der aus der Unendlichkeit kommt, verbinden wollen, ist der letzte, der am nächsten stehende Kabbalist am wichtigsten, denn gerade durch ihn wird man an das Licht angeschlossen und damit verbunden. Für uns ist Baal haSulam ein solcher Kabbalist.

Er schreibt, dass er dessen würdig geworden ist, die Wissenschaft der Kabbala an uns zu übergeben. Und wir sind dessen würdig geworden, dass uns eine solche Seele enthüllt wurde, die uns die Methode der Kabbala näherbringt, dank welcher wir den Schöpfer enthüllen können.

Die Werke von Baal haSulam sind die einzigen, die in der heutigen Zeit zur Erreichung des spirituellen Ziels geeignet sind. Nur die Bücher von Baal haSulam tragen das für unsere Korrektur notwendige Licht mit sich. Und zur Vorbereitung auf diese sind Artikel von Rabash nötig.

Die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe, sprich die spirituelle Befreiung, muss vollständig für alle eintreten – das heißt, ihre Lehre ist für die ganze Welt bestimmt.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Das Geschenk von Baal haSulam an die Menschen weitergeben

Eine Frage, die ich erhielt: Baal haSulam sagt, dass er einer solchen Möglichkeit, die Kabbala zu enthüllen, würdig wurde, weil er zu einer besonderen Zeit, in der Generation der vollständigen Enthüllung des Schöpfers, gelebt hat.Doch eigentlich fängt man an, seine Werke erst jetzt, 60 Jahre später, zu studieren. Warum war so eine lange Zeit nötig, um seine Bücher den Menschen näherzubringen?

Meine Antwort: Es gibt die Zeit zum Weitergeben und die Zeit zum Empfangen. Natürlich beginnen wir erst heute, uns mit seiner Methode vertraut zu machen.

Vor 30 Jahren haben weniger als zehn Menschen auf der ganzen Welt nach seinen Büchern studiert, und heute studieren Hunderttausende danach, sie sind in verschiedene Sprachen übersetzt worden und im Internet zugänglich.

Die Verspätung in der Vergangenheit zeigt, wie viel wir noch arbeiten müssen, um diese Quellen den Massen näherzubringen, sie an die Massen anzupassen und die Massen für diese Quellen zu sensibilisieren.

Wir als Vertreter befinden uns zwischen den Quellen und den Massen und müssen arbeiten, um sie einander näherzubringen und die Massen zu lehren, die Methode der Enthüllung der Höheren Lenkung richtig zu nutzen.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Alle Welten sind – zwischen dir und mir

Manchmal scheint uns die Sohar Erzählung sehr seltsam zu sein, aber im Grunde genommen ist die ganze Geschichte sehr einfach.Es gibt nur mich und meinen Nächsten. Zwischen uns gibt es die Entfernung, die sich in fünf Teile aufteilen lässt. Im äußerst entfernten Zustand empfinde ich „Diese Welt“. Wenn ich mich aber mit meinem Nächsten vollständig verbinden werde, dann werde ich die Verschmelzung mit ihm erreichen, und „die Welt der Unendlichkeit“ empfinden.

Meine Annäherung an den Nächsten geschieht entlang der fünf Stufen: ich steige in die WeltenAssija, Jezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon hinauf. Es sind also fünf Welten, worin es jeweils fünfundzwanzig Stufen gibt, die125 Stufen unserer Annäherung ergeben.

Vor dem Anfang der Annäherung, wenn ich mich noch in „Dieser Welt“ befinde, muß ich den ganzen Bruch in der Beziehung mit meinem Nächsten (das Begreifen des Übels) offenbaren.

Meine Empfindung dieser Welt entsteht infolge meiner Verbindung mit dem Nächsten. Der Sohar spricht also nur über die Beziehungen zwischen uns: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Natur, die darin beschrieben wird, sind meine Wünsche der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, welche ich in der Beziehung zu meinem Nächsten, d.h. den anderern Seelen offenbare.

Die Tora spricht nur darüber, wie ich die Verbindung zwischen mir und meinem Nächsten aufbauen kann. Das ist die Methodik der Korrektur eben.

Denn die Tora stellt ein im Text verborgenes Licht dar, das ich im Maß meines Wunsches der Annäherung, aus der Quelle heranziehen kann.

Wenn ich die Verbindung mit meinem Nächsten erreiche, dann wird mir in diesem Zusammenhang die höhere Welt offenbart, wonach ich mich im Maß meiner Verbindung in der Geisteswelt befinden kann.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.09.2010

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Das Studium „Vom Mund zum Mund“

Eine Frage die ich erhielt: Was heißt „vom Mund zum Mund“ [„pe al pe“] zu lernen, wie Rabasch von Baal Sulam lernte?
Meine Antwort: „Vom Mund zum Mund“ zu lernen, bedeutet mit einem gemeinsamen Schirm zu lernen, denn der Mund (pe) – ist der Ort, wo sich der Schirm befindet.

Solche Verbindung heißt „Rucha be Rucha“ (auf dem Niveau Ruach), und dieses Niveau soll der Schüler mit seinem Lehrer erreichen.

Das ist das Maß des sich Annullierens von dem Unteren, dank welchem er einer Verbindung mit dem Höheren erreicht.

Jenen spirituellen Zustand zu erreichen ist nicht so einfach, aber wenigstens der Schüler muss das machen, was er in dieser Welt machen kann, indem er die Ratschläge seines Lehrers so befolgt, als ob das für ihn ein Gesetz wäre.

Das ist ein einfacher, praktischer Ratschlag, der für jeden zugänglich ist, und er heißt ein minimales Niveau des Annullierens vor dem Äußeren, auf welcher wir aus eigenen egoistischen Interessen her bereit sind.

Wenn ich von ihm das Spirituelle empfangen möchte, muss ich mich wie in einer Armee annullieren: gesagt – getan.

Der Lehrer spricht von dem Aufbau der richtigen Absicht, von Selbstannullierung, von Anstrengung, von Teilnahme an der Verbreitung – alles was vom Schüler gefragt wird.

Und der Schüler muss [den Anweisungen des Lehrers] zuhören, dann beginnt er durch den entstandenen Verbindungspunk das Licht, dass zur Quelle zurückführt,zu empfangen und das Gesagte zu verstehen.

Im Maß des Annullierens des eigenen Egoismus‘, verwandelt er sich automatisch in eine solche Konstruktion, in welcher das Verstehen zu ihm kommt, indem er die Form / den Eindruck des Spirituellen einnimmt. Und durch diesen Eindruck beginnen wir das Gesagte zu verstehen.

Wenn der Untere sich annulliert, drückt der Obere in ihm seinen Aufbau, seine zehn Sefirot.

Hoffen wir, dass Rabasch wirklich zu unserem Lehrer wird.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010



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