Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Tür nicht zufallen lassen

Frage: Auf dem Kongress in Vilnius hat sich uns eine neue „Tür“ geöffnet. Wie können wir einen Fuß in diese Tür setzen und sie nicht zufallen lassen?

Meine Antwort: Vor allem sollten wir diesen Verlust fürchten, vor der Größe des erreichten Zustands beben, den Eindruck, der in uns entstanden ist, nach Möglichkeit verstärken.

Wir werden nicht in einem Zug durch diese Tür gehen. Wir werden Monate brauchen, um das zu verwirklichen. Denn wir treten in die Phase der Geburt ein, und eine Geburt kann unterschiedlich verlaufen: manchmal dauert sie ein paar Tage und manchmal ein paar Wochen. So oder so, wie lange wir auch brauchen mögen, es handelt sich um einen Prozess, der Geburtswehen einschließt, und nicht um ein augenblickliches Ereignis.

Wir sind auf dem Weg, und wenn du willst, dass der Prozess sich ununterbrochen weiterentwickelt, musst du ihn auf eine richtige Art und Weise annehmen. Du setzt den Weg fort, nicht weil er angenehm und wonnig aufregend ist. Für dich ist nicht der Zustand an sich wichtig – wichtig ist, dass du weißt, dass er dem Schöpfer den maximalen Genuss bereitet. Der Vektor muss vom Empfangen zum Geben umgestellt werden.

Wenn du diese Absicht hinzufügst, kommst du voran. Zwar wird sie sofort einen faden Beigeschnack bekommen, doch wird sie dir das Vorankommen garantieren. Später wirst du den wahren Geschmack spüren – jedoch bereits in Kontakt mit dem Schöpfer, im Geben. Und jetzt rufst du das Licht hervor, damit es das realisiert.

Wenn du aber von angenehmen Empfindungen begeistert bist, wenn du dich darüber freust, dass du endlich die Herrlichkeit der Verbindung mit den Freunden kosten durftest, dann schmeckt dieses Gefühl bitter nach Egoismus und wird deshalb nicht halten. Denn man will dich voranbringen und wird dir deshalb diesen Zustand wegnehmen. Du wirst eine Erschütterung bekommen, ihn vergessen und wirst wieder daran kommen, jedoch mit einer größeren Bereitschaft, nicht vom Gefühl, sondern von der Absicht durchdrungen zu werden.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zum Kongress“, 26.03.2012



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Die Antwort wird vom Schöpfer kommen

Frage: Wir haben die praktischen Übungen auf dem Europäischen Kongress so erfolgreich durchgeführt – warum können wir sie nicht weiterhin wöchentlich unter ihrer Leitung machen?

Meine Antwort: Man muss immer an den eigenen Entscheidungen zweifeln, weil die wahrhafte Antwort nur von oben, vom Schöpfer kommt, und darin unterrichte ich meine Schüler: ich sage ihnen ehrlich, dass ich noch nicht genau weiß, wie zu handeln ist. Ich bin der Lehrer und ich unterrichte sie dahingehend, dass sie weder auf die Antworten von sich, noch auf meine Antworten warten sollen – sondern nur auf die Antworten vom Schöpfer.



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Der arme Westen

In der letzten Zeit hat ein neuer, weitreichender und tiefgreifender Schritt der Entwicklung des Egoismus begonnen. Er basiert auf den Beziehungen, die die Industrie und den Welthandel anwachsen ließen. Firmenbesitzer in Industrieländern begannen zu erkennen, dass sie durch Verlagern der Produktion nach Indien oder China eine Menge Geld bei den Personalkosten sparen konnten. Nach und nach verlagerten sie ihre Unternehmen in die Länder der Dritten Welt, bildeten dort einheimische Arbeiter aus und begannen zu produzieren.

Im Ergebnis steigerten einerseits diese Unternehmer ihre Profite deutlich, andererseits isolierten sich dadurch die westlichen Länder innerhalb ihres eigenen früheren „Zusammenhangs“. Sorgen sich Firmenbesitzer um Menschen, die kürzlich entlassen wurden und arbeitslos geworden sind? „Sollen sich die Politiker darum kümmern; unsere Aufgabe ist das Geldverdienen.“

Als Konsequenz davon mussten die Regierungen Billionen Menschen versorgen, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen konnten. Die westlichen Länder begannen zu verarmen, ihre Verschuldung stieg rapide an, und sie begannen, Geld zu drucken, das nicht mehr durch reale Werte gedeckt wurde. Früher war der Geldwert an den Goldpreis gekoppelt und repräsentierte wirkliches Vermögen. Jetzt nicht mehr. So geschah es, dass die blühenden Nationen des Westens zunehmend ärmer wurden. Die Armut ist jetzt noch nicht offensichtlich, aber diese Prozesse läppern sich zusammen und zeigen sich nach und nach.

Das Schlimmste, was passierte, war, dass international bekannte Geschäftsleute durch die Produktionsverlagerung in ärmere Länder sogar noch reicher wurden; das Ausmaß ihres Einflusses auf ihre Regierungen in Europa und Amerika stieg dramatisch. Dadurch schlichen sich egoistische Werte (Geld) an die Spitze der Pyramide der menschlichen Gesellschaft. Diese Leute gewannen Macht über einfach alles. Das führte zur derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Hierhin haben uns unsere Egos geführt.

Entwickelte Industrieländer büßten ihre sozialen Struktur ein, die durch die Verarmung mehrerer Gesellschaftsschichten völlig zerstört wurde. Diese Situation wirkte sich äußerst negativ auf die Bildung und verschiedene andere Aspekte der gesellschaftlichen Beziehungen aus.

In der Tat finden wir uns in einer allgemeinen, globalen Krise wieder. Heutzutage ist wechselseitige Verbindung ein Muss; „reiche“ Länder konsumieren hauptsächlich, während die armen Länder die Konsumgüter herstellen. Beide wurden untrennbar in einem Netzwerk verknüpft. Alles, was in den Ländern der Dritten Welt produziert wird, muss seinen Käufer in den industriell entwickelten Ländern finden. Aber die Zahl der Käufer sinkt ständig, da die Menschen in den westlichen Ländern verarmen. Als Folge verbreitert und vertieft sich die weltweite Krise.



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Kongress in Vilnius, Workshops

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Kongress in Vilnius, 25.03.2012, Lektion 5

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 4

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 3

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Kongress in Vilnius, 23.03.2012, Lektion 2

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Kongress in Vilnius, 23.03.2012 Lektion 1

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Eine Krankheit ist eine Korrektur

Frage: In der Psychologie wird eine Krise als ein schmerzhaftes Phänomen beschrieben, aber wenn jemand dies bewältigt und nicht aufgibt, erreicht er ein neues Niveau, auf dem eine große Menge Energie freigesetzt wird und er beginnt, ein neues Leben zu leben.

Meine Antwort: Noch mehr, jede Krankheit ist auch ein Akt der Heilung. Angenommen, eine Fehlfunktion tritt auf. Jetzt wird sie in irgendeiner Weise korrigiert oder kompensiert. Und in dem Zeitrahmen, in dem sie kompensiert und korrigiert wird, betrachten wir sie als eine Krankheit. In Wirklichkeit aber ist dies schon die Korrektur.

Wir nehmen absichtlich Impfungen vor; Wir bringen Spuren einer Krankheit in den Organismus ein, um seine positive Reaktion darauf anzuregen, um ihn vor bedrohlichen äußeren Einflüssen zu schützen.

Würden wir all diese kritischen, schmerzhaften Symptome zusammentragen, würden wir entdecken, dass wir sie als die Geburt eines neuen Zustandes betrachten müssen, als eine Besserung unserer Gesundheit, als Korrektur, als unsere Ausrichtung und unseren Aufstieg auf die nächste Stufe.



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