Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Liebe zu Freunden (3)

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – das ist das Grundgesetz der integralen Natur der menschlichen Gesellschaft. Wenn wir darauf achten, beachten wir zugleich alle Gesetze der Natur, oder, mit anderen Worten, alle Gesetze der Natur sind in diesem Gesetz enthalten. Heißt das, dass wir nichts anderes zu tun haben?

Es ist Sinn und Zweck der Natur, alle ihre Teile zur vollständigen Harmonie, zum Gleichgewicht zu führen. Auf diese Weise erreicht der Mensch seinen komfortabelsten Zustand. Und alle Ereignisse, die wir noch durchleben müssen, sind nur dazu gedacht, damit der Mensch bewusst einen solchen Zustand erreicht.

Diesen Sinn und Zweck der Natur müssen wir ebenso erforschen wie ihren Weg zum Ziel, um ihr zu folgen. Das ist unsere Garantie für ein erfolgreiches Leben. Die ständige Unterstützung dieses Prinzips durch die Wissenschaft gibt uns Vertrauen auf diesem Weg, ein Vertrauen darauf, dass wir mit ihr sicher sein können, im Einklang mit den Gesetzen der Natur zu handeln. Die Anerkennung durch den Erfolg im Falle der Erfüllung der Naturgesetze, oder das Unglück im Falle des Scheiterns, müssen in uns wie die Ehrfurcht und Angst zu spüren sein. Dies gewährleistet unser Glück.

Dazu müssen wir die Naturgesetze für uns als eine sachliche und antreibende Kraft begreifen, die es bewusst umzusetzen gilt. Gerade in ihrer verantwortungsbewußten Erfüllung liegt die Besonderheit der Entwicklung der Stufe „Mensch“, die über die Stufe „Tier“ hinausgeht. Denn alle unsere früheren Entwicklungsstufen haben wir nur unbewusst empfunden, da sie von der Entwicklung des Egos in uns angetrieben wurden. Heute zwingt uns die Natur zu einer selbständigen und bewußten Weiterentwicklung, über den Egoismus hinaus, in Richtung hin zu der entgegengesetzten Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Wie kann der Mensch diese neue Eigenschaft erlangen – das Verlangen des Gebens – und zugleich verstehen, dass das Verlangen, eigennützig zu empfangen, für ihn schädlich ist? Denn das ist gegen die menschliche Natur – er kann doch nichts tun, wenn er dadurch keinen Vorteil für sich hat?

Es gibt dafür nur einen Ausweg, nämlich ein paar Leute, die das Verlangen haben, der Macht des Egos zu entkommen, und sich in einer Gruppe zusammenzuschließen. Jedes Mitglied dieser Gruppe muss sich bezüglich der Anderen annullieren. Da jedes einzelne Mitglied dieser Gruppe bereits das Verlangen hat, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erlangen, es ihm aber an der Kraft der Umsetzung mangelt, so werden sie gemeinsam eine neue Einheit erschaffen, indem sie sich in eine Gruppe verbinden, und ihr Ego in Bezug auf ihre Freunde unterdrücken. Wenn bspw. eine Gruppe zehn Mitglieder hat, dann wird durch diese Einheit ihre Kraft um 10 mal größer sein, als die Kraft jedes Einzelnen.

Aber das wird nur unter der Voraussetzung geschehen, dass sich die Gruppe gefunden hat und darüber nachdenkt, wie ihr Ego zu unterdrücken ist, und nicht wie man es erfüllen kann. Und aus der Liebe zu den Freunden heraus wird jeder das Verlangen haben, dieses Gesetz der Natur zu erfüllen, denn nur so führt er sie in ihrer Gesamtheit zu Balance und Harmonie.

(Nach dem Rabasch Artikel „Liebe zu Freunden (6,1)



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So hilft der Mensch seinem Nächsten

Frage: Muss jedes Mitglied der Gruppe genau wissen, an was genau es jedem einzelnen Freund mangelt, und wie ihm zu helfen ist, oder reicht es aus, sich mit dem allgemeinen Begriff „Die Liebe zum Freund“ zu begnügen?

Meine Antwort: In unserer Gesellschaft kann ein Mensch dem anderen nur da helfen, wo es arme und reiche, kluge und dumme, starke oder schwache, etc. gibt. Aber wenn alle gleich sind, wie kann man sich dann noch gegenseitig helfen?

Es gibt aber eine Sache, die dem Ganzen fehlt – den Sinn für Humor. Wenn die Stimmung schlecht ist, werden weder Reichtum, noch Weisheit helfen. Nur ein anderer Mensch kann die Atmosphäre in der Gruppe verbessern, damit der Freund wieder einmal eine Woge der Vitalität fühlt und das Gefühl hat, dass der Sinn und Zweck der Verbindung in greifbarer Nähe ist.

Es stellt sich heraus, dass jedes Mitglied der Gruppe die Aufmerksamkeit auf die Laune seines Freundes lenken sollte, um sie, wenn nötig, zu heben. Denn gerade bei der Empfindung einer erhabenen Stimmung kann jeder dem anderen behilflich sein.

(Nach dem Rabash Artikel „So hilft der Mensch seinem Nächsten“)



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Die Tür nicht zufallen lassen

Frage: Auf dem Kongress in Vilnius hat sich uns eine neue „Tür“ geöffnet. Wie können wir einen Fuß in diese Tür setzen und sie nicht zufallen lassen?

Meine Antwort: Vor allem sollten wir diesen Verlust fürchten, vor der Größe des erreichten Zustands beben, den Eindruck, der in uns entstanden ist, nach Möglichkeit verstärken.

Wir werden nicht in einem Zug durch diese Tür gehen. Wir werden Monate brauchen, um das zu verwirklichen. Denn wir treten in die Phase der Geburt ein, und eine Geburt kann unterschiedlich verlaufen: manchmal dauert sie ein paar Tage und manchmal ein paar Wochen. So oder so, wie lange wir auch brauchen mögen, es handelt sich um einen Prozess, der Geburtswehen einschließt, und nicht um ein augenblickliches Ereignis.

Wir sind auf dem Weg, und wenn du willst, dass der Prozess sich ununterbrochen weiterentwickelt, musst du ihn auf eine richtige Art und Weise annehmen. Du setzt den Weg fort, nicht weil er angenehm und wonnig aufregend ist. Für dich ist nicht der Zustand an sich wichtig – wichtig ist, dass du weißt, dass er dem Schöpfer den maximalen Genuss bereitet. Der Vektor muss vom Empfangen zum Geben umgestellt werden.

Wenn du diese Absicht hinzufügst, kommst du voran. Zwar wird sie sofort einen faden Beigeschnack bekommen, doch wird sie dir das Vorankommen garantieren. Später wirst du den wahren Geschmack spüren – jedoch bereits in Kontakt mit dem Schöpfer, im Geben. Und jetzt rufst du das Licht hervor, damit es das realisiert.

Wenn du aber von angenehmen Empfindungen begeistert bist, wenn du dich darüber freust, dass du endlich die Herrlichkeit der Verbindung mit den Freunden kosten durftest, dann schmeckt dieses Gefühl bitter nach Egoismus und wird deshalb nicht halten. Denn man will dich voranbringen und wird dir deshalb diesen Zustand wegnehmen. Du wirst eine Erschütterung bekommen, ihn vergessen und wirst wieder daran kommen, jedoch mit einer größeren Bereitschaft, nicht vom Gefühl, sondern von der Absicht durchdrungen zu werden.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zum Kongress“, 26.03.2012



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Die Antwort wird vom Schöpfer kommen

Frage: Wir haben die praktischen Übungen auf dem Europäischen Kongress so erfolgreich durchgeführt – warum können wir sie nicht weiterhin wöchentlich unter ihrer Leitung machen?

Meine Antwort: Man muss immer an den eigenen Entscheidungen zweifeln, weil die wahrhafte Antwort nur von oben, vom Schöpfer kommt, und darin unterrichte ich meine Schüler: ich sage ihnen ehrlich, dass ich noch nicht genau weiß, wie zu handeln ist. Ich bin der Lehrer und ich unterrichte sie dahingehend, dass sie weder auf die Antworten von sich, noch auf meine Antworten warten sollen – sondern nur auf die Antworten vom Schöpfer.



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Der arme Westen

In der letzten Zeit hat ein neuer, weitreichender und tiefgreifender Schritt der Entwicklung des Egoismus begonnen. Er basiert auf den Beziehungen, die die Industrie und den Welthandel anwachsen ließen. Firmenbesitzer in Industrieländern begannen zu erkennen, dass sie durch Verlagern der Produktion nach Indien oder China eine Menge Geld bei den Personalkosten sparen konnten. Nach und nach verlagerten sie ihre Unternehmen in die Länder der Dritten Welt, bildeten dort einheimische Arbeiter aus und begannen zu produzieren.

Im Ergebnis steigerten einerseits diese Unternehmer ihre Profite deutlich, andererseits isolierten sich dadurch die westlichen Länder innerhalb ihres eigenen früheren „Zusammenhangs“. Sorgen sich Firmenbesitzer um Menschen, die kürzlich entlassen wurden und arbeitslos geworden sind? „Sollen sich die Politiker darum kümmern; unsere Aufgabe ist das Geldverdienen.“

Als Konsequenz davon mussten die Regierungen Billionen Menschen versorgen, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen konnten. Die westlichen Länder begannen zu verarmen, ihre Verschuldung stieg rapide an, und sie begannen, Geld zu drucken, das nicht mehr durch reale Werte gedeckt wurde. Früher war der Geldwert an den Goldpreis gekoppelt und repräsentierte wirkliches Vermögen. Jetzt nicht mehr. So geschah es, dass die blühenden Nationen des Westens zunehmend ärmer wurden. Die Armut ist jetzt noch nicht offensichtlich, aber diese Prozesse läppern sich zusammen und zeigen sich nach und nach.

Das Schlimmste, was passierte, war, dass international bekannte Geschäftsleute durch die Produktionsverlagerung in ärmere Länder sogar noch reicher wurden; das Ausmaß ihres Einflusses auf ihre Regierungen in Europa und Amerika stieg dramatisch. Dadurch schlichen sich egoistische Werte (Geld) an die Spitze der Pyramide der menschlichen Gesellschaft. Diese Leute gewannen Macht über einfach alles. Das führte zur derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Hierhin haben uns unsere Egos geführt.

Entwickelte Industrieländer büßten ihre sozialen Struktur ein, die durch die Verarmung mehrerer Gesellschaftsschichten völlig zerstört wurde. Diese Situation wirkte sich äußerst negativ auf die Bildung und verschiedene andere Aspekte der gesellschaftlichen Beziehungen aus.

In der Tat finden wir uns in einer allgemeinen, globalen Krise wieder. Heutzutage ist wechselseitige Verbindung ein Muss; „reiche“ Länder konsumieren hauptsächlich, während die armen Länder die Konsumgüter herstellen. Beide wurden untrennbar in einem Netzwerk verknüpft. Alles, was in den Ländern der Dritten Welt produziert wird, muss seinen Käufer in den industriell entwickelten Ländern finden. Aber die Zahl der Käufer sinkt ständig, da die Menschen in den westlichen Ländern verarmen. Als Folge verbreitert und vertieft sich die weltweite Krise.



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Kongress in Vilnius, Workshops

Workshop 1

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Kongress in Vilnius, 25.03.2012, Lektion 5

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 4

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 3

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Kongress in Vilnius, 23.03.2012, Lektion 2

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