Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Seminar mit dem Schöpfer

Lektion aus USA

Frage: Während der Seminare in der Gruppe reden einige Menschen viel und andere weniger, einige sind extrovertierter, andere wiederum weniger. Wie soll man sich richtig dazu verhalten?

Meine Antwort: Wenn ich zusammen mit anderen Menschen im Kreis sitze, soll ich jeden von ihnen wie ein Mannequin betrachten, durch das der Schöpfer spricht. Es ist nicht der Mensch, der mir gegenüber sitzt, sondern auf diese Weise stellt sich mir der Schöpfer in allerlei Formen vor. Wenn sie Dummheiten sagen, dann ist das unwichtig für mich, ich huldige ihnen. Wenn sie plötzlich mir unangenehm, abstoßend und unsympathisch erscheinen, dann soll ich als Gegengewicht dazu verstehen, dass Er in mir diese Gefühle, diese Antipathie erweckt. Und hier ist ein Platz für viel Arbeit.

Über den großen Weisen Rabbi Jossi Ben Kisma steht geschrieben, dass er eine Gruppe von Schülern hatte, die absolute Anfänger waren, aber er stellte sich noch niedriger als sie, und somit wurden sie Groß in seinen Augen und er konnte durch sie das ganze spirituelle Begreifen vom Schöpfer offenbaren.

Es gibt nicht „höher“ und „niedriger“ – denn diese Wahrnehmung erfolgt nur laut unserer Einschätzung. Deshalb kann ich in einer Gruppe von denen, die „von der Straße gekommen sind“, sitzen und es ist unbedeutend, dass sie Anfänger sind. Alles hängt davon ab, wie ich mich ihnen gegenüber stellen werde.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 10.05.2012



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Lehren, aber nicht brechen

Wenn ich in die Gesellschaft einbezogen bin, möchte ich an alle anderen Seelen geben, all den Verlangen, die außerhalb von mir sind. Aber was kann ich ihnen geben? Dann empfange ich (I) ein großartiges Licht vom Schöpfer, das Licht von Ein Sof (Unendlichkeit) (∞ ), das durch mich hindurchgeht zu anderen.

Irgendwann wird jeder von uns dem Schöpfer ähnlich in seiner Beziehung zu anderen – der Eine, der gibt, der jeden spürt und füllt.

Zur selben Zeit sind wir alle verschieden, und niemand kann den Platz eines anderen einnehmen. Jeder hat seine eigenen, besonderen Fähigkeiten, die ihm erlauben, sich anderen anzuschließen und ihnen etwas zu geben, das nur er ihnen geben kann. Es ist diese Fähigkeit, die jemanden dem Schöpfer ähnlich macht in seiner Einstellung zu anderen.

Die Weisheit der Kabbala sagt uns, dass niemand gedrängt oder unterdrückt werden sollte. Die Erziehung sollte frei sein: Wir lehren die Leute über gegenseitige Bürgschaft, wechselseitige Verbindung, beiderseitige Hilfe und gemeinsame Erfüllung, aber ohne Zwang. Wenn wir irgendetwas davon jemandem vorschreiben, werden wir ihn seiner Fähigkeit berauben, sich auf richtige Weise mit anderen zu verbinden und seinen einzigartigen Beitrag zum Wohle aller zu leisten. Er wird nicht fähig sein, in seiner Haltung zur Welt wie der Schöpfer zu sein, und wird sich zur Stufe des Schöpfers erheben können, zur Stufe des Einen, der gibt.

„Geben“ ist, wenn ich vom Schöpfer empfange und das Licht, das für andere gedacht ist, durch mich hindurchleite. Um jemanden zu befähigen, das zu tun, müssen wir ihm die richtige Erziehung zukommen lassen, ohne jeglichen Druck oder Unterdrückung, gemäß dem Prinzip: „Erziehe jedes Kind auf seine eigene Art“. In anderen Worten, entwickle seine Eigenschaften, aber bedränge nicht, zwinge nicht, und brich es nicht.

Dies ist eine besondere Methode, und wir müssen lernen, wie wir sie anwenden können. Wenn wir unsere Kinder auf diese Art erziehen, werden sie zu ganzen und erfolgreichen Menschen werden. Das liegt daran, dass wir ihnen beibringen werden, sich problemlos mit anderen zu verbinden, und sie dadurch mit den Mitteln versorgen werden, näher zum Licht zu gelangen. Dadurch wird es für sie leichter sein, die allgemeine Kraft zu erkennen, die in der Natur verborgen ist. Darin besteht die Einzigartigkeit unserer Erziehung.

Einer Person in dieser Welt fehlt tatsächlich nur eines, nämlich zu wissen, wie man sich mit anderen Leuten verbindet. Wenn jemand lernt, wie man sich verbindet, wird er fraglos in allem Erfolg haben. Darin besteht die Korrektur der Welt. All unsere anderen Geschäfte sind nur Lügen. Wir verwirren uns selbst durch eingebildete Erfolge, nach denen es stets Enttäuschungen gibt, und die Krisen und unsere Schwierigkeiten wachsen weiter.



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Verliere dich nicht

Kongress in Brasilien. Lektion №5

Frage: Kann ein beliebiges physisches Verlangen – zum Beispiel die Sucht nach Sex – auf dem spirituellen Weg zum Hinderniss werden?

Meine Antwort: Die physischen Verlangen (Essen, Sex, Familie, Geld, Ehre, Macht und Wissen) können den spirituellen Aufstieg des Menschen nicht verhindern. Man sollte sich nicht abgesondert mit dem beschäftigen, was zum Körper gehört. Man sollte sich nur um seinen Hass gegenüber den Freunden sorgen, und gleich danach um den Hass gegenüber der ganzen Welt.

Wenn du fünf Portionen anstelle einer aufessen willst, dann ist das schlecht für den Körper, stört dich aber auf dem spirituellen Weg nicht. Dasselbe betrifft auch Sex.

Denke an die Verbindung mit dem Schöpfer mit Hilfe der Freunde, und sorge dich nicht um deine physischen Verlangen.

Auszug aus der 5.Lektion des Kongresses in Brasilien, 06.05.2012



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Das Erfolgskriterium

Frage: Nach welchen Kriterien kann ein Mensch bewerten, ob sein Studium der integralen Methodik erfolgreich war?

Meine Antwort: Wenn der Mensch in ständigem Kontakt mit seiner virtuellen oder physischen Umgebung bleibt, und dieser Kontakt ihm einen innerlichen Ausgang in das allgemeine Gefühl ermöglicht, in den allgemeinen Gedanken, in die allgemeine Bewegung, Empfindung, die Suche des Ziels, die Analyse des Zustandes, dann ist seine Zeit nicht umsonst und verloren. Das heißt, der Ausgang aus „sich“ in „außer sich“ soll eine ständige Bestrebung, soll die Bewegung des Menschen sein, dann wird sein Leben anders verlaufen.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 27.02.2012



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Der Weg der Mutter

Kongress in Brasilien. Lektion №5

Frage: Gibt es in der Spiritualität einen Unterschied zwischen Mann und Frau?

Meine Antwort: Nein. In jedem von uns gibt es zwei Teile: den weiblichen Teil und den männlichen Teil. Mit ihnen gehen wir eben vorwärts.

Bezüglich der Einheit in der Gruppe unterscheiden sich jedoch die männlichen und die weiblichen Seelen in ihrem Herangehen. Die Frauen werden je nach ihren Kräften und Verlangen vereinigt, und die Männer sind verpflichtet, vom ganzen Herzen und mit den starken brüderlichen Banden vereinigt zu werden.

Es handelt sich somit um eine Besonderheit der Seele: die männliche Seele gehört zu Galgalta we-Ejnaim, und die weibliche – zu АHaP. Allerdings sollen sowohl die einen, als auch die anderen die höchste spirituelle Stufe erreichen, wobei es auf dem weiblichen Weg keine besonderen Hindernisse gibt.

Ich empfehle den Frauen und bitte sie darum: sorgen Sie sich um die Männer, stoßen Sie sie zur Vereinigung an, umringen Sie sie, um Rückschritte zu vermeiden. Denn ein Mann bleibt sein ganzes Leben lang ein Kind: er besitzt keinen Mechanismus der Geburt und der Sorge um andere. Er ändert sich nicht – er wird nur erwachsen.

Die Frau dagegen erträgt schwerwiegendste hormonale Veränderungen, wenn sie zur Mutter wird. Wie dem auch sei, in ihr ist dieses Potential, diese Bestrebung, dieses Verständnis einprogrammiert. Und deshalb ist sie mit dem Leben stärker verbunden, ist rationaler und realistischer. Aufstiege und Abstiege erlebt eine Frau weniger intensiv als der Mann, ihr Körper absorbiert diese Schläge gewohnheitsmäßig.

Deshalb sind die Frauen verpflichtet, den Männern zu helfen, und darüber spricht die Wissenschaft der Kabbala viel. Ohne weibliche Hilfe werden die Männer die gemeinsamen Ziele nicht erreichen. Also sorgen Sie sich um sie, so wie sich Mütter um ihre Kleinen sorgen.

Auszug aus der 5. Lektion des Kongresses in Brasilien, 06.05.2012



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Das ewige Wechselspiel

Brasilien-Kongress. Lektion 5

Frage: Wie können wir uns vergewissern, dass unsere Verbindung in der Gruppe für die Arbeit, die wir bewerkstelligen wollen, ausreichend ist?

Meine Antwort: Ihr könnt euch davon in der Praxis überzeugen, wenn ihr trotz Reibereien dennoch versucht, euch zu verbinden und zusammen zu arbeiten. Dann handelt ihr in zwei Ebenen: unten sind Streitereien, Hass, Abstoßung, Unverständnis, mit anderen Worten, Egoismus, der uns trennt; oben hingegen verbindet ihr euch in Liebe.

Indem ihr diese zwei Schichten aufrechterhaltet, steigt ihr in ihnen beiden immer höher: der Egoismus erhebt sich über die Liebe und ihr hasst euch, dann erhebt ihr die Liebe über den Egoismus, immer und immer wieder, vergleichbar damit, wie wir unsere Beine beim Gehen abwechselnd benutzen. Positives und Negatives, Absorbieren und Ausscheiden wechseln sich ständig ab – das ganze Leben beruht auf diesem Wechsel, anders können wir nicht vorankommen.

Wenn der gewachsene Hass jedoch die Liebe unterdrückt und ihr euch damit zufrieden gebt, zerreißt die Verbindung zwischen euch und die Gruppe zerfällt. Deshalb sollte man stets daran denken, was der Schöpfer gesagt hat: „Ich erschuf den bösen Trieb“. Er erneuert ständig euren Egoismus, damit ihr euch fortwährend über ihn zum Guten erheben könnt.

– Wo soll ich es aber her nehmen?

Bitte den Schöpfer darum. Auf diese Weise verbindest du dich mit Ihm immer wieder. Er verstärkt deine Eigenliebe gerade dafür, damit du die Verbindung herstellst und um Hilfe bittest. Dieser Prozess muss sonnenklar sein. Allein auf diese Weise kommen wir in der Gruppe voran, anderenfalls sind wir zum Scheitern verurteilt.

Auszug aus der 5. Lektion des Brasilien-Kongresses, 06.05.2012



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Die Verbindung mit der Gruppe überprüfen

Wir müssen verstehen, dass es in unserem Leben, in unserer Realität nur zwei Zustände gibt: Einen Zustand der Dunkelheit, einen Schatten, oder einen Zustand des Lichtes, Verbindung, der Offenbarung des Guten und Gütigen. Es gibt nichts dazwischen. Wenn jemand, der davon hört, stets versucht, die Zustände, die er durchlebt, zu klären, ob es sich um einen Schatten handelt oder um die Enthüllung des Schöpfers, dann wird er entlang der mittleren Linie voranschreiten.

Baal HaSulam, Shamati, Artikel 8: „Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten von Kedusha und dem Schatten von Sitra Achra?“: „Alle Veränderungen sind vielmehr in den Empfängern. Wir müssen zweierlei Einsichten betrachten in diesem Schatten …

Die erste tritt auf, wenn jemand sich noch mit den Freunden vereinen kann, indem er die Gedanken an Trennung und die Trübung der Sinne überwindet. Er kann die Dunkelheit und Verhüllung des Lichtes noch bewältigen; er versteht noch, dass er das Ziel aus den Augen verloren hat, den Weg zum Schöpfer.

Aber im Großen und Ganzen betreibt niemand wirklich Selbstkritik, „Warum empfinde ich so? Woher kommt dieses Gefühl?“ Ich bin nicht mein eigener Psychologe, ich fühle mich nur gut oder schlecht, wie ein Kind. Ich ermittle nicht, wer mir diese Gedanken und Gefühle schickt. Ich „schmore“ darin und versinke in meinem Körper, wie ein kleines Kind.

Trotzdem sollte man sich selbst kennen und fragen: „Was hat meine Gefühle und Gedanken hervorgerufen? Wie kann ich mich über mich selbst erheben, über den gegenwärtigen Zustand? Wie kann ich diesen Sumpf hinter mich bringen, indem ich mich selbst an den Haaren herausziehe?“ Man betrachtet sich stets selbst von der Seite, „Ja, ich befinde mich tief verstrickt in mein egoistisches Verlangen. Ja, es beherrscht mich. Es ist wahr, es erlaubt mir nicht, mich zu verbinden, es lässt mich nicht zur Lektion aufstehen, es zwingt mich, den Kontakt zu unterbrechen, es lässt mir das alltägliche Leben mit all seinen Anliegen wichtiger erscheinen. Aber ich sehe, dass ich in diesem Zustand bin, und dass er dem Ziel entgegengesetzt ist.“

Wie kann ich das verstehen und erkennen? Wenn ich noch mit etwas äußerlich verbunden bin, mit der Gruppe. Hier kommt der Moment der Wahrheit, ich kann prüfen, ob ich wirklich mit der Gruppe verbunden war oder nicht. Falls ich nicht verbunden war, empfinde ich nur mich selbst: Ich fühle mich schlecht, ich möchte überhaupt nichts mehr, usw. Außerdem versuche ich gar nicht erst, mir darüber Rechenschaft abzulegen, und bewege mich weg ohne irgendwelche besonderen Gedanken oder Begehren.

Aber wenn ich mit der Gruppe verbunden wäre, wenn ich einen Bund mit den Freunden geschlossen hätte, gemäß dem sie mir helfen müssen, selbst wenn ich falle und mich in eine andere Richtung wende – die innerlichen Verbindungen werden gehalten, mir wäre es wichtig, wie sie mich sehen, und ich würde meine Verpflichtung nicht völlig vergessen. Sie würden mich unterstützen, und ich wäre in der Lage, mich selbst von der Seite her zu betrachten und meine Gefühle zu klären.

Hierdurch werde ich zweigeteilt: In mein eigenes Selbst und meine Einstellung zur Gruppe. Ich werde nur dann etwas klären und mich überprüfen können, wenn ich die Verbindung mit den Freunden halte, und dadurch den Aufstieg in Gang setzen können, der auf den Abstieg folgt. Andernfalls habe ich keine Chance; ich scheitere schlicht und verlasse die anderen. Demnach kann man die erste Art von Schatten überwinden, indem man den derzeitigen Zustand rechtfertigt und versteht, dass er einem vom Schöpfer gesandt wurde. Dann kann man den Schöpfer um Hilfe bitten.

Warum sollte man sich an Ihn wenden? Nicht, um sich besser zu fühlen, denn dann würde ich darum bitten, meine negativen Neigungen abzuschaffen, die doch Er geschaffen hat, mit der Tora als Gewürz dazu. Also sollte ich nach dem Gewürz fragen, so dass die Kraft der Liebe und des Gebens, die Kraft der Verbindung, von oben dazukommen werden und mich befähigen, mich zur anderen Linie hin zu entwickeln.

„Wenn jemand noch die Fähigkeit besitzt, die Dunkelheit und die Verschleierung, die er fühlt, zu überwinden, den Schöpfer zu rechtfertigen und zum Schöpfer zu beten, dass der Schöpfer ihm die Augen öffnen möge, damit er versteht, dass alle Verschleierungen, die einer fühlt, von Schöpfer kommen.“

Wenn jemand hilflos alleingelassen wird und keinen Ausweg sieht, wenn er den Schöpfer verflucht, die Freunde und das Leben, betrachtet er sich immer noch von der Seite und sieht plötzlich eine Chance für einen Durchbruch, er kann verlangen, dass der Schöpfer ihn retten möge. Warum? Weil er einen Zustand nicht akzeptiert, die Fürsorge des Schöpfers mangelhaft zu sein scheint, und er ihn nicht rechtfertigen kann. Jemand fühlt sich schlecht, weil er schlecht denkt vom Guten und Gütigen, wenn er gegenteilig zu Ihm ist. Wenn einem das Leben schlecht erscheint, ist das ein Zeichen, dass ich entgegengesetzt zum Schöpfer bin.

Wir müssen einen Massach (Schirm) aufbauen und das Reflektierte Licht (Or Choser) über all die schwierigen Situationen. Selbst in den schlimmsten Situationen muss ich den Schöpfer als ihren Ursprung sehen, als das Licht voll all des unbegrenzten Überflusses, das aber in mir zerbrochen ist und sich in ein schlechtes Gefühl verwandelt, in einen Schatten, in Dunkelheit, weil meine Eigenschaften dem Guten und Gütigen gegenüberliegen, der Eigenschaft von Geben und Liebe entgegengesetzt sind.

Somit kommen wir jedesmal vorwärts, wenn wir die Dinge richtig abklären. Die Hauptsache ist, ständig den Punkt zu erforschen, „Was fühle ich? Wer schickt mir dieses Gefühl? Warum erfahre ich dieses Gefühl?“ Dies ist das ganze Prinzip unserer Arbeit, und das ist es, was die Menschheit in die 1% und die 99% aufteilt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Schamati, 03.05.2012



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Sich um andere sorgen

Frage: Was verstehen Sie unter dem Wort „Liebe“?

Meine Antwort: Ich meine, dass jeder von uns ständig mit den Sorgen der anderen Menschen lebt.

Ebenso, wie wir es in der Gruppe organisieren, wenn wir beginnen, nach einem Trainingsplan zu arbeiten, wenn jeder von uns wünscht, für den anderen eine Zustand zu erschaffen, der so aufgehoben wie möglich ist. Das heißt ich soll andere Menschen verstehen und ihre Bedürfnisse spüren können. Ich soll an sie entsprechende Signale senden können: verbal, physisch, innerlich usw.

Ich soll in gegenseitiger Bürgschaft mit ihnen sein, das heißt, dass jeder von uns den anderen das Empfinden gewährleistet, dass man überzeugt sein kann, aufeinander gleichermaßen in dieser Weise einzuwirken. Und deshalb erheben wir uns ständig über unsere Selbstsucht und korrigieren dadurch unsere egoistischen Eigenschaften.

Eine solche wechselseitige Arbeit ist die wichtigste Arbeit in der Gruppe.

Nach der Aneignung dieser Methode werden wir dennoch wiederholt in selbstsüchtiges Verhalten zurückfallen, und daher erneut Hindernisse empfinden – bis die vollständige Korrektur, bis der endgültige Aufstieg über die Selbstsucht erreicht sind.

Aber in beliebigen Zuständen innerhalb der Gruppe und sogar draußen – zu Hause und bei anderen Menschen – werde ich sofort dieselbe Idee, dieselbe Praxis erleben. Und im Ergebnis werde ich auf die richtige Weise mit der gesamten Welt zusammenwirken.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 27.02.2012



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In Gedanken versunken

Ergebnisse einer Studie: Wenn der Mensch versucht, an alles zu denken, dann wird er unglücklicher. Das Glücksrezept ist einfach – denke daran, was du gerade jetzt machst. Je intensiver du dich um die Gedanken im gegenwärtigen Augenblick kümmerst, desto leichter wird es dir gelingen, zu leben. Das Problem besteht darin, diesem Rat zu folgen, denn das Gehirn ist so programmiert, dass es sich die ganze Zeit ablenken lässt und in Gedanken verliert .

Mein Kommentar: Wir lassen uns nur dann ablenken, wenn unsere Beschäftigung uns nicht innerlich bewegt. Deshalb muss man das eigene Interesse von vornherein wecken. Das empfehlt uns die Wissenschaft der Kabbala. Wenn wir kein Verlangen entwickeln, können wir auch keine Informationen richtig bearbeiten, um Neues zu verstehen, und folglich können wir dann kein Gefäß für die spirituelle Füllung erschaffen.



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Heirat gemäß spiritueller Berechnungen

Wenn ich aus meinem kleinen Umschlag herausgucken könnte und sähe, wo in dieser globalen Welt ich bin, wie ich die ganze Menschheit behandle, die als eine Seele unterschiedliche Veränderungen durchlebt, sich ihrem perfekten Zustand nähernd – dann würde ich mein Leben ein bisschen anders wahrnehmen. Ich würde nicht mehr mein persönliches Leben betrachten, ein Leben so klein wie das einer Ameise, das gar nicht berücksichtigt werden sollte.

Wenn ihr eingeschlossen seid in den großartigen, weltweiten Prozess, zusammen mit anderen, werdet ihr fühlen, dass ihr im unbegrenzten Fluss des Lebens dabei seid. Einstweilen sollten wir lernen, was zu tun ist, um die Ewigkeit der Natur zu empfinden und darin eingeschlossen zu sein. Dann, von dieser Höhe aus, werdet ihr in der Lage sein, all eure persönlichen Probleme zu lösen.

Wenn wir jedoch versuchen, sie auf der gewöhnlichen, körperlichen Ebene zu lösen, werden wir gar nichts klären können. Der Beweis sind all die vergeblichen Versuche der Regierungen, die derzeitige Situation zu verbessern. Es gibt kein anderes Mittel, unseren persönlichen Zustand zu korrigieren, als die integrale Bildung und Erziehung.

Eine Frau, die sich heute schlecht fühlt, weil sie keinen Partner finden konnte, mit dem sie eine Familie aufbaut und Kinder hat, sollte daher verstehen, dass die Natur sie auf diese Weise dazu verpflichten will, in die ganze Welt einbezogen zu sein als eine Frau.

Infolge des Einbezogenseins in die Welt, das aus integraler Erziehung resultiert, fängt sie an, die Beziehungen zu verstehen, die sie mit anderen haben sollte. Sie beginnt zu fühlen, wie gut diese Verbindung auf Gegenseitigkeit mit der ganzen Welt ist.

Dann wird sie den richtigen Mann treffen , und sie werden anfangen, zu lernen, wie sie einander wechselseitig unterstützen können, um auf die spirituelle Ebene aufzusteigen und eins zu werden, obwohl sie immer noch verschieden sein und jeder in seinem eigenen Ego verbleiben können.

In dem Moment, in dem sich die persönliche Wahrnehmung ändert, wird alles innerhalb kürzester Zeit gut laufen. Sie werden sich wünschen, stärker verbunden zu sein und Kinder zu haben, so dass die wechselseitige Verbindung spirituell umgesetzt werden kann. Diese Stimmung wird sie zwingen, eine Familie zu gründen.

Auszug aus dem 19. Gespräch über das neue Leben, 02.02.2012



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