Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Methode, um den „blinden Fleck“ aufzudecken

Frage: Wenn Spezialisten mit Leuten arbeiten, stoßen sie oft auf Eigenschaften in einer Person, die für alle offensichtlich sind, aber die eigentliche Person erkennt nicht, dass sie sie hat. In der Psychologie wird dieses Phänomen als „blinder Fleck“ bezeichnet. Können diese Eigenschaften in den Gruppen für integrale Erziehung diskutiert und offengelegt werden?

Meine Antwort: Das wird nicht funktionieren. Ihr könnt darüber nur auf eine völlig indirekte Weise sprechen, indem ihr sagt, dass alle von uns diese Zustände erfahren, nicht nur du oder ich.

In jedem Artikel über integrale Erziehung wird darüber geschrieben, dass wir während dem Übergangsprozess von einem egoistischen Zustand in einen altruistischen anfangen, zu verstehen, wahrzunehmen und zu begreifen, dass es Dinge gibt, die wir tatsächlich nicht wahrnehmen, bestimmte, besondere „blinde Flecke“. Aber es gibt sie wirklich. Die Leute um uns herum können sie in uns sehen, sie verstehen, dass wir bis jetzt nicht erkennen, dass wir in diesem „blinden Fleck“ existieren. Es ist, als blendete mich ein gewaltiges Licht, und ich kann überhaupt nichts sehen, aber die anderen können mich und alles um mich herum sehr gut sehen.

Im Allgemeinen existiert man immer in einem derartigen Zustand, aber wir können darüber nur entsprechend dem Niveau einer Person sprechen. Wir können nicht direkt auf diesen „blinden Fleck“ zeigen, aber wir können jemanden indirekt zu diesem Zustand führen, indem wir ihn über einen alternativen Weg herunterholen. Aber nie direkt, das wird nicht funktionieren; im Gegenteil, es wird den Zustand nur verschlimmern.

Er muss es durch die anderen erkennen, indirekt, und es erfahren. Zuallererst muss er das nötige Gefühl für diesen Zustand finden. Er muss lernen, dass er hier irgendetwas nicht versteht, dass es etwas gibt, das er nicht spürt, und es muss weh tun.

Auf einmal beginnt es, ihn innerlich zu schmerzen, er wird sich enttäuscht fühlen, wie wenn er etwas nicht versteht, orientierungslos ist, und erkennt, dass etwas in anderen Leuten passiert und bislang nicht in ihm; in anderen Worten muss er anfangen, sich neidisch, eifersüchtig und stolz zu fühlen. Es sind diese Gefühle, die ihn gewöhnlich blenden und nichts erkennen lassen. Jeder hat diese Zustände. Sie begleiten einen bis zur vollständigen Korrektur. Immer!

Aber wir müssen verstehen, dass diese „blinden Flecken“ die Zustände sind, die wir korrigieren müssen. Und dieser „blinde Fleck“ muss uns immer vorwärts leiten wie ein Blitzlicht einer Kamera. Daher müssen die Gruppe und alle anderen irgendwie ihre Fähigkeiten, ihre Haltung und ihre Beziehungen benutzen, um mir die Empfindung des „blinden Flecks“ zu beschreiben, den es mir misslingt, in mir wahrzunehmen, und die Tatsache, dass ich von meinem Stolz geblendet werde, meinem törichten Egoismus, und meiner Beschränktheit; und hier muss ich über mich hinauswachsen.

Dies ist eine sehr komplizierte Methode. Wir werden darüber in Zukunft sprechen und die unterschiedlichen Ansätze und Lösungswege dazu diskutieren. Wir müssen jedem und der gesamten Menschheit helfen, diesen „blinden Fleck“ vor sich zu sehen. In anderen Worten müssen wir allen helfen, zu erkennen, dass dieser bislang-nicht-aktivierte Bereich an Begreifen unsere nächste Stufe ist; durch die Erkenntnis des Bösen kommt es zur Verwirklichung der Tugend, dass du anfängst, Güte hinter dem Bösen wahrzunehmen.

Aber im Allgemeinen ist der „blinde Fleck“ schlicht unser offensichtlicher Egoismus, der uns nicht erlaubt zu empfinden, dass wir uns darin befinden. Wir glauben, alles sei normal und richtig, und wir spüren nicht, dass wir in den Augen der anderen dumm und beschränkt erscheinen. Wenn wir es spüren könnten, würden wir brennen vor Neid, Eifersucht und Stolz, was uns zwingen würde, aus diesem Egoismus herauszutreten.

Und deswegen müssen wir sehr sorgfältig eine versöhnliche Methode darlegen, jemandem seinen „blinden Fleck“ aufzudecken.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 27.02.2012



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Sieh dich selbst von der Seite

Frage: Angenommen, wir filmen eine Klasse der integralen Erziehung. Könnten die Instruktoren dann sich selbst bei der Arbeit sehen?

Meine Antwort: Ich denke, das ist es, worauf es am meisten ankommt, das wichtigste Instrument, deswegen führen wir überall Videoaufnahmen ein. Wenn jemand sich von der Seite betrachtet, ist es für ihn viel einfacher, seine „blinden Flecken“ zu erkennen, die Fehler in seinem Benehmen, die es ihm üblicherweise misslingt, wahrzunehmen.

Kommentar: Aber wir müssen damit sehr vorsichtig umgehen…

Meine Antwort: In aller Regel zeigen wir gewöhnlich nicht direkt darauf. Das funktioniert nicht, da es eine Person nur brechen kann. Wir müssen jemanden zu der Erkenntnis bringen, dass er über sich hinauswachsen muss, dennoch auch mit der Hilfe von anderen, indem er sich an ihnen ein Beispiel nimmt, wobei er immer spürt, dass er sich unterhalb von ihnen befindet.

In diesem Fall gibt es keinen Lehrer und keinen Schüler. Hier kann ein Schüler in den Augen des Lehrers höher scheinen als der Lehrer. In Wirklichkeit wird der Lehrer immer so empfinden, wie wenn er niedriger als seine Schüler ist. Jeder, der wirklich eine Stufe über anderen steht, wird empfinden, wie wenn er niedriger als die anderen ist. Und das wird ihm helfen, aufzusteigen und höher zu sein. Entsprechend arbeitet hier der Egoismus für uns; er beginnt, uns zu helfen.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 27.02.2012



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Der Kongress endet nie

Frage: Wie können wir von heute an den Zustand eines permanenten Kongresses in uns aufrechterhalten?

Meine Antwort: Ein Kongress ist ein Sprung mittels der Verbindung. Und wenn wir einmal die Woche eine verbindungsfördernde Übung durchführen, indem wir intensive Workshops, sogenannte „Freundesversammlungen“, veranstalten, werden wir möglicherweise keine Kongresse mehr zum Vorankommen brauchen. Wir werden von Woche zu Woche aufsteigen und uns zwischen diesen Versammlungen auf das nächste Treffen vorbereiten.

Alles hängt von der Vorbereitung ab, die bestimmt, welche Verbindung wir auf dem Workshop erreichen können. Wir brauchen ein großes Verlangen, die Erkenntnis der Wichtigkeit, der Einzigartigkeit eines solchen Treffens als einer besonderen Handlung – der einzigen Methode, wie wir den Ort für die Enthüllung des Schöpfers erschaffen können.

Von Woche zu Woche werden wir in dem Gefühl der sich nähernden Freundesversammlung und jeden Tag in Erwartung des Unterrichts leben. Vor dem Unterricht kann man sich genauso wie vor dem Workshop fühlen. Dieser kann mit der gleichen Intensität verlaufen, denn während des Unterrichts ist die Rede von der gleichen inneren Arbeit, nur mit etwas anderen Worten. Im Grunde genommen wird das gleiche Thema besprochen – die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen: wo sie stattfindet und unter welchen Bedingungen.

Von diesem Blickwinkel müssen alle unsere gemeinsamen Handlungen betrachtet werden, was auch immer wir tun mögen. Alles hängt davon ab, wie sehr der Mensch jede Möglichkeit, die sich ihm bietet, schätzt. Daher macht es keinen Sinn, auf Kongresse zu warten, wenn es keine Vorbereitung von Unterricht zu Unterricht, zwischen den wöchentlichen Freundesversammlungen und von Kongress zu Kongress gibt.

Anderenfalls wird der große Kongress an sich keinen Nutzen bringen. Er wird eine vorübergehende Erweckung hervorrufen, jedoch zu keinem Aufstieg führen. Wenn der Mensch ohne eine vorausgehende Begeisterung kommt, verdient er keinen Aufstieg, keine größere Verbindung. Denn er hat sich nicht darauf vorbereitet, hat es nicht angestrebt, hat kein Verlangen danach. Er wird sich einfach von allen anderen begeistern lassen, jedoch keine konkrete Realisierung erreichen.

Daraus folgt, dass wir uns von Kongress zu Kongress begeistern lassen, dann aber wieder abstürzen. Die Begeisterung muss aber bereits vor dem Kongress herrschen und der Kongress selbst muss eine Stufe aufwärts sein. Auf diesem Kongress ist es uns ein wenig gelungen. Nachdem wir aber zur nächsten Stufe aufgestiegen sind und uns in einem Abstieg, Enttäuschung, Nebel wiedergefunden haben, müssen wir unverzüglich damit beginnen, uns auf die nächste Versammlung vorzubereiten. Und diese Versammlung kann sowohl der nächste Unterricht als auch die wöchentliche Versammlung oder aber ein großer Kongress sein.

Alles wird von der Vorbereitung bestimmt. Es darf keine tote, leere Zeit geben, in der ich einfach nur sitze und warte – ich muss entweder das Verlangen vergrößern oder es in der Vereinigung realisieren.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 17.05.2012



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Wie fragt man nach dem Licht?

Frage: Ich versuche, durch die Verbindung mit der Gruppe nach dem Licht zu fragen, aber wie genau sollte ich darum bitten?

Meine Antwort: Bitte um Verbindung. Wir wissen nie, wie wir nach dem Licht verlangen sollen, wir verstehen nicht zu beten. Jedesmal, wenn wir uns dem Höheren zuwenden, sollte es mit einer exakten Bitte geschehen. Alles, was jemand herausfinden muss, ist, was er sich vom Oberen wünscht. Selbst wenn du die übelsten Dinge willst, leite sie zum Höheren. Wenn du das tust, beginnst du, nach und nach deine Bitte zu korrigieren und in Ordnung zu bringen.

Dies wird „Klärungen“ genannt, wie die gesamte Leiter der spirituellen Stufen. Wir beginnen, indem wir jeden „schlucken“ wollen. So wende dich damit an den Oberen, sei konsequent, und dank des Lichts, das verbessert, wirst du verstehen, was gut ist, und alles wird sich verändern. Denke nicht, dass um etwas zu bitten, dich bereits zu einem Gerechten macht. Aber wende dich an den Höheren!

Auf diese Art beginnen wir unser Leben in dieser Welt. Betrachte ein Baby, wie dreckig es ist, wenn es geboren wird, wie es seine Windeln beschmutzt. Aber man sagt: „ Die Mutter wird kommen und ihren Sohn reinigen.“

Tu nur, was du kannst, aber das beharrlich und konstant. Dann wirst du dich weiterentwickeln! Die Behandlung des Oberen kann weich und freundlich sein, und sie kann streng und hart sein. Aber dies ist die einzige Art, wie Veränderungen im Niedrigeren stattfinden. Die Hauptsache ist, weiterzumachen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 15.05.2012



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Die Wahl in Griechenland hat Ängste in der EU ausgelöst

In den Nachrichten (aus den BBC Nachrichten): „Obwohl eine Protestwahl gegen die den Griechen aufgezwungenen strikten Sparmaßnahmen weithin erwartet worden war, gewannen bei der Veranstaltung die zwei wichtigsten Parteien, die den Sanierungsbedingungen zugestimmt hatten, die Neue Demokratie (ND) und die sozialistische Pasok, weniger als ein Drittel der Stimmen.“

Mein Kommentar: Wenn die Führungskräfte alles nur für sich selbst tun, jetzt und in allem, welcher Grad an sozialer Reife kann dann von den Bürgern erwartet werden, die dabei sind, alles zu verlieren? Wenn die Regierung ein Beispiel für eine patriotische anstelle einer egoistischen Haltung gegenüber dem Schicksal des Landes gegeben hätte, wäre sie in der Lage gewesen, die Massen zu leiten. Und wenn sie das nicht kann, ist ihr auch vorzuwerfen, die Bevölkerung nicht zu erziehen.



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Abstieg gibt es nur im Aufstieg!

Frage: Wie können wir besser mit der Gruppe umgehen und effektiver zusammenarbeiten, um unsere Abstiege zu verringern?

Meine Antwort: Es ist unmöglich, Abstiege zu vermeiden. Wir müssen sie vollständig spüren, aber unter der Bedingung, dass wir uns ständig über sie erheben. Das bedeutet, dass ich den Abstieg im Aufstieg fühlen muss! Es bedeutet, dass ich nicht das „Minus“ selbst fühle, sondern das „Minus“ in dem Ausmaß empfinde, indem ich darüber hinaus zum Plus hin aufsteigen muss.

Das ist der Technik ähnlich, mit der wir nicht den elektrischen Widerstand selbst messen, sondern nur seine Widerstandskraft auf den elektrischen Strom. So messen wir ihn. Wir messen das Phänomen selbst und nicht das Wesen des Gegenstandes, in dem es geschieht, denn das Phänomen selbst ist nicht greifbar.

Daher sehnen wir uns immer danach, aufzusteigen, und in Bezug dazu messen wir unsere Abstiege. Wir wachsen ständig über sie hinaus. Ich fragte dazu auf dem Workshop während dem Kongress in Nordamerika: „Woher kommt der gute Trieb?“ Er existiert nicht für sich genommen, da der Schöpfer keine zwei unterschiedlichen Neigungen geschaffen hat. Wenn wir den Hang zum Bösen korrigieren, wandelt er sich in die Neigung zum Guten. Das Vorhandensein der zwei Triebe in einem Menschen zeigt an, dass er Erfolg damit hatte, einen Teil seines bösen Triebes in einen guten Trieb umzuwandeln.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 15.05.2012



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Drei Bedingungen für die Enthüllung des Lichtes

ONE Kongress in New Jersey. Workshop 3

Frage: Unter welchen Voraussetzungen können wir die Kraft des Umgebenden Lichtes fordern, heranziehen, und enthüllen, des Lichtes, das verbessert und uns in wechselseitiger Garantie verbinden wird, so dass wir den Schöpfer enthüllen, die spirituelle Welt? Wie können wir nach dieser Kraft verlangen, so dass sie uns korrigieren wird? Was ist nötig, um das zu tun?

Meine Antwort: Drei Bedingungen müssen erfüllt sein:

1. Die Größe des Zieles
2. Verzweiflung an den eigenen Kräften
3. Verbindung mit all den Freunden

Dann werden wir alle gemeinsam die Empfindung erreichen, die „das Gebet der Vielen“ genannt wird, nachdem wir alles getan haben, was wir nur können, um uns zu verbinden.

Das Licht kommt und verbessert uns. Was bedeutet das, zu verbessern? Es bedeutet eine echte Bitte. Es ist das umgebende Licht, das uns die echte Bitte bringt.

Daher gibt es gemäß der Weisheit der Kabbala das aufklärende Licht von AB-SAG, und es gibt das korrigierende Licht. Auch hier findet alles in zwei Phasen statt.

Zuerst tun wir alles, was wir können. Wir halten Kongresse ab, arbeiten in einer Gruppe, und versuchen, uns zu verbinden, und rufen dadurch das Licht herbei, das klärt, wo wir tatsächlich sind. Es lässt uns die Größe des Zieles spüren.

Zur gleichen Zeit zeigt es uns, wie tief unten wir noch sind, in einem Zustand, in dem wir noch nicht einmal einen Schritt darauf zu machen. Allerdings erzeugen diese zwei Punkte, die Größe des Zieles und die Verzweiflung an unseren eigenen Kräften, zwei Pole, zwischen denen es zehn Sefirot gibt.

Dann aktiviert das Potential zwischen ihnen das Licht der Korrektur. Dieser Zustand wird „Gebet“ genannt, denn in einem Gebet gibt es zwei Punkte, die Größe des Zieles und die Erkenntnis unserer Kleinheit. Dieser innerliche Schrei bringt uns das Licht der Korrektur, das diese zwei Punkte durch die zehn Sefirot verbindet und uns das ganze Gefäß übergibt.

Auszug aus dem 3. Workshop des ONE Kongresses in New Jersey, 12.05.2012



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Die reifen Früchte des Kongresses

Frage: Nach dem Kongress habe ich ein Gefühl, dass alles wie ein Traum war, und es ist schwierig, zu verstehen, was geschehen ist. Wie würden Sie die Resultate des Kongresses zusammenfassen?

Meine Antwort: Das ist nicht leicht. Wenn Sie Rabasch gekannt hätten, würden sie wissen, wie verschlossen er war, sich selbst verbarg und nicht wünschte, jegliche Erklärungen außer den allernötigsten zu geben. Trotzdem ist klar, dass er seinen Studenten so viel wie möglich geben wollte, wie geschrieben steht, „Eine Kuh möchte mehr nähren, als das Kalb zu saugen vermag.“

Aber das Problem ist der Grad an Bereitschaft des Studenten. Der Lehrer kann ihm keine „unreife Frucht“ geben, weil ihn das verletzen würde, statt eine Hilfe zu sein, und ihn zu einem Stillstand, einem Abstieg, Verwirrung bringen würde, und dann würde es ihn lange Zeit und große Bemühungen kosten, aus diesem Zustand wieder herauszukommen. Jeder würde dafür teuer bezahlen – sowohl der Lehrer als auch der Schüler und ebenso diejenigen, die sich mit ihm zu einem System verbinden müssen. Dies ist eine sehr komplexe Berechnung.

Deshalb steht geschrieben, „Ziehe einen Jungen auf seine eigene Weise groß.“ Das heißt, der Lehrer sollte dem Schüler nicht entsprechend dessen kindlicher Forderung „Gib mir!“ geben. Sondern er sollte das korrekt und wissentlich tun, so wie es seinem Entwicklungsniveau gut tut.

Offensichtlich ruft das ständig Druck in der Beziehung zwischen dem Lehrer und den Schülern hervor. Sie rufen dem Lehrer zu „Gib uns!“. Sie verstehen nicht, dass er ihnen nur die Methode geben kann, aber nicht die tatsächliche Füllung. Sie werden die Füllung selbst empfangen müssen, indem sie diese Methode auf sich selbst anwenden.

Deswegen glauben manche Leute nicht, dass sie gute Fortschritte machen. Manche können diese Methode nicht begründen und wahrnehmen. Oder sie verstehen sie vielleicht mit ihrem Geist, sind aber nicht bereit, ihr im Herzen zuzustimmen. Infolgedessen fangen sie an, den Lehrer nicht zu beachten, die Methode, und die Quellen. Und nichts kann dagegen getan werden – so ist das Leben.

Ich denke, dass wir bereits sehr schwierige Stadien überwunden haben, und wer immer danach geblieben ist, von all den tausenden Leuten, die hier durchgegangen sind, wird vorwärtsgehen. Und wer auch immer weggegangen ist, kommt vielleicht noch zurück. Wir warten auf jeden, die ganze Welt, sich uns anzuschließen.

Aber in Zukunft wird es auch keine Wahl geben: Alle neuen Stufen werden immer von der Seite der Gefäße her enthüllt werden, unerfüllte Verlangen. Deshalb müsst ihr nur den Rat der Quellen und vom Lehrer genau ausführen, und nach der Verwirklichung dieses Rates werdet ihr Antworten und Erfüllung selbst bekommen! Erfüllung kann nicht von oben an einen leeren Ort kommen, wenn es dort kein Gefäß gibt.

Lasst uns hoffen, dass wir nun ein besseres Verständnis dieser Prinzipien und der Reihenfolge unserer Arbeit erlangt haben. Viele neuen Leute haben am Kongress teilgenommen, die noch nicht unsere Erfahrung haben. Aber indem sie sich auf die gemeinschaftliche Einheit einstellen, werden sie diese Prinzipien rasch lernen können, genauso, wie sich jede neue Generation auf die Erfahrung der vorangegangenen verlässt und von ihr empfängt. Und wir werden uns glücklich schätzen, ihnen alles zu geben, was wir haben, so dass sie, wenn sie sich auf unsere Weltgruppe einstellen, augenblicklich so erfahren und kompetent wie wir werden, und sogar noch mehr.



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Die Treppe, die in mir wächst hinauf

Frage: Sind wir vor jeder nächsten Stufe verpflichtet, das ihr entsprechende Zerbrechen zu empfinden?

Meine Antwort: Natürlich, anders können wir auf sie nicht hinaufsteigen. Nachdem wir die unkorrigierten Verlangen bekommen, korrigieren wir diese und bauen darauf die nächste korrigierte Stufe.

Diese Stufe existierte früher nicht, wir erschaffen dadurch etwas ganz neues. Wir bekommen nur das Material und bauen daraus die neuen Stufen. Infolge unseres Aufstiegs, erwecken wir in allen Welten das Licht NaRaNCHaY, wobei darin davor nur das schwächste Licht Nefesch leuchtete. Denn wir fügen dorthin unsere Klärungen, Verlangen hinzu. Wir ergänzen das Verlangen des Gebens um das eigene egoistische Verlangen zu genießen, erwecken und korrigieren es.

In uns wird der Mangel enthüllt, den wir folglich korrigieren sollen. In diese Verlangen, die von uns jedesmal um „620“ Mal intensiver, als das ursprüngliche Verlangen, das sich beim Abstieg oben nach unten bildete, empfunden werden, empfangen wir das Licht, das zur Quelle zurückführt, und dann das Licht, das unser Gefäß/Verlangen ausfüllt.

Unabhängig vom Niveau auf dem ich mich gerade befinde, sei es die 30. Stufe von unten oder eine andere Stufe, empfange ich das in „620“ Mal intensivere Licht, als die Stufe selbst beinhaltet, weil ich dazu das eigene Verlangen, eigenen spirituellen Durst, eigene innere Arbeit hinzufüge. Und so geschieht es auf allen Stufen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 16.05.2012



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125 Stufen

Frage: Was stellen 125 spirituelle Stufen dar?

Meine Antwort: Dein ganzes Verlangen zu genießen wird auf 125 Niveaus (entsprechend seiner Dicke und Grobheit) aufgeteilt – inwiefern du grausam, hart sein kannst – vom Nullniveau, das fast unsichtbar ist, und bis zum zügellosesten Wilden in dir, auf dem Niveau der Unendlichkeit.

Es sind 125 Stufen, die wir ausgehend von unserem Zustand bis zur Welt der Unendlichkeit zählen. 5 Welten * 5 Parzufim * 5 Sefirot – auf diese Weise wird HaWaYaH unterteilt.

Wir sollen dieses „Verlangen zu genießen“ korrigieren. Jedesmal erwacht es in einem der 125 Teile, und wird von dir immer intensiver empfunden, wonach du es korrigieren sollst. Deshalb empfindest du eine immer größere Finsternis, die du in der Folge korrigierst, und woraus du das Gewand des Chassadim begreifst, und darin das Licht offenbarst. Denn die Finsternis ist eigentlich das Licht, nur ohne das Gewand des Chassadim.

Anfangs, in der Welt der Unendlichkeit, hatte das Licht kein Gewand Chassadim. Aber nachdem Malchut der Unendlichkeit entschieden hat, nur für das Geben zu empfangen, verschwand das Licht und leuchtet, das heißt, es wacht nun innerhalb des Kli/Gefäßes/Verlangens nur im Gewand Chassadim auf (denn in Wirklichkeit verschwindet es nirgendwohin, wir sagen das nur so). Im Maß des Gewandes empfängst du das Licht. Als ob du ein Lämpchen einer bestimmten Stärke hättest und je nach deren Intensivität die Kraft des Lichts offenbaren würdest, das du empfängst.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.05.2012



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