Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein Bündnis, um gemeinsam das umgebende Licht anzuziehen

Die Eigenschaften, die ein Kabbalist in seinem Inneren im Kontrast zum Licht entdeckt, lassen ihn das Exil empfinden, ohne das es unmöglich ist, zur Erlösung zu gelangen. Natürlich ist es unmöglich, Erlösung zu fühlen, welche im Empfinden der Eigenschaften der Schöpfers besteht: Geben, Liebe, Verbindung, Einigkeit – wenn man nicht die gegenteiligen Eindrücke empfunden hat, die Zustände des Exils, die gegenteiligen, selbstsüchtigen Eigenschaften.

So sagt man: „Komm zum Pharao, da ich sein Herz verhärtet habe.“ Der Pharao symbolisiert das Genick, das direkte Gegenteil des Schöpfers, durch das uns die gesamte Essenz der Erlösung offenbart wird aus der Tiefe der Dunkelheit des Exils.

Wir sollten bereit sein, all die Bitternis des Exils zu empfinden, die bedrohlich und abstoßend ist und uns unserer Kräfte beraubt und uns zwingt, aufgrund dieser Art von Arbeit zu seufzen. Aber es ist nun einmal unmöglich, die Eigenschaft des Gebens, den Schöpfer, auf irgendeine andere Art zu fühlen als durch die Eigenschaften des Geschöpfes selbst – sie werden enthüllt als „die Wohltat des Lichtes aus der Dunkelheit heraus“.

Eine Menge Arbeit und der starke Rückhalt der Gruppe sind nötig, um das zu erreichen. Indem wir uns verbinden und wechselseitig einander geben – zunächst nur äußerlich, dann innerlich – helfen wir einander, wie man sagt: „Jeder einzelne soll seinem Freund helfen.“

Bei dieser Hilfe geht es nicht darum, einander anzuspornen und ein wenig zu ermutigen, sondern sie leitet sich vielmehr davon ab, das System zu verstehen. In dem Maß, in dem jeder sein eigenes Ego kennt und versteht, und im Gegensatz zu diesem ein gewisses Verständnis erworben hat, ein Gefühl für das Geben des Schöpfers – in diesem Maß wacht er selber auf, wie ein integrales Teil des allgemeinen Systems, und beginnt, anderen zu helfen, indem er das Umgebende Licht heranzieht.

Wenn wir uns verbinden, zumindest in einem gewissen Ausmaß, selbst wenn es nur äußerlich ist, zieht jeder einzelne sogar das schwächste Licht, das uns verwandelt, an, und folglich das Geben an einander. Darum ist es so wichtig, eine gute, starke Verbindung zu haben, die uns helfen wird, über den gegenseitigen Hass, die Abstoßung und Entfernung aufzusteigen.

Wenn wir all diese Probleme realistisch betrachten, können wir dafür die Verantwortung übernehmen, gleichgültig zu sein und einander zu hassen. Aber gleichzeitig verstehen wir – wie Erwachsene, die mit innerlicher Arbeit vertraut sind – dass wir die Abstoßung überwinden und uns heilen müssen mit Hilfe des Höheren Lichtes, das alle Krankheiten des Egos heilt, das uns verändern und verbinden kann.

Deshalb versorgen wir einander mit dem Licht, das uns verbessert, und genau das bedeutet es, anderen zu helfen. Wir schmieden einen Bund zwischen uns, so dass, selbst wenn einer sich im Abstieg befindet, die anderen ihm helfen können und ihn da herausziehen und vor diesem Zustand retten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief vom Baal HaSulam, 26.04.2012



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Jede Handlung hinterlässt eine Spur

Man sagt: „Jede Handlung hinterlässt eine Spur.“ Unser Aufstieg geschieht infolge infolge des reflektierten Lichtes. Es wirkt auf uns in dem Ausmaß ein, in dem unsere Verlangen bereit sind, es anzunehmen. Dementsprechend wird ihre Struktur allmählich geklärt.

Die Struktur eines Verlangens, die dem Licht entspricht, ist in der Tat eine Verbindung, durch die wir wirklich beginnen, das Licht zu spüren. Es ist eine dauerhafte Konstruktion, die fortwährend expandiert. Zusammengenommen umfasst sie 4 Stadien von HaWaYaH; deswegen nennt man sie die „Offenbarung der Namen des Schöpfers“. Die zahlreichen Kombinationen der Verlangen kennzeichnen die Eigenschaften des Lichtes. Innerhalb unseres Verlangens nehmen wir das Licht wahr, als hätten wir einen Schirm vor ihm aufgestellt; auf diese Art erkennen wir, was das Licht ist.

Wenn wir durch das getönte Glas blicken, sehen wir, dass das Licht die Farbe vom Glas annimmt. So erfahren wir, dass das Licht unterschiedliche Farben haben kann. Wir benötigen spezielle Werkzeuge, um ein neues Phänomen zu erforschen. Wir müssen auch zusätzliche Hilfsmittel verwenden, die uns erlauben werden, einige der Eigenschaften zu bestimmen, die Teil des neu entdeckten Phänomens sind.

Darum geht es bei unserer Arbeit. Der Unterschied zwischen regulärer wissenschaftlicher Forschung und spiritueller Praxis besteht darin, dass eine materielle wissenschaftliche Untersuchung die Verwendung eines äußerlichen Gerätes erfordert, während wir bei der spirituellen Suche uns selbst als Werkzeug verwenden. Wir verändern uns und versuchen, schöpferische Handlungen auf uns anzuwenden, entsprechend dem Niveau, das wir erreicht haben.

Wir entwickeln nicht unsere alten Eigenschaften, sondern decken vielmehr neue auf; deswegen wird unsere Arbeit „spirituell“ genannt. Unsere Anstrengungen sollten sich darauf richten, neue Eigenschaften zu formen, die den Eigenschaften des Schöpfers ähneln; auf diese Art enthüllen wir Seine Persönlichkeit.

Im materiellen Bereich neigen wir dazu, uns praktisches Wissen darüber anzueignen, was um uns herum vorgeht und wer wir sind. Zu diesem Zweck erweitern wir unsere bestehenden natürlichen Eigenschaften durch die Entwicklung von Wissenschaft und technischem Fortschritt. Dies ist ein grundlegender Unterschied: Wenn wir ein abschließendes Entwicklungsstadium auf dieser Ebene erreichen, werden wir letztendlich feststellen, dass wir nirgendwohin gelangt sind. Mehr noch, wir erkennen, dass wir in eine Sackgasse gelangt sind. Unser Wachstum führte uns nur zu gewaltigem Egoismus; wir haben es geschafft, unsere egoistische Natur in einem Ausmaß offenzulegen, dass es unerträglich geworden ist.

Wir sind tief gesunken, auf den tiefsten Grund von Eifersucht, Ehrgeiz, Hass und aller Arten negativer Verhältnisse, die wir in Bezug auf unsere Nächsten durchmachen. Früher hatten wir zumindest die Illusion, dass wir mit der Zeit freundlicher würden und eine bessere Gesellschaft für jeden aufbauen würden. Mittlerweile verstehen wir, dass nur Angst vor Bestrafung uns davon abhält, andere selbstsüchtig und schonungslos zu benutzen.

Der Unterschied liegt darin, dass wir während der spirituellen Arbeit neue Eigenschaften entdecken und dadurch näher zum Schöpfer gelangen; wohingegen wir bei der materialistischen Arbeit nur die sinnlich erfahrbare Natur dieses Bereiches erkunden. Dennoch gehen wir auf dieser materiellen Ebene genauso wie während unseres Aufstiegs von hier bis zum Schöpfer immer noch durch die selben vier Stadien von HaWaYaH, wie gesagt ist: „Ich habe meinen Namen HaWaYaH, nicht geändert.“ Daher bringt uns jede unserer Handlungen näher ans Ziel.

Auzug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch Schamati, 12.04.2012



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Der Schöpfer – der Lehrer

Frage: Ich wünschte, Sie würden so lange wie nur möglich bei uns sein.

Meine Antwort: Zunächst einmal, wenn Leute einander nett behandeln, denken sie, dass es gut ist, nahe beieinander zu sein. Ich weiß nicht, ob das ein besserer Ort ist – neben dir zu sein.

Zweitens, sofern du über mich sprichst, der Lehrer bleibt bei seinen Schülern, solange sie es brauchen. Sobald dieses Bedürfnis verschwindet, wird er an einen anderen Ort versetzt.

Also, es gibt hier nichts Schreckliches. Du solltest nur darüber nachdenken, wie man alles in den primären Quellen Beschriebene verwirklicht, und das ist alles. Ob es einen Lehrer gibt, keinen Lehrer, das hängt nicht von uns ab. Und das Wichtigste ist, was wir gerade jetzt tun. Wenn es solche Gruppen gibt, wenn Frauen ihnen aktiv helfen, sie unterstützen, ins Zentrum der Gruppe die Verlangen nach der Enthüllung des Schöpfers lenken, dann wird alles gut sein.

Es gibt keine Notwendigkeit für einen Lehrer. Der Schöpfer, das Licht werden dich lehren. In Wirklichkeit ist es das, was wir hier versuchen, zu erfassen – die Methode, mit dem Licht zu arbeiten.

Auszug aus dem 4. Seminar des Europäischen Kongresses, 25.03.2012



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Sprechen – Denken – Handeln

Die Korrektur, die wir oberhalb des tierischen Niveaus aufbauen sollen, um die sprechende Stufe zu erreichen, entspringt nicht nur aus unseren Körpern, sondern auch aus dem menschlichen Wesen in uns. Allerdings realisieren wir den Korrekturprozess immer noch mittels unserer Körper, da unser Körper ein „Werkzeug“ („Mittel“) zur Korrektur ist.

Wir beziehen uns aufeinander (sowohl negativ als auch positiv) durch Sprache, Gedanken und Handlungen.

„Sprechen“ steht für Selbstbeeinflussung. Das kann als innere Sprache bezeichnet werden, da man ständig mit sich selbst spricht; es kann genauso „praktische“ (nach außen gerichtete) Sprache meinen, die andere angeht und Ideen übermittelt, wie und in welche Richtung wir uns bewegen sollten.

Die Notwendigkeit, zu Geben, führt uns zur Verwirklichung wechselseitiger Liebe; das ist ein Prozess, den wir alle durchlaufen müssen.

„Gedanken“ gehen Sprache und Handlungen voran. Zuerst müssen wir einen Gedanken formulieren, der von unseren inneren Berechnungen herrührt, die wir sowohl aus unserem Inneren beziehen, als auch von unserer Umgebung, der Gesellschaft und unseren Lehrern erhalten.

Folglich sollten die Gedanken vor allem anderen formuliert werden, und dann müssen sie in Sprache umgewandelt werden. Jede Art mündlichen Ausdrucks wird stets nur „schöne Worte“ bleiben, bis wir sie durch „Kraft“ befähigen, Handlungen anzuwenden.

„Handeln“ bedeutet, jede freie Stunde, die nicht mit der Befriedigung unserer tierischen Bedürfnisse verbracht wird, der integralen Bildung und Erziehung zu widmen, der Verbreitung und der Arbeit um anderer willen. Unsere Aufgabe ist, die Leute zumindest zu einem annehmbaren Lebensstandard zu führen, zumindest über der Armutsgrenze, eine gerechte Verteilung, und wo sich niemand seiner Rechte sozial benachteiligt fühlt.

Dementsprechend sollten unser Denken und unsere Sprache auf den Aufbau einer neuen Gesellschaft ausgerichtet sein, die sich im Gleichgewicht befindet und uns erlauben wird, eine integrale Stufe aufrechtzuerhalten und innerhalb des analogen Systems zu verbleiben. In unseren Gedanken erlauben wir unserer Umgebung, uns zu beeinflussen; wir unterwerfen uns fortwährend einer stärkeren, integralen Umgebung. Nach der Formulierung innerlicher Gedanken bringen wir diese durch die Sprache ein, das bedeutet, wir gestalten unsere Entwürfe und unsere Informationssysteme. Dies ist der Punkt, an dem Handlungen ins Spiel kommen. Es ist die Zeit, zu der wir andere durch Bildung und Erziehung grundlegend verändern, und indem wir die weltweiten Standards anheben, so dass niemand mehr an Hunger und Elend leidet.

Dies ist der Kern unserer Arbeit. So erreichen wir das Gleichgewicht mit der Natur: Das Ziel, auf das wir uns ständig konzentrieren. Stabile Verhältnisse zwischen uns erlauben uns, in einen Gleichgewichtszustand mit der Natur und ihren universellen Gesetzen zu gelangen. Dadurch werden wir ein „rundes“, perfektes System erschaffen.

Hier endet unsere Evolution: Unsere Entwicklung begann zu einer Zeit, in der das Leben auf dem Angesicht der Erde erschien, und an diesem Punkt erreicht sie ihr endgültiges Gleichgewicht.

Das bedeutet nicht, dass alles vorbei sein wird und die Sonne aufhört zu scheinen. Es ist nicht etwa so, dass wir nicht noch etliche Billionen Jahre warten könnten, bevor das passiert. Wir sprechen über das Ende der Korrektur eines menschlichen Wesens: Wenn wir Ausgewogenheit mit der Natur verwirklichen und vollkommene Harmonie erreichen, werden wir keinerlei Druck mehr von der Natur erfahren, und mithin werden unsere Leben ideal werden.

Lasst uns hoffen, dass wir einem solchen Zustand in unseren Empfindungen nahekommen und es schaffen,unsere Kinder und Enkel so aufzustellen, dass sie diesen Zustand erreichen. Es steht in unserer Macht.



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Drückt euch nicht vor der Erkenntnis des Bösen

Wenn jemand die geringste Schwäche von mir aufzeigt, beginne ich, ihn zu hassen, und zwar in dem Ausmaß, in dem ich fühle, wie negativ er mich berührt, zu mir durchdringt und in mich eindringt. Augenblicklich distanziere ich mich von dieser Person. Wir laufen instinktiv weg vor Anklagen.

Was kann mir dabei helfen, einen Zustand zu erreichen, in dem ich das Böse in mir völlig offenlege und froh bin, dass das in mir aufgedeckt wird, und es gleichzeitig als ein gewaltiges Übel empfinde, das aus mir entfernt werden muss? Dann erreiche ich die maximale Empfindung des Bösen, aus der heraus ich unwillkürlich zum Schöpfer aufschreie. Was wird mir helfen, den ganzen Weg über bei der Stange zu bleiben und nicht vor der Erkenntnis des Bösen davonzulaufen?

Auszug aus dem 4. Seminar des Europäischen Kongresses, 25.03.2012



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Die Tricks des Pharao

Frage: Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, sehe ich, wie der Pharao ständig zusammen mit mir unterwegs ist. Vor kurzem ist ein neuer Trend aufgetaucht, Systematische Vektorpsychologie, und viele denken, dass das der Kabbala sehr ähnlich ist. Das bedeutet, dass der Pharao gerissener wird.

Meine Antwort: Die kabbalistische Methode ist sehr geradlinig. Sie spricht nur über eine Sache, diese aber legt sie nach und nach immer weiter offen. Man entdeckt größere Tiefe und Bewegung in den kabbalistischen Texten, und wenn man dementsprechend handelt, erreicht man einen Punkt der Anheftung an den Schöpfer, mit der einen Kraft, die alles regelt. Alles andere wurde von Menschen erfunden.

Aber um uns zu ihm zu lenken, formt uns diese Kraft ständig, genauer, feiner, bis wir so spitz wie die Kraft des Gebens werden, um in das „Nadelöhr“ hineinzukommen.

Im Lauf der Geschichte hat der Mensch unterschiedliche Methoden entwickelt. 3800 verschiedene Methoden, Glaubensrichtungen und Religionen sind offiziell gezählt worden, aber es können auch mehr oder weniger sein, da sie aufgrund des Fehlens von Gläubigen verschwinden. Neue Theorien tauchen ständig auf. Seit Mitte des 20ten Jahrhunderts hat es viele neue Methoden gegeben, die auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Ergebnissen beruhen. Zudem hat es viele Methoden gegeben, die von den Geheimdiensten genutzt werden, zum Beispiel die Entwicklung der internen Geisteskräfte einer Person. Die Leute wissen nicht einmal etwas davon.

All diese Methoden sind ausschließlich auf das Ego und dessen Entwicklung gegründet. Falls es scheint, als läge eine Entwicklung oberhalb des Egos vor, ist das immer noch altruistischer Egoismus, der 10 % der Weltbevölkerung kennzeichnet, die einander Gutes tun wollen, die die Ökologie erhalten wollen, die Natur schützen, die Tiere usw. In anderen Worten beschäftigen sie sich mit dem Altruismus unserer Welt, aber es ist immer noch derselbe Egoismus.

Das ist eine sehr dünne Grenze, ein Kampf, Klärungen und Prüfungen: „Was ist also die echte Methode, das Höhere Licht zu erlangen?“ Es läuft auf die ständige, innerliche Klärung unserer Richtung hinaus.

Ich glaube, dass all die anderen Methoden sehr hilfreich sind. Alles in der Welt wurde erschaffen, um dabei zu helfen, die Leute von unterschiedlichen Verwirrtheiten und Fehlern zu „reinigen“.

Auf dieses Grundlage müssen wir klären, wo die Wahrheit liegt. Das bedeutet, man klärt nicht Psychologie ab, nicht die verschiedenen Methoden intellektuellen Trainings und nicht ESP, sondern vielmehr die Ähnlichkeit mit dem Licht, indem man das Licht zu sich heranzieht. Das ist der ganze Unterschied zwischen der kabbalistischen Methode und anderen Methoden.

All die neuen Methoden, die scheinbar der Kabbala ähneln, werden uns durch den Pharao gegeben, oder durch den Schöpfer mittels des Pharao. Es steht geschrieben:“ Ich habe sein Herz verhärtet“, und das geschieht, um zu überprüfen, um auszusortieren, und zwar die Leute, die eine Last für unsere Gruppen sein könnten.

Daher sollten wir nichts bedauern wegen der vielen Leute, die kommen und von denen später zu 90 % wieder weggehen. Die Weisheit der Kabbala wählt nur diejenigen, die zum Schöpfer gehören, diejenigen, welche wirklich zwischen Ihm und dem Rest der Menschheit vermitteln können. Die spirituelle Welt ist auf Qualität und nicht auf Quantität gegründet.

Wir freuen uns über jeden, der ankommt, aber jeder hat die Freiheit der Wahl. Wir unterschätzen niemanden in irgendeiner Weise, aber wenn jemand weggeht, ist das sein freier Wille. Dies bedeutet, dass er noch auf anderen Stufen an sich arbeiten muss und jetzt noch nicht bereit ist, zu kommen. Er hat etwas von uns bekommen; er wird es später verarbeiten, und nach einiger Zeit wird er zu uns zurückkehren. Wenn nicht, dann hat er seinen eigenen Weg, und er wird ihn in seinem nächsten Leben beenden, wogegen wir ihn in diesen Leben vollenden wollen.

Die Weisheit der Kabbala verbreitet Wissen, wie ein Bauer, der Pflanzen sät, während er über das gepflügte Feld geht, und wenn jemand aufhebt, was herunterfällt, ist das gut. Es hängt nicht von unserem Wunsch ab. Wir können nur hoffen, dass so viele Leute wie möglich davon hören werden, und dann ist es bereits die Arbeit des Schöpfers.



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Alles kommt vom Schöpfer

Als Folge eines korrekten Interaktionsprozesses in der Gruppe fühlt jemand stärker, dass er ein großer Sünder und Egoist ist, dass er die anderen hasst, dass er alle möglichen negativen Wünsche und Gedanken hat, Intrigen, etc.

Er deckt dies in sich in dem Maß auf, dass er anfängt, zum Schöpfer zu flehen, ihn zu korrigieren. Er beginnt zu erkennen, dass ihn nur der Schöpfer korrigieren kann, da er fühlt, dass alles vom Schöpfer stammt, und dass es keine andere Quelle geben kann, die dies verursacht haben könnte, nicht einmal seine eigene Natur.
Er enthüllt den Schöpfer in der gegenteiligen Form, als den Schöpfer von etwas Schlechtem. Aber zur gleichen Zeit enthüllt er, dass der Schöpfer Böses in ihm mit Absicht geschaffen hat, um ihn zu zwingen, sich an ihn zu wenden, und dann korrigiert ihn der Schöpfer.

Warum war es notwendig, diesen Weg zu nehmen – Böses zu erschaffen, damit jemand es allmählich in sich selbst aufdeckt und sich an den Schöpfer wendet mit einer Bitte um Korrektur?



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Beantwortung der Fragen

Während des Seminares stellen sich Frauen dieselben Fragen wie Männer. Sie versuchen, zusammen mit den Männern diese Fragen zu erleben. Auf eine leise innerliche Weise nehmen sie an dem Prozess teil und stoßen dadurch gleichzeitig die Männer zu einer Lösung an.

Es gibt Fragen, die Frauen beanspruchen. Es gibt auch solche Fragen, die sie nicht beantworten können, denn ihre Antwort befindet sich in der Verbindung zwischen den Menschen. Diese Antwort kann nur aus den Gefühlen zwischen den Männern offenbart werden.

Auszug aus dem 4. Seminar des Kongresses in Vilnius, 25.03.2012



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Mein Freund, der große Weise

Frage: Wenn jemand beginnt, etwas zu sagen, bilde ich eine bestimmte Einstellung dazu, möglicherweise Verachtung, vielleicht Hass. Wie sollte ich korrekt auf die Worte des Freundes reagieren?

Meine Antwort: Wenn ich in der Gruppe bin, dann bin ich der spirituellen Arbeit verpflichtet, und aus diesem Grund muss ich jeden meiner Freunde für einen großen Weisen halten, als einen großen Kabbalisten betrachten, als einen Repräsentanten des Schöpfers, der sich jetzt vor mir befindet. Und wenn er gerade, sozusagen, Unsinn erzählt, muss ich das ansehen, als verstünde ich nicht, was er sagt: Ich verstehe nicht. Was er sagt, ist vollkommen wahr, absolut korrekt, sind göttliche Ideen, aber ich verstehe sie nicht; auf diese Art sollte ich ihn annehmen und mich mit ihm identifizieren, nicht von oben herab, nicht wie zu einem kleinen Kind, das ich liebe, und daher vergebe ich ihm, etc., und natürlich auch nicht mit Hass oder Ungeduld.

Ich muss ihn als den Größten in meiner Generation behandeln. Ich muss an alles von unten herangehen; dies ist die Bedingung für meine Anwesenheit in der Gruppe. Nur dann werde ich anfangen, zu fühlen, dass der Schöpfer diese Sätze mit Absicht ausgetauscht hat, damit ich mich passend dazu formatierte und zu Ihm ausrichtete, zu „es gibt niemanden außer Ihm“.



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Fragt euch selbst!

Menschen, die seit Jahren mit uns studieren, fragen mich: „Nun, wann werde ich endlich …? Was wird am Ende dabei herauskommen?“, und ich weiß nicht, was ich ihnen antworten soll.

Ihr seid schon in der Höheren Welt, fangt an, es zu fühlen! Und wenn sie vor euch verborgen ist, tut, was ihr tun müsst, so dass sie aufgedeckt wird! Schließlich werde ich euch nicht diesen Schlüssel geben!

Warum seht ihr alle in mir jemanden, der Dinge ausführt, und nicht einen Ratgeber? Ich kann gar nichts vollbringen!

Angenommen, ich wäre der Trainer eines Athleten, der an den Olympischen Spielen teilnehmen muss. Ich kann nicht an seiner Stelle teilnehmen. Ich bin ein Trainer. Ich kann ihn anleiten und ihm etwas zeigen, ich kann ihm verschiedene Aktivitäten anbieten, die er ausführen soll: psychologisch, physisch, Massage etc., alles, was ein Athlet braucht. Aber ich kann nicht an seiner Stelle teilnehmen. Hier ist es das Gleiche!

Ein Kabbala-Lehrer ist wie ein Schul- oder Hochschullehrer, er führt dich der Welt zu. Dann musst du dein eigenes Ziel selbst erreichen, erziele deine eigenen Erfolge, indem du das Wissen benutzt, das du von deinem Lehrer erhalten hast. Hier ist es dasselbe.

Daher ist es sinnlos, mich zu fragen: „Wann?“ Ihr solltet euch selbst fragen.

Ich könnte sogar hier auf der Bühne sitzen und zwei Tage lang kein einziges Wort sagen, während ihr an eurer Innerlichkeit arbeitet. Das wäre ein wundervoller Kongress! Wir könnten ihn in die ganze Welt übertragen, und unsere Freunde in der ganzen Welt könnten dasselbe tun. Wir werden zu diesem Zustand gelangen.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Kraft dann zwischen euch auftreten würde. Das könnte eine erstaunliche Erfahrung sein!

Also, nur innerliche Konzentration!

Und im äußerlichen Bereich – die Hilfe der Freunde und meine Anleitungen.



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