Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Gefesselt von der gemeinsamen Verbindung

Frage: Wie kann man zu einem Spezialisten in der integralen Erziehung werden? Was ist das?

Meine Antwort: Ein Spezialist in der integralen Erziehung ist zunächst derjenige, der die Evolution, die wir in Form der egoistischen Entwicklung des Menschen und der Menschheit erlebt haben, versteht.

Von Generation zu Generation entwickelten wir uns so lange, bis unsere gewöhnliche menschliche Selbstsucht ihre Entwicklung beendete.

Die Evolution des Egoismus hat sich in allem gezeigt, d.h. wir empfinden jetzt immer größere Vereinigung, Integrität, Globalität in allen materiellen Handlungen, die absolute gegenseitige Abhängigkeit, die die meisten von uns als unerwünscht empfinden. Wenn irgendwelche Korporationen um die Erde hantieren und zusammen in ihren Geschäften kooperieren, dann verstehen sie sicherlich, welchen Gewinn sie davon haben. Und die Menschheit, der Staat, die Regierung, allerlei Organisationen sowie ein beliebiger Mensch in der Welt beginnt plötzlich, sich als gebunden sowie mit allem verbunden zu empfinden.

Um mich heute mit allem Notwendigen zu versorgen – woran ich mich im Prinzip gewöhnt habe, da ich mich bis zu diesem Niveau entwickelt habe und was für mich die normale Existenzform darstellt -, soll ich als der gewöhnliche Bürger eines Landes, einer Stadt, einer Region, mit der ganzen Welt verbunden sein und mich davon abhängig fühlen.

Angenommen China liefert in alle Länder besondere Elemente, die seltenen Metalle. Aber was werden wir dann machen, wenn das Land sie nicht mehr liefern wird? Wir werden weder Computer noch Telefone haben – nichts. Wenn die Entwicklung der Ölvorkommen, allerlei chemischer Materialien usw. aufhören wird – was wird uns dann übrig bleiben? Das heißt, die Welt wurde auf die Sektoren geteilt, die so zusammengebunden sind, dass es heute schon unmöglich ist, sich eine normale Existenz ohne eine richtige Integralarbeit der ganzen Welt vorzustellen.

Milliarden von Menschen leben in Städten in einer von ihnen künstlich geschaffenen Gesellschaft, wobei diese sehr einfach zu zerstören ist – es genügt, buchstäblich einige wenige Beziehungen zu brechen, und die Menschen werden nicht mehr in den von ihnen aufgebauten Steindschungeln existieren können.

Der Zustand, in dem wir uns befinden, ist im Allgemeinen vielen Menschen klar, sogar den einfachsten Menschen; denn es fällt uns leicht zu erklären, woher wir alles bekommen und wohin wir liefern. Und von dieser gegenseitigen Abhängigkeit, die in der Epoche der Naturalwirtschaft zuerst in der Familie, später in den Städten und dann innerhalb des Staates entstand, kann sich heute niemand abkapseln, und sie zwingt uns, anders zu denken.

Auszug aus dem Gespräch über die Integralerziehung, 20.05.2012



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Zeig dem Licht nicht deine Rückseite

Frage: Wenn ich mit meinem Zustand nicht einverstanden bin und mich verändern will, wo befindet sich dann jener Hauptschlüsselpunkt, auf den ich einwirken muss, um die Veränderung zu bewirken?

Meine Antwort: Wenn du die Veränderung hervorrufen wirst, dann sollst du verstehen, dass jeder spirituelle Aufstieg eine noch größere Vereinigung bedeutet. Nur wenn wir an die Vereinigung, an die Einheit denken, tragen wir zur eigenen Korrektur bei.

Aber wir vergessen es ständig und denken nicht daran, weil es unserem heutigen Zustand, unserer Selbstsucht, entgegengesetzt ist. Wir sind mit allem anderen, nur nicht damit einverstanden. Dieser Punkt der Vereinigung existiert für mich nicht, ich tue so, als ob ich ihn nicht erkennen würde. Ich kann ihn direkt vor mir haben und trotzdem nicht bemerken, weil er sich nicht im Fokus meiner Sehkraft befindet.

Die einzige Möglichkeit besteht in der Ausführung der mechanischen Handlungen in der Gruppe, dem eigenen Verlangen entgegen, weil solche Handlungen das umgebende Licht heranziehen.

Wir befinden uns in einer Welt, in der wir absichtlich falsch handeln können! Ich mag dich nicht, kann dich nicht ertragen, aber erkenne dennoch, dass ich keine andere Wahl habe, und beginne, dich zu umarmen. So umarme ich dich ungewollt und beginne plötzlich zu fühlen, dass meine Einstellung sich auch verändert.

In der spirituellen Welt ist diese Veränderung unmöglich, sie geschieht nur auf dieser niedrigsten Stufe unserer Welt. Du kannst in der spirituellen Welt niemanden umarmen, wenn du es dir vom ganzen Herzen nicht wünschst, ihn zu umarmen. Dort bedeutet eben das Verlangen die Handlung.

Aber in unserer Welt ist es anders, hier existieren das Verlangen und die Handlung abgesondert voneinander. Ich kann dich auch ohne Eigenwunsch umarmen, und das Licht wird dennoch mein Verlangen korrigieren, damit es meiner Handlung entspricht. Eine solche wunderbare Möglichkeit existiert nur in unserer Welt. Es ist die Welt der Lügen, die dennoch unserem Wohl dient.

Deshalb warte nicht ab, sondern handele. Je mehr du dich bemühen wirst, desto stärker wird das Licht leuchten. In jedem Augenblick, in welchem du verpflichtet warst, etwas zu tun, und es nicht getan hast, leuchtet dir das Licht von seiner Rückseite. Denn du hast dich von ihm abgewendet, statt ihm dein Gesicht zu zeigen. Wenn das Licht von der Rückseite leuchtet, infolge dieser Inversion, empfindest du den Schlag anstelle des Guten. Aber dieser Schmerz weckt dich auf und erzwingt im Endeffekt, richtig in Aktion zu treten.

Manchmal kommt es dem Menschen vor, als ob er wieder und in den selben Zustand zurückkehrt. Denn er erfüllt nicht das, worauf ihn das Licht hinweist, und kehrt dem Licht den Rücken zu. Und es dauert so lange, bis diese Rückseite des Lichtes einen so riesigen Umfang annimmt, die seine Leiden unerträglich macht. Dann wird er fragen: „Warum leide ich, mit welchem Ziel?“; er begreift, dass er damit etwas machen muss.

Die Rückseite des Lichtes wächst und vergrößert nicht nur meine Leiden, sondern verändert jedesmal ihren Charakter. Deshalb habe ich Probleme mit der Gesundheit, schlechte Stimmung, Leiden des Ehrgeizes, Scham, furchtbare Enttäuschungen. Dann erkenne ich, dass ich mich endlich verändern soll. Die Schläge wachsen nicht nur quantitativ, sondern auch nach der Qualität der Einwirkung auf den Menschen.

So wirkt das Licht auf die Rückseite ein, die du nicht korrigiert hast. Es lädt dich ein, sich zu Ihm umzudrehen, und ihm dein Gesicht zu zeigen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 31.05.2012



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Der Sünder oder der Gerechte – ist nicht gesagt

Der Mensch verfügt über keine Kraft der Bestrebung zur Korrektur des Egoismus, aber wenn er sich unter den Menschen befindet, die nach der Korrektur streben und wenn diese Menschen ihm auch noch angenehm sind, so kann er von ihnen die Kraft für dir Überwindung des eigenen Egoismus bekommen und wird von ihren Verlangen, Streben und Werten inspiriert.

Auch dann, wenn er laut der eigenen Eigenschaften über solche Verlangen wie Streben und die Kraft des Geistes nicht verfügt. Aber gerade Dank der Zuneigung und der Achtung vor diesen Menschen bekommt er das neue Streben und die Kräfte dafür.

(Nach dem Artikel von Baal HaSulam aus dem Buch „Schamati“, Artikel 99 „Der Sünder oder der Gerechte – ist nicht gesagt“)



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Die Hektik um die Kabbala

Frage: Erklären Sie uns bitte den Unterschied zwischen der Kabbala von Dr. Laitman und der Kabbala von Berg.

Meine Antwort: Ihn lehrte damals Rabasch (Rav Baruch Schalom Alevi Aschlag, der ältere Sohn von Baal HaSulam, sein Anhänger und der Fortsetzer). Berg hat kabbalistische Begriffe, Chasidut und die Mystik miteinander verbunden. Er hat eine solche Mischung geschaffen, die den Menschen beruhigt, aber nicht korrigiert. Die Kabbala beschäftigt sich allerdings mit der Korrektur des menschlichen Egoismus.

Alle Ratschläge und Vorschriften der Schule von Berg sind nichts mehr als eine psychologische Beruhigung, um das Leben zu erleichtern und Hoffnung zu geben. Sie ermöglichen den Menschen weder die Korrektur noch die Offenbarung des Schöpfers.

Seine Definition der Kabbala unterscheidet sich von der Definition seines Lehrers „Baal HaSulam“. Sie ist für den Verkauf an die Massen angepasst, wie auch die Attribute, die er verkauft, die angeblich über die höhere Kraft und nicht über die psychologische Einwirkung verfügen.

Seine Einstellung zum Geschehen in der Welt besagt, dass man ein bequemeres Leben in dieser Welt erlangen muss, indem man alles Schlechte verdrängt. Das Böse kommt allerdings vom Schöpfer, damit wir es in uns korrigieren können.

D.h. anstelle der eigenen Korrektur und das Begreifen des Schöpfers wird Ihnen geraten, die Hindernisse, die vom Schöpfer gerade absichtlich gesandt werden (um dadurch den Menschen an den Schöpfer zu nähern), zu ignorieren und ruhig weiter zu leben, was eigentlich an eine beliebige Kurpfuscherei oder an die Religion erinnert, und auf keine Weise an die Kabbala – an die Wissenschaft der Korrektur des Egoismus, die zur Nächstenliebe anstelle der Selbstliebe führt, um dem Schöpfer darin gleich zu werden.

Lesen Sie auch die Artikel von Baal HaSulam über die Kabbala, „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, „das Wesen der Religion und ihr Ziel“ u.a.m.



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Der Hauptzeuge wird gebraucht

Frage: Wie kann der Bund mit einem Freund aufrechterhalten werden, wenn er darauf verzichtet?

Meine Antwort: Wir können keinen Vertrag miteinander abschließen, wenn der Schöpfer nicht als Bürge für dessen Erfüllung auftritt. Wie können wir eine Verpflichtung einander gegenüber eingehen, wenn wir nicht über uns selbst verfügen, sondern vollkommen von oben gesteuert werden? Kann ich ernsthaft etwas für den morgigen Tag versprechen und etwas von mir selbst erwarten? Das ist doch vollkommen naiv.

Wir müssen den Schöpfer herbeirufen, damit er als Zeuge für unseren Vertrag auftritt, und dann wird der Vertrag eingehalten.

Wenn wir einen beliebigen Vertrag abschließen, klären wir als erstes, ob du der vollberechtigte Besitzer dieses Eigentums bist. Wenn aber über dieses Land, diesen Besitz, dieses Bankkonto noch jemand anderer verfügt und der Besitzer nicht bei dem Vertragsabschluss dabei ist, welchen Sinn macht es dann, den Vertrag zu unterschreiben?

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 29.05.2012



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Für den Auszug in die Welt

Frage: Es gibt so einen Begriff wie „Reichweite“. Worin sollen letztendlich unsere Handlungen bei der Durchführung von den Workshops münden?

Meine Antwort: All das tun wir nur, um dann in die Welt hinauszuziehen. Wir müssen dieses System ausarbeiten, uns an unserer Gemeinsamkeit, an dem Zentrum der Gruppe festklammern. Wir müssen spüren, wie wir beginnen, den Ausdruck des höheren Zustands, der Höheren Kraft darin zu erkennen; wie wir uns an ihr festhalten und sie uns festhält und nicht loslässt. Jeder von uns muss sich darüber klarwerden, wie er an allen seinen egoistischen Erscheinungsformen, Abstoßungen usw. arbeitet.

Wenn diese Methode sich richtig in uns entfaltet, werden wir auch die Welt mit anderen Augen betrachten. Wir werden alles, was gegen uns ist, als „Gegenhilfe“ und nicht einfach als ein „Kontra“ sehen. Und dann werden wir es in die Welt hinaustragen können.

Denn alles begann mit den Protestbewegungen in allen Ländern. Deshalb gingen wir hinaus und organisierten Runde Tische.

Nun organisieren wir diese Runden, diese Runden Tische in unserer Mitte. Jetzt müssen wir sie spirituell bereits auf einer anderen Stufe ausarbeiten, in die Welt hinausgehen und beginnen, sie dort zu verbreiten. Nicht so, wie wir es früher gemacht haben, sondern in einer intensiveren, kräftigeren Form, die mit der höheren Wurzel verbunden ist, so dass die Welt spürt, dass hier nicht einfach nur irgendein Einvernehmen zwischen uns herrscht, sondern dass hier eine Kraft aufkommt, mit deren Hilfe die Probleme gelöst werden können. Das ist das, was wichtig ist.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.05.2012



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Die Höhe der Verbindung

Frage: Was bedeutet, „das Gespräch aus dem Zentrum der Gruppe zu führen“? Was ist das?

Meine Antwort: Wenn ich aufhöre, das Ich wahrzunehmen, und beginne, nur das Wir wahrzunehmen.

Dieses Gefühl muss in uns während der Besprechung entstehen, als wären wir untrennbar zu einem Ganzen, zu einem Körper miteinander verbunden. Mit einem solchen Gefühl muss ich den Workshop verlassen.

Frage: Bedeutet das die „Höhe der Verbindung“?

Meine Antwort: Ja. Ich kann nicht mehr alles mit anderen Augen betrachten. Auf diese Weise sehe ich bereits die Welt, mich selbst und alles um mich herum.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.05.2012



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Die Morgenröte weckend

Frage: Sie sagen, dass das „Zentrum der Gruppe“ Malchut der Welt Azilut ist. Existiert sie jetzt, während wir diese Sachen nur theoretisch studieren?

Meine Antwort: Diese Dinge existieren, nur wenn du sie enthüllst. Und solange es nicht geschehen ist, befinden sie sich im Potential.

Sagen wir mal, du hast einen Sohn bekommen. In ihm ist das Potential aller nachfolgenden Generationen enthalten, die von ihm abstammen werden. Vorerst existieren sie nicht einmal in einem Samentropfen, aber sie sind dennoch in einem Programm der höheren Ordnung vorgesehen. Eben dies ist „die potentielle Existenz“: über uns herrscht ein Programm, eine kausale Ordnung und darin können wir nichts ändern.

Allmählich wird dieses Potential realisiert. Alles, was bis jetzt mit jedem geschehen ist, verwandelte sich aus dem Potential in die RealitätAuf diese Weise sind das Gute und das Böse gleichermaßen durch das höhere Programm bedingt, anders hätte es nicht sein können. In Bezug auf die Vergangenheit sind wir Fatalisten.

Aber die Zukunft können wir ändern, hier muss man nicht an das Schicksal glauben. Es ist richtig, dass die Reschimot unbedingt realisiert werden, dass die Lichter ihnen unbedingt entgegen stehen, jedoch bestimme ich durch meine Anstrengungen ihr Verhältnis. Wenn meine Verlangen den Lichtern ähnlich sind, ändere ich im selben Maße die Wahrnehmung auf diesem Weg – bis ins Gegenteil – und dann komme ich bequem und im guten Tempo voran. -Eben das bedeutet „das Schicksal verändern“.

Das Tempo des Vorankommens bestimmt alles. Wenn du die Realisierung der Reschimot verzögerst, rufen sie in dir sehr schlechte Empfindungen im Vergleich mit der beschleunigten Variante hervor. Jede, selbst die schönste Melodie, wenn sie langsam gesungen wird, verwandelt sich in einen Trauermarsch. Und umgekehrt, wenn du die Zeit beschleunigst, transformierst du deine Empfindungen aus einem Minus in ein Plus.

Aus demselben Grund erlebt die Welt heute eine Krise. Die Menschen sind von den
Geschehnissen überrumpelt und nicht in der Lage, die nötigen Lösungen zu finden. Es liegt daran, dass das Tempo der Entwicklung plötzlich gestiegen ist,der Mensch sich aber noch nicht umgestellt hat. Ich bin nicht „global“, nicht integral, ich kann nicht gleichzeitig viele Parameter berücksichtigen. Überall geschieht etwas, alles ist miteinander verbunden und ich versuche nach wie vor einer Geraden zu folgen, die von meiner Selbstsucht vorgebahnt wurde. Das ist der Grund, aus dem wir mit der modernen Welt nicht klar Kommen: unsere Rhythmen stimmen nicht miteinander überein.

Das Ende der Korrektur ist also vorherbestimmt, jedoch hängt von mir ab, wie ich meine Entwicklung realisiere: durch Leiden oder durch ein bewusstes Vorankommen. Das Tempo entscheidet alles. Darum steht geschrieben, dass Israel die Zeit beschleunigt. Die Realisierung der gleichen Reschimot kann entweder von positiven Empfindungen oder von viel Leiden, Kriegen, Epidemien und übrigen Katastrophen begleitet werden, welche uns zum nächsten Schritt zwingen werden. Alles hängt von der Vorbereitung – sowohl auf den Unterricht als auch auf das Leben – ab…

Es steht geschrieben: „Ich erwecke die Morgenröte und nicht die Morgenröte erweckt mich“. Man muss die Realisierung der neuen Reschimot wünschen. Denn jedes von ihnen ist eine Möglichkeit, zu einem noch größeren Gebens aufzusteigen.

Auszug aus der Lektion nach dem Vorwort zu Talmud Esser Ha Sefirot, 21.05.2012



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Der Unterricht ist die Handlung, der Workshop das Mittel

Frage: Wenn der Workshop nur einmal in der Woche stattfindet, wie kann dann der Mensch diese innere Glut aufrechterhalten?

Meine Antwort: Die Morgenunterrichte müssen zu den gleichen Workshops werden. Vielleicht nicht in der gleichen Form, doch wenn wir vor dem Morgenunterricht erneut eine kollektive Handlung, die Absicht vor dem Unterricht, durchführen und dann, während des Unterrichts, versuchen, diese zu halten, nur um uns noch mehr zu verbinden, dann muss der von uns drangenommene Stoff uns dabei helfen.

Im Grunde genommen ist der Workshop viel schwächer im Vergleich zum Unterricht. Er ist einfach wichtig, weil wir die Besprechung durchführen, ohne aus dem Thema auszusteigen.

Wenn wir uns aber daran gewöhnen und uns an dieser Gemeinsamkeit, die wir zwischen uns bereits enthüllt haben, festhalten, dann ist der Unterricht für uns wichtiger. Denn während des Unterrichts, wenn wir uns zusammenhalten und zusammen sein wollen, während wir das lesen, was die Kabbalisten beschreiben, rufen wir jenes innere Licht hervor, das unsere Gemeinsamkeit entwickelt, sie effektiver, stärker macht.

Das Wichtigste ist, dass wir das, was wir während des Workshops „aufgefangen“ haben (unsere Gemeinsamkeit), im Laufe der Woche während der Unterrichte nutzen und bis zum nächsten Workshop ständig vergrößern können.

Und die Workshops sind etwas Zusätzliches, etwas Nährendes.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.05.2012



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Aufstieg zur Spitze der Pyramide

Frage: Wie soll ich die Gruppe infolge des Workshops letztendlich wahrnehmen?

Meine Antwort: Die Gruppe bedeutet „Einer“, denn es wurde nur eine Seele erschaffen. Und je mehr ich diesen Aufbau der vereinten Seele enthülle, desto mehr enthülle ich dadurch die Gruppe.

Die Gruppe ist kein materieller Begriff, es sind nicht die zehn physischen Körper, die in einem Kreis sitzen. Die Gruppe ist das, was wir über unserem Egoismus durch die Verbindung unter uns aufbauen, indem wir unser Ego annullieren und die Wichtigkeit der Verbindung, des Schöpfers, des Lichts erhöhen. Je weiter wir diese beiden entgegengesetzten Punkte auseinandertreiben und die Wichtigkeit des Gebens, der Liebe, der Verbindung erheben, desto mehr fangen wir an, uns dort oben als Eins zu fühlen.

Jeder spürt nicht sich selbst, sondern nur diesen gemeinsamen Einen – außerhalb seines Körpers, seiner Gedanken und Verlangen. Wir alle nehmen nur ein Verlangen und einen Gedanken wahr, „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Das bedeutet Gruppe.

Wenn alle auf diese Weise während des Workshops vorgehen, bauen wir in unserer Gruppe ein gemeinsames Ortungsgerät auf, das beginnt, alle anderen „Einsen“ im Raum, die sich aus jedem Kreis gebildet haben oder sich dem nähern, zu orten. Später beginne ich mithilfe dieses Sensors alle Seelen der Gerechten, alles in der spirituellen Welt Existierende wahrzunehmen – das wird zu meinem Gefäß, mit dem ich in der Spiritualität arbeite.

Das alles geschieht dank der Gruppe, aus diesem Grund tun wir uns in Gruppen zu zehn und mehr Menschen zusammen, und dann verbinden sich die Gruppen untereinander. Auf diese Weise vereinen wir uns immer mehr entlang der Pyramide, bis wir ganz zur Spitze aufgestiegen und wirklich zu einem Ganzen geworden sind.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 17.05.2012



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