Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der richtige Kontakt

Frage: Was ist der richtige Kontakt zwischen den Menschen?

Antwort: Der richtige Kontakt ist die Erscheinung eines gemeinsamen Wunsches in Herz und Verstand. Wenn etwas Gemeinsames zwischen dir und mir entsteht, nicht in dir von mir und nicht in mir von dir, dann erscheint eine sehr interessante dritte Komponente, die „Freude“ genannt wird. Dieses Gefühl ist auf einem höheren Niveau als wir. [118556]

Von Kab TV’s „Über die Zeit“ 10/20/13



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Die Überträger des integralen Virus

Frage: Welchen Unterschied gibt es zwischen „runder“ und „linearer“ Erörterung, der Einführung oder der Entscheidung? Was bedeutet das Verhältnis der linearen Bemühungen und der runden Kombination in der Integralen Methode?

Meine Antwort: Es bedeutet, dass wir uns in linearen Interaktionen zu Gunsten der Verbindung in einem Kreis zusammentun. Meine Anstrengung richtet sich direkt auf das Zentrum der Gruppe, damit alles runder wird und miteinander verschmilzt. dadurch bekomme ich eine Idee, einen Gedanken und ein großes gemeinsames Verlangen.

Jetzt ist in mir nichts integral. Das Integrale bildest sich durch die Verbindung unter uns. Daher sind meine Anstrengungen linear.

Erwiderung: Bei uns gibt es Menschen, die es gewöhnt sind, die Initiative zu übernehmen und Handlungen individuell zu realisieren.

Meine Antwort: Die Realisierung kann nicht individuell sein. Ein Team bildet sich, welches eine integrale Verbindung, Macht und Wärme aus der Gruppe erhält. Das Team gibt dieses Gefühl der gegenseitigen Verbindung andernorts weiter und will, dass dieser Tropfen des Zusammenhaltens, der sich durch gemeinsame Verlangen und Gedanken gebildet hat, langsam zu anderen überfließt.

Was soll also ein Individuum hier? Was kann es allein machen? Es soll unseren Integralen Virus übertragen. Und nichts weiter.

Stellt ihr euch vor, wie Flöhe mit Hilfe von Hunden reisen. Grob ausgedrückt soll jeder von uns den Hund darstellen, auf dem Flöhe mit Integralen Viren sitzen, die sich von unserer Gruppe auf eine andere übertragen.

Erwiderung: Aber in mir gibt es nichts Integrales …

Meine Antwort: Wieso nicht? Du bist doch in die Gruppe eingeschlossen! Wenn es in dir nichts Integrales gibt, könntest du nirgendwohin gehen. Du würdest scheitern! Und was passiert mit uns, zu denen du gekommen bist? Wird sich ein allgemeines globales Fiasko daraus ergeben?

Frage: Nehmen wir an, dass wir uns versammeln und es geht uns sehr gut. Wie können wir zu den 99% hinausgehen und diese wunderbaren „Flöhe“ übergeben?

Meine Antwort: Man muss im Voraus vereinbaren und entscheiden, wie und was wir machen, vorher einen Plan aufstellen, ihn besprechen und in die Tat umsetzen.

Zum Beispiel organisierst du einen kleinen Workshop zum Üben, bevor du hinausgehst. Nehmen wir an, du erzählst uns das, was wir schon lange wissen; das ist aber gar nicht wichtig, denn du übst dadurch und führst mit uns dein erstes Seminar durch. Dann geben wir dir Feedback, lachen über dich, verbessern dich und dann nimmst du einige Freunde mit, und ihr gemeinsam verbreiten.

Zur Verbreitung soll man mindestens zu zweit, besser aber zu mehreren gehen; es hängt auch davon ab, was man vorhat. Ihr trägt alle die gleiche Verantwortung; das heißt, jeder von den Freunden kann dich zu jeder Zeit ersetzen. Dann brauchst du keine Angst haben, und wir übrigens auch nicht, denn drei oder vier unserer Freunde werden es bestimmt schaffen. [118443]

Auszug aus dem TV- Programm „Durch die Zeit“ Nr. 2, 17/09/13



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Spirituelle Sorgen schließen materielle nicht aus

Frage: Wie kann man einem Freund helfen, der nicht arbeiten will und dessen Familie deswegen leidet?

Antwort: Wir dürfen solche Menschen nicht innerhalb der Gruppe haben. Sie sollen dem Rabash nacheifern, der lebenslang arbeitete. Er wurde erst dann entlassen, als Baal HaSulam starb, und arbeitete davor ständig, wo immer es möglich war: als ungelernter Arbeiter beim Straßenbau, als Betonarbeiter, auf dem Bau usw.. er schonte sich nicht, sondern tat alles, um seine Familie zu ernähren.

Der Mensch ist verpflichtet, eine Familie zu gründen, zu heiraten und Kinder zu haben. Er soll sie zusammen mit seiner Ehefrau absichern, wobei er selbst die größte Verantwortung trägt. Baal HaSulam und Rabash nahmen als Schüler keine unverheirateten Männer auf. Sie forderten, dass der Mensch materiell war und seinen Platz im materiellen Leben hatte.

Obwohl wir heute an unsere Schülern keine solchen Forderungen stellen, um die Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen, muss man dennoch danach streben. Wir müssen Familien gründen, Kinder gebären, arbeiten und uns außerdem mit dem Studium und der eigenen Entwicklung beschäftigen. Dabei muss man auch alle materiellen Pflichten erfüllen.

Diese Aufgabe ist zwar keine notwendige Bedingung für den Eintritt in die Gruppe, doch der Mensch, der sich schon in ihr befindet, muss sich mit der Familie beschäftigen und darf seine Pflichten nicht vernachlässigen.

Ich verstehe:  wenn der Kopf sich um das Spirituelle sorgt, dann arbeiten die Hände nicht, die Beine gehen nicht, der Mensch ist quasi von der Welt abgeschaltet. Ich verstehe euch sehr gut, ich habe all diese Zustände ein selbst durchlebt,

Sogar nach meinem Umzug zu Rabash sprach ich über meine Ersparnisse, die mir erlaubt hätten, eine bestimmte Zeit lang nicht zu arbeiten; aber er antwortete: „Niemand sagt, dass du viel verdienen sollst. Du bist jedoch verpflichtet, täglich 4-5 Stunden zu arbeiten“. Ich habe ihn vier Stunden am Tag gepflegt, vier Stunden gearbeitet, dreieinhalb Stunden hab ich abends und drei Stunden nachts studiert. Somit hatte ich täglich Arbeit und Studium. Er ließ es keinesfalls zu, dass ich die Arbeit aufgab. [119713]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 20/10/13



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An vorderster Front

Kongress in Bulgarien. Lektion 2

Frage: Unsere zentrale Gruppe in Petach-Tikwa beschäftigt sich jetzt mit sehr ernster Verbreitung. Was können wir tun, um sie zu stärken?

Antwort: Die zentrale Gruppe befindet sich an vorderster Front im Kampf für die Wahrheit in der Welt.

Die Wahrheit in die Welt zu tragen bedeutet, der Menschheit die Kabbala als Korrekturmittel zu offenbaren, weil nicht die Welt, sondern der Mensch korrigiert werden muss. Von Tag zu Tag verstehen immer mehr Menschen in der Welt, dass eine Weiterführung des Lebens im Rahmen unserer egoistischen Natur unsere irdische Existenz bedroht – wir schaufeln unser eigenes Grab.

Es wird im Buch Sohar gesagt, dass der Engel des Todes (egoistisches Verlangen) vor dem Menschen erscheint und ein Schwert mit einem Tropfen Gift an dessen Spitze hält. Der Mensch hat keine Kraft, sich von der Gier abzuwenden, er öffnet den Mund, schluckt den Tropfen und stirbt.

Wir können unsere Welt nicht korrigieren; wir können uns nur infolge der Heranziehung des Höheren Lichts korrigieren. Dafür wurde uns die Wissenschaft der Kabbala gegeben.

Außerdem, können wir uns erst dann mit Hilfe des Höheren Lichts korrigieren, wenn wir eine Gruppe bilden, welche die Struktur der Höheren Welten – den richtigen Zustand der Materie studiert – weil daraus das Streben nach diesen Zuständen herabsteigt und die Höhere Kraft auf uns richtet.

Die Zeit ist gekommen und wir sind verpflichtet, dieses Wissen der Welt zu offenbaren. Dank ihm steigen wir selbst auf. [119775]

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Bulgarien, 01/11/13



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Passiver Teilnehmer ist kein Freund

Frage: Wie kann jeder Freund für die Gruppe zu Moses werden, der vom Pharao fordert, dass dieser das ganze Volk Israel, die ganze Gruppe, aus Ägypten ausziehen lässt?

Antwort: Jeder soll wie Moses sein. Es genügt nicht, an der Gruppe nur passiv teilzunehmen – dadurch bohrst du auch ein Loch ins allgemeine Boot. Du bist verpflichtet, dich mit allen Kräften anzustrengen – anderenfalls bist du kein Freund.

Stelle dir vor, dass wir alle am Felsen hängen, und jeder den anderen festhält, aber du dich dabei nicht vollständig anstrengst. Kann man dich dann als Freund bezeichnen? Du bist verpflichtet, dich ständig hundertprozentig anzustrengen. Natürlich, wirst du es nicht sofort tun können, deine Arbeit abbrechen und später wieder dazu zurückkehren. Aber du musst verstehen, dass der Zustand genau so sein soll.

Natürlich entspricht das Gewünschte nicht immer dem Gegebenen. Dennoch bist du verpflichtet, dich bezüglich des idealen Zustandes zu prüfen. Nur dann wirst du zum wahren Freund.

Unsere Verbindung schafft den Ort für die Offenbarung des Schöpfers – weshalb sie unsere Hauptaufgabe darstellt. Indem wir uns verbinden, schaffen wir die Bedingungen für die Enthüllung des Schöpfers. [119599]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 30/10/13



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Einheit ist das wichtigste Produkt eines integralen Unternehmens

Frage: Was ist zu tun, wenn ein Mensch aus unserem Verbreitungs-Projekt der integralen Methode seinen Verpflichtungen nicht überzeugend nachkommen kann?

Antwort:  Wir müssen ihm alle Anforderungen ganz genau vorschreiben; dass er an allen unseren Unterrichten teilnimmt, internen Workshops, an allem, was unsere Arbeit beinhaltet – das ist eine strikte Pflicht. Es gibt keine anderen Optionen.

Wenn sich eine Person mit ihren Anforderungen nicht identifizieren kann, trennen wir uns von ihr. Sie kann nicht im System der ganzheitlichen Erziehung arbeiten – mit uns das Material studieren und stets vorbereiten; nenne es eine Erneuerung der Ausbildung. Sie muss die ganze Zeit innerhalb unseres Projektes sein, einschließlich der regelmäßigen Unterrichte, der internen Diskussionen, Workshops, Meetings, Abendessen mit Freunden – und so weiter – weil wir ein besonderes Kollektiv haben.

Unser Kollektiv “verkauft” unsere Einheit. Daher kann ein Mensch nicht im “Rolls Royce” zur Arbeit kommen, von seinem Handy anrufen und fragen: “Wo schickst du mich heute hin?” und dorthin reisen, um bequem zu arbeiten. Absolut nicht! Seine Agenda ist untrennbar von der Tagesordnung unseres Projekts und enthält alle Arten von Aktivitäten. Wir schlagen zu Beginn vor, dass ein Mensch, sagen wir, zwei Besuche an verschiedenen Orten tätigt, und den Rest der Zeit benötigt er, um seine Arbeit im Projekt einzubringen, Handbücher zu bearbeiten, Kurse zu entwickeln, Vorträge, Referenz-Bücher, oder sich mit einer anderen Art der Verbreitung zu befassen.

So ist seine Arbeit ernst und unregelmäßig, da er sich nach unseren externen Verbrauchern richtet.

Frage: Wie ist es möglich zu messen – aus der Sicht des integralen Ansatzes – wieviel muss ein Mensch dafür arbeiten?

Antwort: Baal HaSulam schreibt, dass ein Mensch zwölf bis vierzehn Stunden oder mehr pro Tag damit beschäftigt sein muss. Aber das steht in dem Buch, The Last Generation, geschrieben, wobei wir diese Stufe noch nicht erreicht haben. Es wird auch gesagt, dass es auf diese Weise weitergeht, bis es keinen unglücklichen Menschen mehr gibt. [118103]

Aus Kab TV’s “Über die Zeit” 9/5/13



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Überprüfe die Reinheit Deiner Absichten

Wir müssen die Handlung des Gebens genießen, denn das Ziel der Schöpfung aus der Sicht des Schöpfers ist es die Geschöpfe zu erfreuen. Und die Geschöpfe wurden erschaffen, um den Schöpfer als großartiger Gast des Gastgebers zu erfreuen. Deshalb sollen wir uns ständig auf Vergnügen ausrichten, um zu entdecken, wie wir in der Lage sind, all die Leckereien von Ihm anzunehmen. Die Hauptsache ist, dass dies alles zu Seiner Freude ist.

Nur das sollte das Ziel all unserer Aktionen sein – beinhaltet im ursprünglichen Gedanken. Aus diesem Grund muss ich danach suchen, wie ich dem Schöpfer Vergnügen bereiten kann. Welche speziellen Werkzeuge brauche ich dafür – nicht nur in meiner Einbildung? Was kann ich in meinem heutigen Zustand für Ihn tun, jetzt? Auf welche Weise und wodurch: unbelebte Natur, Pflanzen, Tiere, Menschen – und mich selbst? Wie muss ich mich dafür im Inneren organisieren, in meinen Gedanken und Wünschen?

Darauf beginne ich, mich auf die Realität auszurichten, die ich als einen einzelnen Strahl wahrnehme, und versuche, mich am Dienst zum Schöpfer zu orientieren. Diese Gedanken werden Absicht genannt – die Reinheit, welche ich überprüfen muss. Was wenn ich mich selbst täusche?

Ich muss die Überprüfung all meiner Gedanken und Absichten bzgl. der Gruppe weiterführen. Somit bin ich nicht mehr in der Lage, mich selbst anzulügen und werde meine wahre Einstellung zu den Freunden sehen, wie sehr ich sie meide – oder einer Einheit mit ihnen zustimme. Bin ich bereit, mich mit ihrem Herzen zu vereinen?  Bin ich um sie mehr besorgt als um mich selbst? Halte ich unsere Einheit für eine Gelegenheit, den Schöpfer zu erfreuen, indem Er unsere Punkte im Herzen enthüllt?

Somit richtet sich allmählich die gesamte Realität auf das Zentrum der Gruppe aus und es gibt diesbezüglich nichts mehr zu überprüfen, außer wie wir den Schöpfer durch unsere Einheit erfreuen können. Und in dem Maße, wie wir Ihn begeistern – werden wir den Schöpfer im Zentrum unserer Gruppe enthüllen. [118802]

Auszug aus der Vorbereitung zum täglichen Unterricht 18/10/13



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Das Geheimnis des integralen Systems

Frage: Die Menschen verstehen nicht, was sie in integralen Gruppen hält. Sie fragen “Was ist der Haken?”

Antwort: Es gibt keinen Trick, denn schließlich bringen wir sie in Verbindung mit dem Universum – mit der Welt – mit der Natur. Die Natur ist vereint, harmonisch, und wir zeigen ihnen, wie sie diese Harmonie erreichen. Wenn sie diese harmonische Verbindung zwischen sich selbst und der Umwelt erreichen, sind sie in diesem Bereich eingeschlossen, sie spüren den Atem. Der ganze “Trick” daran ist, dass wir sie an die Vollständigkeit der Natur anpassen.

Und was kommt als Nächstes?

Als Nächstes führen wir die Entwicklung fort, bis wir den Zustand erreichen, in dem wir spüren, wie alle um uns herum atmet, wie alles von einem einzigen Gedanken durchdrungen ist, dem “Schöpfungsgedanken”. Das ist es, was wir erreichen möchten. Die Natur ist clever! Sieh, in welch harmonischem Computer wir existieren! Hier gibt es keine Falle, nur die Entdeckung des Sinnes der Menschheit, der absolut realistisch ist; allein dafür gebaut, dass wir korrekte Verbindung mit anderen bekommen, die uns auf gegenseitige Weise erfüllt und das einzige Gesetz unterstützt, “Eine einzige Natur zu werden.” Es ist kein ökologisches Spiel der “Grünen”, sondern ein Aufstieg der Stufe von ADAM (Mensch).

Auf diese Weise wachsen wir mehr und mehr – und werden mit dem grenzenlosen Gefühl der Glückseligkeit erfüllt. Und wir werden nicht länger die Begrenztheit unseres Körpers spüren. Indem wir unsere Körper und auch unsere Seelen verbessern und sogar noch höher steigen, fühlen wir, dass wir ganz andere Möglichkeiten bekommen. Speziell durch die gegenseitigen Verbindung zwischen uns entdecken wir Räume, die mit dem Gefühl von Glück erfüllt sind. [118553]

Von Kab TV’s “Über die Zeit” 10/20/13



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Ein Leben in einem stickigen Zimmer, in dem es von Mäusen nur so wimmelt

Jeder von uns entdeckt, dass er sich in einem sehr speziellen Zustand befindet, den wir „diese Welt“ nennen und den wir in uns selbst und all das, was sich außerhalb von uns befindet, unterteilen. Bis zu einem gewissen Grad spüre und verstehe ich mich selbst und das, was sich um mich herum befindet. Die Entwicklung meines Verständnisses und meines Gefühls wird mein Leben genannt. Ich spüre, dass ich mich verändere und dass sich alles um mich herum verändert; die ganze Welt verändert sich.

Dann entdecke ich, dass meine Wahrnehmung der Welt nur von mir abhängig ist und dass sie in meinen Gefühlen und meinem Verständnis entsteht. Wenn ich die Faktoren genauer untersuche, die meine Wahrnehmung bestimmen, entdecke ich, dass alles beim egoistischen Wunsch, das Leben zu genießen, beginnt. Das bedeutet, dass ich die innere und äußere Realität wahrnehme und sie nur in Bezug auf meinen eigenen Nutzen bewerte, unabhängig davon, ob es gut oder schlecht für mich ist.

Die Realität kann ich nicht objektiv in ihrer reinen Form betrachten, sondern nur auf mich bezogen. Wenn mich etwas nicht direkt betrifft, spüre ich überhaupt nichts. Ich nehme die Welt manchmal groß und weit wahr und manchmal eng und stickig, als ob ich meinen Verstand komplett ändere.

Meine Wahrnehmung ändert sich entsprechend meiner Interessen und so nehme ich die eine Sache wahr, während ich der anderen Sache keine Beachtung schenke. Ich bin wie eine Katze, die nur die Maus im Raum und nicht die Schönheit des Raumes und die Bilder sieht,, die an den Wänden hängen. Wenn ein Mensch in den Raum kommt, beachtet er sofort die Bilder und sieht die Maus gar nicht. Jeder betrachtet die Welt entsprechend seiner Wünsche. Die Welt existiert nicht von allein. Sie wird nach meinen Wünschen dargestellt.

Wenn mir die Begrenzung meiner Wahrnehmung bewusst wird, die alles nur gefiltert an mich heranträgt, möchte ich auch etwas außerhalb dieses Bildes sehen. Ich fühle mich, als säße ich im Gefängnis, als wäre ich gefangen in einem Verließ, in einem Grab, unfähig mich zu befreien.

Ich fühle mich eingeengt, habe Angst vor engen Plätzen, die mir das Gefühl geben zu ersticken und mich von allen Seiten erdrücken. Ich muss mehr wissen und spüren! Nun beginne ich zu spüren, dass der Wunsch zu empfangen, der sich alles nimmt, mich nicht die wahre Welt sehen lässt, sondern nur das, was den egoistischen Wunsch in diesem Moment antreibt.

Ich nehme meine Realität nur durch mein Ego wahr. Obwohl die Realität weit und praktisch unendlich ist, kann ich sie nicht sehen. Dieser Zustand macht mich rastlos und vergiftet mein ganzes Leben. Ich fange an, meinen Zustand – die Beherrschung meines Wunschs zu empfangen – Sklaverei und Exil zu nennen. Weil er mich zwingt das zu sehen, was den begrenzten primitiven Wunsch antreibt, betrachte ich alles in Bezug auf seinen Nutzen oder Schaden und sehe nichts, was hinter den Grenzen liegt. Ich suche nach einem Weg, um diesen Zustand weiter zu entwickeln und so die Weisheit der Kabbala zu erreichen. [119035]

Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbalaunterricht, 24.10.2013



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Mehr als eine Freundesversammlung

Frage: Ersetzen die Seminare die Freundesversammlung?

Antwort: Die Seminare können die Freundesversammlung nur dann ersetzen, wenn sie richtig ausgerichtet sind und mit richtig ausgewählten Fragen durchgeführt werden, die man diskutiert, und deren Ergebnis allen mitgeteilt wird.

In der Versammlung gibt es Begeisterung, unser Aufstieg wird geklärt und konkrete spirituelle Probleme werden angesprochen. Rabash schreibt, dass die Freundesversammlung den Einfluss der Gruppe auf jeden einzelnen Teilnehmer und auch den Eindruck über die Größe unseres spirituellen Weges symbolisiert.

Wenn wir das alles während der Seminare besprechen und im Laufe der Letzten fünf Minuten alle Kreise ihre Schlussfolgerungen präsentieren, dann wird das genügen. Dann werden die Seminare nützlicher sein als eine Freundesversammlung. [119409]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 20/10/13



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