Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Kraft zur Kontrolle über das Schicksal spüren

Europäischer Kongress. Lektion 3

Unsere gesamte Arbeit besteht darin, es zu erreichen, die Macht zu spüren, welche die Welt erfüllt, welche die Welt und unser Schicksal steuert, welche uns durch das Leben führt, und alle Ereignisse dieses Lebens definiert: was mit jedem von uns in jeder Minute passiert.

Dazu müssen wir ständig tief in uns selbst eintauchen. In der mechanischen Welt um uns herum werden wir nichts finden. Nur infolge der Abstimmung unserer eigenen Emotionen, durch die Steigerung der inneren Empfindlichkeit, werden wir damit beginnen, die sensiblen Schichten der Natur zu spüren und ihre Informationebene, die uns das gesamte Programm der Schöpfung offenbart: alles was mit uns zukünftig geschehen wird, was schon passiert ist, was uns über die Wahrnehmung der Zeit, des Raums und der mechanischen Bewegung hinaus in eine ganz andere Dimension erheben wird.

Deshalb müssen wir uns ständig in uns hinein vertiefen und versuchen, diese Informationschicht zu empfinden, diese Kraft, die alles steuert.

Diese Kraft kann man als grundlegende Kraft der Natur bezeichnen, als die höhere Kraft oder als den Schöpfer, weil sie alles erschafft und das gesamte Programm der Schöpfung beinhaltet. Deshalb versammeln wir uns, um unseren Einfluss aufeinander zu erhöhen und jedem von uns zu helfen, sich zu verbinden.

In der allgemeinen Wahrnehmung beginnen wir, ein neues Sinnesorgan zu erschaffen, welches uns diese alles erfüllende, uns umgebende, in alles durchdringende Kraft enthüllt. Genau infolge dieser richtigen Verbindung zwischen mir und den anderen erhebe ich mich über mich selbst, komme aus mir heraus, fange an, die Einheit zwischen uns zu empfinden. Das wird zur Hauptsache.

Und alles andere bleibt mein eigenes Gefühl, mein tierischer Körper. Wenn ich mir wünsche, völlig aus mir herauszutreten, um zu fühlen, was außerhalb von mir ist, dann finde ich diese höhere Kraft der Natur.
Die Verbindung mit ihr ist der Sinn und Zweck unserer Existenz. Und wir alle versuchen, das vollständig zu erreichen.

Auszug aus der dritten Lektion des europäischen Kongresses, 24.03.2012

Auf der Reise verborgen vor uns selbst

Während wir das Buch Sohar lesen, sollten wir uns vorstellen, dass wir uns bereits im höchsten Zustand befinden – wir sollten uns wünschen, ihn zu erreichen. Der höhere Zustand ist der Zustand, in dem wir miteinander verbunden sind.

Der Sohar beschreibt, wie die Kraft des Gebens uns erreicht, und welche Arbeit sie an uns verrichtet. Einige Teile der Seele steigen auf, und andere steigen ab in ihrer Empfindung, ihrem Verständnis, und der Wahrnehmung der Veränderungen, die in uns geschehen. Wenn wir dieses Buch wieder und wieder gemeinsam lesen, erwarten wir, dass die Kraft des Gebens uns beeinflussen wird, indem sie all die spirituellen Handlungen in uns vollbringt.

Befänden wir uns bereits in der Enthüllung der spirituellen Welt, dann würde während des Lesens alles, über das wir lesen, offen in uns verwirklicht. Aber während wir uns im Zustand der Verhüllung befinden und danach verlangen, dass diese Handlungen innerhalb von uns geschehen, werden sie immer noch in uns verwirklicht, aber auf eine verborgene Weise, und in einem Maß, in dem wir uns noch nicht in der spirituellen Welt befinden.

Es ist genau wie bei einem Kind, das in seinem Spielzeugauto sitzt, das Lenkrad dreht und sich vorstellt, dass es fährt. Es fährt wirklich, und irgendwie ist es wie der echte Fahrer, der es in 15 oder 20 Jahren sein wird. Es befindet sich bereits in dem Entwicklungsprozess, aber in Vorstufen und Zuständen, in denen es die unmittelbare Realisation noch nicht erreicht hat. Aber diese Zustände sind unverzichtbar auf dem Weg.

Wenn wir den Sohar lesen und uns vorstellen, dass wir uns darin befinden, ermöglichen wir dem Licht auf ähnliche Weise, gezielt die Eigenschaften zu beeinflussen, über die wir lesen. Es macht keinen Unterschied, ob wir verstehen, was da geschrieben steht; in der Zwischenzeit beeinflusst uns das Licht und bringt uns voran.

Ein mehrdimensionales System

Kongress in Vilnius. Lektion 1

Wir müssen dem Schöpfer ähnlich werden, um an seine Stelle zu treten. Wir müssen uns selbst organisieren und durch uns auch all die anderen Teile der Natur. Wir fühlen in unserem körperlichen Leben ein derartiges Unbehagen, das heute unsere gesamte Existenz bedroht, so dass wir eine Stufe von Erwachsenwerden, Wissen und Bewußtheit erreichen, von der aus wir die Leitung auf uns nehmen und dem Schöpfer ähneln: Indem wir die gesamte Natur als Teil von uns empfinden.

Alles in allem, gibt es nichts außer dem Menschen. Alles, das in der Außenwelt zu existieren scheint: Menschen, die verschiedenen physikalischen Körper und der Kosmos, das alles existiert in unserem Bewußtsein; es ist alles in uns enthalten und wird von uns wahrgenommen, obwohl es in der Tat nur ein Teil von uns ist.

Das bedeutet, dass unser Verlangen im Inneren unterteilt ist. Es ist aufgeteilt, so dass ein Teil des Verlangens als unser eigenes wahrgenommen wird, und einen anderen Teil des Verlangens stellen wir uns als außerhalb von uns vor. Das Verlangen besteht aus fünf Teilen, die als Shoresh, Neshama, Guf, Levush und Eichal bezeichnet werden – das sind unsere innere Essenz, die Seele, der Körper, die Kleidung (Kleidung ist das, was nahe bei uns ist und uns berührt), und dann alles Übrige. Diese fünf Bestandteile des Verlangens sind in Wirklichkeit alle innerhalb von uns, aber in unserem Bewußtsein werden sie unterschieden in innerlich und äußerlich .

Wenn jemand sich mit anderen verbindet, beginnt er, diese Illusion auf die richtige Weise wahrzunehmen. Er spürt, dass alles in ihm enthalten ist und sich nicht draußen befindet, und dass alles ein Teil von ihm ist.

Das kommt einem seltsam vor, aber dann erkennt er, wie alles zusammenwirkt und abhängig von ihm selbst in Bewegung kommt. Es ist, als würde er zu dem Teil werden, der alles andere bestimmt. Plötzlich erkenne ich, dass die ganze Welt von meinen Gedanken und Gefühlen abhängt. Alle anderen Leute mit irgendeiner Beziehung zu mir werden plötzlich von mir angezogen – je nachdem, wie ich mit ihnen umgehe – und sind unter meinem Einfluß, unterliegen meinem Willen, in dem Maß, in dem ich sie korrekt behandle.

Interessant ist, dass es sich um ein multidimensionales System handelt und jeder von uns es auf dieselbe Weise sieht. Das heißt, ausgehend vom Anfangspunkt seiner Seele beginnt jeder zu verstehen, dass er das Zentrum ist, das alles regelt. Und niemand bringt irgend jemand anderen durcheinander, jeder hat seinen eigenen Ausgangspunkt.

Wenn wir all diese Punkte zu einem gemeinsamen Ziel verknüpfen: Sie mit der höheren Kraft zu vereinigen, mit der Natur, dann vervollständigt das mannigfaltige Arrangement unserer individuellen Eigenarten das Gesamtbild bis hin zu der Stufe, welche die Welt der Unendlichkeit genannt wird. Dementsprechend hat unsere Einheit große Auswirkungen, und in der Tat führt sie uns auf die nächste Stufe, in die nächste Dimension.

Eine Krankheit ist eine Korrektur

Frage: In der Psychologie wird eine Krise als ein schmerzhaftes Phänomen beschrieben, aber wenn jemand dies bewältigt und nicht aufgibt, erreicht er ein neues Niveau, auf dem eine große Menge Energie freigesetzt wird und er beginnt, ein neues Leben zu leben.

Meine Antwort: Noch mehr, jede Krankheit ist auch ein Akt der Heilung. Angenommen, eine Fehlfunktion tritt auf. Jetzt wird sie in irgendeiner Weise korrigiert oder kompensiert. Und in dem Zeitrahmen, in dem sie kompensiert und korrigiert wird, betrachten wir sie als eine Krankheit. In Wirklichkeit aber ist dies schon die Korrektur.

Wir nehmen absichtlich Impfungen vor; Wir bringen Spuren einer Krankheit in den Organismus ein, um seine positive Reaktion darauf anzuregen, um ihn vor bedrohlichen äußeren Einflüssen zu schützen.

Würden wir all diese kritischen, schmerzhaften Symptome zusammentragen, würden wir entdecken, dass wir sie als die Geburt eines neuen Zustandes betrachten müssen, als eine Besserung unserer Gesundheit, als Korrektur, als unsere Ausrichtung und unseren Aufstieg auf die nächste Stufe.

Wir gehen in eine andere Dimension über

Frage: Wie ist es zu verstehen, dass wir ohne unseren Körper, oder außerhalb unseres Körpers existieren können?

Meine Antwort: Es gibt die Information an sich, es gibt einen Informationsträger und es gibt jemanden, der diese Informationen empfindet. Und sie alle können sich ändern. Information kann nicht nur auf der Basis ihres Eiweiß- (Gehirn), Kiesel- oder anderen Trägers existieren. Sie kann außerhalb der Materie existieren.

Information an sich ist nicht materiell. Aber wir nehmen sie nur durch den materiellen Träger wahr. Heutzutage sind wir schon in der Lage, Informationen von einem lebendigen Eiweißträger (dem Gehirn) auf einen unbelebten Träger (eine Festplatte) zu verlegen. Unsere gesamte Evolution führte uns durch eine allmähliche Veränderung des Informationsträgers, von der mündlichen Sprache zur Schriftsprache auf verschiedenen Trägern, zum Programmieren und Einlagern von Informationen im virtuellen Raum.

Und heute stehen wir an der Schwelle unseres Übergangs in einen anderen Zustand, wobei der Körper an Bedeutung verlieren wird und die Empfindungen in eine neue Dimension (die Eigenschaft des Gebens) übergehen werden. Dabei wird die Information von ihrem jetzigen Träger, dem Gehirn – d.h. von dem Verlangen nach Genuss – auf die Eigenschaft des Gebens übertragen.

Das Wichtigste ist, die Augen zu öffnen

Die Korrektur erstreckt sich vom Einfachen bis zum Schwierigen. Dennoch scheint uns die bevorstehende Korrektur auf jeder beliebigen Stufe als sehr schwierig – wir können uns nichts Schwereres vorstellen. Jeder begreift es gemäß seiner eigenen spirituellen Stufe.

Aber wenn wir die gesamte spirituelle Treppe betrachten, dann wird uns klar, dass wir um so schwierigere Verlangen korrigieren müssen, je höher wir aufsteigen. Es fällt einem Menschen mit Erfahrung und schon teilweise korrigierten Verlangen leichter, diese Schwierigkeiten zu überwinden und weiter aufzusteigen.

Es wird gesagt, dass „die Weisheit mit der Erfahrung kommt“, und deshalb lassen sich für jemand Erfahrenen die Korrekturen leichter umsetzen und ihre Notwendigkeit wird klarer. Das Wichtigste ist, die erste Stufe zu überwinden. Das ist am schwierigsten – die Augen zu öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das sehr bald tun. Es hängt von der Welt und von uns ab, denn wir und die Welt sind untrennbar.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 09.03.2012

Wo befindet sich die Unsterblichkeit?

Wir existieren in einer einheitlichen Realität, in der Welt der Unendlichkeit. Aber wir nehmen nur jenen Teil wahr, den wir begreifen können, und jenes Fragment, das unsere Eigenschaften aus der ganzen Welt der Unendlichkeit schafft. Aber auf jeden Fall sind wir immer an die Welt der Unendlichkeit angeschlossen. Daraus bekommen wir unsere Kräfte. Alle Veränderungen in uns geschehen nur, wenn wir uns an die Welt der Unendlichkeit anschließen.

So erkennen wir im Studium, dass jede beliebige Veränderung nur infolge des Erhebens von „MaN“ und durch alle Welten bis zur Welt der Unendlichkeit erfolgt. Als Reaktion darauf empfangen wir das Licht von der Welt der Unendlichkeit, welches „MaD“ genannt wird. Jede beliebige Veränderung enthüllt einen neuen Parzuf – einen neuen spirituellen Zustand. Die Verbindung zwischen den Parzufim erfolgt auch durch die Welt der Unendlichkeit, sowie nach der Regel „Die Malchut des Höheren wird zum Keter des Unteren“. Ein Aufstieg ist möglich nur unter der Bedingung, dass Malchut die Eigenschaften der Welt der Unendlichkeit erwirbt und sich in Keter umwandelt.

Dieser Sprung in der Veränderung der Eigenschaften der Materie unserer Welt wird als Quantenveränderung bezeichnet – heftig, streng, diskret, dosiert.

Genauso wechselt das Elektron, der sich um den Kern eines Atomes bewegt, seine Umlaufbahn in einem Sprung, und geht aus einem stationären Zustand in einen anderen über. Dabei wird seine Umlaufbahn blitzschnell getauscht: das Elektron verschwindet von der alten Umlaufbahn und erscheint im selben Augenblick auf einer neuen Umlaufbahn, wo seine Bewegung fortgesetzt wird, so als ob es den Sprung gar nicht gegeben hätte.

Den Physikern misslingt es, den Weg des Übergangs und die Zeit des Übergangs von einer Umlaufbahn auf die andere zu messen, denn er geschieht augenblicklich. Denn diese Handlung erfolgt nach dem Aufstieg einer Kraft in die Welt der Unendlichkeit, und über der Materie existieren weder Zeit, Raum noch Bewegung. Deshalb misslingt uns, das Geschehen während des Sprunges festzuhalten. Das heißt, während des Übergangs, der für uns eine Lücke (Quantenlücke) darstellt, ereignet sich die Vereinigung beider Welten, der unseren und der höheren Welt.

Außerdem existiert die ganze Materie nur dank ähnlicher Quantensprünge. Mittels dieser Sprünge bekommt unsere Welt die Energie des höheren Lichtes (die Eigenschaft des Gebens) aus der Welt der Unendlichkeit.

Sogar ein beliebiger Mensch fällt in jedem Moment seiner Existenz aus der Realität unserer Welt heraus, um seinen Zustand zu erneuern. Er wird an die Welt der Unendlichkeit angeschlossen und kehrt wieder zurück. Obwohl während diesem Sprung die Realität von uns ununterbrochen wahrgenommen wird, erlangen wir dadurch bereits einen neuen Zustand innerhalb unserer Welt. Durch diese Aufstiege zur Welt der Unendlichkeit geschehen alle Veränderungen in der ganzen Natur, auf allen ihren Niveaus, angefangen vom Niveau unserer Realität bis hinauf in alle fünf höheren Welten.

Die Aufstiege bis zur Welt der Unendlichkeit und die Rückkehr daraus sind für den Wechsel der Reshimot notwendig, die unsere konkreten Zustände bestimmen. Diese konkreten Zustände sollen sich ununterbrochen verändern, indem sie aus der Welt der Unendlichkeit die Kraft zur Erneuerung und alle neuen Reshimot schöpfen. Dieser Prozess dauert so lange, bis die volle Realisierung, die vollkommene Korrektur der ganzen Natur erreicht ist.

Das ist dann erreicht, wenn alle Realitäten in eine einzige verschmelzen. Es ist die vollkommene Offenbarung des Lichtes, die Enthüllung jener Kraft, von der alle Teile des Universums alle neuen Reshimot, neue Energie sowie ihre neuen Eigenschaften bekamen. Dabei ist unbedeutend, wie diese Veränderungen in der Materie genannt werden: der Abstand zwischen den Weltbildern, die Quantenlücke (der Quantensprung), die Abwesenheit der Realität, der Wechsel der Reshimot oder die minimale Veränderung des Zustandes.

Unsere Zukunft liegt in der Beherrschung dieses Zustandes außerhalb der Zeit, dem Anschließen ans Licht, an die Eigenschaft des Gebens, außerhalb des Egoismus, denn dieser ist unser Tod. In der Abwesenheit der Zeit innerhalb des Quantensprungs liegt eben unsere Unsterblichkeit.

Der Abdruck

Arava-Kongress. Lektion 2

Frage: Wenn ich meinen spirituellen Weg als Sklave des Pharao beginne und mit der Zeit zum Sklaven des Schöpfers werde, wo ist hier dann mein „Ich“ ?

Meine Antwort: Dein „Ich“ musst du noch finden. In der Spiritualität sind wir noch keine Menschen, wir sprechen nur davon, so als ob wir schon existieren würden. Der Punkt im Herzen ist der Anfang des Menschen in mir, der Tropfen des Samens, aus dem ich später wachsen werde. Und es steht mir noch bevor, mein „Ich“ zu enthüllen.

Ich bin noch „nichts“ – ich existiere nicht. (Umstellung der Buchstaben im Wort „ich/ani“ ergibt „nichts/ejn“, und die Schöpfung wird „etwas aus dem Nichts/esch mi ejn“ genannt). In dem Maß, in dem ich mein Material vorbereiten werde, um darin die Form des Schöpfers zu offenbaren, wird diese in mir enthüllte Form mein „Ich“ (ani) genannt. Das heißt, der Abdruck des Schöpfers in mir ist mein „Ich“, alles andere bleibt „nichts“.

Denn mein Verlangen ist nicht wirklich meins, es kommt von Ihm, alle Handlungen erfüllt Er. Es gibt somit keine selbständige Persönlichkeit, kein „mich“, die etwas entscheiden würde. Wenn ich das Material für die Wahrnehmung Seiner Eigenschaft, die Er in mir impliziert, innerhalb meines Materials vorbereitet habe, dann werde ich zu diesem Abdruck. Seine Form ist meine Seele.

Die Form des Schöpfers, die innerhalb meines Verlangens geformt wird, wird meine Seele genannt, und das bin „Ich“.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Arava, 23.02.2012

Karten auf den Tisch

Frage: Wodurch soll sich unsere Absicht auf dem Arava-Kongress von der, die wir früher hatten, unterscheiden? Worauf sollen wir uns vorbereiten?

Meine Antwort: Unsere Absicht auf diesem Kongress sollte die große Angst, die große Besorgnis beinhalten: vielleicht unterstütze ich die gemeinsame Anstrengung nicht in entsprechender Weise?

Wie beim Pokern lege ich die Karten auf den Tisch und aktiviere alle Ressourcen. Ich will mich ganz für das Licht, das zur Quelle zurückführt, hingeben. Ich bin bereit, meinen Beitrag zu leisten und alle zum Ziel anzutreiben. Darüber hinaus möchte ich durch die Vereinigung mit allen Freunden die Kraft erhalten, die mich nicht mit ihnen, sondern mit dem, was über uns ist, verbindet. Wir müssen uns bemühen, dass alle Verbrechen von der Liebe bedeckt werden, wir müssen der Bürgschaft und der Einheit entgegenstreben.

Der Unterschied besteht hier darin, dass wir diesmal selbst handeln, ohne äußere Kreise, im gemeinsamen Gedanken, Verlangen und in der gemeinsamen Absicht. Wir lassen sie nicht los, wir bleiben ständig in ihr. Wir attackieren nicht nur und nicht so sehr rational, sondern eher im Verlangen und in der Absicht.

Das ist das, was wir vorbereiten – der Rest hängt von den Teilnehmern ab. Sie bauen diesen Zustand auf.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Statuten des Arava-Kongresses“, 20.02.2011

Ob wir bis zum Kongress in der Wüste warten sollen?

Frage: Tausende Kabbala-Studenten weltweit lesen zusammen mit uns während des Morgenunterrichts das Buch „Sohar“. Es ist eine sehr mächtige und qualitative Kraft. Warum sehen wir dann kein Ergebnis unseres Studiums? Warum erfolgt die Korrektur nicht jetzt, sondern sollen auf den Arava-Kongress warten ?

Meine Antwort: Man muss nicht auf den Arava-Kongress warten! Die Korrektur kann schon jetzt geschehen. In Wirklichkeit hängt alles von unseren Bemühungen und nicht von der Zeit oder vom Ort ab.

Aber da wir uns in einem solchen spirituellen Rahmen befinden, welcher als diese Welt bezeichnet wird, haben wir keine Möglichkeit uns von den Veränderungen der Verlangen und der Absichten beeindrucken zu lassen, sondern können nur von den äußerlichen Handlungen beeindruckt werden.

Was stellen eigentlich unsere Körper dar: Hände, Beine, die ganze Materie, die wir um uns sehen? Sie sind nur die Verlangen. Es sind nur Arten des Verlangens, welche zum niedrigen, unbelebten Niveau zählen, so dass wir mit ihnen sogar ohne Absicht arbeiten können. Dennoch geht es nur um das Verlangen! Und deshalb benutzen wir es, da wir uns innerhalb dieses Verlangens befinden. Wenn wir auf die höhere Stufe hinaufsteigen werden, dann wird es für uns unbedeutend sein, wo wir uns befinden: in der Arava-Wüste oder in der Mitte des lärmenden Marktes.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 16.02.2012