Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Kette des Verlangens zusammenschließen

Alles, was wir empfinden, ist das Wesen des Verlangens, in welchem uns eine beliebige Form offenbart wird. Man kann es auch anders sagen: Das Verlangen nimmt unter der Einwirkung des Lichts diese oder jene Form an. Die Grundlage aller Welten bildet ein und dasselbe Verlangen, das sich nur durch die Formen und ihre Niveaus unterscheidet.

Alles, was jetzt vor uns erscheint, nehmen wir auf dem niedrigsten Niveau des Verlangens wahr. Und die weiter fortgeschrittenen Formen entstehen, wenn dieses Verlangen die Absicht des Gebens übernimmt; denn dann wird seine vorherige Form für uns durch die spirituelle Form ersetzt. Es gibt somit keine anderen Unterschiede zwischen allerlei Details der Welten und der Stufen. Wir setzen jedes Mal die andere Brille auf und sehen deshalb eine andere Welt vor uns.

Also bleibt das Verlangen unveränderlich, und darin existieren 620 Unter-Wünsche, welche in diesem oder jenem Maß untereinander verbunden sind. Und alle diese Niveaus erreichen im Endeffekt Malchut der Welt der Unendlichkeit. In Wirklichkeit sehen wir sie jetzt auch, aber nur auf unserer Stufe, entsprechend unseren Instrumenten der Wahrnehmung. Es ist deshalb gesagt: „Jeder verneint oder beurteilt nach seinem eigenen Mangel“.

Frage: Wie kann man das Gesagte dem Menschen erklären, der die Wissenschaft der Kabbala nicht studiert?

Meine Antwort: Das Verlangen ist eben die Materie. Das Atom besteht aus den Teilchen, die eine Energie darstellen, oder besser gesagt das Verlangen, sich zu bewegen. Wenn ein Teilchen sich nicht bewegt, dann geht es verloren. Im Grunde genommen stellen die Teilchen gerade die Energie, das Licht dar. Sie stehen in einer gegenseitigen Wechselwirkung, werden vereinigt und schaffen dadurch verschiedene Formen der Verbindung. Aus dieser Verbindung entsteht das allgemeine Verlangen, und daraus entsteht die Materie, die sich im Einklang mit vier Niveaus des Verlangens oder vier Arten der Natur befindet: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Das Verlangen umfasst alles. Es kann sich erhöhen oder erniedrigen, es wird auf „das Plus“ und „das Minus“ geteilt, aber sein Wesen wird dadurch nicht geändert. Leider entsprechen unsere Vorstellungen über die Materie nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft, nicht nur der Quantenphysik, sondern auch den Bereichen, die sich mit der Wahrnehmung der Realität beschäftigen. Wie dem auch sei, es ist heute schon klar, dass die Materie eine Energie darstellt. Diese Erkenntnis betrifft sowohl uns selbst als auch die Art und Weise, wie wir uns wahrnehmen. Natürlich wird nicht jeder Mensch unsere Erklärung verstehen können, er kann aber seinen Glauben den wissenschaftlichen Forschungsdaten schenken. Schließlich nehmen wir Vieles in unserem Leben ohne jegliche skrupellosen Auseinandersetzungen an.

Wenn also die gesamte Schöpfung ein einziges Verlangen darstellt, so können wir nur in den Definitionen des Verlangens über die Ähnlichkeit oder den Unterschied, über die Nähe oder die Entfernung sprechen. Die gleichen Verlangen befinden sich nebeneinander. Je mehr sie sich voneinander unterscheiden, desto weiter sind sie voneinander entfernt. Die entgegengesetzten Verlangen sind voneinander unendlich entfernt. Nach dieser Skala – von der Verschmelzung bis zum diametralen Gegenteil – werden alle übrigen Zustände verteilt. Alles wird anhand des Verlangens gemessen.

Somit ist unsere Arbeit sehr einfach: Wir sollen unsere Verlangen klären und dementsprechend voranschreiten. Gleich dem Psychologen soll ich mich von der Seite her anschauen, meine Verlangen von außen betrachten und deren Parameter nachprüfen: welche Formen der Wünsche in mir existieren, inwiefern sie mich oder ich sie beherrsche. In dem Maß meines jetzigen Verständnisses bestimme ich für mich die wünschenswerte Form und vergleiche sie mit der laufenden.

Folglich suche ich die Möglichkeit, um von der existierenden Form in die wünschenswerte überzugehen. Die Kabbalisten sagen, dass ich diesen Übergang mit Hilfe des Lichts erreichen kann, das zur Quelle zurückführt. Somit muss ich meinen jetzigen Zustand als unerwünscht und schlecht annehmen und dementsprechend den zukünftigen als erwünscht und gut betrachten. Die Distanz zwischen diesen Zuständen sorgt für das große Leiden, das ich empfinde, ruft in mir das Streben hervor und lässt zu, dass ich mich in der Gruppe bemühe.

Alles klärt sich anhand des Vergleichs des Existierenden und des Wünschenswerten: Ich offenbare die bittere Wahrheit über den laufenden Zustand und richte mich nach dem folgenden, dabei wird das Höhere Licht seine Arbeit erledigen, denn es soll mich gerade durch die notwendigen Veränderungen zu den neuen, mehr fortgeschrittenen Formen des Verlangens führen. Ich soll nur entscheiden, dass ich es tatsächlich will, wodurch ich „die Kette zusammenschließe“, das Licht in Betrieb setze.

Somit ist die Methode einfach, obwohl sie eine Menge von Komponenten enthält: die Gruppe, den Lehrer, das Buch, die Größe des Schöpfers, das Studium, die Verbreitung, das Bild der Realität, die Welten usw.. Schließlich, wenn man das alles zur Kategorie des Äußerlichen aufzählt, bleibe nur ich selbst im laufenden Zustand übrig, den ich als unerträglich offenbaren muss, um mir meinen folgenden Zustand als wunderschön vorzustellen. Und wo ist das Licht? Es kommt durch die Gruppe, da der folgende Zustand die Einheit auf dem neuen Niveau darstellt. Diese Bedingungen führen mich eben zur Handlung hinzu.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 26.06.2012

Ich bürge für alle!

Frage: Was soll man tun, wenn man einerseits alles Mögliche unternimmt: man studiert, investiert in die Gruppe, in die Verbreitung, andererseits jedoch sieht, dass man in seinem Stolz gefangen ist und nichts mehr an sich heranlässt, sich selbst also einfach blockiert?

Meine Antwort: Du musst die Freunde darum bitten, dass sie dir helfen, dich unterstützen, um dich beten. Das gemeinsame Gebet (Tefilat Rabim) ist ein Gebet für jemand anderen, für alle anderen.

Der Mensch kann nicht für sich selbst beten, weil es sich dann um eine egoistische Bitte handeln würde. Selbst wenn du versichern würdest, dass du angeblich um die Eigenschaft des Gebens bittest, wäre es trotzdem egoistisch, weil du sie für dich selbst haben willst.

Wenn ich mich in der Gruppe befinde, möchte ich nur eins: für alle bürgen. Ich möchte dafür bürgen, dass sie alles, was sie wollen, erreichen! Und auf diese Weise bürgen wir alle gegenseitig füreinander.

Anderenfalls werden wir mit unseren Eigenschaften nicht dem höheren Feld entsprechen können. Wir befinden uns darin wie geladene Teilchen in einem Magnetfeld, das uns voneinander entfernt, anstatt uns einander näher zu bringen.

Wie können wir also die Ähnlichkeit mit diesem Feld erreichen? Dafür muss ich mich mit den Freunden verbinden, dann werde ich eine gewisse Ähnlichkeit mit diesem Feld haben können. Hier gelten klare physikalische Gesetze, die in Das Studium der Zehn Sefirot beschrieben sind, hier gibt es keine Mystik.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, New York, 21.06.2012

Leben ohne Krankheit

Frage: Sollten wir das Anliegen eines „gesunden Lebensstiles“ in unseren Grundkursen zur integralen Erziehung aufgreifen?

Meine Antwort: In der Tat sind in letzter Zeit viele Artikel zu diesem Thema veröffentlicht worden, die Statistiken vorlegen, welche zeigen, wie Krankheiten und Gesundheitsprobleme abnehmen, wenn wir korrekte Beziehungen zwischen uns wahren.

Natürlich wird es auch weniger Morde, Vergewaltigungen, Gewalttaten und andere Arten gesellschaftlicher Spannungen geben, und dementsprechend wird sich das in der Gesundheit der Menschen und der Gesellschaft insgesamt widerspiegeln.

Aber es gibt noch einen anderen Grund für letzteres: Eine Person wird ganz einfach ausgewogener.

All unsere Probleme sind auf innerliches Ungleichgewicht zurückzuführen; wenn wir die Beziehungen zwischen uns ausgleichen und all die Systeme beginnen, harmonisch zu arbeiten, werden all die Krankheiten verschwinden.

Theoretisch ist selbst durch die Daten, die die Theorie der integralen Systeme vorstellt, klar, dass ein Mensch überhaupt keinen Schmerz empfinden sollte.

Er bräuchte nur gesund und entspannt zu sein, wie wenn er dabei wäre, einzuschlafen, und sterben, sogar ohne diesen Übergang zu spüren, was heißt, alles sollte sehr leicht und einfach vonstattengehen, so dass das Analoge, Integrale diesen Wandel durchläuft, wo das menschliche Niveau allmählich auf das tierische Niveau absinkt, und vom tierischen Niveau auf das pflanzliche Niveau, und dann nach und nach schwindet. Wenn ihr diese Stufen nach und nach absteigt, fühlt ihr nicht, dass ihr tot seid, sondern es ist, als ob ihr allmählich einschlaft, und dann seid ihr weg, und das war´s.

Es gibt eine Menge gutes statistisches Material zum Thema Gesundheit, und daher ist es eine gute Idee, es in unsere Lektionen einzubeziehen.

Im Großen und Ganzen sollten wir alle Probleme, die heute in der Gesellschaft existieren, statistisch und graphisch darstellen, dabei Videos benutzen, so dass die Leute tatsächlich entdecken: „ Wow, da stehen wir also! Wow, was für ein Problem!“ Nicht jeder sonst versteht das und hat sich dem gestellt; noch zur gleichen Zeit müssen wir zusammen mit dem Problem unmittelbar die Lösung dafür anbieten.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 22.05.2012

Eine kurze Übersicht des Kurses über die integrale Erziehung. Die familiären Beziehungen

Heute existieren keine familiären Beziehungen als solche.

Selbst wenn eine Familie gegründet wird, fühlt sich jeder innerhalb der Familie als das abgesonderte Element, das von seinem Partner unabhängig ist. Außerdem fühlen die Kinder sich absolut unabhängig von den Eltern oder wollen sehr unabhängig zu sein. Und die Eltern wollen auch nicht, dass die Kinder sie beschweren. Wir haben unter dem Einfluss des Egoismus die familiären Beziehungen zerstört.

Deshalb müssen wir für unsere Zukunft etwas tun. Wenn heutzutage bis zu 70 % der jungen Menschen sich keine Ehe und keine Kinder wünschen, so erwartet uns bei weitem keine fröhliche Perspektive. Ich spreche nicht mal darüber, dass es niemanden geben wird, um die alternde Bevölkerung zu ernähren – heute ist diese Tendenz besonders in Europa sichtbar.

Wir sollen den Menschen den „Zauber des Familienlebens“ zurückgeben, denn dieser ist heute absolut nicht vorhanden! Alles erfolgt notgedrungen – während die Frauen noch die Kinder haben wollen, sind die Männer passiv und wollen überhaupt nichts.

Die integrale Erziehung erklärt dem Menschen die Verbindung zwischen den Menschen, führt ihn zur Verbindung mit den anderen hin. Er beginnt plötzlich, die Feinheit, die Liebe, irgendwelche Gefühle gegenüber den anderen Menschen zu empfinden, er beginnt, alle mehr als früher zu fühlen. Heute hören die Menschen ganz auf, einander zu fühlen, ihnen genügt die Kommunikation mittels der SMS-Mitteilungen.

Die integrale Erziehung ruft im Menschen die guten Gefühle bezüglich den anderen hervor, regt in ihm den besonderen Sensor an: er wird empfindlicher gegenüber dem, wie sich die Menschen zu ihm verhalten, wie er sich zur Annäherung bzw. zur Entfernung verhält. Er beginnt, darauf sinnlicher zu reagieren, und so wacht in seinem Inneren die wegen der Selbstsucht verlorene Notwendigkeit der Empfindung zu anderen Menschen auf. Er wird fühlen, dass sich darin die Quelle der Wärme, der Freude, des Erfolges, der Überzeugung befindet, statt sich in der Wohnung wie in einer Muschel abzuschließen.

Das Bedürfnis der Wärme, der Anteilnahme, der gegenseitigen Kommunikation, das die integrale Erziehung kultiviert, wird den Menschen motivieren, eine Familie gründen zu wollen.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 22.05.2012

Warum sollte man seinen Nächsten lieben?

Frage: Der Aufruf, oder, wie Sie sagen, das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, wurde schon mehrmals besprochen und angestrebt, dass es sich zu einem häufigen Aufruf gegenüber Kindern verwandelt, um diese gegenüber anderen Kindern ruhig zu stellen, aber nicht zu einem realen Aufruf an die reifen Menschen, ihre Wechselbeziehungen zu ändern. Worin besteht der Unterschied Ihres Aufrufes von den anderen und worauf basiert Ihre Überzeugung in der Realisation Ihrer Phantasie?

Meine Antwort: Wenn die gewöhnlichen Menschen (99 %) über die Verbindung sprechen, dann meinen sie die Korrektur des menschlichen „Miteinander“, gleich dem, wie wir den Kindern raten, befreundet zu sein, statt sich zu zanken. Wenn aber die Kabbalisten (1 %) über die Verbindung sprechen, dann sehen sie diese Verbindung nicht als Ziel, sondern als Mittel für das Erreichen des noch höheren Ziels – die Offenbarung und das Begreifen des Schöpfers, der höheren Kraft der Natur, und das Erreichen des folgenden Niveaus der Entwicklung, das uns die Empfindung der höheren Welt ermöglicht.

Eine kurze Übersicht des Kurses über die integrale Erziehung. Die Geschichte der Evolution des Egoismus

Da unsere Natur das Verlangen zu genießen oder das Verlangen sich zu erfüllen ist (solche physischen Verlangen wie Nahrung, Sex, Familie, Reichtum, Ruhm, Macht, Wissen), entwickelte sich unsere Selbstsucht ständig, wie sie in diesen Verlangen gezeigt wurde, und bestimmte den ganzen Fortschritt der Menschheit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Deshalb haben wir uns sowie die Gesellschaft um uns die ganze Zeit verändert, entwickelten die Technologie, die Industrie, die familiären und öffentlichen Beziehungen usw..

Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts und später hat die Selbstsucht ihr Wachstum eingestellt, d.h. unser Egoismus wurde global. Und deshalb haben wir offenbart, dass die Natur uns eigentlich entgegengesetzt ist, d.h. sie ist altruistisch und global. Diese zwei Systeme befinden sich jetzt im Widerspruch.

Unsere Aufgabe besteht darin, diesen Widerspruch zu beheben, anderenfalls wird die Menschheit beginnen, sich zu zerstören sowie die missgünstige Einwirkung der Natur hervorrufen. Es ist notwendig, dass die Menschheit ähnlich der Natur wird, harmonisch mit ihr.

Das heißt die Entwicklung der Selbstsucht hat ihr Maximum erreicht. Während sie uns eine lange Zeit vorwärts stieß, haben wir das Gefühl gehabt, diese Welt verändern zu können, und haben deshalb mit ihr alles Mögliche getan.

Heute sind die Welt und die Natur gegen uns und fordern unsere innerliche Veränderung. Deshalb sollen wir von der Veränderung unserer Umgebung zur inneren Veränderung übergehen.

Es ist sehr schwierig. Deshalb ist es für den Menschen fast unmöglich, damit einverstanden zu sein. Aber wir sehen, dass schon heute eine Menge Menschen in der Welt zu diesem Entschluss kommen.

Die Methodik der integralen Erziehung basiert darauf, dem Menschen zu erzählen, zu erklären sowie ihn davon zu überzeugen, dass es nicht kompliziert ist, sich unter der Einwirkung der Umwelt, der umgebenden Gesellschaft, zu verändern. Wenn wir uns bemühen, so zu handeln, dann werden wir bald eine sehr harmonische Gesellschaft und ein besseres Leben erreichen, das uns auf den neuen Gipfeln offenbart werden wird.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 22.05.2012

Mehrere Reinkarnationen in einem Körper

Frage: Was wird als Kreislauf des Lebens bezeichnet?

Meine Antwort: Ich befinde mich innerhalb des Verlangens zu genießen, und darin wird mir ein zerbrochenes Reshimo offenbart, das heißt, ich empfinde, dass meine Verbindung mit der Umgebung und meine Verbindung mit dem Schöpfer zerbrochen sind. Und deshalb bemühe ich mich, mich mit der Umgebung zu verbinden, um ein passendes Gefäß für die Offenbarung des Schöpfers, des Lichtes, vorzubereiten.

Angenommen, ich habe innerlich gearbeitet, ich habe gebetet, habe trotz meinem egoistischen Verlangen gehandelt, und erreichte dadurch die Einwirkung des Lichtes, das meine Verbindung mit den benachbarten zerbrochenen Verlangen korrigiert hat, so dass wir uns verbunden haben und die noch größere Ähnlichkeit mit dem Licht erreichten.

Jetzt hat sich das von mir korrigierte Gefäß mit dem Licht Nefesh angefüllt. Auf diese Weise habe ich das zerbrochene und von mir enthüllte Verlangen realisiert. Somit habe ich ein Leben gelebt und die Korrektur durchgeführt.

Dann wird mir die nächste Stufe offenbart. Das vorige Verlangen stirbt, da ich es nicht mehr brauche. Das Licht verlässt den vorigen spirituellen Parzuf und das folgende höhere Reshimo wird offenbart. Das heißt, es ist noch mehr zerbrochen! Aber aufgrund meiner Erfahrung des vorigen Lebens weiss ich schon, wie ich es zu korrigieren habe. Deshalb komme ich voran und setze meine Korrektur fort.

Ich soll die Verlangen verbinden, die noch mehr zerbrochen sind und einander widersprechen. Außerdem soll ich das Licht um die Verbindung bitten. So vergeht ein Kreislauf des Lebens hinter dem anderen, bis ich die vollkommene Korrektur erreiche. Die zerbrochenen Reshimot wachen nicht mehr auf, weil ich das gesamte Zerbrechen korrigiert habe, das heißt, ich ging durch alle lebenswichtigen Kreisläufe durch.

Diese Kreisläufe sind mit unserem materiellen Körper, der gleich einem Tier existiert, auf keine Weise verbunden. Außerdem bedeutet unser Leben den Aufstieg des Verlangens zu genießen.

Im Gegensatz zu der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur sind wir solche einzigartige Individuen, in denen sich das Verlangen zu genießen ständig entwickelt und im Endeffekt eine Sackgasse erreicht, in welcher wir uns heutzutage befinden. Folglich verstehen wir das Leben und unseren Weg nicht mehr. Die Leiden zwingen uns, über den Sinn des Lebens, sein Ziel, seine Wurzel zu fragen.

Das heißt, in diesem Verlangen, das sich auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus der Entwicklung befindet, ist ein Keim des neuen Strebens vorprogrammiert, das uns beginnen läßt, danach zu fragen, was auf der höheren Stufe passiert.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.06.2012

“Wie wundervoll und angenehm ist es, wie Brüder zusammen zu sitzen”

„Wie wundervoll und angenehm ist es, wie Brüder zusammen zu sitzen.“ Dies sind die Freunde, die zusammen sitzen und nicht voneinander scheiden. Anfänglich sehen sie wie Feinde aus, die einander töten wollen. Danach aber kehren sie zu brüderlicher Liebe zurück. Dann schreien sie: „Wie wundervoll und angenehm ist es, wie Brüder zusammen zu sitzen.“ Indem sie das tun, erreichen sie Ähnlichkeit mit dem integralen System der Natur und stimmen dann mit ihr überein. In ihrer gemeinsamen Liebe enthüllen sie die Essenz der Natur, ihre Perfektion und Ewigkeit.

Das Buch Sohar, Kapitel „Acharei Mot“

Das schwarz-weiße Kino mit Happy End

Es ist gesagt, dass es „Niemanden außer Ihn“ gibt, dass es keine andere Kraft gibt, die in der Welt gelten würde, außer dem Schöpfer. Aber woher kann dann der Mensch die Kräfte für die Arbeit nehmen? Und wie kann er dann überhaupt eine selbständige Handlung begehen, die mechanisch, materiell, seelisch, aus dem Verlangen oder dem Gedanken erfolgt?

Doch es existiert eine einzige Quelle der Energie, die genauso wie die Sonne funktioniert und die ganze Erde belebt. Eine einzige Kraft liefert die Energie an alle Teile der Natur, in allen ihren Arten, und zwar materiell und spirituell. Alles Positive und das „scheinbar“ Negative kommt zu uns aus einer Quelle.

Somit kommen die Faulheit, die manchmal den Menschen bewältigt, alle Hindernisse, die seinen Aufstieg zur Offenbarung des Schöpfers verhindern, auch von der Höheren Kraft. Und der Mensch befindet sich in der Mitte und soll entscheiden, wie diese Höhere Lenkung anzunehmen ist, das heißt, wie er sich zu den Kräften verhalten soll, die auf sein Verlangen einwirken.

Das ganze Universum ist eigentlich nur das Verlangen des Menschen, welcher empfindet, dass er selbst und die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschen um ihn herum existieren. Aber das alles, sowohl das Innere als auch das Äußere, wird nur innerhalb seines Verlangens vorgestellt und stammt aus der Höheren Kraft.

Folglich soll er alle diese Formen, dieses Realitätsbild, an die Höhere Quelle anbinden. Und indem der Mensch es zu tun versucht, beginnt er im ganzen Prozess, in allen mit ihm geschehenen Ereignissen, eine lenkende Hand zu erkennen – die Erscheinungsform einer Höheren Lenkung des Schöpfers, außer der es nichts anderes gibt.

Der Schöpfer hat alles so vorbereitet, dass wir diese einzige Lenkung in Form einer Menge von Kräften empfinden, die miteinander kämpfen, die positiv und negativ sind und sich im Endeffekt in der mittleren Linie miteinander verbinden, sowie dem Menschen helfen, diese einzige Höhere Kraft zu offenbaren.

Wenn der Mensch diese eine Kraft offenbart, dann beginnt er, das allgemeine Programm, das System der Schöpfung, zu erkennen. Und sein Verlangen, in dem eine solche Realität offenbart wird, führt ihn ins System der Welten hinein. Nachdem er das Bild der Wahrnehmung der Realität begriffen hat und mit Hilfe eigener Bemühungen darin nur eine lenkende Kraft erkennt, dann geschieht plötzlich ein solches Ereignis, das alle Früchte seiner Arbeit zerstört.

Folglich soll er wieder beginnen, mit den neuen Informationsdaten (Reshimot) zu arbeiten, die in seinem Inneren aufwachen, und alles auf eine Kraft zu beziehen, die gut ist und nur das Gute schafft. Aufgrund der Enthüllung der Reshimot seitens des Schöpfers und der Bemühungen seitens des Menschen arbeiten sie wie Partner zusammen. Der Schöpfer bereitet dem Menschen jedes Mal die neuen Bedingungen vor, die der Mensch richtig anwenden soll, um dieses Mosaik zu sammeln, worin dann nur eine Kraft gelten wird.

Sie wird ihn verwirren, sich enthüllen und wieder und wieder verhüllen. Es ergibt sich, dass der Mensch ständig zum Gesamtbild das Fehlende beiträgt, um darin das Wesen des Schöpfers zu offenbaren.

Jedes Mosaikstückchen, jedes Reshimo, jeder Zustand und jede Situation helfen dem Menschen zu erkennen, dass alles von einer Höheren Kraft kommt, und die Kräfte des Guten und des Bösen gemeinsam einwirken, um ihm zu ermöglichen, das Bild zu erkennen, das aus den schwarzen und weißen Fragmenten besteht. Er soll weder das Schwarze noch das Weiße beachten, sondern nur die eigene Zugehörigkeit an die einzige Quelle, aus der diese zwei Kräfte kommen.

Und so wird er die Höhere Lenkung offenbaren. Seine Aufgabe besteht nur darin, die Anstrengungen zur Offenbarung des Schöpfers vorzunehmen, weil darin die Gründe für das ganze Geschehen innerhalb des Menschen und in der von ihm empfundenen Realität sowie im Prozess, den er dank dieser Emotionen durchlebt, liegen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 03.06.2012

Wie fragt man nach dem Licht?

Frage: Ich versuche, durch die Verbindung mit der Gruppe nach dem Licht zu fragen, aber wie genau sollte ich darum bitten?

Meine Antwort: Bitte um Verbindung. Wir wissen nie, wie wir nach dem Licht verlangen sollen, wir verstehen nicht zu beten. Jedesmal, wenn wir uns dem Höheren zuwenden, sollte es mit einer exakten Bitte geschehen. Alles, was jemand herausfinden muss, ist, was er sich vom Oberen wünscht. Selbst wenn du die übelsten Dinge willst, leite sie zum Höheren. Wenn du das tust, beginnst du, nach und nach deine Bitte zu korrigieren und in Ordnung zu bringen.

Dies wird „Klärungen“ genannt, wie die gesamte Leiter der spirituellen Stufen. Wir beginnen, indem wir jeden „schlucken“ wollen. So wende dich damit an den Oberen, sei konsequent, und dank des Lichts, das verbessert, wirst du verstehen, was gut ist, und alles wird sich verändern. Denke nicht, dass um etwas zu bitten, dich bereits zu einem Gerechten macht. Aber wende dich an den Höheren!

Auf diese Art beginnen wir unser Leben in dieser Welt. Betrachte ein Baby, wie dreckig es ist, wenn es geboren wird, wie es seine Windeln beschmutzt. Aber man sagt: „ Die Mutter wird kommen und ihren Sohn reinigen.“

Tu nur, was du kannst, aber das beharrlich und konstant. Dann wirst du dich weiterentwickeln! Die Behandlung des Oberen kann weich und freundlich sein, und sie kann streng und hart sein. Aber dies ist die einzige Art, wie Veränderungen im Niedrigeren stattfinden. Die Hauptsache ist, weiterzumachen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 15.05.2012