Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Schaffner [116370]

Die Weisen sagten: „Der Mensch soll sich immer mit der Tora und den Geboten in der egoistischen Absicht (lo-liShma) beschäftigen – und von hier aus wird die altruistische Absicht (liShma) erreicht“.

In dem Artikel „613 Ratschläge und 613 Hinweise“ erklärt uns das Buch Sohar, dass der Mensch aus 613 Verlangen besteht. Sie zu korrigieren bedeutet, 613 Gebote zu erfüllen. Denn gerade das ist uns geboten, darauf sind wir angewiesen, wir sollen jeden Wunsch korrigieren und ihn nur in der Absicht des Gebens verwenden.

Insgesamt werden die Verlangen oder die Gebote in 248 befehlende und 365 verbietende unterteilt. Wir sollen mit den “verbotenen“ Verlangen eine Beschränkung (Zimzum) machen, um diese nicht zu verwenden. Und die befohlenen Verlangen sollen wir mit der Absicht des Gebens verwenden. So korrigiert der Mensch seine 613 Verlangen in Bezug auf das Geben: Die einen – durch Handlung, die anderen – durch Unterlassung.

Alle Verlangen korrigiert das Licht, das zur Quelle zurückführt. Einst war das ein inneres Licht, welches sie ausgefüllt hat, und später hat es sich entfernt und blieb außen in Form des umgebendes Lichts zurück. Jetzt haben alle Wünsche eine egoistische Absicht – aber wir können das umgebende Licht mit ihnen verbinden, damit es auf sie einwirkt und ihre egoistische Absicht korrigiert. Und später, nach der Änderung der Absicht, wird das selbe Licht in den Wunsch innerlich eingehen können.

Auf diese Weise werden wir zu den „Schaffnern“ zwischen dem umgebenden Licht und dem unkorrigierten Verlangen. Dies ist eben unsere Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 26.08.2013

Die obligatorische Impfung gegen die Selbstsucht [116291]

Frage: Was strebt die dunkle Kraft (Klipa) am meisten an?

Meine Antwort: Die dunkle Kraft strebt an, uns so zu verwirren, dass wir uns nach dieser Verwirrung an den Schöpfer wenden; damit wir spüren, dass wir den Glauben und die Ergebenheit der Seele brauchen.

Klipa bringt uns in solche Zustände, in ein unerträgliches Durcheinander. Im Endeffekt wirst du zustimmen, alles zu vernachlässigen; du wirst so verwirrt sein und letztendlich verstehen, dass man sich vollständig annullieren muss, um sich am Schöpfer festhalten zu können. Nicht, damit die Verwirrung verschwindet, sondern weil der Schöpfer die höhere Quelle für alles ist.

Das System der dunklen Kräfte ist sehr kompliziert. Es stellt eine genaue Kopie der Heiligkeit dar und besteht selbst aus der Verflechtung der heiligen und dunklen Kräfte. Es muss außerordentlich vielseitig sein, um uns darin beizubringen, was richtig und falsch ist, und zwar in Bezug auf Empfindung und Absicht.

In den heiligen Welten gibt es keine offenbaren Kräfte (Klipot). Sie befinden sich dort aufgrund unserer Vorbereitung bereits in einem korrigierten Zustand, der uns davor bewahrt, uns weiter zu irren. Dann gestattet man uns, mit dem Licht zu arbeiten – unter der Bedingung, dass wir bereits alle Eindrücke über Dunkelheit und Licht gesammelt haben, wie im Buch Sohar darüber geschrieben ist: „Nur diejenigen, die die Finsternis in Licht und die Bitternis in Süße umgewandelt haben, werden in den Palast des Königs eintreten“.

Das heißt, wir sollen uns zuerst mit dem ganzen System von Klipot „ausrüsten“, und dann entsteht durch die Verbindung der gegensätzlichen Zustände ein Gefäß, das für die Heiligkeit bereit ist. Die Arbeit in der Heiligkeit ist im Vergleich zum Lernprozess betreffend die dunklen Kräften sehr einfach. Deshalb dauert die Zeit der Vorbereitung so lange.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 13.08.2013

Der Weg zur Empfindung der allgemeinen Seele [116155]

Kongress in Schweden. Lektion 2

Frage: Ist der Zustand meiner Gruppe mit der Tatsache ähnlich, dass wir in ihr den Schirm erwerben? Ist der Zustand der Gruppe eben der Schirm?

Meine Antwort: Wenn ich von mir die Selbstsucht, mein „Ich“ abstoße und wünsche, an der Gruppe mit meiner ganzen Absicht teilzunehmen, dann erreiche ich den richtigen Zustand. Wenn jeder von uns das selbe realisiert, dann beginnen wir das zu schaffen, was die Gruppe heißt.

Diese allgemeine Absicht, die die Summe unserer Absichten beinhaltet, heißt „die Seele“. Sie ist vollständig eure Seele.

Nach der Verbreitung der integralen Methode werden durch euch auch die 99 % der Menschheit beginnen, diese Seele zu fühlen.

Alles, was sich über euch befindet, ist die Gruppe sowie alle Kabbalisten der vorigen Jahrhunderte. Und alles, was sich unter euch befindet, sind 99 % der Menschheit. Und ihr werdet zum Schaffner zwischen der höheren und der unteren Stufe.

Frage: Kann man dann so sagen, dass in dem Moment, in welchem ich beginne zu empfinden, dass durch mich zu ihnen die Informationen verbreitet werden, auch die Gruppe entwickelt wird? Ich bin quasi für jene Menschen verantwortlich, an die ich verbreite und sie gehen automatisch in den Zustand der Gruppe ein?

Meine Antwort: Sie werden an euch angeschlossen, werden, an den Teil des allgemeinen weltweiten Systems, aber unbewusst, wie die kleinen Kinder es tun. Und allmählich, im Maß der Teilnahme daran, kommen auch sie zum Begreifen, zur Empfindung der allgemeinen Seele.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Schweden, 30.08.2013

Dem Schöpfer einen Genuss bereiten

Frage: Was bedeutet es „Dem Schöpfer einen Genuss zu bereiten“?

Meine Antwort: Dem Schöpfer einen Genuss zu bereiten bedeutet, für Ihn einen Platz frei zu machen, damit Er sich in seinen Geschöpfen offenbaren kann.

Frage: Kann man dann sagen, dass die Absicht, dem Schöpfer Genuss zu bereiten, gerade die Handlung ist, die uns bei der Befreiung von der Selbstsucht und bei der Vereinigung mit anderen hilft?

Meine Antwort: Ja. Die Absicht, dem Schöpfer einen Genuss zu bereiten, soll an erster Stelle stehen, und davon ausgehend bauen wir unsere übrigen Handlungen auf.

Auszug aus dem Unterricht „Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Die tierische Seele oder der Geist

Frage: Was ist die tierische Seele? Was ist der Geist?

Meine Antwort: Die tierische Seele ist eine lebendige Kraft, die unseren Körper und auch den Körper aller Tiere belebt.

Es sind die Wünsche, in denen ein kleiner Bruchteil des Lichtes existiert, das sie belebt. Dabei brauchen sie weder den Schirm noch die Einschränkung, oder die Übereinstimmung des Wunsches mit dem Licht. Denn diese Wünsche sind so mikro klein, dass sich das Licht in ihnen in einer nur sehr schwachen Erscheinung zeigen kann. Deshalb existiert eben die Materie.

Der Geist ist auch eine tierische, belebte Seele, die in allen unbelebten, pflanzlichen und tierischen Elementen der Schöpfung existiert. Das heißt, es  geht wieder um den Wunsch und das Licht.

In allen Menschen existiert der Wunsch und das Licht, das diesen Wunsch unterstützt, ihn ein wenig nährt, und sich sogar trotz der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) darinnen befindet. Das ist eben die tierische Seele oder der Geist.

Auszug aus dem Unterricht “ Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Wir träumen nur von Ruhe

Frage: Zur Zeit raten Sie uns „die Schrauben zu lockern”, und dem spirituellen Prozess nicht zu widerstehen – mit dem Strom zu schwimmen. Aber die Selbstsucht gestattet uns nicht, es zu tun, leistet die ganze Zeit Widerstand und sträubt sich. Und wie gut wäre es für uns, wenn wir uns einfach einlassen könnten…

Meine Antwort: Das ist sehr schwer, weil wir keinesfalls bloß nichts tun sollen, sondern alles, was mit uns geschieht, absolut öffentlich, mit der Freude, nur vom Schöpfer kommend und ohne Nachprüfen, ohne Analyse oder Bewertung, annehmen sollen.

Das ist eine sehr komplizierte Sache. Es scheint als ob daran nichts Besonderes wäre – lebe frei, freue dich über alles. In Wirklichkeit gibt es nichts Schwierigeres. Es ist nicht einfach, mit dem Strom zu schwimmen, weil du dabei in der absoluten Verschmelzung mit dem Schöpfer sein sollst. In der absoluten Verbindung! Er jedoch wirft dir solche Umstände zu, in denen du dich im Widerspruch mit Ihm, in der Uneinigkeit mit dieser Welt, mit diesem Leben, mit den Problemen befindest, die dich ständig belästigen! Du bist die ganze Zeit nicht einverstanden, einfach nicht einverstanden! Es geht dir immer schlecht.

Das wird von oben absichtlich so gemacht. Wie kann man dann alles ruhig annehmen und mit dem Strom schwimmen? Indem man sich selbst verändert! Anders geht es nicht! Das ist eben unser Problem. Auf diese Weise aber, wird die harmonische Welt erreicht, wenn der Mensch sich darin vollständig aufhebt und mit dem Schöpfer verbunden wird.

Jedoch ist auch diese Ruhe relativ, weil der Mensch sich mit der Lichtgeschwindigkeit bewegt, und die unendliche Frequenz der Veränderungen durchlebt. In seinem Inneren geschehen Milliarden von Veränderungen, entsprechend der Absicht der Höheren Lenkung, und zwar mit seinem vollen Einverständnis und dem vollen rationalen Denken, wenn er sich nur damit beschäftigt, die Selbstsucht zu unterdrücken, darüber hinaufzusteigen, um folglich in den Zustand der vollständigen Ruhe einzugehen. Es widerspricht der Vorstellung über die Ruhe, die wir heute haben.

Auszug aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 29.07.2013

Die praktische Kabbala wird heutzutage realisiert

Seit tausenden von Jahren bereiteten wir uns auf den heutigen Tag vor und heute beginnt die Realisierung der praktischen Kabbala, das heißt die unmittelbare Korrektur. Kabbala  heißt die Methodik der Offenbarung des Schöpfers an die Schöpfung in dieser Welt. “Diese Welt” meint die beschädigten Beziehungen zwischen uns, und die zukünftige Welt sind unsere korrigierten Beziehungen.

Wenn wir die Welt so sehen, sehen wir keine menschlichen Körper, sondern ihre Annäherung, ihren Wunsch zu einer Vereinigung, in der der Schöpfer offenbart wird. Deshalb ist die Verbreitungsarbeit eine netto spirituelle Arbeit. Du tust das nicht jemandem zuliebe, sondern du arbeitest an der eigenen Seele.

Der Mensch soll verstehen, dass alles hier von ihm abhängt und er soll von niemandem Gnade oder Almosen erwarten. Er findet die Quelle des Lebens in den Beziehungen mit anderen, wenn er beginnt, diese gegenseitigen Beziehungen auf der Straße, in seinem Bezirk zu leben. Er offenbart, dass er darin von niemandem abhängt, er bekommt allerdings eine größere Kraft als die Regierung. Wir beobachten das jetzt in der ganzen Welt, deshalb muss man nicht die Behörden, sondern im Gegenteil – sich selbst einbringen. Wir sollen nicht hoffen, dass die Veränderungen von oben kommen. Alles, was jene machen werden, wird uns nur schaden.

Wenn du mit den Menschen sprichst, wird klar, bis zu welcher Verzweiflung sie im Leben gekommen sind, bereits ohne Hoffnung auf irgendwelche guten Veränderungen. Früher hofften sie noch auf irgendwelche Bewegungen, dass die Leiter etwas ändern könnten. Aber heute hofft niemand mehr auf etwas, dieser Betrug wurde vollständig offenbart. Und niemand hat daran Schuld, das ist die Folge der Natur des Menschen. Man muss niemanden beschuldigen, man muss nur entscheiden, wie wir, jeder an seinem Platz, unser Leben hier und jetzt, in unseren Familien, in der Siedlung oder auf der Straße korrigieren können.

Wir haben es mit normalen Menschen zu tun, und wenn wir sie richtig ausrichten, korrigieren wir damit die Teile unserer Seele. Heutzutage haben wir solche Möglichkeiten, wie wir sie noch nie hatten. Diese Forderung wird überall gefühlt. Wir haben doch keine anderen Mittel, um Veränderungen anzugehen. Alle äußerlichen Quellen haben sich diskreditiert, die weltweite Krise hat das Territorium aufgeräumt, hat alles wie mit einer Tsunamiwelle weggespült. Bei uns blieb nur die Quelle des Lebens, der Kraft, der Veränderungen, die sich in der Verbindung zwischen den Menschen befinden. Und niemand kann diese Verbindung ohne die Hilfe der Integralen Bildung herstellen.

Selbst wenn jemand davon hört und es wiederholen will, kann er nichts machen. Nur wenn wir das machen werden, wird es erfolgreich sein. Wir sind für diese Mission vom Schöpfer auserwählt, wie „das Reich der Hohenpriester und das Heilige Volk“ und wir sind verpflichtet,  diesen Verstand in die Welt zu bringen. Nur der, der diese Methodik kennt und beherrscht, kann Lehrer werden und die Welt zur Korrektur führen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Geheimnis der Entstehung“, 26.07.2013

Die Korrektur fängt im Zentrum an

Baal HaSulam, „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“:  In ihrer Ganzheit werden die Welten als Inneres und Äußeres betrachtet. Dies ist einer schweren Last ähnlich, welche niemand heben oder von einem Platz zu einem anderen bewegen kann. Folglich wird geraten, die Last in kleine Teile zu stückeln und diese dann nacheinander zu tragen.

Also verwirklichen sich die Korrekturen nacheinander. Genauso sollen wir uns gegenüber den Geschehnissen in unserer Welt, in unserem Zustand, verhalten, und gerade so muss man alles korrigieren.

Bevor man die Korrektur der Welt anfängt, d.h. die Korrektur unserer äußeren Gefäße/Verlangen, die zum ACHaP gehören, sollen wir uns richtig konzentrieren und als die inneren Gefäße der Galgalta we-Ejnaim richtig vereinigt werden. Wir sollen unseren gemeinsamen Punkt im Herzen richtig realisieren, damit er stark und mit anderen Punkten verbunden ist. Seine ganze Kraft besteht darin, inwiefern er in allen seinen Teilen verbunden ist. Diese Teile nehmen verschiedene Formen an, und unsere Aufgabe ist, diese zu vereinigen. Es ist eben die Gruppe, die Bürgschaft, die wir erreichen sollen.

In dem Maß, in welchem es uns gelingt, offenbaren wir um uns die äußeren Kreise, um die wir uns sorgen sollen. Folglich dauert die Korrektur so lange, bis wir die ganze Realität des Verlangens erfassen, „abdecken“.

Somit teilt sich unsere Arbeit in zwei Teile auf:

1. Die Geschlossenheit in der Gruppe.

2. Die Vereinigung dieser Welt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird „, 15.08.2013

Die ganze Welt an den Schöpfer verbinden

Baal HaSulam, „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“: Folglich wurden die Welten in Inneres und Äußeres aufgeteilt, wobei jede Welt Lichter enthält, die dafür geeignet sind, bei langsamer Entwicklung zu wirken. Und diese werden „Innerlichkeit der Welt“ genannt..

Das System, in dem wir uns befinden, teilt sich in Inneres und Äußeres auf. Diese Aufteilung betrifft sowohl die Lichter und die Gefäße als auch die direkte und indirekte Reihenfolge zwischen ihnen – je nachdem, ob man über die unkorrigieren oder über die korrigierten Gefäße spricht.

Und dementsprechend soll man verstehen, was es für uns heute bedeutet, und zwar nach der Vorbereitung, die im höheren System erzeugt wurde, und nach der Bildung des materiellen Systems. In Wirklichkeit ist auch dieses System spirituell, aber erscheint in unserer Wahrnehmung in Form der jetzt vorgestellten Welt. Ich betrachte mich in einer Realität existierend umgeben von den Menschen, der Fauna, der Flora und der unbelebten Natur. Als ob jeder hier sein eigenes Leben leben würde, sich selbständig bewegen, handeln und andere beeinflussen würde.

Deshalb soll ich mich zusammen mit der ganzen in mir geschilderten Realität zum einheitlichen Grund, zur einheitlichen Quelle, zum einheitlichen Ziel, zur einfachen Wirklichkeit bringen, in der es niemanden außer Ihn gibt – Den Guten und das Gute Schaffenden. In mir bleibt nur der Punkt, der als „etwas aus dem Nichts“ geschaffen wurde, der nur deshalb existiert, um feststellen zu können: Er ist alles.

Somit sollen wir alles, was außer diesem Punkt existiert, an den Schöpfer verbinden. Das ist eben unsere Arbeit, an der alle teilnehmen, wer in sich den Punkt im Herzen, „etwas aus dem Nichts“, den Unterschied zum Gebenden empfindet.

Diese Arbeit teilt sich in zwei Teile auf:

1. Die Verstärkung des Punktes im Herzen mittels der Anbindung solcher Punkte, die fähig sind, sich in der Einigkeit für das spirituelle Ziel aufzuhalten. Das sind die Freunde in der Gruppe, die Kampfgenossen auf dem Weg. Eigentlich sind sie die Teile meiner Seele, das Potential, über welches der Punkt im Herzen verfügt.

2. Und außerdem gibt es andere Teile, die nicht direkt mit dieser Aufgabe verbunden sind. In ihrem Gefühl kommt „etwas aus dem Nichts“  hingegen nicht zum Vorschein, sie fühlen sich „als wahrhaftig existierend“, sie beschäftigen sich nicht mit den Fragen über den Sinn des Lebens, die dem Punkt im Herzen, der entgegengesetzten Form, entspringen. Sie richten ihr Leben ein und erproben keine Bedürfnisse außer ihren eigenen. Ich soll sie auch an meine Arbeit anbinden, und zwar entsprechend dem Typ und der Größe der Wünsche, die in ihnen sichtbar werden.

Letzten Endes verbinde ich die ganze Wirklichkeit, den ganzen empfangenden Wunsch, der sich vor mir, in meiner Verfügung befindet, an die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die der Schöpfer ist. Dabei scheint es mir so zu sein, dass ich die Welt korrigiere, und in Wirklichkeit realisiere ich die persönliche, private Korrektur. Denn es gibt nichts in der Welt, außer einem Menschen und einem Schöpfer. Und der Mensch ist der Punkt „etwas aus dem Nichts“, der daran arbeitet, um alles dem „Wahrhaftig Existierenden“ zu geben, was ihm als abgetrennt von Ihm vorgestellt wird.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 15.08.2013

Erlaubt nicht, dass die Menschheit abfällt

Kongress in St. Petersburg. Lektion 5

Frage: Allem Anschein nach sollen wir verstehen, dass es heute keine Freiheit der Wahl gibt?

Meine Antwort: In Wirklichkeit gibt es heute keine Wahl mehr. Die Welt segelt den Abhang hinunter und wir stehen daneben und schauen zu. Das ist schlecht. Die Menschheit fällt nach unten und wir sollen versuchen, sie aufzuhalten, sie zu stoppen.

Ich meine das ernst. Ich habe so eine Empfindung, als ob ich riesige Hände hätte, als ob ich das große Netz in Händen halten würde, womit ich sie aufhalten sollte, weil sie sich nach unten bewegen, und wenn wir sie nicht stoppen, dann werden sie uns hinter sich her ziehen. Und das ist nicht erwünscht.

Das Programm der Natur, das Programm des Schöpfers – ist unveränderlich. Er nimmt den Riemen wie der strenge, liebende Vater, um den verlorenen Sohn zu erziehen.

Auszug aus der 5. Lektion des Kongresses in St. Petersburg, 14.07.2013