Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Ein Freund für die Seele – Ein Feind für meinen Egoismus

Die Enthüllung des Schöpfers, der im Geschöpf verhüllt ist, nennt man Verschmelzung, oder Verhüllung des Lichts im Gefäß. Hierfür muss das Gefäß dem Licht in seinen Eigenschaften entsprechen, das heißt es benötigt das Licht Chassadim (Barmherzigkeit), einen „antiegoistischen Schirm“ sowie das reflektierende Licht.

Die Frage lautet: Wie kann man all das erlangen?

Dies ist nur mit der Hilfe des Licht, welches zur Quelle führt, möglich. Das gleiche Licht, welches in Zukunft im Gefäß (Kli) verhüllt werden soll, kann diesem aus der Ferne leuchten. Dieses Leuchten aus der Ferne hängt jedoch vom Menschen ab, in wieweit er nach diesem strebt. Er ist momentan nicht in der Lage, die nötigen Eigenschaften zu erlangen, sonst wäre das Licht bereits im Gefäß verhüllt. Der Mensch wünscht es sich jedoch und wartet darauf, bis es geschieht. Ein solches Verlangen bildet sich in der Gruppe dank der Wichtigkeit des Ziels, die die Freunde sich gegenseitig vermitteln und die Neid, Leidenschaft oder auch Ehrgeiz bzw. Ehrgefühl entfachen.

Eigentlich hätte ich diese Gefühle lieber nicht, denn sie verursachen in mir Schmerzen. Sie stellen jedoch sehr effektive Mittel zum Vorankommen dar! Ich möchte keine Menschen sehen, die erfolgreicher, klüger sind als ich oder mehr erreicht haben. Ich versuche, sie zu vergessen, denn wofür sollte ich mir das Leben selber schwer machen?Wir streben naturgemäß nach angenehmen Dingen und distanzieren uns von den unangenehmen. Wir würden diese am liebsten vernichten, zumindest jedoch tarnen und unterdrücken.

Aber genau das ist das Problem: wir müssen verstehen, dass es sich nicht lohnt, solche unangenehme Gefühle für unser Ego auszulöschen, denn gerade deswegen schreiten wir voran. Im Gegenteil müssen wir diese mehr und mehr entfachen, wie es heißt: „seinen Feind zu segnen und ihn wie einen engen Freund zu lieben“. Widersacher muss man sogar mehr schätzen als Freunde, denn wenn ich verstehe, dass sich mein Hauptfeind in mir selber befindet – mein Egoismus – dann dienen mir die äußerlichen Feinde als Hilfe, meinen Egoismus zu bekämpfen.

Ich schaue auf jemanden der erfolgreicher, klüger ist als ich oder eine höhere Stufe erreicht hat und in meinem Ego empfinde ich ihn wie einen schmerzhaften Splitter, den ich nicht will, denn mein Ego möchte herrschen. Wenn ich aber diesen Menschen dazu nutzen kann, um mich selber zu pushen und noch intensiver mit den Freunden verbunden zu sein, dann ist er kein Feind mehr sondern mein bester, treuester Freund. Denn er ist ein Freund für meine Seele und ein Feind bzw. für mein Ego – das Verlangen zu genießen.

So beginne ich allmählich, meine Grundformen umzudrehen. All die Erscheinungen, Handlungen oder Menschen, die ich als unangenehm betrachtet habe, beziehe ich auf mein Ego und sehe, wie sie meinen inneren Feind bekämpfen. Auf dieser Grundlage stelle ich fest, wer für mich und wer gegen mich ist. Wer mein Freund ist und wer nicht. Gut möglich, dass derjenige, der Mitleid mit mir hat, eben mein Erzfeind ist, und gerade derjenige, der mich verletzt und mich mit seinem beispielhaften Aufstieg zum Schöpfer reizt und den ich nicht sehen möchte, mein Freund ist – denn er bringt mich näher zum Ziel.

Man sollte für so eine Berechnung bzw. Herangehensweise sensibilisiert sein. [120504]

Aus der Vorbereitung zum Unterricht, 14/11/13

Sitzen bleiben wird nicht gelingen

Kongress in Bulgarien, Lektion Nr. 1

Frage: Ich denke, dass so lange, bis sich eine entscheidende Menge von Menschen sammelt, die den Schöpfer enthüllt hat, wird der Rest, so wie ich, ruhig sitzen bleiben und sich verstecken, um sich ihnen später anzuschließen und mit ihnen gemeinsam auf wunderbare Art und Weise zu existieren.

Antwort: Ich kann Sie ausgezeichnet verstehen, jedoch leben wir gemäß eines bestimmten Programms, welchem wir nicht entgehen können. Wir unterliegen der Macht der Natur und wissen nicht, was morgen oder in der nächsten Minute passieren wird. Schauen Sie auf die Geschichte der Menschheit, auf die ganze Welt. Ist jemand in derLage diese zu steuern? Niemand! Angefangen von den großen, allmächtigen bis zu den kleinsten. Es gibt eine klare, deutliche Achse in der Entwicklung jedes einzelnen Menschen, sowie der ganzen Menschheit. Wir werden gesteuert! Im Universum gibt es nur 2 Kräfte: die eine schubst uns von hinten durch Leiden, die andere treibt uns vorwärts in Form von Genuss. Diese regieren jeden einzelnen von uns und alle zusammen, wie kleine armselige Insekten.

Um uns über die tierische Achse der Entwicklung zu erheben, ist uns der Freie Wille gegeben. Wenn wir es schaffen, uns darüber zu erheben, sind wir in der Lage die irdische Existenz zu verändern, da wir in gewisser Weise dem Schöpfer ähneln.

Wir können die ganze, einheitliche Perspektive beobachten, da wir 2 Kräfte in unseren Händen haben, ohne die wir der höheren Lenkung  unterliegen. Leider ist dieses Verständnis bei uns nicht vorhanden, abgeschaltet –  deswegen benehmen wir uns wie kleine Kinder.

Heute jedoch werden wir nüchterner und sehen, dass die Welt mehr und mehr aus der Kontrolle gerät, chaotischer wird – alles rutscht uns durch die Finger. Wir müssenbeginnen, etwas zu tun! Ruhig sitzen bleiben, sich verstecken, wird nicht klappen! [119694]

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in Bulgarien, 01/11/13

Wann wird uns die Menschheit erhören?

Frage: Es ist offensichtlich, dass es ohne Förderung der Methode der Integralen Erziehung seitens der Regierungen schwierig wird, das Programm zur Entwicklung des Menschen umzusetzen…

Meine Antwort: Wir müssen uns darum kümmern, die Methode an sich zu entwickeln und nicht daran denken, wie wir die Unterstützung der Regierungen sichern können. Man kann unsere Ideen auch unter Wissenschaftern, Politikern usw. verbreiten, aber uns wird kaum jemand zuhören. Wir brauchen bei niemandem mit Unterstützung rechnen.

Erst in dem Moment, wo wir die integrale Methode verinnerlicht und richtig darstellt haben, das heißt, sobald wir zu echten Experten werden, wird die Welt bereit sein, sie zu empfangen. Dann werden wir sehen, mit wem wir uns verbinden müssen, um diese Methode zu verbreiten; ob wir Behörden brauchen, die uns dabei unterstützen, dass die Methode quasi top-down vermittelt wird.

Doch zuallererst müssen wir an uns selbst arbeiten, an unseren eignen Fehlern und wir dürfen nicht nach vorne stürmen, als hielten wir bereits eine fertige Methode in den Händen – als wüssten wir bereits, wie wir die Welt korrigieren und alle Probleme lösen können. Das ist falsch. Wir müssen jetzt uns selbst und die Methode so entwickeln, dass wir mit ihr verschmelzen; dann werden wir auch sehen, dass die Welt bereit ist, sie zu empfangen.

Solange wir keine Verbindung unter den großen Gruppen erreicht haben, solange wir keine genaue Methode haben, die alle Elemente der Kabbala beinhaltet, und die allgemein verständlich ist, solange wir noch wenige Vortragende und Workshop Organisatoren ausgebildet und unsere Methode in verschiedenen Events erprobt haben, solange brauchen wir nicht nach einer Rückendeckung von irgendjemandem Ausschau halten oder uns al Bewegung betrachten.

Doch sobald wir hierfür reif sind, werdet ihr sehen, wie viele verschiedene internationale Institutionen sich an uns wenden werden. Dafür, denke ich, benötigen wir noch mindestens ein Jahr ernsthafter Arbeit mit den Menschen sowie eine gleichzeitige Weiterentwicklung unserer Methode. Wir müssen sie richtig darstellen. Solange wir noch nicht so weit sind, wird uns niemand erhören – der Schöpfer wird es nicht zulassen. [120695]

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Gruppe und die Verbreitung“ 21/10/13

Angezogen vom Zentrum

Frage: Wenn wir uns in der Verbreitung an die Öffentlichkeit engagieren, stoßen wir auf Situationen, in denen die uns begegnenden Ansprüche weit unsere Fähigkeiten übersteigen. Wie können wir damit umgehen?

Antwort: Das Wichtigste ist, dass du einen intensiven Wunsch danach hast, anderen zu helfen. Er sollte die Intensität und Schärfe erreichen, der dich mit neuen, genaueren Unterscheidungen versorgt. Du verstehst dann, was MAN ist – die Sehnsucht nach Korrektur, welche einer inneren Klärung entspricht.

Die Vorstufe davon ist, dass du in die Mitte der Gruppe einbezogen werden willst, da dies der einzige Ort ist, an dem du deinen Mangel erfüllen und erhöhen kannst. Dies geschieht dann, wenn du die Quelle des Lichts in der Mitte der Gruppe entdeckst, die Quelle der Kraft der Verbindung und Einheit. Du kannst sehen und verstehen dass du bereits in der Nähe von MAN bist, gemäß deiner Anziehungskraft auf die Mitte der Gruppe. Sie ist dort, damit du entdeckst, dass du sie erfüllen kannst.

Kommentar: Meine Freunde und ich fühlen es bereits..

Antwort: Das ist schön. Plötzlich sind sie lieb zu dir. Zuerst hast du dich nicht um sie gekümmert, und die Ratschläge der Kabbalisten erschienen dir wie trockene Worte in den Büchern. Doch nun wirst du durch ein inneres Bedürfnis heraus, das du von anderen und von der Öffentlichkeit erhältst, zu ihnen hingezogen.

Die Freunde sind jetzt wichtig, da du ohne sie nicht in der Lage bist, dich zu erfüllen. Du kannst deine Seele nicht finden – die Krönung deiner Arbeit – bis du nicht alles miteinander verbindest, so dass die Mängel der Öffentlichkeit durch dich in die Mitte der Gruppe und zum Schöpfer gelangen. [118735]

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 15/10/13, 

Die Verbindung – gegen jemanden oder für jemanden?

Frage: Sie erwähnen ständig das Wort „Verbindung“. Was ist das für eine Verbindung? Wie bei den Faschisten?

Antwort: Ich spreche über die Verbindung zur Überwindung der Selbstsucht.

Wir sind Egoisten. Die Selbstsucht ist meine Natur und hier gibt es nichts anderes. Somit muss die Verbindung auf ein völlig anderes Gebiet gerichtet sein, wo wir uns zu einem einheitliche „wir“ verbinden.

Was bedeutet „wir“? Wenn sich die Selbstsucht einzelner Menschen verbindet und sich gegen jemanden richtet, dann ist es Faschismus. Wenn wir uns über die persönliche Selbstsucht, jeder für alle und alle für den Schöpfer, erheben und verbinden, dann ist es Altruismus.

Ich sehe in unserer Verbindung, im „wir“, keine Gegner, außer jene persönlichen egoistischen Eigenschaften. Jeder Mensch soll die Verbindung schließlich eigenständig analysieren und offenbaren können. [120375]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Vertrieb“, 21/10/13

Ein Zeichen von Korrektur

Frage: Welche Zeichen gibt es, die uns dabei helfen können, zu erkennen, dass das Verlangen korrigiert ist?

Antwort: Das korrigierte Verlangen kann mit einem anderen Verlangen verbunden sein. Dieses Zeichen kann dir bei der Überprüfung helfen. Wenn mehrere Verlangen miteinander verbunden sind, bedeutet es, dass sie zum Teil korrigiert sind und, dass sie einen kollektiven Schirm (Massach) besitzen.

Bereits zwei verbundene Verlangen können einen spirituellen Parzuf bilden, wie zwei Zellen, die zu einer Zelle verschmelzen und den Anfang neuen Lebens darstellen.

Jede dieser Zellen ist egoistisch, jedoch zwingt sie eine nicht irdische Kraft, sich zu verbinden. Obwohl jede Zelle ihre Grenzen entsprechend ihrer egoistischen Natur beibehalten sollte, zwingen die Kraft und der aufkommende Trieb sie dazu, sich zu verbinden.

Die Kraft der Natur verbindet die Zellen, wodurch ihre egoistischen Schirme (Massachim), Schalen, die eine Verbindung verhindern, brechen. In der Natur jedoch unterliegt alles dem natürlichen Trieb, während wir Menschen unsere Bedürfnisse ersuchen  müssen, da wir einen besonderer Teil der Natur darstellen: Wir wollen dem Schöpfer ähneln. Also nutzen wir Seine Kraft, aber wir selbst bilden die Schöpfung. Es heißt, dass der Schöpfer alles vorbereitet und die Schöpfung vernichtet hat, sodass die Gerechten sie korrigieren und rekonstruieren werden. [119597]

Auszug aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 30/10/13

Eine Generation reifer Kinder

Frage: Wie kann ich Einheit erwarten,  wenn ich sie nicht fühle und keine Ahnung habe, was sie bedeutet?

Antwort: Wir müssen uns den Zustand der Einheit vorstellen und ihn spielen  –  wie Kinder, die sich vorstellen, erwachsen zu sein, und durch das spielen dieses Spiels wachsen.  Du verstehst nur wenig, wenn es um spirituelle Zustände geht und deshalb musst du spielen und dich wie ein kleines Baby entwickeln.

Wir sehen ein interessantes Phänomen in unserer Generation: Menschen werden immer mehr und mehr wie kleine Kinder. Jeder spielt Spiele und hat keine Eile,  ein reales Leben zu beginnen. Jeder verbringt sein Leben mit Spielen, bleibt bis zu seinem 30 –  40 Lebensjahr im Elternhaus, will  nicht heiraten und erwachsen werden, eine Karriere machen, oder Verantwortung übernehmen, will sein Leben bequem verbringen ohne jegliche Sorgen, so als ob er  ein Spiel spielt.

Diese kindliche Einstellung gegenüber dem Leben ist typisch für die heutige Generation. Dies ist eine sehr spezielle Einstellung und zeigt uns deutlich , dass sie bereit ist zu spielen! Die ernsthafte Einstellung gegenüber der Arbeit schwindet, und die Menschen verbringen Zeit mit Spielen. Die wichtigsten Dinge sind Freunde, Unterhaltung am Abend, Fußball und Fernsehen. Die Menschen werden immer kindlicher, dies wird durch soziologische Studien bestätigt. Und dies ist eine akzeptierte Norm, sowohl von der Gesellschaft als auch von den Eltern, das heißt von der älteren Generation. Eltern akzeptieren die Tatsache, dass ihr 30-jähriger Sohn ein Kind bleibt. Junge Menschen wollen scheinbar auch Kinder bleiben.

Das liegt daran, dass wir durch das Spielen immer würdiger werden. Und besonders im Spiel können wir in unserer spirituellen Entwicklung erfolgreich sein und voranschreiten. In früheren Generationen waren wir mit der Füllung unseres Egos, unserem großen Verlangen zu empfangen, beschäftigt. Wir waren daher sehr ernsthaft, um darin eingeschlossen,  integriert zu sein, um die gravierendsten und schwierigsten Handlungen auszuführen.

Nunmehr ist das jedoch vorbei. Dies ist ein Indiz dafür, dass es an unserer Zeit ist, dass wir bereit und würdig für die Korrektur sind. Es ist nicht die Schande dieser Generation, dass sie scheinbar der vorangegangenen Generation hinterherhinkt. Im Gegenteil, es ist ein Zeichen der Verzweiflung und Enttäuschung über die bisherige Entwicklung und die Bereitschaft zur Korrektur, die wir jetzt durchzuführen haben. Die Korrektur wird durch das Spielen erfüllt: Workshops, Verbindungen, verschiedene Spiele, Aktivitäten, Lieder und ein wenig Arbeit, so dass wir für uns selbst sorgen können. Das wars; so wird das Leben aussehen. [118729]

Auszug aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar, 15/10/13

Lass mein Volk ziehen!

Die „sieben Jahre der Sättigung“ ist der Zustand, wenn ein Mensch immer noch hofft, alles zu bekommen, was er für seinen Egoismus will. Obwohl er gewillt ist, hart dafür zu arbeiten und dies großen Aufwand erfordert, erfüllt es ihn eine gewisse Zeit und befriedigt seinen Egoismus. Er denkt, dass es in Ägypten Erfüllung gibt und ihm alles gehöre: all die Freuden dieser Welt und die Freuden der geistigen Welt. Er denkt, er wäre in der Lage, dies aus sich selbst heraus zu erreichen und hat sich nicht das Ziel gesteckt, dem Schöpfer zu dienen. Er sieht nur seinen Gewinn.

Dies kann danach bewertet werden, wie ein Mensch Probleme wahrnimmt. Sobald Schwierigkeiten und Probleme auftreten, fängt er sofort an, über sich selbst nachzudenken.

Das heißt, die „sieben Jahre der Sättigung“ sind nicht dauerhaft für ihn. Er fühlt, dass etwas fehlt, es gibt eine gewisse Gefahr für sein Ego, und plötzlich beginnt er, Unsicherheit zu spüren, um sich selbst zu kümmern. Das ist, was „die sieben Jahre der Sättigung“ bedeutet, da der Mensch alles nach seinen egoistischen Wünschen untersucht: ob er leiden wird oder eine Art von Schaden erfahren wird. Er ist immer noch an das egoistische Ergebnis gebunden. Wie gut oder schlecht wird es für ihn sein? Er beginnt zu zweifeln und prüft, ob es sich für ihn lohnen würde, sich von diesem Weg zu trennen. Was ist, wenn er sich weh tut? Das ist der Weg, um zu überprüfen, ob er sich noch in der Zeit der sieben Jahre der Sättigung befindet.

Die „sieben Jahre der Hungersnot“ beginnen an dem Punkt, wenn es ihm gleichgültig wird, was er nach seinem Wunsch zu genießen bekommen wird, er erhebt sich über dieses Gefühl. In dem Maße, wie er bereit und in der Lage ist, sich über sein Gefühl des Hungers zu erheben, werden im Fortschritte im Geben verliehen. An dieser Stelle beginnt die tatsächliche ernsthafte Arbeit.

Ich glaube, dass wir in diese sieben Jahre jetzt eintreten. Lasst uns hoffen, dass wir diese Leiden von Hunger fühlen und uns gegenseitig stärken. Die gesamte Arbeit innerhalb Ägyptens besteht nur in der Einheit. Je mehr Kritiker, Feinde und Hasser wir haben, umso stärker werden wir auf ihre Kosten. Es ist so, als würden Wölfe eine Herde Schafe umzingeln, und sie dadurch zwingen, sich enger zusammenzudrängen.

Nur so können wir uns vereinen. Unser Ego erlaubt es uns nicht, einander näher zu kommen. Nur wenn böse Wölfe auf uns zukommen, uns umkreisen und versuchen uns zu beißen, können wir wie Schafe näher zusammenkommen und uns innerlich verbinden. Israel ist wie eine Herde von Schafen und verstärkt sich nur durch Wölfe. Hoffen wir, dass wir stark genug sind, um sicherzustellen, dass der Schöpfer uns viele Feinde sendet, die uns stärken und verbinden und über unsere Einheit sich die Notwendigkeit offenbart, um aus der Knechtschaft zu empfangen auszutreten und den Wunsch zu geben erlangen.

Dies sind notwendige Zustände, die auf diesem Weg durchschritten werden müssen. Die Welt verlangt dies von uns, wir haben keine Wahl – wir müssen es tun. Wir sind in einem ganz besonderen Zustand vor dem Auszug aus Ägypten. Es geht um das, worüber die gesamte Tora spricht.

Die “49 unreinen Tore“ unseres Egoismus werden in uns offenbart und veranlassen uns zur Flucht, uns in einer ruhigen Ecke zu verstecken und unsichtbar zu werden. Aber wir sind damit nicht einverstanden! Wir werden noch kommen, uns gegen den Pharao stellen und ihm sagen: „Lass unser Volk gehen!“ Und wir werden die Arbeiter des Schöpfers werden. [118702]

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit 18/10/13

Überwindung des letzten Widerstands des körperlichen Egos

Wenn ein Mensch von anderen getrennt ist, überkommen ihn verschiedene Ängste, Sorgen, Bedenken, Enttäuschungen und Zweifel. Er fühlt sich verloren und weiß nicht, was zu tun ist. Hier wird ihm empfohlen, zu studieren, über den Verstand zu gehen und sich in die Gruppe zu integrieren, sich unter die Freunde zu mischen und ihre Meinung zu hören. Dies ist ein guter Weg, um wieder Sicherheit zu erlangen.

Niemand kann diesen Hindernissen mutig ins Auge sehen. Wenn man also irgendwelche Zweifel, Ängste und Sorgen bezüglich des Wegs und der Arbeit hat oder den Drang verspürt, wegzulaufen, ist dies ein Indiz für die schwache Verbindung zur Gruppe.

Auf solche Weise ist man niemals in der Lage, Ängste zu überwinden, sondern man sollte sich in die Gruppe einbringen und auf die Freunde vertrauen – wie ein kleines Kind hinter dem Rock seiner Mutter. Nur dadurch erlangt man Sicherheit und das Recht, ins Buch des Lebens aufgenommen zu werden.

Jeder wird noch viele Zweifel, Ängste, Gedanken – dafür und dagegen – und Scham erleben. In diesem Fall muss man sich einfach mit der Gruppe verbinden, die Meinung der Freunde annehmen und sich annullieren. Man nimmt alles, was sie haben, und das wird dich sicherlich zum Ziel führen. Zähle nicht auf das, was du sonst noch außer deinem Ego hast. Wandle es um in die allgemeine Meinung der Gruppe, und du wirst Erfolg haben.

Du kannst nur in der Mitte der Gruppe, an der Stelle, die ein Mensch mit geschlossenen Augen betritt, gerettet werden – er akzeptiert die Meinung anderer und lebt auf diese Weise. Es gibt keinen anderen Weg. All die Widerstände unseres Egos, die Probleme und die Zweifel sollen uns zwingen, in die Mitte der Gruppe integriert zu werden. Also lasst uns dies nicht vergessen und einander unterstützen. Die Hauptsache ist, alle an unserer Einheit und Verbindung teilhaben zu lassen. So erwerben wir einen allgemeinen gemeinsamen Geist und werden die gegenseitige Fürsorge erreichen.

Wenn ich von den Widerständen erfahre, denen wir begegnen, bin ich glücklich. Lasst die Widerstände noch größer werden. Kritiker mögen uns angreifen wie ein Rudel Hunde, die unsere Kleidung mit den Zähnen packen, jedoch nicht in unser Fleisch beißen können. Dies zeigt uns, wie stark und mächtig wir sind – und die Notwendigkeit für diesen starken Widerstand wird der letzte Push sein, die letzten Bemühungen, um die Einheit, die wir brauchen, zu erreichen, um die Sklaverei aus Ägypten zu verlassen.

Dank der Widerstände können wir uns über das Niveau, auf dem sich unser Ego und all die Kritiker befinden, erheben. Sie werden unsere Sehnsucht nach Erfüllung nicht aufhalten können, da sie sie nicht sehen und nicht fühlen. Sie bemerken nur unser Ego und versuchen zu beißen, was übrig bleibt; aber wenn wir uns darüber erheben, verschwinden alle Hunde, und es bleibt kein Widerstand übrig.

Es ist wie eine Rakete, die mit schrecklichem Lärm abgeschossen wird und enormen Antrieb benötigt, um die Erdatmosphäre zu verlassen. Doch plötzlich überwindet die Rakete die Erdanziehungskraft und alles beruhigt sich. Der Widerstand endet und wir befinden uns schwerelos im Raum. [118694]

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit, 18/10/13

 

Unser Sieg hängt von unserem Glauben ab

Ich hoffe, dass wir alle das Bedürfnis nach der äußeren bösen Kraft verspüren, die uns zwingt, uns zu verbinden. Ohne diese sehen wir keine Notwendigkeit, uns zu verbinden und können es auch nicht. Wir können die Intensität der Verbindung, die benötigt wird, um uns an den Schöpfer anzuhaften, nicht selbst entdecken. Auch bin ich froh, dass wir angegriffen werden. In der Tat sind die Angreifer machtlos, aber sie verwirren uns und zwingen uns zur Besorgnis.

Wir dürfen nicht gleichgültig bleiben sondern sollten entsprechend reagieren; aber mit der Hilfe der Kraft der Tora. Wir brauchen nur das Licht, das uns erneuert. Wir brauchen uns nur an den Schöpfer wenden, der uns wie Klebstoff verbindet, damit die Kraft der Einheit auf uns einwirkt. Er ist derjenige, der diese bellenden Hunde schickt, damit wir uns noch stärker verbinden.

Wir werden die letzte egoistische Generation der Welt sein. Ich bin sehr froh, zu sehen, was passiert und erwarte viele Kämpfe in der Zukunft. Ich erwarte, dass unser Ego alle Schläge wie die Zehn Plagen von Ägypten erduldet; dass sie uns dazu bringen, laut zu schreien, damit wir endlich aus der Dunkelheit heraus kommen. Dieses Ziel ist bereits sehr nahe.

Lasst uns darauf mit all unserem Geist und Herz konzentrieren, uns daran erinnern was wir gelernt haben und uns gegenseitig unterstützen. Ihr alle seid großartige, besondere Menschen, die vom Schöpfer für diese große Mission auserwählt wurden, um die Verbindung unter uns herzustellen. Die Höhere Kraft, die in diesem Zusammenhang enthüllt wird, wird alle unsere Feinde besiegen. Wir müssen nur unsere Hände im Gebet erheben, damit der Schöpfer zwischen uns arbeiten kann.

Wir müssen alle Ereignisse, die uns der Schöpfer sendet, um die Verbindung zwischen uns zu prüfen und uns näher zueinander zu bringen, akzeptieren. Alles geschieht nur, damit wir uns verbinden. Es gibt keine böse Macht in der Welt. Pharao soll die Kinder Israels näher zum Schöpfer bringen, und das ist es, was mit uns geschieht. Je früher wir verstehen, desto schneller werden wir das Ziel erreichen.

Wir werden die Sklaverei Ägyptens mit „großem Vermögen“ verlassen, wenn wir stärker wachsen, verbinden und verstehen, dass all die Hindernisse nur von Vorteil für uns waren. Ich bin froh alles zu sehen was geschieht, und ziehe das Schlechte dem Guten vor denn es kann uns viel mehr beeinflussen als das Gute. So hoffe ich, dass die Kraft des Widerstands jeden von uns schüttelt, damit wir zur Verbindung angehalten werden.

Baal HaSulam, Brief 10: Tut was ihr könnt, und das Heil des Herrn ist wie ein Wimpernschlag. Das Wichtigste für heute ist die Einheit der Freunde. Übt das mehr und mehr, all eure Fehler können damit abgegolten werden. Das ist so, weil wir durch die Verbindung die Höhere Kraft entdecken.

Wer einen Drang verspürt, zu fliehen, auszureißen oder sich zu verstecken und meint, sich selbst schützen zu müssen, muss verstehen, dass der Schöpfer ihm diese Schwierigkeiten mit der Absicht sendet, um ihm zu helfen – um die eigene Seele zu suchen. Es ist gut, dass er all die bösen Mächte fühlt, da er sich dann auf die Mitte der Gruppe konzentrieren und sich über diese bösen Kräfte erheben kann. Nur dort können wir die Kraft entdecken, die uns aus Ägypten rettet.

Wir reden nicht von Körperlichkeit oder irgendwelchen Spielen. Das ist eine spirituelle Angelegenheit. Wir müssen uns auf das Niveau erheben, das unseren Anforderungen entspricht. Die Ereignisse, die wir durchlaufen, sind sehr verschieden von denen, die anderen Menschen geschehen, da der Schöpfer ganz besondere Anforderungen an uns hat und uns zu diesem Zweck die Hindernisse schickt. Es dienst alles nur dazu, um uns zu helfen, uns zu verbinden. [118697]

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit 18/10/13