Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Plattform für Entdeckungen

Frage: Woher haben Sie so viel Geduld, immer die gleichen Fragen zu beantworten?

Antwort: Von Natur aus bin ich ungeduldig. Aber wenn ich auf die Fragen antworte, dann offenbare ich immer etwas neues. Der Mensch ändert sich täglich, selbst wenn er eine und dieselbe Frage heute, morgen und übermorgen stellen wird, empfinde ich dennoch seine Veränderung, so dass seine Frage für mich auf neue Weise klingt. Ich offenbare jedes Mal durch ihn eine neue Eigenschaft, bekomme die nächste Empfindung der Höheren Welt.

Deshalb sind eure Fragen für mich eine Plattform, um jedes Mal von oben noch etwas heranzuziehen, um neue Entdeckung zu machen.  [120945]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 22/10/13

“Quantitativer Held” und “Qualitativer Held”

Wir müssen von den anderen Menschen weder das Wissen, noch das Verständnis der Methode fordern. Sie sollen uns einfach bewusst werden, dass sie in der Zukunft die Fortsetzung der langjährigen Krise erwartet. Heute schreiben darüber viele, aber bis jetzt begreift niemand, dass der Abstieg so lange dauern wird, bis wir uns von der normalen Existenz vollständig verabschieden.

Das ist ein Naturgesetz, das denjenigen klar ist, die ein wenig tiefer hineinschauen – hier gibt es keine Wunder. Wenn wir im richtigen Licht auf die Zukunft blicken, dann wird uns ein schreckliches Bild offenbart: Verrohung der Menschheit, spirituelle und materielle Leere, Vernachlässigung der jungen Generation, verlorene Städte, apathische Menschen, die nichts leisten können. Die Selbstsucht wird beginnen, sich selbst zu fressen und unsere Existenz bedrohen, wie eine Krebsgeschwulst, die den ganzen Körper beeinträchtigt.

Das alles müssen wir den Massen erklären und für sie die Seminare veranstalten, um nicht nur über Liebe und Freundschaft zu sprechen, sondern um zusammen unsere irdischen Probleme zu lösen. Weil daran die Höhere Kraft teilnimmt, erreichen wir Lösungen leichter. Die Menschen müssen nicht unbedingt darüber Bescheid wissen; wir dürfen niemanden erschrecken und verwirren. Es genügt zu verstehen, dass sich innerhalb einer Verbindung eine besondere Kraft der Natur befindet, die uns hilft. Und die Menschen werden es durch unsere Seminare fühlen.

Es wird gesagt, dass es eine quantitativen Helden und einen qualitativen Helden gibt. Der quantitative Held erstreckt sich in die Breite und der qualitativer erstreckt sich nach oben. Um die Qualität zu erreichen, muss man sich mit den qualitativen Helden, der Masse verbinden. Nur dann können wir aufsteigen. [120751]

Auszug aus der 5. Lektion des Kongresses in Bulgarien, 03/11/13

 

Die Kraft des weiblichen Verlangens

Wir hörten viel über kabbalistische Gruppen, die im Laufe der Geschichte entstanden. Sie waren einzigartig, bildeten bemerkenswert eine Einheit in ihren kleinen einträchtigen Gesellschaften und bestanden immer aus den Männern.

Es kam vor, dass der Vater die Tochter lehrte, wie es zum Beispiel Rambam tat, oder der Bruder die Schwester (Mosche und Miriam). Es gab auch Prophetinnen – Frauen, die sehr hohe Stufen de spirituellen Erkenntnis erlangten. Aber in den vorigen Generationen war es dennoch nicht üblich, das Frauen an der Gruppenarbeit teilnahmen.

Jedoch geschehen in unserer Generation interessante Veränderungen. Wir haben schon bei Rabash erkannt, dass sich Frauen auch für die Wissenschaft der Kabbala und die Integrale Bildung interessieren und dass sie ein echtes inneres Verlangen empfinden. Wenn der Mensch einen Wunsch hat, dann steht ihm alles offen.

Rabash hat eigentlich als erster die traditionellen Rahmen geändert: er hat die Frauen seiner Schüler versammelt; sie lasen seine Artikel über Gruppe und Verbindung und arbeiteten an Lehrmaterialien. Außerdem lud Rabash die Frauen ein, der männlichen Gruppe zu zuhören.

Das war eine wahre Revolution. Denn zuvor war es Frauen nicht erlaubt, sich jenen anzunähern, die die Wissenschaft der Kabbala studierten. Doch Rabash erkannte, dass Frauen ein gleich großes Verlangen und gleiche Punkte im Herzen haben wie die Männer. Wir sehen heute selbst, dass die Frauen immer mehr Bereitschaft auf dem Weg zeigen.

Dadurch haben wir neben der globalen Krise auch die Möglichkeit zur Korrektur der Welt bekommen. Heutzutage gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in den Gruppen: sie haben die gleichen Funktionen in der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala, und besonders in der Integralen Erziehung. Mit der Zeit werden diese zwei Linien sich einander immer mehr annähern und die Unterschiede zwischen ihnen werden sich auflösen – worüber ich sehr froh bin. Denn je mehr starken Frauen an unserer Arbeit, an unserer Verbreitung und an unserem allgemeinen Leben teilnehmen, desto standfester und sicherer können wir voranschreiten. [120845]

Auszug aus der 1. Lektion des amerikanischen Kongresses, 16/11/13

 

Fürchte das zusätzliche Minus auf deiner Rechnung

Unsere persönlichen Aufstiege und Abstiege dürfen die äußerliche Verbreitung keinesfalls beeinflussen. Gegenüber dem Publikum sollst du dich immer wie der Organisator, der Ausbilder, der Lehrer benehmen. Die Menschen sollen nicht fühlen, dass du Aufstiege und Abstiege durchläufst. Du bist verpflichtet, mit ihnen jeden Tag die Verbindung aufzubauen, sie mit allem Notwendigen zu versorgen. Alle deine inneren Zustände betreffen nur dich selbst.

Es wäre auch wünschenswert, sich genauso in Bezug auf die Freunde zu verhalten. Die Freunde sollen ständig deine Hochstimmung und Begeisterung für die Wichtigkeit des Ziels sehen, deine Freude und Unterstützung empfinden. Deshalb musst du dich manchmal sehr stark verstellen.

Du kannst dich höchstens darüber beklagen, dass du heute müde bist und physische Gründe dafür finden; aber verrate nicht, dass der eigentliche Grund für deine schlechte Stimmung dein innerer Zustand ist. Innerlich sollst du fröhlich und zielstrebig sein und den Freunden ständig ein gutes Beispiel geben.

Von dem Moment an, in welchem du für andere ein Beispiel hättest sein können und es nicht warst, gehen alle ihre negativen Zustände auf dein Konto! Das erinnert mich an verbundene Behälter: Wenn du sie nicht füllen konntest, dann fängt hier dein Problem an! Ihr Verlangen, das du nicht füllen wolltest, geht zu deinen eigenen Lasten. Es ist sehr wichtig, sich dessen bewusst zu sein. [120861]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 18/11/13

 

 

Ein Freund für die Seele – Ein Feind für meinen Egoismus

Die Enthüllung des Schöpfers, der im Geschöpf verhüllt ist, nennt man Verschmelzung, oder Verhüllung des Lichts im Gefäß. Hierfür muss das Gefäß dem Licht in seinen Eigenschaften entsprechen, das heißt es benötigt das Licht Chassadim (Barmherzigkeit), einen „antiegoistischen Schirm“ sowie das reflektierende Licht.

Die Frage lautet: Wie kann man all das erlangen?

Dies ist nur mit der Hilfe des Licht, welches zur Quelle führt, möglich. Das gleiche Licht, welches in Zukunft im Gefäß (Kli) verhüllt werden soll, kann diesem aus der Ferne leuchten. Dieses Leuchten aus der Ferne hängt jedoch vom Menschen ab, in wieweit er nach diesem strebt. Er ist momentan nicht in der Lage, die nötigen Eigenschaften zu erlangen, sonst wäre das Licht bereits im Gefäß verhüllt. Der Mensch wünscht es sich jedoch und wartet darauf, bis es geschieht. Ein solches Verlangen bildet sich in der Gruppe dank der Wichtigkeit des Ziels, die die Freunde sich gegenseitig vermitteln und die Neid, Leidenschaft oder auch Ehrgeiz bzw. Ehrgefühl entfachen.

Eigentlich hätte ich diese Gefühle lieber nicht, denn sie verursachen in mir Schmerzen. Sie stellen jedoch sehr effektive Mittel zum Vorankommen dar! Ich möchte keine Menschen sehen, die erfolgreicher, klüger sind als ich oder mehr erreicht haben. Ich versuche, sie zu vergessen, denn wofür sollte ich mir das Leben selber schwer machen?Wir streben naturgemäß nach angenehmen Dingen und distanzieren uns von den unangenehmen. Wir würden diese am liebsten vernichten, zumindest jedoch tarnen und unterdrücken.

Aber genau das ist das Problem: wir müssen verstehen, dass es sich nicht lohnt, solche unangenehme Gefühle für unser Ego auszulöschen, denn gerade deswegen schreiten wir voran. Im Gegenteil müssen wir diese mehr und mehr entfachen, wie es heißt: „seinen Feind zu segnen und ihn wie einen engen Freund zu lieben“. Widersacher muss man sogar mehr schätzen als Freunde, denn wenn ich verstehe, dass sich mein Hauptfeind in mir selber befindet – mein Egoismus – dann dienen mir die äußerlichen Feinde als Hilfe, meinen Egoismus zu bekämpfen.

Ich schaue auf jemanden der erfolgreicher, klüger ist als ich oder eine höhere Stufe erreicht hat und in meinem Ego empfinde ich ihn wie einen schmerzhaften Splitter, den ich nicht will, denn mein Ego möchte herrschen. Wenn ich aber diesen Menschen dazu nutzen kann, um mich selber zu pushen und noch intensiver mit den Freunden verbunden zu sein, dann ist er kein Feind mehr sondern mein bester, treuester Freund. Denn er ist ein Freund für meine Seele und ein Feind bzw. für mein Ego – das Verlangen zu genießen.

So beginne ich allmählich, meine Grundformen umzudrehen. All die Erscheinungen, Handlungen oder Menschen, die ich als unangenehm betrachtet habe, beziehe ich auf mein Ego und sehe, wie sie meinen inneren Feind bekämpfen. Auf dieser Grundlage stelle ich fest, wer für mich und wer gegen mich ist. Wer mein Freund ist und wer nicht. Gut möglich, dass derjenige, der Mitleid mit mir hat, eben mein Erzfeind ist, und gerade derjenige, der mich verletzt und mich mit seinem beispielhaften Aufstieg zum Schöpfer reizt und den ich nicht sehen möchte, mein Freund ist – denn er bringt mich näher zum Ziel.

Man sollte für so eine Berechnung bzw. Herangehensweise sensibilisiert sein. [120504]

Aus der Vorbereitung zum Unterricht, 14/11/13

Sitzen bleiben wird nicht gelingen

Kongress in Bulgarien, Lektion Nr. 1

Frage: Ich denke, dass so lange, bis sich eine entscheidende Menge von Menschen sammelt, die den Schöpfer enthüllt hat, wird der Rest, so wie ich, ruhig sitzen bleiben und sich verstecken, um sich ihnen später anzuschließen und mit ihnen gemeinsam auf wunderbare Art und Weise zu existieren.

Antwort: Ich kann Sie ausgezeichnet verstehen, jedoch leben wir gemäß eines bestimmten Programms, welchem wir nicht entgehen können. Wir unterliegen der Macht der Natur und wissen nicht, was morgen oder in der nächsten Minute passieren wird. Schauen Sie auf die Geschichte der Menschheit, auf die ganze Welt. Ist jemand in derLage diese zu steuern? Niemand! Angefangen von den großen, allmächtigen bis zu den kleinsten. Es gibt eine klare, deutliche Achse in der Entwicklung jedes einzelnen Menschen, sowie der ganzen Menschheit. Wir werden gesteuert! Im Universum gibt es nur 2 Kräfte: die eine schubst uns von hinten durch Leiden, die andere treibt uns vorwärts in Form von Genuss. Diese regieren jeden einzelnen von uns und alle zusammen, wie kleine armselige Insekten.

Um uns über die tierische Achse der Entwicklung zu erheben, ist uns der Freie Wille gegeben. Wenn wir es schaffen, uns darüber zu erheben, sind wir in der Lage die irdische Existenz zu verändern, da wir in gewisser Weise dem Schöpfer ähneln.

Wir können die ganze, einheitliche Perspektive beobachten, da wir 2 Kräfte in unseren Händen haben, ohne die wir der höheren Lenkung  unterliegen. Leider ist dieses Verständnis bei uns nicht vorhanden, abgeschaltet –  deswegen benehmen wir uns wie kleine Kinder.

Heute jedoch werden wir nüchterner und sehen, dass die Welt mehr und mehr aus der Kontrolle gerät, chaotischer wird – alles rutscht uns durch die Finger. Wir müssenbeginnen, etwas zu tun! Ruhig sitzen bleiben, sich verstecken, wird nicht klappen! [119694]

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in Bulgarien, 01/11/13

Wann wird uns die Menschheit erhören?

Frage: Es ist offensichtlich, dass es ohne Förderung der Methode der Integralen Erziehung seitens der Regierungen schwierig wird, das Programm zur Entwicklung des Menschen umzusetzen…

Meine Antwort: Wir müssen uns darum kümmern, die Methode an sich zu entwickeln und nicht daran denken, wie wir die Unterstützung der Regierungen sichern können. Man kann unsere Ideen auch unter Wissenschaftern, Politikern usw. verbreiten, aber uns wird kaum jemand zuhören. Wir brauchen bei niemandem mit Unterstützung rechnen.

Erst in dem Moment, wo wir die integrale Methode verinnerlicht und richtig darstellt haben, das heißt, sobald wir zu echten Experten werden, wird die Welt bereit sein, sie zu empfangen. Dann werden wir sehen, mit wem wir uns verbinden müssen, um diese Methode zu verbreiten; ob wir Behörden brauchen, die uns dabei unterstützen, dass die Methode quasi top-down vermittelt wird.

Doch zuallererst müssen wir an uns selbst arbeiten, an unseren eignen Fehlern und wir dürfen nicht nach vorne stürmen, als hielten wir bereits eine fertige Methode in den Händen – als wüssten wir bereits, wie wir die Welt korrigieren und alle Probleme lösen können. Das ist falsch. Wir müssen jetzt uns selbst und die Methode so entwickeln, dass wir mit ihr verschmelzen; dann werden wir auch sehen, dass die Welt bereit ist, sie zu empfangen.

Solange wir keine Verbindung unter den großen Gruppen erreicht haben, solange wir keine genaue Methode haben, die alle Elemente der Kabbala beinhaltet, und die allgemein verständlich ist, solange wir noch wenige Vortragende und Workshop Organisatoren ausgebildet und unsere Methode in verschiedenen Events erprobt haben, solange brauchen wir nicht nach einer Rückendeckung von irgendjemandem Ausschau halten oder uns al Bewegung betrachten.

Doch sobald wir hierfür reif sind, werdet ihr sehen, wie viele verschiedene internationale Institutionen sich an uns wenden werden. Dafür, denke ich, benötigen wir noch mindestens ein Jahr ernsthafter Arbeit mit den Menschen sowie eine gleichzeitige Weiterentwicklung unserer Methode. Wir müssen sie richtig darstellen. Solange wir noch nicht so weit sind, wird uns niemand erhören – der Schöpfer wird es nicht zulassen. [120695]

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Gruppe und die Verbreitung“ 21/10/13

Angezogen vom Zentrum

Frage: Wenn wir uns in der Verbreitung an die Öffentlichkeit engagieren, stoßen wir auf Situationen, in denen die uns begegnenden Ansprüche weit unsere Fähigkeiten übersteigen. Wie können wir damit umgehen?

Antwort: Das Wichtigste ist, dass du einen intensiven Wunsch danach hast, anderen zu helfen. Er sollte die Intensität und Schärfe erreichen, der dich mit neuen, genaueren Unterscheidungen versorgt. Du verstehst dann, was MAN ist – die Sehnsucht nach Korrektur, welche einer inneren Klärung entspricht.

Die Vorstufe davon ist, dass du in die Mitte der Gruppe einbezogen werden willst, da dies der einzige Ort ist, an dem du deinen Mangel erfüllen und erhöhen kannst. Dies geschieht dann, wenn du die Quelle des Lichts in der Mitte der Gruppe entdeckst, die Quelle der Kraft der Verbindung und Einheit. Du kannst sehen und verstehen dass du bereits in der Nähe von MAN bist, gemäß deiner Anziehungskraft auf die Mitte der Gruppe. Sie ist dort, damit du entdeckst, dass du sie erfüllen kannst.

Kommentar: Meine Freunde und ich fühlen es bereits..

Antwort: Das ist schön. Plötzlich sind sie lieb zu dir. Zuerst hast du dich nicht um sie gekümmert, und die Ratschläge der Kabbalisten erschienen dir wie trockene Worte in den Büchern. Doch nun wirst du durch ein inneres Bedürfnis heraus, das du von anderen und von der Öffentlichkeit erhältst, zu ihnen hingezogen.

Die Freunde sind jetzt wichtig, da du ohne sie nicht in der Lage bist, dich zu erfüllen. Du kannst deine Seele nicht finden – die Krönung deiner Arbeit – bis du nicht alles miteinander verbindest, so dass die Mängel der Öffentlichkeit durch dich in die Mitte der Gruppe und zum Schöpfer gelangen. [118735]

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 15/10/13, 

Die Verbindung – gegen jemanden oder für jemanden?

Frage: Sie erwähnen ständig das Wort „Verbindung“. Was ist das für eine Verbindung? Wie bei den Faschisten?

Antwort: Ich spreche über die Verbindung zur Überwindung der Selbstsucht.

Wir sind Egoisten. Die Selbstsucht ist meine Natur und hier gibt es nichts anderes. Somit muss die Verbindung auf ein völlig anderes Gebiet gerichtet sein, wo wir uns zu einem einheitliche „wir“ verbinden.

Was bedeutet „wir“? Wenn sich die Selbstsucht einzelner Menschen verbindet und sich gegen jemanden richtet, dann ist es Faschismus. Wenn wir uns über die persönliche Selbstsucht, jeder für alle und alle für den Schöpfer, erheben und verbinden, dann ist es Altruismus.

Ich sehe in unserer Verbindung, im „wir“, keine Gegner, außer jene persönlichen egoistischen Eigenschaften. Jeder Mensch soll die Verbindung schließlich eigenständig analysieren und offenbaren können. [120375]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Vertrieb“, 21/10/13

Ein Zeichen von Korrektur

Frage: Welche Zeichen gibt es, die uns dabei helfen können, zu erkennen, dass das Verlangen korrigiert ist?

Antwort: Das korrigierte Verlangen kann mit einem anderen Verlangen verbunden sein. Dieses Zeichen kann dir bei der Überprüfung helfen. Wenn mehrere Verlangen miteinander verbunden sind, bedeutet es, dass sie zum Teil korrigiert sind und, dass sie einen kollektiven Schirm (Massach) besitzen.

Bereits zwei verbundene Verlangen können einen spirituellen Parzuf bilden, wie zwei Zellen, die zu einer Zelle verschmelzen und den Anfang neuen Lebens darstellen.

Jede dieser Zellen ist egoistisch, jedoch zwingt sie eine nicht irdische Kraft, sich zu verbinden. Obwohl jede Zelle ihre Grenzen entsprechend ihrer egoistischen Natur beibehalten sollte, zwingen die Kraft und der aufkommende Trieb sie dazu, sich zu verbinden.

Die Kraft der Natur verbindet die Zellen, wodurch ihre egoistischen Schirme (Massachim), Schalen, die eine Verbindung verhindern, brechen. In der Natur jedoch unterliegt alles dem natürlichen Trieb, während wir Menschen unsere Bedürfnisse ersuchen  müssen, da wir einen besonderer Teil der Natur darstellen: Wir wollen dem Schöpfer ähneln. Also nutzen wir Seine Kraft, aber wir selbst bilden die Schöpfung. Es heißt, dass der Schöpfer alles vorbereitet und die Schöpfung vernichtet hat, sodass die Gerechten sie korrigieren und rekonstruieren werden. [119597]

Auszug aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 30/10/13