Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Nun ist es an dir, König zu sein und zu herrschen.

Alle Veränderungen ereignen sich im Verlangen zu empfangen, während das höhere Licht sich in absoluter Ruhe befindet. Zur selben Zeit wissen wir, dass alles von Oben kommt und dass es nichts gibt außer Ihm, den Schöpfer, das Einzige, nur Er allein handelt und entscheidet. Wie kann es also sein, dass wir einmal sagen, dass alles vom Licht vorbestimmt wird und ein anderes Mal sagen wir, dass alles vom Gefäß abhängt – unseren Anstrengungen – unseren Verlangen – unseren Mühen und unserer Arbeit?

Wir können es auf zweierlei Weisen betrachten: aus der Perspektive des Lichtes oder aus der Perspektive des Verlangens. Es ist allerdings klar, dass alle Eigenschaften und die Software, die ein Teil des Lichtes sind, auf eine verhüllte Weise an den Verlangen arbeiten, um sie zu aktivieren. Dies wird die Kraft des „Handelnden an dem, an dem gehandelt wird“ genannt.

Wir können das Licht, welches am Verlangen arbeitet, entsprechend der Handlung in dem Verlangen beurteilen. Das bedeutet, dass unsere Enthüllungen im Gefäß beginnen – ausgehend vom Verlangen. Ich enthülle nicht den Schöpfer der an mir handelt, sondern ich entdecke innerhalb meiner Gefäße Phänomene, durch die ich erahnen kann, dass Er in mir wirkt.

Das Licht ist allgegenwärtig und ich entdecke nur seinen Einfluss. Es scheint dann so, als ob meine Verlangen voll wären  und dass sie erleuchtet würden, wie prickelnde Lichter, aber sie enthüllen nur Lichter, die sie bereits in sich tragen. Es ist ratsam die Gefäße von der Seite zu betrachten, da es hilfreich ist, sich korrekt auf die Arbeit zu fokussieren und nicht darauf zu warten, dass etwas vom Himmel fällt.

Das höhere Licht unterbricht in keinem Moment die Erleuchtung der Niedrigen. Das bedeutet, dass dessen Einfluss sich nicht verändert, weil es gut und gütig ist. Die Kraft verändert sich nicht, nur die Gefäße verändern sich anhand des Einflusses auf sie. Ich muss das sagen, da es für mich verpflichtend ist, mich um meine Gefäße zu kümmern, über die Verbindung mit den Freunden nachzudenken und zusätzliche Mängel zu absorbieren.

Dank der zusätzlichen Mängel, die ich aus der Verbindung und durch die größere Wichtigkeit des Zieles erhalte, fordere ich das Licht! Ich bitte es nicht mich intensiver zu erleuchten sondern meine Verlangen zu öffnen, damit das Licht mich eindringlicher beeinflussen kann.

Mein Verlangen öffnet sich und das Licht bleibt unverändert. Dies ist ein signifikanter Unterschied in der Herangehensweise. Beten wir einfach nur um Gnade zu erbitten oder wissen wir, dass alles von unserer Anstrengung abhängt? Unser Verlangen ist das Resultat unserer Arbeit und der Verbindung zwischen uns. So scheinen wir das Licht zu dirigieren aber in Wirklichkeit öffnen wir nur die Kanäle unserer Verlangen zu empfangen, in welchen das Licht enthüllt werden kann.

Wenn ich aus der Perspektive der Gefäße spreche, verpflichte ich mich permanent für sie zu sorgen. Ich warte nicht darauf, dass das Licht sich ändert und ich verschwende keine Träne, wenn es nicht an mir arbeitet oder mich nicht erfüllt, geschweige denn werde ich es für die Handlungen beschuldigen, die es an mir und der ganzen Welt vollzogen hat. Das bedeutet, dass ich das Licht nicht, wie es viele Menschen normalerweise tun, für alles verantwortlich mache, wenn sie einen Fehler begehen.

Es hängt schließlich nichts vom Licht ab, da: „Er gibt ein Gesetz, das nicht gebrochen werden kann.“

Er hat dem Menschen alles gegeben, wie ein Zepter, damit er als König herrschen möge. Alles hängt einzig und alleine von mir ab und es gibt keinen anderen auf den ich mich verlassen kann.

Deshalb müssen wir, um zu verbreiten, hinausgehen  und die Gruppe unterstützen, anstatt Materialisten und Mystiker zu sein, die an irgend eine geheime höhere Kraft glauben. Das ist der große Unterschied zwischen den verschiedenen Religionen und der Kabbala- nämlich der, zwischen Glaubenssätzen und der Wissenschaft. In der Kabbala sind alle Werkzeuge in unserer Hand, da wir uns darüber bewusst sind, dass unsere Verlangen alles definieren und dass der Schöpfer nichts entscheidet; er gibt uns die volle Kontrolle.

Also stellt sich die Frage, waum die Kabbalisten sagen, dass alles vom Schöpfer abhängt? Wenn wir entdecken, dass alles von uns abhängt, werden wir realisieren, dass wirklich alles von ihm abhängt, entsprechend der Arbeit die wir investieren. Deshalb wird gesagt, „Ich habe mich angestrengt und ich habe den Glauben gefunden!“ Dies ist allerdings etwas, was die Welt noch nicht zu akzeptieren bereit ist. Nur durch Anstrengungen sind wir in der Lage, etwas zu erlangen, sonst können wir bis ans Ende unserer Tage beten. Zur selben Zeit sagen wir:„ wenn einer nur den ganzen Tag beten könnte.“ Dies bedeutet, dass wir einen Mangel innerhalb des Gebetes erreichen der, Dank unserer Arbeit an der Verbindung zwischen uns, permanent erneuert wird.  Demnach ist das Gebet die Arbeit des Herzens, über unsere Verlangen. Dies ist ein kritischer Punkt, die Grundlage der spirituellen Arbeit. Es ist der Knochen der Auseinandersetzung und der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und allen anderen Glaubensrichtungen. [123679]

Auszug aus dem Unterricht nach dem TES, 19/12/13

In Erwartung der frischen Luft der Freiheit

Seit tausenden von Jahren haben tausende von Menschen versucht, dem Gefängnis, dem Gefühl einer engen und kleinen Welt, zu entkommen, aber es ist ihnen nicht gelungen. Und das wird sich nie ändern!

Das Verlangen zu empfangen wird sich niemals freiwillig aus seinem eigenen Willen heraus ausdehnen und mich loslassen, sodass ich dadurch nicht auf die Realität schauen und die reale Welt sehen kann.

Das wird nie geschehen. Im Gegenteil! Von Tag zu Tag werde ich feststellen, dass mein Verlangen zu empfangen gewachsen ist, die Möglichkeiten für die Entdeckung neuer Erscheinungen darin aber geschrumpft sind. Und das bringt mich zum Gefühl des Exils, das mich zwingt zu suchen, und die Methode der Kabbala zu finden. Kabbala erklärt, dass ein Mensch in seinem egoistischen Verlangen nichts mehr sehen kann. Ich muss mich mit der Tatsache, dass mir mein Ego nicht erlauben wird, etwas neben dieser Welt zu fühlen, vereinbaren. Und wenn ich etwas darüber hinaus möchte, dann muss ich meine Einstellung hinsichtlich meinem Verlangen zu empfangen ändern.

Ich nehme die Wirklichkeit jetzt gezielt wahr, sehe nur, was mein Ego interessiert. Wenn ich aber ein breiteres, genaueres, oder zumindest ein Bild, näher der Wahrheit sehen will, dann liegt es an mir, mich über das Verlangen zu empfangen zu erheben, um mein egoistisches Verlangen zu übersteigen.

Ich kann zum Beispiel aus meinem Verlangen zu empfangen hinau s- und in das eines oder mehrerer Freunde übergehen. Dadurch habe ich meine Wahrnehmung schon erweitert und kann die Welt, die außerhalb von mir existiert, fühlen. Ich muss mich mit dem Verlangen eines Freundes verbinden. Wenn ich in der Lage bin, die Wirklichkeit auf seine Weise zu fühlen, dann wird es schon ganz anders sein im Vergleich zu dem, was ich in meinem Ego fühle. So werde ich aus diesem Traum erwachen und mich über mich selbst erheben. Zumindest bin ich in der Lage, aus meiner Box, meinem Gefängnis, herauszukommen. Die allgemeine Regel, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ wird daraus abgeleitet. Das ist das geeignetste Mittel, das es einem Menschen erlaubt, aus seinem winzigen Kokon, der uns durch das Prisma des Eigennutzes als diese Welt erscheint, herauszukommen, um sich über sich selbst zu erheben, und eine andere Ansicht zu finden. Damit allerdings mein Geist wirklich unabhängig von meinem Verlangen zu empfangen wird,  sollte ich nicht nur zu einem oder mehreren Freunden gehen, sondern – was an mir liegt – mich mit einer Vielzahl von anderen individuellen Verlangen verbinden,  um zu empfangen. Nur durch sie werde ich die wahre Wirklichkeit jedes mal aus einer anderen Perspektive sehen.

Am Ende werden sich alle Sichtweisen, die individuellen Perspektiven, zu einer gemeinsamen  Sicht, einer ausgedehnten Betrachtung, verbinden. Diese Betrachtung wird sich unendlich ausdehnen, bis ich völlig frei von meinem Verlangen zu empfangen bin, und durch die Verlangen der anderen werde ich Freiheit erwerben. Meine Wahrnehmung der Realität wird nicht an Bedingungen geknüpft und völlig frei sein.

Es ist eine wunderbare Sache, dass ich die neue Wahrnehmung immer noch in meinem Verlangen zu empfangen fühle, aber ich habe Gläser erschaffen, die meine Mängel korrigieren, diese neutralisieren, und es mir ermöglichen, die höhere Wirklichkeit zu sehen und zu fühlen.

Wir sagen also, dass die spirituelle Arbeit in der Notwendigkeit  wie “Liebe deinen Nächsten“,  “zur Höhe des Schöpfers aufsteigen”, usw., reflektiert wird. Denn „Die Tora ist in der menschlichen Sprache gesprochen“ (Mishna), sprich, was wir bereit sind zu verstehen und zu fühlen. Tatsächlich  jedoch spricht sie von einer Änderung in der Wahrnehmung der Realität.

Wir müssen allerdings einfache Aktivitäten und Übungen durchführen, um diese Änderung der Wahrnehmung zu  erzielen: entweder durch unser  primitives, egoistisches Verlangen, oder durch ein Verlangen, das zielgerichtet ist. Am Ende erreiche ich einen Zustand, in dem meine Bemühungen, meine Wahrnehmung zu ändern, in Freude verwandelt werden, weil ich fühle, dass ich schon fast in Freiheit bin. [119016]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht 24/10/13

Ein „F“ in der Relativitätstheorie

Baal HaSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“: Und die Autoren des Sohar erlangten eine Stufe, die vollständig alle 125 Stufen beinhaltete, was an sich nicht vor der Enthüllung des Messias erlangt werden kann. Die Generationen vor der Offenbarung des Messias können keine gemeinsame Offenbarung mit den Autoren des Sohar erlangen. Der Sohar konnte nicht von den Generationen enthüllt werden, erst in der Generation des Messias ist dies möglich.

Das erklärt, warum Kabbalisten das Buch des Sohar verborgen haben. Im Grunde war es für die Generationen vor unserer nicht notwendig. Ihnen dieses Buch vorzulegen wäre ungefähr damit vergleichbar, Schulkindern oder Studenten Materialien auf dem Niveau von Nobelpreisträgern vorzulegen. Es würde die Menschen nur verwirren. Wenn wir zum  Beispiel versuchen würden, Kindern die Relativitätstheorie oder andere komplexe Systeme zu erklären, wären sie nicht im Stande, diese zu verdauen bzw. wäre es sogar möglich, das es ihrem Verstand Schaden zufügt.

Der Mensch erlangt allmählich die essentiellen Werkzeuge, um sich an schwierige Materialien anzunähern. Es ist nicht leicht. Einige Grenzbereiche der Wissenschaft sind nur für wenige Menschen verständlich und dadurch zugänglich und darunter sind die wenigsten in der Lage, mit diesem Material zu arbeiten oder es weiterzuentwickeln. Nicht jedermanns Verstand kann da mithalten. Deshalb sollte man den Menschen keine unreife Frucht aushändigen, aber auch keine Frucht, für die sie noch nicht reif sind. Alles muss aufbauend und stufenweise erlernt werden. Es wird gesagt: „Stelle kein Hindernis vor einen Blinden“ weil er fallen würde. Gib ihm eine Chance, sich stufenweise zu entwickeln.

Die Autoren des Sohar wussten genau, was sie taten. Sie befanden sich auf dem spirituellen Niveau, das ein Erbe aus der Zeit des Tempels war, auf der Stufe „Liebe den nächsten mehr als dich selbst“ und wegen der Liebe enthüllten sie den darin verborgenen Schöpfer. Sie schreiben ihre Erkenntnisse im Buch des Sohar nieder, erklären, wie sie sich miteinander organisiert haben und enthüllen den Schöpfer im Bezug dazu.

Wie auch immer, andere konnten nicht in dieser Weise arbeiten, weil sie dann eine zweitausend Jahre lange Periode des Exils betraten. Aus diesem Grund haben die Kabbalisten den Sohar bis heute verborgen. Heutzutage wird sich dieses Buch allen offenbaren. [123697]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Die zerbrochene Welt

Wir enthüllen nun die zerbrochene Welt. Mit anderen Worten, in unserer Welt sind wir nahezu am untersten Ende der Anwendbarkeit unseres Egoismus angelangt. Würde auch nur eine Ebene tiefer enthüllt werden, hätten wir keine Chance, dort wieder heraus zu finden. Leider erwarten uns wirklich schreckliche Verhältnisse, in welchen wir die menschliche Form verlieren werden.

Die Propheten sagten, dass dies möglich ist, wenn wir den Pfad der Zeit gehen und dass alles zu seiner Zeit erscheinen wird. Generell beschreibt der Tanach (die Tora, Propheten und Schriften) den Weg, der uns erwartet, wenn wir nicht „kooperieren“ und uns nicht an die Richtlinien halten. Genau genommen sprechen die Propheten über grauenhafte und unbeschreibliche Katastrophen. Baal HaSulam hat auch darauf hingewiesen, das wir im schlimmsten Fall ein globales Dorf werden, dass mit Massenvernichtungswaffen vollgestopft ist.

Was ist die Essenz des Niederganges, den wir heute erleben? Eigentlich bringt er uns dieser Dunkelheit näher, die das größte Licht benötigt, um korrigiert zu  werden. Wie kann man Licht und Dunkelheit verbinden? Dafür benötigen wir natürlich die Gruppe, den Lehrer und die Quellen als gemeinsames Zentrum. Trotzdem fehlt uns noch etwas.

Hier kommt uns der Sulam (Leiter) Kommentar zum Buch des Sohar zur Hilfe. Es gibt der Gruppe und jedem, der es sich wünscht, die Verbindung zum Licht. Es beschreibt unseren inneren Zustand in Kombination mit dem äußeren, den der Sohar beschreibt. Daraus resultiert, das wir die beiden Welten miteinander verbinden können: Die inneren Teile unserer Wahrnehmung mit den äußeren Bildern. Dies ermöglicht uns, dem Text näher zu kommen, ohne dabei zu vergessen, dass er uns mit der Spiritualität verbindet und er erklärt uns somit, was sich in unserem Inneren befindet. Allmählich manifestiert sich dieses Verständnis im Menschen.

Das bedeutet, dass wir es kaum ohne den Sohar oder den Sulam Kommentar schaffen können, weil sie zusammen die Verbindung zum größten Licht herstellen, welches den gesamten menschlichen Egoismus korrigiert. In Wahrheit ist der Sohar in der Lage, noch viel mehr als das zu tun. In unserer Welt, in Anbetracht der Tiefe unseres Egoismus zeigen wir nicht das spirituelle Verlangen, sondern das „animalische“. Durch den spirituellen Aufstieg enthüllen wir jedes Mal drastisch tiefere Verlangen. Diese Welt befindet sich im Mittelpunkt aller Welten und um aufzusteigen, müssen wir zuerst absteigen. Der Sohar ist für die hohen Stufen vorgesehen, die bei diesen Abstiegen durchlaufen werden. Verglichen mit ihnen ist diese Welt nur ein unbedeutendes Sandkorn. [123700]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Ein Leiter des Lichtes

Frage: Wenn wir in die Öffentlichkeit gehen, genießen wir, dass die Menschen uns zuhören, uns ergänzen usw. Wie kann ich es vermeiden, in mir selbst „stecken zu bleiben“? Wie kann ich mir immer vergegenwärtigen, dass es der Schöpfer ist, der die ganze Arbeit macht?

Antwort: Du musst fühlen, dass der Schöpfer in deinem Inneren arbeitet und dass du die “Leitung” für Seine Werke bist. Gesetzt den Fall, ich gebe einer gewissen Gruppe von Menschen eine Lektion; wenn ich die Halle betrete, beginne ich zu arbeiten, ich spreche mit den Verantwortlichen und während dessen spüre ich ständig den Schöpfer, der durch mich wirkt. Ich möchte, dass Er durch mich arbeiten kann, da Er letzten Endes alles macht und ich baue schlicht und einfach die Verbindung zwischen Ihm und dem Publikum auf, wie ein Rohr, durch welches das höhere Licht fließt.

Ich will, dass sie vom Licht so beeinflusst werden, dass sie die innere Bedeutung meiner Worte verstehen, die nicht einmal ich verstehe, die ich aber nun gemeinsam mit meinem Publikum begreifen werde, da der Schöpfer sie durch mich beeinflusst. Ich will ein vereintes Ganzes mit ihnen werden, in dem ich die Rolle der Quelle des Lichts spiele und sie dieses empfangen – aber das Licht existiert in uns allen. Es richtet uns auf, gleicht uns aus, vereint uns und behebt alle Auswirkungen des zerbrochenen Gefäßes. All die Menschen, die voneinander getrennte Teile waren, gewöhnen sich nun daran, sich miteinander zu verbinden und vergessen, dass sie, vor nicht all zu langer Zeit, getrennt voneinander waren. Alles wird vereint.

Ich will all das fühlen und spüren, damit der Schöpfer uns verbinden und erfüllen kann – entsprechend unserer Einheit. Ich arbeite ständig in diese Richtung und es muss zu meiner permanenten Gefühlslage werden, in jedem Moment meines Lebens!Ich betrete einen Supermarkt, kaufe Produkte, gehe zur Bank und erledige dort verschiedene Transaktionen, verbringe Zeit in der Arbeit, komme nach Hause und egal, wo ich mich befinde, wünsche mir, dass der Schöpfer immer durch mich wirkt. Während all meinen Interaktionen, sogar mit dem unbelebten, pflanzlichen und belebten Teil der Natur, mit allem, was mich umgibt, will ich, dass der Schöpfer die Welt um mich herum beschenkt. Dann werde ich “Israel” genannt, der Vermittler zwischen dem Schöpfer und der Welt. Dies ist unsere Mission! [120704]

Aus einem Gespräch über die Gruppe und die Verbreitung. 21/10/13

Jeder kann das

Baal HaSulam, „ Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“. Durch alle Generationen gab es nur wenige, die aufstiegen und mit der Anhaftung an den Schöpfer (Dvekut) belohnt wurden, aber in der Generation des Messias kann jeder Dvekut und Erkenntnis erlangen.

Die einschränkenden Konditionen waren in jeder Generation in allen Zuständen und Umständen für die Kabbalisten zwingend und diese erlaubten ihnen nicht, das Ende der Korrektur zu erlangen, was bedeutet, das ihre Erlangungen und Enthüllungen nicht vollständig waren.

Eine einzige Ausnahme in der Geschichte ist der Fall von Rabbi Shimon und seinen Studenten. Diese kleine Gruppe hatte die spezielle Erlaubnis, die gesamte Realität zu enthüllen, den Prozess und das Ziel, damit sie diese Grundlagen weitergeben konnten – vom Beginn des Exils, von dem Zustand vor der Zerstörung des zweiten Tempels, vom korrigierten Israel zu den Nationen Israels, die vollständig verdorben und zerstreut waren. Folglich werden wir im Stande sein, zu dem Weg zurückzukehren, der uns zum guten Zustand führen wird.

In jeder Generation gab es nur wenige Individuen, die die spirituelle Welt erlangten, während in unserer Generation jeder dazu im Stande ist. Es gibt keine Einschränkungen von Oben und alles hängt von der Fähigkeit des Menschen ab, sich mit seinen Freunden zu verbinden. Der einzelne ist kraftlos und unfähig, aber er kann sich mit den Freunden verbinden und dadurch das Ziel erreichen. [123517]

Auszug aus einem Unterricht nach einem Artikel von  Baal HaSulam, 19/12/13

Religion ist das System der Beziehungen zum Schöpfer

Was ist das Wesen der Religion? Dient es dazu, den Geschöpfen Genuss zu bereiten oder dem Schöpfer Genuss zu bereiten? Wo ist die Belohnung, die sie verspricht – in dieser oder in der nächsten Welt? Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ schreibt, weiß niemand die richtigen Antworten auf diese Fragen. In ihren Wahnvorstellungen verstehen die Menschen nicht, was „Religion“ heißt.

Religion beschreibt die menschliche Haltung gegenüber der Höheren Kraft, die die ganze Natur steuert. Es scheint, dass diese Kraft alles kontrolliert; der Mensch kommt in diese Welt entgegen seinen Willen, und es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Doch unsere Beziehung mit dieser Kraft lässt zumindest etwas zu, das man selbst tun kann: Dem Bösen entkommen oder das Gute suchen. Kurz gesagt, wenn man die richtige Haltung zum Einfluss dieser Kraft auf den Menschen entwickelt, dann kann man etwas im Leben verändern.

Daher wird eine gewisse Verbindung der Menschen zu der Höheren Kraft und umgekehrt als „Religion“ bezeichnet. Demzufolge ist „Religion“ ein System der bilateralen Beziehungen zwischen Schöpfer und Geschöpfen.

Das Problem ist, dass niemand mit diesem System vertraut ist; es herrscht diesbezüglich eine allgemeine Verwirrung. Die Menschen verfolgen dabei verschiedene Richtungen. Einige behaupten, dass der Schöpfer so und so sei; andere behaupten wieder etwas anderes. Niemand weiß genau, wo die Wahrheit liegt, wo eine Belohnung zu finden ist und welcher Art diese Belohnung ist. Im Gegenteil – wir sehen in unserer Welt nicht, dass jemand ein gutes Leben hat; am Ende leidet jeder. Und die Zukunft der Welt ist im Nebel verborgen; das ist das, was sie uns „verkaufen“…

Als Ergebnis haben wir ein großes Durcheinander mit der Religion. Tatsache ist, dass diese Verwirrung die ganze derzeitige letzte Generation umfasst. Wenn die Religion uns die antworten auf die Fragen, die unsere Existenz betrifft, geben könnte – wenn sie uns erklären würde, wie man in der Welt leben soll, Erfolg in dieser und die zukünftige Welt erreichen kann, wie wir miteinander auskommen können – würden wir selbstverständlich alle religiösen Vorschriften beachten. Aber da die Religion keine Antworten gibt, verlassen sie die Menschen. Der Mensch wird schwächer und verlässt sein Rahmenwerk; selbst wenn er formell gesehen weiter dabei bleibt. Dies ist ein innerer Widerspruch, den man kaum auflösen kann. Der Grund dafür ist, dass wir von der Religion keine richtigen Antworten auf die uralten Fragen erhalten haben und wir wissen nicht, was sie in der Realität darstellt.

Natürlich ist niemand schuld. Dies ist der Prozess; das Programm der Schöpfung sollte in uns auf dieser Art und Weise realisiert werden und uns bis zu dem Moment bringen, wo wir uns endlich die drei oben aufgeführten Fragen stellen. Wenn wir sie richtig beantworten, werden wir wissen, was „Religion“ ist; mit anderen Worten, wie können wir die richtige Beziehung zur Höheren  Kraft erbauen. Und als Ergebnis sind wir in der Lage, Freude in dieser und in der zukünftigen Welt zu spüren, zu unserem eigenen und zum Nutzen des Schöpfers.

So oder so, sollten wir dieses Problem klären und lösen. In jedem Fall stehen wir unter der Herrschaft einer höheren Macht, und wir müssen herausfinden, was die richtige Beziehung zu dieser Macht ist. Das verspricht Vorteile und daher sollten wir dies auf eine einfache und praktische Art und Weise erreichen.

So müssen wir das einem breitem Publikum anbieten, „Lasst uns herausfinden, was die Natur in dieser Welt ist, in der wir leben“. In Gematria ( הטבע ) hat das Wort Natur den gleichen Zahlenwert wie das Wort „Gott“ ( אלה – ים ). Wir alle leben in dieser „Blase“ und von Tag zu Tag bedroht sie uns mehr und mehr: Auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, wie auch bei den menschlichen Beziehungen. Es ist genug, dass Wissenschaftler heute alle Arten von Naturkatastrophen vorhersagen. Wer weiß, was vor uns liegt? In der Regel sehen wir, dass die Natur – also der Schöpfer – uns nicht die freundlichste Haltung zeigt. Es gibt etwas zu verbessern. Mal sehen, ob wir dazu in der Lage sind. Offensichtlich liegt ist es in unseren Händen.

Diese Prüfung ist sicherlich lohnenswert. Wir müssen herausfinden, wie unsere Einstellung zu Gott oder zur Natur sein sollte. Es wird uns auf jeden Fall von Nutzen sein. [119132]

Auszug aus einem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 28/10/13

Der Krieg mit der Klipa (Schale) von Kanaan im Herzen

Baal HaSulam, „Buchstaben“, Brief 43: Unsere Weisen haben bereits gesagt, „ Die Furcht vor dem Lehrer ist die Furcht vor dem Himmel.“ Dies wird demnach die Bemessung der erhabenen Stimmung sein, die ein solcher Mensch durch seine Heiligkeit erlangt, da seine erhobene Stimmung in keiner Weise die Hochstimmung seines Rav übersteigen kann.

… Ich habe bereits gesagt und detailliert besprochen, das der größte Massach (Schirm) in der Arbeit der Kinder des Landes Israel entsteht, da die Vorherrschaft der Klipa von Kanaan an diesem Ort weilt und jeder ist so niedrig wie die Erde unter seinen Füßen, sein Freund ist sogar noch niedriger als der Erdboden unter ihm und viele andere mit ihm.

…Allegorisch gesprochen kannst du die Worte unserer Weisen sagen, „ Verlasse mich und halte meine Gesetze“ – „ Ich wünschte sie verließen mich,“  was bedeutet, dass sie auf ihre erhabene Stimmung stolz waren. Obwohl „ Er und ich nicht am selben Ort verweilen können“ doch, „ Halte meine Gesetze ein,“ und hafte dich an einen vollkommenen Gerechten mit entsprechendem Glauben an die Weisen.  Dann gibt es Hoffnung, dass der Gerechte euch korrigieren wird und euch richten würde nach den Qualitäten eurer Verdienste, welche für die Anwesenheit des Schöpfers angebracht sind. Dies würde aus deren Demut und Niedrigkeit erwachsen, damit der Schöpfer nicht aus ihrer Behausung ausziehen müsse, wenn sie keinen ausdrücklichen Gerechten besäßen, der sie führen könne mit Seinen Gesetzen und Gebeten, um sie an den Platz der Tora und der Weisheit  zu leiten.

In dieser Welt begegnen wir Menschen, die unsere Freunde werden können, damit wir sie begleiten, um mit ihnen zu studieren, um zu erlernen, wie wir unser selbst überwinden können und uns über den Verstand erheben, was bedeutet, das Geben zu bevorzugen. Wir müssen uns miteinander verbinden, damit wir nicht nur durch gemeinsame Anstrengungen handeln, sondern zu einer Kraft werden, in welche jeder einzelne sein persönliches Bild einschmilzt und sich damit zu einer Einheit verbindet. Ein Herz, vereint mit allen anderen.

Um uns bei diesen Unterfangen zu unterstützen, erhalten wir einen Lehrer in dieser Welt. Es ist von großer Bedeutung, dass der Mensch durch seine Einstellung gegenüber der Gruppe und dem Lehrer lernt, seine Haltung dem Schöpfer gegenüber zu bilden. Es ist unmöglich für den Menschen eine Wahrnehmung über die Größe des Schöpfers zu erlangen, ohne die Größe des Lehrers und des Freundes anzuerkennen. Er braucht all dies um sich über seinen Egoismus zu erheben.

Dies erfordert viel Arbeit und Anstrengung. Nachdem dem Menschen die Wertschätzung des Rav eingeflößt werden würde, welche religiöse Erziehung genannt wird, müsste er nicht mehr arbeiten. Er würde fühlen, dass er sich zu ihm wie zu einem großen Vorbild, einer Vaterfigur, bezieht, mit vielen anderen aus deren Umfeld. Er wäre in einem Umfeld aufgewachsen,  in dem alle darüber sprechen und sich in dieser Weise dazu beziehen. Dies wird Chassadim genannt. Es ist einfach für den Menschen, unter solchen Konditionen zu leben. Es wird nicht von ihm verlangt,  Innere Arbeit gegen seinen Egoismus zu erheben: Permanente Überprüfung und kritische Selbst- Analyse. Er vertraut der Meinung seines Umfeldes. Er sieht, dass sich alle in gleicher Weise verhalten und er wird davon inspiriert und dadurch entwickelt er sich.

Die Gesellschaft fördert die persönliche Autorität mancher Individuen. Natürlich wird ihn dies nicht zum Schöpfer erheben, aber auf diese Art und Weise ist es möglich sich sanft und ohne die diversen Hoch´s und Tief´s im Leben, gut zu fühlen, angenehm und sicher.

Der Mensch fühlt, dass er jemanden hat, auf den er sich verlassen kann; jemand kümmert sich um ihn, betet für ihn.

Wie auch immer, erlangen wir eine Stufe der menschlichen Entwicklung, in der die Mehrheit der Menschen aufhören, religiöse Erziehung zu genießen. Im Gegenteil, sind sie sogar daran gewöhnt, den anderen mit Verachtung zu begegnen, sie sind nicht bereit Autorität zu akzeptieren, sie sind überzeugt, selbst viel klüger zu sein als alle anderen und haben keinen Respekt für andere. Dies  wird die Klipa von Kanaan genannt, mit der die Vorväter zu kämpfen hatten, als sie das Land Israel betraten.

Es war kein leichtes für diejenigen die Babylon verließen, auch nicht für jene, die ihr persönliches Babylon heute verlassen, sich vor ihrem Anführer, Abraham, zu verneigen. Dies ist der Grad des Lehrers, den der Schüler erlangen muss, wenn er den Eingang in die Spiritualität durch die Gruppe und das Studium finden will. All das betrifft den Lehrer und die Gruppe nicht, weil der Mensch sie durch seine egoistischen Augen betrachtet, entsprechend seiner eigenen Schwächen.

Natürlich erscheint ihm jeder unbedeutend, einer schlimmer als der andere. Auch der Lehrer erscheint ihm so-so. Er denkt, dass er sich besser hätte entwickeln können, wenn er mit den Vorvätern, Moses oder Rabbi Shimon, studiert hätte. Außerdem denkt er, dass die Freunde schwach sind und nichts darstellen. Er schenkt den Weisen keinen Glauben und hat kein Bewusstsein darüber, dass jeder nach seinen eigenen Mängeln urteilt. Er versteht nicht, dass die Welt der Unendlichkeit in all ihrer Perfektion vor ihm liegt. Er erniedrigt seine eigene göttliche Perfektion auf seine niedrige Stufe und nimmt die Welt abscheulich wahr.

Wir müssen realisieren, dass  wir keine Erlaubnis erhalten werden, die spirituelle Welt zu betreten, bevor wir nicht die Wertschätzung für die Freunde erlangen; die Gruppe und den Lehrer die wir so erhaben erleben,  wie unsere Vorstellung des Schöpfers. Wie geschrieben steht, “ Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins.“ Unter diesen Voraussetzungen erheben wir uns  von Unten nach Oben, erheben den Menschen auf das Niveau des Schöpfers. Dieselben Konditionen wirken in der entgegengesetzten Weise, von Oben nach Unten, das ist das gleiche Niveau, dieselbe Verehrung, die gleiche Erhabenheit, die wir herab ziehen müssen aus der Welt der Unendlichkeit, vom Schöpfer, um sie in der Gruppe zu erweitern, im Lehrer und jedem einzelnen Freund. Sonst werden wir nicht erfolgreich sein.

Wir müssen der höheren Fügung, dem „obersten Management“, danken, dass sie uns eine Realität organsiert hat, in der wir in jedem Fall erkennen können, wie weit wir vom Schöpfer entfernt sind, anhand unserer Einstellung zu dem Lehrer, dem Freund und der Gruppe. [123232]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 16/12/13

Kontrolle über die Absicht

Frage: Wenn in meinem täglichen Leben ein kleines Verlangen, meine Absicht darauf auszurichten, dem Schöpfer zu geben entsteht und dann sogleich wieder verschwindet, was kann ich tun, um mich wieder darauf zu fokussieren? Soll ich mir eine Erinnerung auf die Hand malen oder einen anderen Trick anwenden?

Antwort: Du erinnerst mich an die Jahre, als ich mit Rabash lernte. Ich habe mir auch ein Symbol auf die Hand gemalt, um meine Absicht nicht zu vergessen. Als ich hinter dem Lenkrad meines Autos saß, blitzte das Symbol vor meinen Augen permanent auf, als würde es mich ständig ermahnen, an die Absicht zu geben zu denken. Es ist ein derart unnatürlicher Zustand, dass es nahezu unmöglich ist, ohne äußere Erinnerung daran zu denken.

Mache alles, was in deiner Macht ist: Zeichne etwas auf deine Hand, stelle dir einen Wecker und programmiere einen Erinnerungston auf deinem Telefon, das dich alle fünf Minuten an die Absicht erinnert. Es ist nicht von Bedeutung, welche Handlungen du setzt, sie könnten sehr unterschiedlich sein. Das wichtigste ist, diese nicht zu unterbrechen und immer schnell zur Kontrolle deiner Absichten zurückzukehren.

Der Moment, in dem du die Absicht bevorzugst, wird dir den Unterschied zwischen unserer Welt und der spirituellen Welt sichtbar machen, weil uns nur die Absicht von der spirituellen Welt unterscheidet.

In dem Moment, in dem gewisse Neigungen in dir wach werden, wirst du sofort spüren, dass sich dir eine komplett andere Matrix von Gefühlen offenbart. Du wirst die Welt anders wahrnehmen und fühlen. Es wird plötzlich wie in einem Film sein, in welchem ein ganz anderes Bild erscheint. [123125]

Auszug aus der ersten Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau „Verbindung ohne Einschränkungen“, 13/12/13

 

So wirst du die Zukunft nicht fürchten

Es gibt keine Zufälle im Leben, da wir von einem System an Kräften gesteuert werden. Es gab ein Zerbrechen, dessen Ergebnisse wir nun entdecken und enthüllen müssen. Einzig und allein durch unsere Arbeit können wir das Ausmaß und die Geschwindigkeit ihrer Enthüllung offenbaren und wie bereit wir uns fühlen, wenn wir diese Informationen in Form der zerbrochenen Reshimot (Erinnerungen, spirituelle Gene) erhalten.

Wenn wir bereit sind für die Enthüllung, akzeptieren wir sie, da wir durch die Enthüllung jedes Mal die Möglichkeit erhalten, uns zu erheben. Sind wir aber noch nicht bereit, so erleben wir die Enthüllung der Reshimot als Abstieg, als unangenehme und böse Zustände. Dies kann sich in Form von Problemen mit Freunden zeigen, der Welt, sogar in Form von Katastrophen und Kriegen. Die Art und Weise, in der sich die Reshimot enthüllen, hängt von uns ab, aber sie müssen enthüllt werden, da das Zerbrechen bereits stattgefunden hat und alle Enthüllungen offenbaren sich in Bezug dazu.

Der Mensch muss verstehen, dass alles planmäßig abläuft, aber jeder bekommt die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten und die neuen Zustände zu rechtfertigen, was bedeutet, sie als guten Zustand zu akzeptieren, in der Form von „Ich werde beschleunigen“ (Achishena). Die Vorbereitung des Menschen definiert, ob er in der Lage ist, alles was ihm wiederfährt, zu seinen Gunsten zu interpretieren und somit alle Hindernisse schnellstmöglich zu überwinden, indem er sich darüber erhebt und beginnt aufzusteigen. Dann wird er dankbar sein für alles, was ihm wiederfährt, in jeder Sekunde, egal was enthüllt wird.

Er hat keine Angst vor der Zukunft, weil er sich ausgiebig vorbereitet hat; er hat eine Gruppe, seine direkte Verbindung zum Schöpfer. Er hat das Gefäß vorbereitet und nun muss er nur den Mangel enthüllen, die zerbrochenen Reshimot. Er fragt: „Wo sind sie?“ was bedeutet: „Ich erwecke den Tag.“ Dies bedeutet, dass er auf die zerbrochenen Reshimot wartet, um mit ihnen zurechtzukommen und dadurch den Berg des Schöpfers zu erklimmen.

Er beklagt sich über keinen Zustand in der Gegenwart, er ist bereit, alles zu akzeptieren und versteht, dass diese Enthüllungen notwendig sind und seine zerbrochene Seele wiederspiegeln. Er sollte auch die Vergangenheit niemals bereuen, auch wenn viele das tun; sie spüren Verzweiflung, Leiden, Enttäuschungen und sie quälen sich dann: „Warum haben wir dies so gemacht, warum sind wir gescheitert?“ Sie blicken zurück und bereuen die Fehler der Vergangenheit.

Der Mensch versteht noch nicht, dass diese Enthüllungen vorbestimmte Offenbarungen der Reshimot waren und dass dies geschehen musste. Er sollte es akzeptieren im Sinne von „Es gibt niemanden außer Ihm“, der Einzigartigkeit der höheren Lenkung. Ein Mensch geht morgens zur Arbeit und sollte den ganzen Tag hart arbeiten im Sinne von „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich?“ Aber am Abend, wenn er heimkehrt, sollte er sagen: „Es gibt niemanden außer Ihm“. Ob er nun gearbeitet hätte oder nicht, so hat der Schöpfer alles für ihn im Vorfeld arrangiert. Somit müssen wir die Vergangenheit nicht bereuen. So hat es geschehen müssen und alles war vorbestimmt. Es spielt keine Rolle, ob ich mich angestrengt habe oder nicht, das Ergebnis liegt nicht in meiner Hand.

Es stellt sich heraus, dass wir uns nur Sorgen über die Zukunft machen sollten und uns daher sorgfältig darauf vorbereiten müssen. Auch hier gilt natürlich, dass alle notwendigen Enthüllungen offenbart werden, da man alle Teile seiner Seele enthüllen muss. Aber alles hängt von mir ab: Wie ich mich zu den Enthüllungen beziehe, sie akzeptiere und ob ich bereit bin oder nicht. Ich muss jede Enthüllung segnen, wie geschrieben steht: „Ich bin dankbar für das Böse, das sich mir enthüllt!“ [123435]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 18/12/13