Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Ursache von Leid erkennen

Frage: Wie wirkt sich die Kabbala auf einen Menschen aus, damit er sich verändern kann? Warum passiert das?

Antwort: Die Kabbala ist eine Weisheit, die vom Abstieg altruistischer Kräfte, die als spirituell bezeichnet werden, in unserer Welt erzählt. Die Eigenschaften des Gebens und der Liebe sind das absolute Gegenteil der weltlichen Eigenschaften. Sie kommen der Menschheit allmählich näher und deshalb leiden wir.

Wir können sagen, dass wir leiden, da sich uns der Schöpfer annähert. Wir fühlen das Gegenteil von ihm und leiden deshalb. Die Eigenschaften des Gebens, der Liebe nähern sich uns an, aber unserer Natur entsprechend, wollen wir das nicht. Von da an entstehen unsere Lebensprobleme.

Da wir es nicht verstehen, empfinden wir das, was mit uns geschieht, nicht als einen spirituellen Aufstieg, sondern als Geschehnisse, die uns abschrecken und demütigen.

Wenn wir den Ursprung unserer Leiden, dass wir die auf uns zukommenden spirituellen Kräften, wie die Eigenschaften des Gebens, der Liebe und der Verbindung erkennen könnten und verstehen würden, dass wir uns ihnen annähern müssten, dann wären wir in der Lage, sie richtig wahrzunehmen. Wir könnten mit ihnen in Kontakt kommen und würden spüren, wie sie uns helfen, auf die spirituellen Stufen aufzusteigen.

Aus dem Unterricht, 26.01.2020

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Die Weisheit König Salomos: Wer wird der Eifersucht widerstehen?

„Wut ist grausam, Zorn ist unbezähmbar, aber wer kann der Eifersucht wiederstehen? 

Wut ist eine natürliche Erscheinung, Zorn auch. Eifersucht ist, wenn ich mich mit jemand anderem vergleiche, oder wenn ein Dritter mich mit jemand anderem vergleicht – das ist das Schlimmste! Es ist die tiefste Niederlage des Egoismus.

Wenn sie mir in Bezug auf etwas Abstraktes sagen, dass ich falsch liege – gut, dann liege ich falsch. Wenn man mich neben jemanden stellt und sagt, dass ich gemessen an ihm ein Nichts bin – ist es das Ende! Wenn ein Mensch das nicht ignorieren und vergessen kann, dann bleibt ihm nichts Anderes übrig, als dagegen anzukämpfen.

Er kann den vernichten, der es gesagt hat, oder denjenigen ausmerzen, der mit ihm verglichen wird, oder noch besser, beide.

Frage: Das ist der schlimmste Zustand! Was kann man tun, wenn es sich so anfühlt?

Antwort: Man kann nichts dagegen tun. Man kann bis zu der Stufe gehen, wo diese Naturgesetze geboren werden. Dort werden wir die Ursache und ihre korrekte Verwirklichung sehen.

Frage: Woran liegt dann der Grund für die Eifersucht?

Antwort: An meinem Egoismus. Ich glaube, ich bin geschlagen, mein Egoismus wurde getroffen. Ohne ihn kann ich nicht leben. Ich muss etwas tun: Entweder bringe ich mich oder ihn um, eines von beiden. So kann ich nicht weiterleben!

Frage: Kann ich mich nicht darüber hinwegsetzen?

Antwort: Nein. Doch ich meine, ich kann es, das erfordert aber eine spezielle Ausbildung, Schulung, psychologische Hilfe usw. Andernfalls,  kommt es bestimmt zu einem Mord.

Frage: Wie gehen Kabbalisten mit Eifersucht um?

Antwort: Kabbalisten lösen diese Frage sehr gut. Sie glauben, dass man zuerst den Schöpfungsgedanke offenbaren sollte: Warum hat man eine solche Mitteilung von Ihm erhalten? Wie kann ich mich darüber erheben? Dabei stellt sich heraus, dass man dem Schöpfer dafür dankbar sein wird, dass Er solche schrecklichen Gefühle geschickt hat. Sie sollen in der Tat nur dazu dienen, sich darüber zu erheben.

Frage: Sie haben gerade einen widersprüchlichen Satz gesagt: „Die Gefühle sind schrecklich, und ich danke Ihm dafür“. Bin ich für die schrecklichen Nachrichten dankbar?

Antwort: Natürlich! Es bringt mich doch weiter! Deshalb wird es „über unsere Natur“ genannt. Wir müssen trotzdem unsere Arbeit in einer Gruppe machen.

Frage: Versteht nun der Kabbalist, woher das kommt und warum? Wird dann alles versüßt?

Antwort: Ja, mein Rat ist, einen Lehrer zu finden, der dabei hilft, alle negativen Gefühle zu überwinden, dann ist es möglich.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 05.12.2019.

(260236)

Immer mit mir – Teil 50

RABASH ist aufgeregt

Als ich Rabash davon erzählte, wurde er nervös. Da sah ich noch einmal, was ein echter Schüler von Baal HaSulam ist. Für beide war jede Möglichkeit, die Wissenschaft zu verbreiten, ein Feiertag, eine höchste Gabe, eine Chance, die vom „Himmel“ gegeben wird. Sie sollte nicht verpasst werden. RABASH war bereit, mit mir alle Lektionen durchzunehmen und alle Fragen zu beantworten. Dann rief er mich an, mitten in einer Vorlesung, im Zentrum von Berg, und fragte: „Wie sieht es aus? Wie hören sie zu? Haben sie verstanden? Hast du schon die zweite Einschränkung mit ihnen durch genommen? Haben sie alles verstanden?”.

Wie auch immer, ich fing gleich nach den Ferien an zu unterrichten, morgens. Meine Schüler waren die Lehrer der „Kabbala Institute“ vom Berg, das waren 12-14 Personen. Ich kannte schon drei von ihnen, Jeremy Langfort, Yosi Gimpel und Shmuel Cohen. Sie alle waren 30-jährige junge Männer, voller Energie und Verlangen. Wie ich Berg versprochen hatte, lernten wir zuerst „Vorwort zu Wissenschaft der Kabbala“, und als ich dann sah, dass die Jungs ernst sind, mit Sehnsucht nach der Wahrheit, packte ich „Shamati“ aus und wir begannen offen miteinander zu sprechen.

Und plötzlich „fingen sie Feuer“. Sie hatten noch nie davon gehört. Zuerst saßen sie still, absorbierten es, dann begannen sie Fragen zu stellen. Und diese Fragen waren richtig gestellt. Gleich nach den Vorträgen ging ich zurück zu RABASH und erzählte ihm alles im Detail. Er war so froh, dass die Kabbala aus unserem verrauchten kleinen Raum kam! Nein, er wollte niemanden locken, er machte keine „heimtückischen“ Pläne, er dachte nicht, dass diese 25-30-Jährigen plötzlich alles verlassen und zu ihm zum Lernen kommen würden. Es war ihm wichtig, dass sie zuhören, Fragen stellen, versuchen zu verstehen!

 

 [# 244892]

Fortsetzung folgt…

 

Wenn ich nicht weiter gehen will…

Frage: Reicht das Leben aus, um die Stufen der spirituellen Welten aufzusteigen?

Antwort: Keine Sorge, darum brauchst du dich nicht zu kümmern. Es ist deine Pflicht entweder im Guten oder im Schlechten aufzusteigen. Es liegt an dir, den Weg zu wählen.

Wenn du versuchst schnell nach oben zu kommen, wirst du in jedem Moment deines Lebens gewinnen. Wenn du faul bist, wird man dich drängen oder sogar allein lassen. Du wirst trotzdem die anderen einholen müssen.

Es gibt hier jedenfalls unterschiedliche Möglichkeiten. Um dich nicht zu verwirren, möchte ich eines sagen: für einen reibungslosen, sicheren Aufstieg ist es das Minimum,  an einer systematischen Ausbildung, Teilnahme an einer Gruppe und an unseren gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Wenn du schneller sein willst, gibt es zusätzliche Materialen, Kurse usw. Wenn du noch schneller sein möchtest, gibt es weitere Möglichkeiten.

Frage: Wie ist das, wenn ich stehen bleiben möchte:“ Mir reicht die erste Stufe, mir geht es gut hier“, wenn ihr weitergeht und ich bleibe“?

Antwort: Jeder Mensch muss seine spirituelle Wurzel erreichen. Das hängt nicht von ihm selbst ab. Er wird nicht danach gefragt. Es wird ihm ein sehr enger Bereich, bei dem er entscheiden kann, wie er aufsteigen kann, ob mit eigenen Kräften oder mit einem Schub von hinten vorgegeben.

Es gibt eine interessante Maschine, ihr Funktionsprinzip ist einfach- wie bei der Zusammenarbeit mit Sklaven. Arbeitest du gut, wirst du nicht geschlagen, bist du zurückhaltend, wirst du sofort geschlagen.

Frage: Heißt es, dass man nicht irgendwo stehen bleiben kann?

Antwort: Du kannst, aber dann wirst du geschlagen. Es sollte keine Ausreden geben. Wir haben es mit dem Gesetz der Natur zu tun. Daher kannst du keine Anforderungen stellen. Wenn man dir bestimmte Bedingungen gibt, musst du sie erfüllen.

Aus dem Unterricht, 05.01.2020

[259517]

König Salomons Weisheit: Greife dem Hund nicht an die Ohren

Derjenige, der sich beim Vorbeigehen in den Streit eines anderen einmischt, greift dem Hund an die Ohren“.  (König Salomon)

Frage: Heißt das, dass man sein Schicksal herausfordert?

Antwort: Natürlich! Wenn du dich in den Streit anderer einmischst, verursachst du bei ihnen Ärger, wie auf der Stufe eines Hundes.

Wir wissen, dass man sich lieber nicht einmischen sollte. Es ist besser, keine Weisheiten oder Ratschläge zu geben und nicht zu zeigen, was mit den anderen los ist, sonst wird man für sie zum Feind.

Frage: Angenommen es gibt einen Streit, was sollte man tun?

Antwort: Wenn es sich um eine fremde Person handelt, dann sollte man nichts tun. Man sollte sie lassen und weggehen. Das ist möglicherweise die Angelegenheit für die Polizei o.ä., sie müssen die Situation lösen. Ein  Fremder hat kein Recht, sich einzumischen.

Frage: Weil er nicht weiß, wer schuldig oder wer unschuldig ist?

Antwort: Er hat kein Recht sich einzumischen, da sonst die Parteien keine Lösung finden werden.

Frage: König Salomon sagte, dass der Streit in einem selbst liegt. Welche Art von Streit gibt es in einem Mensch?

Antwort: Der Streit ist konstant, denn ein Mensch besteht aus zwei Wünschen: Egoistische und altruistische Wünsche. Ein wahrer Mensch ist derjenige, in dem es ständig einen inneren Kampf zwischen Gut und Böse gibt.

Das Böse in uns steigt ständig auf. Es will alles für sich selbst. Der Mensch, der sich selbst erzieht, entwickelt ständig das Gute in sich und befindet sich immer in diesem inneren Kampf.

Alle diese Gleichnisse beruhen auf der Offenbarung des Bösen in einem Menschen, aber nur in dem Maß, wie er versucht, das Gute in sich zu offenbaren.

Frage: Ist das Böse in mir, ist der Egoismus die ganze Zeit vorhanden – ist das meine Natur?

Antwort: Ja, du bittest den Schöpfer, dir die gute Natur zu geben – damit du diese beiden Naturen ausbalancieren kannst! Du kannst sagen: „Ich bitte den Schöpfer, die böse Natur aus mir herauszunehmen“. Nein! Das ist unvernünftig.

Ich bitte Ihn, mir die Kraft zu verleihen, dass beide Naturen in mir im Gleichgewicht sind. Keine von beiden sollte über die andere dominieren. Die Mittellinie ist ein wunderbarer Zustand! Ich bewahre die ganze Zeit dieses Gleichgewicht. Ich stehe über ihnen. Nur so kann ich das Minus und das Plus und die ganze Natur unter mir vollständig spüren.

Frage: Ist ein Mensch, der seine Natur und die Natur des Schöpfers mit einbezieht, ein harmonischer Mensch?

Antwort: Selbstverständlich! Dann wird er „Adam“ genannt – „dem Schöpfer ähnlich “, denn dann wird sein inneres Wesen, das dem Schöpfer entgegengesetzt ist, dem Schöpfer auch ähnlich.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 16.12.2019.

(260367)

Immer mit mir – Teil 49

Mein Angebot an Berg

Mir wurde gesagt, dass Rabbi Berg aus Amerika kam und er will mich in seiner Sukka treffen. Sukkot Feier hat gerade begonnen. Ich kannte Berg, ich nahm ein paar Unterrichte von ihm, bevor ich zu RABASH kam. Als ich ihn zum ersten Mal traf, war er bereits „weg vom Fenster“. Das Verlangen aus der Kabbala ein Geschäft zu machen, hat ihn doch besiegt. Das habe ich bereits beim dritten Unterricht verstanden.

Berg begann plötzlich die „kosmischen Kräfte“ zu erwähnen, er begann zu erzählen, was die rechte Hand und die linke Hand eines Menschen sind und wie man sie mit dem Licht der Barmherzigkeit reinigt… Ich habe die Mystik nicht gesucht und gar nicht toleriert. Ich habe auch nach keinen Kräfte aus dem Jenseits gesucht. Also bin ich gegangen. Aber Berg und ich sind  Freunde geblieben, er kam sogar nach Rehovot zu mir, wir haben den Shabbat zusammen gefeiert. Er verstand, dass ich einen ganz anderen Zugang zur Kabbala habe, dass ich darin nach Wissenschaft suche, nicht nach Mystik, und er akzeptierte es mit Respekt. Doch dann ruft man mich von ihm aus an und bittet mich zu kommen. Ich berate mich mit RABASH, gehen oder nicht. RABASH sagt: „Warum nicht? Ich antworte: „Das ist irgendwie nicht mehr mein Ding.“ RABASH erwidert: „Es ist unhöflich, abzulehnen.“ Als ob er fühlte, dass etwas danach passieren würde.

Ich gehe.

Ich kam zu Berg, wir begannen zu reden, und natürlich sagte ich ihm sofort, dass ich bei Baal HaSulams ältestem Sohn, RABASH, studiere. Wie ich mich jetzt erinnere, hatte ich die Idee, Berg zu überzeugen, ich hatte noch Hoffnung, seinen „Punkt im Herzen“ zu berühren, weil er ihn offensichtlich hatte. Aber ich konnte es nicht. Er reagierte in keiner Weise. Er sagte mir: „Wir haben unsere eigene Methodik, unser eigenes System.“ Und dann schlug ich ihm plötzlich vor: „Aber man kann dieses System erweitern.“ Ich kann deinen Lehrern erzählen, was ich von RABASH lernte. Zum Beispiel kann ich ihnen Vorträge über „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ geben. Ja er war daran interessiert. Plötzlich sagte er: „Warum eigentlich nicht?“.

Heute bin ich sicher, dass Berg wusste, dass es das war, was ihnen fehlte. Er wollte, dass seine Lehrer spüren, was die echte Kabbala ist, die Kabbala nach Baal HaSulam.

 

 [# 244881]

Fortsetzung folgt…

 

Die Liebe zu anderen durch die Eigenliebe begreifen

Frage: Sie sagen, dass man, um „seinen Nächsten wie sich selbst lieben zu können“, zunächst einmal sich selbst lieben muss. Was bedeutet das?

Antwort: Bevor du an der Liebe zu anderen arbeitest, musst du erst spüren, wie sehr du dich selbst liebst, ständig an dich denkst und keine Zugeständnisse gegenüber den anderen machst. Für dich geht es um deine Befriedigung, es soll dir gut gehen. Du bist überhaupt nicht in der Lage, an andere zu denken.

Wenn du das ausprobierst und merkst, wie egoistisch du bist, dann verstehst du, dass du nichts Anderes brauchst, als deine Einstellung auf andere zu übertragen.

Wer dieses Gefühl, dass er sich am meisten liebt, noch nicht hat, kann nicht mit der Arbeit an der Nächstenliebe beginnen. Er versteht nicht, was Liebe ist.

Die Liebe, aus Liebe zu sich selbst bedeutet, dass ich die ganze Zeit nur mit mir selbst beschäftigt bin – alles dreht sich um mich. Du sitzt zum Beispiel gerade in der bequemsten Position, dabei denkst du gleichzeitig darüber nach, wie du bald nach Hause kommst, dich auf das Sofa legst und deine Ruhe hast. „Wo sind meine Hausschuhe, wo ist mein Fernseher, wo ist mein Abendessen?“ Du suchst ständig nach Komfort. Du willst dich nur unterhalten, es dir gemütlich machen, dich in ein warmes Bett legen.

Man muss das sehr genau für sich erkennen, man kann das in einer Zehner-Gruppe tun.

Wenn du im Zehner danach strebst über andere nachzudenken, dann spürst du genau, wie sehr du dich selbst liebst. Du brauchst keine Freunde, niemanden. Du bist nicht in der Lage, an jemand anderen zu denken, außer an dich selbst.

Ausgehend von der Erkenntnis des Bösen kannst du darüber sprechen, wie du andere lieben solltest. Du hast ein Beispiel der Selbstliebe. Jetzt gehst du so vor, dass du andere genauso wie dich selbst behandelst. Das ist nicht leicht.

Aus dem Unterricht, 29.12.2019.

(259685)

Immer mit mir – Teil 48

 

Wir kommen uns noch näher

Deshalb sagte er zu mir: „Zieh um.“ Er hatte es vorher nicht erlaubt. Ich lebte in Rehovot und fuhr hin und her, nach Bnei-Brak und zurück. Ich übernachtete oft in der Trainingshalle, denn wenn wir abends zu einer Hochzeit oder anderen Veranstaltung gingen und um 11 Uhr nachts zurück kehrten, konnte ich erst gegen 12 Uhr nachts in Rehovot sein. Und zwei Stunden später musste ich aufstehen, um genau 3:00 Uhr im Unterricht zu sein. Es ergab keinen Sinn, nach Hause zu gehen, also schlief ich auf der Bank. So vergingen die Jahre. Meine Frau stimmte endlich zu. Sie sah, dass ich einen halben Tag unterwegs verbringe, dass ich körperlich erschöpft bin. Aber RABASH sagte immer wieder: „Es ist noch nicht an der Zeit.“

Er wollte, dass ich mich anstrenge. Als junger Mann arbeitete er hart an Autobahnen und beim Gebäudebau, und dabei studierte er nachts. Er hat in allem immer sein Bestes gegeben. Dasselbe verlangte er von mir auch.

Er wollte es vorher nicht, aber jetzt sagte er ja, er sagte: „die Zeit ist reif“.

Er hat nicht nur ja gesagt, er hat eine Wohnung, nicht weit von sich entfernt, in der Rav Amy 5 für mich gefunden. Ich verließ mein lukratives Geschäft, hab alles abgegeben, so dass keine Anker mehr blieben, verkaufte eine zweistöckige Penthouse-Wohnung in Rehovot und zog ein. Wenn ich mich jetzt an diese Entscheidung erinnere, meine Entscheidung war es nichts aus der Vergangenheit mitzunehmen, was meine Gedanken vom Ziel ablenken könnte.

Ich „brannte die Brücken nieder“, weil ich wusste, dass ich eine einzige Chance bekommen habe und ich kann sie nicht verpassen. In der Nähe der großen Kabbalisten zu sein, an ihm festzuhalten, sein Leben zu leben. Ich habe diese Entscheidung nie, nie und nimmer für eine Sekunde bereut. Schließlich erlaubte dies mir, noch näher an RABASH heranzukommen, so etwas kann man nicht für Geld kaufen. Ich kaufte ein Auto, um es ihm bequem zu machen: einen hohen Sitz, einen Platz, an dem man ein Buch aufstellen und ein Glas abstellen kann.

Er wusste, dass es alles für ihn war….. und verstand, warum ich es tat. Ich wollte, dass aus dieser Fusion mit ihm etwas von seiner großen Seele in meine kleine Baby-Seele tropfen konnte. Ich wollte so sehr zu geben erlernen, wie er. Ich beneidete ihn, fragte, flehte ihn an, mir zu helfen. Ich habe oft von diesem Bild geträumt: Wir sind bei ihm, wir beide in der ganzen Natur, in den Welten, innerlich eng verbunden, in Abgeschiedenheit, fernab von allen..

Aber ich war abgelenkt, und ich wollte von dem „unerwarteten“ Ereignis erzählen, das unser Leben auf den Kopf stellte.

 

[# 244763]

Fortsetzung folgt…

 

Was ist der Unterschied zwischen der Verbindung unter Frauen und den unter Männern?

Frage: Was bedeutet Verbindung und was ist der Unterschied zwischen der Verbindung von Frauen und Männern? In den letzten Jahrzehnten beschäftigen sich viele Frauen mit der Kabbala. In den vergangenen Generationen war das nicht der Fall.

Antwort: In der Tat begannen die Frauen nach der Kabbala zu streben, das ist der Ruf der Zeit. Wir begrüßen das. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen dem Anspruch einer Frau und dem eines Mannes.

Einerseits wissen wir, dass es in den vergangenen Jahrhunderten große Kabbalistinnen gab, die sich auf einer sehr hohen Stufe der spirituellen Erkenntnis des Schöpfers befanden. Wie es heißt: „Und jeder wird Mich von klein bis groß offenbaren. Mein Haus wird das Haus für alle Völker der Welt genannt werden“. Mit anderen Worten, den Schöpfer zu erreichen und sich mit ihm zu vereinen, ist nicht nur die Pflicht des Mannes, sondern auch die Pflicht der Frau.

Frauen haben dafür eine etwas andere Plattform, denn das egoistische Verlangen der Frau ist mehr auf den Fortbestand des Lebens gerichtet, auf die Familie, deshalb ist ihr Verlangen fixierter, zielgerichteter, innerlich verankert. Folglich ist es für Frauen viel schwieriger, sich untereinander in einem Zehner zu verbinden. Daher bestehen wir nicht darauf.

Offen gesagt, wissen wir noch nicht, wie wir mit der Verbindung zwischen den Frauen arbeiten sollen. Wir haben gerade damit begonnen, dieses System zu betreten. Bei den Männern ist es mehr oder weniger klar. In den wenigen Jahren, in denen wir die „Aktion“ der Verbindung in den Männer-Zehnern durchgeführt haben, haben wir Erfahrungen gesammelt, und wir haben bereits einige ziemlich ernsthafte Entwicklungen verzeichnet. Bei den Frauen wissen wir noch nicht, wie wir vorgehen sollen. Das Hauptproblem ist, dass Frauen von Männern lernen. Vor Ort unterrichten wir nur Männer, die Frauen nehmen alles über einen virtuellen Kanal, über unsere Verbindungen wahr. Was sie dabei tun, wie sie sich verbinden, ist unklar.

Wenn Männer im Zehner zusammenarbeiten, gemeinsam studieren, gemeinsam verbreiten usw., ist eine direkte Verbindung zwischen den Freunden notwendig,

Ich denke, dass für Frauen das Studium und die Verbreitung besser passt. Die Verbindung in den Gruppen spielt für sie noch keine Rolle, im Gegenteil, es kann sie behindern.

Frage: Sind Frauenseminare zur Verbindung geeignet?

Antwort: Ja, nur nicht bei der Verbindung in den Zehnern. Wir sehen, dass hier solch negative Kräfte entstehen, die eine Frau in unserer Welt noch nicht überwinden kann. Es ist durchaus möglich, dass sie mit der Zeit Erfolg haben wird, denn unsere Welt bewegt sich auf größer werdende Spaltung, Zerstörung und Entstehung von negativen Eigenschaften zu. Darüber wird sie sich erheben müssen.

Frage: Ist es für eine Frau schwieriger, sich zu verbinden, da ihr Egoismus größer ist?

Antwort: Sie hat eine andere Form des Egoismus. Er richtet sich an sie selbst, ihre Familie, ihre Kinder und so weiter. Daher ist es für sie sehr schwierig, eine andere Frau so nah an sich heranzulassen. Es gibt Trennwände zwischen ihnen, die sie nicht überwinden können. Bei den Männern ist das fast nicht vorhanden.

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“,11.03.2019

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Immer mit mir – Teil 47

 

Vor dem Durchbruch

Jetzt werde ich, vielleicht über das wichtigste Ereignis im Leben von RABASH erzählen.

Ich war etwa zwei Jahre lang bei ihm. Plötzlich spürte ich deutlich, dass er traurig war. Unsere Gruppe war klein, sechs alte Leute und ein paar Jungs….. Es war, als würden wir in unserem eigenen Saft kochen, wir brauchten eine neue „Blutversorgung“. Aber niemand kam. Er sagte mir mehr als einmal, dass Baal HaSulam bereit war, mit den Felsen zu reden, solange jemand auf ihn hörte. Und nun vergingen Jahre, RABASH setzte seine Arbeit fort, na und?! Die gleichen sechs älteren Schüler und einige von uns, die jungen, dazu. Und das ist alles. Wird es wirklich so bleiben?

Dem Kabbalisten wird keine klare Definition gegeben, wann die Massen zum Studium kommen, nicht die älteren Menschen, sondern die Jugendlichen. Der Kabbalist definiert den Trend. Er weiß genau, dass es so sein wird, dass die Kabbala der Welt offenbart wird, aber wann?

Vielleicht, sehr bald, vielleicht sogar überhaupt nicht zu seinen Lebzeiten…

Besonders in dieser Zeit versuchte ich, ihn nicht allein zu lassen, weil ich verspürte, dass er mich braucht. Er zeigte mir mehrmals: „Es ist wichtig für mich zu wissen, dass du hier bist“. Oft, in Zeiten großer Versammlungen, Feiern, Hochzeiten, als Hunderte von Verwandten und Chassidim um ihn saßen, sah ich, wie er nach mir schaute, fand mich und beruhigte sich.

Ich wagte es sogar, ihn zu fragen, ob es das Richtige für mich wäre, das Gefühl zu haben, dass er sehen wollte, ob ich hier bin oder nicht.

Er sagte: „Ja, es ist wichtig für mich, dich zu sehen“, fügte er hinzu, „seit dem Krankenhaus ist es wichtig für mich, dass du bei mir bist.“

 

[# 244628]

Fortsetzung folgt…