Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Rettungsschirm der Bürgschaft

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Israel

Es gibt nur einen Ausweg – zu verstehen, dass die Lösung sich in uns selbst verbirgt, wir müssen uns verbinden und zu einem vereinten Volk werden, indem wir den Wert der Einheit über alle Unterschiede erheben. Es ist keineswegs nötig, gleich zu sein – wir müssen einfach zu einer Familie werden. In einer Familie sind alle unterschiedlich, alle haben eine unterschiedliche Lebensauffassung, doch über all dem verbindet uns etwas zu einem Ganzen.

Auch wenn wir manchmal miteinander nicht einverstanden sind, achten wir einander und entwickeln uns zusammen, während wir einen gemeinsamen Schirm der Bürgschaft über unseren Köpfen halten. Ganz Israel sind Freunde. Danach sollten wir streben. Alles ändert sich zum Besseren, wenn wir dieses Heilmittel nehmen. Heute wird es einfach unumgänglich.

Was haben äußere Bedrohungen mit der Einheit zu tun, sollte man meinen. Wir sind aber schon immer ein irrationales Volk gewesen. Da kann man nichts machen, die Geschichte selbst zeugt davon. Ist es deshalb nicht an der Zeit, von dem zu lernen, was ist, und nicht von dem, was wir sehen wollen? Wir haben eine Formel vor uns, die wir auch noch für die Zukunft extrapolieren können. Heute ist es bereits klar, dass es sich nicht um irgendein Riesenprojekt handelt, das einen Haufen Geld und Anstrengungen verschlingt. Wir müssen einfach nur die Bedingung der Vereinigung erfüllen.

 

Das Geheimnis unserer Freiheit

Der Mensch (Adam) ist eine neue Handlung, das neue Geschöpf, das sich entsprechend dem inneren Programm entwickelt, welches damals im ursprünglichen „Tropfen des Samens enthalten war. Dieses Programm, d.h. die Form, die vom Vater gegeben ist, wird mit der Materie der Mutter ergänzt. Dann beginnt sich das Programm zu realisieren, sich zu zeigen, wonach diese Materie zum Menschen wird.

Der Mensch wird von der Mutter geboren und unterscheidet sich zunächst kaum von einem Tier. Jedoch sprechen wir über unseren inneren Aufbau, darüber, wie wir uns selbst spirituell gebären. Und hier stellt sich uns die besondere Aufgabe: wir sollen unsere Form selbst bilden.

Frage: Kann das Tier diese Aufgabe auch verwirklichen?

Meine Antwort: Das Tier bleibt das Tier. Es kann kein Mensch werden. Es ist eben jene Grundlage, über welche hinaus er sich entwickelt. Insgesamt ist die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur eine Plattform, über welche hinaus wir die Form des Menschen aufbauen.

Frage: Wer baut sie auf?

Meine Antwort: Jener „Tropfen des Samens“, der oberhalb der tierischen Stufe liegt. Darin gibt es alles außer der Materie. Aber wenn man ihn um die Materie ergänzt, dann entsteht die nötige Form nicht automatisch, wie es in der Fauna üblich ist, sondern wir sollen sie selbst finden. In der spirituellen Welt bewirkt der Mensch alles nur mit Hilfe des Schöpfers.

Von vornherein erkenne ich meine zukünftige, spirituelle Form nicht. Ich soll sie verlangen, nach ihr suchen, versuchen, sich ihr mit dem Glauben über dem Verstand anzunähern – inwiefern es in meinen Kräften liegt. Ich handel, indem ich mich danach richte, was mir als das Geben vorgestellt wird, und diese Bemühungen führen mich plötzlich zum „Befund“ – zur neuen Form hin. Ja, ich dachte die ganze Zeit über sie nach, aber konnte sie mir in Wirklichkeit nicht vorstellen. Wenn sich die Form des Gebens in mir einkleidet, dann offenbare ich sie.

Wie habe ich sie erlangt, wenn ich nicht wusste, wohin zu gehen war? Genau deshalb heißt sie „Befund“, weil es eine Überraschung für mich ist, und nicht das erwartete Ergebnis.

Frage: Worin besteht meine freie Wahl?

Meine Antwort: In der Suche nach dieser Form mit Hilfe der Umgebung, mittels aller möglichen Mittel. Gerade die Umgebung baut meinen zukünftigen Zustand auf, gibt ihm eine neue Form nach dem Prinzip der “Patrix und der Matrix”, die von zwei Seiten eine Platte pressen, und ihr dadurch die nötige Form geben. Ich bin eben diese Platte, das Ausgangsmaterial, das zwischen zwei Teilen der Presse liegt: einerseits der Gruppe und andererseits der Lehrer und dem Studium.
Der Sinn der Sache liegt eben darin, dass ich mich selbst unter dem Druck dieser Presse unterbringe. Ich bin bereit, verschiedene Formen anzunehmen und will mich annullieren, dann bin ich einer Platte ähnlich, welche die beliebigen Umrisse annehmen kann. So nehme ich eben die Form des Menschen an.

Frage: Wo ist hier die Freiheit?

Meine Antwort: Man kann nicht einfach frei sein – sondern, frei von etwas. Und in Wirklichkeit kannst du nur vom bösen Anfang befreit werden. Deshalb hat der Schöpfer von vornherein den bösen Anfang  geschaffen: den Stolz, die Einbildung und die übrigen egoistischen Eigenschaften, bezüglich welcher man sich prüfen kann, d.h. inwiefern du fähig bist, sie zu annullieren, um eine beliebige Form anzunehmen, die von dir der Lehrer, das Studium und die Gruppe verlangen? Wenn du diesen „Druck“ annimmst, dann füllt der Schöpfer diese neue Form mit dem Geist des Lebens aus. Und wenn nicht, dann eben nicht…

Wenn du aus der Gruppe weggehen wolltest, aber  immerhin entschieden hast, darin zu bleiben, dann bist du auf dem Weg zur freien Wahl. Die Wahl besteht eben darin, sich über den bösen Anfang zu erheben. Du wirst dich dann tatsächlich frei fühlen.

Jetzt ist die Zeit noch nicht angebrochen: man kann dem kleinen Kind, das kaum gehen kann, keine freie Wahl gestatten; denn es wird sofort abstürzen. Es ist unmöglich, sofort die Realität der Freiheit zu schaffen. Wenn du über alle dem Schöpfer entgegenstehenden Eigenschaften verfügst, dann hast du die Möglichkeit, Ihm zuzustimmen – oder nicht.

Jedoch wird es von dir heute nicht gefordert. Allmählich begreifst du, dass du immer noch über keine Freiheit der Wahl verfügst, sondern dich unter der Gewalt eines egoistischen Verlangens befindest. Nur dieses Verlangen prägt dich, es gibt in dir keine andere Kraft, die deinem Egoismus widerstehen würde. Du musst noch vorwärts gehen, lernen und viel Licht, das zur Quelle zurückführt, finden, um die zweite Kraft zu offenbaren.

Wenn du dich im Endeffekt zwischen zwei Kräften befindest, dann wirst du eine andere Welt mit ganz neuen Werten und neuen Weltanschauungen finden. Erst dann werden wir über die freie Wahl reden können.

Nicht von ungefähr wird die Wahlfreiheit erst mit 18 Jahren gewährt und nicht früher. Stelle dir vor, die zehnjährigen Kinder könnten abstimmen, dann würden die kandidierenden Politiker von den Bildschirmen ohne jede Einschränkung schreien: „Ich werde an alle Kinder die Süßigkeiten verteilen! Ich werde die ganze Jugend bis 18 Jahren mit den Smartphonen der letzten Generation ausstatten!“

Insgesamt sehen wir, dass das gewöhnliche Leben dem Menschen nicht die Freiheit gewährt. Es gibt kein Verlangen danach. Heute scheint es dir so zu sein, dass du die freie Wahl brauchst;denn du bist in deinen Empfindungen frei. Du fühlst nicht, dass dich der Schöpfer vollständig lenkt.
Er lehrt dich, indem Er dir zuerst ein egoistisches Verlangen gibt, dann stellt Er das Hindernis auf dem Weg zu seiner Realisation, als ob jemand dich stören würde. Du verstehst noch nicht, dass alles aus einer Quelle stammt, gerade darin wirst du unterrichtet.

Frage: Wie kann man diesen Prozess beschleunigen?

Meine Antwort: Mittels des Spiels mit der richtigen Umgebung, mit der Gruppe. Ersetze die verschwommenen Wechselbeziehungen mit dem Schöpfer, mit den realen Wechselbeziehungen in der Gruppe. Du bist fähig, diese Entscheidung zu treffen. Wenn du mit Hilfe der Umgebung die Einstellung des Schöpfers dir gegenüber ändern willst, dann hast du hier eine solche Möglichkeit. Anstelle des Schöpfers kannst du die Gruppe für den Faktor der Einwirkung nehmen, und es wird dir gelingen, dein Leben frei zu lenken.

Wir hören es, aber fühlen es noch nicht. Bald wird auch das Begreifen kommen …

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch „Frucht der Weisheit“, 11.11.2012

Denk an die Anderen – und es wird in Erfüllung gehen!

Kongress in Georgien. Lektion 3

Frage: Während der Kongresse entsteht der Eindruck, dass wir einfach nichts haben, worum wir bitten könnten – die Menschen sind überfüllt, weil sie spüren, dass der Schöpfer bei ihnen ist. Wie können wir diesen Zustand für immer aufrechterhalten, damit wir ständig das Verlangen nach Ihm haben und es nicht vergessen?

Meine Antwort: Das heißt gegenseitige Bürgschaft (Arvut), wenn Freunde untereinander ausmachen, dass sie bereit sind, einander zu unterstützen und ständig daran zu denken, dass der Andere diesen Zustand nicht verliert.

Wenn du nicht an dich selbst, sondern an den Freund denkst und er an einen Anderen und dieser an einen Dritten denkt, dann wird das Höhere Licht zusammen mit euch wirken und niemand wird diesen Zustand verlieren. Wenn du anfängst, an dich selbst zu denken und vergisst, dass du an dieAnderen, eben diese Zustände denken musst, dann hört das Höhere Licht auf zu wirken, und ihr werdet es vergessen. Es hängt nur davon ab, wie sehr du an die Anderen denkst.

Wenn du möchtest, dass etwas in Erfüllung geht, mach es für den Anderen, und er soll es für den Dritten machen usw. In der Gruppe kann das experimentell getestet werden.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Georgien, 06.11.2012

 

Detroit: Die Stadt retten

In den Nachrichten (aus The Atlantic): Können 30 kreative Denker in einer Stadt in Not etwas bewegen? Eine Detroiter Organisation für wirtschaftliche und unternehmerische Entwicklung, die “Kollaborierende Gruppe” genannt, wettet darauf.

„Verwüstet durch den Kollaps der Autoindustrie, die das Wachstum der Region schürte, ist Detroit in eine ernste Notlage geraten. Die Stadt, welche eine Armutsrate von 37,6 Prozent hat, ist die ärmste Hauptstadt in Amerika. Die Bewohner ziehen scharenweise aus: Detroits Bevölkerung ist im letzten Jahrzehnt um ein Viertel geschrumpft.

Die “Kollaborierende Gruppe” sind ein Mix von jungen Hochschulabgängern, Künstlern, Anwälten, Spezialisten für Stadtpolitik und andere Innovatoren. Als Partner haben sie bei lokalen Gesellschaften eine jahrelange  Anstellung erhalten, von großen Unternehmen wie Quicken Loans und Chrysler bis hin zu Startups wie ePrize und HiredMyWay…

„Die Partner arbeiten in ihren Jobs an vier Tagen in der Woche. Jeden Freitag treffen sie zusammen, um an‚ Gruppenherausforderungen‘ teilzunehmen, ausgedacht von örtlichen gemeinnützigen Gruppen, die jeden Monat ein neues Projekt anpacken“.

Mein Kommentar: Das hört sich an wie die Anekdote, wo ein Patient, der auf dem Operationstisch liegt und dem eine schwere Operation bevor steht, den Chirurg bittet, die kleine Wunde an seinem Bein nicht zu vergessen. Das Problem besteht nicht in einer Stadt, sondern in der Weltwirtschaft, darin, die Einstellung der Menschen gegenüber sich selbst, der Gesellschaft und der Welt zu verändern. Anstatt die Meinung der Kabbala und ihre Anwendung zu studieren, vergeudet die Menschheit Zeit und erlaubt der Krise, der Gesellschaft noch tieferen Schaden zuzufügen.

Die freie Projektion

In der Spiritualität existiert ein Gefäß, das zweiteilig ist: Galgalta we Ejnaim und АCHaP. Alle Bücher der Kabbalisten beschreiben gerade diese spirituellen Wurzeln. In unserer Welt existieren ihre Folgen – „die Zweige“. Anders gesagt, hier erschaffen die Wurzeln aus der Welt Azilut infolge jeder ihrer Handlungen eine Projektion.

Man kann es sich in Form einer Computergrafik vorstellen, die auf den Bildschirm beliebig projiziert wird. Auf dem Bildschirm sehe ich die Konturen der Menschen: ein Teil wird von Galgalta we Ejnaim und der andere Teil von АCHaP projiziert. Denn in der Spiritualität existiert eine Verteilungskraft, die „Abraham“ heißt. Sie sortiert die Gefäße – Verlangen – in zwei Kategorien, und als Folge entstehen in unserer Welt zwei Gruppen : Israel, die „direkt zum Schöpfer“ gerichtet sind und die Völker der Welt.

Alles stammt aus den Wurzeln. Im spirituellen „Computer“ bearbeitet sie das spezielle „Hilfsprogramm“ bis zur Vollendung des Hauptprogramms. Und wir beobachten den Prozess am „Bildschirm“ unserer Welt. Je nach den Wechselbeziehungen dieser zwei Gruppen können wir ihre Wurzeln erforschen – oder wir können im Gegenteil zu den Wurzeln hinaufsteigen und die Zweige erforschen.

Es gibt jedoch zwischen der Darstellung am Bildschirm und ihrem „Computerstartprogramm“ einen Unterschied – die Ausführung der Mission. Im Computer herrscht die volle Absolute und für die Bilder, die sich am Bildschirm befinden, gibt es die Freiheit der Wahl in der Realisierung der Vorausbestimmung. Und diese Möglichkeit gibt es eben in der Kategorie Israel.

Von hier aus entspringen die rechtmäßigen Ansprüche an diesem problematischen Element – sowohl seitens der Völker als auch seitens des Schöpfers, der hinter dem „Programm“ steht. Gerade Israel soll der Welt zur Korrektur verhelfen und allen vorführen, was gut und was schlecht ist, um das Schöpfungsprogramm zu erklären …

Israel kann auf diese Pflicht, auf eine besondere Arbeit, stolz sein – Israel kann entweder dem Schöpfer dienen oder diese Aufgabe ignorieren. Auf jeden Fall folgt aus der Geschichte, dass sich alles um diese Menschen dreht – zu ihrem Bedauern oder zu ihrer Freude. Das ist eben eine Einstellungssache.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 30.08.2012

Fallen muss man können…

Kongress in Charkov. Lektion 7

Frage: Ist es möglich, ohne Abstiege voranzukommen?

Meine Antwort: Nein. Absolut unmöglich!

Frage: Und was ist dann zu tun?

Meine Antwort: Sie müssen lernen zu fallen wie ein Kind, das die ganze Zeit fällt und dadurch gehen lernt, ohne zu fallen. Das heißt, wir sollen erkennen, dass gerade das Fallen notwendig ist.

Wissen Sie, wie viele Abstiege ich in den drei Tagen des Kongresses überstanden habe? Ihr glaubt, dass ich immer so fröhlich und munter bin, dass ich wie ein Fels in der Brandung stehe? Glaubt mir, ich habe ein bisschen mehr als jeder hier durchlebt: rauf und runter, rauf und runter, und überallhin!

Wir sollten allmählich lernen, damit zu arbeiten, wobei es nicht einfach ist. Und dann – in weiteren Abstiegen – werden Sie förmlich das Verschwinden der Erinnerung, der Gefühle und der Orientierungen spüren, jedes Mal in unterschiedlicher Weise und nicht alles auf einmal.

Aber wenn ihr realisiert, dass dies bei der Neuformatierung der inneren Eigenschaften geschieht, dann empfindet ihr dabei eine Zufriedenheit: ihr genießt den Prozess, weil es euch etwas Gutes bringt.

Frage: Ich habe keine Angst zu fallen, aber ich weiß nicht, wie ich es das erste Mal tun soll?

Meine Antwort: Wollen Sie nach unten fallen und können es nicht? Dann machen Sie einen Schritt nach vorne zu der Gruppe – und dann fühlen Sie es. Denn das Licht wirkt auf Sie noch nicht ein.

Auf einen Menschen alleine hat das Licht keinen Einfluss. Das Licht wirkt auf einen Menschen auf die Art und Weise, dass es ihn zur Gruppe hinführt. Und dann sagt es: „Nun hast du hier deinen freien Willen.“ Der freie Wille liegt darin, darin, zum Sklaven dieser Gruppe zu werden.

Auszug aus der 7. Lektion des Kongresses in Charkov, 19.08.2012

Die Zukunft ist im Netz

Heute ist die Hauptrichtung in unserer Verbreitung das Internet. Wir veranstalten runde Tische und andere ähnliche Veranstaltungen, geben eine Zeitung heraus, unterrichten weiterhin die Menschen in den Kursen – und führen dabei eine konsequente, möglichst breite und massive Arbeit im Netz durch.

Wir müssen verstehen: Wir sind nicht in der Lage, die ganze Welt außerhalb des virtuellen Raumes zu umfassen. Unsere ganze Zukunft ist im Internet. Lasst uns für die Internetverbreitung verbinden. Wie haben einfach keine anderen Möglichkeiten. Alles andere wird davon begleitet. Lasst uns versuchen, im Internet eine Möglichkeit zu finden, jeden zu erreichen. Denn die Welt ist groß…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“, 29.08.2012


Das integrale Prinzip macht gesund

Frage: Wie wird die Medizin in der integrierten Gesellschaft sein?

Meine Antwort: Beim Übergang zur integralen Gesellschaft wird gerade der Medizin „die Luft ausgehen“. 90% der Medikamente erweisen sich als nutzlos oder sogar schädlich. Die Menschen werden auch ohne diese gesund, weil sie eine normale Menge an Nahrung zu sich nehmen werden, vor allem nützliche Nahrung verwenden.

Das bedeutet, dass nur eine minimale Anzahl an Gesundheitspersonal übrig bleiben wird. Wir werden zur Medizin, die nah an der Natur ist, übergehen, wobei dieser Übergang auf eine natürliche Art und Weise geschieht – und nur deswegen, weil der Mensch in dieser Hinsicht ausgewogener sein wird. Wir werden feststellen, dass plötzlich viele Krankheiten verschwinden werden, weil das integrale Prinzip gesund macht. Das ist eine enorme Kraft, die uns auch auf unserer physischen Ebene ins Gleichgewicht bringt.

Aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 29.02.2012

Willst du die Welt verbessern – verbessere zunächst dich selbst

Die Zeitung Baal HaSulam „Das Volk“: Wir müssen, mit Hilfe der breiten Propaganda, für uns selbst, eine besondere Erziehung organisieren. In Jedem von uns ist das Gefühl der Liebe zu der Menschheit eingepflanzt. Diese Arbeit geht der anderen Arbeit voraus, denn als Basis gibt sie allen Arten von Handlungen, welche wir in diesem Tätigkeitsbereich tun wollen, Erfolg.

Zunächst einmal wird die Erziehung benötigt. Wobei in unserer Zeit – in weitestem Sinne: Man muss dem jüdischen Volk erklären, was der menschliche Egoismus ist, wie die Entwicklung weitergeht, wie diese Nation entstanden ist und was sie somit vergegenwärtigt – weil hier nicht die Rede von einer Nation ist, sondern es geht um die Zugehörigkeit zu einer höheren Macht. Wir müssen erklären, was heute in unserer Welt geschieht, warum wir zu der weltweiten Krise gekommen sind und was in diesem Zusammenhang korrigiert werden muss.

Die Erziehung definieren wir als die verbindliche Voraussetzung der x-beliebigen Korrekturen. Wenn wir schon eine Idee des Gesamtbildes (der Endkorrektur) vor Augen haben, dann ist es jetzt notwendig, ihre Grundmerkmale zu erkennen – um rechtzeitig die Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Es ist wichtig, den Menschen zu sagen, dass wir durch die eigene Korrektur auf eine neue Ebene aufsteigen und die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen. Der Mangel ist nicht irgendwo außerhalb, dieser ist in uns. Man sollte nicht etwas außerhalb korrigieren, sondern in sich selbst. Nicht die natürliche Umgebung oder die Wirtschaft ist verdorben, sondern wir selbst. Denn die äußerliche Wahrnehmung ist die illusorische Projektion unserer inneren Eigenschaften.

Es ist notwendig die Menschen zu der Erkenntnis zu bringen, dass sie ihre Anfangszustände ändern, anstatt die Welt zu korrigieren; dass sie sich auf die eigene Korrektur ausrichten. Und dann werden sie endlich glücklich – Jeder für sich und Alle zusammen.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Hauma“ („Das Volk“), 21.08.2012

Ein Volk

Frage: Der Mensch lernt anhand von Beispielen. Welche Beispiele sollte er um sich herum sehen?

Meine Antwort: Er soll die Gegenseitigkeit, die gute Beziehung zueinander, welche sich über der Selbstsucht befindet, sehen. Denn die Arbeit besteht gerade darin; im Aufstieg über die Selbstsucht.

Im Leben kommt es in der Regel vor, dass ich mit jemandem nicht klar komme, dass mir jemand gleichgültig ist, oder dass ich jemanden überhaupt nicht bemerke. Auf der Arbeit interessieren mich meine Kollegen nicht: Ich begrüße sie nur, und tue nichts darüber hinaus. Aber wir sollen absichtlich über die Selbstsucht aufsteigen wollen – um uns von den Leiden zu erretten. Auf der Ebene dieser Welt führen wir die gleiche Arbeit durch, die wir auch in der Spiritualität vollbringen werden: Wir beginnen, eine wärmere Beziehung zueinander zu zeigen. Warum? Weil wir gezwungen sind, die Verbindung aufzubauen. Denn darin steckt die besondere Kraft, welche unsere Probleme erleichtern kann.

Somit soll unser Herangehen folgendes sein: Über der Entfremdung und der Gleichgültigkeit bilden wir – vielleicht nicht gleich die Liebe – aber eine gegenseitige Beziehung, damit wir uns wie ein Volk fühlen.

Nicht von ungefähr lässt die heutige Krise die Grenzen einstürzen und demonstriert uns anschaulich, dass alle Menschen miteinander so verbunden sind, als ob sie alle in einem Land leben würden. Wenn wir alle unsere Systeme zu einem Ganzen verbinden, dann werden wir uns über die Krise erheben können.

Folglich zeigt sich, dass ich die Kräfte und die Richtung von der Umgebung bekommen soll, indem sie mich nur in Einem überzeugen, darin, dass unsere Vereinigung alle Leiden vermeiden kann. Alles Negative wird sich wie „nach einer Bewegung des Zauberstabes“ ins Positive verwandeln.

Frage: Also spricht man nur über die guten Beziehungen?

Meine Antwort: Ja. Das reicht. Eigentlich interessieren mich die anderen Menschen kaum, aber gemeinsam können wir daran arbeiten, um in der Verbindung zwischen uns, eine bessere Gesellschaft aufzubauen, die voller Kraft, Gesundheit und Optimismus sein wird.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Hauma“ („Das Volk“), 12.08.2012