Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Experten: Die Arbeitslosigkeit wird in der EU-Zone ansteigen

In den Nachrichten (aus “Global Talent Stategy”): “Laut einer Prognose der Wirtschaftsprüfer  Ernst & Young bedeutet das Jahr 2013 eine harte Zeit sowohl für Geschäftsleute als auch für Politiker.
Das Geschäftsleben braucht einen Plan für Europas “verlorenes Jahrzehnt”, da das Wirtschaftswachstum nur sehr gering sein wird und die Zahl der Arbeitslosen mit knapp 20 Millionen einen Rekordwert erreichen wird, (was auch eine Einwanderung arbeitsuchender Griechen, Spanier, Portugiesen und Italiener nach Deutschland verursachen könnte.)

Die Zahl der Arbeitslosen wird steigen, und es wird immer schwerer werden, die Volkswirtschaften mit einer zu erwartenden Arbeitslosenrate von über 28% in Griechenland, 26% in Spanien und 17% in Portugal zu entlasten.

Mein Kommentar: Man muss unbedingt mit der integralen Erziehung beginnen, sonst wird sich in der EU eine enorme Unruhe ausbreiten. Der Fehler, die zwingend erforderliche integrale Erziehung bei der Gründung der EU nicht vorzunehmen, muss korrigiert werden. Der gleiche Fehler geschieht bis zum heutigen Tage bei der Aufnahme von Immigranten, wenn sie nicht dazu angehalten werden, die Gesetze und Verordnungen der Gesellschaft, in die sie einwandern, zu studieren und zu akzeptieren.

Von dieser Welt abgegrenzt


Als die Menschen der Natur noch näher waren, konnten sie diese in einer Art und Weise wahrnehmen, die uns fast mystisch erscheint. In Wirklichkeit wurden ihnen einfach nur die realen Phänomene der Natur enthüllt. Zum Beispiel nehmen Eingeborenenstämme im Amazonas den Busch deutlich besser wahr als wir. Sie riechen seinen Duft aus kilometerweiter Entfernung, sie lesen die Zeichen und Spuren und können jedes Geräusch deuten.

Im Grunde haben sie ja auch nichts anderes als das. Ein Mensch lebt im Busch, sein Leben hängt davon ab und daher entwickelt er seine Verbindung mit der Umgebung immer stärker. Am Vogelflug und am Wind erkennt er viele Dinge. Er verbindet alles aus der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur miteinander und nimmt es als Ganzes wahr.

Aber wir sind das Gegenteil davon. Wir grenzen uns selbst von der Umwelt ab. Wir schließen unsere Fenster und Türen, um die urbane Katastrophe nicht sehen und den Krach der Autos nicht hören zu müssen. Als Folge davon blockieren wir unsere Gefäße des Empfangens. Wir isolieren uns selbst vom Leben und vom Universum.

Frage: Aber viele Leute verwechseln doch oft die Nähe zur Natur mit etwas Übernatürlichem, oder?

Meine Antwort: Das sind alles Gefühle und Wahrnehmungen, die wir in uns selbst entwickeln können. Es gibt Leute, die nehmen deine Hand und erzählen dir dann, wer du bist und was dir dein Plan vorgibt. Es gibt Leute, die die Zukunft voraussagen können, Leute, die Gedanken lesen können. Das sind natürliche Wahrnehmungen, die wir auf dem Weg der Entwicklung zu unserer Zivilisation verloren haben; es sind keine “übersinnlichen Wahrnehmungen”.

Die Natur hat dem Menschen noch viel intensivere Möglichkeiten für die Sinne eingebaut als die, die wir derzeit fühlen. Das lässt keinen Zweifel daran, dass es keine Wunder gibt.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbala – Unterrichtes vom 30.12.2012, “Körper und Seele”

Harte Zeiten für Europa

Meinung: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte Hinweise darauf ab, dass das Schlimmste für die Euro-Zone vorbei sei, sie sagte, die Währungsunion sei jahrelang mit einem harten Reformkurs, langsamen Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert gewesen.

„Ein Grund, warum ich mit meinen Prognosen vorsichtig bin, ist der Anpassungsprozess; die Veränderungen, die wir durchmachen, sind sehr schwierig und schmerzhaft“, sagte Frau Merkel.

Sie meinte, die europäische Union würde die Errungenschaften des Arbeitsmarktes nicht zu spüren bekommen und weitere Strukturreformen würden sich seit mehreren Jahren schwierig gestalten. Auch das Jahr 2013 könnte zu einer weiteren Herausforderung werden.

„Nächstes Jahr – und das sagt auch der EZB-Präsident – werden wir sehr niedrige Wachstumsraten haben, und wir werden ein negatives Wachstum in einigen Ländern beobachten. Weiterhin erwarten wir eine sehr hohe Arbeitslosigkeit“, sagte Frau Merkel.

Mein Kommentar: Egal, wie herzzerreißend das alles ist, aus Propagandisten müssen Realisten werden. Nach und nach werden wir uns alle an die Tatsache gewöhnen müssen, dass nicht wir die Welt regieren, sondern dass sie von der Natur nach einem strengen Programm gesteuert wird. Dieses kennenzulernen und zu verstehen, wie man sich daran anpassen kann, macht das Studium der Kabbala möglich.

 

Warum haben Juden eine lange Nase

Frage: Die Kabbala gibt Antworten auf allerlei Fragen. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Juden auf  Ikonen und anderen biblischen Darstellungen immer lange Nasen haben?

Meine Antwort: Wie gesagt wird, gibt es dafür eine einfache Erklärung, Watson! Wir öffnen das Buch „Sohar, Kapitel Asinu, Punkt 149. Warum haben Juden eine lange Nase“ – und lesen: die Nase des Parzuf Atik der Welt Azilut ist lang und gestreckt, … weil sein Licht Chassadim in sich das Licht Chochma einschließt, das als lang bezeichnet wird (weil es alles verlängert, worin es sich befindet). Auch die Nase des Parzuf Arich Anpin ist lang, wenn er das Licht Chochma vom Parzuf Atik bekommt und dadurch leuchtet. Es bleibt die Frage, ob diese Tatsache zu beneiden ist oder nicht?

קמט) החוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט. ונקרא ארך אפים. חוטם דז״א קצר. וכשהעשן מתחיל לצאת בחפזון, נעשה הדין. ומעכב זה החוטם דעתיקא, החסדים שלו. הארת החכמה מכונה ארוך. וז״ש, חוטם דעתיקא קדישא ארוך ומתפשט, כי החסדים שלו כלולים מחכמה, הנקראת ארוך. אבל החוטם דז״א, כל זמן שלא נעשה היחוד דשמאל עם הימין, הוא קצר, שאין החכמה מאירה בו, להיותו מחוסר חסדים. אלא בזמן שמקבל חסדים מעתיקא, אז מתפשטת בו החכמה ומאירה.

Es ist an der Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen

Die Forderung nach der Erreichung der  gegenseitigen Verbindung bedeutet nicht, dass ich lerne, dass ich meine Mitmenschen nicht betrügen darf, dass ich alle anlächeln soll und niemandem schaden darf. Die integrale Bildung muss ganz ernst genommen werden. Die ganze Natur ist ein geschlossenes System, das zum Gleichgewicht strebt. Wenn es an einer Stelle kalt und an einer anderen warm ist, setzt die Bewegung von Luftmassen ein, die zum Temperaturausgleich führt. Wenn der Atmosphärendruck einerorts größer und anderenorts kleiner ist, entsteht der Wind, der den Druck ausgleicht.

In unserem Körper sind alle Systeme ebenfalls ausgeglichen, und wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, fühle ich mich sofort schlecht und krank. Alles muss ausbalanciert sein. Doch der Mensch in unserer Welt lebt nicht in Harmonie mit der Natur. Die ganze Natur befindet sich im Gleichgewicht, außer dem Menschen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe befinden sich in Harmonie mit der Natur, weil sie von natürlichen Instinkten gesteuert werden und keine Willensfreiheit besitzen. Sie verhalten sich so, wie die Natur es ihnen diktiert. Der Mensch jedoch besitzt die Freiheit und wütet in all seinen Wünschen und Gedanken. Seht nur, was er mit diesem armen Planeten gemacht hat.

Aus diesem Grund sind wir an einer Krise angelangt. Jetzt müssen wir verstehen, dass der Grund für die Krise in unserem Ungleichgewicht mit dem allgemeinen geschlossenen Natursystem liegt. Und das schließt nicht nur die Ökologie, sondern alle zwischenmenschliche Beziehungen mit ein. Wenn wir unsere Beziehungen zueinander korrigiert haben, bringen wir die ganze Natur  ins Gleichgewicht. Dadurch ergänzen wir die menschliche Stufe und führen die Natur zur Harmonie.

So ist das allgemeine Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften, das Gesetz des Gleichgewichts aller Kräfte. Und wir, die menschliche Gesellschaft, verletzen dieses Gesetz beim Bestreben etwas an  uns zu reißen und beim Kampf gegen die Anderen. Wir haben die Welt zu einem Kampffeld, zu einem ununterbrochenen Krieg, in dem wir die Natur und uns selbst vernichten, verwandelt. Wie lange soll es noch so weitergehen?

Wir haben diesen Krieg Tausende von Jahren geführt und haben nun eine Grenzlinie erreicht. Die Natur zeigt uns, dass wir uns nicht im Gleichgewicht mit ihr befinden – das lässt sich überall erkennen: in der Umwelt, in der menschlichen Gesellschaft, in der Bildung, in der Kultur, in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und in der Finanzwelt. In allem, womit sich der Mensch beschäftigt, befinden wir uns im Ungleichgewicht mit der Natur und miteinander. Das Ergebnis ist die allgemeine Krise. Niemand in der Welt weiß, wie sie gelöst werden kann.

Ich betrachte das Problem im Gazastreifen als einen Teil des allgemeinen weltweiten Problems. Denn in jedem Fall kehrt dieses Problem mit den Nachbarn in ein paar Jahren zu uns zurück, und in einem Jahr werden sie noch mehr Raketen als zuvor haben. Wenn wir dieses Problem endgültig lösen wollen, so müssen wir das Problem an der Wurzel packen. Lasst uns darüber nachdenken, welche Zukunft wir unseren Kindern bereiten. Deshalb müssen wir noch tiefer zu den Wurzeln vordringen, um  zu klären, ob das Problem zu lösen ist oder nicht. Das alles ist ein globales Problem mit dem Mangel an Gleichgewicht in der ganzen Welt, so auch in Israel. Und dieser Mangel an Gleichgewicht kann nur durch unsere gegenseitige Verbindung miteinander, die als gegenseitige Bürgschaft bezeichnet wird, korrigiert werden.

Das ist der Grund, warum wir diese Methodik, die auf den authentischen Quellen basiert, entwickelt haben und sie für alle anbieten. Sie erfordert kein Geld und keinen großen Kraftaufwand, ihr müsst lediglich auf die Internetseite http://www.arvut.org gehen und beginnen, sie zu lesen und zu lernen. Meldet euch bei uns und wir helfen euch bei allem! Und ihr werdet sehen, wie ihr in ein paar Wochen beginnt, die Welt umfassender und tiefer zu sehen, durch sie hindurchzublicken. Ihr werdet verstehen, was in der Welt geschieht, nach welchen Gesetzen sie in Wirklichkeit funktioniert. Das ist genau das, was allen großen Menschen, den Politikwissenschaftlern und Soziologen, fehlt – ihr werdet viel vorausschauender sein als sie.

Und dann wird euch klar, dass es wirklich eine Lösung für dieses irrationale Problem unserer Existenz auf dieser Erde gibt. Die inneren Prozesse innerhalb der israelischen Gesellschaft werden nicht die Raketen an sich, sondern die, die sie abfeuern, beeinflussen.

Auszug aus dem ersten Gespräch „Die Lösung liegt in der Vereinigung“, 18.11.2012

 

Der Amoklauf in Connecticut

Ich betrauere alle Opfer und tue das mehr als alle anderen, weil ich mich wie ein Mitschuldiger fühle, ich nehme mich als verantwortlich für das wahr, was passiert ist. Immerhin ist dieses Vorkommnis eine Folge unserer Gleichgültigkeit darüber, wie unsere Kinder aufwachsen und der Tatsache, dass sie gewalttätige Mörder werden… Wir sind schuldig; das Bildungssystem und ein Mangel an Erziehung ist schuld. Wann werden wir verstehen, dass Kinder nicht nur lesen und schreiben lernen sollen, sondern dass wir Menschen aus ihnen machen und sie erziehen müssen? Der Mangel an integraler Erziehung wird immer offensichtlicher werden, aber wie viele ähnliche Fälle müssen geschehen, bevor wir beginnen, zu handeln!

Die Erinnerung der Königin …

Sobald die Einheit des Volkes infolge des Versuches sich zu assimilieren zerstört wird – entfremdet sich der Schöpfer und flieht von ihm, so dass das Volk vertrieben oder sogar vernichtet wird. In ihrem spirituellen Exil haben die Juden vergessen, dass die Herzen der Herrscher der Welt sich in den Händen des Schöpfers befinden. Die spanische Königin hat sie daran erinnert!

Auszug aus dem Brief eines italienischen Juden, einem Augenzeugen der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahre 1492:

„… die Königin Isabella hat den Vertretern der Juden ihre Antwort gegeben, die der Aussage des Königs Salomon ähnlich ist (Mischlej 21:1):“ Das Herz eines Königs befindet sich in den Händen des Schöpfers, so wie die Ströme des Wassers es sind. Gott wird dieses Herz in die Richtung wenden, in die Er es haben will“. Die Königin hat von sich aus ergänzt:“Glaubt ihr wirklich, dass die Entscheidung euch zu vertreiben von uns kommt? Der Schöpfer hat eure Vertreibung in das Herz des Königs gelegt.“

Quelle: (Jacob Marcus, The Jew in the Medieval World: A Sourcebook, 315-1791, (New York: JPS, 1938), 51-55)

Ein durchaus rationales Wunder

Frage: Das Chanukka-Fest symbolisiert ein Wunder. Doch jetzt soll die gleiche Kraft zur Korrektur genutzt werden, was einen sehr rationalen Vorgang darstellt. Oder wird das auch wie ein Wunder geschehen?

Meine Antwort: Das Wunder besteht darin, dass sich die höhere Kraft im Inneren unserer Verbindung enthüllt. Wir verbinden uns nicht einfach so untereinander. Im Inneren unserer Verbindung enthüllen wir eine besondere Wärme, eine gemeinsame Form, die als Dasein wie „ein Mensch mit einem Herzen“ bezeichnet wird.

Und dann enthüllt sich in diesem Herzen, welches aus allen Herzen besteht, jene Kraft, die dazu in der Lage ist, uns zu einer höheren Stufe aufsteigen zu lassen. Einerseits ist das ein durchaus rationaler Vorgang, denn indem wir uns verbinden, erreichen wir die Harmonie, eine größere Übereinstimmung mit der Natur. Doch andererseits enthüllt sich nach unserer Vereinigung plötzlich eine zusätzliche Kraft zwischen uns, die es in unserer Welt nicht gibt, als Folge unserer Verbindung.

Diese Kraft enthüllt in uns neue Wahrnehmungsorgane und vollbringt das, was in unserer Welt unmöglich war – eine wahre Vereinigung, und zwar in solchem Grade, dass ich beginne zu spüren, dass die ganze Welt Teile meines Körpers darstellt. Fremde Menschen werden zu nahestehenden für mich, einfach zu einem Teil meiner selbst. Und das ist ein wahres Wunder.

Doch jeder kann dieses Wunder wie ein wissenschaftliches Experiment an sich selbst wiederholen und das gleiche Resultat erreichen. Das heißt, wir enthüllen dieses Wunder in der Praxis und doch geschieht es wie eine Entdeckung: „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Genau das bedeutet „einen Krug Öl für den geweihten Leuchter“ finden.

Auszug aus der Sendung „Wochenabschnitte der Tora“, 04.12.2012

Man kann uns die Willensfreiheit nicht stehlen

Frage: Was bedeutet „die vorigen Fehler und die Sünden zu korrigieren“, wonach man zum „vollkommenen Gerechten“ wird?

Meine Antwort: Wir korrigieren die zerbrochenen Verlangen. Dem Menschen wird sein Böse offenbart, und er nimmt es wie das Böse in sich wahr, das heißt er meint, dass er selbst daran schuldig ist. Er assoziiert sich noch nicht mit dem Punk im Herzen und kann seine Verlangen nicht von der Seite betrachten, d.h wie das Material, das ihm für die Korrektur gegeben wurde. Er verbindet sich nicht mit dem Schöpfer, der diesen bösen Anfang geschaffen hat, sondern setzt sich mit diesem bösen Anfang gleich.

Das Licht hat sein Verlangen noch nicht aufgeklärt, um es folglich von dem Menschen abzutrennen, wodurch der Mensch auf die Seite des Schöpfers gebracht wird. Deshalb scheint es dem Menschen so zu sein, dass er selbst, und nicht der böse Anfang, schlecht ist.

Das Licht hat noch nicht genug an dem Menschen gearbeitet, hat sein Verlangen noch nicht beleuchtet, und deshalb sieht der Mensch die Quelle des ganzen Übels und später die Quelle des ganzen Guten noch nicht. Das heißt, er assoziiert sich nicht mit der einzigen Macht, außer Welcher es nichts gibt; er versteht nicht, dass auf ihn immer nur eine Quelle einwirkt, von der sowohl die schlechten Verlangen, als auch ihre Korrektur abhängen.

Er versteht noch nicht, dass er um die Enthüllung der egoistischen Verlangen, sowie um ihre Korrektur zu bitten hat. Denn alles geschieht mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, und welches zuerst die linke Linie offenbart. In dem Maß des Strebens des Menschen und seiner Bemühungen die allgemeine Korrektur, das Geben, zu erreichen, kommt das Licht und offenbart ihm das Böse.

Er soll beten, dass der Schöpfer ihm die Eigenschaften vorführt, an denen es ihm für die Vollkommenheit mangelt. Ein Gebet ist die Offenbarung solcher Verlangen, wie ein „Mensch” zu werden, vollkommen und gebend zu werden, dem Schöpfer näher zu kommen“. Und die Offenbarung der Eigenschaften, an denen es mir für die Vollkommenheit fehlt, bedeutet die Enthüllung der Mängel, die ich korrigieren soll, um das Gute zu erreichen.

Aber ich bitte niemals um die Offenbarung dieser Mängel, weil der Mensch dies alleine nicht tun kann. Von der Natur aus, sind wir nur fähig, um die guten Zustände zu bitten.

Unsere Arbeit besteht darin, ein solches Verständnis zu erlangen, dass sich alle Verlangen: Die Korrigierten und nicht korrigierten – in den Händen des Schöpfers befinden. Und der Mensch ist jenes kleine, kluge Kind, welches versteht, wie er den Schöpfer richtig zu bitten hat. Folglich wird ihm “dieses Untier” offenbart: der böse Anfang, die Selbstsucht, der Pharao, der sich später verändern und in den guten Anfang verwandeln wird, und zwar dank der Beschränkung, dem Schirm und dem widergespiegelten Licht.

Das alles kommt von oben an, wie es gesagt ist: „Ich habe den bösen Anfang, und die Tora für seine Korrektur geschaffen, da das Licht in ihr, zur Quelle zurückführt“. Wo ist dann hier überhaupt der Mensch, wenn der Schöpfer sofort sagt, das alles von Ihm kommt? Seitens des Menschen wird das Begreifen, die Bitte um den guten Zustand gefordert.

Aber er will um das Gute nicht bitten, weil seine Natur der böse Anfang ist. Deshalb ist er verpflichtet, den Einfluss der Umgebung zu verwenden, die ihm diese guten Werte einflössen wird, obwohl sie selbst diese möglicherweise noch nicht empfindet. Es erweist sich, dass sie irgendein Spiel spielt, sie spielt den besseren Zustand vor, und wirkt dadurch auf mich ein. So erreicht der Mensch immer mehr und mehr wahrhafte Verlangen, bis das Licht ihn endgültig korrigiert.

Das alles ist so geschaffen, um dem Menschen seine Freiheit des Willens nicht zu stehlen. Er soll wissen, dass er ein Spiel spielt, welches er in Wirklichkeit nicht zu spielen wünscht, weil er darin dem wahrhaften, richtigen Zustand entgegengesetzt ist. Und je näher er dem wahrhaften Zustand kommt, desto größere Freiheit der Wahl bekommt er, desto größere Sünder in ihm und die Zweifel an der Notwendigkeit dieses Weges offenbaren sich in ihm. Das alles soll er aufklären, indem er sich mit der entgegengesetzten Seite gleichsetzt, das Böse mit dem Guten vergleichend.

Deshalb basiert unsere ganze Arbeit in unserer Wahlfreiheit und besteht nur darin, uns unter den Einfluss der Umgebung zu bringen, den wir selbst entsprechend unserem Verständnis für die spirituelle Welt aufgebaut haben. Man muss so spielen, dass die Umgebung jeden beeinflusst, als ob das alles die Wahrheit wäre. Dann wird jeder das wahrhafte Gebet erlangen.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum TES“, 06.11.2012

Man kann nicht mit dem Intellekt lernen

Durch die Enthüllung der Höheren Welt beginnen wir zu verstehen, worüber die Kabbalisten schrieben. Alle Texte, die wir studieren, werden dann absolut klar. Sie werden von uns als eine Art unglaublicher Roman über erhabene Gefühle und großartige Errungenschaften, als eine grandiose Enthüllung einer unendlichen Welt aufgefasst. Wir erwerben Empfindungen und Verstand, die milliardenfach tiefer sind als jene, welche wir heute haben. So beginnen wir die Höhere Welt zu fühlen. Und überhaupt gilt unsere Welt in Bezug auf alle höheren Zustände als nicht existent.

Einerseits gibt es keine andere Möglichkeit zur Erreichung des Schöpfungsziels als das Studium der Wissenschaft der Kabbala.

Andererseits sind keine Vorbedingungen erforderlich, um diese Wissenschaft zu studieren. Daher kann sie jeder studieren, unabhängig von seinem Bildungsstand, Charakter oder seiner Herkunft. Nichts davon hat Bedeutung, auch nicht die Kenntnis der hebräischen Sprache.

Im Prinzip erreicht diese Wissenschaft einen Menschen von solch einem Level, dass er lediglich ihre Einwirkung auf sich hervorrufen muss. Das bedeutet, dass die Wissenschaft selbst im höheren Licht besteht. Es erreicht dich auf einer bestimmten Frequenz. Es beeinflusst dich.  Du musst dich selbst auf seinen Einfluss einlassen. Dann wird das Licht in dir die notwendigen Leerräume schaffen, die es dann mit Empfindungen und Verstand zu füllen anfängt.

So haben alle deine heutigen irdischen Eigenschaften nichts zu bedeuten. Du kannst klug oder begabt sein, in der Kabbala wird es dir nichts nützen. In der Kabbala hilft nur eins – und das ist eine gewisse Naivität, mit der du direkt zum Ziel gehst und keine weiteren Berechnungen machst. Das ist das Wichtigste für mich, und alles andere ist zweitrangig. Wenn du auf diese Weise ausgerichtet bist, dann wirst du das Ziel erreichen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 25.11.2012