Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Welt mit dem Schöpfer verbinden

Das Hauptprinzip, das wir immer als innerstes Ziel in uns präsent haben sollen, ist der Satz: „ Es gibt nichts außer Ihm“. Der Schöpfer ist der Grund für jeden Zustand, jeden Gedanken, jede Wahrnehmung, einfach für alles, was uns geschieht. Es gibt nur eine Kraft, die mich und die ganze Welt leitet, und es gibt nichts darüber hinaus.

Das bedeutet, dass ich mittels meiner Verbindung mit der Welt in jedem Moment, in jedem Ereignis und in jeder Handlung sowohl innerlich als auch äußerlich das wichtigste Verständnis erlangen muss, dass es „Niemanden außer Ihm“ gibt, im gesamten Weltkreis. Das nennt man Verschmelzen zum gemeinsamen Gefäß.  Dies ist unsere Arbeit, und es ist das, worauf wir uns konzentrieren.

Weil die Welt jedoch groß ist, beginnen wir in der Gruppe (1) und gehen dann zum Rest der Welt über (2). Ich muss mich mit der Gruppe bei verschiedenen Vorfällen und Problemen verbinden, und das sollte jetzt die wichtigste Sache für mich sein. Und wenn ich mich an die Gruppe wende, sollte ich dabei auch an die Welt als an die Fortsetzung meiner Arbeit denken.

 Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Rolle der Nation Israel“, 23.11.2012

 

 

 

 

Die soziale Spannung

Meinung:(S. Jakobsen, Wirtschaftschef der Saxo-Bank): Die Straßenstreiks in Griechenland, Portugal und Spanien sind für viele Länder zu einem nationalen Problem geworden. Eine ganze Generation junger Leute scheint verloren, was sich sicherlich auf die Leistungsfächigkeit, Innovationen und auf unsere Weltanschauung auswirken wird.

Zukünftig erwartet uns eine von zwei Optionen: die Radikalisierung – Faschismus und Sozialismus. Wenn die Politiker die Notwendigkeit der Veränderungen ignorieren, werden sich die Wähler auf die beiden Extreme stürzen: die extreme Linke oder die extreme Rechte. Die Zeit der Veränderung ist da, aber um die Notwendigkeit der Veränderungen wirklich nachvollziehen zu können, brauchen wir eine gravierende Krise.
Mein Kommentar: Es ist aber möglich, das Bedürfnis nach Veränderung nicht durch Leiden und Krise zu schaffen, sondern indem man das Bewusstsein dafür schärft, dass man etwas verändern muss, lange bevor sich die Ereignisse manifestieren; nach der Regel: „Der Weise sieht alles voraus“. Dazu ruft uns die Wissenschaft der Kabbala auf, indem sie die Methode zur Verfügung stellt, mit der man Änderungen im Menschen und in der Gesellschaft vornehmen kann, lange bevor uns die Natur durch Leiden dazu zwingt.

Israel hat keine Zukunft ohne Vereinigung

In Israel wurde eine unrealistische Situation geschaffen. Was kann im Wesentlichen dem Volke Israel helfen, in seinem Land zu überleben? Nichts. Es lebt auf einer Insel in einem Meer von Hassern, die bereit sind, „es vollständig zu eliminieren“, so dass noch nicht mal eine Erinnerung daran bleibt.

In Ägypten zum Beispiel haben sie begonnen, über die Zerstörung der Pyramiden zu sprechen, ähnlich wie in Afghanistan, wo zwei gigantische Buddhastatuen zerstört wurden. Wer kann sich heute scheinbar noch mit diesen Pyramiden in Verbindung bringen? Es handelt sich um eine antike Kultur, die vor tausenden von Jahren existierte. Aber nein, sie haben die destruktiven Tendenzen nicht gestoppt; die Menschen wollen keine Spur von irgendwas hinterlassen, außer ihrer Religion. Buddha wird bis heute verehrt, aber die Pyramiden sind überhaupt keine religiösen Objekte. Trotzdem ist das sehr bedeutend und symbolträchtig.

Wie können wir in dieser Situation überleben? Es gibt keinen Ausweg. Als wäre  eine Wolke in die Gehirne der Israelis herabgestiegen, glauben sie, dass sie weiterhin im Land leben können. Aber das ist unmöglich. Aus logischer Perspektive haben sie keine Chance.

Die obere Führungsebene unterstützt jedoch noch die Hoffnung in den Menschen, weiterhin auf dieses Land bauen zu können. Auf diese Weise wird den Menschen Zeit gegeben, spirituelle Stärke zu gewinnen und von diesem Platz aus  die Korrektur für die gesamte Welt anzuziehen.

Diese Aufgabe wurde uns anvertraut. Wir rufen das Volk zur Vereinigung, welche das Problem lösen wird, auf. Und sie sagen: „Wie kommt es? Wie können wir durch Einheit erfolgreich sein? Was ist das, und wie hängt das mit den Raketen, die auf unsere Köpfe fallen, zusammen“?

Wir operieren mit einer Logik, die höher ist als die Logik ihres Lebens. Eine objektive Sicht zeigt klar, dass es hier keine Zukunft gibt. Unsere Herangehensweise, in ihren Augen „irrational“, ist rationaler und realistischer als die Illusion, in der das Land lebt. Lasst uns hoffen, dass die Menschen verstehen werden: In der Tat, in der  gegenwärtigen Situation gibt es nur eine Lösung, die Vereinigung.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 20.11.2012

Ein Anruf aus dem Epizentrum zwischen den Kampftruppen

Ein Brief aus dem Süden Israels: „Die Situation ist so, dass wir heute nicht zusammen studieren konnten, wir mussten mit den Kindern zu Hause bleiben, da jeden Moment die Sirenen losheulen konnten. Doch unser Verlangen, mit der restlichen Weltgruppe im Klassenzimmer zu sein, ist riesig. Was können wir tun, um diesen Wunsch ständig zu haben, und nicht nur unter der Bedrohung von Raketen?

Meine Antwort: Wir sind alle zusammen in der gleichen Gemeinschaft. Wir wissen aus der Weisheit der Kabbala, dass wir dadurch die oberen Kräfte der verborgenen Natur erwecken. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise in der Lage sein werden, diese Konfrontation zu lösen.

Unsere Einheit sollte eine Auswirkung auf die gesamte Verbindung haben, zuerst in Israel, im Epizentrum der gegnerischen Kräfte, und dann in der ganzen Welt, in der es eine Kollision dieser beiden Kräfte gibt, welche Krisen, Hurrikane, Naturkatastrophen und Unruhen in Europa auslösen.

Aus diesem Grund sollten all unsere Freunde auf der ganzen Welt eine große Verantwortung fühlen. Diejenigen, die den Punkt im Herzen haben, müssen sich verbinden und die Welt zur Korrektur führen. Niemand außer uns versteht, was in der Welt geschieht und sieht die wahren inneren Gründe hinter all den Entscheidungen, den wirkenden Kräften und Absichten.

Es ist bekannt, dass „die Herzen der Herrscher und Könige in den Händen des Schöpfers sind“, darum sind nur wir, die zu Yashar – Kel gehören, das heißt „Streben direkt zum Schöpfer“, in der Lage, die Korrektur durchzuführen. Es spielt keine Rolle, wie viele tausende Kilometer ein Freund von einem anderen, eine Gruppe von einer Gruppe entfernt ist. Wenn wir uns für ein Ziel, eine Kraft durch das Internet verbinden, sind wir definitiv zusammen.

Einige sitzen nun in Bunkern im Süden Israels, andere sind im Zentrum, in verschiedenen Teilen des Landes, oder in der ganzen Welt, aber wir müssen alle eine riesige Verbindung zwischen uns, auf der spirituellen Stufe, die das erneuernde Licht auf uns zieht, spüren. Wir werden danach streben, dass das höhere Licht unsere Einheit erkennt. Und nachdem das Licht innerhalb dieser Verbindung enthüllt ist, und uns dabei hilft, uns zu klären und zu korrigieren, werden wir einen absolut guten Zustand erreichen. Wir hoffen, dass wir die Welt dahin bringen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.11.12.

Die Lösung ist in uns und nicht in den Kriegen mit den Feinden

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Israel

Die Menschen beginnen, sich Fragen über die Ursachen der Geschehnisse zu stellen. „Warum muss ich unter Beschuss leben?“

Die Menschen fühlen sich unglücklich, und das muss sie zu der Suche nach einer Lösung antreiben. Anderenfalls wird der Druck immer mehr steigen, und die Feinde werden Kräfte erlangen, die sie vorher nicht hatten.

Der Ausweg besteht darin, dass wir dem Netz der uns verbindenden Kräfte entgegenstreben und die Harmonie, die gegenseitige Liebe erlangen. Die Lösung ist in uns und nicht in den Kriegen mit den Feinden. Solange wir nicht verbunden sind, werden Leiden und Probleme einen immer größeren Druck auf uns ausüben – wie auf einen Sack voller Nüsse.

Wovon hängt unser Leben ab?

Kongress in Georgien, Lektion 1

Frage: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist die Kabbala die Wissenschaft, die uns hilft, voranzukommen. Kann man sagen, dass alles in unserer Hand liegt und es von uns abhängt, was passiert? Mit anderen Worten, hängt das Leben also nicht von Zufällen ab, sondern von unseren Anstrengungen, Absichten und unserer Arbeit?

Meine Antwort: Es gibt keine Zufälle im Leben! Je mehr wir in diese Welt vordringen, desto klarer sehen wir, dass nichts zufällig passiert. Als kleine Kinder kennen wir einfach die Naturgesetze noch nicht, wenn wir ausrufen: „Oh! Das ist plötzlich herunter gefallen und zerbrochen!“ Das ist kein Zufall; sondern es ist fehlendes Wissen, da wir über die Umstände, die dieses Ereignis verursachte, in Unkenntnis sind.

Also gibt es in der Natur nichts, was man als Zufall bezeichnen könnte, angefangen vom kleinsten Teilchen bis hin zu den kompliziertesten Strukturen. Alles ist vorbestimmt und folgt den Naturgesetzen. Wir sollten das lernen und ihnen folgen, und dann wird alles gut sein.

Es gibt eine sehr einfache Lösung für diese Frage. Die Natur zeigt uns Probleme unseres Ungleichgewichtes mit ihr in Form von Krisen. Probleme! So könnte ich zum Beispiel sagen, ich habe hohen Blutdruck; das ist ein Problem. Es gibt eine gewisse Norm und es gibt eine Abweichung von der Norm, die ich messen und ausbalancieren kann. Das nenne wir Heilen von Krankheiten oder Wiederherstellung des Gleichgewichtes, auch wenn dies auf künstliche Art und Weise geschieht.

Dasselbe lässt sich nun auch hier anwenden.: Wir befinden uns in einem Zustand des Ungleichgewichtes mit der Natur, was wir als verschiedene Krisen bemerken: in der Wissenschaft, Kultur, Finanzwirtschaft, Ökonomie, der menschlichen Gesellschaft, Terrorismus (was auch immer), die ökologische Krise eingeschlossen. Wir müssen uns mit der Natur ins Gleichgewicht bringen, es geht absolut um das gleiche System: “Was innen ist, ist auch außen.“Wovon hängt unser Leben ab?

Die Kabbala lehrt uns, wie wir mit der Natur im Gleichgewicht bleiben können. Wir können die Harmonie in der Natur klar erkennen, aber die Kabbala hilft uns, schneller zu lernen, nichts mehr als das. Der „Abbau“ (das Loswerden) von Leid ist das einzige Problem, das so überwunden wird. Wir werden sowieso irgendwie an diesem Punkt ankommen. Wie auch immer, das Problem kann in einer sehr viel dramatischeren Weise gelöst werden als in der des Wirbelsturmes, den wir gerade überlebt haben.

Stellen Sie sich vor, der Wirbelsturm wäre irgendwo anders als in New York geschehen, vielleicht in einem Entwicklungsland. Wie würde dieses Land dann mit den Auswirkungen klar kommen? Es würde ins Mittelalter zurückgeworfen, und es wäre unmöglich, den Menschen dort zu helfen. Vielleicht würden sie ein paar Flugzeuge voller Mehl erhalten, weiter nichts.

Wir sollten über diese Fragen nachdenken. Es ist schade, dass die Menschen nicht verstehen, wie effektiv „spirituelle Medikation“ bei der Bekämpfung von ernsthaften Leidens-Symptomen sein kann.

Auszug aus der ersten Kongresslektion in Georgien, 05.11.2012

Warum kann das Volk Israel nicht wie alle anderen Völker sein?

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse in Süd-Israel
Als Ergebnis mehrerer tausend Jahre der Entwicklung ist die Menschheit nun zu einem Wendepunkt gekommen. Heute weiß man in der Welt nicht mehr, wo es langgehen soll und dennoch muss die Menschheit nun auf eine neue Ebene aufsteigen.

Die weltweite Krise markiert einen besonderen Prozess. Es ist nicht einfach nur ein ökonomischer Paradigmenwechsel – es gibt nichts, was hier als Ersatz in Frage kommt. Niemand kann und wird fähig sein, irgendetwas zu erfinden. Wir werden noch für eine Weile fähig sein, auf der bröckelnden Basis zu überleben, jedoch ist die Zeit für die anfangs von Adam Smith begründete Theorie des modernen Kapitalismus nun fast zu Ende.

Sozialistische Verteilung von Grundgütern kann helfen, das Unvermeidliche hinauszuzögern, aber im Prinzip verschwindet die Mittelklasse und der westliche Lebensstandard wird sehr schnell nach unten fallen.

Es gibt keine wirkliche Antwort. Und hier kommt das Volk Israel zum Tragen, in dessen Namen ich sprechen werde. Wir müssen heute die ganze Welt über die gegenseitige Bürgschaft, über die Einheit und eine globale Menschheit in einer globalen Welt unterrichten. Das ist die Aufforderung der Natur, und es ist höchste Zeit, dass wir verstehen, dass ihre Gesetze bindend sind. Die Zeit ist gekommen, und wir haben den Schlüssel. Und zu allerletzt haben nur wir die Kenntnis der Kabbala.

Es geht nicht um den Erfolg der einen oder anderen Militäraktion. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen und uns verbinden, um es zu lösen. Es ist in unseren Händen. Lasst uns alles an uns auf richtige Weise neu zusammenstellen, und sobald wir beginnen, uns zu vereinigen, werden wir sofort positive Resultate bemerken. Das ist nicht einfach nur ein psychologisches Spiel – damit erwecken wir die inneren Kräfte, die in uns eingebettet sind. Wir werden dann plötzlich mit einem besonderen Gefühl den Menschen, dem Land, der Sicherheit und uns selbst gegenüber inspiriert, und das wird tiefer und wichtiger sein als alles andere, was wir vorher erfahren haben.

Das Volk Israel wird niemals wie andere Nationen sein. Wir können es so viel wie wir wollen versuchen, aber dabei wird nichts herauskommen. Im Gegenteil, durch ihre Einstellung uns gegenüber zeigen uns die anderen Nationen permanent, dass wir nicht wie sie sind. Im Ganzen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder führen sie uns oder wir führen sie. Israel wird nie gleich behandelt werden.

Schauen wir uns die Dinge einmal auf einfache Weise an: Wir sind das ideologische Zentrum der Welt. Von uns gingen die Religionsgründungen und die Einstellung zum Leben aus, was man an den Beispielen der antiken und mittelalterlichen Philosophen sehen kann, die schrieben, dass alles aus der Weisheit der Kabbala, unserer Lehre, stammt. Unterbewusst hat uns die Welt immer als eine Art Grundlage behandelt. Das begann zu den Zeiten Abrahams, obwohl wir keinen historischen Beleg haben.

Also ist die Wahl einfach:

– Entweder herrschen andere Völker über uns, weil wir unsere Grundlage verloren haben und wir ihnen nichts geben können;

– oder wir geben ihnen eine Grundbasis, den Weg und das Ziel – natürlich nur in der ideologischen Ebene – und dann wird unsere Idee zum Maßstab für die Welt.

Dieser „Maßstab“ des Volks Israel meint, dass die Nationen diese Nachricht von Einheit annehmen, vor allem jetzt, wo die Zeit gekommen ist, die Korrekturmethode zur Einheit und gegenseitigen Bürgschaft in der ganzen Welt durchzuführen. Es wird gesagt:

„Denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten“,
„Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt“
„Und Völker werden zu ihm strömen.“

Heute müssen wir uns der allgemeinen Krise stellen und unsere Lösung muss allumfassend sein. Und das Bedürfnis danach wird um uns herum immer stärker werden.

Dementsprechend gilt, dass, wenn wir uns mit unserer Lösung nicht über alle anderen erheben, werden sie uns dazu zwingen. Natürlich geschieht das unbewusst als Konsequenz menschlicher Entwicklung und unvermeidlicher Evolution, und niemand kann die Natur dieses Prozesses verstehen. Aber in jedem Fall werden wir von den anderen Nationen entweder über den Weg des Leidens gezwungen werden, unsere Aufgabe zu übernehmen, oder wir werden uns von allein erheben und jedem zeigen und erklären, was zu tun ist. Es gibt nichts zu fürchten, weil diese Kraft uns in allen Punkten zum Erfolg führen wird.

Obama wird Europa nicht retten

Meinung (von Utro.ru): „Die Europäer feiern die Wiederwahl von Obama, der sich als „Freund Europas “ erwiesen hat. Für Europa bedeutet Obamas Sieg die Beibehaltung der Berechenbarkeit. Romney würde in der Krise keine Geschäfte mit den Verbündeten machen und er würde damit beginnen, die US-Wirtschaft zum Nachteil der europäischen Wirtschaft zu unterstützen.

„Allerdings sinkt die EU-Wirtschaft tiefer in die Rezession, die Vereinigten Staaten fangen damit an, sich auf die Entwicklung der Beziehungen jenseits des Pazifiks zu konzentrieren. Obamas Wiederwahl wird allerdings wenig dafür tun, um der EU bei der Bewältigung der Krise zu helfen. Inzwischen hat sich die Situation verschlechtert.

„Europa sucht verzweifelt nach dem Weg, um die Krise zu überwinden. Amerika beendet nicht seine wirtschaftlichen Beziehungen mit der EU, entwickelt sie aber auch nicht. Die US-Beziehungen zu Asien jedoch boomen. Die USA führt einen strategischen Dialog mit China. Nicht nur die USA haben eine abgekühlte Beziehung zu Europa. “

Mein Kommentar: Es ist nur mit einer wirklichen Verbindung möglich, aus der Krise zu gelangen; gegen die Gesetze der Menschheit zu handeln, ist zum Nachteil aller. Die Sorge nur für sich selbst wird die Welt in den Krieg führen.

Sonderausgabe: anlässlich der Ereignisse im Süden Israels

Unsere Nation ist geteilt. Die Menschen im südlichen Teil Israels fühlen sich diskriminiert, und obwohl viele Menschen ihren Willen ausdrücken, den „Flüchtlingen aus dem Süden“ ihre Gastfreundschaft anzubieten, verstehen sie in Wirklichkeit nicht alle, was diese gerade durchmachen. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ist es schwierig, die Bombardierungen auszuhalten. Unsere Gesellschaft muss denjenigen, die gerade diese Schläge erleben, eine wirkliche Unterstützung bieten.

Gegenseitige Wärme und Einfühlungsvermögen sollte alle diese Störungen überlagern. Keine Raketen und kein Geld wird uns heute helfen.

Der Zusammenbruch der immensen Ressourcen der Supermächte muss erst noch kommen. In der Tat sind wir alle auf dem gleichen „kleinen Planeten“, dem gleichen „Ball“ alle miteinander verbunden. Ohne ein weltweites Gleichgewicht, ohne Homöostase werden wir zum totalen Zusammenbruch kommen.

Doch auch heute, durch die gegenseitige Bürgschaft zwischen uns, können wir ein Beispiel für die ganze Welt darstellen und zur Lösung der Krise beitragen. Schließlich wirkt sich die Krise nicht nur in Form von Terror, Wirtschafts- oder Finanzproblemen aus. Naturkatastrophen, zum Beispiel, können schlimmer sein als der Krieg. Heute braucht die Welt dringend die gegenseitige Bürgschaft, die uns in Einklang bringt und uns mit dem Einklang der Natur verbindet.

Einheit ist das Gesetz der Natur. Aber wo finden wir die Kraft, um selbst den ersten Schritt zu gehen, uns gegenseitig näher zu kommen? Heutzutage sind alle „Lösungen“ temporäre Maßnahmen, um den totalen Zusammenbruch nur hinauszuschieben. Das versteht heute jeder sehr gut. Es gibt einfach keine andere Wahl, als uns zu verbinden. Das Volk Israel kann ein hervorragendes Beispiel dafür sein, es ist kein Zufall, dass wir uns noch nicht als eine Nation sehen und unser Staat als noch „im Aufbauprozess befindlich“ gesehen wird. Das ist wahr, weil wir im Moment noch keine geeinte Nation sind, denn wir haben die Bedingung, die uns schon vor langer Zeit gegeben wurde, noch immer nicht erfüllt. Alles liegt in unseren Händen.

Die Rettung liegt in der Verbindung

Aus einem Brief von Rabash (Nr. 34): Und der Schöpfer wird als das Licht des Friedens für uns leuchten, jedoch erst dann, wenn wir uns zu einem Ganzen verbinden. Denn jeder weiß, dass der Mensch einen ganzen Bündel Zweige nicht auf einmal brechen kann, doch einzelne Zweige könnte selbst ein Kleinkind mühelos brechen.

Daraus wird klar, dass das Volk Israel keine Erlösung erfahren wird, solange es sich nicht zu einem Ganzen verbunden hat. Wie es bei den Propheten geschrieben steht: „In jenen Tagen und in jener Zeit werden die Söhne Israel und die Söhne Judas zusammen kommen“ – und wenn sie sich verbinden, enthüllen sie das Leuchten der Shechina.

Ich habe diese Zeilen aus Midrash angeführt, damit ihr nicht denkt, dass der Begriff der Gruppe, d.h. die Liebe zu den Freunden, zu Chassidismus gehört. In Wirklichkeit ist das die Forderung unserer Weisen, die sahen, wie notwendig die Verbindung der Herzen zu einem Ganzen für die Offenbarung des Lichtes der Shechina in ihnen ist.

Die Verbindung mit dem Licht kann nur in einem vollkommenen, unversehrten Gefäß wahrgenommen werden – in einem Gefäß, in dem alle egoistischen Verlangen von einem Schirm bedeckt sind, der sie zum Geben umwandelt. Und das ist erst dann möglich, wenn es die Verbindung gibt. Denn in Bezug auf wen kann ich meine Absicht zu geben ausdrücken? Nur in Bezug auf den Nächsten!

Aus diesem Grund, wenn wir uns in unseren Verlangen und Absichten, in unserem Herzen und unserem Verstand verbinden, stellen wir das zerbrochene Gefäß wieder her und kommen dadurch dem Licht immer näher, bis es uns endlich leuchten kann.

Und wenn wir derweil wenigstens nur versuchen, einander näher zu kommen, rufen wir das Leuchten aus der Ferne hervor, welches als umgebendes Licht bezeichnet wird. Das ist das Gesetz, das wir aus der Wissenschaft der Kabbala kennen. Das ist das Gesetz der gesamten Realität, das Gesetz der Natur.

Deshalb ist die Bedingung für das Erhalten der Hilfe von Oben, für die Enthüllung des Lichts, unsere Verbindung. Und wenn wir unseren Zustand verbessern möchten, dann haben wir keine anderen Mittel dafür. Wir brauchen nach nichts anderem mehr zu suchen und unsere Anstrengungen zu vergeuden – wir müssen nur nach der Verbindung streben, durch die wir das Licht, das uns zur Quelle, zur Güte zurückführt, anziehen werden.

Wenn wir aber nicht in Richtung Verbindung handeln, wird zweifelsohne nichts Gutes daraus werden. Deshalb müssen wir in dieser schweren, besonders angespannten Lage, in der sich das israelische Volk gerade befindet, versuchen, uns mit aller Kraft zu verbinden und die Einheit zu erreichen. Denn gerade auf diesem Wege ziehen wir das Licht an und lassen es allen näher kommen. Auf diese Weise werden wir auf gutem Wege, auf dem Wege des Lichts, zum guten Zustand vorankommen.

Und das sollten wir tun, noch bevor uns Leiden heimsuchen und uns durch ihren Druck zur Verbindung zwingen. Das Streben nach Einheit soll auf unseren freien, guten Wunsch hin in uns wohnen und nicht aus der Notwenigkeit heraus entstehen. Denn gerade darin  besteht der Unterschied zwischen dem Weg des Lichts (der Beschleunigung der Zeit, „Achishena“) und dem Weg der Leiden, des natürlichen Entwicklungslaufs (BeIto).

Lasst uns versuchen, zu begreifen, dass die Verbindung die Einwirkung der guten Kraft auf uns anzieht, und es allen erklären. Je mehr Menschen sich dieser Einheit anschließen, weil sie diese Bedingung spüren und verstehen, je mehr wir das durch alle zugänglichen Kanäle, übers Internet und Fernsehen, verbreiten, je mehr Menschen darüber hören und sich darin einfühlen, desto näher kommen wir dem Licht des Guten.

Denn das Licht ist das Einzige, was wirkt. Es ist schade, die Kräfte bei der Berechnung zu vergeuden, dass es andere Handlungen gibt, die unseren Zustand verbessern könnten – außer der Verbindung und der Einheit.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 16.11.2012