Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Aus welchem Glas schöpft man das Licht?

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich während des Unterrichtes die ganze Zeit die richtige Absicht halten, und mehr an die gegenseitige Bürgschaft denken, als sich mit dem Sinn des studierten Textes beschäftigen?

Meine Antwort: Stell dir vor, du fährst ein Auto. Woran denkst zuerst, wie du auf das Gaspedal drückst oder wie du am Lenkrad drehst? Wenn du dir das noch überlegen musst, ist dies schon gefährlich; ich fahre nicht mit.

Natürlich, das Wichtigste ist es, das Lenkrad zu bedienen – und gerade das wird „Absicht“ genannt. Die Absicht ist die Richtung, in welche ich mich bewege. Und wenn die Richtung stimmt, kann man schon auf das Gaspedal drücken – mehr oder weniger, alles der Bewegung entsprechend.

Also ich drücke aufs Gaspedal, erst nach dem ich die Richtung kontrolliert habe. Ansonsten sollte ich vielleicht lieber auf der Stelle bleiben, um später nicht zurückkehren zu müssen?

So müssen wir uns auch in der spirituelle Arbeit verhalten: Ständig um die Richtung besorgt. Und in dem Maß, in welchem wir uns sicher sind, dass sie stimmt, drücken wir auf das Gaspedal und geben an Geschwindigkeit zu.

Der Mensch ist so gemacht, dass er ständig nach dem Nutzen suchen muss. Hier, während des Unterrichtes gibt es drei Möglichkeiten: 1) mehr verstehen 2) mehr spüren 3) mehr erkennen.

Diese drei Erwerbe stehen miteinander nicht in Verbindung, denn ich spüre in meinem materiellen Verlangen, verstehe in meiner materiellen Vernunft und erkenne in meinem spirituellen Kli.

Also das Empfinden und Verstehen kommen durch mein egoistischen Verlangen, aber das Erkennen ist nur nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften – Absichten „um des Gebens willen“ – möglich . Als allererstes kümmere ich mich um die Absichten.

Deshalb, es besorgt mich nicht, was ich verstehe oder spüren werde – Hauptsache, das gebende Kli (Verlangen, Absicht – etwas spirituelles „um des Gebens willen“) zu erlangen! ich sorge vor alle darum, wo ich das Spirituelle enthüllen kann.

Man sagt, dass das Licht immer da ist – nimm so viel du magst! Aber mit welchem Gefäß können wir zum Meer kommen und etwas Wasser schöpfen? Wir brauchen irgendein Gefäß des Gebens – einen Behälter, sei es nur kleines Glas… Um den Platz, in welchem wir das Licht empfangen können müssen wir uns kümmern.

Aus einem Unterricht über „Beit Schaar aKawanot“, 24.11.2010

Störe nicht den Schöpfer bei der Arbeit!

Eine Frage, die ich erhielt: Seitdem ich mich mit meiner spirituellen Entwicklung beschäftige, wachsen in mir verschiedene Verlangen, die zu dieser Welt gehören.

Ich versuche die ganze Zeit, mich vor ihnen zu schützen: vor dem Verlangen nach Macht, nach Wissen, doch alles ist vergeblich. Stört es das Vorankommen?

Meine Antwort: Man sollte nicht gegen seine natürlichen Triebe und Verlangen vorgehen. Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität! Wir dürfen keine Verlangen in uns vernichten, sie mit Gewalt unterdrücken, sie stoppen.

Lebe weiter normal wie immer. Doch investiere deine ganze Kraft darin, das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen.


Bis zum heutigen Tag hast du dich mit Hilfe deiner Natur, die dir von Geburt an gegeben wurde, und dessen, was durch die Erziehung und den Einfluss der Umgebung zusätzlich hinzugefügt wurde, indem dir ihre Werte und Berechnungen eingeredet wurden, entwickelt. Das alles geht von der materiellen Natur aus.

Doch nun wird dir die Möglichkeit geboten, die zweite Natur zu erhalten, also lass sie sich entwickeln! Versuche nicht, gewaltsam gegen sie vorzugehen, das ist verboten.

Misch dich nicht in die Arbeit des Schöpfers ein! Wende lediglich die gesamte Kraft auf, um dir selbst zu helfen, dich spirituell zu entwickeln, und lass deine materiellen Verlangen und Eigenschaften in Ruhe.

Versuche nicht, sie zu besiegen! Die Widerstandskraft kommt vom Licht – es führt in dir die Einschränkung durch und gibt dir den Schirm.

Das Heldentum besteht nicht darin, alle Verlangen äußerlich in mir zu unterdrücken, als ob es nicht wichtig wäre, was in meinem Inneren ist, Hauptsache, wie ich nach außen hin auftrete. Diese Herangehensweise nennt sich „Mussar“ (religiöse Moral), die aus der Sicht der Kabbala unannehmbar ist.

Wir müssen das Licht, das zur Quelle zurückführt, arbeiten lassen, darauf ist die gesamte kabbalistische Methode gerichtet. Es müssen lediglich Bedingungen geschaffen werden, damit sich aus meinem Punkt im Herzen eine ganze Welt entwickeln kann! Damit beschäftigen wir uns und mit nichts Anderem.

Man soll nicht darauf achten, was mit unserer ersten Natur in dieser Welt geschieht – lebe, tue alles, was für ein normales Dasein nötig ist, und kämpfe nicht gegen deine Verlangen an.

Richte jedoch die gesamte Aufmerksamkeit allein auf den zweiten Teil der Realität. Was infolge der Entwicklung dieser zweiten Natur geschieht, wie sich deine erste Natur verändert, ist im Voraus nicht bekannt.

Vielleicht wirst du in einer bestimmten Phase der spirituellen Entwicklung eine größere Härte, stärkere materielle Verlangen nach Essen, Sex, Familie, Macht, Geld in dir spüren – versuche nicht, sie zu korrigieren, ziehe nur das Licht an sich heran.

Sonst wirst du nur dir selbst schaden. Das ist eine sehr wichtige Warnung. Es tut weh, zu sehen, wie einige sich dadurch einen großen Schaden zufügen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 24.11.2010

Falls du dich vorbereitet hast, um höher zu springen…

Unsere Vorbereitung auf den vergangenen Kongress haben wir vor Monaten begonnen, wir stellten uns vor, wie wir uns verbinden werden, das Ego zerbrechen und die Einheit erreichen.

In der Spiritualität muss man immer die Vollkommenheit anstreben. Wenn du auf den Tisch springen willst, dann sollst du dich auf einen riesigen Sprung vorbereiten, um dich folglich auf dem Tisch zu befinden. Und das betrifft alles.

Auf dem Kongress haben wir ein Ziel gesetzt – die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen. Selbstverständlich soll es unser tägliches Ziel sein.

Aber diesmal strebten wir sehr danach, und machten deshalb einen großen Schritt nach vorne. Wir haben den neuen Status gefunden, das neue Kli geschaffen, in dem die Empfindung der Vereinigung, der Einheit, des Ziels gezeigt wurde, sowie der neue Plan, wie es zu erreichen ist.

Die Einen haben gefühlt, dass sie sich daran mehr genähert haben, die Anderen – weniger. Jemand hat es von der Seite der Kelim, und jemand schon von der Seite der Lichter empfunden.

Es gab auch die Menschen, die gefühlt haben, inwiefern sie sich darin noch nicht befinden, sie erreichten das Begreifen des Übels, sie haben enthüllt, wie viel sie noch korrigieren sollen. Wir haben zusammen eine Menge verschiedener Zustände erlebt.

Wir haben geöffnet, dass die Umgebung auf den Menschen einwirkt und mit ihm alles Mögliche machen kann, weil der Mensch ihrem Einfluss vollständig unterworfen ist. Es mangelt uns zwar immer noch an der ständigen Einwirkung der Umgebung, außerdem können wir uns in Bezug auf sie noch nicht aufheben.

Und gewiss stammt von der Umgebung immer noch keine riesige Kraft, welche jedem bestimmen würde, worauf er sich richten soll.

Aber zwischen uns ist auf jeden Fall eine Verbindung entstanden. Und ich denke, dass wir in der allernächsten Zeit beginnen werden, in ihr immer mehr und mehr Füllungen zu öffnen.

Aus dem Abschlussgespräch des Kongresses, 11.11.2010

Die Einladung in den Hochzeitssaal der Braut

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird gesagt, dass die zerbrochenen Seelen zwecks Korrektur in die Welt Azilut hinaufsteigen, wenn wir zuerst alle Welten BEА, angefangen mit Malchut de-Malchut der Welt Assija durchgehen sollen?

Wo befinde ich mich also, in Malchut der Welt Azilut, oder irgendwo in den Welten Assija, Jezira, Brija?

Und wenn sich das Land Israel in der Welt Jezira befindet, und der heiligste Ort im Tempel, wohin nur der Hohepriester rein gelassen wird, sich in der Welt Brija befindet, wie kann ich dann höher als er hinaufsteigen?!

Meine Antwort: Wenn ich die Bitte um Korrektur ausspreche, dann steige ich mit meinem Punkt, in Malchut der Welt Azilut, in die Versammlung der Seelen Israels hinauf.

Alle unsere Korrekturen geschehen in Malchut der Welt Azilut, das ist unser Haus, unser Keter eben. Und alles, was es unterhalb der Welten BЕА gibt, ist die Verbreitung Malchut, ihrer neun unteren Sfirot.

Alle Welten, Parzufim, die Seelen, die sich unter dem Parssa (die untere Grenze der Welt Azilut) befinden, gehören zu Malchut de-Azilut. Für die Korrektur soll ich also dorthin hinaufsteigen und mich mit Malchut der Welt Azilut verbinden. Aber wo genau wird meine Seele korrigiert?

Die allgemeine Seele Adam HaRischon befindet sich in den Welten BЕА (Angefangen mit ihrem „Kopf“ in GaR de-Brija und bis zu den „Beinen“ in Assija).

Wenn ich meine Seele in Malchut de-Azilut erhebe und dort um die Korrekturen bitte, dann bekomme ich das Licht von oben, das zur Quelle zurückführt (das zu mir aus der Welt der Unendlichkeit, durch alle Welten kommt und für mich persönlich vorbestimmt ist), und korrigiere die vorbestimmte Verbindung zwischen Seir Anpin und Malchut der Welt Azilut.

Auf diese Weise korrigiere ich die zerrissene Verbindung zwischen Malchut und SA, und zwischen Schchina und dem Schöpfer.

Somit gehöre ich zu „den Freunden der Braut, welche die Tora unterstützen“, über die das Buch Sohar im Kapitel „Die Nacht der Braut“ erzählt. Ich helfe ihr, sich mit dem Bräutigam zu verbinden und werde als Sohn des Hochzeitssaals der Braut bezeichnet.

Folglich korrigiere ich meine Seele, weil SA und Malchut nur meinetwegen getrennt wurden, damit ich sie zukünftig verbinde und diese „LEGO“ Einzelteile rekonstruiere!

Und wenn ich die erste Verbindung zwischen Malchut und SA aufbaue, dann korrigiere ich die erste spirituelle Stufe: Malchut de-Malchut der Welt Assija. (vgl. Baal HaSulam. Das Vorwort zum Buch Sohar).

Folglich wird durch die Vereinigung Malchut und SA Jessod de-Malchut de-Assija korrigiert usw. Indem ich jedes Mal Malchut unterstütze und ihre Verschmelzung mit SA hervorrufe, korrigiere ich meine Seele.

Das heißt, wir erheben unsere Bitte (MaN) immer in Schchina, in Malchut der Welt Azilut, wobei die Korrektur selbst und die Belebung unserer Seelen in den Welten BЕА erfolgen, weil Adam HaRischon in den Welten BЕА geboren ist, und nichts, außer ihnen, außer seiner Umwelt empfindet. Er steigt zusammen mit diesen Welten hinauf und herab.

Denn ich will dem Schöpfer Genuss bereiten und deshalb steigt meine Absicht in Malchut de-Azilut hinauf. Dadurch werde ich in den Welten BЕА, in meiner Umgebung korrigiert.

Wir hoffen, dass wir hinaufsteigen, und wie der Hohepriester in „die Allerheiligste“, in Bina der Welt Brija eingehen. Aber dadurch erhebe ich Siwug SoN zu АwI.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 23.11.2010

Fragen, die ich nach dem Kongress erhielt

Frage: Am zweiten Kongresstag hatte ich ein Gefühl, als ob alle Menschen, alle „Punkte“ in mir wären und ich sie deshalb wirklich wie mich selbst lieben könnte, weil ich sie als einen Teil von mir empfand. Ist es richtig, die ganze Gruppe in sich zu spüren?

Antwort: Genau das ist der Anfang für die Bildung eines Ortes, an dem sich später die Eigenschaft des Gebens, genannt „Schöpfer“, enthüllt.

Frage: Auf dem Kongress habe ich gesehen, dass einige Männer sich völlig der Arbeit hingegeben haben. Brauchen wir diese äußeren Handlungen oder kann es vielleicht sein, dass sie uns vom wahren Ziel ablenken? Weil der Funke der Wahrheit, der darin enthalten ist, anscheinend sehr schwach ist.

Antwort: Wahrscheinlich sollte man die Arbeit gleichmäßiger verteilen, doch es steht außer Zweifel, dass wir uns selbst versorgen müssen.

Frage: Sie sagen, dass unser Problem darin besteht, dass wir versuchen, den Machsom selbst zu überqueren, doch das kann nur das Licht tun. An wen sind wir in der Lage, uns mit dieser Bitte, diesem Gebet zu wenden? An die Gruppe, an die Umgebung? Denn Sie haben darüber gesprochen, dass es sich dort verbirgt.

Antwort: An den Schöpfer, an die Kraft des Gebens, die sich in der Gruppe verbirgt.

Frage: Nehmen wir an, wir würden anfangen, den Hass gegenüber den Freunden zu empfinden. Doch wie soll man diesen, sagen wir mal, „göttlichen“ Hass, der das Zusammensetzen von zerbrochenen Gefäßen verhindert, von dem einfachen Hass, der durch einen schlechten Charakter begingt ist oder von psychischen Störungen herrührt, unterscheiden?

Antwort: Wenn der Mensch Anstrengungen in Richtung Verbindung mit den Freunden unternommen hat, um den Schöpfer darin zu enthüllen, dann erkennt er bei einer starken gemeinsamen Anstrengung Hass gegenüber der Verpflichtung, sich zu vereinigen.

So steht es übrigens im Buch Sohar geschrieben. Wenn er aber keine Anstrengungen bei dem Versuch, sich zu verbinden, unternommen hat, wird er auch keinen echten Hass spüren.

Ständige Erneuerung der Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich das Buch Sohar mit euch über Internet lese, ohne mich dabei in der Gruppe physisch zu befinden, wirkt es auf mich trotzdem?

Meine Antwort: Denkst du wirklich, dass wenn du mich hier umarmst, wirst du mehr Nutzen aus dem Unterricht ziehen? Alles hängt von der Einheit der Herzen, nicht von den Abständen ab. Der Mensch, der sich weit weg von uns befindet, ist vielleicht mehr aufgeregt und besorgt, und dann soll er eben auch dort bleiben.

Hier ist es wichtig, inwiefern kannst die Verantwortung für die anderen in eigenen Handlungen übernehmen. Wir haben noch vieles zu verbessern, indem wir jeden Tag zu unserer Absicht eine neue Tiefe, einen neuen Aspekt hinzufügen. Ich will nicht einfach die Verbindung mit den anderen wiederherstellen, sondern die Verantwortung für sie tragen. denn wenn ich an das Ziel nicht denke und mich danach nicht strebe, verlieren sie auch ihre spirituelle Ambitionen. Das ist sogar im egoistischen Sinne schlecht: Meine Trägheit wirkt auf sie und kommt zu mir in Form eines negativen Responses zurück.

Außerdem, tue ich das für unsere Bürgschaft. Wozu brauchen wir überhaupt diese Bürgschaft? Um dem Schöpfer Freude zu bereiten. wenn wir unsere gegenseitige Verbindung erneuern, enthüllen wir darin die gemeinsame Eigenschaft des Gebens – enthüllen den Schöpfer und bereiten ihn dadurch Genuss.

Die Sache ist die, dass die Eigenschaft des Gebens nicht nur die Liebe zwischen Freunden ist, denn sie beschränkt sich nicht auf unsere Beziehungen. Darin verbirgt sich Derjenige, der uns diese Eigenschaft, dieses Verlangen gegeben hat.

In unserer Gemeinsamkeit entdecken wir eine neue Sicht – den Grund der Einheit, seine Ursache. Das ist der Schöpfer, Ursache von allem, was wir denken und fühlen.

Und deshalb werden unsere Absichten immer komplizierter und zu einem ganzen Komplex, der in sich Israel, Tora und den Schöpfer einschließt.

Und der erste Schritt dazu ist der Weg, zu den Freunden, sich durch die fünf Welten vorzustellen. Wenn ich sie erreiche, erlange ich die Unendlichkeit. Dieses Bild ergänzen wir allmählich mit neuen Farben und Strichen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 23.11.2010

Das Leben in des Schöpfers Umgebung

In unserer Welt übt die Umgebung automatisch einen Einfluss auf einen Samen aus, welcher in die Erde gesetzt wurde, und er beginnt, zu wachsen.

Die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe stehen auf diese Weise in Wechselwirkung mit ihrer Umgebung, sie verfügen über keinen freien Willen.

Doch in unserer spirituellen Entwicklung ist es anders. Wir müssen die Umgebung erwecken, damit sie auf uns einwirkt – damit „Temperatur“, „Feuchtigkeitsgehalt“, „Mineralien“ und „Sonne“ genau richtig sind.

Wir selbst müssen diese Bedingungen erschaffen. Das wird als Erhebung von MaN bezeichnet. Denn die Umgebung ist der Schöpfer. Und wenn du glaubst, dass die Freunde, die Sonne, der Mond, ein plötzlicher Stimmungswechsel einen Einfluss auf dich haben, ist das alles der Schöpfer.

Ich, mein Punkt im Herzen, befinde mich im Inneren, und alles Andere ist der Schöpfer, der nur in allen möglichen Formen um mich herum existiert. Letztendlich erwecke ich Ihn.

Können Freunde etwa einen Einfluss auf mich nehmen, selbst wenn sie schreien und fordern? Welche Wirkungskraft haben sie?… Und ich muss die Kraft der spirituellen Einwirkung erhalten.

Das heißt, die Umgebung kommt mir nur so vor, in Wirklichkeit ist es der Schöpfer. In dieser Form rufe ich Ihn, enthülle Ihn, spreche mit Ihm.

Darum, wenn wir diese äußere Einwirkung nicht hervorrufen, wie wollen wir dann wachsen? Wir sind nicht in der Lage, durch etwas anderes als die „Erweckung von unten“ (Itaruta de Letata) voranzukommen.

Als erstes muss ein MaN, eine Bitte, eine Forderung, die von uns ausgeht, vorhanden sein. Es steht geschrieben: „Hast dich angestrengt und gefunden“. Wenn du dich nicht anstrengst, findest du nichts.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 23.11.2010

Wie lange noch bis zur Unendlichkeit?

Alles was wir empfinden und was wir um uns herum sehen, ist einzig nur das Spiel des Lichtes oder des Gefässes (Kli), das Spiel des Lichtes und des Wunsches. Und in der Mitte, zwischen ihnen, sind die Eigenschaften welche ihre Unterscheidungen ausmachen – jene Welt und jene Realität, die wir empfinden. Das ist es im Grunde, was uns fehlt bis hin zur Welt der Unendlichkeit.

„Die Welt (Olam) bedeutet „Verborgenheit“ (Alama). Sämtliche Formen des Lebens, die wir um uns herum beobachten, leblose, pflanzliche, tierische und menschliche Ebenen in der materiellen oder spirituellen Welt, sie alle zeigen uns das Nichtvorhandensein von Etwas das uns fehlt. Dies geschieht damit es der Unendlichkeit hinzugefügt werden kann.

Wenn alle Formen verschwinden und wir an ihrer Stelle nurmehr das Licht sehen und empfinden dass alle Wünsche vollkommen erfüllt sind, in ihrer gesamten Bandbreite, dann bedeutet das : wir haben den korrigierten Zustand erreicht !

Doch solange wir noch alle möglichen Formen empfinden ist dies ein Zeichen, dass wir eben noch nicht alle Wünsche korrigiert haben, so dass sie dem Licht in der Eigenschaft des Gebens gleich werden könnten.
Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

Wenn du nicht erwachst, schlafen morgen alle ein

Zuerst wächst der Mensch als Embryo in seiner Mutter, auf der „unbelebten“ Stufe erst einmal, indem er sich einfach annulliert.

Dann als kleines Kind neben einem Erwachsenen – das ist die „pflanzliche“ Stufe. Anschließend existiert er bereits als ausgewachsenes Individuum – das ist die „tierische“ Stufe.

Alle diese Stufen werden von Naturkräften in Gang gesetzt, d.h., wir müssen keine Kräfte aufwenden, um uns zu entwickeln – die Natur selbst regt in uns von innen die Wachstumskräfte und –verlangen an, erhebt an unserer Stelle die Bitte um die Entwicklung, MaN, sie erwacht von alleine in uns.

Der Schöpfer (die Natur) wirkt von zwei Seiten – aus dem Inneren des Embryos heraus, der nach der Entwicklung strebt und sich bezüglich der Mutter annulliert, und vonseiten des mütterlichen Organismus, der sich um den Embryo kümmert und ihn nicht als einen Fremdkörper wahrnimmt.

Sie werden von der tierischen Anhänglichkeit, Liebe zueinander gesteuert – sowohl vonseiten des Erwachsenen dem Kleinen gegenüber als auch umgekehrt.

Auf der „tierischen“ Stufe, in den späteren Jahren, müssen wir uns ebenfalls einander gegenüber annullieren, um von den Anderen lernen zu können. All das wird jedoch von den natürlichen Instinkten gesteuert.

Wenn es allerdings um die Entwicklung der Seele geht, die höher als die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe liegt – auf der Stufe Mensch/Adam (Adam/dome bedeutet „dem Schöpfer ähnlich“) –, dann muss man die Bitte um die Korrektur, MaN, selbst erheben. Das heißt, es ist ein Verlangen notwendig, das von dem Menschen selbst ausgeht.

Der Anstoß zu diesem vorausgehenden Verlangen wird uns als ein Teil des Schöpfers von oben gegeben – das ist der „Punkt im Herzen“, den wir von oben zusammen mit allen anderen Mitteln erhalten: den Büchern, dem Lehrer, der Gruppe.

Und wir müssen durch die richtige Nutzung dieser Mittel zur Forderung nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer gelangen (die Kraft P1 kommt vom Schöpfer, und P2 muss von dir ausgehen).

Ich habe das Verlangen, mich zu entwickeln, doch weder die Kraft noch das Verständnis, wozu und wie. Vor mir ist alles verborgen… Doch dafür ist mir die Gruppe, die Umgebung gegeben. Das ist der Grund, warum die gemeinsame Seele zerbrochen wurde.

Schließe sie alle an deinen Punkt im Herzen an und du bekommst die Kraft, die zum Handeln ausreichend ist. Hinter deinem Punkt im Herzen steht die Gruppe, und wenn du Hilfe von ihr bekommst, wirst du ein MaN an den Schöpfer erheben können (der sich in Wirklichkeit ebenfalls innerhalb der Gruppe befindet…).

Dann wirst du die Antwort vom Schöpfer, MaD, die Kraft zur Entwicklung, das Licht, das zur Quelle zurückführt, erhalten.

Und es ist unwichtig, wo du den ganzen Tag arbeitest, wichtig ist, wo deine Gedanken sind, dort bist auch du selbst. Und deine Gedanken kannst du mit Hilfe der Umgebung bestimmen.

Lasst uns also vereinbaren, dass wir uns mit aller Kraft bemühen werden, dass niemand von uns auch nur für einen Augenblick vergisst, dass wir verbunden sein müssen, auf diese Weise werden wir einander gegenseitig erwecken!

Lasst uns ein Verlangen danach entwickeln und alle zusammen, mit allen unseren Freunden weltweit, die höhere Kraft, den Schöpfer, an dieses Verlangen anschließen! Soll Er uns helfen, nur an die Verbindung, nur an die Bürgschaft zu denken!

Wenn du nicht erwachst, werden die Anderen auch nicht erwachen! Und wenn die Anderen nicht erwachen, werde ich morgen ebenfalls im Unterricht schlafen! Es gibt keinen Ausweg, wir müssen für das vorausgehende Verlangen sorgen, indem wir es von der Gruppe erhalten, und uns damit an den Schöpfer wenden.

Alles, was die Natur mit einem Embryo, einem Kind, jedem, der in dieser Welt lebt, macht, indem sie sie zur Entwicklung vorantreibt, müssen wir selbst tun und unsere Entwicklung selbst hervorrufen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 23.11.2010

Die Sklaverei der eigenen Natur

Wenn der Mensch von einem großen Vergnügen erfüllt ist, löst er sich darin auf, befindet sich komplett unter seiner Macht, ist wie ein Roboter, bereit alles zu tun, was dieses Vergnügen von ihm fordert. Er kann dem nicht widerstehen.

 Jeder Mensch hat ein gewisse Toleranzschwelle, ein Limit, bis zu welchem er dem Genuss widerstehen oder Leiden erdulden kann. Und wenn die Leiden oder der Genuss diese Schwelle überschreiten, sind sie fähig den Menschen völlig zu versklaven.

 Der Mensch ist nur in einem sehr engen Frequenzbereich der Empfindsamkeit fähig, ihnen zu widerstehen. Nur in diesem Bereich kann er sich dagegen schützen. Worin besteht dieser Schutz? Er versteht, dass er der Versuchung gegenüber nicht kapitulieren darf, weder bezüglich der guten noch der schlechten Seite.

 Sonst beherrschen ihn die Genüsse und die Leiden komplett, denn der Mensch ist aus einem Baustoff geschaffen, dessen Grundlage das Verlangen zu genießen ist. Deshalb ist absolut offensichtlich, dass sie mit ihm einfach alles machen können.

 

Unterricht zu dem Artikel „Shamati 4“ vom 19.11.2010