Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Falls du dich vorbereitet hast, um höher zu springen…

Unsere Vorbereitung auf den vergangenen Kongress haben wir vor Monaten begonnen, wir stellten uns vor, wie wir uns verbinden werden, das Ego zerbrechen und die Einheit erreichen.

In der Spiritualität muss man immer die Vollkommenheit anstreben. Wenn du auf den Tisch springen willst, dann sollst du dich auf einen riesigen Sprung vorbereiten, um dich folglich auf dem Tisch zu befinden. Und das betrifft alles.

Auf dem Kongress haben wir ein Ziel gesetzt – die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen. Selbstverständlich soll es unser tägliches Ziel sein.

Aber diesmal strebten wir sehr danach, und machten deshalb einen großen Schritt nach vorne. Wir haben den neuen Status gefunden, das neue Kli geschaffen, in dem die Empfindung der Vereinigung, der Einheit, des Ziels gezeigt wurde, sowie der neue Plan, wie es zu erreichen ist.

Die Einen haben gefühlt, dass sie sich daran mehr genähert haben, die Anderen – weniger. Jemand hat es von der Seite der Kelim, und jemand schon von der Seite der Lichter empfunden.

Es gab auch die Menschen, die gefühlt haben, inwiefern sie sich darin noch nicht befinden, sie erreichten das Begreifen des Übels, sie haben enthüllt, wie viel sie noch korrigieren sollen. Wir haben zusammen eine Menge verschiedener Zustände erlebt.

Wir haben geöffnet, dass die Umgebung auf den Menschen einwirkt und mit ihm alles Mögliche machen kann, weil der Mensch ihrem Einfluss vollständig unterworfen ist. Es mangelt uns zwar immer noch an der ständigen Einwirkung der Umgebung, außerdem können wir uns in Bezug auf sie noch nicht aufheben.

Und gewiss stammt von der Umgebung immer noch keine riesige Kraft, welche jedem bestimmen würde, worauf er sich richten soll.

Aber zwischen uns ist auf jeden Fall eine Verbindung entstanden. Und ich denke, dass wir in der allernächsten Zeit beginnen werden, in ihr immer mehr und mehr Füllungen zu öffnen.

Aus dem Abschlussgespräch des Kongresses, 11.11.2010

Die Einladung in den Hochzeitssaal der Braut

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird gesagt, dass die zerbrochenen Seelen zwecks Korrektur in die Welt Azilut hinaufsteigen, wenn wir zuerst alle Welten BEА, angefangen mit Malchut de-Malchut der Welt Assija durchgehen sollen?

Wo befinde ich mich also, in Malchut der Welt Azilut, oder irgendwo in den Welten Assija, Jezira, Brija?

Und wenn sich das Land Israel in der Welt Jezira befindet, und der heiligste Ort im Tempel, wohin nur der Hohepriester rein gelassen wird, sich in der Welt Brija befindet, wie kann ich dann höher als er hinaufsteigen?!

Meine Antwort: Wenn ich die Bitte um Korrektur ausspreche, dann steige ich mit meinem Punkt, in Malchut der Welt Azilut, in die Versammlung der Seelen Israels hinauf.

Alle unsere Korrekturen geschehen in Malchut der Welt Azilut, das ist unser Haus, unser Keter eben. Und alles, was es unterhalb der Welten BЕА gibt, ist die Verbreitung Malchut, ihrer neun unteren Sfirot.

Alle Welten, Parzufim, die Seelen, die sich unter dem Parssa (die untere Grenze der Welt Azilut) befinden, gehören zu Malchut de-Azilut. Für die Korrektur soll ich also dorthin hinaufsteigen und mich mit Malchut der Welt Azilut verbinden. Aber wo genau wird meine Seele korrigiert?

Die allgemeine Seele Adam HaRischon befindet sich in den Welten BЕА (Angefangen mit ihrem „Kopf“ in GaR de-Brija und bis zu den „Beinen“ in Assija).

Wenn ich meine Seele in Malchut de-Azilut erhebe und dort um die Korrekturen bitte, dann bekomme ich das Licht von oben, das zur Quelle zurückführt (das zu mir aus der Welt der Unendlichkeit, durch alle Welten kommt und für mich persönlich vorbestimmt ist), und korrigiere die vorbestimmte Verbindung zwischen Seir Anpin und Malchut der Welt Azilut.

Auf diese Weise korrigiere ich die zerrissene Verbindung zwischen Malchut und SA, und zwischen Schchina und dem Schöpfer.

Somit gehöre ich zu „den Freunden der Braut, welche die Tora unterstützen“, über die das Buch Sohar im Kapitel „Die Nacht der Braut“ erzählt. Ich helfe ihr, sich mit dem Bräutigam zu verbinden und werde als Sohn des Hochzeitssaals der Braut bezeichnet.

Folglich korrigiere ich meine Seele, weil SA und Malchut nur meinetwegen getrennt wurden, damit ich sie zukünftig verbinde und diese „LEGO“ Einzelteile rekonstruiere!

Und wenn ich die erste Verbindung zwischen Malchut und SA aufbaue, dann korrigiere ich die erste spirituelle Stufe: Malchut de-Malchut der Welt Assija. (vgl. Baal HaSulam. Das Vorwort zum Buch Sohar).

Folglich wird durch die Vereinigung Malchut und SA Jessod de-Malchut de-Assija korrigiert usw. Indem ich jedes Mal Malchut unterstütze und ihre Verschmelzung mit SA hervorrufe, korrigiere ich meine Seele.

Das heißt, wir erheben unsere Bitte (MaN) immer in Schchina, in Malchut der Welt Azilut, wobei die Korrektur selbst und die Belebung unserer Seelen in den Welten BЕА erfolgen, weil Adam HaRischon in den Welten BЕА geboren ist, und nichts, außer ihnen, außer seiner Umwelt empfindet. Er steigt zusammen mit diesen Welten hinauf und herab.

Denn ich will dem Schöpfer Genuss bereiten und deshalb steigt meine Absicht in Malchut de-Azilut hinauf. Dadurch werde ich in den Welten BЕА, in meiner Umgebung korrigiert.

Wir hoffen, dass wir hinaufsteigen, und wie der Hohepriester in „die Allerheiligste“, in Bina der Welt Brija eingehen. Aber dadurch erhebe ich Siwug SoN zu АwI.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 23.11.2010

Fragen, die ich nach dem Kongress erhielt

Frage: Am zweiten Kongresstag hatte ich ein Gefühl, als ob alle Menschen, alle „Punkte“ in mir wären und ich sie deshalb wirklich wie mich selbst lieben könnte, weil ich sie als einen Teil von mir empfand. Ist es richtig, die ganze Gruppe in sich zu spüren?

Antwort: Genau das ist der Anfang für die Bildung eines Ortes, an dem sich später die Eigenschaft des Gebens, genannt „Schöpfer“, enthüllt.

Frage: Auf dem Kongress habe ich gesehen, dass einige Männer sich völlig der Arbeit hingegeben haben. Brauchen wir diese äußeren Handlungen oder kann es vielleicht sein, dass sie uns vom wahren Ziel ablenken? Weil der Funke der Wahrheit, der darin enthalten ist, anscheinend sehr schwach ist.

Antwort: Wahrscheinlich sollte man die Arbeit gleichmäßiger verteilen, doch es steht außer Zweifel, dass wir uns selbst versorgen müssen.

Frage: Sie sagen, dass unser Problem darin besteht, dass wir versuchen, den Machsom selbst zu überqueren, doch das kann nur das Licht tun. An wen sind wir in der Lage, uns mit dieser Bitte, diesem Gebet zu wenden? An die Gruppe, an die Umgebung? Denn Sie haben darüber gesprochen, dass es sich dort verbirgt.

Antwort: An den Schöpfer, an die Kraft des Gebens, die sich in der Gruppe verbirgt.

Frage: Nehmen wir an, wir würden anfangen, den Hass gegenüber den Freunden zu empfinden. Doch wie soll man diesen, sagen wir mal, „göttlichen“ Hass, der das Zusammensetzen von zerbrochenen Gefäßen verhindert, von dem einfachen Hass, der durch einen schlechten Charakter begingt ist oder von psychischen Störungen herrührt, unterscheiden?

Antwort: Wenn der Mensch Anstrengungen in Richtung Verbindung mit den Freunden unternommen hat, um den Schöpfer darin zu enthüllen, dann erkennt er bei einer starken gemeinsamen Anstrengung Hass gegenüber der Verpflichtung, sich zu vereinigen.

So steht es übrigens im Buch Sohar geschrieben. Wenn er aber keine Anstrengungen bei dem Versuch, sich zu verbinden, unternommen hat, wird er auch keinen echten Hass spüren.

Ständige Erneuerung der Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich das Buch Sohar mit euch über Internet lese, ohne mich dabei in der Gruppe physisch zu befinden, wirkt es auf mich trotzdem?

Meine Antwort: Denkst du wirklich, dass wenn du mich hier umarmst, wirst du mehr Nutzen aus dem Unterricht ziehen? Alles hängt von der Einheit der Herzen, nicht von den Abständen ab. Der Mensch, der sich weit weg von uns befindet, ist vielleicht mehr aufgeregt und besorgt, und dann soll er eben auch dort bleiben.

Hier ist es wichtig, inwiefern kannst die Verantwortung für die anderen in eigenen Handlungen übernehmen. Wir haben noch vieles zu verbessern, indem wir jeden Tag zu unserer Absicht eine neue Tiefe, einen neuen Aspekt hinzufügen. Ich will nicht einfach die Verbindung mit den anderen wiederherstellen, sondern die Verantwortung für sie tragen. denn wenn ich an das Ziel nicht denke und mich danach nicht strebe, verlieren sie auch ihre spirituelle Ambitionen. Das ist sogar im egoistischen Sinne schlecht: Meine Trägheit wirkt auf sie und kommt zu mir in Form eines negativen Responses zurück.

Außerdem, tue ich das für unsere Bürgschaft. Wozu brauchen wir überhaupt diese Bürgschaft? Um dem Schöpfer Freude zu bereiten. wenn wir unsere gegenseitige Verbindung erneuern, enthüllen wir darin die gemeinsame Eigenschaft des Gebens – enthüllen den Schöpfer und bereiten ihn dadurch Genuss.

Die Sache ist die, dass die Eigenschaft des Gebens nicht nur die Liebe zwischen Freunden ist, denn sie beschränkt sich nicht auf unsere Beziehungen. Darin verbirgt sich Derjenige, der uns diese Eigenschaft, dieses Verlangen gegeben hat.

In unserer Gemeinsamkeit entdecken wir eine neue Sicht – den Grund der Einheit, seine Ursache. Das ist der Schöpfer, Ursache von allem, was wir denken und fühlen.

Und deshalb werden unsere Absichten immer komplizierter und zu einem ganzen Komplex, der in sich Israel, Tora und den Schöpfer einschließt.

Und der erste Schritt dazu ist der Weg, zu den Freunden, sich durch die fünf Welten vorzustellen. Wenn ich sie erreiche, erlange ich die Unendlichkeit. Dieses Bild ergänzen wir allmählich mit neuen Farben und Strichen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 23.11.2010

Das Leben in des Schöpfers Umgebung

In unserer Welt übt die Umgebung automatisch einen Einfluss auf einen Samen aus, welcher in die Erde gesetzt wurde, und er beginnt, zu wachsen.

Die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe stehen auf diese Weise in Wechselwirkung mit ihrer Umgebung, sie verfügen über keinen freien Willen.

Doch in unserer spirituellen Entwicklung ist es anders. Wir müssen die Umgebung erwecken, damit sie auf uns einwirkt – damit „Temperatur“, „Feuchtigkeitsgehalt“, „Mineralien“ und „Sonne“ genau richtig sind.

Wir selbst müssen diese Bedingungen erschaffen. Das wird als Erhebung von MaN bezeichnet. Denn die Umgebung ist der Schöpfer. Und wenn du glaubst, dass die Freunde, die Sonne, der Mond, ein plötzlicher Stimmungswechsel einen Einfluss auf dich haben, ist das alles der Schöpfer.

Ich, mein Punkt im Herzen, befinde mich im Inneren, und alles Andere ist der Schöpfer, der nur in allen möglichen Formen um mich herum existiert. Letztendlich erwecke ich Ihn.

Können Freunde etwa einen Einfluss auf mich nehmen, selbst wenn sie schreien und fordern? Welche Wirkungskraft haben sie?… Und ich muss die Kraft der spirituellen Einwirkung erhalten.

Das heißt, die Umgebung kommt mir nur so vor, in Wirklichkeit ist es der Schöpfer. In dieser Form rufe ich Ihn, enthülle Ihn, spreche mit Ihm.

Darum, wenn wir diese äußere Einwirkung nicht hervorrufen, wie wollen wir dann wachsen? Wir sind nicht in der Lage, durch etwas anderes als die „Erweckung von unten“ (Itaruta de Letata) voranzukommen.

Als erstes muss ein MaN, eine Bitte, eine Forderung, die von uns ausgeht, vorhanden sein. Es steht geschrieben: „Hast dich angestrengt und gefunden“. Wenn du dich nicht anstrengst, findest du nichts.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 23.11.2010

Wie lange noch bis zur Unendlichkeit?

Alles was wir empfinden und was wir um uns herum sehen, ist einzig nur das Spiel des Lichtes oder des Gefässes (Kli), das Spiel des Lichtes und des Wunsches. Und in der Mitte, zwischen ihnen, sind die Eigenschaften welche ihre Unterscheidungen ausmachen – jene Welt und jene Realität, die wir empfinden. Das ist es im Grunde, was uns fehlt bis hin zur Welt der Unendlichkeit.

„Die Welt (Olam) bedeutet „Verborgenheit“ (Alama). Sämtliche Formen des Lebens, die wir um uns herum beobachten, leblose, pflanzliche, tierische und menschliche Ebenen in der materiellen oder spirituellen Welt, sie alle zeigen uns das Nichtvorhandensein von Etwas das uns fehlt. Dies geschieht damit es der Unendlichkeit hinzugefügt werden kann.

Wenn alle Formen verschwinden und wir an ihrer Stelle nurmehr das Licht sehen und empfinden dass alle Wünsche vollkommen erfüllt sind, in ihrer gesamten Bandbreite, dann bedeutet das : wir haben den korrigierten Zustand erreicht !

Doch solange wir noch alle möglichen Formen empfinden ist dies ein Zeichen, dass wir eben noch nicht alle Wünsche korrigiert haben, so dass sie dem Licht in der Eigenschaft des Gebens gleich werden könnten.
Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

Wenn du nicht erwachst, schlafen morgen alle ein

Zuerst wächst der Mensch als Embryo in seiner Mutter, auf der „unbelebten“ Stufe erst einmal, indem er sich einfach annulliert.

Dann als kleines Kind neben einem Erwachsenen – das ist die „pflanzliche“ Stufe. Anschließend existiert er bereits als ausgewachsenes Individuum – das ist die „tierische“ Stufe.

Alle diese Stufen werden von Naturkräften in Gang gesetzt, d.h., wir müssen keine Kräfte aufwenden, um uns zu entwickeln – die Natur selbst regt in uns von innen die Wachstumskräfte und –verlangen an, erhebt an unserer Stelle die Bitte um die Entwicklung, MaN, sie erwacht von alleine in uns.

Der Schöpfer (die Natur) wirkt von zwei Seiten – aus dem Inneren des Embryos heraus, der nach der Entwicklung strebt und sich bezüglich der Mutter annulliert, und vonseiten des mütterlichen Organismus, der sich um den Embryo kümmert und ihn nicht als einen Fremdkörper wahrnimmt.

Sie werden von der tierischen Anhänglichkeit, Liebe zueinander gesteuert – sowohl vonseiten des Erwachsenen dem Kleinen gegenüber als auch umgekehrt.

Auf der „tierischen“ Stufe, in den späteren Jahren, müssen wir uns ebenfalls einander gegenüber annullieren, um von den Anderen lernen zu können. All das wird jedoch von den natürlichen Instinkten gesteuert.

Wenn es allerdings um die Entwicklung der Seele geht, die höher als die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe liegt – auf der Stufe Mensch/Adam (Adam/dome bedeutet „dem Schöpfer ähnlich“) –, dann muss man die Bitte um die Korrektur, MaN, selbst erheben. Das heißt, es ist ein Verlangen notwendig, das von dem Menschen selbst ausgeht.

Der Anstoß zu diesem vorausgehenden Verlangen wird uns als ein Teil des Schöpfers von oben gegeben – das ist der „Punkt im Herzen“, den wir von oben zusammen mit allen anderen Mitteln erhalten: den Büchern, dem Lehrer, der Gruppe.

Und wir müssen durch die richtige Nutzung dieser Mittel zur Forderung nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer gelangen (die Kraft P1 kommt vom Schöpfer, und P2 muss von dir ausgehen).

Ich habe das Verlangen, mich zu entwickeln, doch weder die Kraft noch das Verständnis, wozu und wie. Vor mir ist alles verborgen… Doch dafür ist mir die Gruppe, die Umgebung gegeben. Das ist der Grund, warum die gemeinsame Seele zerbrochen wurde.

Schließe sie alle an deinen Punkt im Herzen an und du bekommst die Kraft, die zum Handeln ausreichend ist. Hinter deinem Punkt im Herzen steht die Gruppe, und wenn du Hilfe von ihr bekommst, wirst du ein MaN an den Schöpfer erheben können (der sich in Wirklichkeit ebenfalls innerhalb der Gruppe befindet…).

Dann wirst du die Antwort vom Schöpfer, MaD, die Kraft zur Entwicklung, das Licht, das zur Quelle zurückführt, erhalten.

Und es ist unwichtig, wo du den ganzen Tag arbeitest, wichtig ist, wo deine Gedanken sind, dort bist auch du selbst. Und deine Gedanken kannst du mit Hilfe der Umgebung bestimmen.

Lasst uns also vereinbaren, dass wir uns mit aller Kraft bemühen werden, dass niemand von uns auch nur für einen Augenblick vergisst, dass wir verbunden sein müssen, auf diese Weise werden wir einander gegenseitig erwecken!

Lasst uns ein Verlangen danach entwickeln und alle zusammen, mit allen unseren Freunden weltweit, die höhere Kraft, den Schöpfer, an dieses Verlangen anschließen! Soll Er uns helfen, nur an die Verbindung, nur an die Bürgschaft zu denken!

Wenn du nicht erwachst, werden die Anderen auch nicht erwachen! Und wenn die Anderen nicht erwachen, werde ich morgen ebenfalls im Unterricht schlafen! Es gibt keinen Ausweg, wir müssen für das vorausgehende Verlangen sorgen, indem wir es von der Gruppe erhalten, und uns damit an den Schöpfer wenden.

Alles, was die Natur mit einem Embryo, einem Kind, jedem, der in dieser Welt lebt, macht, indem sie sie zur Entwicklung vorantreibt, müssen wir selbst tun und unsere Entwicklung selbst hervorrufen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 23.11.2010

Die Sklaverei der eigenen Natur

Wenn der Mensch von einem großen Vergnügen erfüllt ist, löst er sich darin auf, befindet sich komplett unter seiner Macht, ist wie ein Roboter, bereit alles zu tun, was dieses Vergnügen von ihm fordert. Er kann dem nicht widerstehen.

 Jeder Mensch hat ein gewisse Toleranzschwelle, ein Limit, bis zu welchem er dem Genuss widerstehen oder Leiden erdulden kann. Und wenn die Leiden oder der Genuss diese Schwelle überschreiten, sind sie fähig den Menschen völlig zu versklaven.

 Der Mensch ist nur in einem sehr engen Frequenzbereich der Empfindsamkeit fähig, ihnen zu widerstehen. Nur in diesem Bereich kann er sich dagegen schützen. Worin besteht dieser Schutz? Er versteht, dass er der Versuchung gegenüber nicht kapitulieren darf, weder bezüglich der guten noch der schlechten Seite.

 Sonst beherrschen ihn die Genüsse und die Leiden komplett, denn der Mensch ist aus einem Baustoff geschaffen, dessen Grundlage das Verlangen zu genießen ist. Deshalb ist absolut offensichtlich, dass sie mit ihm einfach alles machen können.

 

Unterricht zu dem Artikel „Shamati 4“ vom 19.11.2010

Tee mit der Queen

Es existieren zwei Arten von Awiut (Dicke/Grobheit des Verlangens), welche wir erlangen können: Awiut von der Seite des Gefäßes (Kli) und Awiut von der Seite des Lichtes.

Awiut von der Seite des Gefäßes (Kli) – ist ein Mangel seiner Erfüllung, Chissaron, Hunger, Appetit. Awiut, die von der Seite des Lichtes kommt ist die Bewusstwerdung der Wichtigkeit des Schöpfers, der Enthüllung seiner Größe.

Das Licht kommt herab und erweitert dein Kli, indem es den Licht Gebenden in deinen Augen erhebt. Gerade auf Kosten von dieser Awiut lohnt es sich, sich zu rühren.

Dazu ein Beispiel: Jemand hat mich zu Besuch eingeladen und mir Tee und Kekse angeboten, ich sehe darin nichts besonderes. Plötzlich erfahre ich es war ein sehr wichtiger und bedeutender Mensch. Dann bekommt dieses Besuch eine ganz andere Bedeutung!

Der Premierminister von Großbritanien, B. Disraely, hat in seinen Memoiren beschrieben, wie die Königin ihe einmal für eine Tasse Tee in den Palast eingeladen hat. Er hat mehrmals davor mit ihr gesprochen, aber gerade dieser „Tasse Tee“ hat er eine so große Bedeutung beigemessen.

In anderen Worten, der Mensch wird nicht dadurchbeindruckt, was er bekommt, sondern von wem.

Wenn du den Schöpfer preist, wenn du ihm dankst, erweiterst du deine spirituellen Gefäße. Du näherst dich Ihm an, erkennst seine Wichtigkeit und Größe. In deinen Augen wächst die von Ihm kommende Erleuchtung, und das schafft in dir zusätzliche Kelim.

Aus einem Unterricht über den Artikel aus „Schamati“, 19.11.2010

Keter-Chochma-Bina-S“A-Malchut

Keter und Bina verfügen über solche besonderen Eigenschaften, dass sie fähig sind, herunterzusteigen und mit den niedrigsten Wünschen zu arbeiten.

Bina ist Chassadim (die Barmherzigkeit), und Chassadim kann sich an jeder beliebigen Stelle aufhalten, da es von der Absicht „des Gebens um des Gebens willen“ beschützt wird. Aber wie kann Keter heruntersteigen, in welchem neben dem Licht Chassadim, auch das Licht Chochma vorhanden ist?

Es geht darum, dass Keter alles ausfüllt und sich zu allem von „unten nach oben“ verhält, weshalb es in beliebige Wünsche heruntersteigen kann, die sich in den egoistischen Absichten befinden, so wie Bina auch – aber aus einem anderem Grund.

Keter ist eine Eigenschaft des Schöpfers, die die gesamte Schöpfung, Malchut ausfüllen möchte. Es ist nicht das Licht der Füllung, Chochma, sondern die Absicht der Schöpfung, ihre Idee, ihr Programm. Es bestimmt folglich, was der Schöpfer von uns letztendlich will – Er will uns zu sich erheben.

Deshalb wird diese Sfira mit dem Endstrich des Buchstabens „Jud“ bezeichnet, es ist ein Programm, das sich unterhalb der Sfira Chochma realisiert. Dabei ist Chochma schon das Licht des Schöpfungsziels, und Bina – das Licht der Korrektur.

Somit gibt es GAR, drei Höhere Sfirot, die zum Schöpfer gehören: Кeter – das Programm, Chochma – das Ziel und Bina – die Korrektur der Schöpfung.

Und dann erfolgt die Realisierung in den unteren Sfirot. Es ist das System Seir Anpin welches die Reihenfolge der Handlungen bestimmt, die die unteren Korrekturen durchführen.

Und die untere Sfira, die sich verändern soll, ist Malchut. So sind die 5 Teile eben, aus denen die Schöpfung besteht.

Und da Keter ein Vorhaben, das Programm der Schöpfung, ihre Idee ist – so befindet es sich an jedem beliebigen Ort! Denn ohne diese Idee kann nichts existieren , kein einziger Wunsch.

Er gilt in Bezug auf die unteren Stufen „von unten nach oben“, weil alles nur darauf gerichtet ist, sie für die Korrektur zu erheben – selbst wenn sie dafür in Klipot herabfallen sollten und Versündigungen auf diesem Weg begehen.

Das Buch Sohar erzählt, dass diese Probleme und Verbrechen uns später als die richtigen Handlungen vorkommen werden, die wir durchgehen mussten, um endlich den korrigierten Zustand zu enthüllen.

Das alles hat der Schöpfer so vorgesehen, und wir begingen weder die Fehler, noch die Verbrechen, oder die Korrekturen selbst.

Deshalb herrscht Keter über alle Beschränkungen und Kürzungen.

Es ist der Gedanke, der in jedem Teilchen der Schöpfung, in jeder Handlung eingeschlossen ist, weshalb er sich überallhin erstreckt und von unten nach oben wirkt, um alle Teile der Schöpfung miteinander zu verbinden, und das Ende der Korrektur zu erreichen.

Bina ist dagegen anders, weil sie das Licht Chassadim, die Korrektur der Schöpfung darstellt. Die Korrektur kann in jedem beliebigen Zustand und an jedem beliebigen Ort erfolgen, entsprechend dem Korrekturwunsch der unteren Stufe, welche die Eigenschaft Bina, die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte.

Du willst und du wirst bekommen, ohne jede Beschränkung! Und deshalb kann sich Bina auch überall erstrecken, denn sie ist „Chafez Chessed“ (das reine Geben).

Und Chochma ist das Licht des Schöpfungsziels, welches die Wünsche nach ihrer Korrektur mittels Bina ausfüllt. Und Seir Anpin bestimmt den Prozess, nach dem diese Korrektur erfolgt.

Weil Bina sich Keter angleichen möchte, gebärt sie S“A, wonach sie darin weilt, um ihn zum Niveau Keter zu erheben. Aber S“A kann alleine Keter nicht erreichen, wie es Bina gerne möchte – sondern nur mit Hilfe von Malchut!

Somit ist S“A der verborgene Schöpfer und Keter – die Höhere Eigenschaft – Azmuto, das Vorhaben der Schöpfung. S“A und Malchut arbeiten zusammen, weil S“A nur dann Keter gleich werden kann, wenn sich Malchut an ihn anschließt und ihre Wünsche an ihn weitergibt.

Deshalb kann sich Malchut nur dann korrigieren, wenn sie dem Beispiel S“A nacheifert. Sie erkennt folglich, welche Wünsche und Korrekturen notwendig sind, um sich mit Ihm zu verbinden. Маlchut sind die Seelen, S“A ist der Schöpfer, und ihre Vereinigung stellt die Verschmelzung der Seelen mit dem Schöpfer dar.

Wenn sie sich verbinden, dann steigen sie in A“B – SA“G – zu Chochma und Bina hinauf. Und wenn sie sich dort verbinden, dann reihen sie sich in Keter ein. Dort endet das Programm der Schöpfung!

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar ha-Kawanot“, 22.11.2010