Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eindrücke vom Kongress T.4, 11.2010

Aus erhaltenen Briefen mit den Eindrücken vom Kongress:
An dem Kongress habe ich durch das Internet teilgenommen. Am zweiten Tag bei der Lektion „Das Ziel der Gruppe“, nach den inneren Anstrengungen und der Vereinigung, stoße ich – so wie die Meisten – an die Membrane, hinter welcher das Licht sichtbar war.
Für mich war das keine Enttäuschung (im Inneren meiner Seele habe ich vermutet, dass der Durchburch des Machsoms nicht so einfach geschehen wird).

In dem Moment wurde mir bewusst, dass alles, was geschieht, kein Traum ist, sondern Realität. Von Anfang an hatte ich keine Zweifel, doch jetzt hat sich die Überzeugung noch mehr gefestigt, und neue Kräfte erschienen.
Du stehst vor der Membrane, schaust, wie dort das Licht leuchtet … sehr schwierig, das Zusammentreffen mit den Eigenschaften des Schöpfers. Du entspannst dich. Und dann fühlst du, dass du vom Ego erstickt wirst, und wieder fühlst du, womit du zum Ziel kommen kannst.
Ich bin noch ein Teekessel mit Definitionen, gebe aber mein Bestes. Wir werden auf jeden Fall durchbrechen. Mit meinem ganzen Wesen bin ich im Verlangen mit Euch allen . Lechaim!!!

Über den eigenen Kopf springen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie erlangt man die Fähigkeit, sich „über dem Wissen“ zu bewegen?

Meine Antwort: „Über dem Wissen“ bedeutet über unserem „Material“, dem Verlangen zu genießen, d.h. in der Eigenschaft des Gebens.

Wir selbst sind nicht in der Lage, uns über den Egoismus zu erheben, es ist nur mit Hilfe des höheren Lichts, O“M, möglich.

„Wissen“ bedeutet mein Verlangen. Innerhalb meines Verlangens bin ich in der Lage, zu fühlen, zu sehen, Berechnungen anzustellen – ob es sich lohnt, dieses oder jenes Verlangen in Abhängigkeit von dem erwarteten Nutzen oder Schaden zu verwenden.

Infolge dieser Berechnungen komme ich zu bestimmten Schlussfolgerungen und setze meine Verlangen um. Damit habe ich überhaupt kein Problem. Auf diese Weise lebe ich in dieser Welt.

Bei einem Teil dieser Berechnungen bin ich mir sicher, an einem anderen Teil zweifle ich. In unseren irdischen Wissenschaften wenden wir auch die Wahrscheinlichkeitstheorie an – dort, wo wir über keine zuverlässigen Informationen verfügen. Doch in jedem Fall haben wir etwas, worauf wir uns verlassen könnten, während ich „über dem Wissen“, „über dem Verstand“ kein Werkzeug, keine Wahrnehmungseigenschaften habe. Außerdem weiß ich nicht, was „über“ bedeutet.

Wenn das einfach dem Verstand entgegengesetzt wäre, könnte ich eine Berechnung machen, wie man gemäß dem Verstand handeln müsste, und hätte es genau umgekehrt gemacht. Obwohl es ebenfalls eine auf Vernunft gegründete Berechnung wäre.

Doch ich habe nicht die geringste Ahnung, was „über dem Wissen“ bedeutet – bezogen auf welchen Verstand, welches Empfinden, welche Berechnung, in Bezug worauf? Das ist eine gewisse Herangehensweise, eine gewisse Tendenz, ein Paradigma, welches in mir nicht existiert.

Aus diesem Grund kann nur das Licht kommen und mir diese Herangehensweise nahebringen, weil „über dem Wissen“ „um des Gebens willen“ bedeutet, d.h., nicht aus Berechnung innerhalb des Kli/Verlangens zu genießen. Und wenn es nicht innerhalb des Verlangens stattfindet, dann weiß ich nicht, was das ist. Wie kann ich es erfahren? Es ist unklar… Innerhalb welches Verlangens?

Die Kabbalisten sagen: Wenn du beginnst, das Verlangen des Nächsten wie dein eigenes wahrzunehmen, wenn du es schaffst, die Berechnungen in Bezug auf sein Verlangen, zu seinem Wohl anzustellen, wird es über deinem jetzigen Wissen stattfinden.

Doch dafür muss ich übernatürliche Kräfte erhalten, die ich nicht habe. Wenn ich diese Kräfte erhalte, werde ich mich „über dem Wissen“ befinden können. Noch kannst du aber nicht über dich selbst springen.

Nur das Licht, welches uns erschaffen hat, kann uns verändern. Deshalb müssen wir die „Wundermittel“ (Segulot) benutzen – verschiedene Handlungen ausführen, die das Licht anziehen, damit es auf uns einwirkt. Daran wird unser Erfolg gemessen.

Denn weder der Verstand, noch die Gefühle, die du noch innerhalb deines Verlangens zu genießen anhäufst, können dir helfen. Sie können dir nur in der entgegengesetzten Form helfen.

Denn wenn du jeden Tag die Berechnungen anstellst, was du in der Spiritualität erreicht hast, dann erkennst du, dass du in Wirklichkeit nichts erreicht hast, obwohl du viele Anstrengungen investiert hast. Und das Gleiche morgen. Und übermorgen bist du außerdem auch noch durcheinander geraten. Einen weiteren Tag später hast du plötzlich die Gewissheit verspürt, dass du klüger geworden bist. Und so weiter.

Jeden Tag vermehren sich die negativen Erscheinungen – weil du dich in dem Verlangen, für dich zu genießen, befindest und denkst, dass nur das Licht dir helfen kann, doch es kommt und hilft nicht.

Was soll man nun tun? Anfangen, gegen den Verstand zu kämpfen, wie es über das ägyptische Exil geschrieben steht.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.11.2010. Das Vorwort.

Warum mögen die Menschen die Wolken anzuschauen

Nach dem Zimzum Bet (nach der zweiten Beschränkung) reiht sich jeder Höhere Parzuf mit seinem unteren Teil in den Unteren Parzuf ein: der untere Teil Bina taucht in S“A ein, der untere Teil S“A – in Malchut.

Deshalb ist der obere Teil jedes einzelnen Parzuf sichtbar, und sein unterer Teil ist innerhalb des Unteren verborgen.

So ist der Bau entsprechend Zimzum Bet, und wir befinden uns gerade in solcher Verbindung – jeder reiht sich mit seinem Teil in den anderen ein. Alle in allen!

Wir können uns optisch dieses holographische Bild nicht vorstellen, es gibt keinen Menschen, der sich in alle nicht einreihen würde, und es gibt niemanden, der in sich nicht alle, den Teil von jedem nicht beinhalten würde.

Wir bilden also ein Integralsystem, eine große Wolke, die keinen Anfang, kein Ende oder irgendwelche abgesonderte Teile hat, und alle sind in alle aufgenommen!

Es ist das, was Zimzum Bet mit uns macht, wenn sich Bina mit Malchut verbindet. Ob wir das wollen oder nicht, wir beeinflussen einander total.

Und wenn wir uns bewusst werden und die Folgerungen ausnutzen, um die Gedanken und die Wünsche der anderen richtig zu beeinflussen, dann werden wir die gegenseitige Bürgschaft und das Allgemeine Kli schnell erreichen.

Das System ist schon nach diesem Prinzip aufgebaut, die Frage ist, ob wir wollen, nach diesem Prinzip zu arbeiten. Darin ist der ganze Unterschied zwischen der Welt, wo wir uns jetzt befinden und der spirituellen Welt.

Unsere Welt ist so, wie wir sie sehen wollen! Und die spirituelle Welt entspricht vollständig dem Wunsch des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Hat die Leber eine Seele?!

Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch „Die Grundlagen der Absicht“ schreibt Baal HaSulam, dass sich die Höhere Seele (Neschama) im Gehirn, der Geist (Ruach) im Herz, und die Untere Seele (Nefesch) in der Leber befinden! Wie ist das zu verstehen?!

Meine Antwort: Die Kabbalisten benutzen die Wörter dieser Welt, weil alles, was es darin gibt, aus der spirituellen Welt gekommen ist.

Deshalb kann muss man die Höheren Kräfte beschreiben, indem man Begriffe aus dieser Welt verwendet. Was kann man sonst machen, wenn es in der Höheren Welt keine Sprache, sondern nur Kräfte gibt. Man kann sie benennen oder durchnummerieren. Doch diese Bezeichnungen sollen etwas erklären.

Deshalb haben die Kabbalisten eine einfache Lösung gefunden, indem sie Begriffe aus unserer Welt nahmen und damit die Höheren Kräfte beschrieben.

Sie sind in die spirituelle Welt eingegangen und haben ihre Kräfte, ihre Erscheinungen, ihre Handlungen empfunden. Sie leben dort! Sie sehen die spirituelle Welt durch diese Welt, als ob diese durchsichtig wäre. Hinter jedem Gegenstand dieser Welt sehen sie die Kräfte, die dahinter, hinter dem ganzen Bild gelten.

Als ob man die spirituelle Kraft durch ein durchsichtiges Glas sehen würde. Hinter jedem Menschen und hinter jeder Handlung dieser Welt sehe ich die Kraft, die sie bewegt, weshalb es leicht für mich ist, alles zu begreifen!

Sie unterscheiden sich nur bezüglich des Menschen, der sie öffnet, entweder öffnet er sie in den 5 körperlichen Sinnesorganen, oder in 5 spirituellen Sinnesorganen.

Aber es sind dieselben Erscheinungen, weil unsere Welt illusorisch ist, sie wird auf diese Weise in unseren Empfindungen wahrgenommen. Und wenn du die zusätzlichen Organe der Empfindung entwickelst, dann siehst du das Geschehende auf zwei parallelen Bildschirmen.

Folglich verstehst du alles und bist nicht mehr verwirrt. Dir ist klar, was „Gehirn“, „Herz“, „Leber“ und „Ibur – Enika – Mochin“ (Keim – Ernährung – Erwachsener) bedeuten.

Alle Wörter, die aus dieser Welt genommen wurden, werden in der Spiritualität klar sein: was „Aufstiege“, „Fallen“, „Umarmung“, „Verschmelzung“, „rechts“, „links“ bedeuten. Alles ist so eindeutig, dass es anders nicht sein kann.

Denn die spirituelle Welt wird nur durch die materielle Welt begriffen, sie ist ihre Wurzel. Sie wird immer mehr klar sein, weil du immer die Sprache aus dieser Welt verwendest, als ob man sie auf den durchsichtigen Film auflegen würde.

Du hattest irgendwelche materiellen Gestalten, an deren Stellen jetzt nur die Definitionen bleiben, die du parallel auf den anderen Bildschirm verlegst, in die Spiritualität, worin sie auf die passenden Stellen angeklebt werden.

Du kannst sie benutzen und wirst niemals verwirrt, du musst sie den anderen nicht erklären. Denn sie sehen folglich dasselbe Bild, die spirituelle Welt und begreifen, welche optische Täuschung die materielle Welt war.

„Die Seele im Gehirn“ bedeutet, dass sich das Licht (Neschama, Seele) ins Kli (das Gehirn) einkleidet. Es gibt nichts außer dem Licht und dem Wunsch.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Vier Exile

Die vier Exile, über die im Sohar berichtet wird, sind unsere „inneren Philosophen“, die uns zwingen, „innerhalb des Wissens“, innerhalb des Verlangens zu genießen, zu arbeiten und alles zu erfüllen, was es befiehlt.

Der Auszug aus ihnen bedeutet, sich über den Verstand, über das Verlangen mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, zu erheben.

Deshalb, wenn ich fühle, dass ich in meinen Verstand und meine Empfindungen versunken bin und nur innerhalb von ihnen arbeite, befinde ich mich dann im Exil oder nicht? Bin ich mit diesem Zustand einverstanden? Vielleicht liebe ich sogar meinen Verstand und meine Gefühle, glaube an sie, lerne, verstehe und häufe mit jedem Tag immer mehr Wissen und Empfindungen an?

Einerseits ist es gut. Doch wenn der Mensch kein Mittel zur Erreichung der Spiritualität in all dem sieht, ist das schlecht. Denn dadurch erreicht er nichts.

Er gelangt lediglich zu einer falschen Überzeugung, dass ihn das irgendwann einmal zur Spiritualität bringen wird. Doch das wird ihn niemals dorthin bringen, denn man lernt nicht durch den Verstand. Wie viel du auch wissen magst, wird dich das nicht um ein Haarbreit der Spiritualität näher bringen.

Was soll man also tun? Eine Berechnung anstellen. Das bedeutet „und sie schrien wegen der vielen Arbeit“. Der Mensch sieht, dass während er im Laufe von den „sieben fetten Jahren“ alle seine Kräfte nutzte, alles im Verstand und in den Gefühlen erkannte, das in allen Artikeln Geschriebene verstand, er letztendlich doch nichts erreicht hat, außer dass der auf dem Papier gedruckte Text nun in seinen Gehirnzellen gespeichert wurde. Und das ist alles, was er hat…

Dann stellt er eine andere Berechnung an: „Ich brauche nur das Licht, das zur Quelle zurückführt! Und alles, was ich im Moment in mir habe, genauso wie auch ich selbst, hat nichts mit der Spiritualität zu tun“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.11.2010. Das Vorwort.

Zwischen Schlaf und Erwachen

Eine Frage, die ich erhielt: Während des Unterrichtes habe ich starke Schmerzen, die von einer Verletzung herrühren. Wie kann ich mich auf die Absicht und nicht auf den Schmerz konzentrieren?

Meine Antwort: Wir verstehen, dass wir uns in einem bestimmten Prozess befinden. Im Laufe dieses Prozesses ziehen wir gemäß unserer Kräfte das Licht, das zur Quelle zurückführt, an. Die Wirkung des Lichts bestimmt alles für uns.

Und sie selbst hängt vom Gesamtsystem ab. Darin wirken Seelen mit, die bereits einer Enthüllung würdig geworden sind, außerdem gibt es darin Seelen, die sich noch in einem Tiefschlaf befinden, sowie Seelen, die dabei sind, zu erwachen.

Unser Platz ist in der Mitte zwischen den Schlafenden und denjenigen, die sich bereits aktiv an der Arbeit des Gesamtsystems beteiligen und mit aller Kraft den Anderen helfen.

Mit Hilfe von Empfehlungen, die uns von den Kabbalisten gegeben werden, versuchen wir zu verstehen, wie wir aufwachen und in kürzester Zeit vom Schlaf zur Enthüllung, zum realen Handeln übergehen können.

Uns wurde die Möglichkeit geboten: die Gruppe, der Lehrer, die authentischen Quellen gegeben. Wir werden von den Seelen unterstützt, die sich in der spirituellen Welt befinden und uns zur Hilfe eilen, wie der Ältere einem Jüngeren hilft. Es liegt an unseren Anstrengungen.

Nun müssen wir genau klären, was genau von uns abhängt, wie wir unsere knappen Kräfte nicht vergeuden und nicht durcheinandergeraten. Denn wenn der Mensch nicht weiß, was er machen soll, ist es für ihn besser, zu sitzen und nichts zu tun. Und wenn er etwas tut, dann muss es genau das sein, wonach es verlangt wird.

Denn die Welt ist voll von Dummheiten und überflüssigen Sachen. Wenn wir auch noch unseren Teil dazu geben, werden wir uns selbst einfach unter sinnlosen Handlungen begraben und weit vom Weg abkommen.

Das stärkste Mittel zum Vorankommen ist das Licht. Seine Wirkung, die infolge jeder unserer Anstrengung kommt, schließt einen weiteren Schritt Richtung Korrektur ab. Aus diesem Grund müssen wir in jedem Zustand vor allem die Wirkung des Lichts sehen.

Nachdem wir die Tatsache, dass das Licht für alles ursächlich ist, erkannt und akzeptiert haben, müssen wir dafür danken und unseren Zustand als optimal für das Vorankommen ansehen.

Überhaupt ist jeder Zustand richtig, wenn ich verstehe, dass er von oben kommt. Das genügt, denn ich habe bereits eine Verbindung mit der Ursache hergestellt, wodurch ich zum eigenständigen Handeln erwachen kann.

Es besteht darin, für die Geschehnisse, sowohl positive als auch negative, zu danken und zu versuchen, aus dem jetzigen Zustand zur Einheit und zur Enthüllung des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, zu gelangen.

Wenn der Mensch sich nicht mehr in einem Tiefschlaf befindet und seinen Zustand bewusst mit dem Licht, dem Schöpfer, der Gruppe verbinden kann, dann ist es ungeachtet dessen, wie seine momentanen Empfindungen sind, natürlich gut.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.11.2010. Das Vorwort.

Einmal mehr die Wichtigkeit der Vorbereitung

Das Licht baut unsere Verbindung auf, und nur darin enthüllen wir den Schöpfer. Aber wir müssen nicht aus Eigennutz danach streben, sondern nur um Ihm Genuss bereiten zu wollen.

Denn, so wir die Liebe zum Schöpfer erreichen, enthüllen wir auch Seine Liebe zu uns. Das ganze Lernen ist bestimmt, die Liebe zum Schöpfer in uns zu enthüllen und zu erwecken.

Selbstverständlich, momentan verspüren wir absolut keinen Bedarf dazu. Nur wenn es uns schlecht geht, erinnern wir uns an die Existenz einer Höheren Kraft. Der Mensch, seiner Natur entsprechend, handelt eben nur wenn es ihm an etwas fehlt; um sich auszufüllen.

Wir verspüren absolut keinen Bedarf am Schöpfer, geschweige denn, Liebe zu Ihm. Aber, wenn wir uns bemühen, mittels der Arbeit in der Gruppe, uns künstlich an den Schöpfer zu richten, rufen wir allmählich die Einwirkung des Lichtes, dass uns neue Eigenschaften der Liebe und des Gebens bringt, auf uns herab.

Diese Eigenschaft kann nur zum Schöpfer gerichtet werden, denn außer uns, existiert nur der Schöpfer. Aber um Ihn zu erreichen, wurden wir in einen besonderen Zustand, der „diese Welt“ heißt, eingesetzt.

Hier, mit Hilfe von Freunden und Familie können wir uns anstrengen und das Erlangen der Nächstenliebe üben. Dann, von der Liebe zu den Geschöpfen, gehen wir zur Liebe zum Schöpfer über.

So steigen wir aus dem Egoismus heraus, schalten uns von Eigenliebe zur Liebe zum Nächsten um, und durch die Familie und Freunde erlangen wir die Liebe zum Schöpfer.

Dann wird uns die wahre Natur der „Mittel“, welche wir benutzt haben, offenbart. Es stellt sich heraus, dass der Schöpfer unsere Realität auf solche Art und Weise aufgeteilt hat, dass wir durch diese Übungen eine Möglichkeit haben, zu Ihm zu kommen.
Aber in der Tat, es existiert nichts außer Mir, der die ganze Realität in sich einschließt und dem Schöpfer, der sich über ihr befindet.

Lasst uns die Absicht aufbauen, um von unserem gemeinsamen Studium das Licht, das uns zur Quelle zurückbringt zu empfangen. Damit sich die Liebe zwischen uns und unsere Liebe zum Schöpfer enthüllt.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 24.11.2010

Lass das Licht seine Arbeit fortsetzen

Das Studium der Kabbala ermöglicht uns die Verbindung mit der Höheren Welt. Der Bruch zwischen unserer und der spirituellen Welt ist ein Abgrund, die Barriere, die eiserne Wand, die unmöglich zu verschieben ist; und nur das Höhere Licht ist fähig, sie zu zerschlagen.

Deshalb können wir uns mit dem Höheren, mit der spirituellen Welt, nur dann verbinden, wenn wir die wahrhaften Primärquellen – die Werke von Raschbi, Ari, Baal HaSulam, Rabasch studieren. Nur dann wird das Licht herangezogen, das zur Quelle zurückführt.

Wir sollen ständig ihre Werke studieren und dadurch dem Licht ermöglichen, seine Arbeit fortzusetzen.

Und Sie werden empfinden, dass die Einheit, die wir auf dem Kongress erreicht haben, sich auf Zehn Sfirot erstrecken wird und die Füllung findet. Ich erwarte, dass es sehr bald bei jedem Kongressteilnehmer geschehen wird.

Wir werden noch fühlen, welche gegenseitige Durchdringung wir erreicht haben: die Männer, die Frauen und sogar die Kinder! Jeder von uns hat ein breiteres, vielseitigeres, komplizierteres Kli erworben, mit dem man sich zum Erhalten des Lichtes vorbereiten kann.

Und wenn wir uns nach dem Kongress mit der gleichen Thematik beschäftigen und die Werke der Kabbalisten studieren, dann schaffen wir die Verbindung mit dem Licht, das sie in sich tragen.

Und außerdem werden wir uns mit allen Freuden verbinden, die am selben Tag, in diesen 24 Stunden, zusammen mit uns lernen. Es kann uns nichts mehr als die tägliche Anwesenheit im Unterricht verbinden.

Dank dessen, dass wir jeden Tag die neuen Portionen des umgebenden Lichtes heranziehen werden, wird die Arbeit fortgesetzt, die wir auf dem Kongress begonnen haben, wo wir den Anfang gesetzt haben, den Samen, den wir „in die Erde geworfen haben“, aus dem sich die zehn Sfirot ergeben werden. Und darin werden wir das Höhere Licht, die Offenbarung des Schöpfers, empfinden.

Wir befinden uns an der Schwelle. Es ist eben der Prozess, wie es geschrieben ist: „Der Groschen hinter dem Groschen wird die große Summe ergeben“.

Und die auf dem Kongress entstandene Einheit, die Vereinigung zwischen uns, ist ein sehr großer Schritt zum Ziel. Es ist buchstäblich der Anfang einer neuen Etappe unserer spirituellen Entwicklung.

Aus dem Abschlussgespräch des Kongresses, 11.11.2010

Ein Integral von Null bis Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Die materielle Realität wird mit Hilfe der berühmten Formel aus der Relativitätstheorie von Einstein beschrieben, die Masse und Geschwindigkeit verbindet: E0 = mc2.

Gibt es in der spirituellen Welt eine ähnliche Formel, die das Verlangen zu empfangen und das Verlangen zu geben verbindet.

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass Einsteins Formel in der spirituellen Realität anwendbar ist, denn sie beschreibt die Begrenztheit unserer materiellen Welt – das, was aus der Materie mit allen ihren Erscheinungsformen wie Masse, Geschwindigkeit und Energie maximal herausgeholt werden kann.

Jede Formel zeugt von der Begrenztheit, die Spiritualität wird jedoch durch nichts begrenzt.

In der Spiritualität erreichen wir die maximale Grenze, die durch die Formel „Er und Sein Name sind eins“ ausgedrückt wird.

Das heißt, wir verbinden das gesamte Verlangen zu genießen mit der gesamten Kraft des Lichts, mit allen Korrekturen und erreichen eine solche Verschmelzung zwischen ihnen, dass alles sich zu einem Ganzen vereint. Das Ergebnis ist die Spiritualität.

Das ist die maximale Umsetzung in der Spiritualität. Und während die materielle Formel der Relativitätstheorie die Grenzen von Zeit, Bewegung, Raum, Energie, Masse und Geschwindigkeit aufzeigt, gibt es diese Grenzen in der spirituellen Welt nicht! Weil du dich mit der höheren Kraft, mit dem Schöpfer verbindest und genauso wie Er unendlich, grenzenlos wirst!

In der Spiritualität gibt es keine Formel, denn jede Formel vergleicht die Bedingungen von einer Seite mit den Bedingungen von der anderen Seite und wiegt ab, wie sich das Eine mit Hilfe das Andere im Gleichgewicht befinden kann.

Die Energie kann nicht größer als Masse mal Geschwindigkeit im Quadrat sein.

In der Spiritualität ist es anders! Durch die Ergänzung von Gegensätzlichkeiten erreichen wir die Unendlichkeit. Es ist so, als ob wir die Gesamtsumme aller Kräfte des Universums von Null bis Unendlichkeit haben würden…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 24.11.2010

Der Schirm des Wunsches im schwarzen Kosmos

Wir befinden uns im Ozean des Lichtes und benötigen nur das Kli (das Gefäss, das Instrument) um es zu öffnen. Es ist wie im kosmischen Raum, der uns absolut dunkel vorkommt.

Wenn ich in den Weltraum gehe, wird die Sonne durch nichts verhüllt, und dennoch empfinde ich kein Licht, wieso? Ich ehe alles schwarz um mich herum.

Es ist so, weil das Licht keinem Hindernis begegnet, sich an nichts festhalten kann. Etwas ist notwendig, woran es sich halten kann, dann wird es wahrgenommen. Wenn du eine Trennwand im Kosmos aufstellst, wird sich das Licht daran stossen und plötzlich wirst du sehen, dass es existiert.

Falls du diese Trennwand entfernst, wird es wiederum kein Licht geben, weil das Licht ansich, gar nicht empfunden wird, selbst das materielle Licht nicht. Wenn die Atmosphäre mit all ihren Luftpartikeln nicht wäre, würden wir kein Licht sehen – dann würde uns Finsternis umgeben, so wie es auch auf dem Mond ist.

Darum benötigen wir das Kli, für die Offenbarung des Lichtes. Und vor allem – es soll dem Licht entgegengesetzt sein – d.h., der Wunsch cdes Empfangens zu sein, weil die Natur des Lichtes der Wunsch des Gebens ist. Jedoch soll es im Charakter der Handlung, dem Licht gleich sein – „für das Geben“.

Wenn nun unser Wunsch zu empfangen sich die Absicht „für das Geben“ aneignet, dann wird dieser zum Gefäss für das öffnen des Höheren Lichtes.

Aus dem Unterricht nach „Bejt a-Kawanot“, 24.11.2010