Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Die Gruppe, als die Garantie für den Erfolg

Die Wissenschaftler denken immer noch, dass der Intellekt unseren Erfolg und unsere Entwicklung garantiert. Der Individualismus des Gelehrten wird höher eingeschätzt als alle anderen Qualitäten. Genies sind schon seit 500 Jahren in Mode!

Aber die weisen Individualisten sind nicht in der Lage, die Menschheit zu motivieren, die Zivilisation weiterzuentwickeln – besonders in der heutigen Zeit, in der die Welt global und abgeschlossen geworden ist und wir uns mitten in einem Netzwerk untereinander verknüpfter Spezialisten wiederfinden.

Heutzutage, wo die Welt mehr und mehr integral wird, entdecken wir, die Individualisten, die Egoisten, die Klugscheißer dementsprechend plötzlich, dass wir nicht verstehen, wie sie aufgebaut ist, und nicht fähig sind, sie zu bewirtschaften. Dafür brauchen wir unseren vereinten, kollektiven Verstand, der nicht auf Wettbewerb beruht, sondern auf Entgegenkommen, auf der korrekt ausgeführten Arbeit in unserem analogen Netzwerk der Verbindung der gesamten Menschheit.

Die alten Fehler der Menschheit korrigieren

Frage: Gestern haben wir die Wiederholung aller sieben Lektionen des Wüstenkongresses abgeschlossen. Könnten Sie das Fazit ziehen und unseren nächsten Schritt bestimmen?

Meine Antwort: Als Nächstes beginnen wir ab der kommenden Woche im letzten Unterrichtsteil an den Artikeln über die Gruppe von Baal HaSulam und Rabash zu arbeiten, um sie so zu adaptieren, dass sie dem modernen Leser näher sind. Ich hoffe, dass es uns ermöglichen wird, uns besser in sie hineinzufühlen und sie besser umzusetzen sowie zu klären, welche Ausdrucksform am besten ist.

Denn hier können viele Fehler begangen werden, und das ist genau das, was die Menschen mit der Wissenschaft der Kabbala gemacht haben. Das ist die älteste Wissenschaft, vor der es gar keine Wissenschaften in der Welt gab. Aus deren Zerbrechen, d.h. deren falschem Verständnis, ist alles hervorgegangen, was heute in der Menschheit existiert. Das zeigt sich absolut in allem: in der Bildung, in der Kultur, in der Familie, in der Wirtschaft, in der Staatsordnung, in der ganzen Welt.

Denn die Kabbala erzählt von den Naturerscheinungen, von den Handlungen des Schöpfers, und unser Unverständnis dessen hat unsere falsche, egoistische Entwicklung zur Folge. Wollen wir hoffen, dass es uns gelingt, alle diese Fragen gründlich zu klären, und es uns hilft, voranzukommen. Dann werden wir den Punkt, zu dem wir auf dem Kongress aufgestiegen sind, weiter entwickeln können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser ha Sefirot, 08.03.2012

Die eigene Grenze entdecken

Um ein Höchstmaß an Verzweiflung zu erreichen, ist Hilfe von oben notwendig. Wir selbst sind dazu einfach unfähig. Es ist eine großartige Sache, die eigenen Grenzen zu empfinden: hier gibt es mich, und ab hier schon nicht mehr. Nur der Schöpfer kann dieses Zeichen, dieses Maß, die Grenze zwischen Ihm und dem Menschen vorgeben.

Wir überlegen uns allerlei Handlungen und Tricks, so lange, bis wir eines Tages diese größte Verzweiflung erlangen, und in diesem Zustand ein Zeichen von oben sehen. Baal HaSulam schreibt, dass es für den Menschen keinen schöneren Augenblick gibt, als den, in dem er an seinen eigenen Kräften verzweifelt. Dieser Zustand kommt zu ihm vom Schöpfer, und mehr als diesen Zustand kann man nicht erreichen.

Unsere kleinen Bemühungen sammeln sich an wie Geld in einer Spardose, und schließlich bekommen wir einmalig unser Ergebnis in der Form der Offenbarung des höheren Lichtes. Aber es ist nicht irgendeine Spardose, (in die wir einzahlen,) denn alle Anstrengungen werden in einem gemeinsamen Gefäß gesammelt (dem Kli), und das Ergebnis kommt vom Schöpfer. Wann das geschehen wird, weiß niemand. Und deshalb geschieht der Auszug aus Ägypten in Hast und in Finsternis.

Wenn wir uns bemühen, die Einheit zu erreichen und beginnen, daran zusammen zu arbeiten, dann werden plötzlich Verzweiflung, Kraftlosigkeit und Abneigung enthüllt werden. Diese Verzweiflung führt uns zu der Bitte, dass wir Hilfe von oben für unsere Vereinigung brauchen. Und wir schreien hinauf. Nach diesem Schrei wird die Hilfe vom Höheren kommen.

Es ist unmöglich, dem Schöpfer nahezukommen, wenn wir nicht innerlich verzweifeln, und uns dann gemeinsam bemühen. Denn der Schöpfer ist eine Kraft, die gerade in einer gemeinsamen Bemühung offenbart wird, also in der Zusammenarbeit. Der einzelne Mensch hat keinen Schöpfer. Das höhere Licht kann sich nur in einem bis zu einer bestimmten Stufe korrigierten Gefäß befinden und der einzelne Mensch ist ein abgetrennter Teil des Ganzen.

Auszug aus der 6. Lektion des Arava- Kongresses, 25.02.2012

Der Machsom ist nur in deinem Herzen

Arava-Kongress. Lektion 3

Frage: Alle, die sich auf unserem Kongress versammelt haben, und die ganze Weltgruppe sind in Wirklichkeit innerhalb meiner Wahrnehmung vorgestellt. Sie alle wollen nur dasselbe, nämlich den Schöpfer enthüllen. Wieso sträube ich mich dann mit Händen und Füßen dagegen?! Wenn sie alle Teile von mir sind, dann habe ich diesen Machsom doch selbst gezeichnet. Ich will den Machsom durchbrechen, aber er existiert doch nicht wirklich?

Meine Antwort: Diese Bariere – Machsom, existiert nur in deinem Herzen. Es ist nur eine psychologische Barriere. Ich bin verpflichtet, meine Blickrichtung umzukehren und nicht mich, sondern die Freunde zu sehen. Diese Umkehrung, diese Inversion, die ich durchzuführen verpflichtet bin, und dennoch unfähig bin zu erzeugen, wird „Machsom“ genannt.

Aber wenn wir uns gemeinsam bemühen, und beginnen, uns auf diese Weise der Gruppe gegenüber zu verhalten, sie wichtiger als uns selbst zu nehmen und ihr zu gestatten, ins Herz einzugehen, dann hilft dieser gemeinsame Gedanke. So wie gesagt ist: „Der Mensch wird seinem Nächsten helfen“, und das gibt jedem die Kraft, es zu verwirklichen.

Rabasch schreibt, dass jeder von uns nur eine sehr kleine Kraft des Strebens nach Spiritualität, nach diesem Umbruch hat, aber zusammen sind wir fähig, ihn zu vollbringen. Da jeder von uns die Kraft von allen bekommt.

Lasst uns diese gemeinsamen Anstrengungen unternehmen, jeder einzelne und alle zusammen, hier auf dem Kongress und in der gesamten, weltweiten Gruppe. Und gewiß werden wir vorankommen! Es gibt hier kein unüberwindliches Hindernis. Es ist unsere einzige freie Handlung. Der Schöpfer erwartet sie von uns. Die Welt erwartet das von uns, obwohl sie es noch nicht versteht.

Es gibt hier nichts zu tun, außer dass jeder sich in alle einschließen soll oder es allen ermöglichen soll, in sein Herz einzugehen. Wenn wir zusammen daran denken werden, dann werden wir erkennen, was sich ergeben wird. Wir sind gekommen, um den Übergang über den Machsom zu verwirklichen. Lasst uns uns darum bemühen! Hier und jetzt!

Auszug aus der 3. Lektion des Arava-Kongresses, 24.02.2012

Das Erwachen der Welt

Die Welt wartet unbewusst auf Veränderungen. Sie weiß noch nichts von der Korrektur, die sie so sehr braucht. Deshalb sollten wir uns so schnell wie möglich auf die Rolle eines Lotsen vorbereiten.

Heute ist deutlich geworden, dass die Regierungen ihre leitende Funktion verlieren. Die Entwicklung der Welt nach den materiellen Gesetzen ist abgeschlossen. Die zwei Welten haben sich einander so angenähert, dass die spirituelle „Induktion“ auf uns von oben einwirkt, wobei es noch nicht ganz zu spüren ist. Von der Menschheit wird heute ein richtiges Erwachen gefordert – und das ist eure Aufgabe. Aber dazu müsst ihr vereinigt werden. Bei dem Schrei um Hilfe kann ich euch nicht helfen. Wenn ihr gemeinsam mit den Freunden nach Verbindung strebt, euch wieder und wieder darum bemüht, dann werdet ihr euch auf die richtige Bitte, auf den richtigen Schrei einstimmen können. Das Wichtigste hierbei ist, verknüpft zu werden, damit alle eure Verlangen ineinander fließen können. Da kann ich nichts für euch tun, denn hier geht es um Verlangen, die sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind.

Auszug aus der 6. Lektion des Arava-Kongresses, 25.02.2012

Das erhaltene Geschenk erkennen

Frage: Auf dem Kongress in der Wüste wollten wir einen solchen Energieschub bekommen, der uns die Verbindung erreichen lässt. Und ich glaube, es ist uns wirklich gelungen.

Meine Antwort: Ich glaube, dass dieser Kongress dadurch besonders war, dass wir einen bestimmten Punkt der Verschmelzung erreicht haben. Und wir haben eine „Aufzeichnung“ (Reshimo) davon getragen – in der gesamten Gruppe und in jedem von uns.

Das, was einmal in der Spiritualität eingetreten ist, verschwindet nicht mehr, und diese Aufzeichnung (Reshimo) bedeutet, dass wir bereits ein spirituelles Gefäß aufgebaut haben. Jeder nimmt es in einem gewissen Maße wahr, der eine mehr, der andere weniger, doch dieses Gefäß existiert bereits. Es ist bereits geboren! Jedoch in einer solchen Form, dass wir noch ein wenig Anstrengungen dazu geben müssen, um es klarer werden zu lassen, um es zu enthüllen und immer mehr zu fühlen.

Wir müssen eine solche Einstellung zu diesem Gefäß entwickeln, wie zu der Shechina, zum Ort der Enthüllung des Schöpfers. Je mehr wir uns verbinden, desto mehr Genuss bereiten wir Ihm. Dank unserer Einheit, der Verbindung unserer Verlangen, können wir dem Schöpfer Genuss bereiten und werden deshalb das Licht in unseren Verlangen wahrnehmen können, und dadurch werden wir unseren spirituellen Aufstieg und die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen erfahren.

Wir müssen nur mit einer größeren Sensibilität, mit einer größeren Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit an dieses gemeinsame Gefühl, das in uns geboren wurde, herangehen.

Wir dürfen keinen Augenblick lang stehen bleiben. Und alles hängt nicht von der Anzahl der Handlungen, sondern von der Veränderung der Absicht ab – sprich von unserer Einstellung gegenüber der erreichten Verbindung.

Wir haben die Einheit erreicht, das Gefäß erschaffen, nun kommt die Frage: Was machen wir weiter damit? Das ist das Wichtigste – die qualitative Veränderung im Charakter unserer Arbeit mit dieser Einheit. Genau darin besteht die ständige Klärung, die Suche, die Entscheidungsfindung.

Darüber musst du dir selbst Gedanken machen. Wenn ich jetzt darüber erzähle, werde ich dich deiner Anstrengung berauben, als würde ich einem Kind ein Lego-Set schenken und es dann wegstoßen, um es selbst zusammenzubauen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 02.03.2012

Die gemeinsamen Trophäen von der Attacke in der Wüste

Wir kamen vom Arava-Kongress zurück, wo wir auf eine sehr wichtige Stufe aufgestiegen sind. Wir begannen, das wahre Wesen der Gruppe zu empfinden. Von nun an können wir lebenslang die ganze Welt, die ganze Realität durch diese Gruppe wahrnehmen. So dass alle Ereignisse in dieser Welt als Folgen unserer Verbindung, als Spiegelbild unserer Vereinigung untereinander gesehen werden.

Die Kabbala besagt, dass anfangs eine gewisse einheitliche Realität, ein spirituelles System existierte. Dann wurde dieses System in eine Menge Einzelteile zerschlagen, welche sich nun als einzelne Elemente wahrnehmen und ihre Verbundenheit nicht mehr empfinden.

Dann kommt die nächste Stufe, auf welcher die Empfindung des Mangels an Verbindung verschwindet und das entgegengesetzte Gefühl auftritt: man will um jeden Preis das Verlangen anderer Menschen für das eigene Wohl gewinnen. Aufgrund dieser Veränderung wurde das Verlangen als egoistisch bezeichnet.

Und entsprechend diesem neuen Verlangen hat der Mensch begonnen, eine andere Realität zu sehen: anstelle der Spiritualität, in der alles miteinander verbunden war, betrachte ich die Welt, wie sie heute ist – abgesondert, geteilt und voller Leiden. Ich begann, diese Teile nicht als Teile meines Herzens zu empfinden, sondern als äußerliche Bilder, die durch meine Sinnesorgane (Sehkraft, Gehör, Geschmack, Geruch und Tastsinn) wahrgenommen werden. Als ob diese Teile ein von mir abgesondertes Leben führen würden, und ich sie deshalb ausnutzen könnte. Es gibt mich und die anderen Menschen, so beginnt jedes Kind seine Interaktion in dieser Welt.

Aus diesem zerbrochenen Zustand müssen wir eine Empfindung erlangen, in der sich alles wieder sammelt, sich einander annähert, sich miteinander verbindet und voneinander abhängig ist. Diese neue Realität nähert sich mir immer mehr und geht in meine Gefühle ein. Folglich begreife ich, dass es in dieser Realität eine Gruppe von Menschen gibt, die mit mir seelisch verwandt sind und in diesem Zusammenhang „meine Freunde“ genannt werden. Mit ihnen unternehmen wir gemeinsame Anstrengungen und bemühen uns, wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein.

Eine solche Vereinigung wird `die Bürgschaft´ genannt. Genauso wie im menschlichen Körper alle Organe untereinander verbunden sind und in voller Harmonie miteinander agieren, so wollen auch wir unsere Gedanken, unsere Herzen und all unsere Handlungen vereinen, damit diese wie ein einheitlicher Organismus in einem System existieren.

Wir sehen, dass die ganze Welt sich unter der Einwirkung materieller Schläge diesem Verständnis nähert. Aber wir wollen der Welt helfen, damit sie schneller das Verständnis der Ursachen ihrer Probleme erlangt, damit sich alles verbindet.

Dann werden wir verstehen, dass die ganze Geschichte der Menschheit ein zielgerichteter Prozess ist, der uns zur Vereinigung führt. Je nach dem Grad unseres Aufstiegs zur Einheit werden wir erkennen, dass die Welt nicht aus Eisen und Stein gemacht ist, wie es uns heute in unseren fünf Sinnesorganen vorkommt, sondern dass sie einem Ziel, einer Entwicklung unterliegt. Alles übrige ist nur Material, das Handlungen gemäß einem Programm ausführt und anstrebt, alles zu einer einheitlichen Form zurückzubringen.

Je mehr wir in Einklang mit diesem Programm gelangen und wünschen, zu einem aktiven, sensiblen, nützlichen Teilnehmer dieser Entwicklung zu werden, ein desto höheres Niveau des Bewusstseins und der Teilhabe werden wir erreichen, was uns und die ganze Welt zur Vereinigung führen wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.02.2012

Was können wir geben?

Kongress in der Arava-Wüste. Lektion №1

Frage: Wenn wir stets beabsichtigen, nur selbstsüchtig zu empfangen, und nun diese Absicht verändern wollen , um das Geben zu erlangen, was genau können wir dann geben? Wir können doch nichts geben, denn wir wünschen nur zu empfangen…

Meine Antwort: Wir können an die Gruppe unser Verlangen nach dem Geben verleihen. Das reicht. Die Füllung kommt vom Schöpfer, und die Sehnsucht nach dem Geben kommt von uns. Ich selbst habe nichts zu verleihen, es gibt nichts, was ich geben kann. Ich werde dir genau das geben, was Er mir „für dich“ gibt. So studieren wir die Verbindung zwischen den Parzufim: der Höhere empfängt zuerst und gibt dem unteren dann das, was er vom noch Höheren empfangen hat.

Wir sollen zwischen uns nur die Absicht aufbauen, damit ich das Verlangen nach dem Geben habe, und mich nicht darum sorge, was ich geben kann.

Auszug aus der 1.Lektion des Arava-Kongresses, 23.02.2012

Die historischen Daten

Frage: Geben Sie uns bitte, für die bessere Orientierung in der Geschichte der Kabbala, einige historische Daten durch.

Meine Antwort:

Adam: vor 5772 Jahre oder 5772 – 2012 = 3760. V.u.Z. – das Datum seiner Offenbarung der höheren Welt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die hebräische Zeitabrechnung. Für die vollständige Offenbarung der höheren Welt von allen Menschen in der Welt sollen 6000 Jahre vergehen – d.h. in den 6000 – 5772 = 228 gebliebenen Jahren wird die ganze Menschheit die höhere Welt offenbaren. Die übrigen Daten:

Moses: 1392 – 1272 v.u.Z., die Offenbarung des Schöpfers am „Berg Sinai“ – 1312 v.u.Z.

Joshua: 1354 – 1244 v.u.Z.

Die Uhrväter: 1244 – 889 v.u.Z.

Die Propheten: 889 – 352 v.u.Z.

Die Mitglieder der großen Versammlung: 352 – 312 v.u.Z.

Rabbi Akiba – 1-2 Jh. unserer Zeitrechnung

Rabbi Schimon Bar Jochai, der Autor des Buches Sohar – 2 Jahrhundert unserer Zeitrechnung

Die Verfasser der Mischna: 312 v.u.Z. – 218 unserer Zeitrechnung

Die Verfasser des Talmuds: 218 – 636

Die Gaonen: 636 – 1140

Es gibt keine Kongresse zweiter Wahl

Frage: Auf dem Arava-Kongress haben wir eine gewisse Kraft erreicht. Wie können wir diese nutzen, um jedem zu helfen, die innere Latte hoch zu setzen? Wie können wir diesen Geist bewahren und so voranschreiten, dass jeder innere Anstrengungen unternimmt?

Meine Antwort: Vor uns liegen drei Kongresse: in Litauen, in Brasilien und in den USA. Die Rede ist von den ineinander übergreifenden Ereignissen, die innerhalb von zwei Monaten stattfinden und sich auf ein Thema konzentrieren werden: unsere Einheit und die daraus resultierende Massenverbreitung. Mit anderen Worten: innere und äußere Bürgschaft.

Ab heute müssen wir die Verbindung mit der Stufe, die wir in der Arava erreichet haben, verstärken und bei der richtigen Organisation dieser Kongresse mithelfen, damit sie nicht zu „lokalen Ereignissen“ werden. Uns reicht die regionale Herangehensweise nicht, jeder Kongress muss zu einem internationalen werden: alle setzen sich vor die Bildschirme, alle nehmen daran teil und kommen voran. Dann werden wir alle zusammen mithilfe dieser Kongresse zu einer neuen Stufe aufsteigen.

Es wird nicht abwechselnd gemacht, wir können es uns nicht leisten, wie Kinder abwechselnd mit einem Spielzeug zu spielen. Das schadet uns. Auf dem Arava-Kongress waren alle Gruppen mit uns verbunden – genauso müssen wir auch weiter machen.

Das Programm eines jeden Kongresses betrifft alle – ohne Ausnahme; und darum müssen alle unsere Gruppen, alle Freunde aus der ganzen Welt mit aller Kraft dafür sorgen, dass jeder Kongress die maximale Stärke entfaltet. Das betrifft äußere Formen, aber das Wichtigste ist der innere Kern und die Vorbereitungen auf die Handlung. Der Mensch muss hundertprozentig bereit, voll bis zum Rand zum Kongress kommen – so, dass kein Tropfen mehr reinpasst. Das betrifft alle Schüler, egal, wo sie sind.

Vor jedem Kongress müssen alle frühzeitig den Content, das Programm, die vorbereitenden Materialien bekommen. Der Mensch muss sich danach ausstrecken, danach streben; wir haben keine anderen Mittel zum Vorankommen.

Das Kongressprogramm muss gut durchdacht werden, damit nicht das Gleiche mehrere Unterrichte hintereinander angehört werden muss. Wir müssen neue Sachen hören, und ich habe noch etwas zu sagen – doch in Wirklichkeit werdet ihr nur dann etwas Neues hören können, wenn ihr dazu bereit seid. Nur dann werde ich noch mehr öffnen können, dank eurem Zusammenhalt, eurem neuen Verlangen.

Ich hoffe sehr, dass ihr mit großer Ernsthaftigkeit an die Sache herangeht. Es geht um die gemeinsame Arbeit, die Verantwortung beschränkt sich nicht auf die Organisatoren oder physische Teilnehmer. In der Arava waren Hunderttausende Menschen mit uns zusammen – das ist eine Riesenkraft.

Also, diese Woche wiederholen wir noch die Materialien aus der Arava und machen uns dann an die zügige und sehr intensive Vorbereitung auf den Kongress in Litauen. Außerdem müssen wir ein ganzheitliches Programm vom Anfang des Litauen-Kongresses bis zum Ende des New Yorker Kongresses zusammenstellen, einschließlich meiner Treffen mit den Gruppen in Kolumbien und Chile sowie des Brasilianischen Kongresses.

Es geht um enorm viele Stunden, um eine wunderbare Gelegenheit, dank welcher wir einen Ruck nach vorne machen können. Alles hängt von der Vorbereitung ab.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu Talmud Esser ha Sefirot, 27.02.2012