Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das erhaltene Geschenk erkennen

Frage: Auf dem Kongress in der Wüste wollten wir einen solchen Energieschub bekommen, der uns die Verbindung erreichen lässt. Und ich glaube, es ist uns wirklich gelungen.

Meine Antwort: Ich glaube, dass dieser Kongress dadurch besonders war, dass wir einen bestimmten Punkt der Verschmelzung erreicht haben. Und wir haben eine „Aufzeichnung“ (Reshimo) davon getragen – in der gesamten Gruppe und in jedem von uns.

Das, was einmal in der Spiritualität eingetreten ist, verschwindet nicht mehr, und diese Aufzeichnung (Reshimo) bedeutet, dass wir bereits ein spirituelles Gefäß aufgebaut haben. Jeder nimmt es in einem gewissen Maße wahr, der eine mehr, der andere weniger, doch dieses Gefäß existiert bereits. Es ist bereits geboren! Jedoch in einer solchen Form, dass wir noch ein wenig Anstrengungen dazu geben müssen, um es klarer werden zu lassen, um es zu enthüllen und immer mehr zu fühlen.

Wir müssen eine solche Einstellung zu diesem Gefäß entwickeln, wie zu der Shechina, zum Ort der Enthüllung des Schöpfers. Je mehr wir uns verbinden, desto mehr Genuss bereiten wir Ihm. Dank unserer Einheit, der Verbindung unserer Verlangen, können wir dem Schöpfer Genuss bereiten und werden deshalb das Licht in unseren Verlangen wahrnehmen können, und dadurch werden wir unseren spirituellen Aufstieg und die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen erfahren.

Wir müssen nur mit einer größeren Sensibilität, mit einer größeren Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit an dieses gemeinsame Gefühl, das in uns geboren wurde, herangehen.

Wir dürfen keinen Augenblick lang stehen bleiben. Und alles hängt nicht von der Anzahl der Handlungen, sondern von der Veränderung der Absicht ab – sprich von unserer Einstellung gegenüber der erreichten Verbindung.

Wir haben die Einheit erreicht, das Gefäß erschaffen, nun kommt die Frage: Was machen wir weiter damit? Das ist das Wichtigste – die qualitative Veränderung im Charakter unserer Arbeit mit dieser Einheit. Genau darin besteht die ständige Klärung, die Suche, die Entscheidungsfindung.

Darüber musst du dir selbst Gedanken machen. Wenn ich jetzt darüber erzähle, werde ich dich deiner Anstrengung berauben, als würde ich einem Kind ein Lego-Set schenken und es dann wegstoßen, um es selbst zusammenzubauen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 02.03.2012

Die gemeinsamen Trophäen von der Attacke in der Wüste

Wir kamen vom Arava-Kongress zurück, wo wir auf eine sehr wichtige Stufe aufgestiegen sind. Wir begannen, das wahre Wesen der Gruppe zu empfinden. Von nun an können wir lebenslang die ganze Welt, die ganze Realität durch diese Gruppe wahrnehmen. So dass alle Ereignisse in dieser Welt als Folgen unserer Verbindung, als Spiegelbild unserer Vereinigung untereinander gesehen werden.

Die Kabbala besagt, dass anfangs eine gewisse einheitliche Realität, ein spirituelles System existierte. Dann wurde dieses System in eine Menge Einzelteile zerschlagen, welche sich nun als einzelne Elemente wahrnehmen und ihre Verbundenheit nicht mehr empfinden.

Dann kommt die nächste Stufe, auf welcher die Empfindung des Mangels an Verbindung verschwindet und das entgegengesetzte Gefühl auftritt: man will um jeden Preis das Verlangen anderer Menschen für das eigene Wohl gewinnen. Aufgrund dieser Veränderung wurde das Verlangen als egoistisch bezeichnet.

Und entsprechend diesem neuen Verlangen hat der Mensch begonnen, eine andere Realität zu sehen: anstelle der Spiritualität, in der alles miteinander verbunden war, betrachte ich die Welt, wie sie heute ist – abgesondert, geteilt und voller Leiden. Ich begann, diese Teile nicht als Teile meines Herzens zu empfinden, sondern als äußerliche Bilder, die durch meine Sinnesorgane (Sehkraft, Gehör, Geschmack, Geruch und Tastsinn) wahrgenommen werden. Als ob diese Teile ein von mir abgesondertes Leben führen würden, und ich sie deshalb ausnutzen könnte. Es gibt mich und die anderen Menschen, so beginnt jedes Kind seine Interaktion in dieser Welt.

Aus diesem zerbrochenen Zustand müssen wir eine Empfindung erlangen, in der sich alles wieder sammelt, sich einander annähert, sich miteinander verbindet und voneinander abhängig ist. Diese neue Realität nähert sich mir immer mehr und geht in meine Gefühle ein. Folglich begreife ich, dass es in dieser Realität eine Gruppe von Menschen gibt, die mit mir seelisch verwandt sind und in diesem Zusammenhang „meine Freunde“ genannt werden. Mit ihnen unternehmen wir gemeinsame Anstrengungen und bemühen uns, wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein.

Eine solche Vereinigung wird `die Bürgschaft´ genannt. Genauso wie im menschlichen Körper alle Organe untereinander verbunden sind und in voller Harmonie miteinander agieren, so wollen auch wir unsere Gedanken, unsere Herzen und all unsere Handlungen vereinen, damit diese wie ein einheitlicher Organismus in einem System existieren.

Wir sehen, dass die ganze Welt sich unter der Einwirkung materieller Schläge diesem Verständnis nähert. Aber wir wollen der Welt helfen, damit sie schneller das Verständnis der Ursachen ihrer Probleme erlangt, damit sich alles verbindet.

Dann werden wir verstehen, dass die ganze Geschichte der Menschheit ein zielgerichteter Prozess ist, der uns zur Vereinigung führt. Je nach dem Grad unseres Aufstiegs zur Einheit werden wir erkennen, dass die Welt nicht aus Eisen und Stein gemacht ist, wie es uns heute in unseren fünf Sinnesorganen vorkommt, sondern dass sie einem Ziel, einer Entwicklung unterliegt. Alles übrige ist nur Material, das Handlungen gemäß einem Programm ausführt und anstrebt, alles zu einer einheitlichen Form zurückzubringen.

Je mehr wir in Einklang mit diesem Programm gelangen und wünschen, zu einem aktiven, sensiblen, nützlichen Teilnehmer dieser Entwicklung zu werden, ein desto höheres Niveau des Bewusstseins und der Teilhabe werden wir erreichen, was uns und die ganze Welt zur Vereinigung führen wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.02.2012

Was können wir geben?

Kongress in der Arava-Wüste. Lektion №1

Frage: Wenn wir stets beabsichtigen, nur selbstsüchtig zu empfangen, und nun diese Absicht verändern wollen , um das Geben zu erlangen, was genau können wir dann geben? Wir können doch nichts geben, denn wir wünschen nur zu empfangen…

Meine Antwort: Wir können an die Gruppe unser Verlangen nach dem Geben verleihen. Das reicht. Die Füllung kommt vom Schöpfer, und die Sehnsucht nach dem Geben kommt von uns. Ich selbst habe nichts zu verleihen, es gibt nichts, was ich geben kann. Ich werde dir genau das geben, was Er mir „für dich“ gibt. So studieren wir die Verbindung zwischen den Parzufim: der Höhere empfängt zuerst und gibt dem unteren dann das, was er vom noch Höheren empfangen hat.

Wir sollen zwischen uns nur die Absicht aufbauen, damit ich das Verlangen nach dem Geben habe, und mich nicht darum sorge, was ich geben kann.

Auszug aus der 1.Lektion des Arava-Kongresses, 23.02.2012

Die historischen Daten

Frage: Geben Sie uns bitte, für die bessere Orientierung in der Geschichte der Kabbala, einige historische Daten durch.

Meine Antwort:

Adam: vor 5772 Jahre oder 5772 – 2012 = 3760. V.u.Z. – das Datum seiner Offenbarung der höheren Welt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die hebräische Zeitabrechnung. Für die vollständige Offenbarung der höheren Welt von allen Menschen in der Welt sollen 6000 Jahre vergehen – d.h. in den 6000 – 5772 = 228 gebliebenen Jahren wird die ganze Menschheit die höhere Welt offenbaren. Die übrigen Daten:

Moses: 1392 – 1272 v.u.Z., die Offenbarung des Schöpfers am „Berg Sinai“ – 1312 v.u.Z.

Joshua: 1354 – 1244 v.u.Z.

Die Uhrväter: 1244 – 889 v.u.Z.

Die Propheten: 889 – 352 v.u.Z.

Die Mitglieder der großen Versammlung: 352 – 312 v.u.Z.

Rabbi Akiba – 1-2 Jh. unserer Zeitrechnung

Rabbi Schimon Bar Jochai, der Autor des Buches Sohar – 2 Jahrhundert unserer Zeitrechnung

Die Verfasser der Mischna: 312 v.u.Z. – 218 unserer Zeitrechnung

Die Verfasser des Talmuds: 218 – 636

Die Gaonen: 636 – 1140

Es gibt keine Kongresse zweiter Wahl

Frage: Auf dem Arava-Kongress haben wir eine gewisse Kraft erreicht. Wie können wir diese nutzen, um jedem zu helfen, die innere Latte hoch zu setzen? Wie können wir diesen Geist bewahren und so voranschreiten, dass jeder innere Anstrengungen unternimmt?

Meine Antwort: Vor uns liegen drei Kongresse: in Litauen, in Brasilien und in den USA. Die Rede ist von den ineinander übergreifenden Ereignissen, die innerhalb von zwei Monaten stattfinden und sich auf ein Thema konzentrieren werden: unsere Einheit und die daraus resultierende Massenverbreitung. Mit anderen Worten: innere und äußere Bürgschaft.

Ab heute müssen wir die Verbindung mit der Stufe, die wir in der Arava erreichet haben, verstärken und bei der richtigen Organisation dieser Kongresse mithelfen, damit sie nicht zu „lokalen Ereignissen“ werden. Uns reicht die regionale Herangehensweise nicht, jeder Kongress muss zu einem internationalen werden: alle setzen sich vor die Bildschirme, alle nehmen daran teil und kommen voran. Dann werden wir alle zusammen mithilfe dieser Kongresse zu einer neuen Stufe aufsteigen.

Es wird nicht abwechselnd gemacht, wir können es uns nicht leisten, wie Kinder abwechselnd mit einem Spielzeug zu spielen. Das schadet uns. Auf dem Arava-Kongress waren alle Gruppen mit uns verbunden – genauso müssen wir auch weiter machen.

Das Programm eines jeden Kongresses betrifft alle – ohne Ausnahme; und darum müssen alle unsere Gruppen, alle Freunde aus der ganzen Welt mit aller Kraft dafür sorgen, dass jeder Kongress die maximale Stärke entfaltet. Das betrifft äußere Formen, aber das Wichtigste ist der innere Kern und die Vorbereitungen auf die Handlung. Der Mensch muss hundertprozentig bereit, voll bis zum Rand zum Kongress kommen – so, dass kein Tropfen mehr reinpasst. Das betrifft alle Schüler, egal, wo sie sind.

Vor jedem Kongress müssen alle frühzeitig den Content, das Programm, die vorbereitenden Materialien bekommen. Der Mensch muss sich danach ausstrecken, danach streben; wir haben keine anderen Mittel zum Vorankommen.

Das Kongressprogramm muss gut durchdacht werden, damit nicht das Gleiche mehrere Unterrichte hintereinander angehört werden muss. Wir müssen neue Sachen hören, und ich habe noch etwas zu sagen – doch in Wirklichkeit werdet ihr nur dann etwas Neues hören können, wenn ihr dazu bereit seid. Nur dann werde ich noch mehr öffnen können, dank eurem Zusammenhalt, eurem neuen Verlangen.

Ich hoffe sehr, dass ihr mit großer Ernsthaftigkeit an die Sache herangeht. Es geht um die gemeinsame Arbeit, die Verantwortung beschränkt sich nicht auf die Organisatoren oder physische Teilnehmer. In der Arava waren Hunderttausende Menschen mit uns zusammen – das ist eine Riesenkraft.

Also, diese Woche wiederholen wir noch die Materialien aus der Arava und machen uns dann an die zügige und sehr intensive Vorbereitung auf den Kongress in Litauen. Außerdem müssen wir ein ganzheitliches Programm vom Anfang des Litauen-Kongresses bis zum Ende des New Yorker Kongresses zusammenstellen, einschließlich meiner Treffen mit den Gruppen in Kolumbien und Chile sowie des Brasilianischen Kongresses.

Es geht um enorm viele Stunden, um eine wunderbare Gelegenheit, dank welcher wir einen Ruck nach vorne machen können. Alles hängt von der Vorbereitung ab.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu Talmud Esser ha Sefirot, 27.02.2012

Kredit für die Zukunft

Frage: Ist die Stufe, die wir auf dem Kongress erreicht haben, ein Kredit, den wir abarbeiten müssen, oder das Ergebnis unserer vorherigen Anstrengungen?

Meine Antwort: Die einen haben das als Lohn, die anderen als Vorauszahlung erhalten. Jeder hat sowohl das eine als auch das andere in einem bestimmten Verhältnis bekommen. Vieles davon haben wir erhalten, um diese Vorauszahlung von nun an zu realisieren. Wir durften etwas in der Einheit, in der Verbindung wahrnehmen. Uns wurden absichtlich verschiedene Zweifel von oben geschickt, und gerade durch sie haben wir neue Erscheinungsformen in der Verbindung zwischen uns wahrgenommen. Wir müssen verstehen, dass das wahrhaft ein Geschenk von oben ist. Nun müssen wir dieses Geschenk in unserem Inneren verarbeiten, es realisieren.

Ich persönlich betrachte es eher als einen Kredit für die Zukunft, den wir nun realisieren müssen. Ich unterschätze nicht all jene Anstrengungen, die wir unternommen haben, doch entsprechend dem Zustand, in dem wir uns befanden, stand uns das nicht zu. Wir haben diese Vorauszahlung erhalten, weil wir uns angestrengt haben, doch haben wir sie nicht als Lohn, sondern als Kredit bekommen, mit dem wir nun arbeiten müssen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.02.2012

Warum erfolgen die Schläge unter die „Gürtellinie“?

Frage: Es ist klar, dass der Schöpfer die Bitterkeit zum Leben des Menschen beifügt, sonst würde der Mensch nie in Richtung der Eigenschaft des Gebens schauen. Aber warum kommen die Schläge auf einem so niedrigen Niveau: Gesundheit, Geld, grundlegende Bedürfnisse, Probleme in der Familie? Warum erfolgen die Schläge nicht auf einem höheren Niveau? Sie würden dann die Eigenschaften wie Macht, Eitelkeit u.ä. betreffen. Denn gerade in dieser Sphäre sollte die Korrekturen erfolgen.

Meine Antwort: Schau, Baal HaSulam an: einer der größten Kabbalisten ertrug die materiellen Leiden, sein Essen zu Hause ging zu Ende und es gab Feindlichkeit im Umfeld. Es gab alles. Es ist schwierig überhaupt zu rechtfertigen und zu verstehen, was mit den Kabbalisten jeglichen Alters geschah, unabhängig davon auf welcher Stufe des spirituellen Begreifens sie sich befanden.

Die Ursache besteht darin, dass sie in der allgemeinen Struktur eingeschlossen sind und nicht das bekommen, was sie selbst verdient haben, sondern das, was im Rahmen der allgemeinen Korrektur gefordert wird. Wir wissen, wie das Leben von Rabbi Akiva endete, wie die Bücher von Rambam verbrannt wurden. Das alles ist nicht zufällig, sondern auf diese Weise hat alles die höhere Kraft geregelt. Diese Menschen sind in die Welt eingeflochten und unterliegen den allgemeinen Bedingungen. Wir sind nicht in der Lage ihre Probleme nachzuvollziehen.

Den einfachen Menschen hätte das verwundert: „Was ist das für ein Hindernis? Wie kann ein Kabbalist es nicht überwinden?“ In Wirklichkeit wissen wir nicht, auf welcher Stufe sich dieser Kabbalist befindet und welche Belastung des Herzes er gerade erlebt. Lege ein Bleistift auf den Boden und er wird ihn nicht überspringen können. Wir denken, dass so was einfach nicht sein kann? Und nichtsdestotrotz kann es doch sein.

In der entsprechenden Weise sollen wir uns gegenüber den Freunden verhalten. Beurteile keinen, bevor du an seiner Stelle gewesen bist. Denn du kannst nicht erkennen, du verstehst nicht, in welchem Zustand er sich gerade befindet. Möglicherweise, bekommt er solche Hindernisse, die er einfach nicht überwinden kann. Wenn wir es nur begreifen würden, dann würden wir uns gegenseitig anders wahrnehmen.

Frage: Und dennoch, gibt es das Verlangen, das auf Reichtum, Ruhm, Macht oder Wissen gerichtet ist. Aber die Schläge kommen auf einem niedrigeren Niveau…

Meine Antwort: Der Mensch wird genau an der Stelle getroffen, wo es am meisten schmerzt. Wie soll der Höhere ihn „stechen“, damit er fühlt? Der Höhere muss die richtige Stelle wählen. Und die Berechnung hier wird allgemein, im Bezug auf die ganze Welt erzeugt.

Frage: Woher weiß der Schöpfer, was für jeden einzelnen notwendig ist?

Meine Antwort: Es handelt sich um ein vollkommenes System aus der Welt der Unendlichkeit, das alles organisiert. Denkst du etwa, dass der Schöpfer mit dem Rechner sitzt, um seine Berechnungen zu machen. Nein, es ist das riesige Analogsystem, in dem alles vollkommen ist. Es arbeitet ständig, für dieses System sind Arbeit und Ruhe dasselbe. Darin gilt der unveränderliche Algorithmus. Es gibt keine Zeit, keine Bewegung, keinen Raum – alles befindet sich im Gleichgewicht.

Aus diesem Systemgleichgewicht der spirituellen Stufen steigen zu uns die Zustände herunter, die sich im Raum ausbreiten, sich auf Sekunden, Tage und Jahre legen. So entsteht aus der Vollkommenheit der unvollkommene Zustand.

Jedem offenbart dieses System genau das, was gefordert wird und bestimmt die Parameter, die in unterschiedlichen Umständen geäußert werden.

Frage: Aber warum nimmt es diese schrecklichen Formen an?

Meine Antwort: Wir verstehen das egoistische Verlangen in seiner ganzen Tiefe nicht. Wir wissen nicht, was in diesem Abgrund geschieht. Denn genau wir sind der Vollkommenheit der Natur entgegengesetzt. Du muss dich noch ein bisschen gedulden, bis du diese Vollkommenheit kennenlernen wirst. Dann wirst du gewiss dem Schöpfer nichts vorwerfen können…

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zur Lehre der zehn Sefirot“, 13.02.2012

Die Chance des Lebens

Frage: Wegen des bevorstehenden Kongresses empfinde ich eine viel zu große Angst und Druck. Es gibt kein Gefühl der Freude und der Liebe, nur Vorschriften und Drohungen. Ich will nicht mehr dorthin fahren. Warum bin ich in so einen Zustand geraten?

Meine Antwort: Weil du nie gedacht hast, dass ein Kongress kein Picknick ist. Du bist immer zu unseren Kongressen wie zu den Festen gekommen, die voller Lektionen, Auftritte, Konzerte, Tänze und Mahlzeiten sind. Wenn der Mensch sich mithilfe dieser Handlungen erweckt, sind sie für ihn ernsthaft und nutzbringend. Und wenn nicht, kann er sich einfach des Lebens erfreuen, ohne an das Wichtigste heranzukommen.

Genauso kamen manche früher in den Tempel, weil es dort immer frisches Fleisch und guten Wein gab. Andere wiederum kamen mit etwas anderen Gedanken dorthin.

Heute treiben wir den Menschen dazu an, zu begreifen, wo er sich befindet. Jeder soll das begreifen und dem zustimmen, in jedem soll die größte Besorgnis wohnen. Die Tora führt sogar äußere Anzeichen für einen solchen Zustand an, indem sie Erschütterungen, Blitze etc. beschreibt. So ist es auch.

Und dabei soll ein solch wichtiger Status Freude in uns hervorrufen. Selbst wenn es in den Eigenschaften der Überwindung (Gwurot) geschieht, eröffnet sich dir dennoch eine höhere Stufe – natürlich wenn du deren würdig bist. Und wenn nicht, wirst du hier den Ort deines Begräbnisses finden. Also entscheide dich, ob du kommen solltest.

Die Qualität der Teilnehmer ist wichtiger als deren Quantität. Es ist eine Sache, die gegenseitige Bürgschaft in den Massen zu verbreiten, und etwas ganz anderes, in der Wüste spirituell aufzusteigen.

Wenn der Mensch wie zu einem Picknick dorthin kommt, wird er sich selbst schaden. Wenn er unsere Kräfte verdünnt, uns durch seine fremden Gedanken und Verlangen stört, wird er später dafür bestraft. Ein solcher Mensch sollte nicht kommen. Hier ist nur für diejenigen Platz, die mit aller Ernsthaftigkeit an die Sache herangehen.

Ich kann diejenigen verstehen, die nach reiflicher Überlegung zuhause bleiben. Gerade das würde eine ernsthafte Einstellung bedeuten: Der Mensch hat Angst, ist sich unsicher, versteht, dass er innerlich noch schwach ist…

Tja, vielleicht wird sich in zweitausend Jahren noch eine Chance bieten?

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Statuten des Arava-Kongresses“, 20.02.2011

Die kosmische Verwandlung

Wir veranstalten einen Kongress in der Wüste „Arava“, weil wir die Kraft der Einheit und der Verbundenheit dringend brauchen. Diese wird uns die Kraft und das Verständnis geben, zur Korrektur der Welt beizutragen. Es gibt keine effektivere Kraft in der Welt, als unsere Einheit. Alle übrigen Mittel sind materiell. Nur wir besitzen die spirituelle Kraft, das allgemeine System zu verändern und das Universum zu verwandeln.

Unseres Universum unterliegt einer begrenzten Zahl von Konstanten – wie zum Beispiel die Lichtgeschwindigkeit. Es genügt eine winzige Verschiebung in diesen grundlegenden Konstanten und die ganze Natur wird sich verändern. Beim Wechsel dieser Konstanten kann unsere Welt in ihrer jetzigen Form nicht mehr existieren.

Also können wir die Verhältnisse dieser Konstanten mit Hilfe der spirituellen Kraft ein wenig korrigieren. Auch dann wird sich die Welt allmählich verändern. Niemand hat eine Vorstellung darüber, aber alle werden plötzlich klüger und feinfühliger sein, die Augen werden sich öffnen, die Menschen werden mehr verstehen und fühlen, das das Bewusstsein eines jeden auf ein neues Niveau des Begreifens aufsteigen wird. Die Idee der Einheit wird verständlicher und die Notwendigkeit der Veränderungen wird deutlicher.

Wir enthüllen für die Menschheit das Licht, das zur Quelle zurückführt. Dieses Licht wird kommen und sie entwickeln, und zwar nicht in die Richtung der Weisheit dieser Welt, sondern zur spirituellen Weisheit, zur Weisheit der Vereinigung. Diesen Weg müssen wir der Menschheit mit unserer Einheit ebnen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zur Lehre der Sefirot“, 16.02.2012

Kongress in voller Ernsthaftigkeit

Frage: Wir reden davon, dass der Arava-Kongress nach Ernsthaftigkeit verlangt. Was bedeutet, ernsthaft auf dem Kongress zu sein?

Meine Frage: Das bedeutet, dass ich mir nicht erlaube, auch nur in einen einzigen Gedanken, in ein einziges Verlangen außerhalb des Ziels zu flüchten. Ich muss mit den anderen verschmolzen sein und in dieser Verschmelzung den Schöpfer offenbaren.

Unterwegs merke ich, dass mir das Verlangen dazu fehlt. Mal will ich es, mal will ich es nicht. Dann komme ich zu Gebeten und Fragen, ich führe die Analyse durch – und das ist im Grunde genommen unsere Vorbereitung. Wenn wir in der Arava sind, müssen wir ständig das Bedürfnis nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, spüren – damit es uns zur Verschmelzung bringt.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Ratschläge zum Arava-Kongress“, 19.02.2012