Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Antwort wird vom Schöpfer kommen

Frage: Wir haben die praktischen Übungen auf dem Europäischen Kongress so erfolgreich durchgeführt – warum können wir sie nicht weiterhin wöchentlich unter ihrer Leitung machen?

Meine Antwort: Man muss immer an den eigenen Entscheidungen zweifeln, weil die wahrhafte Antwort nur von oben, vom Schöpfer kommt, und darin unterrichte ich meine Schüler: ich sage ihnen ehrlich, dass ich noch nicht genau weiß, wie zu handeln ist. Ich bin der Lehrer und ich unterrichte sie dahingehend, dass sie weder auf die Antworten von sich, noch auf meine Antworten warten sollen – sondern nur auf die Antworten vom Schöpfer.

Kongress in Vilnius, Workshops

Workshop 1

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Kongress in Vilnius, 25.03.2012, Lektion 5

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 4

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Kongress in Vilnius, 24.03.2012, Lektion 3

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Kongress in Vilnius, 23.03.2012, Lektion 2

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Kongress in Vilnius, 23.03.2012 Lektion 1

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Der erfolgreiche Mensch

Frage: Welche Kriterien zeichnen einen erfolgreichen Menschen in der Zukunft aus? In der gegenwärtigen Gesellschaft sind es das Vorhandensein eines gut gefüllten Bankkontos, eines Wagens, der Wohnung – welche Werte sind für die Integralgesellschaft wichtig?

Meine Antwort: In der Integralgesellschaft wird der Mensch der Zukunft entsprechend seiner Zusammenwirkung mit anderen Menschen erfüllt.

Es wird weiterhin eine absolut normale Befriedigung seiner physiologischen Bedürfnissen geben: Nahrung, Sex, und Familie. Mehr wird er auch nicht brauchen, weil die gesamte darüber hinausgehende Füllung infolge der gegenseitigen Integralverbindung geschehen wird.

Ein erfolgreicher Mensch ist derjenige, der sich mit anderen erfolgreich verbindet und darin die Füllung findet. Diese Füllung ist spirituell. Sie offenbart ihm ganz neue Verlangen, neue Instrumente, mit denen er seine Existenz als ewig und vollkommen empfinden kann.

Ich denke nicht, dass in der Gesellschaft solche Erfolgssymbole wie der Wagen, die Wohnung usw. bestehen bleiben werden. Die kommende Krise wird nicht schnell vorbei sein. Man sollte nicht hoffen, dass sie plötzlich verschwindet und alles wieder in Ordnung sein wird. Diese Krise wird uns zwingen, das System unserer Werte zu verändern, und wir werden allmählich auf alles verzichten, was für unsere gegenseitige Integralentwicklung nicht notwendig ist. So wird es sein.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 05.02.2012

Du wirst uns nicht biegen können

Frage: Wie kann ein Mensch an der Vereinigung teilnehmen, wenn er auf dem Kongress in Litauen nicht physisch anwesend sein wird?

Meine Antwort: Eigentlich spielt der Ort bezüglich seiner Anwesenheit keine Rolle. Wenn ein Mensch aufgrund von Umständen, die er nicht beeinflussen kann, nicht kommt, dann hat man ihm solche Bedingungen von oben geschickt. Wenn er vor seinem PC-Bildschirm sitzt und alles tut, was in seinen Kräften steht, dann wird er hundertprozentig mit den Freunden vereint sein.

Und außerdem sollten wir verstehen, dass das Licht zu uns in Gewänder gekleidet kommt, so dass wir die Schwierigkeiten, in die es uns bringt, gegen eigene Härte eintauschen sollen. Von mir werden Hartnäckigkeit, Bemühen und Verlangen gefordert: ich überwinde die Schwierigkeiten, die von oben gesandt werden, mittels der eigenen Härte. Ich strebe weiterhin nach der Vereinigung. Darin besteht eben unsere Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 14.03.2012

Die Nötigung zur Liebe

Frage: Was mache ich mit dem Hass gegenüber den Freunden, der auf dem spirituellen Weg offenbart wird?

Meine Antwort: Nimm dir als Vorbild die Autoren des Buches Sohar. Als sie sich versammelten, um „sich mit der Tora“ zu beschäftigen und den Schöpfer zu enthüllen, wurde ihnen zuerst ihr gegenseitiger Hass offenbart. Dies war das Ergebnis der Vorbereitung auf die Vereinigung. Jedesmal wurde ihnen ein neuer Zustand, ein neues Verlangen zu empfangen, eine neue Reshimo – „das informative Gen“ offenbart, und alle empfanden das Gleiche: „Ich hasse alle und ich liebe nur mich, ich wünsche alles für mich“.

Genau das ist die richtige Vorbereitung, die Offenbarung der neuen Bedingungen, die ich jetzt korrigieren soll. Vor allem habe ich den Mangel offenbart und fange mit der Korrektur an. Für die Korrektur brauche ich das Licht der Tora. Denn es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und die Tora als das Mittel zur Korrektur“. Wenn der böse Anfang enthüllt ist, dann kann ich mich mit dem Wunsch nach Hilfe an die Tora wenden.

Wenn das Böse nicht offenbart wird, dann brauchst du die Tora nicht. In diesem Fall studierst du nicht die Methodik der Korrektur, sondern bloß die Theorie. Die „Tora“ ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, welches du aus den Werken der Kabbalisten schöpfst – aber nur in dem Maß, in dem du in dir das Böse enthüllst und darunter leidest. Du strebst nach der Eigenschaft des Gebens, aber das enthüllte Übel behindert dich darin. Es bringt dir keine Leiden oder Misserfolge in diesem Leben, sondern das ganze Problem besteht darin, dass es dich die Eigenschaft des Gebens nicht erreichen lässt.

Folglich ist die Vorbereitung auf den Unterricht sehr wichtig; darüber schreibt Baal HaSulam im 17. Paragrafen des Vorworts zur Lehre der Zehn Sefirot. Gerade so muss man das Studium beginnen. Und überall, wo die Menschen lernen, kannst du prüfen: ob sie zur Enthüllung des bösen Anfangs kommen? Damit ist die innere spirituelle Arbeit gemeint und keine angeblich „offenherzigen“ Geständnisse.

Der Mensch entdeckt das Böse nicht in Bezug auf die Nachbarn, Kollegen oder Familienangehörigen, sondern in Bezug auf seine Freunde – wenn er sie hasst, anstatt sie zu lieben. Von ganzem Herzen und mit aller Kraft versucht er, mit ihnen vereinigt zu werden, und kann es nicht, dabei fühlt er, wie ihm alleine der Gedanke daran abscheulich und verhasst ist.

Es gibt keine stärkere Abtrennung und Abneigung, denn du wirst zur Liebe gezwungen. Es stehen uns wirklich schwere Empfindungen bevor. Erst dann beschäftigst du dich mit der Tora, also mit der Methodik der Korrektur.

Auszug aus der Lektion nach dem Vorwort zur Lehre von Zehn Sefirot“, 13.03.2012