Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Verliere nicht die Verbindung zum Schöpfer

Tora, Deuteronomium 7.02-7.04: Wenn der Herr, dein Gott, sie dir ausliefert und du sie schlägst, dann sollst du sie der Vernichtung weihen. Du sollst keinen Vertrag mit ihnen schließen, sie nicht verschonen und dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter gib nicht seinem Sohn und nimm seine Tochter nicht für deinen Sohn! Wenn er deinen Sohn verleitet, mir nicht mehr nachzufolgen, und sie dann anderen Göttern dienen, wird der Zorn des Herrn gegen euch entbrennen und wird dich unverzüglich vernichten.

Ein Mensch kann mit seinem Egoismus keinerlei Zugeständnisse machen, keine Verbindung und auch keine Teillösung. Er muss den Egoismus ausrotten, sich darüber erheben und aufhören, ihn in seiner natürlichen Form zu nutzen. Er darf ihn nur nach der ersten Einschränkung durch den Schirm nutzen – mit dem Reflektierenden Licht für das Geben und die Liebe.

Frage: Was bedeutet „nimm seine Tochter nicht für deinen Sohn“?

Meine Antwort: Lass nichts mit egoistischem Ursprung zurück, das sich in dir noch als verdorbene Eigenschaft manifestieren könnte. Denn dann wirst du die Verbindung zum Schöpfer verlieren und nicht mehr für die Reinheit deiner Korrektur bzw. deinen spirituellen Aufstieg kämpfen können.

Den Sohn mit einer Tochter eines fremden Stammes zu verheiraten bedeutet, in der Zukunft einen Kontakt zum Egoismus zuzulassen. In dieser Handlung kann sich der Schöpfer nicht manifestieren. Daher wird gesagt „Wenn er deinen Sohn verleitet, mir nicht mehr nachzufolgen, werden sie dann anderen Göttern dienen..“.

Aus KabTV: Geheimnisse des ewigen Buches, 4/6/16

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Warum ist das Böse wichtig?

Frage: Wieso ist der Schöpfer stolz darauf, dass Er den bösen Trieb erschaffen hat, weil Er sagt: „Ich habe das Böse erschaffen“?

Meine Antwort: Wenn es keinen bösen egoistischen Trieb gäbe, der völlig von der spirituellen Welt abgetrennt ist, würden wir nicht existieren. Es gäbe kein Geschöpf, das dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Das Ziel ist, dass sich das Geschöpf auf das Niveau des Schöpfers erhebt. Seine Natur muss der höheren Natur jedoch zunächst entgegengesetzt sein, ansonsten wird es nicht selbstständig.

Der Abstieg der Welten von oben nach unten, die zerbrochene Seele, die Vorbereitung auf diese Welt, damit wir hier erscheinen, alles, was wir hier erlebt haben, wurde vom Schöpfer gemacht. Das wurde dazu erschaffen, damit wir wenigstens ein bisschen spüren, wie viel Böses (das der Schöpfer erschaffen hat) in uns steckt. Und wir offenbaren allmählich dieses Böse, indem wir die 125 Stufen der spirituellen Leiter emporsteigen und es in das Gute umwandeln.

Aus dem Unterricht vom 21.02.2016

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Die Bewegung zum „korrigierten Kommunismus“

Frage: Jahrhunderte lang lebten viele Juden in Russland. Was verbindet und was trennt Russland und Israel?

Meine Antwort: In Israel leben sehr viel Repatriierte aus Russland – eine Million Menschen. Ich denke, dass noch mehr dazukommen werden. Einst behauptete der Lubawitscher Rebbe, dass obwohl in Russland nur 3 Millionen Juden registriert sind, es in Wirklichkeit 20 Millionen seien. Das gleiche gilt für Amerika. Die weiteren 10 Stämme sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Sie leben irgendwo und werden zu gegebener Zeit enthüllt.

Israel könnte Russland den „korrigierten“ Kommunismus zeigen. Dieser entspricht aber nicht dem Kommunismus, der seinerzeit ohne anhaltenden Erfolg in der UDSSR etabliert wurde. Es geht vielmehr um die Erschaffung einer neuen Gesellschaft, die sich in westlichen Ländern und USA jetzt schon abzeichnet. Sozialistische Strömungen zeichnen sich ab, da die Automatisation der Wirtschaft den Grundstein für steigende Arbeitslosigkeit bildet. Der Kapitalismus und die Geldwirtschaft verändern sich zum Negativen und übrig bleibt ein riesiges Gesellschaftsproblem.

Jedoch kann eine richtige Verbindung der Gesellschaft – ein korrigierter Sozialismus – nur auf Basis der Prinzipien der Wissenschaft der Kabbalah erbaut werden. Ich meine, dass in Russland eine besondere Veranlagung zu sozialen Beziehungen besteht. Nichtsdestotrotz hat sie sich nicht weiterentwickelt. Wir sehen, dass sich das Volk auch heute zu sozialen Werten bekennt, genauso wie die Juden Israels dazu streben.

Deswegen wäre die Gründung einer richtigen Gesellschaft der Zukunft die Rettung nicht nur für Israel, sondern auch für Russland. Andernfalls gibt es kein Entkommen aus der Krise. Das erschafft man jedoch nur durch korrigierte Beziehungen und nicht mithilfe verschiedener Technologien.

Aus dem TV Programm „Tag der Unabhängigkeit Israels“, 30.04.2016

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Nicht unglücklich über Herabwürdigung

Frage: Woher kommt Ihre Zufriedenheit darüber, dass man Sie verunglimpft?

Meine Antwort: Es stimmt. Ich bin nicht unglücklich über diverse Herabwürdigungen meiner Person, und dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Zum einen wurde mir in den Jahren 1972 bis 1974 die Erlaubnis verweigert, nach Israel zu immigrieren. Ich erinnere mich an eine Vielzahl von Informationen über Israel, die aus antizionistischen und antisemitischen Veröffentlichungen in der Sowjetunion stammten.

Seitdem wir in einer egoistischen Welt existieren, wird der Mensch vom Bösen angezogen, von Falschheit, Verleumdung und so weiter. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, das Wissen der Weisheit der Kabbala zu verbreiten, welches notwendig für das Überleben der Juden ist. Ich bin froh, diese Möglichkeit zu haben, auch wenn ich dafür belächelt werde. Denn dadurch kann ich natürlich auch ein wenig von der Weisheit der Kabbala enthüllen.

Zum anderen nimmt der Mensch, solange er noch nicht die Obere Welt enthüllt hat, alles durch die Konzepte unserer Welt wahr, die der Oberen Welt absolut entgegengesetzt sind. Das bedeutet, dass er noch nicht bereit ist, die Methoden zur Enthüllung der Oberen Welt oder deren Details auf irgendeine Weise zu beurteilen.

Deshalb ist es kein Wunder, dass die Kabbalisten über 2000 Jahre geschwiegen haben. Heute ist die Welt global, und das erfordert eine Kenntnis über die Organisation des gesamten Systems. Diese Kenntnis kann nur durch die Enthüllung der Höheren Ordnung erreicht werden, und dies ist das Hauptthema der Weisheit der Kabbala.

Daher ist es absolut notwendig, jedem die Weisheit der Kabbala als einziges Mittel für die Rettung der Menschheit zu erklären, ohne auf mögliche Verunglimpfungen und Verleumdungen zu achten.

Bis vor einigen Jahren würdigte und schätzte kaum jemand auf der Welt die großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts, Baal HaSulam und Rabash. Allerdings hat ein Dr. Laitman, der in allen Kommunikationsmedien zu finden ist, eine Werbekampagne für sie arrangiert. Jetzt sagen diejenigen, die gegen diesen Dr. Laitman sind, dass Baal HaSulam und Rabash die wahren Kabbalisten sind, während Dr. Laitman keiner ist.

Aber ich bin hier nicht wichtig. Trotzdem sie mich verleumden und verfluchen, sind sie mit meinen großen Lehrern einverstanden, schätzen sie und geben ihnen Recht. Was mich und meine Schriften betrifft…, das werde ich meinen Studenten und den zukünftigen Generationen hinterlassen.

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Das Tor der Tränen

Das Tor der Tränen ist das Tor, das zum Schöpfer führt. Es gibt viele Tore zum Schöpfer, aber nur eines davon öffnet sich.

Der Sohar erklärt das sehr einfach: es gibt nur einen Eingang zum Schöpfer und man sollte nicht herumirren und aus der Bahn ausbrechen. Der Mensch kommt in Kontakt mit der höheren Kraft erst dann, wenn er wirklich vor Kraftlosigkeit weint, weil er so nicht mehr weiter leben kann und er wirklich alles gegeben hat, was er konnte. Erst dann bricht er in Tränen aus und der Schöpfer offenbart sich ihm.

Einst habe ich von ganzem Herzen versucht, vor dem Rabash in Tränen auszubrechen. Er hat mir ins Gesicht gelacht. Ich war damals sehr wütend. Aber was kann man hier machen? So war es auf der früheren Etappe der Lehre.

Alle Tore außer dem Tor der Tränen sind verschlossen. Nach der Offenbarung seines ganzen Egos, seines gesamten Verlangens, und nachdem er alles dem Schöpfer zugerechnet hat, erreicht der Mensch seinen letzten Zustand: „Schluss! Mehr kann ich nicht machen!“

Erhält er aber keine Antwort, bedeutet das, dass er Krokodilstränen vergossen hat, wie ein Kind, das bei jeder Gelegenheit weint. Dann muss er weiter arbeiten und irgendwann wird ihm alles offenbart.

Das richtige Verlangen äußert sich nicht darin, dass ein Mensch in Tränen ausbricht. Eher darin, dass sich ein Mensch einerseits im Zustand der Kraftlosigkeit befindet, andererseits aber einen enormen Wunsch danach hat, dem Schöpfer das zu geben, was er für Ihn vorbereitet hat; der Schöpfer aber will es nicht annehmen.

In solch einem Zustand beginnt der Mensch plötzlich zu offenbaren, dass er ein materielles egoistische Verlangen besitzt, welches tief in ihm verborgen ist, in seinen „sauberen“ seelischen  Bestreben. Doch dann beginnt er damit, es aus sich herauszuholen; er reinigt sich davon.

16.06.2016 Kongress in Moskau, Unterricht 3

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Komm und besitze das Land

Tora, Deuteronium 1,7: Nun wendet euch dem Bergland der Amoriter zu, brecht auf und zieht hinauf! Zieht aus gegen alle seine Bewohner in der Araba, auf dem Gebirge, in der Schefela, im Negeb und an der Meeresküste! Zieht in das Land der Kanaaniter und in das Gebiet des Libanon, bis an den großen Strom, den Eufrat! Dtn 1,8: Hiermit liefere ich euch das Land aus. Zieht hinein und nehmt es in Besitz, das Land, von dem ihr wisst: Der Herr hat euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen und später ihren Nachkommen zu geben.

Die Stufe Moses, die einen Menschen darauf vorbereitet, die Höhere Welt zu betreten, hat sich selbst aufgebraucht. Deshalb sagt der Schöpfer: „Jetzt ist vor dir ein Wunsch, den du heiligen musst, um zur Liebe und gegenseitigen Verbindung zwischen allen aufzusteigen“. Das schließt das Land Israel selbst ein, das Land hinter dem Jordan, Libanon, Syrien, hinauf nach Babylon und zu dem Fluss Euphrat.

Diese sogenannten „Länder“ haben keinen Bezug zu unserer Welt. In der spirituellen Welt sind damit Wünsche gemeint, die notwendig für die Korrektur sind und um auf die Stufe der vollkommenen Einheit zu gelangen. Aus diesem Grund gehören sie alle dem Land Israel an, was bedeutet, dass sie direkt zum Schöpfer gerichtet sind. Das hat für die Länder der Welt keine Gültigkeit. Deshalb bewegen sich alle anderen menschlichen Wünsche noch nicht zur Korrektur hin.

Aus KabTV’ “Geheimnisse des Ewigen Buches” 12/30/15

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Man muss Altruist werden

Kommentar: Nur Wenigen in dieser Welt gelingt es, gemäß dem alten Prinzip der Nächstenliebe „Füge deinem Nächsten nicht das zu, was dir selbst verhasst ist“ (Shabbat 31a) zu leben. Leonardo Christov-Moore und Marco Lacoboni, Wissenschafter der Universität von Kalifornien, kamen zu dem Ergebnis, dass es eine Methode gibt, welche die Menschen weniger egoistisch sein lässt und ihnen die Erfahrung ‚uneigennütziger zu werden’ vermittelt. Dieses Ergebnis wurde nach vielen Studien herausgefunden, deren Ergebnisse zeigten, das es möglich wäre, einem Menschen einen Impfstoff zu injizieren, um ihn zu sozialerem Verhalten anzuregen.

Meine Antwort: Ich würde es anders sagen. Ein Mensch ist in erster Linie ein hoch entwickeltes Tier. Es ist möglich, ihm besondere Handlungen beizubringen, damit er sein Haus „nicht verschmutzt“. Für diesen Zweck ist es wichtig, ihn richtig auszubilden und ihm das Konzept genau zu vermitteln. Dadurch versteht er, dass er für manche Handlungen bestraft und für andere belohnt wird. Wir erfahren Schmerz als Strafe und Freude als Belohnung. Dies erzeugt elektrische Impulse, die uns durchströmen und verschiedene Aminosäuren bilden.

So wird es möglich, ein Gerät zu erfinden, das ein Signal mit einer besonderen Frequenz sendet. Der Mensch, der diesen Sensor bekommt, wird entsprechend seiner guten oder schlechten Handlungen Freude oder Schmerz empfinden. Auf diese Weise wäre es möglich, einen Menschen in einen „Pavlov’schen Hund“ zu verwandeln.

Wenn wir mit der Ausbildung gemäß der Weisheit der Kabbala begännen, käme jedoch ein anderer Blickwinkel ins Spiel. Die Kabbala schlägt vor, dass ein Mensch die Stufe des „Geräts“ erreicht, welches ihn belohnt oder bestraft. Zugleich muss er begreifen, woraus er besteht und wie er sich zum höchsten Zustand, in dem er keine Bestrafung sondern nur immense Belohnung erhält, entwickeln kann.

Der Mensch wird dann verstehen, dass dieser erhabene Zustand nur möglich wird, wenn er mit anderen stark verbunden ist und eine organische Einheit mit ihnen bildet. In anderen Worten müssen wir uns zu einem Zustand verhelfen, bei dem die positiven Impulse, die in der Natur vorkommen, uns immer ausfüllen. Die negativen Impulse haben die Aufgabe, von uns schrittweise den „Abfall“ zu entfernen. Es ist der übrig gebliebene Müll von unseren „guten“ Anstrengungen. Zurück bleibt ein Zustand, welcher mit allem Wundervollem und Ewigen erfüllt werden könnte.

Es liegt an uns, mit der höheren Natur verbunden zu sein – aber weder mit Hilfe von Sensoren, noch mit Menschen, die diese Sensoren steuern.

Von Kab TV „Neues  von Michael Laitman 28/3/16

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Zum nächsten Kongress

Seit Mai 2016 sind wir zum Erklimmen der nächsten spirituellen Stufe unseres Aufstiegs übergegangen. Wir haben mit dem aktiven Widerstand gegen den uns zerreißenden Egoismus und die gegenseitige Abstoßung begonnen. Solch ein Zustand wurde im Buch „Sohar“ als spirituell existierender und notwendiger Zustand beschrieben

Und weil die Schüler von Rashbi solche und noch größere Zustände  erfahren haben, steht auch uns noch viel bevor – bis hin zu dem Zustand, wo wir uns gegenseitig verbrennen wollen. Danach aber wird sich dieses Feuer in ein Feuer der Liebe verwandeln.

Bis jetzt erschien der Egoismus zwischen uns unkontrolliert und wir haben ihn unterdrückt. So hat der Schöpfer die linke Linie erweckt, damit wir sie mithilfe der rechten ausgleichen. Die richtige Bewegung in der Entwicklung der spirituellen Eigenschaften einer Gruppe setzt aber voraus, dass die Teilnehmer der Gruppe sich selbst zum Erschaffen der rechten Linie motivieren und sich um den Bestand der linken Linie nicht mehr kümmern.

Denn die Aufgabe für die nächste Etappe der spirituellen Arbeit besteht darin, in 3 Linien zu sein. Das heißt gleichzeitig im Widerspruch der linken Linie, im Streben nach der Liebe der rechten Linie und deren Ausgleich in der mittleren Linie. Diesen Zustand muss man durcharbeiten und durchsprechen, bis er in den Gefühlen von jedem langsam verdaut wird und danach, stufenweise in allen, bis alle diese Zustände sich zu einem verbinden.

Nimm die Rosarote Brille ab

Kommentar: Dr. Emma Seppala, wissenschaftliche Direktorin der Stanford Universität, Zentrum für Mitgefühl und Altruismus, forscht und unterrichtet. Sie präsentiert eine Weltanschauung, die entgegengesetzt zu Ihrer Sicht ist. Auf die Frage, ob die menschliche Natur egoistischer Art ist, erwidert sie, dass es solche gibt, die glauben, dass die Menschen von Natur aus egoistisch sind und der harte Konkurrenzkampf der Schlüssel zu ihrem Erfolg sei, jedoch ist das Überlebensprinzip des Stärkeren nicht richtig. Es ist ein Fortschritt ohne Abwertung und Erniedrigung von anderen möglich. Jeder Mensch kann sich ein Leben lang für das Wohl anderer Menschen engagieren. Aus ihrer Perspektive heraus, sind Menschen gutherzig und dankbar und nicht egoistisch.

Meine Antwort: Ist damit gemeint, dass Menschen ihren Verstand einsetzen, um sich untereinander freundlich und verständnisvoll zu verhalten? Legt dies die Beziehung zwischen Staaten und Nationen fest? Erkennen wir, dass es das ist, was uns ständig durch die menschliche Geschichte lenkt und motiviert? Unsere Verbindung basiert ausschließlich aus individuellem Verlangen. Wir wollen uns über andere erheben, auf Kosten anderer besser sein und sie benutzen. Wir sollten studieren um herauszufinden, wie die tierische Stufe der Natur arbeitet. Wir unterscheiden uns nicht von Tieren. Wir benutzen, wo auch immer, unseren Verstand nur für den Zweck der egoistischen Entwicklung. Aus diesem Grund sind die Menschen das größte Übel, die schlimmste Kreatur in der Natur.

Wenn Dr. Emma Seppalla eine rosarote Brille trägt, können wir nichts dagegen tun. Die Natur basiert auf Egoismus und das ist was die Tora sagt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und die Tora als Gewürz.“ Solange der Mensch die Tora nicht richtig verwendet, er das erneuernde Licht während seines Studiums nicht anzieht, ist er vollkommen egoistisch.

Wir sind in einem teuflischen Kreislauf eingeschlossen, aus dem wir außer durch den Einfluss des höheren Lichts, welches uns da herausziehen kann, nicht flüchten können. All unser Streben und Impulse, die uns gut erscheinen, sind völlig egoistisch.

Von Kab TV „Neues mit Michael Laitman“, 7/4/16

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Die Gefäße der Seele reinigen

Frage: Sind wir für sämtliche Leiden, die uns begegnen, verantwortlich?

Antwort: Der Schöpfer, der das Böse geschaffen hat, ist verantwortlich. Es steht geschrieben: „Ich habe das Böse geschaffen und die Tora als Gewürz“. Wenn wir das Böse in Gutes umwandeln, werden wir die Stufe des Schöpfers erreichen. Alles in unserer Welt ist so angeordnet, dass der Mensch die Probleme durch die Natur seiner bösen Neigung erforscht und aufdeckt, und er wird einen Weg finden, diese Probleme zu überwinden, indem er die Methode der Korrektur richtig anwendet.

Wenn derartige Fragen aufkommen, bedeutet das, dass der Mensch bereit ist, diese Methode anzuwenden. Dann realisiert er nach und nach, warum alles so geschaffen wurde, wie es ist, und nicht anders. Dann wird ihm klar werden, dass der Schöpfer diese besondere Kraft der Natur ist, die die gesamte Schöpfung einschließt, die ganze Natur und alle höheren Stufen, die uns jetzt unzugänglich sind, die wir aber enthüllen werden.

Wenn wir den Egoismus korrigieren, den der Schöpfer absichtlich als grausam, riesengroß und universell geschaffen hat, dann werden wir zu Managern der gesamten Natur, in unserer Welt und in allen anderen Welten. Die Menschheit wird auf die Stufe der Ewigkeit und Perfektion aufsteigen, und das ohne sterben zu müssen. Wir werden uns auf eine höhere Stufe erheben. Die Menschheit befindet sich auf der Stufe der Entwicklung, wenn die Frage nach dem Sinn des Lebens in der Mehrheit auftaucht. Nach der Weisheit der Kabbala bedeutet das, dass wir erwachsen geworden sind und die Stufe erreicht haben, auf der wir beginnen, die Höhere Welt wahrzunehmen und uns ihr anzuschließen.

Frage: Warum leiden wir, wenn der Schöpfungsgedanke dem Menschen Genuss bereiten will?

Antwort: Weil wir uns selbst nicht korrigieren. Wüssten wir, wie wir die Korrektur bewerkstelligen und mit diesem Prozess beginnen können, würden wir uns schlagartig besser fühlen und die Stufen der Leiter der Güte erklimmen.

Kommentar: Es gibt zu dem Thema eine interessante Fabel. Ein durstiger Mann steht an einem Fluss mit frischem Wasser und versucht, ein schmutziges Glas zu füllen. Das Wasser scheint fade und bitter zu sein und er kann es nicht trinken, weshalb er den schmutzigen Fluss verflucht. Auf diese Weise verfluchen wir oft den Schöpfer, der uns Leiden schickt. Wenn der Mensch schließlich realisiert, dass der Grund des verdorbenen Geschmackes nicht das Wasser ist, sondern sein Glas, dann wird sich alles verändern. Er säubert und reinigt das Gefäß und somit ändert sich der Geschmack des Wassers. Dann wird ihm klar werden, dass das Wasser im Glas immer rein war, auch wenn er leidet.

Antwort: Ja, das ist unser Leben, aber wir werden das Leben erst dann genießen können, wenn wir die richtigen Kräfte anziehen.

Aus der Kabbalalektion in Russisch 2/16/16

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