Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Haman und Esther

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Haman – dem Verlangen eigennützig zu empfangen – und  Esther – dem Verlangen zu empfangen?

Meine Antwort: Esther ist das Verlangen zu empfangen, das verborgen ist.

Es verbirgt sich hinter dem Licht Chassadim und ist nur dafür notwendig, das Licht Chochma anzuziehen. Nachdem das Licht Chochma in das Licht Chassadim eingekleidet wird, wird es quasi veredelt: Man will nur gebend sein! Ähnlich wie der Gast von dem Gastgeber nichts eigennützig verlangt, obwohl er in Wirklichkeit über riesige egoistische Verlangen verfügt, die er eingeschränkt hat, um dem Gastgeber Genuss zu bereiten.

Wie kann er ihm geben? Hier offenbart er, dass er das Geben nur infolge des Empfangens von dem Gastgeber erlangen kann. Er berechnet, wie und wieviel er empfangen kann. Und der Teil, den er innerhalb des Lichtes Chassadim für das Geben empfangen kann, um dadurch dem Gastgeber Freude zu bereiten, heißt “Esther”.

Haman dagegen ist das riesige Kli/Gefäß – ein riesiges Verlangen. Dieses Verlangen wird sich in der direkten Form niemals füllen, weil darauf die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) erfolgte, aber alles wird dennoch in Esther offenbart. Im Endeffekt bringt Esther ihr ganzes verborgenes Verlangen unter das Licht Chassadim, das sich in das Licht Chochma kleidet. Das heißt, indem wir unsere Absicht auf das Empfangen für das Geben verändern, erhöhen wir das Licht Chassadim.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013

Die Leere ist eine Gelegenheit zur Füllung

Frage: Warum beginnen die Menschen gemeinsam mit dem Durst nach Spiritualität die Leere zu fühlen?

Meine Antwort: Dieses Gefühl von Leere ist eine Gelegenheit für die Erfüllung. Alles was wir dafür tun sollen ist, sie zu entwickeln und in ein Gefühl umzuwandeln, welches das höhere Wissen anzieht und von außen gespürt wird. In dieser Leere wird ein Gefäß geformt, ein Sensor, als Mittel für die Empfindung der höheren Welt. Leere ist das anfängliche Empfinden, welches notwendig ist, um die nächste Welt zu erreichen.

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Unsere Welt ist das Königreich der verzerrenden Spiegel

In den letzten Tagen gab es viele Artikel über palästinensische Angriffe, die vielen Menschen das Leben gekostet haben. Die Organisation „Honest Reporting“ leitete diesbezüglich eine Studie ein: „International Business Times“ schreibt: „Israel: 3 Palästinenser wurden während des Besuchs von Vize-Präsident Dzho Baden erschossen.“ Neuseeland „One News“: „Die israelischen Verteidigungs-Dienste  haben 3 Palästinenser erschossen.“ Sie vergaßen zu schreiben, dass infolge des Terroraktes zuvor 1 USA Bürger starb und 10 weitere Personen verletzt wurden. NBC: „Aufgrund der israelischen Gewalt wurde 1 Amerikaner erschossen“. The Irish Times: „Nach dem Angriff eines israelischen Einzelgängers auf 10 Personen starb ein Amerikaner. Seit der Ankunft von Dzho Bajden in Israel wurden 4 Palästinenser“.

Erwiderung von M. Laitman: So lange die Juden die Kabbalah verneinen, die ihnen für ihre Korrektur gegeben wurde und zur Korrektur der ganzen Welt führen soll, brauchen wir keine andere Reaktion von den Völkern der Welt erwarten. Ich schlage vor, ein Monitoring einzurichten: Je mehr Angriffe auf die Kabbalah, desto mehr Angriffe gegen Israel und die Juden insgesamt. Denn die von den Juden so sehr missachtete Methode der Korrektur verändert die Welt zum Bösen. Wir sind selbst schuld. Deswegen sollten wir uns nicht über westliche Informationsquellen empören, genauso wenig wie sich die Kabbalisten über die Reaktion der Gegner der Kabbalah empören.

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Wieso sind unsere Führer keine Kabbalisten?

Frage: Wenn die Kabbalah so eine weise Wissenschaft ist, wieso wurde in Israel, in unserem Land, das für die Verbindung erschaffen wurde, diese Wissenschaft nicht zur Landesideologie? Wieso sind unser Premierminister und das ganze Kabinett der Minister keine Kabbalisten?

Meine Antwort: Weil nach seiner Natur der Mensch egoistisch ist. Und die Kabbalah spricht von der Erhebung über den Egoismus. Und deswegen sind wenige Menschen bereit zu kommen und zu lernen, wie man sich über das Ego erhebt, in der Verbindung, in der Liebe, und wie man ein völlig neues System der Zusammenwirkung zwischen uns erbaut. Das System ist aber insofern gut, dass es im Einklang mit der Natur sein wird und dann kann der Mensch sein Schicksal lenken. Und sonst lenkt der Mensch nicht, er stößt nur immer wieder gegen einer Wand.

Frage: Unsere Führer sind aber daran interessiert, dass dem Land es gut geht?!

Antwort: Wo haben sie solche Führer gesehen oder überhaupt jemanden, der sich um die Welt kümmert? Ich beschuldige keinen, weil unsere Natur absoluter Egoismus ist. Der Mensch denkt in jeder Sekunde seines Daseins nur an sein eigenes Wohl und was andere betrifft, ist es ihm absolut egal: Je schlechter es ihnen geht, desto besser wird es mir gehen. So sind wir programmiert! Es gibt keine schlechte oder gute Menschen – es ist die menschliche Natur. Damit wir das begreifen, braucht man nicht ein Kabbalist zu sein. Fragt die Psychologen, die werden euch das erklären.

Aus dem Webinar auf der zahav.ru, 10.02.2016

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Die Wahrheit über die Wirklichkeit

Im Hebräischen bedeutet Kabbala „Empfangen“. Doch Kabbala ist nicht nur empfangen. Es ist eine Methode, die uns lehrt, wie wir „richtig“ empfangen. Kabbala hilft Ihnen dabei, herauszufinden, wo Sie sich tatsächlich befinden. Sie zeigt die Grenzen der fünf Sinne und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, einen „Sechsten Sinn“ zu entwickeln.

Dieser Sechste Sinn bereichert nicht nur Ihr Leben, sondern öffnet ebenfalls die Tür zu einer „schönen neuen Welt“. Darin gibt es weder Tod, noch Leid oder Schmerz. Und das Beste daran ist, dass Sie dafür nichts aufgeben müssen: man muss nicht sterben, um dorthin zu  gelangen; man muss weder fasten noch sich sonst irgendwie einschränken. Kurz gesagt entfernt Sie die Kabbala nicht von Ihrem normalen Leben; sie fügt allem, was geschieht, eine neue Bedeutung und Kraft hinzu. Ja, es stimmt, Kabbalisten genießen ihr Leben in vollen Zügen.

In seinem Essay „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“ definiert Baal HaSulam die Kabbala wie folgt: Die Kabbala ist nicht mehr oder weniger als eine Folge von Wurzeln, die durch Ursache und Wirkung nach festgelegten Regeln absteigen und ein einziges erhabenes Ziel formen, das als „die Enthüllung Seiner Göttlichkeit an Seine Geschöpfe in dieser Welt“ beschrieben wird.

Empfangen – Entdeckung der Kraft des Gebens

Um die Art des Genusses zu verstehen, den ein Kabbalist empfängt, muss man zunächst die kabbalistischen Konzepte kennen: In der gesamten Wirklichkeit gibt es nur eine einzige Kraft – die Kraft des Gebens. Sie erzeugt „etwas“, das ihre Geschenke zu empfangen vermag. Die gebende Kraft wird in der Kabbala „Schöpfer“ genannt und das Erschaffene „Schöpfung“ oder „Geschöpf“. Das Geschöpf sind wir, die Menschheit als Gesamtes und jeder von uns persönlich.

Dieses Geschöpf durchläuft einen Prozess des Lernens und der Entwicklung und entdeckt am Ende seiner Reise die volle Pracht und Größe seines Erschaffers. Baal HaSulam erklärt, dass diese Enthüllung des Schöpfers an Seine Geschöpfe das Wesen und der Sinn der gesamten Schöpfung sind.

Aus dem Buch „Die verborgene Weisheit der Kabbala“.

Kabbala und falsche Assoziationen


Erlaubt ist, was gefällt – führt uns dazu, dass heutzutage alles mit allem vermischt wird: Wissenschaft mit Religion, Rock’n Roll mit Beethoven. Es gibt sogar Sushi Eiscreme, wussten Sie das? Auch Kabbala wird mit mehr Glaubenslehren in Verbindung gebracht als es Beläge auf einer Pizza gibt.

Doch es gibt noch einen ernsteren Grund für das plötzliche Auftauchen dieser uralten Wissenschaft. Die Kabbala hatte immer den Ruf, dass sie Einblicke in die höchsten Kräfte der Natur, in die spirituelle Welt und in die Natur Gottes gäbe. Daher neigten die Menschen immer dazu, kabbalistische Begriffe mit allem möglichen Lehren zu vermischen.

Das Problem an solchen Vermischungen besteht darin, dass sie die Macht der Kabbala unterminieren, die uns Hilfe beim Verständnis unserer menschlichen und spirituellen Natur bietet. Trotzdem steht dies im Mittelpunkt der Lehre und ist der Hauptgrund für den hohen Bekanntheitsgrad der Kabbala.

Um jegliche Missverständnisse zu vermeiden, werfen wir einen Blick auf das, was Kabbala NICHT ist. Sie ist keine Religion und hat auch nichts mit Religion zu tun. Sie hat weder mit Magie, Mystik, Hellseherei, Kult, Medizin, Holistik, Meditation, Philosophie, Theosophie, Psychologie oder Parapsychologie, Telepathie, Traumdeutung, Tarot, Yoga, roten Bändern, Segenssprüchen, Rückführungen, Numerologie, Reiki, Channeling, Astrologie, Voodoo, Freimaurerei noch mit Sufismus oder irgendeinem anderen –ismus zu tun.

Kabbala gibt es schon seit sehr, sehr langer Zeit und sie rückt nun in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Jene, die in ihr den „letzten Schrei“ sehen, werden bald weiter wandern und sich nach Neuem umsehen. Doch jene, die tief in die Prinzipien der Kabbala eintauchen, werden genug für ein ganzes Leben darin finden.

Zusammenfassung

  • Kabbala ist eine Methode, die die tiefsten Fragen des Lebens beantwortet.
  • Kabbala tauchte erst auf, als diese Fragen in Massen auftauchten.
  • Kabbala wird zu Unrecht mit allen möglichen spirituellen Lehren assoziiert.
  • Kabbala ist keine vorübergehende Modeerscheinung, sondern eine praktische Methode, die Natur des Menschen und das Wesen des Schöpfers zu verstehen.

Aus dem Buch: „Die verborgene Weisheit der Kabbala“

Braucht die Frau eine Gruppe?

Frage: Braucht eine Frau die Gruppe für die Korrektur genauso wie ein Mann? Sie hatten gesagt, dass es zwischen Frauen von der Natur aus keine richtige Freundschaft geben kann.

Meine Antwort: Die Freundschaft kann genauso wenig zwischen den Männern entstehen, weil diese Freundschaft sich nicht von der jugendlichen Freundschaft unterscheidet. Was aber die Frauen betrifft, können sie keine freundschaftliche Verhältnisse aufbauen, weil jede Frau einzigartig ist; wir sehen das aus dem Leben.

In der spirituellen Welt aber sind Männer und Frauen mit den gleichen Problemen konfrontiert. Und es ist nicht wichtig, ob die Frauen weiter von der Verbindung zwischen einander entfernt sind als die Männer. Es scheint vielleicht am Anfang so. Wenn sie aber in innere Konflikte treten, sieht man, dass es  für beide –  Männer und Frauen – nicht leicht ist. Deswegen soll man nicht glauben, dass es den Männern leichter fällt, spirituelle Korrekturen durchzuführen.

Frage: Brauchen die Frauen eine Gruppe?

Meine Antwort: Für die Frauen ist die Gruppe genauso wichtig wie für die Männer. Die Frau ist verpflichtet, dieselbe Handlungen im Spirituellem durchzuführen wie der Mann: Dieselbe Annäherung, die Bürgschaft. In der spirituellen Welt gibt es keine Unterschiede, in welchem Körper du steckst. Du kannst annehmen, dass du ohne Körper existierst.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 06.12.2015

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Wie man ein guter Mensch sein kann

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levy und Tal Mandelbaum Ben Moshe

Zusammenfassung

Wenn die Menschen sehen werden, dass es unmöglich ist, so weiter zu leben wie wir es heute tun, wird sich die Situation zum Besseren verändern. Die Erkenntnis des Bösen in unserer Situation kann durch das Leben selbst kommen, und das wird schmerzhaft sein, oder durch die Entwicklung unseres Bewusstseins. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Bewusstseins durch Leiden kann man schon in der globalen Kampagne gegen das Rauchen sehen. Verborgen in der Natur gibt es eine versteckte, positive Kraft, die den bösen Trieb in uns ausgleichen kann, und die Weisheit der Kabbala ist ein Mittel, um sie zu entdecken. Die positive Kraft wird Licht genannt, und dieses Licht macht es möglich, dass ein Mensch seine bösartige Natur kontrollieren lernt und das Gleichgewicht erreicht. Wenn wir die verborgene positive Kraft in unser Leben bringen wollen, ist es sinnvoll, sich der Weisheit der Kabbala anzunähern.

In den Gesprächskreisen, die nach der Methode der Kabbala durchgeführt werden, werden 10 Menschen zusammen zu einem Detektor der positiven Kraft. Die Gesprächskreise der Kabbala sind ein Mittel, um die verborgene gute Kraft in der Natur in uns zu wecken und das Gleichgewicht zu erreichen. Wenn wir Verbindung und Liebe in Israel aufbauen, wird niemand uns schaden wollen; es wird wahre Sicherheit für uns bringen. Warum? Das ist wie ein Körper in Homöostase, in der Krankheiten kaum Chancen haben, da das Immunsystem im Ausgleich ist. Wenn wir untereinander im Gleichgewicht sind, werden die Kritiker von heute unsere Freunde werden; sie werden fühlen, dass es gut ist, mit uns zu sein.

Ein Mensch, der einen Gesprächskreis im Fernsehen oder im Internet zusieht oder der unseren Gesprächen zuhört, kommt dem Gleichgewicht näher. Die gute Kraft gleicht das Böse in uns aus und bringt Gesundheit, Ruhe, Schutz, eine gute Einstellung und Weisheit auf allen Ebenen. Doch letztendlich stehen wir vor schwierigen Situationen; wir müssen lernen, das Böse in uns auszugleichen. Kabbala ist die Methode, mit der wir dies erlangen können.

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Griechenland aus Schengen ausschließen

Frage: Österreich schlägt vor, Griechenland aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Der österreichische Innenminister forderte, dass Griechenland – bereits mit Schulden und Problemen überlastet – seine See- und Landgrenzen zur Türkei schließen und den Strom der Flüchtlinge, die Griechenland über die Türkei erreichen und nach Europa weiter ziehen, verhindern müsse. Wie realistisch ist die österreichische Forderung und was können Griechenland, die Türkei und Europa in dieser Situation tun?

Meine Antwort: Die Türkei ist nicht daran interessiert, den Flüchtlingsstrom zu stoppen oder ihn in irgendeiner Weise einzuschränken. Im Gegenteil ist sie als  muslimische Nation eher daran interessiert, den Strom von Muslimen nach Europa zu ermöglichen. Griechenland ist nicht in der Lage, seine Grenzen zu schließen, nicht weil es eine schwache Armee hat, sondern weil hunderte von Inseln den Grenzschutz erschweren. Jede Insel müsste mit militärischer Präsenz ausgestattet sein. Jede der Inseln verfügt jedoch nur über einige wenige Polizeibeamte, die die Flüchtlinge nicht aufhalten können und werden. Wie sollten sie auch gegen die Flüchtlinge konkret vorgehen, die üblicherweise zu Duzenden die griechischen Inseln mit dem Boot erreichen?

Frage: Also will die Europäische Union Griechenland von Europa abtrennen, damit die Flüchtlinge in Griechenland bleiben?

Meine Antwort: Natürlich verstehe ich, dass Europa versucht, seine Probleme einfach auf Kosten der Schwachen zu lösen. Es hat einen sehr direkten, praktischen und strengen Ansatz. Es tut sofort, was zu seinem Vorteil ist. Allerdings geht es bei dieser Angelegenheit nicht um Griechenland. Der EU ist bewusst, dass Flüchtlinge, die nicht über Griechenland nach Europa kommen, andere Wege und Routen finden werden, um an ihr Ziel zu gelangen. Wir sehen, wie Menschen über Murmansk ausweichen, um nach Europa zu kommen! Flüchtlinge aus dem „warmen“ Mittleren Ostens wählen mittlerweile Routen über das kalte Russland, wobei schwer vorstellbar ist, dass sie dabei nicht erfrieren oder sterben.

Es ist nicht möglich, diesen Fluss zu stoppen. Es wird keinen Unterschied machen, wie viele Parlamentssitzungen noch stattfinden werden, denn Millionen von Menschen sind bereits auf dem Weg und sie werden mit allen Mitteln ihren Weg fortsetzen. Und zusammen mit diesen Millionen von Flüchtlingen werden auch Kämpfer des IS Europa erreichen. Tatsächlich hat sich Europa in eine Situation gebracht, in der es bereits „besetzt“ ist. Im Vergleich zu seiner Leistung und Solidarität (genauer gesagt, seinen Mangel an Solidarität), ist die Masse, die Europa bereits erreicht hat, ausreichend, um Europa zu destabilisieren.

Die Flüchtlinge werden sich niederlassen und schnell Fuß fassen, weil sie nicht anspruchsvoll sind. Europa selbst wird sich nicht dagegen wehren können. In der Weisheit der Kabbala und in den Büchern der Propheten heißt es, dass Ismael, der den Islam darstellt, Europa erobern und beherrschen wird.

Frage: Vor nicht langer Zeit kehrte ich aus Bulgarien zurück nach Israel, und ich bin überzeugt, dass die öffentliche Meinung dort sehr klar ist. Die Bulgaren sind nicht bereit, den Flüchtlingen zu erlauben, in ihr Land zu kommen, und tatsächlich gibt es dort auch keine. Dasselbe geschieht in Polen, Ungarn und der Slowakei; Norwegen, Schweden und Deutschland hingegen öffnen ihre Länder mehr oder weniger bereitwillig. Wie kann man sich erklären, dass sich die verschiedenen Völker Europas nicht in einer ähnlichen und eindeutigen Art und Weise verhalten?

Meine Antwort: Wir können das nur schwer verstehen verstehen, weil wir nicht den gesamten Prozess der gesellschaftlichen Entwicklung der westeuropäischen Nationen durchlaufen sind.

Frage: Ich fragte die Norweger, wie sie sich die Zukunft ihrer Kinder vorstellten, und sie konnte die Frage nicht beantworten. In diesen Ländern gibt es sehr viele ausländische Arbeitskräfte. Die Anwohner haben keine Vision mehr, wie sie ihr Leben gestalten sollen.

Meine Antwort: Das ist der Lauf der Geschichte. Europa wurde einst von den Römern erobert. Danach wurden die Römer schwächer und andere Völker erstarkten. Die vorliegende historische Periode wird durch die Ausbreitung des Islam in Europa geprägt, genau wie sich einst europäische Völker auf die islamischen Länder ausbreiten wollten. Aus historischer Sicht ist das nichts Neues, aber die vor uns liegende Periode ängstigt uns, weil Europa das kulturelle Zentrum der entwickelten Zivilisation darstellt, dem nun große Veränderungen bevorstehen.

Es gibt nur ein Heilmittel: Alle Zivilisationen und Religionen müssen verstehen, dass sich ihre zukünftige Handlungen an die Gesetze der Natur angleichen müssen, und dass der Schöpfer – oder wie auch immer Sie es nennen wollen – von uns fordert, dass wir uns auf integrale Weise miteinander verbinden. Wenn wir dies nicht erreichen, werden wir ständig alle Arten von Schlägen empfangen.
Wir sehen schon, dass wir die Verbindungen, die Ressourcen und Systeme, die wir in unserer Gesellschaft selbst geschaffen haben, nicht kontrollieren und verwalten können. Wir können nicht mehr wie bisher existieren. Der Rückgang der Moral und aller menschlichen Werte ist offensichtlich. Wir vermitteln unseren Kindern keine Werte mehr und verzichten darauf, eine Familie zu gründen, Kinder zu bekommen und zu erziehen. Wir haben eine Situation erreicht, in der das System anfängt, uns selbst zu fressen.

All das zielt darauf ab, dass die Erreichung der Ähnlichkeit mit der Natur, über die die Weisheit der Kabbala spricht, die korrekte und einzige Lösung für das Problem darstellt. Also müssen wir von der Natur lernen und uns ein Beispiel an ihr nehmen. Wir werden dies erreichen, nachdem wir viele Schläge und Gewalt durchlebt haben werden. Wir könnten diesen Prozess beschleunigen, wenn wir auf die Kabbalisten hören, denn damit würden wir die Gesellschaft richtig aufbauen. In jedem Fall muss die Menschheit diese Sackgasse überwinden. Wir hoffen, dass die Menschheit dies mit einem Minimum an Leiden erreichen wird.

Aus KabTV „News mit Michael Laitman“ 1/28/16

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Die Welt umformen

Frage: Warum wurden die alten Werte entwertet und die Welt auf den Kopf gestellt?

Meine Antwort: Die Welt begann sich im frühen 19ten Jahrhundert zu verändern. Im 20ten Jahrhundert kam die Veränderung in voller Stärke. Wir haben den Punkt erreicht, in dem fast jeder auf der Welt dies bemerkt. Der Wechsel ist Teil der natürlichen Evolution der Menschheit, dies war von Anfang an in der Natur so vorgesehen.

Kabbalisten sahen diese Veränderung vor mehr als tausend Jahren voraus. Sie erkannten, dass Ende des 20ten Jahrhunderts eine Wende stattfinden wird, in der sich die Haltung des Menschen gegenüber der Menschheit, der Welt und der Weisheit der Kabbala wandelt. Kabbalisten sagten, dass der Mensch ab diesem Punkt, eine besondere Entwicklung durchmachen wird.

Um die Situation zu meistern – Kontrollverlust und eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden – bildet sich ein Verständnis für die Notwendigkeit der normalen Entwicklung der Natur. Heute befinden wir uns in diesem Zustand. Die Weisheit der Kabbala beabsichtigt uns dabei zu helfen, diese Situation richtig zu bewältigen und lehrt uns, wie wir diesen Vorgang leiten können. Die Kabbalisten verstanden offensichtlich das zur Entwicklung gehörende Rezept von Natur und Menschheit und hatten deshalb kein Problem, vorauszusagen, was und wann etwas geschehen wird. Man braucht kein Medium oder Zauberer dafür zu sein.

Ich begann mir Mitte der 1970er Jahre Notizen über den Wandel in der Welt zu machen; seitdem beschäftige ich mich ernsthaft mit der Weisheit der Kabbala. Ich sehe, wie es tatsächlich hilft, alles was geschieht zu verstehen. Daran gibt es nichts Mystisches oder Unheimliches. Im Gegenteil, wir leben in einer sehr interessanten Zeit, in der wir die Chance haben, die Vergangenheit zurück zu lassen.

Dies findet in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Umwandlung statt, in der die vorangegangene Stufe stirbt und die neue Stufe auf ihr aufbaut. Das ist der Weg, der durch alle menschlichen Entwicklungen hindurch führt. Auf diese Weise wird die Sklaverei durch Feudalismus ausgetauscht, Feudalismus durch Kapitalismus und so weiter.

Aus der russischen Kabbalalektion, 13/12/15

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