Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Was feiern wir zu Pessach?

Frage: Wer sind die Ägypter und das Volk Israel im Bezug auf die spirituelle Arbeit?

Antwort: Die Tora spricht über einen Mensch, wie über einen Gegenstand, der die gesamte Welt in sich einschließt. Alles befindet sich im Mensch. Der Ägypter in uns symbolisiert egoistische Kräfte; das Volk Israel die altruistische Kräfte oder Kräfte, die altruistisch sein wollen, jedoch unter der Herrschaft der Ägypter stehen (Egoismus). Der Pharao repräsentiert das gesamte Ego, in dem wir existieren. Der Schöpfer stellt die höhere Kraft dar, die den Pharao, Moses und alle anderen kontrolliert. Seine Aufgabe ist es, die ganze Schöpfung in Entsprechung zu Ihm zu bringen, zum Altruismus. Dazu müssen wir den Egoismus als böse sehen und daraus austreten.

Moses ist eine Kraft, die innerhalb des Menschen einen Teil des Schöpfers darstellt, welche ihn zur Enthüllung und Erlangung der höheren spirituellen Eigenschaften zieht. Aus den Zuständen zwischen Egoismus und Altruismus ergeben sich Handlungen, die dem Menschen zeigen, welcher Seite er gerade mehr zugeneigt ist oder mit welcher Seite er sich gerade mehr verbinden will – dem Schöpfer oder dem Pharao.

Auf diesem Weg sortiert er seine Verlangen und als Resultat seiner Arbeit versteht er, was ihn tatsächlich antreibt. Er merkt, dass er sich völlig unter der Kontrolle des Pharaos befindet. Wo immer er sich auch hinwendet, entdeckt er den Pharao in sich. Er meint, dass er bereits für das Geben und für die Liebe zu anderen arbeitet, dass er über allen weltlichen Verlangen steht, in Wahrheit jedoch will er noch immer alles nur zum eigenen Vorteil empfangen.

Am Ende ist er nicht nur verzweifelt sondern auch davon überzeugt, dass der Pharao ihn zu 100% einnimmt. Zur gleichen Zeit taucht in ihm ein bestimmter Punkt auf, genannt Moses, der dem Pharao in ihm widerstehen kann. Moses beginnt den Kampf mit dem Pharao, der durch die zehn Plagen von Ägypten dem Untergang geweiht ist, um das Ego zu überwinden. Auf diesem Weg beginnt ein Mensch zu verstehen, dass er sich vom Ego befreien kann. Wie? Das ist noch nicht klar. Er tritt mit diesem Gefühl in die Dunkelheit ein, in der er einerseits nicht sehen und verstehen kann, wie sich die Erlösung vollzieht, andererseits hat er ein leidenschaftliches Verlangen danach. Diese Nacht wird als die Nacht des Auszuges aus Ägypten bezeichnet und das feiern wir an Pessach.

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In Den Armen Des Schöpfers

Frage: Was ist die richtige Handlung, wenn wir Schläge erhalten? Jeder Zustand ist anders, wie kann ich dann verstehen, was der Schöpfer von mir will?

Meine Antwort: Der Schöpfer möchte nur eine Sache von dir: du sollst Ihm näher kommen. Entweder, wenn es gerade keine andere Möglichkeit gibt, als Einzelner, oder zusammen mit der Gruppe. Der Schöpfer breitet seine Arme bewusst für dich aus. Er schickt dir Schläge, denn wenn du ängstlich bist, wirst du zu Ihm laufen. In dem Moment, in dem du dich an Ihn anheftest, wächst deine Schwäche. Es ist wie bei einem Kind, welches anfänglich an seiner Mutter klebt, da es von ihr abhängig ist. Es kommen sofort neue Störungen, die dir die Gelegenheit geben, dich an den Schöpfer anzuheften. So sollten wir unser ganzes Leben betrachten!

Wenn du versuchst, dich dem Schöpfer anzunähern, du deine Natur veränderst, bevor dich der Schlag erreicht, dann spürst du keinen Schmerz und keine Schwierigkeiten, sondern du fühlst, wie du im höherem Licht badest! Alle Leiden resultieren aus dem Mangel an der Verbindung zwischen uns und dem Mangel den Schöpfer zu empfinden. In dem Moment, in dem wir Ihn in der richtigen Verbindung zwischen uns spüren, werden alle Leiden verschwinden und die ganze Welt wird mit Güte erfüllt sein.

Frage: Was bedeutet es, dem Schöpfer näher zu kommen?

Antwort: Dem Schöpfer näher zu kommen bedeutet, sich an Seine Eigenschaften anzugleichen, dem Geben und der absoluten Liebe.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht, 14/2/16

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Die Menschheit Ist Ein Geschlossenes System aus Seelen

Frage: Wir haben nicht viele Informationen über Kabbalisten, die hohe spirituelle Stufen erreicht haben. Es scheint, dass sie für sich arbeiteten. Welche Vorteile haben die Menschen von ihrer Arbeit?

Meine Antwort: Die gesamte Menschheit bildet ein penibles, vollkommen geschlossenes System aus Seelen, die alle einschließt: solche, die bereits fort sind, die Lebenden, die Ungeborenen, diejenigen, die sich in der spirituellen Welt oder auf unserer Stufe befinden. Es macht keinen Unterschied, wo und in welcher Gestalt sie sind. Die Stufen der Natur sind genauso in diesem System eingebunden: die unbelebte, pflanzliche und die tierische Stufe.

In anderen Worten, alles in der Natur ist in perfekter Harmonie, in Verbindung und Übereinkunft, in einem gemeinsamen  integralem Schema und darum sollten wir keinen einzigen Teil vom Rest trennen. Alles ist in ein System eingeschlossen, in dem alles miteinander verbunden ist.

Es macht keinen Unterschied, ob das ein Mensch spürt oder nicht, er ist ein Teil davon! Jeder hängt von der gegenseitigen Zusammenarbeit mit diesem riesigen System, das tatsächlich eine einzige allgemeine Seele ist, ab. Es hängt davon ab, wie ein Mensch sie beeinflusst und wie er die allgemeine Seele zum besten Zustand, zur Vollkommenheit bringt.

Vom Russischen Kabbala Unterricht

24/1/16

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Fragen und Antworten

Aus der Sammlung des Blogs www.laitman.ru

Frage: Sie haben etwas über die Wichtigkeit der Gedanken gesagt. Wie kann man positives Denken erlernen?

Meine Antwort:  Wie kann man erlernen, positiv zu denken? Das größte Problem für den Menschen ist, dass sein Ego ihn am richtigen Denken hindert. Das Ego zeichnet uns das Leben stets in schwarzen Farben und wir sind mit allem unzufrieden. Letztendlich sind wir sogar mit dem Schöpfer unzufrieden, weil alles von Ihm kommt. Bewusst oder unbewusst nörgeln wir ständig: „Das ist schlecht und dies ist schlecht. Wir vermissen dies und das. Und überhaupt, wieso ist es so und nicht anders?“ Wir finden immer einen Grund zur Unzufriedenheit.

Wie kann der Mensch sich davon befreien? Indem er sehr eng mit der Gruppe verbunden ist. Das ist die produktivste Methode, aus den negativen Empfindungen auszutreten, aus dem negativen Bezug zum Schöpfer und aus den Beschuldigungen an Ihn. Wenn der Mensch alles schlecht findet und sich als Verlierer fühlt, ist er ist gereizt und nervös; er gehört einfach noch nicht zu einer Gruppe und engagiert sich auch nicht in die Arbeit der Verbreitung. Er hat nichts, das er zusammen mit seinen Freunden erlebt.

Wenn er sich aber in einer Gruppe befindet und sich an der Verbreitung beteiligt und dennoch auf sich selbst fixiert bleibt, hilft ihm das auch nicht. Der Mensch muss aus sich heraustreten. Wie eine Zelle im Organismus, die den letzteren bedient, sodass sich das Positive über den ganzen Körper verbreitet: die Energie und alles, was der Körper braucht. Das gleiche trifft auf den Menschen zu: wenn er versucht, sich richtig gegenüber der Gruppe zu positionieren, kommt er innerhalb kürzester Zeit ans Ziel und erlebt unterwegs nichts Negatives. Psychologisch gesehen ist das nicht einfach: man muss sich „umschalten“, aus sich herausgehen und in die Gruppe begeben.

Frage: Mein Mann und ich haben eine sehr schöne Wohnung gefunden, die wir kaufen wollten. Das Problem ist, dass sie die Hausnummer 8 hat. Und meine Freundin hat mir erzählt, dass ein kabbalistischer Rav meinte, dass laut Kabbalah die Nummer 8 keine gute Zahl sei. Ich möchte wissen, ob das wahr ist und wenn ja, welche Nummer besser wäre?

Meine Antwort: Es gibt Menschen, die an Zahlen, Vorzeichen, Amulette, Steine und so weiter glauben. Aberglaube rührt aus alten Zeiten und alten Kulturen anderer Völker her. Wie das Buch „Sohar“ beschreibt, hat Abraham „Geschenke verteilt“-> er gab seinen Kindern unterschiedliche Glauben. Diese Aberglauben gibt es bis heute und sie erleben eine Renaissance, denn bevor etwas verschwindet, muss es noch einmal wiederbelebt werden und uns seine Nichtigkeit zeigen. So begreifen wir, dass wir sie nicht als Grundlage nutzen und daran glauben sollen. Aber bevor das geschieht, müssen wir es ein letztes Mal ausprobieren. Genau das passiert heute. Deswegen erleben wir eine Wiedergeburt des Aberglaubens. Tarot Karten verbreiten sich in der ganzen Welt, ebenso wie die Lehren und Praktiken der Indianer. All das kommt ein letztes Mal, damit es danach für immer verschwinden kann.

Die Kabbalah beschäftigt sich nicht mit diesen Fragen. Sie beschäftigt sich nur mit der inneren Entwicklung des Menschen, ohne an die Mystik zu glauben oder sie zu benutzen. In der Kabbalah gibt es keine magischen Symbole. Und die kabbalistischen Grafiken zeigen nur Ziffern und Zustände, welche die spirituelle Objekte durchlaufen. Wenn ein Mensch seinen spirituellen Zustand aufschreiben will, beschreibt er das mithilfe von Ziffern. Es hat jedoch nichts mit Mystik zu tun.

Keine der materiellen Objekte dieser Welt können uns dabei helfen, uns spirituell weiter zu entwickeln oder uns zu retten. All das birgt in sich nicht mehr als psychologische Kräfte. Wenn ein Mensch an etwas glaubt, erweckt es in ihm spirituelle Kräfte, die ihm in unangenehmen Situationen helfen.

Derselbe „Placebo-Effekt“ wird in der Medizin genutzt, wenn man eine einfache Tablette einnimmt, die keine Arznei beinhaltet. Aber mithilfe des Glaubens, dass er eine richtige Arznei genommen hat, wird der Patient gesund. Deswegen haben Zahlen, Tarot Karten und Amulette nur einen psychologischen Einfluss auf den Menschen.

Frage: Daraus folgt, dass über die Kabbalah viel Unsinniges geschrieben wurde, aber all das hat nichts mit der authentischen Wissenschaft der Kabbalah gemeinsam, oder?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbalah befasst sich nur mit einer Frage, wie sich der Schöpfer dem Menschen offenbart.

Frage: Ich lebe schon fast 20 Jahre in den USA. Wenn ich dort bin, empfinde ich Sehnsucht nach Israel, wenn ich aber in Israel bin, will ich schon nach einer Woche zurück in die USA. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Leider habe ich viele Menschen mit diesem Problem getroffen. Was kann man da raten? Finden Sie Ihren Platz! Natürlich beeinflusst der Platzt einen Menschen und wir lernen aus der Wissenschaft der Kabbalah, dass die einzige Freiheit des Menschen in der Wahl der Umgebung liegt. Welche Umgebung Sie für sich aussuchen, wird Sie beeinflussen und das beeinflusst auch Ihre Zukunft. Aber der Mensch allein soll seine Umgebung wählen. Weil er vor allem begreifen muss, welches Ziel sein Leben hat. Und im Einklang mit dem Ziel findet er die Umgebung, die ihm hilft, das Ziel zu erreichen.

Zu uns kommen viele Menschen, die sich unseren Gruppen auf der ganzen Welt anschließen. In Los Angeles gibt es auch einen große Studien-Gruppe. Sie können zusammen mit uns studieren. Und so suchen Sie für sich eine Umgebung, die auf Sie den Einfluss nimmt und Sie allmählich ändern wird; dadurch können Sie Spiritualität bzw. höhere Werte anstreben. Und dann begreifen Sie, dass der Platz nicht wichtig ist. Ob in Los Angeles oder in Israel, der Mensch wird dennoch mit der spirituellen Entwicklung verbunden sein.

Eingeschlossen in einem System

„Die Gemeinde soll den, der getötet hat, vor der Gewalt des Bluträchers retten und ihn in die Asylstadt, in die er geflohen war, zurückbringen. Er darf darin wohnen, bis der Hohepriester stirbt, den man mit heiligem Öl gesalbt hat. Wenn der, der getötet hat, das Gebiet der Asylstadt verlässt, in die er geflohen ist, und der Bluträcher ihn außerhalb seiner Asylstadt trifft, darf dieser den, der getötet hat, umbringen; dadurch entsteht ihm keine Blutschuld.“ (Num 35:26-27)

Hier wird erklärt, wie der Mensch sich vor seinen bösen inneren Kräften hütet. Er muss sich in richtige zwischenmenschliche Beziehungen begeben und darf sie auf keinen Fall verlassen. Und wenn er die gesellschaftlichen Rahmen verlässt, die ihn in der Bürgschaft unterstützen, verliert er die Verbindung zu ihnen und geht aus der sogenannte Stadt hinaus. Dann ist er in Gefahr: sein Egoismus beginnt ihn zu töten. Das ist der sogenannte Bluträcher, der den Menschen verfolgt. Deswegen darf man nicht aus der Stadt fliehen, in der man sich schützen kann.

Mit anderen Worten ist der Mensch das ganze Universum. In ihm gibt es Verlangen, die er korrigieren kann und dann lebt er überall frei. Es sind in ihm aber solche Verlangen, die er im Prinzip nicht ganz korrigiert. Ein Teil davon sind nicht zur Korrektur vorgesehen, und er beginnt sie, angeblich aus Versehen zu töten. In diesem Fall soll sich der Mensch verteidigen. Dafür existiert eine Art Verbindung mit der Umgebung, die „die Stadt“ oder „Refugium“ genannt wird.

Das ist ein sehr kompliziertes System. Im Prinzip spricht Tora nur davon, wie wir miteinander verbunden sein müssen. Deswegen gibt es die Trennung des Volkes: Israel in 12 Stämme, auf 10er, auf 100ter und 1000der in der Versammlung der Herden, die Städte, selbst Erez Israel ist in 2 Hälften geteilt: hinter dem Jordan und vor dem Jordan, der Stamm des Menashe, die Hälfte davon hinter dem Jordan und die andere Hälfte in Israel; das alles sind interessante Teilungen.

Und es ist auch vorher bestimmt, wo jeder leben wird. Die Verbindung zwischen den Stämmen ist verboten. Man denkt, dass das Gegenteil der Fall sein sollte. Nein, es bedeutet, dass du dir die Ehegattin nur von deinem Stamm nehmen kannst, nur dort leben musst und du hast kein Recht, irgendwohin zu ziehen und dein Haus auf dem Territorium eines anderen Stammes zu erbauen.

Einerseits ist alles in der gemeinsamen Liebe eingeschlossen und in der gemeinsamen gegenseitigen Verbindung, denn während des Einzugs in das Land Israel erreicht man den Zustand der gegenseitigen Liebe. Dürfen wir uns in diesem Zustand nicht vermischen? Nein, jeder muss sein  Stück Land behalten und unter seinem Dach leben, unter seiner Palme und so weiter.

Wie funktioniert unser Körper? Der Körper existiert durch völlig unterschiedliche Organe, die unterschiedlich funktionieren. Das Herz, die Nieren, die Leber – alles funktioniert auf unterschiedlichen Ebenen. Jedes Organ hat seine eigenen Gesetze. Die Organe sondern unterschiedliche Stoffe ab, die zum Teil miteinander inkompatibel sind, und nur ihre richtige gemeinsame Arbeit bildet das Fundament für einen lebendigen und gesunden Körper. Keines vermischt sich mit dem anderen, sondern arbeitet innerhalb eines festen Schemas in Verbindung mit allen.

Die Tora gibt uns dieses feste Schema, innerhalb welchem du einerseits getrennt von allen sein kannst, anderseits aber doch mit ihnen in Verbindung stehst. Das Schema funktioniert nur in der Gegenwirkung zweier entgegengesetzter Kräfte und in der Verbindung jenseits dieser Gegenwirkung.

Aus dem TV Programm „die Geheimnisse des ewigen Buches“ 16.12.2015

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Die Legalisierung von Cannabis erzielt Milliarden Dollar

Kommentar: Heutzutage wird Cannabis auf der ganzen Welt zunehmend legalisiert. Jetzt beispielsweise in London. Man sagt, dass das Land dabei eine Milliarde Dollar durch die Besteuerung von Cannabis erzielt. Abgesehen davon sinken dadurch Kriminalität und Verwaltungsaufwand.

Meine Antwort: Cannabis zu legalisieren wird die Menschen beruhigen. Sich dagegen zu entscheiden wäre völlig irrational.

Frage: Was erwartet uns dann in Zukunft?

Meine Antwort: Unsere Zukunft gleicht einem Rauschschlaf. Die Einnahme weicher Drogen wird die richtige Arznei für solche Zustände sein, die wir jetzt langsam erleben. Weil wir starkem Stress ausgesetzt sind und uns in einer ständigen Krise befinden. Und deren Lösung liegt nicht auf unserer Ebene. Das Ego frisst sich selber, ähnlich wie die Schlange, die ihren Schwanz frisst. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu beruhigen. Deswegen billigt man den Stressabbau mithilfe einigermaßen harmloser Rauschgifte.

Menschen, die nach vorne schreiten möchten, erlangen Erkenntnis der höheren spirituellen Ziele. Und alle anderen bleiben auf ihrem bisherigen Niveau, bis auch sie endlich begreifen werden. Wir sehen, dass die Menschheit mit weichen Drogen und Antidepressiva ganz natürlich umgeht. Die Menschen unterdrücken ihre schlechte Laune oder verbessern sie ein wenig mithilfe von Alkohol und Fußball. Es ist unwichtig womit, denn die Menschen nutzen alle Möglichkeiten, um die Hoffnungslosigkeit in sich zu dämpfen und die Stimmung irgendwie zu heben.

Frage: Es klingt so, als ob Sie jede Beschäftigung in dieser Welt als Rauschgift bezeichnen würden.

Meine Antwort: Ich weiß nicht, wo hier die Grenze liegt. Im Prinzip muss jeder Mensch diese Grenze für sich selber festlegen, solange er damit den anderen nicht schadet. Und außerdem hängt alles von der Erziehung ab! Mit der richtigen Bildung kann man die Gesellschaft langfristig ändern. So, dass sie sich selber einen gewissen Rahmen stellt und ihr Verhältnis zum höheren Ziel betrachtet: Wie sie sich an das Ziel herantasten kann und wann sie „Beruhigungsmittel“ braucht.

Heute aber ist die Zivilisation noch nicht bereit, ohne Drogen auszukommen. Die Menschen können nicht entsprechend dem Ziel leben, wenn es ihnen noch nicht offenbart wurde. Sie begreifen nicht, dass sich gerade jetzt das Tor zum höheren Zustand bzw. in die Höhere Welt vor ihnen öffnet. Und deswegen haben sie gar keine andere Wahl, als diese Aussichtslosigkeit irgendwie zu betäuben.

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ 13.03.2016

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Die Kunst der Konversation

Neues Leben #365 – Ein Dialog

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Es geschieht etwas Besonderes, wenn zwei Menschen miteinander sprechen. Was ist die Bedeutung des Gespräches in unserem Leben? Wie führt man auf korrekt Weise eine Konversation? Was ist eine erfolgreiche Konversation und worin besteht das Potential in der Begegnung zwischen zwei Menschen?

Zusammenfassung

Die Kunst der Konversation, die wir jeden Tag führen, ist sehr wichtig für unseren geschäftlichen Erfolg, den Erfolg in der Familie usw.

  • Heute sind wir daran gewöhnt, Textnachrichten und Emails zu nutzen und jeder bleibt immer mehr in seiner Ecke. Deshalb ist es speziell heute sehr wichtig für uns, diese Fähigkeit zurück zu gewinnen.
  • In unserem Leben findet eine Konversation dann statt, wenn ich etwas von jemandem bekommen oder wenn ich geben und etwas mit jemandem teilen möchte.
  • Es sollte ein Thema geben und zwei Menschen, die sich für dasselbe Thema interessieren, dass es zwischen ihnen etwas Gemeinsames gibt, sodass sie Informationen und alle möglichen Eindrücke austauschen können.

Wenn ich einen Text lese, versuche ich, mit dem Partner auf einer Welle zu schwimmen, einen gemeinsamen Wunsch zwischen uns zu erschaffen und die Gedanken zu teilen, meine Gedanken, seine Gedanken und etwas Gemeinsames.

  • Während des Gespräches schätzen wir das Gespräch grundsätzlich nicht.
  • Das ist vergleichbar einem Atomreaktor, in den ich meinen Brennstoff mit Gedanken und Gefühlen werfe und der andere tut das gleiche.
  • Deshalb folgt daraus im Allgemeinen etwas noch Interessanteres, etwas Höheres, eine besondere Brillanz.
  • Beide genießen die Verbindung mit dem anderen, die Meinung des anderen, diese Konversation.
  • Wir beenden die Konversation, wenn sich jeder zumindest verdoppelt hat, denn jeder erwirbt das Gefühl und die Weisheit des andern.

Der Mensch muss sich auf eine wichtige Konversation vorbereiten: Ob bei der Arbeit, mit dem Partner oder mit jemandem, bei dem es wichtig ist, zu einer Übereinkunft zu kommen.

  • Bereite einen Plan vor: Die Absicht der Konversation, um welches Thema es sich handelt, was gesagt werden muss, worüber du eine Meinung hören möchtest oder zu welcher Schlussfolgerung du gelangen willst.
  • Kläre, wie tief ein Gesprächspartner gleich in eine Verbindung mit dir eintritt, wie sehr er für oder gegen alles ist, was du sagst und wie seine Herangehensweise dir gegenüber und zum Thema insgesamt ist.
  • Heute befinden wir uns in einer Flut aus allen möglichen Meinungen und Konversationen, neue und alte, wir haben nichts Eigenes. Was mich betrifft, habe ich nichts Eigenes.
  • Wenn die Verbindung mit dem Menschen selbst wichtig für mich ist, dann ist das Thema sekundär, oder es kann sogar ganz unwichtig sein, weil der andere mehr an mir interessiert ist als ich selbst.
  • Oder das Thema ist für mich interessant und auch dieser Mensch ist interessant, weil er, wie es scheint, zu dem Thema eine wichtige Meinung hat. Aber das ist so wie es ist und ich muss wissen, dass absolut jede Verbindung, in die ich eintrete, mich ganz stark für den Rest meines Lebens beeinflusst.

Ein erfolgreicher Ausgang einer Konversation besteht darin, dass ich mich auf den anderen Menschen eingelassen habe. Und ich weiß, wie ich mich ihm gegenüber auf der menschlichen Ebenen besser öffnen kann, und in welchem Ausmaß ich dies auf die Ebene der gemeinsamen Interessen anwenden kann. Es gibt zwei Ebenen zwischen uns. Eine Ebene befindet sich zwischen den Menschen und die andere Ebene stellen die externen Informationskanäle dar.

Aus KabTV “Neues Leben #365 – Ein Dialog 5/1/14

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Mythen der Kabbala, Teil 3

Die weltlichen Menschen und die Kabbala

Frage: Warum gibt es die Ansicht, dass man nur dann die Kabbala studieren kann, wenn man die Tora und den Talmud beherrscht?

Meine Antwort: Der große Kabbalist Ari und sein Schüler Haim Vital erklären in ihren Schriften, dass man alle Bücher der Tora und des Talmud studieren sollte, da man dadurch den Schöpfer enthüllt. Nach der Enthüllung kann man sich durch das Studium selbst mit dem Licht füllen. Noch vor der Zerstörung des Tempels studierten die Menschen den Talmud mit der Absicht, den Schöpfer zu enthüllen. Schließlich spricht die ganze Tora über das Gesetz der Liebe zu deinem Nächsten. Wenn der Mensch anfängt, andere zu lieben, spürt er sie und schließt sie und sich selbst gänzlich in die spirituelle Welt ein, die sich außerhalb seines Egos befindet. Wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens erhält, beginnt er mit dem Studium des Talmud und stellt fest, dass dort alles richtig geschrieben steht.

In anderen Worten bemerkt er, dass dort die Rede von spirituellen Konzepten und nicht von materiellen Dingen ist. Deshalb kann jeder, der ein Verlangen hat, Kabbala studieren. Er kann schon bevor er Gemara, Mishna und Tora beherrscht mit dem Studium beginnen. Ich kann dem hinzufügen, dass ich damals 40 absolut weltliche Studenten aus Tel Aviv zu meinen Lehrer Raabs zum Unterricht brachte. Ich vermutete, dass die meisten von ihnen nicht mehr über die Tora wussten, als sie in der Schule gelernt hatten. Rabash akzeptierte sie und so begannen sie, die Kabbala zu studieren.

Das Studium der Kabbala war verboten. Als die Juden in das Exil gingen, war es ihnen nicht erlaubt, zur Kabbala zurück zu kehren. Wir mussten auf das Ende des Exils warten. Ende des 20ten Jahrhundert, etwa 20 Jahre vorher, war es soweit. Seitdem ist die Kabbala für alle zugänglich. Baal HaSulam schrieb, dass 1995 die Zeit des Exils beendet sei. Ab diesem Moment öffnete sich die Weisheit für alle.

Frage: Einige Menschen glauben, dass das Exil mit der Gründung des Staates Israel endete.

Meine Antwort: Ich bevorzuge die Definition der Kabbalisten entsprechend der Weisheit der Kabbala.

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Korrektur der zwischenmenschlichen Beziehungen

Das Problem in der Welt ist, dass es zwischen den Menschen keine richtige Verbindung gibt. Eine richtige Verbindung ist ein System, in dem sich alle in einer gegenseitigen und harmonischen  Beziehung  untereinander befinden und sich alle nicht um ihr eigenes Wohl sondern um einander kümmern; dies wäre ein perfektes System. Wenn die Menschen so eine Verbindung zwischen sich erreichen, spüren sie mehr die Natur und weniger sich selbst. Die Natur wird „Schöpfer“ genannt, durch den die Menschen ihre Seele und ihr Ziel entdecken.

Mit der Hilfe Abrahams erreichten die Menschen die Übereinstimmung mit der Natur durch eine enge gegenseitige Verbindung – so entdeckten sie den Schöpfer. Abrahams Schüler verhielten sich entsprechend dem allgemeinen Gesetz der Natur und näherten sie sich so dem Schöpfer an. Dieses Verhalten äußerte sich in den täglichen Aktivitäten, in der Beziehung zur Umgebung und leitete sich ganz natürlich und direkt von ihren Gefühlen ab. Die Arbeiten, welche die Mitglieder der Gruppe von Abraham durchführten, erschienen jedoch allen Außenstehenden als mechanische Handlungen.

Eine harmonische wechselseitige Verbindung zwischen den Menschen wird „Liebe“ genannt. Es wird gesagt: „Ich erschuf den bösen Trieb und die Tora als Gewürz“. Die Absicht des Wortes „Tora“ ist die Kraft des Schöpfers, der die Beziehungen zwischen uns korrigiert und die gegenseitige egoistische Ablehnung auflöst. Die Korrektur mit der egoistischen Natur eines Menschen zu verbinden, wird Einhaltung der Tora genannt; und das Studium der Tora wird als die Möglichkeiten für die Korrektur des Egos bezeichnet.

Die allgemeine Mitzvah (Gebot) des Schöpfers ist die Korrektur des Ego auf der Stufe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Leviticus 19:18). Wenn ein Mensch die Verbindungsarbeit automatisch, ohne sich selbst zu korrigieren ausübt, wird dies als Einhalten der Regeln bezeichnet. Als die Menschen Israels von der Nächstenliebe auf die Stufe „grundloser Hass“ abfielen, sind sie in diesen Zustand der bloßen Einhaltung von Bräuchen übergegangen.

In ihrem innersten Wesen entspricht das Volk Israel aber jener Gruppe von Menschen, die sich auf gegenseitige Bürgschaft eingeschworen haben. Sie haben ein Verlangen danach, „ein Mensch mit einem Herzen“ zu sein und sich gegenseitige zu lieben und zu achten.

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Rabash – Rabbi Baruch Shalom HaLevi Ashlag

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Rabash war der Sohn und Schüler des großen Kabbalisten Baal Ha Sulam. Rabash war Bauarbeiter, besserte Straßen aus und studierte noch dazu, wie üblich, jeden Tag früh morgens mit seinem Vater und mit anderen Kabbalisten.

Er war ein ärmlicher Mann, er lebte sehr zurückgezogen. In seiner Jugend erhielt er von Rav Kook und Rav Sonnenfeld die rabbinischen Weihen. Er schrieb das auf, was er von seinem Vater hörte und nahm freudig die weltlichen Kabbalastudenten auf, da es Zeit für die Korrektur war.

Es gibt nichts Wichtigeres in unserer Welt als Baal HaSulam und sein Sohn RABASH, die den Weg und die Methode zur Korrektur der Welt vorbereiteten. Dank ihnen gibt es für den Aufstieg zur nächsten Stufe unserer Entwicklung, dem Verständnis und dem Erkennen der höheren Welt, eine gepflasterte Straße. Ich hielt Vorträge in Tel Aviv und brachte von dort 40 Studenten zu RABASH. Er begann spezielle Artikel für sie zu schreiben. In diesen Artikeln äußerte er sich über die gesamte innere Arbeit, die ein Mensch machen muss, um die Absicht des Lebens begreifen zu können. Um uns zu verbinden, müssen wir uns auf der Stufe des Menschen entwickeln, gleich der Höheren Kraft, welche sich über das Ego, das uns trennt, erhebt.

Baal Ha Sulam und RABASH stellten eine Medizin gegen das Ego bereit, welches uns voneinander entfernt und das die Ursache von Trennung, Abneigung und gegenseitigen Hass zwischen uns ist. Mit Hilfe dieser Medizin können in der Welt alle Leiden behandelt und geheilt werden und wir können tatsächlich zu „einem Menschen mit einem Herz“ werden. Wenn die Menschen lernen, wie sie sich verbinden können, werden sie zwischen sich eine höhere Kraft entdecken. Die höhere Kraft ist eine spezielle Kraft der Liebe und Verbindung.

Dann werden sie eine höhere Stufe des Lebens spüren, eine größere Harmonie. Wenn gute Verbindungen zwischen uns bestehen, wird Jeder für den Anderen sorgen, dies wird alle Probleme lösen. Unsere Natur ist allerdings entgegengesetzt zu dieser Verbindung, deshalb brauchen wir die Medizin, um uns über unsere Natur zu erheben.

Dank Baal HaSulam und RABASH werden wir in der Welt, die sich uns auf der nächsten Stufe der Existenz eröffnet, verbunden sein. Dies bedarf keiner Religion. Die Weisheit der Kabbala gründet nur auf das Wissen der höheren Kraft. Zum Schluss öffnen diese zwei Lichter für uns die Tür zu der Höheren Welt, der Gesamtheit, der Ewigkeit und der Erleuchtung.

(166700)

Aus Kab TV „Neues Leben RABASH- Rabbi Baruch Shalom Levi Ashlag“

10/9/15