Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie arbeitet man mit dem Egoismus

Frage:  Welche Bedeutung und warum sprechen die Artikel von Rabash: „Ziel der Gesellschaft 1, Liebe zu Freunden“ und „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ über die Unterdrückung des Egoismus? Wir sind schließlich bestrebt, das Ego zu überwinden.

Antwort: Es wird nicht von der Vernichtung des Egos gesprochen, sondern von der Unterdrückung und deren Umsetzung, mit der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Frage: Ich kann den Egoismus nicht überwinden und habe nicht die Fähigkeit, etwas dagegen zu tun; wo ist hier der Schöpfer? Ich bat Ihn, mir zu helfen und versuchte, Ihm zu helfen, aber es geschah nichts. Ich weiß, wenn ich meinen Egoismus „nähre“, ist er „zufrieden“, aber der „Hunger“ kommt zurück und überwältigt mich wieder. Es ängstigt mich, dass er wieder erscheint und mich dominiert.

Antwort: Der Schöpfer wird in allem, was ein Mensch fühlt, gefunden. Es liegt an dir, von dieser Wahrheit nicht abgelenkt zu werden. Wenn du in eine Gruppe integriert bist, in der du in Verbindung mit den Freunden bist, kannst du dort deine Eigenschaften unter dem Einfluss von Arvut (gegenseitige Bürgschaft) und dem Or Makif (das Licht außerhalb von uns, so lange wir nicht korrigiert sind) richtig transformieren; dann kannst du dem Schöpfer ähnlich werden.

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Selbsterforschung

Frage: Muss ich jeden Wunsch, mein Denken und meine Reaktion untersuchen? Oder besteht meine Arbeit darin, darüber nachzudenken, wie die höhere Kraft in mir arbeitet?

Meine Antwort: Ein Mensch muss nicht alles in sich erforschen! Er weiß nicht, wie das funktioniert und er muss es auch nicht wissen! Er besitzt dieses System nicht; er hat keinen inneren Experten, der darüber Bescheid weiß. Wir müssen das daher nicht tun.

Wir müssen nur die kabbalistischen Bücher lesen und das Material wie durch einen Fleischwolf durch uns hindurchlassen. Denken, fühlen und die Informationen immer wieder durchkauen. Das Wichtigste ist die Teilnahme an Gruppenaktivitäten. Das ist am meisten hilfreich. Für einen Menschen ist es ausreichend, eine Stunde täglich zu lernen und eine weitere Stunde wöchentlich mit der Gruppe zusammen zu sein.

Zu den Zeiten meines Lehrers studierte ich viele Stunden täglich. Vormittags drei Stunden mit der Gruppe, anschließend einige Stunden persönlich mit Rabash. Einmal in der Woche hatten wir ein Treffen mit den Freunden; wir lasen Artikel, die Rabash uns für diese Woche geschrieben hatte. Wenn wir uns versammelt hatten, versuchten wir uns zu verbinden und das zu erkennen, was in den Artikeln über die Verbindung der Freunde gesagt wurde. Wir widmeten diesem Teil insgesamt eine Stunde, maximal eineinhalb Stunden pro Woche. Abgesehen davon studierten wir die Weisheit der Kabbala mehrere Stunden täglich.

Heute muss ein Mensch nicht mehr so intensiv arbeiten. Es genügt, eine Stunde pro Tag zu studieren und an einer Freundesversammlung eine weitere Stunde pro Woche teilzunehmen. Heute ist es möglich, all dies virtuell zu tun. Das ist genug, um starke Beziehungen aufzubauen und die Grundsätze der gegenseitigen Zusammenarbeit in der Gruppe zu klären.

Wir organisieren auch Kongresse. Ich empfehle jedem Studenten sehr, daran teilzunehmen. Wenn ein Mensch die Möglichkeiten nutzt und an unseren gemeinsamen Aktivitäten teilnimmt, wird ihn das nach vorne ziehen. Er wird spüren, wie er sich verändert und wie sich die Welt um ihn herum verändert. Er wird tiefer in die Materie eintauchen und plötzlich erkennen, das alles tatsächlich anders ist, komplex und gelenkt. Darüber hinaus wird er sich in dem Maß an der Lenkung beteiligen, wie er an der positiven Kraft angeheftet ist, welche die Welt lenkt.

Von dem russischen Kabbala Unterricht  17/4/16

Kongress in Prag, 10.-11. September 2016

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Welche Bedeutung haben die „Zehner“ für Dich beim Kabbalakongress in Prag?

Wenn Du Dich an der Umfrage beteiligen willst, fülle diesen Fragebogen aus!

Kabbala Kongress in Prag, 10.-11. September 2016


In Prag, einer der schönsten und ältesten Städte Europas treffen sich Kabbala Studenten aus vier Kontinenten, um ein einzigartiges Bedürfnis miteinander zu teilen: Die Weisheit der Kabbala besser zu verstehen.

Für mehr Informationen besuchen Sie unsere Website!

 

In der Tora wiederholt sich nichts

Wenn wir die Tora lesen, dürfen wir nicht vergessen, dass es darin keine Wiederholungen gibt. Was uns wie eine Rede aus der Vergangenheit erscheint, ist immer ein Fingerzeig auf eine neue Handlung auf einer neuen Stufe.

Da es aber 125 Stufen des Aufstiegs gibt, und wir auf jeder Stufe alle 613 Wünsche korrigieren müssen (248 Wünsche vom oberen Seelenteil und 365 Wünsche vom Unteren), wiederholen sich die Wünsche auf jeder Stufe mit einem wachsenden Egoismus. Und wir korrigieren sie durch eine stärkere Verbindung untereinander, doch deshalb scheint es, dass die Wünsche ihre Eigenschaften ablegen.

Tatsächlich handelt es sich jedes Mal um ein vollkommen neues Verständnis der Welt, es ist tiefer und verbundener. Es enthüllt gewaltige, neue spirituelle Räume! Schließlich wird der Egoismus angezogen von der globalen Verbindung, die sich immer deutlicher abzeichnet, und gleichzeitig wird der Egoismus immer größer. Und das größte Verlangen, die Bereicherung der menschlichen Seele mit Perfektion und Harmonie, kommt genau aus dieser Enthüllung des Gesamtbildes der Verbindung.

Kommentar: Als ich in der Schule und dann auf der Universität studierte, hatte ich den Eindruck, dass die Lehrer ständig dieselbe Sache wiederholen. Es ist interessant, dass in der Kabbala dieselben Gesetze anscheinend immer anders wahrgenommen werden. Es sieht so aus, als wäre alles bereits in einem Buch aufgezeichnet, und ein einziger Satz verändert plötzlich alles.

Meine Antwort: Ja, das ist unglaublich! In der stofflichen Natur herrschen auf allen Ebenen dieselben Gesetze. Was auf der unbelebten Ebene noch nicht enthüllt ist, beginnt sich auf der pflanzlichen Ebene ein wenig zu entfalten, und noch mehr auf der tierischen Ebene, und noch mehr auf der menschlichen Ebene. Aber wir sehen plötzlich vollkommen andere Chancen und andere Lebensweisen vor uns.

Das erfordert eine tiefe Verbindung zwischen den positiven und negativen Teilchen innerhalb der Atome – Elektronen, Neutronen und Positronen. Was dabei geschieht, ist die zunehmende Enthüllung ihres Verbindungsprogramms, ihrer Kombinationen und gegenseitigen Abhängigkeit. Und auf der Welt entsteht parallel dazu ein entwickeltes Leben. Genauso verhält es sich in der spirituellen Welt.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 4/6/16

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Neue Zeiten – Neue Schulen

Frage: Alle Schüler träumen davon, die Schule hinter sich zu lassen. Die Ausbildung erscheint ihnen nutzlos. Haben sie recht?

Meine Antwort: Schulen sind wichtig, doch sie müssten sich deutlich vom herkömmlichen Schulmodell unterscheiden. Das moderne Schulsystem basiert auf einem 200 Jahre alten Prinzip, das heute völlig unangemessen ist. Die Schulen und Ausbildungen sollten sich darauf konzentrieren, den Schüler zu unterstützen und anzuleiten. Kinder haben ein ganz natürliches Bedürfnis, miteinander zu kommunizieren und sich zusammenzutun und darin sollten sie gefördert werden.

Wir sollten die Menschen dazu bringen, für einander da zu sein, sich gegenseitig zu helfen. Damit müsste schon in der ersten Klasse begonnen werden. Freundschaft und gemeinsames Handeln sollten vom Kindergarten an bis zur Universität im Fokus der Ausbildung stehen. Wir müssen uns über unseren Egoismus erheben und uns verbinden, damit wir das volle Ausmaß unserer Welt und all unsere Möglichkeiten bereits als junger Mensch wahrnehmen können.

Aus der russischen Kabbala Lektion vom 10.4.16

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Die Mauern des Tempels

Frage: Warum wurde gerade am 17. Tammuz der Tempel belagert und seine Wände zerstört?

Meine Antwort: An diesem Tag geschah tatsächlich die physische Zerstörung des Tempels. Alles was in unserer Welt geschieht, kommt aus der höheren Welt zu uns. Dies wird zunächst als „Energiefeld“ bemerkt und schließlich auch in unserer materiellen Welt wahrgenommen.

Der Tempel wird als die Welt von Azilut bezeichnet; es ist der Wohnort des Schöpfers. Rund um die Welt von Azilut existiert das, was Parsa (Sperre, Wand) genannt wird. Außerhalb von dieser Wand, unter der Welt von Azilut, werden die Reste der Eigenschaften unserer Welt gefunden. Die Funktion der Mauer der Welt Azilut (die Eigenschaft des Schöpfers) und unserer Welt (unsere Wünsche und Eigenschaften) ist es, denjenigen, die dieser Stufe würdig sind, zu ermöglichen, über die Welt Azilut in den Tempel zu gelangen. Offenbar werden dort die Eigenschaften gefiltert. Auf diese Weise hält es diejenigen zurück, die nicht würdig sind.

Die Zerstörung der Tempelmauern symbolisiert die Welt von Azilut. Sie besitzt die gleichen Eigenschaften, die auch in unserer Welt außerhalb dieser Mauern existieren. Als Folge der Zerstörung entsteht eine Mischung aller Eigenschaften der Welt von Azilut und unserer unteren Welt. Schrittweise  entsteht die Erkenntnis, dass die Eigenschaften der Welt Azilut trotz aller Klärung unterschiedlich sind. Die Welt Azilut entsteht aus der allgemeinen Menge der vermischten Eigenschaften.

Es liegt an uns, uns durch diesen Zustand zu bewegen und den „Dritten Tempel“ durch die richtigen Eigenschaften zu bauen. Dann wird keine Mauer mehr benötigt, da jeder im Tempel wohnen wird. Es steht geschrieben „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden“ ( Jesaja 56:7).

„Azilut“ (abgeleitet von dem Wort Etzlo“ – Ihm nahekommen) ist die Eigenschaft des Schöpfers, zu der jeder ohne Ausnahme aufsteigen wird. Die ganze Welt wird diese Eigenschaften erwerben und es wird keine Beschränkungen mehr geben.

Wenn wir uns den zerstörten Tempel als Eisenspäne und die Welt Azilut als Magnet vorstellen, dann werden sich diese Eigenschaften gegenseitig anziehen und vom Schwächsten bis zum Stärksten aufsteigen. Es steht geschrieben „Alle sollen mich kennen – vom Kleinsten bis zum Größten“ (Jeremiah 31:33).

Von Kab TV „Neues von Michael Laitman“ 11/7/16

(190292)

Der Schöpfer wird durch die Liebe enthüllt

Tora, Deuteronomium 6:25: ..Und es wird unser Verdienst sein, dass wir alle diese Gebote vor dem Herrn, unserem Gott einhalten, so wie er es uns geboten hat.

Wir müssen unsere egoistischen Verlangen korrigieren und die gegenseitige Verbindung zu nutzen, um zum Altruismus zu gelangen. Wir müssen den Schöpfer darum bitten, dass er uns die Fähigkeit zur Verbindung gibt, um wie „ein Mensch mit einem Herzen“ zu werden. In der gegenseitigen Liebe eröffnen wir uns die Möglichkeit, den Schöpfer zwischen uns zu offenbaren. Die genaue Einhaltung der Gebote bedeutet nicht, sie für sich selbst einzuhalten, sondern sie einzuhalten, um den anderen „zu geben“.

Das ist möglich, wenn du alle deine Wünsche von unten her überprüfst und sie nicht aus deinem Egoismus heraus zu verwirklichen versuchst. Der Schöpfer gebietet uns „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in jedem Verlangen und in jedem Umstand, die er uns gibt. Deshalb müssen wir das egoistische Kli (Gefäß), welches wir aus Ägypten mitbrachten, in gegenseitige Verbindung umwandeln, in der die Liebe und der Schöpfer enthüllt werden.

Von Kab TV „ Geheimnisse des ewigen Buches“ 6/4/16

(190470)

Literatur und die Weisheit der Kabbala

Frage: Ich glaube, dass ich ohne die Literatur, die ich vor meinem Kabbalastudium las, nichts von der Kabbala verstehen würde. Selbst Baal HaSulam las Novellen und befasste sich mit Geschichte. Was ist also überflüssig und was könnte bei der Entwicklung hilfreich sein?

Meine Antwort: Ich sage nicht, dass man sich während des Kabbalastudiums mit nichts anderem beschäftigen bzw. nichts anderes lesen sollte. Ich warne nur davor, dass das Studium der Kabbala die Interessen des Menschen im Allgemeinen reduziert und ihn auf einen klar umrissenen Weg führt. Er geht diesen Weg, von welchem er schwer wieder ablassen kann, da sich seine Gedanken und seine Sehnsucht vollkommen auf den Schöpfer konzentrieren.

Dadurch wird er alles andere zu verstehen in der Lage sein. Die Harmonie breitet sich vor ihm auch bezogen auf Musik, Literatur und Kunst aus. Der Mensch erkennt dann den inneren Zusammenhang zwischen allen Dingen. Er erkennt den inneren Antrieb großer Gelehrter, Schriftsteller, Künstler und Komponisten, einzigartige Werke zu erschaffen. Alles fügt sich in ihm zu einem Ganzen zusammen und sein Interesse für neue Themen der materiellen Welt sinkt.

Die Weisheit der Kabbala beschränkt den Menschen also nicht, sondern ermöglicht ihm, den korrekten Ansatz für sein Leben zu finden.

190476

Einführung in die Kabbala

Frage: Macht das Kabbala Studium den Menschen zu einem faulen Superegoisten, der sich nur mehr um seine spirituelle Entwicklung kümmert und keinerlei Verlangen mehr nach Arbeit in der physischen Welt hat?

Meine Antwort: Wenn die Weisheit der Kabbala den Menschen findet, fasziniert sie ihn und hascht nach seinem Herzen, sodass er sich mit nichts anderem mehr befassen kann. Ich entdeckte die Kabbala, als ich die Leitung einer Zahnklinik über hatte, an welcher über 11 Zahnärzte und anderes Personal beschäftigt waren. Dieses Geschäft weiter zu führen war dann sehr schwer für mich, denn ich tauchte durch die Kabbala in eine völlig neue Welt ein. Obwohl ich noch nichts genaues wusste, war ich vollkommen fasziniert und gefangen.

Der Mensch entdeckt, wie diese Welt erschaffen wurde, woher die herrschenden Gesetze stammen, was die Ergebnisse sind und was mit ihm selbst passiert. Alles, was die Weisheit der Kabbala enthüllt, ist erstaunlich. Darüber hinaus enthüllen sich die Dinge auf eine konkrete und klare Weise.

Der Mensch entwickelt eine präzise Sicht auf die Welt, die keine andere Wissenschaft bietet. Darüber hinaus verliert alles andere an Wichtigkeit. Im Allgemeinen fühlen sich die ersten Monate, wenn man sich der Kabbala annähert, vernebelt und verworren an. Danach bessert sich die Verwirrung und Klarheit stellt sich ein. Der Mensch findet allmählich seinen Weg.

Das bedeutet, dass der Mensch, wenn er die Kabbala kennen lernt, fasziniert und verwirrt ist, da sich ihm die erste neue Stufe in Bezug auf diese Welt offenbart. Doch dann wird er vertraut damit, auch wenn diese Phase unter Umständen eine längere Zeit beansprucht. Die Höhere Welt kennen zu lernen verwirrt den Menschen genauso wie der erste Kontakt mit der Weisheit der Kabbala.

Aus dem Kabbalunterricht vom 10.4.16

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