Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Um die spirituelle Flugbahn nicht zu verlassen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man ständig in der „spirituellen Flugbahn“ bleiben, d.h., in dem Punkt der Entscheidung, dass der spirituelle Raum, die Einheit, über den materiellen Errungenschaften liegt?

Meine Antwort: Sobald wir es schaffen, eine solche Verbindung zwischen uns, „einen Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ zu erschaffen, verschwindet er sofort, damit wir diese Entscheidung immer und immer wieder treffen können.

Jeder Augenblick soll ein Anfang sein. Und nur eine starke Umgebung, die uns erlaubt, an der Verbindung festzuhalten, kann bei dieser ständigen Wahl helfen. (Siehe Baal haSulam „Die Freiheit“). Alleine kann man bei dieser Entscheidung nicht länger als für einen Augenblick bleiben…

Du musst dich wie einen Samen in die Erde in eine richtige Umgebung einpflanzen und von ihr die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels erhalten – dann, indem du die Entscheidungspunkte miteinander verbindest, wirst du aus ihnen eine Gerade zum Ziel aufbauen können.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 08.09.2010

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Zum Todestag von Rabasch

Rabasch hat den uns bevorstehenden spirituellen Weg beschrieben und erklärt, was man tun soll um das korrigierende und erfüllende Licht empfangen zu können.
Es gibt keinen anderen Kabbalisten in der Geschichte, der für die Erkenntnis des Schöpfers etwas vergleichbares gemacht hat. Natürlich ist es dadurch möglich gewesen, da er der richtige Mensch zur richtigen Zeit war. Ist ist unvorstellbar, wie hätten wir ohne dieser ausführlichen Anleitung, die wir von ihm empfangen haben, fortschreiten können.
Ohne seine Erklärungen, hätten wir die Methodik von Baal HaSulam nicht realisieren können. Jetzt wo wir immer näher zur ihrer praktischen Realisation kommen, verstehen wir immer besser wie sehr wir die detaillierten Kommentare von Rabasch benötigen.
Es existieren Tausende der kabbalistischen Bücher von unschätzbarer Höhe, aber heute kann man sie nicht praktisch anwenden. Genauso wie die Tora, die nur derjenige versteht, der sich schon in der spirituellen Erkenntnis befindet. Und dem, der die spirituelle Welt betreten möchte, können nur die Bücher von Rabasch helfen.
Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal Sulam, 12.09.2010
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Vereint wie zwei Wassertropfen

Wenn man den Sohar liest, muss man sich vorstellen, dass man sich in einem System, einem Mechanismus befindet, an den sich mein Punkt im Herzen, mein spirituelles Gen (Reshimo), das seine praktische Umsetzung erreichen will, anschließt.

Von dieser Verbindung hängt ab, wie ich mich weiterentwickeln werde, wie dieses System mich beeinflussen wird.

Ich stehe vor einem riesigen System, und wenn ich mich nicht korrekt darauf ausrichte, werde ich es nicht zwingen können, an mir zu arbeiten.

Es wird auf mich einwirken, aber nur durch Leiden, was nicht zählt, weil das auf natürlichem Wege geschieht. Doch sich diesem System aktiv anschließen kann man nur durch seine innere Anstrengung.

Und vor allem muss ich versuchen, zu verstehen, was „Vereinigung“, „Verbindung“ bedeutet. Die Verbindung mit dem System geschieht in dem Maße meiner Verbindung mit den Freunden.

Es gibt ein sehr einfaches Gesetz: ich bin zu 10% mit den Freunden verbunden, also bin ich zu 10% mit dem spirituellen System verbunden; wenn ich zu 80% mit den Freunden verbunden bin, dann bin ich auch zu 80% mit dem System verbunden.

Ich habe keine andere Möglichkeit, mich in dieses spirituelle System einzuordnen. In dem Maße unserer inneren Anstrengung, zu einem Ganzen zu werden, unseren ganzen materiellen Ballast abzuwerfen und uns nur durch die Punkte im Herzen – das Einzige in uns, was dem spirituellen System angehört – zu verbinden, in dem Maße ihrer Verbindung werden wir uns verbinden.

Das ist der allererste Vorbereitungsschritt. Wir müssen von diesem System die Kraft für die Vereinigung verlangen, weil wir ständig versuchen, vor vielen Hindernissen wegzulaufen.

Wir müssen von diesem System den „Kleber“, das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns verbindet, verlangen. Es muss uns alle wie ein Ganzes umhüllen und uns alle zusammenhalten.

Und später fängt es wirklich an, uns auf mein Verlangen hin zusammenzukleben, wie Tausende von Wassertropfen, die zu einem großen Tropfen zusammenfließen.

Und dort gibt es wie in einem holographischen Bild weder große noch kleine, sondern jeder schließt das ganze Bild in sich mit ein und verliert in diesem Ganzen seine Unabhängigkeit. Auf diese Weise verbindet uns das Licht.

Jetzt, wenn wir zu einem gemeinsamen Punkt werden, bekomme ich die Absicht, mich mit dem Buch Sohar selbst zu verbinden.

Was ich jetzt lese, alle diese Eigenschaften will ich in der Verbindung zwischen uns enthüllen. Alle Gestalten des Sohar sind Arten der Verbindung zwischen uns, die auf jeder Stufe existieren.

Deshalb kehrt diese Erzählung immer wieder zurück, auf jeder Stufe, die gesamte Tora ist in jedem Zustand anwesend, und es ist unwichtig, was früher und was später gelesen wird. Man kann an jeder beliebigen Stelle beginnen.

Und jetzt will ich unter diesen Zehntausenden von verbundenen Punkten all diese Verbindungen, von denen der Sohar spricht, enthüllen.

Ich will anfangen, die Verbindung zwischen uns entsprechend dem Fluss des Sohar wahrzunehmen. Auf diese Weise beginne ich, diese Geschichte in ihrer wahren Form zu enthüllen. Bis ich ein solches Stadium erreicht habe, in dem ich lese und das Gelesene sofort in mir umsetze.

Doch wo wird es umgesetzt? – In der Verbindung zwischen uns! Und so entdecke ich eine vollkommen neue Welt – neue Empfindungen, Verlangen, gehe immer tiefer in eine andere Dimension, um dort zusammen mit den anderen und dem Schöpfer dieses System immer mehr zu enthüllen! Hinter jedem Wort erkenne ich einen eigenen Geschmack – genau das bedeutet Tora des Lebens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

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Das Licht der Erkenntnis in der Seelenkette

Jeder Mensch hat ein Recht zu überprüfen, ob ihm der Ort, wo er studiert, auch passt. Aber nach der Untersuchung muss er wählen und ohne weitere Zweifel das Studium an einem gewählten Ort eingehen. Sonst kann man den Schöpfer und Seine Welt nicht enthüllen.

Es gibt auch Gruppen, die behaupten, sie studieren nach ihrer eigenen Methodik, was überhaupt unklar ist, denn wie kann eine Methodik existieren, die nicht durch eine Kabbalistenkette, vom Lehrer zum Schüler, erhalten wurde.

Es ist nicht möglich, selbstständig so eine Methodik zu erhalten. Nur Adam haRishon erhielt diese Methodik „vom Himmel“ sozusagen, hat sie selbst enthüllt, und alle anderen haben sie durch eine Kette von Kabbalisten erhalten, sogar Abraham, der am Anfang ein „Götzenanbeter“ war, d.h. er beschäftigte sich zwar mit der spirituellen Arbeit, aber in einer umgekehrten Form und dann entdeckte er den Widerspruch. Zwanzig Generationen nach Adam haRishon wurde Abraham die Kabbala übergeben.

Die Methodik der Erkenntnis kann man nur empfangen, wenn man sich an den Lehrer anheftet, so verbreitet sie sich von oben nach unten, über die Seelenkette. Wie kannst du dich mit der Wurzel von allein verbinden, wenn du kein Adam haRishon bist?

Nur Adam haRishon ist direkt mit dem Schöpfer verbunden. Und die anderen Seelen müssen von ihm über eine Kette empfangen, je nach ihrer Position in der Kette. Jede bekommt von der vor ihr stehenden, und alle sind in einer Kette mit der Wurzel verbunden. Das ist ein ganzes hierarchisches System, wie ein Baum.

Ich befinde mich an einer ganz bestimmten Stelle und kann nur von dem mir nahestehenden Menschen empfangen, von meinem Höheren. Dafür muss ich mich vor dem Höheren annullieren, wie der untere Parzuf sich vor dem Höheren in der spirituellen Welt annulliert.

Wenn die Menschen deshalb behaupten, sie bekommen das Licht oder eine Einsicht von oben oder im Schlaf, ist das alles nicht ernst. Einen spirituellen Kontakt kann man nur haben, wenn man sich während seines Lebens neben einem Kabbalisten befindet.

Wenn du nur einen Punkt von solchem Kontakt erreicht hast, kannst du aus ihm alle anderen entwickeln. Aber ohne diesen ersten Punkt hast du keinen Bezug zur weiteren Entwicklung, du bist von dem Baum, von dem ganzen Seelensystem, abgetrennt.

Deshalb fragt man als Erstes immer: „Wer war dein Lehrer? Woher kommst du?“

Deswegen habe ich bei all meinen Diplomen keinen wichtigeren als einen kleinen Zeitungsartikel, wo ich der treue Schüler und erste Helfer von Rabash genannt wurde. Denn dies bezeugt zumindest, wie sehr ich mit dem Rabash verbunden war.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

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Wie kann man dem Schöpfer Genuss bereiten?

Indem wir kabbalistisches Wissen verbreiten, vereinen wir unsere Seelen zu einem Gefäß und erschaffen einen „Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ für alle Geschöpfe!

Dadurch erfüllen wir Seinen Wunsch und bereiten Ihm den größten Genuss.

Wenn wir alle unsere Leiden addieren und mit „Pi tarach“ (620) multiplizieren würden, würde sich ein Wert ergeben, der vergleichbar wäre mit dem Leiden des Schöpfers aufgrund der Verhüllung, in der zu sein Er gezwungen ist, um uns die Möglichkeit zu geben zu wachsen.

Durch jede unserer Handlung, die auf die Einheit gerichtet ist, fügen wir der Einheit zusätzliche Kraft hinzu(Massach und Or Choser), eine zusätzliche Seele zu der Gesamtheit der Seelen, die wir zur Enthüllung des Schöpfers brauchen.

Dadurch lösen wir solche Veränderungen zwischen allen Seelen aus, dass letztendlich alle in der Welt plötzlich in ihrem Inneren spüren werden, dass es eine höhere Kraft gibt, die auf die gesamte Welt einwirkt und sie bewegt und jeden ihrer Zustände bestimmt.

Nicht zufällig gibt es Erdbeben in Neuseeland, Feuer in Russland, Taifune in Amerika – das sind alles Teile des Gesamtzustandes, der vom Schöpfer erschaffen wird, damit wir aus diesem Zustand heraus anfangen, zu Ihm aufzusteigen.

Und wenn wir anfangen, in den spirituellen Raum aufzusteigen und dieses materielle Leben nur als eine notwendige Komponente wahrzunehmen, werden wir eines wunderbaren Lebens in dieser Welt würdig. Dazu fehlt uns nur, wenigstens ein wenig den Schöpfer zu enthüllen.

Sonst hilft unserer Welt nichts, außer wahrzunehmen, dass es im Universum, in der Natur, zwischen uns eine Kraft gibt, die alles lenkt.

Und wir nähern uns dem Verständnis dessen dank der Verbreitung der Kabbala an.

Aus dem Unterricht nach einem Rabash-Artikel vom 08.09.2010
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Zur Unendlichkeit entlang der Pyramide der Einheit

Auf dem Weg von dem Punkt dieser Welt, dem tiefsten Punkt, wo alles verschwindet, zum Punkt der Welt der Unendlichkeit, wo alles korrigiert und enthüllt ist, durchlaufen wir alle dieselben Schritte, nur jeder entsprechend der Wurzel seiner Seele, „nach seinem Geschmack“.

Wie in unserer Welt nehmen wir alle eine gemeinsame Welt durch die gleichen Sinnesorgane wahr. Doch in jedem befinden sich seine Eigenschaften in einer nur ihm eigenen Kombination.

Aus diesem Grund entsteht in jedem nur sein eigenes einzigartiges Weltbild – abhängig von der individuellen Kombination seiner Eigenschaften, die der Wurzel seiner Seele entstammt.

Wir alle gehen die gleichen Stufen der gleichen Leiter hoch. Deshalb existiert eine Wissenschaft der Enthüllung des höheren Lebens für alle, die Kabbala, die jedem erklärt, wie er vorankommen muss.

Und deshalb handelt alles, was wir im Buch Sohar lesen, von unseren fortgeschrittenen Zuständen, die jeder durchlaufen muss.

In dem Maße unseres Verlangens, sie wahrzunehmen, ziehen wir von diesen Stufen die Kraft an, die uns entwickelt (das Licht, O“M) – wir wachsen, entwickeln uns und steigen auf in dem Maße unserer „kindlichen“ Anstrengungen.

Doch das Wichtigste ist, die Einwirkung von unseren eigenen fortgeschrittenen Zuständen auf uns hervorzurufen. Deshalb ist der zweite und weitaus wichtigere Punkt beim Herangehen an das Lesen des Buches Sohar das Verständnis dafür, dass der Aufstieg Vereinigung bedeutet.

Wir steigen eine „Pyramide“, einen „Kegel“ hoch – in dem Maße der Vereinigung von unseren Punkten im Herzen.

Aus diesem Grund sind alle 125 Stufen der Leiter von unserer Welt bis zur völligen Vollkommenheit 125 Ebenen der Vereinigung von Verlangen, bis zu ihrer vollständigen Verschmelzung in der Eigenschaft des vollkommenen Gebens.

Das bedeutet, je mehr wir uns verbinden, desto höher steigen wir auf – und in dem Maße der Verbindung zwischen uns enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers.

Deshalb, wenn wir das Buch Sohar lesen, wollen wir in diesem Zustand sein und warten darauf, dass er eintritt – in uns und zwischen uns.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010



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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 26

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten

Tatsache ist, dass wir sogar in den einfachsten Sachen keinen (Fortschritt ?)Schritt machen können, ohne auf die Hilfe der Kabbalisten angewiesen zu sein. So lasst uns vor ihnen unsere Köpfe senken (neigen?); denn dann werden sich unsere Augen öffnen.

„Das Buch für die Erziehung“ (Sefer a-Chinuch), Kapitel „Truma“

Obwohl die Kabbalisten uns ihre Lehre schon übergaben, setzen sie weiter fort, uns zu begleiten – wie die treuen Blindenführer, die uns den Weg zeigen. Außerdem unterrichten sie uns darin, worin sie selbst in der Einsicht unterwiesen wurden.

Und wenn wir Verständnis erlangen, dann werden wir die Weisheit sowie die wahrhafte reale Grundlage begreifen, worauf das prächtige und ewige Gebäude aufbaut wird.

Baal HaSulam „Der wunderbare Wert des Gedächtnisses“

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Neue Erfüllung für ein neues Verlangen

Der moderne Mensch besitzt alle Güter dieser Erde, und trotzdem ist er noch unzufriedener als früher.

Als der Mensch nur ein Pfund Brot am Tag hatte, konnte er von nichts Besserem mehr träumen.

Schaut aber, was ein moderner Mensch heute alles braucht. Doch ist er zufrieden? Nein! Und alle fragen: Warum?

Doch die Zufriedenheit befindet sich gar nicht auf der menschlichen Ebene – es werden keine neuen Spielsachen mehr helfen.

Wir wollen uns mit Sachen betäuben, doch die in uns entstehende Leere entstammt etwas ganz anderem – der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer. Aus diesem Grunde werden wir sie mit nichts außer mit der Wahrnehmung des Schöpfers füllen können!

Diese Leere entsteht in uns nach und nach und häuft sich bis zu einem bestimmten Maße an, um dann zu „explodieren“ – und da wird die Menschheit begreifen, dass wir diese Leere nicht mehr verbergen können, sondern sie füllen müssen, sonst wird uns das Leben schlimmer als der Tod vorkommen.

Dieses Verlangen kann keine Erfüllung in dieser Welt finden – das ist das Bedürfnis nach der Enthüllung der höheren Welt, des Schöpfers!

Doch die Schutzkräfte des Organismus zwingen uns, danach zu suchen, wie wir uns selbst in die Irre führen könnten.Der Mensch nimmt Drogen, fängt an zu trinken, oder füllt sein Leben mit unbedeutenden modischen Sachen oder Reisen aus – wir stecken unseren Kopf vor den Problemen in den Sand.

So funktioniert die Schutzkraft unseres Egos, das sich selbst beweisen will, dass es erfüllt ist, und diese Leere, die zu füllen unmöglich ist, verbergen will. Wozu sollen wir darüber nachdenken, was wir uns nicht holen können, und uns das Leben dadurch schwer machen?

So kann es nicht lange weitergehen! Noch schaffen wir es, uns auf der Stufe „Tier“ in die Irre zu führen, um das unerfüllte Verlangen auf der Stufe „Mensch“ nicht zu spüren. Doch die Situation wird unbedingt eskalieren.

In der Geschichte haben ähnliche Zustände zu Revolutionen, Kriegen, dramatischen und tragischen Lösungen geführt. Wollen wir hoffen, dass in unserem Fall der Ausweg nicht so hart sein wird.

Denn in diesem Fall müssen wir von der Ebene unserer Welt, der Stufe „Tier“, zu der Ebene der höheren Welt, der Stufe „Adam“ bzw. Schöpfer, aufsteigen. Das liegt nicht in unseren Kräften, die Menschheit wird vor Machtlosigkeit durchdrehen.

Auf unserer egoistischen Ebene konnte man von einer Stufe zur nächsten dank Revolutionen, Kriegen, neuer Ordnung, Religionen, neuen Technologien wie z.B. Buchdruck, Dampfmotor, Internet usw. aufsteigen.

Für eine gewisse Zeit brachte es Erfüllung, doch nun hat der Egoismus sich ausgeschöpft, und das Bedürfnis nach der Enthüllung des Schöpfers verlangt eben nach der spirituellen Erfüllung. In uns entsteht ein neues Verlangen: Denjenigen zu enthüllen, der uns lenkt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 02.09.2010

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Das Fallen ist eine Freude

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich auf meinen Abstieg reagieren?

Meine Antwort: Ich soll dieses Fallen wie einen Aufruf von oben wahrnehmen: „Wer hat mir es geschickt? Wofür?“. Mir wurde ein neuer Zustand eröffnet.

Wie Baal HaSulam schreibt: „Ich freue mich über die Enthüllung der Sünder“ – „den neuen“ egoistischen Eigenschaften meiner Natur.

Natürlich versteckten sie sich in mir, aber jetzt, wo ich stärker wurde, werden sie gezeigt, damit ich trotz allem, in der Verbindung mit dem Schöpfer, im Zustand des Aufstiegs bleiben kann.

Trotz der unangenehmen Empfindung innerhalb des leeren Wunsches, kann man sich über diesen Wunsch freuen, darüber, dass er enthüllt wurde – und so wirst du bald mit seiner Hilfe eine stärkere Verbindung mit der Gruppe, mit dem Schöpfer offenbaren.

Deshalb muss man sich im Fallen sofort mit der Gruppe verbinden und, beginnen, allerlei Handlungen zu begehen, um dieses Fallen in die Vereinigung zu verwandeln.

Das Fallen ist die Offenbarung einer größeren Genauigkeit in unserer Vereinigung, die Feststellung der Lücken, in denen ich mit der Gruppe noch nicht verbunden bin und mich folglich verbinden soll.

Ich dachte, ich wäre früher mit der Gruppe durch den „dicken Seil „verbunden. Und jetzt wurde mir klar, dass es innerhalb dieses Seils sehr viele feine Fäden gibt, in denen ich mit der Gruppe nicht verbunden bin.

Ich steige hinauf, indem ich mich immer mehr vereinige. Deshalb bin ich über solche Offenbarung froh, denn sie geschieht aufgrund des vorhergehenden Zustandes.

Sie werden bald fühlen, dass das Fallen eine Freude ist. Denn alles hängt von der Einstellung ab: entweder empfindet man es wie den bloßen Zustand oder wie das Mittel zur Erreichung des Ziels.

Die Arbeit liefert die Freude. Der wahre Spezialist ist froh, wenn er auf die Probleme in der Arbeit stößt.

Denn sie ermöglichen ihm, seinen Professionalismus zu verwenden, nach der Lösung zu suchen, etwas Neues zu schaffen, die Meisterschaft zu zeigen.

Warum brauchen die schöpferischen Persönlichkeiten „die Muse“, warum befinden sie sich ständig auf der Suche, in einer Verwicklung der Verwirrung der Gefühle – bis ihr Werk erschaffen wird?

Es kann auch der Mensch eines beliebigen Berufes sein, sogar der Installateur, aber wenn er ein Profi ist – dann fühlt er seinen Beruf.

Deshalb sind die Schwierigkeiten oder die besonderen Bedingungen sehr wertvoll.

Wir verstehen nicht, inwiefern die Enthüllung unserer Mängel, das Licht an den Tag bringt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Das Gebet, welches vor dem Gebet kommt

Beklage dich nicht beim Schöpfer, wenn dein geistiger Aufstieg sehr langsam und unsichtbar erfolgt!

Wir müssen vor allem den Wunsch enthüllen! Ohne ihn können wir keine Veränderung unserer Zustände empfinden. Wenn ich die Geisteswelt noch nicht empfinde, dann möchte ich sie noch nicht! Sie befindet sich hier, neben mir, aber ich spüre kein Verlangen nach ihr, und deshalb kann ich sie weder sehen noch enthüllen.

Es gibt keine Geschenke von oben, und nur von mir, von meinem Wunsch hängt es ab, wann ich die Geisteswelt offenbaren werde. Kaum wächst mein Wunsch und erreicht das Niveau der nächsten Höheren Welt, offenbare ich sie sofort. Aber wenn ich kein Bedürfnis nach ihr habe – wie kann ich sie dann enthüllen?

Alles liegt in der Hand des Menschen, und unsere Aufgabe besteht darin, einander zu beeinflussen, um den richtigen Wunsch zu erkennen.

Es ist schon möglich, dass wir schreien und einen brennenden Wunsch haben – aber nicht gerade dazu, wozu er notwendig ist! – Weder mengenmäßig, noch qualitativ. Wir brauchen einen deutlichen, klaren Wunsch . Und das Wichtigste hier ist die Qualität des Wunsches: was ich gerade will, und nicht wie sehr.Im Geistigen zählt nicht die Quantität,sondern die Qualität. Wir bezeichnen die Qualität des geistigen Wunsches als eine Kraft.

Die Kraft des Wunsches im Geistigen zeigt sich klar in seiner Deutlichkeit, Berechenbarkeit, Richtung. Hier wird die unaufhörliche Sorge um die genaue Richtung des Wunsches gefordert. Wenn man also fragen würde, was Spiritualität ist, und was man damit erreichen möchte, dann wird man von jedem seine eigene, persönliche Antwort bekommen.

Und man kann sie nur dann klären, wenn man in der Gruppe und mit Hilfe des Lichtes arbeitet, das wir gemeinsam während des Studiums heranziehen, und wir wissen dabei, dass wir keinen richtigen Wunsch zum Geben, zum Glauben haben.

Deshalb wollen wir, dass das Licht zu uns kommt und Erklärungen gibt, uns die Beispiele zeigt, in uns den Wunsch schafft! – Eben diese Bitte heißt das Gebet, das vor dem eigentlichen Gebet kommt. Man bringt also den Menschen in eine Gruppe, und alles weitere hängt alleine von ihm ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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