Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Abfälle des Dreschbodens und des Weinkelters

Wir sind es gewohnt, nach dem egoistischen Verstand und dem egoistischen Herzen zu handeln, die zusammen als der böse Trieb (Ezer Ra) bezeichnet werden.

Böse, weil ich, wenn ich seine wahre Handlung enthülle, feststelle, wie entgegengesetzt diese dem Guten, Ewigen, Vollkommenen ist. Darum bezeichne ich meine Natur, die mich daran hindert, das Gute zu erreichen, als böse.

Die egoistische Natur besteht in dem Bestreben, für sich selbst zu empfangen, sich selbst zu erfüllen. Und das gute Verlangen, der gute Trieb (Ezer Tov) bedeutet das Geben und die Liebe.

Während des Kabbala-Studiums und der Verbindung mit den Freunden, die das gleiche Ziel haben, enthüllt mir das noch unsichtbare Licht, dass es zwei Arten der Natur gibt, das Empfangen und das Geben, die einander entgegengesetzt sind.

Man kann von seiner Natur zur höheren nur aufsteigen, wenn man die Wichtigkeit des Gebens anstelle des Empfangens einsetzt.

Unwichtiges wird als Abfälle und Wichtiges als Nahrung bezeichnet. Nach diesem Prinzip wird eine Sukka (Laubhütte) gebaut. Mein Zustand nennt sich „Haus“ – eine stabile und sichere Behausung für den Egoismus.

Das Geben aber nennt sich „provisorische Behausung“, Sukka (Laubhütte). Und ich suche aus, in welchem Zustand ich zu existieren bereit bin – in einem egoistischen Haus oder einer altruistischen Laubhütte.

In ihnen beiden gibt es Erfüllung: in dem ersten erfülle ich mich, indem ich empfange, in dem zweiten erfülle ich mich, indem ich gebe. Wichtig ist, was ich für Nahrung und was für Abfälle halte, ausgehend davon baue ich mein Leben, mein Zuhause auf.

Das kann nur durch das Studium und die Gruppe geklärt werden. Darum steht geschrieben, dass das Dach von der Sukka aus den „Abfällen des Dreschbodens und des Weinkellers“ gebaut wird. Der Wein bedeutet das Licht Chochma und der Dreschboden, das Brot, bedeutet das Licht Chassadim.

Die Abfälle des Dreschbodens und des Weinkellers sind unwichtig für uns. Doch wenn ich geben will, um dem Schöpfer ähnlich zu werden, werden sie für mich wichtiger als das Brot und der Wein.

Gerade daraus müssen wir unseren neuen Zustand aufbauen, damit er für uns zum Kopf, zum Dach, zum Kompass, der die Richtung vorgibt, wird. Dann erreichen wir die Spiritualität. Alles andere verliert für uns an Wichtigkeit. Das symbolisiert die Sukka.

Aus dem Unterricht nach den Auszügen zum Sukkot-Fest vom 24.10.2010

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Einen Ort für den Schöpfer vorbereiten

Der Schöpfer erweckt ständig den Menschen, indem Er ihm das Leiden um die Shechina und die Abstiege offenbart.

An die Auf- und Abstiege muss man einen richtigen Maßstab anlegen: was muss ich bedauern und was bedauere ich wirklich?

Ich führe eine Analyse durch und strebe allmählich, mit Hilfe des Lichts, die Absicht zu geben an. Früher habe ich darauf gewartet, dass das Licht sich in mir enthüllt, jetzt will ich, dass es mich verändert.

Es macht wirklich keinen Sinn, von dem Licht zu erwarten, dass es plötzlich zu leuchten anfängt. Der Schöpfer ist überall, doch uns fehlt die Ähnlichkeit mit Ihm, um Ihn wahrzunehmen.

Deshalb muss man die Abfolge seiner Korrekturen erstellen: wie man sich gegenüber sich selbst, der Umgebung, dem Lehrer, dem Ort der Enthüllung des Schöpfers (der Shechina), den man gemeinsam mit den Freunden erschaffen und auf die Anwesenheit des Schöpfers vorbereiten muss, verhalten soll.

Nach und nach wird es klar, dass alle Schwierigkeiten im Leben jedes einzelnen auf der Welt nur auf die Korrektur der Shechina gerichtet sind.

Und nur darum müssen wir uns kümmern. Denn es reicht, die Shechina auf die erste der 125 Stufen zu setzen, und der Schöpfer wird sich sofort im gleichen Maße zeigen.

Er befindet sich im Ruhezustand und Seine Enthüllung hängt nur von dem Ausmaß unserer Übereinstimmung mit Ihm ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 27.09.2010

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Indem man sich selbst verliert, erlangt man die Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Die Menschen in unserer Welt lieben und hassen einander, machen sich gegenseitig Geschenke oder bringen sich gegenseitig um. Was geschieht aber in der Seelenwelt?
Meine Antwort: Seelen haben eine einzige Aufgabe, und zwar sich bis zur vollkommenen Verschmelzung hin, zu verbinden, so wie einzelne Wassertropfen sich zu einem einzigen Tropfen verbinden – es ist unmöglich, sie zu trennen, es entsteht ein neues Gebilde, das gegenseitige Geben.
Die materielle Welt, dieser Teil des zerbrochenen Verlangens, wird erst während der allerletzten Korrektur korrigiert. Bis dahin enthüllt sich die Liebe über ihr.
Dort, wo die Liebe regiert, verliert jeder die Wahrnehmung seiner selbst und fügt sich grenzenlos in die anderen ein, bis er vollkommen mit ihnen verschmilzt. Der frühere Hass behält jedoch seine „negativen“ Eigenschaften.
Es ist mit dem Paradoxon in der Quantenphysik zu vergleichen, wobei ein Teilchen sich gleichzeitig an zwei Orten befinden kann. Und zwar nicht, weil es sich unendlich schnell von einem Ort zum anderen bewegt, sondern sich eben gleichzeitig an zwei Orten befindet, obwohl es ein und dasselbe Teilchen ist! Doch wie ist das möglich?!
Letztendlich werden wir erkennen, dass im ganzen Universum lediglich ein Teilchen existiert, das sich gleichzeitig an allen Orten befindet. Denn, wenn wir akzeptiert haben, dass es keine Geschwindigkeit gibt und ein Teilchen sich an zwei Orten befinden kann, dann kann es sich genauso gut an unendlich vielen Orten befinden.
Außerdem hat es keine Form, denn die Form des Teilchens hängt davon ab, wo wir es entdeckt haben – also gibt es auch gar nichts außer einem einzigen Punkt, der vom Schöpfer „aus dem Nichts“ („Jesh mi Ajn“) erschaffen wurde, alles andere ist davon abgeleitet!
Je näher wir daher der Spiritualität kommen werden, desto klarer werden wir erkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, darüber zu sprechen, als in der Sprache der kabbalistischen Bücher.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „600 Tausend Seelen“ vom 26.09.2010



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Doppeltes Foul

Eine Frage, die ich erhielt: Was geschieht, wenn ich keine Anstrengungen unternehme?

Meine Antwort: Wenn du keine Anstrengungen unternimmst, wirst du für eine kurze Zeit in Ruhe gelassen und eine Weile später wiedererweckt. Wenn du auch diesmal keine Anstrengungen unternimmst, lässt man dich in Ruhe.

Du bist nicht mehr würdig und wirst zurückgelassen – vielleicht für Jahre, vielleicht aber auch bis zur nächsten Reinkarnation.

Beim ersten Mal gibt man dem Menschen eine Chance zur Selbstverwirklichung. Beim zweiten Mal lässt man ihm eine Erinnerung, eine neue Möglichkeit, aber auch eine Strafe zukommen.

In Wirklichkeit ist das keine Strafe, sondern die Korrektur: er wird von schlechten Empfindungen „angepiekt“, wodurch ihm geholfen wird, obwohl wir glauben, dass dem nicht so sei.

Sagen wir mal, du hast gezögert, warst untätig und bist plötzlich in Not geraten: die Arbeit, die Bank oder sonst noch etwas. So wirst du erinnert: „Freundchen, wolltest du dich anstelle der spirituellen Suche in dieser Welt bequemer einrichten? Schau mal, die Welt ist gar nicht so freundlich“.

Wenn auch das nicht hilft, wenn du trotzdem nach anderen Wegen suchst, die dich nicht in Richtung Spiritualität bringen, wirst du in Ruhe gelassen.

Darüber steht geschrieben: „Wer erneut übertritt, dem ist ferner erlaubt“. Jetzt ist dir erlaubt, zu handeln, wie du willst.

Nur wenn andere Seelen korrigiert sind, bist du an der Reihe. Allerdings ist es äußerst unerwünscht, es so weit kommen zu lassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 10

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Das Material der ersten, höchsten Welt, ist am „feinsten“, im Vergleich zu allen unteren Welten. Und das Material (der folgenden) zweiten Welt, ist grober als das Material der ersten Welt, und gleichzeitig feiner, als in allen unteren Welten in Bezug auf die zweite Welt.

Und solche Reinfolge bleibt bis zu unserer Welt erhalten, deren Material grober und „dunkler“ ist, als in allen vorangehenden Welten.

Gleichzeitig sind die Formen in jeder Welt konstant und identisch in allen Einzelheiten, sowohl mengenmäßig, als auch qualitativ.

Man kann es mit dem Stempel und seinem Abdruck vergleichen, wenn auch die winzigen Details des Stempels (der höchsten Welt) vollständig auf den Abdruck (der niedrigsten Welt) übergehen.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“.



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Die Schwierigkeiten der Übersetzung

Die Kabbalisten sprechen die archaische Sprache: bezeichnen den Schöpfer als „König“, verwenden die Wörter, die man selten benutzt.

Die Formulierungen, der Stil, die Zitate entfernen den modernen Menschen vom inneren Inhalt. Man muss dieses Hindernis überwinden und aus dem Text das Wesentliche herausziehen.

Der Mensch wird jedoch in Wirklichkeit mit solchem Stil des Textes einverstanden sein, wenn er sich in den Artikel vertieft und fühlt, wie er im geistigen Raum realisiert wird.

Er nennt den Schöpfer wirklich den „König“, obwohl er diese Erscheinungsform in unserer Welt seltener trifft, da er im demokratischen Staat, in den Idealen der Freiheit und der Gleichheit lebt.

In der geistigen Realität, lernt der Mensch die Treppe der spirituellen Stufen kennen und empfindet folglich ihre mächtige Verbindung.

Er hat kein anderes Wort, um den Schöpfer anders als König zu charakterisieren. Er stimmt den Definitionen in der natürlichen Weise zu, welche von Kabbalisten den verschiedenen Erscheinungen der Geisteswelt gegeben wurden.

Unsere Aufgabe besteht jedoch darin, die Kabbala unserem Zeitgenossen näher zu bringen, weshalb wir uns folglich bemühen sollen, unsere Materialien für die Anfänger auf die Gegenwartssprache zu übersetzen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 22.09.2010

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Die Antworten auf die Fragen-ohne-Antworten

Die Mitteilung: Es wurden die  Top-10 der Fragen-ohne-Antworten veröffentlicht, die die Menschheit im Laufe der letzten zehn Jahre interessiert haben (die Version der britischen Suchmaschine Ask Jeeves).

1. Was ist der Sinn des Lebens? –In der Enthüllung der Quelle des Lebens – des Schöpfers, denn dadurch werden die ewige Existenz und ihr vollkommener Sinn gefunden.

2. Gibt es Gott?- Nein, es gibt die Natur, das Gesetz der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer – mit der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.
3. Sind die Blondinen lustiger? – Weil sie leichtsinniger sind?

4. Welche Diät ist die beste?- Sich genauso wie die Tiere zu ernähern, essen was für den Körper nützlich ist.

5. Gibt es ein außerirdisches Leben?- Ja, auf dem höchsten Niveau, im Wunsch des Gebens, im Gegensatz zum irdischen Leben im Wunsch des Erhaltens.

6. Wer ist der bekannteste Mensch in der Welt? – Für jeden Einzelnen seine Eltern.

7. Was ist Liebe? – Die Füllung des Wunsches des Anderen.

8. Was ist das Geheimnis des Glückes? – Indem man nicht bekommt, sondern gibt, dann ist man uneingeschränkt und glücklich.

9. Starb der Toni Soprano?- Ich weiß nicht, wer das ist, und es ist mir auch ganz egal.

10. Wie lange werde ich leben?- Das Wichtigste ist – noch während des Lebens die Unsterblichkeit zu erreichen.

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Der ewig herabgelassene Vorhang

Wir befinden uns nur in einem Zustand – in der Welt der Unendlichkeit, welche von uns hinter 125 Verhüllungen verborgen bleibt.

Ich verstecke mich hinter diesen 125 Verhüllungen, und halte mich in der egoistischen Natur auf, die durch den Abstieg entlang der 125 Stufen zustande kommt. Jedoch wirkt sich diese Tatsache keinesfalls auf meine Umgebung aus.

Auch wenn ich nichts sehe, nichts fühle und nicht richtig handele – befinde ich mich trotzdem in der spirituellen Welt, weshalb ich ihre Gesetze wissen sollte. Denn anderenfalls bringe ich mich ständig in Verlegenheit.

Andererseits, da ich von der Welt der Unendlichkeit entfernt bin, verhält sich das geistige System zu mir in der entsprechenden Weise.

Nachdem es den Menschen in diese Welt versetzt, verwendet man auf ihn die Kriterien der entsprechenden Stufe. Natürlich bin ich dem Geben entgegengesetzt, aber nur auf 1/125.

Würde ich mich in der Unendlichkeit, in der vollständigen Entgegengesetztheit befinden, so könnte ich es nicht ertragen.

Somit ertrage ich immer den Schaden angemessen dem laufenden Zustand und der nächsten Stufe – ich empfinde die Differenz, den Bruch zwischen ihnen. Es ist meine Triebkraft eben.

Auch jetzt zieht mich die Kraft meines Übels nach unten, gleichzeitig empfinde ich die Loslösung von der Spiritualität. Ich fühle mich sowohl in dieser Welt schlecht, als auch dadurch, dass ich noch nicht die erste Stufe (1) erreicht habe.

Das System der Unendlichkeit ist in Bezug auf uns reduziert, sie verringert sich und schafft die Verhüllungen, d.h. die spirituellen Welten.

Demnach steht der Mensch ständig unter dem Entwicklungszwang, und gleicht einem Kind. Stufenweise öffnet sich die Loslösung von der höheren Stufe, damit er die Anstrengungen macht, um diese zu erreichen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 22.09.2010

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Im Lichte des Angesichts des Schöpfers

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 103: „Im Lichte des Angesichts eines Königs ist Leben, und sein Wohlgefallen ist wie eine Wolke im Frühlingsregen“.

Dies ist so, weil, wenn sie das Angesicht der Göttlichkeit des Schöpfers annehmen und sich auf jene Merkawot [Streitwagen/Versammlungen] einlassen, von welchen die Tiere der Welt kommen, die Tiere, die die Merkawa [Einzahl von Merkawot] tragen, wie in Ezechiel geschrieben steht, wird über sie gesagt: „Im Lichte des Angesichts eines Königs ist Leben“.
Alles hängt vom Leuchten von oben ab. „oben“ befindet sich, wie auch alles andere, „im Inneren eines Menschen“, in unseren Empfindungen, bezieht sich aber auf unsere „höheren“, fortgeschrittenen Zustände.

In der spirituellen Welt, in dem spirituellen Empfinden gibt es keine Zeit, keinen Raum, keinen Ortswechsel. Der Unterschied zwischen all dem besteht nur in der geringeren bzw. größeren Wichtigkeit bezüglich der Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers.
Wenn eine Kraft/Eigenschaft erscheint, die mir eine größere Eigenschaft des Gebens bringt, dann ist dieser Zustand für mich wichtiger, d.h. „höher“ als der vorherige, und wird als das „Leuchten von oben“ bezeichnet.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 29.08.2010

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Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Unreinheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass man sich am Sukkot-Fest freuen soll. Was bedeutet die Festtagsfreude?

Meine Antwort: Freude ist die Folge der Erkenntnis und der Verbindung. Freude daran, dass man dem Schöpfer Genuss bereitet hat.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, die leer ist – das ist das Gefäß des Schöpfers. Und ich erfülle Ihn durch die Gruppe. Diese Erfüllung des Schöpfers ruft in mir Freude hervor.
Am Anfang habe ich mich leer gefühlt und von Ihm die Erfüllung verlangt. Doch dank des Studiums in der Gruppe habe ich verstanden, dass ich mich nur erfüllen kann, indem ich den Schöpfer erfülle, damit mich das Geben an den Schöpfer erfüllt, wie eine Mutter erfüllt wird, wenn sie den Säugling erfüllt.

Denn es ist für mich unwichtig, ob ich empfange oder gebe. Wichtig ist die Erfüllung, und diese kann nur erreicht werden, wenn Er erfüllt wird. Indem ich Ihn erfülle, erfülle ich mich selbst. Doch wenn ich Ihn für mich, für meine Erfüllung erfülle, dann ist es der Egoismus (Klipa), als ob ich für Geld arbeiten würde.

Wenn ich mich aber erfülle um Ihn zu erfüllen, dann ist es das Geben (Heiligkeit). Und wenn ich Ihn erfülle, um selbst erfüllt zu werden, ist es das Empfangen (Unreinheit).

Unreinheit: 1-2) Ich erfülle Ihn, 3-4) um selbst erfüllt zu werden.
Heiligkeit: I) Ich erhebe MaN zu Ihm, II) damit Er mir Erfüllung schenkt, III) damit ich durch meine Erfüllung IV) Ihn erfüllen kann.

In beiden Fällen sind wir beide erfüllt. Es wird jedoch alles durch die Absicht bestimmt – für wen führe ich diese Handlung aus. Wenn zwischen uns Liebe herrscht, dann ist es so, dass je mehr ich mich erfülle, desto mehr erfülle ich Ihn. In unserer Welt gibt es kein anderes derartiges Beispiel, außer dem Beispiel mit einer Mutter und ihrem Kind.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.09.2010

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