Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Vorwärts durch die Einheit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum soll ich die Stimmung eines Freundes verbessern? Warum kann man sich nicht direkt an den Schöpfer wenden und mithilfe des umgebenden Lichtes hinaufsteigen?

Meine Antwort: Wir haben nur dann eine Möglichkeit, uns an das umgebende Licht, an die Höhere Kraft, an den Schöpfer zu wenden, wenn wir aus der Stelle des Zerbrechens, aus der Klärung der Verbindung in der Gruppe handeln.

Der Mensch ist nicht in der Lage, das Licht zu berühren, den Schöpfer zu enthüllen – weil es keine gemeinsamen oder entgegengesetzten Eigenschaften gibt. Man muss die Bitte durch die Einigkeit mit den anderen aussprechen.

Der Schöpfer hat einen Wunsch geschaffen, und dieses Bild ist nicht verloren gegangen, es existiert nach wie vor. Es ist die Welt der Unendlichkeit, in der wir zusammen sind.

Darunter liegt der vereinzelte Zustand, in dem wir zerbrochen, abgesondert sind. Und etwas tiefer befindet sich der Zustand, in dem wir von der Spiritualität vollständig abgeschaltet sind, und nicht verstehen, wo wir uns befinden, wir leben ohne Bewusstsein.

Diese Zustände sind in einander angelegt und werden nur in den Empfindungen spürbar. Um die Unendlichkeit zu erreichen, muß ich den Zustand der Loslösung (1) erreichen, dann das Zerbrechen (2) offenbaren, und dorthin hinaufsteigen, wo wir zusammen (3) sind.

Ich kann den Schöpfer nicht direkt ansprechen, weil der Schöpfer eine Kraft ist, die sich im korrigierten Kli befindet.

Entweder wende ich mich an die Kräfte, um gemeinsam mit den anderen korrigiert zu werden, oder ich habe die Verbindung mit anderen schon erreicht und wende mich an Ihn. Es gibt keinen Schöpfer ohne das Geschöpf, es gibt keine Höhere Kraft, die ich ohne das Kli offenbaren könnte.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

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Das Licht, das mich nach einer Linie ausrichten lässt

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet der Begriff „Linie“?

Meine Antwort: Die „Linie“ ist jene Skala in mir, auf der ich alle Anfänge, Gedanken, Verlangen, Beziehungen wie auf einer Geraden aufstelle.

Alles, was sich im Moment in mir, in meinen Kelim, enthüllt, ist in Übereinstimmung mit dem kommenden Licht aufgebaut.

Wenn es eine klare, deutliche Übereinstimmung zwischen dem Licht, das mich anleuchtet, und den Gefäßen, die ich dementsprechend einordne, gibt, bedeutet das, dass ich nach einer Linie ausgerichtet bin.

Denn in mir drin gibt es ein Haufen Eigenschaften. Und das Licht kommt und hilft mir, mich gerade auszurichten. Früher war ich wie ein Kreis, dann habe ich das Licht, das als eine gerade Form kommt, gebeten, mir als Linie zu leuchten, damit es mich zur gleichen Form bringt.

Das umgebende Licht (Or Makif) leuchtet ringsherum. Wenn ich es aber um Korrekturen, die nach einer Gerade aufgestellt sind, bitte, „richtet es sich nach einer Linie aus“ – und ich mit ihm mit.

Dieser Übergang hängt davon ab, ob der Mensch dazu in der Lage ist und vom Licht einen solchen Aufbau verlangen will.

Die Einwirkung des Lichts selbst liegt über dem Wissen, doch wenn der Mensch die Kraft der Überwindung erhalten hat, wenn er sich dem Licht in völliger Bereitschaft hingibt, ordnet das Licht alle Komponenten seiner Seele nach Wichtigkeit ein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 28.09.2010

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Und eine weise Frau kommt vom Schöpfer

Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 401: … also ist der Schöpfer derjenige, der die Frau dem Mann gibt, und die Siwugim (Paarungen) kommen von Ihm. Darum steht geschrieben: „Und eine weise Frau kommt vom Schöpfer“.

Die gesamten Geschehnisse in allen Welten sollten nur in Bezug auf die Verbindung zwischen uns gedeutet werden, weil alle Welten nach dem Zerbrechen eines Verlangens, einer Seele in mehrere Teile, entstanden sind. Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, wie das Zerbrechen in seine ganzheitliche Form zurückgebracht werden kann.

Die „Frau“, die „Ehefrau“ ist das Verlangen, das von dem „Mann“, dem „Ehemann“ korrigiert werden muss. Die „Frau“ ist das zerbrochene (egoistische) Verlangen, das zwischen mir und den Freunden in seiner unkorrigierten Form enthüllt wird.

Ich muss es korrigieren, das Licht in ihm enthüllen, die „Frau“ erfüllen. Ich bin das Verlangen, zu korrigieren, das Verlangen, die Kraft des Gebens, die Absicht, zu erlangen. Mit dessen Hilfe kann ich die Absicht „Frau“, d.h. „für sich selbst zu empfangen“, korrigieren.

Ich enthülle zerbrochene Verbindungen zwischen mir und den Freunden. Ich nehme sie als meinen unkorrigierten „weiblichen“ Teil wahr, diese Mängel enthülle ich als meine eigenen, denn „jeder urteilt nach sich selbst“, ich beabsichtige, sie zu korrigieren, forme aus ihnen eine „korrigierte Frau“ und erreiche in diesen korrigierten Verlangen die Verschmelzung mit dem Schöpfer, nach dem Gesetz „Mann und Frau und der Schöpfer zwischen ihnen“.

Der Ort des Zerbrechens wird durch den Schirm vervollständigt, und in diesem Verlangen mit dem Schirm vollziehe ich die Vereinigung (Siwug) mit dem Licht, wodurch ich das Licht in meinem Inneren enthülle. Das bedeutet, dass ich bereits über ein Maß der Verschmelzung verfüge.

Im inneren Licht, welches sich in einem korrigierten Verlangen befindet, vollzieht sich bereits die Enthüllung des Schöpfers in mir drinnen, in der Schöpfung. Das bedeutet die Umsetzung der Wissenschaft der Kabbala, die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen.

Was bedeutet „der Schöpfer vollzieht die Siwugim“? – Er bereitet die Verlangen für den Menschen vor, um die Enthüllung des einfachen Lichts, welches die gesamte Schöpfung ausfüllt, zu erlangen.

Doch um das einfache Licht zu erlangen, müssen wir alle Arten von Verbindungen, die es in der Realität nur gibt, durchlaufen, verstehen und erkennen. Das ist vergleichbar damit, wie das einfache Weiß in unserer Welt alle Farben in sich einschließt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Spiritualität beginnt mit dem Zerbrechen

Eine Frage, die ich erhielt: Segen bedeutet die Kraft von Bina, die von oben kommt und die Seelen aufsteigen lässt. Gibt es einen solchen Begriff wie den Segen zwischen den Freunden oder den Seelen?

Meine Antwort: Nein. Zwischen den Freunden und zwischen den Seelen kann es nur eine Unterstützung geben, weil ich die Kraft des Gebens nicht an jemand anderen weitergeben kann. Ich kann ihm lediglich durch meine Unterstützung helfen, damit er diese Kraft von oben erhält – nur dort gibt es eine Quelle der Kraft und der Korrektur.

Doch ohne die Hilfe des Freundes bei der Erschaffung eines gemeinsamen Verlangens nach der Verbindung mit ihm, nach der Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Schöpfers), genannt MaN, kann ich den Schöpfer nicht um die Korrektur bitten.

Ich selbst habe kein Verlangen danach, mich an Ihn zu wenden. Dieses Verlangen muss von der Enthüllung der fehlenden Verbindung zwischen mir und dem Freund ausgehen.

Deshalb haben wir keine andere Wahl, als die Zustände zwischen uns zu enthüllen und eben diese zur Korrektur aufsteigen zu lassen.

Dafür muss ich diese Zustände als schlecht erkennen, die dringende Notwendigkeit verspüren, sie als gut zu sehen, die Kraft des Glaubens, die Gewissheit erlangen, dass ich zweifellos meine Bitte richten kann und dass es Jemanden gibt, an den ich sie richten kann, denn ich habe die Unterstützung der Gruppe.

Und nur in dem Fall, wenn ich meine Bitte mit der Kraft, die ich in der Gruppe erhalten habe, und nicht mit meiner eigenen Kraft richte, nur wenn die Gruppe mich unterstützt und wir in der Gruppe die mangelnde Verbindung, das Zerbrechen zwischen uns festgestellt haben, nehme ich ihre Unterstützung und unser Zerbrechen, d.h. alles Schlechte und alle Unterstützung zur Erreichung der Korrektur, und richte mich damit an den Schöpfer.

Das heißt, jeder von uns richtet sich persönlich an den Schöpfer, aber damit, was er aus der Enthüllung des Zerbrechens und der Enthüllung der Bürgschaft entnommen hat, und erhebt durch diese zwei Kräfte eine Bitte an den Schöpfer.

Dann nennt sich diese Bitte „MaN“ („Mejn Nukwin“ – Wasser von Nukwa). Es gibt in ihr die Kraft der Unterstützung, die Kraft der gegenseitigen Hilfe, die sie einander leisten wollen, und die Kraft ihres Verlangens, das von dem Schöpfer absichtlich für sie bereitete Zerbrechen zu korrigieren.

Sie haben also etwas, wodurch sie sich mit der Spiritualität, mit dem Schöpfer, verbinden können, denn ihre gegenseitige Unterstützung ist bereits die Verbindung mit der Spiritualität, und die fehlende Erfüllung, die sie enthüllen, ist die fehlende Verbindung, das Zerbrechen.

Einerseits gibt es in ihrem MaN die Kraft des gegenseitigen Gebens, der Unterstützung, die sie einander zu leisten bereit sind. Es ist jedoch Nukwa, wo es keine reale Kraft des Gebens gibt, sondern die Enthüllung des gegenseitigen Zerbrechens.

Also hat jeder von ihnen sowohl die fehlende Erfüllung als auch die Kraft der Unterstützung, die er in seiner Bitte erhebt, nur durch die Überprüfung der Verbindung zwischen allen gefunden. Dann funktioniert es, denn du hast etwas, womit du dich an den Schöpfer richten kannst.

Und alles Materielle hat nichts mit der Korrektur, mit der Spiritualität, mit dem Zerbrechen zu tun. In keinem von uns gibt es ursprünglich etwas Spirituelles, was korrigiert werden müsste, womit man arbeiten könnte, solange wir nicht unsere zerbrochenen Beziehungen enthüllen. Ab hier und weiter beginnt die Spiritualität, und zwar mit der Enthüllung des Zerbrechens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Auswahl ohne Vorsagen

Wir können uns nicht vorstellen, was die freie Wahl ist. Wir fühlen uns einigermaßen frei, aber in Wirklichkeit sind wir und unsere Gedanken über die Freiheit vollständig unter Kontrolle und deshalb verstehen wir nicht, was die spirituelle Welt ist.

Dort empfinden wir uns vom Schöpfer getrennt. Wir empfinden Ihn als Kraft, die alles realisiert, entscheidet und bestimmt und gleichzeitig haben wir einen gewissen Punkt der Vorbereitung, in dem wir uns von Ihm abschalten können.

Genau dann enthüllt sich die Möglichkeit eine Wahl zu treffen, wobei wir danach die Einschränkung wiederholen und eine Form unserer Freiheit aufzubauen beginnen.

Aber zur Zeit sind wir wie ein Fetus im mütterlichen Leib. Ist er in irgendetwas selbständig? Nein, er wird entwickelt. Seine Realität ist das Echo der Zukunft, seine Freiheit liegt noch vor ihm.

In unserer Welt stellt der Mensch eine Sammlung der vorgegebenen Eigenschaften dar, hier gibt es keine Bedingungen für die freie Wahl, sondern nur ihre Illusion in der Eiweißmaterie.

Die ursprüngliche Bedingung der Freiheit ist ähnlich dem Schöpfer „ohne Vorhersagen“ zu sein, von Null an. Wenn dich etwas im Voraus angeregt hat, dann ist es keine Freiheit mehr.

Deswegen wacht in uns der besondere Punkt des Schöpfers auf, den wir entwickeln und der egoistischen Natur entgegensetzen.

„Der Punkt des Wunsches“ und ihm gegenüber „der Punkt des Lichtes“ – beide sind als Folge der Zerbruchs erschienen und wenn wir die Verbindung zwischen ihnen korrigieren, erreichen wir die freie unabhängige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Ohne diese „Gegenüberstellung“ hätten wir nicht erscheinen können und wir hätten keine Schöpfung werden können, die dem Schöpfer ähnlich ist,

Oben ist GE, die Heiligkeit, unten ist ACHaP, die Unreinheit und in der Mitte ist das mittlere Drittel Tiferet.

Dieser besondere Zustand heißt „Klipat Noga“. Oben ist die Eigenschaft des Schöpfers, unten ist die Eigenschaft der Schöpfung und in der Mitte ist mein „neutrales Territorium“.

Hier kämpfen in mir Heiligkeit gegen Unreinheit und ich bestimme den Ausgang ihres Kampfes.

Gerade hier gelingt es mir diese zwei Kräfte richtig zu steuern, die der Schöpfer speziell geschaffen hatte, damit ich zwischen ihnen meine Freiheit und meine Unabhängigkeit aufbaute.

Aus dem Artikel nach dem Buch „Schamati“ vom 24.09.2010

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Die spirituelle Geometrie: von der Pyramide zum Punkt

Ich betrete die Gruppe und beginne mit ihrer Hilfe in meiner Vorstellung, das Wesen des Schöpfers zu bilden. Dabei will ich noch nicht vereinigt werden, ich will den Freunden nicht zuhören, ich will ihre Meinung nicht über meine Vernunft stellen.

Mit der Zeit wird der Begriff „der Gruppe“ in meinem Kopf klarer, in der ich auf mein Ego verzichten soll. Und als Folge dieser Opposition bestimme ich den Punkt der freien Wahl.

Baal HaSulam erklärt, dass die Willensfreiheit die Auswahl der Gruppe betrifft. Auf dieser Etappe bedeutet diese Formulierung: betreten sie die Gruppe, realisieren sie sich in der Vereinigung – und alles geht in Ordnung.

Aber in Wirklichkeit befinden sich alle Welten, alle 125 Stufen des geistigen Aufstiegs zum Ziel zwischen mir und der Gruppe. Wenn ich mich mit ihr endgültig vereinigen werde, wird es die vollständige Korrektur sein, die Welt der Unendlichkeit, wo wir alle in einem Punkt verknüpft sind.

Wenn wir in diesem Punkt, in der Mitte der Welt der Unendlichkeit vereint werden wollen, dann wird alles mit dem Licht ausgefüllt. Und das alles ist unsere allgemeine Seele.

Man muss sich nur in dem einheitlichen Punkt verbinden – der vom Schöpfer geschaffen ist. Dieser Punkt – ist das Zentrum des Universums, und uns wird die Möglichkeit gegeben, ihn zu erreichen.

Auf diesem Weg trifft man alle Welten, und sie sind deine, denn die ganze Arbeit besteht in der Vereinigung.

Die Menschheit steht heute vorm Eingang in Form der Pyramide. Den oberen Teil der Pyramide bilden wir selbst, die Seelen, die dazu bestimmt sind, die Arbeit zu beginnen. Und unterhalb befindet sich der Rest der Welt.

Der Unterschied besteht darin, dass wir uns irgendwie bemühen, vereinigt zu werden, und die übrige Welt denkt noch nicht daran. Sie wird jedoch den starken Druck der Leiden erfahren, die Erscheinungsformen der globalen Krise.

Warum diese Globalisierung? Den Menschen wird gezeigt, dass sie verpflichtet sind, zusammen zu sein, weil dies der Befehl der Zeit ist, der uns auf die Einigkeit ausrichtet. Natürlich ist es der lange und komplizierte Prozess: als ob man dem Menschen diesen Punkt vor seiner Nase halten würde.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Sohar steht jedem offen

Eine Frage, die ich erhielt: Sollen wir fühlen, dass der Sohar in unserem Inneren spricht, oder die Empfindung des Sohars im Zusammenhang mit der Gruppe suchen?

Meine Antwort: Der Sohar erzählt uns über die persönlichen Zustände, die jeder von uns erleben wird. Man kann sich darauf nur mittels Einigkeit in der Gruppe vorbereiten, gleich den Autoren des Buches Sohar, die in der Vereinigung schrieben.

Sie schrieben über das Geben, die Vereinigung und ihre Stufen. Es gibt 125 Stufen der Einigkeit. Auf jeder Stufe verbinden sich eine Menge Wünsche und Eigenschaften des Menschen, um folglich dem einheitlichen Licht ähnlich zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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„Drehe dein Gesicht zur Wand“

Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 392: Eine Wand ist der Herr aller Länder, Shechina, wie es geschrieben steht: „Siehe, die Bundeslade des Herrn der ganzen Erde“.

Daher ist die Bundeslade, die Shechina, der Herr der ganzen Erde, welcher eine Wand ist, und aus diesem Grund „drehte Hiskija sein Gesicht zur Wand“.

Wir müssen uns zu Malchut – zu unserem gemeinsamen spirituellen Gefäß (Kli, Verlangen), in dem wir alle vereint sind – drehen.

Das bedeutet „sich zur Wand drehen“ mit der Bitte, dass wir sie zusammensetzen wollen, sie als eine Trennung zwischen uns und dem Schöpfer erkennen wollen.

In dem Maße, in dem wir sie wiederaufbauen, indem wir alle unsere Verlangen vereinen, beginnt sie, uns mit dem Schöpfer zu verbinden und zu einem verbindenden anstelle eines trennenden Schirms zu werden.

Unter welchen Bedingungen ist das möglich? Wenn wir „liegen“ – d.h. selbst nichts tun, Rosh (der Kopf), Toch (der Körper) und Sof (das Ende) unseres spirituellen Parzuf (der Seele) sich auf einer Höhe befinden – und uns mit dem Gesicht zur Wand drehen und uns wünschen, dass die Verbindung zwischen uns wirklich zur Verbindung mit dem Schöpfer wird.

Dann wird die Shechina, unsere Vereinigung, zum Gefäß (Kli) der Erfüllung.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.09.2010

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