Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Schrei in der Wüste

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet MaN zu erheben?
Meine Antwort: MaN heißt, die Bitte dem Schöpfer ähnlich zu werden. Sie entsteht, wenn der Mensch sich so hilflos fühlt, als ob er sich in der Wüste befände.

Er ist nackt und er hat nichts, er ist kraftlos und die anderen können ihm nicht helfen. Er versteht, dass er nicht die geringste Möglichkeit hat, das Geben und die Liebe zu erreichen.

Er kommt sich wie ausgetrocknet vor und von „Löwen“, Verlangen, die ihn „auffressen“, umgeben. Sein Leben ist in Gefahr und er kann nicht aus diesem Zustand zum Geben herausfinden.

Die ganze Welt liegt vor seinen Füßen, außer dem Geben und der Nächstenliebe, der Liebe zum Schöpfer. Womit sein Egoismus sich auch beschäftigen mag, wenn darüber nicht die Eigenschaften des Gebens und der Liebe herrschen, ist der Mensch in der Wüste verloren.

In dieser Wüste, in der Wüste des Egoismus wird sein spiritueller Ruf so stark, dass er schreit, und dieser Schrei erreicht das Ziel.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 28.11.2010



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Kabbalisten über Kabbala heute, T.8

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Möglichkeit der Befreiung

(4) Wenn die Völker der Welt die kabbalistische Korrekturmethodik (des eigenen Egoismus) annehmen, dann (als Folge der Korrektur) können wir den Tempel (das gemeinsame korrigierte Verlangen, das dem Schöpfer ähnlich ist) wieder erbauen, und zu der ganzen ehemaligen Pracht zurückkehren (Gleichheit mit dem Schöpfer und Seine Erfüllung mit dem Licht). Dies würde natürlich allen Völker beweisen, dass Israel (die Gruppe, die beauftragt wurde, allen Völker ein Korrekturbeispiel zu zeigen) ein Recht darauf hat, in sein Land zurückzukehren; sogar die Araber.

Im Gegensatz dazu macht die jetzige, säkulare Rückkehr keinen Eindruck auf die Völker; und man muss fürchten, dass sie die Unabhängigkeit Israels aus Eigennutz verkaufen werden (was sicherlich passieren wird, wenn wir nicht allen beweisen, dass sie uns alle brauchen).

Baal HaSulam. Die Letzte Generation. Anhänge und Entwürfe. Fragment 12.



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Nicht die Verbindung zum Leben verlieren

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir in erster Linie an die Absicht denken, als wenn ich vorhaben würde, irgendwohin zu fahren, dann wäre das Wichtigste für mich, am richtigen Ort anzukommen.

Dabei muss ich eine Menge nebenläufige Handlungen ausführen. Nehmen wir an, ich muss in eine andere Stadt fahren – und ich setze mich ins Auto, schließe die Tür, starte den Motor, schnalle mich an, fahre durch irgendwelche Straßen, manchmal sogar in die entgegengesetzte Richtung, bis ich zur Hauptstraße gelange – warum kann man nicht sofort geradeaus fahren?!

Es ist aber so, dass ich aus sehr vielen Systemen, verschiedenen Verlangen bestehe und mit vielen Bedingungen verbunden sein muss, mit den Teilen des Gesamtsystems „Adam“, die in zwei Richtungen agieren: Empfangen und Geben.

Und alle möglichen Kombinationen von Empfangen und Geben sind dermaßen kompliziert, dass es manchmal überhaupt nicht möglich ist, zu verstehen, wie dieses oder jenes Ereignis, Bedingung, mit dem Ziel verbunden sein kann. Zum Beispiel, solch schreckliche Ereignisse wie der zweite Weltkrieg und andere Katastrophen, die unmöglich rechtfertigt werden können. Doch jede Handlung bringt uns näher – wir sehen nur nicht wie.

Aus diesem Grund können Absichten, Handlungen, Gedanken, Verlangen ins völlige Gegenteil, um 180 Grad umschlagen. Doch wir dürfen dabei nicht das Ziel aus den Augen verlieren.

Stell dir vor, was passiert, wenn du mitten auf dem Weg vergießt, wohin du fährst?! Solche Krankheiten gibt es im Alter. Das ist nicht einfach ein schwaches Gedächtnis, wenn du dich ins Auto setzst und darüber nachdenkst, wohin du fahren wolltest, sondern eine solche Trennung von der Realität, die in jedem Augenblick passiert. Dann kann sich der Mensch nicht mehr um sich selbst kümmern, man muss auf ihn wie auf ein kleines Kind aufpassen.

Und in Bezug auf die Spiritualität haben wir die gleiche Krankheit, bei der wir uns von unserer Absicht lösen! Jeden Augenblick verlieren wir die Verbindung mit dem Leben und vergessen, wozu wir leben, was wir bereits erreicht haben, was wir noch erreichen werden und für welches Ziel.

Das ist eine echte Krankheit, und man muss mit allen Mitteln gegen sie vorgehen – sonst leben wir nicht! Wenn ich die Absicht verloren habe, lebe ich kein spirituelles Leben! Ich lebe nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Tier!

Nun sage, wie viele Augenblicke deines Lebens hast du wie ein Mensch gelebt? Wie viele Anstrengungen hast du investiert, um Mensch zu sein? Oder zumindest versucht hast, das zu erreichen? Nur nach der Anzahl dieser Augenblicke hast du das Licht auf dich einwirken lassen.

Und dabei willst du noch irgendein Ergebnis erzielen? Du hast noch nicht einmal dem Licht die Möglichkeit gegeben, an dir zu arbeiten – vielleicht nur zehn Sekunden von zehn Jahren!

Und nun rechnest du die Zeit auf dem Kalender zusammen und regst dich auf, dass zehn Jahre vergangen sind – wie viele können es noch werden? Denn es steht geschrieben, dass das drei bis fünf Jahre in Anspruch nimmt! Doch was hast du die ganze Zeit über gemacht?

Du überprüfst die Zeit nach dem sich drehenden Zeiger – doch hast du dich mit diesem Zeiger zusammen um die ein und dieselbe Absicht gedreht? Nein? Was kannst du dann verlangen?

Das heißt, wir sind alle an Alzheimer, an dem totalen Gedächtnisschwund erkrankt und ahnen das noch nicht einmal. Und wie soll man da eine reine Absicht bewahren?

Dafür gibt es die gegenseitige Bürgschaft! Es kommen andere Menschen zu denjenigen, die das Gedächtnis verloren haben, und helfen ihnen! Es gibt keinen anderen Ausweg. Lasst uns also vereinbaren, dass wir die Absicht halten werden.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.11.2010



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Der Mensch wird durch die Absicht bestimmt

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die Absicht in mir und warum ist sie so wichtig, wenn der Verstand und die Gefühle bei der spirituellen Entwicklung nicht berücksichtigt werden?

Meine Antwort: Die Absicht ist der Mensch in mir, sie bestimmt, was ich von all dem, was ich in mir habe, will. Alles, was mich ausfüllt: Gefühle, Verstand, Hoffnungen, Phantasien, Träume, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – das alles vermische ich und kläre, was ich von all dem haben will.

In diesem Gemisch verstehe ich nichts, alles ist durcheinander: heute so, morgen anders. Doch was ich will, nennt sich Absicht. Das heißt, ich schaue jetzt über mein Leben und alles, was ich habe, und entscheide, was mir am Wichtigsten ist.

Es gibt einen solchen Punkt, in dem ich etwas entscheiden kann: entweder mich wieder in diesen „Cocktail“ zu stürzen, den ich zusammengemixt habe, und alles vergessen, also zum normalen Leben zurückkehren.

Oder ich erhebe mich darüber und will aus all diesem Gemisch nur das herausfiltern, was mir für das Vorankommen, für das zukünftige Leben nützt. Das ist das, was ich entscheiden muss, und darum ist die Absicht der ganze Mensch.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.11.2010



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Durch alle Welten – ohne Grenzen Korrektur

Eine Frage, die iche erhielt: Wenn ich die Wünsche von den anderen an mich anschließe, dehne ich mich innerlich aus, fühle aber immer noch nur das Geschehene in mir? Gibt es einen Punkt, in dem ich empfinde, was außer mir wirklich existiert?

Meine Antwort: Natürlich! Und wie! Du empfindest das viel stärker als du dich hier jetzt, in dieser Welt fühlst.

Stelle dir vor, dass du Geschehnisse, die tausend Kilometer von dir entfernt sind, genauso sehen würdest, als ob sie nur einen Meter von dir entfernt wären. Es gibt keinen Unterschied, es gibt keine Entfernung!

Und genauso, wie du die äußerliche Form des Objektes siehst, so würdest du es ganz durch sehen, all das, was darin geschieht, alle Gründe und Folgen.

Das wird als „Begreifen“ bezeichnet. Im Geistigen ist ja nichts weder vom Raum, noch von der Tiefe des Begreifens beschränkt. Von dir sind weder die Gründe, noch die Folgen der Erscheinungen verborgen, die du in allen Schnitten und Eigenschaften beobachtest.

Und deswegen heißt das „Begreifen“ – die endgültige und die größte Wahrnehmung und das Verständnis. Es ist sogar unmöglich das mit unserer Welt zu vergleichen. In unserer Welt haben wir ja kein Begreifen, bzw. wir schauen nur in uns selbst.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 26.11.2010



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Dort, wo das Herz ist…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir das Licht darum bitten, uns zu verändern, wenn wir es nicht wahrnehmen?

Meine Antwort: Das stimmt, als erstes muss das Verlangen vorhanden sein, und erst dann kann man sich an das Licht wenden.

Wenn ich mir aufs Papier schreibe: „Ich muss das Licht bitten!“ und es hundertmal durchlese, wird nichts geschehen. Es wird zur Gewohnheit, ich werde diese Worte automatisch wiederholen und nicht mehr.

Doch uns ist die Möglichkeit gegeben worden, das Verlangen mit Hilfe der Umgebung zu verändern. Denn wir existieren nicht allein, sondern unter anderen Menschen.

Wenn ich ihnen zuhöre und sie durch das Prisma des Neides, der Leidenschaft und des Ehrgeizes – all jener Eigenschaften, die in meinem Verlangen zu genießen enthalten sind – betrachte, will ich alles Gute, was sie haben, von ihnen bekommen und höher als sie aufsteigen.

Wenn sie danach streben, Diebe zu werden, will ich der wichtigste, der stärkste und der erfolgreichste Dieb werden, denn sie schätzen das.

Wenn meine Umgebung der Erreichung der Eigenschaft des Gebens Wichtigkeit beimisst, werde ich natürlich mehr Erfolg als alle Anderen dabei haben wollen, denn das wird wichtig für mich sein.

Aus diesem Grund kann ich das Verlangen meines Herzens mit Hilfe der Umgebung verändern. Und deshalb steht geschrieben: „Wir werden tun und wir werden hören!“, weil ich in der Lage bin, Handlungen auszuführen, infolge deren ich plötzlich das haben wollen werde, was nicht von Anfang an in mir enthalten ist: an den Anderen geben, dem Wichtigkeit beimessen, auf irgendeine Weise egoistisch ein Verlangen danach entwickeln, mich im Geben befinden zu wollen.

Denn ich befinde mich in einer egoistischen Gesellschaft, und wenn diese Gesellschaft anfängt, mich zu überzeugen, dass es sich zu geben lohnt, beginne ich natürlich ebenso wie alle meine Freunde zu denken, dass es sich wirklich zu geben lohnt.

Doch dabei denke ich, dass es für mich von Vorteil sein wird – ich werde wichtig für sie, groß sein, erlange die höhere Welt, bekomme den Schöpfer in die Finger. Geben – OK, das Wichtigste ist, ich kann daran verdienen. Das nennt sich „lo liShma“.

Wenn ich, von einem solchen Bestreben getrieben, dennoch will, dass das Licht kommt und mich verändert, beginnt es, mich zu verändern, und ich stecke mich plötzlich mit irgendeinem „Virus“ an – ich erlange das, was ich vorher nicht hatte, nicht wollte und nicht vorhatte, zu erhalten. Ich beginne plötzlich tatsächlich zu denken, dass das Geben etwas Besonderes, Gutes und Erhabenes ist.

Woher kommt das? Es entsteht wie eine Krankheit, mit der man gar nicht gerechnet hat. Ich beginne, ernsthaft darüber nachzudenken, dass es gut ist, nicht an sich, sondern an die Anderen zu denken, ohne jegliches Nutzen und Belohnung für sich selbst.

Natürlich gibt es hier eine Abfolge von Veränderungen, die ich durchlaufe. Zuerst denke ich, dass ich mich von meinem egoistischen Verlangen zu genießen losreißen sollte – dadurch würde ich mich besser und freier fühlen.

Dann denke ich, ich sollte an die Anderen geben, weil ich dadurch immerhin irgendeinen Vorzug erhalte, denn letztendlich werde ich dem Schöpfer nah sein, und das hat auch seinen Wert…

Und so weiter, bis das Licht schrittweise so auf mich einwirkt, dass ich eine reine Absicht, genannt „liSchma“, erlangt habe – ausschließlich „um des Gebens willen“, ohne jegliche Rückkehr an mich selbst. Und ich spüre es, ich überprüfe, dass das ohne jegliche Rückkehr an mich selbst geschieht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.11.2010

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Eine Gerade die aus vielen Punkten besteht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich den Weg schon einmal gewählt habe und mich über den Egoismus erhoben habe, bleibe ich die ganze Zeit frei oder muss ich immer neu wählen?

Meine Antwort: Um das Ziel der Schöpfung zu erreichen, müssen wir den Zustand „Israel (zum Schöpfer strebend), Tora (das Licht der Korrektur) und der Schöpfer sind ein Ganzes“ erreichen, – diesen Zustand in all unseren Eigenschaften und Wünschen enthüllen.

Deshalb, in jeden Moment unserer Entwicklung müssen wir uns auf die Vereinigung mit dem Schöpfer einrichten – und darin liegt unsere freie Wahl. Und alle diese Punkte der Verschmelzung bauen eine Linie auf und wir kommen zum Endziel.

Also, es reicht nicht die Wahl einmal zu machen, um danach alles was du willst machen zu können. Du hast gewählt unter den Bedingungen, die dir jetzt offenbart wurden – das nächste Mal bist du schon ganz wo anders, eine neue Schöpfung, eine neue Welt X und von innen und von außen.

Denn die ganze Zeit enthüllst du in dir ein neues Verlangen zu empfangen, stärkeres, mit neuen Eigenschaften. Und du musst wieder und wieder all diese Bedingungen aussortieren, den Punkt der freien Wahl enthüllen, sich entscheiden was du wählst und damit weiter gehen.

Also in jedem Punkt des Weges hast du eine Klärungsarbeit, um sich „vom Bösen zu entfernen und das Gute zu wählen“, und eine vollkommene Umsetzung von diesem.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Freier Willen“, 26.11.2010

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Sich an den Lehrer anhängen und ihm folgen

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich machen, wenn die Absicht, die Sie uns vor dem Unterricht geben, in ca. eine Minute schon weg ist?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl, wir müssen die Absicht ständig halten – das heißt Du musst es befolgen.

Dafür kommst du zum Unterricht! Nicht um den Text auf der Vernunftsebene zu analysieren. Die ganze Arbeit findet nicht in der Vernunft statt, sondern in der Anstrengung die Absicht zu halten.

Du muss selbst diese Richtung halten und mir folgen. Ich kann dich nicht jede Minute daran erinnern, das wäre als ob ich dich zwanghaft an der Hand ziehen würde.

Schreib es Dir auf einem Zettel und versuch die ganze Zeit in diesem Gedanke zu bleiben. Es ist nicht wichtig, wie viel du vom Text hören wirst. Die Hauptsache ist es, an deiner Absicht zu arbeiten. Die Absicht ist eben diese wunderbare Kraft, „Sgula“, die dir offenbart, wovon der Sohar spricht.

Wenn die Absicht eine bestimmte Stärke erreicht hat, kannst du sogar in einer fremden Sprache Sohar verstehen, es enthüllen und beginnen in der höheren Welt zu leben, neue Sinnesorgane zu erhalten und selber die höhere Welt zu betreten.

Das sind nicht irgendwelche Vermutungen. Ein neues Empfinden muss in dir geboren werden. Deshalb sind hier deine eigenen Anstrengungen, die gerade darauf gerichtet sein sollten, und du muss warten, bis das Licht kommt und diese Handlung ausführt!

Ich kann das nicht an Deiner Stelle machen! Ich kann dir nur helfen und Dich daran erinnern, mehr nicht. Deshalb steht im Artikel „Zum Abschluss des Sohars“ und an anderen Stellen geschrieben, dass du dich an den Lehrer anhängen musst! Darum geht es.

Deshalb muss man sich die ganze Zeit an diese Absichtsworte halten, die ich am Unterrichtsanfang gebe und diese Absicht entwickeln. Darin besteht unsere gemeinsame Arbeit.

Jeden Tag drei Stunden während des Unterrichtes muss du in der gleichen Absicht bleiben, immer genauer, immer klarer werden, immer ein bisschen mehr, jeden Tag mehr Schärfe hinzufügen. So intensiv, dass sie nicht verschwindet, sondern deutlicher, präziser, treffender, klarer wird!

Schreib folgendes auf! Ich gebe dir jetzt einen Tipp, der dich immer zu den richtigen Gedanken bringen kann. Wenn du rausfällst, frag dich: Was wird mit mir sein?!“

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Der Glaube kompensiert den Mangel an Informationen

Jemand hat einst berechnet, dass es in der Welt 3.800 verschiedene Religionen und Glauben gibt, worin es sich um zwei Begriffe dreht: Körper und Seele.

Wenn wir nichts außer dem tierischen Körper empfänden, dann existierten wir genauso wie die Tiere. Das Problem liegt darin, dass wir glauben, dass es eine Seele, irgendein Leben „über dem Körper“ gibt. Der Mensch will wissen: wofür lebe ich, warum? Und obwohl uns diese Fragen auf der Suche nach den Antworten im System der Naturgesetze gegeben sind, entstehen daraus nur Mystik und die unbegründeten Annahmen, die wir als Grundlage unserer Vorstellung über die Lebensaufgabe übernehmen, als ob es das Lebensende „hier“ und seine Fortsetzung „dort“ gäbe.

Und hier beginnt uns die Frage zu quälen: wird unser Leben zu Ende gehen oder nicht? Denn wir haben eineZeitgefühl und sind auf einen gegenwärtigen Augenblick fixiert, wie die Tiere.

Wir denken an die Zukunft und wollen wissen, was in Zukunft geschehen wird! Und es ist schon eine Frage, die über Natur liegt – das heißt, wofür lebe ich und was wird nach meinem Tod geschehen? Und deshalb hat die Menschheit für sich die Glauben/Religionen erfunden, um den Mangel an Wissen/Fakten mit dem Glauben zu kompensieren, d.h. mit unbestätigten Annahmen. Wir sind uns meistens diesbezüglich nicht bewusst, aber es gilt auf allen Niveaus, im winzigsten Detail – in jedem Augenblick, in jeder Richtung und im lebenswichtigen Augenblick. Ich ergänze einen beliebigen Mangel an Fakten durch den Glauben und denke, dass es so sein wird! Manchmal erfolgt es tatsächlich, manchmal nicht, und so vergeht unser ganzes Leben. In jedem Körnchen unserer Existenz, in jedem beliebigen Teil der Zeit – Bewegung – Raum und Realität gibt es einen riesigen unbekannten Anteil:

1) den Grund, der von oben gegeben wird

2) die Folgerung, die von oben vorherbestimmt ist

3) uns, deren Leben durch den Grund und die Folgerung im engen Abstand der Empfindung des Lebens vorherbestimmt ist. Deshalb sind wir erzwungen, das Unbekannte mit dem Glauben zu kompensieren.

Und die Menschen glauben, dass es die Höhere Kraft, „den Geist“ gibt, die sich in die existierende Schöpfung einkleidet, und das Schicksal belebt und bestimmt. Das heißt „die Seele“ bestimmt das Wesen der Materie, die ihr das Leben gibt. Unserer Selbstsucht gefällt der Gedanke, dass sie der Ewigkeit gehört. Es gibt hierfür keine Beweise, aber wir möchten einfach daran glauben. Der Schutzmechanismus des Organismus wird uns nicht zulassen, darüber anders zu denken. Andernfalls, würde dieses Leben unerträglich sein. Hätte der Mensch kein Empfinden von seiner Ewigkeit, und würde er deutlich empfinden, dass sein Leben bald zu Ende gehen wird, dann könnte er nicht leben. Stellen Sie sich vor, Ihnen würde das genaue Datum ihres Todes mitgeteilt, dann wäre ihr ganzes bleibendes Leben, seit diesem Tag durchgestrichen. Denn sie werden schon deutlich begreifen, dass sie unbedingt sterben werden – kein Mensch ist in der Lage, damit umzugehen.

Dies ist die natürlichste Empfindung, die uns von der Natur aus gegeben ist – dass die Seele sich in unseren Körper einkleidet, und dass sie vor unserer Geburt und nach dem Tod leben wird, und sowohl die Belohnung, als auch die Strafe – in der zukünftigen Welt, und nicht hier erfolgen. Wir warten darauf, dass wir für alle heutigen Taten einst die Belohnung bekommen werden. Man kann dem Menschen nichts anderes beibringen, denn er wird weiterhin so denken. Wir können uns von diesen Irrtümern nicht trennen ebenso, wie wir der Selbstsucht nicht entgehen können, bis wir in die Welt der Wahrheit hinaufsteigen, und unser Körper, unsere Selbstsucht sterben wird!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“, 25.11.2010

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Ein Sohn der zukünftigen Welt

In dem Augenblick, in dem ich die Absicht „um des Gebens willen“, ohne jegliche Rückkehr an mich selbst, erlange, werde ich als ein „Sohn der zukünftigen Welt“ bezeichnet – ich trete in die höhere Welt, in die Empfindung mit der Absicht zu geben, dem Bestreben zu geben hinein.

Dann beginne ich, in meinem Geben an die Anderen (nur innerhalb des Verlangens, denn ich habe noch nichts, was ich geben könnte), in meiner Haltung ihnen gegenüber das Licht, welches mich erfüllt, das Licht Chassadim, wahrzunehmen. Diese Erfüllung ermöglicht es mir, mich von meinem egoistischen Verlangen zu lösen.

Es verschwindet nicht, doch ich löse mich davon, erhebe mich darüber, nicht dieses Verlangen, sondern die Verlangen der Anderen gewinnen an Wert für mich – genauso wie das Verlangen des Neugeborenen für eine Mutter am Wichtigsten ist und sie sich vollkommen der Fürsorge für das Kind widmet. Doch ihr wird das von Natur aus gegeben, und wir erreichen eine solche Haltung den Anderen gegenüber mit Hilfe des höheren Lichts.

Auf diese Weise enthülle ich die höhere Welt. Und weil ich mich von mir selbst abschalte und in den Verlangen von den Anderen, ohne jegliche Verbindung zu mir selbst lebe, erreiche ich einen Zustand, der „Freiheit vom Todesengel“ genannt wird, wenn mein Verlangen, in dem ich früher mein Leben wahrgenommen habe, nicht mehr als die mich belebende Quelle in mir empfunden wird. Es belebt mich nicht. Ich nehme das Leben in der Erfüllung von fremden Verlangen/Kelim wahr, denn sie sind zu meinen geworden.

Die Freiheit vom Todesengel bedeutet, dass mein Verlangen, selbst auf der untersten primären Stufe, die mir als mein Körper vorkommt, aufhören kann zu leben, selbst jenes minimale, es belebende Leuchten „Kista de Chajuta“ zu empfangen, und ich fühle nicht, dass ich dadurch etwas verliere. Ich identifiziere mich nicht mehr damit. Denn ich habe ein anderes Kli, genannt „Seele“, erlangt.

Diese fremden Verlangen, die ich als meine wahrnehme, werden als Gefäß/ Kli meiner Seele bezeichnet. Und die Erfüllung in diesen Verlangen ist die Erfüllung mit dem Licht NaRaNCHaY, dem Licht meiner Seele. Dort treffe ich mich mit der höheren Kraft, mit der Wurzel von allem – und das bedeutet, dass ich die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreiche.

Dann begreife ich, dass jene kleine Empfindung in meinem egoistischen Verlangen, mit der ich meinen Weg begonnen habe, lediglich eine Illusion war, in der ich leben und existieren musste, um in diese allumfassende gebende Realität hinauszugehen.

Und die frühere Realität war nur eingebildet, existierte lediglich in meiner Illusion wie in einem Traum. In Wirklichkeit gibt es sie nicht, denn das Verlangen zu genießen hat keinen Ort. Diese imaginäre, eingebildete Welt verschwindet wie ein Traum.

Auf diese Weise kommen wir einem anderen Verlangen näher. Und jedes Mal gewinnt der Mensch Erkenntnis innerhalb von fremden Kelim, die zu seinen eigenen werden. Und darum steht geschrieben: „Der Mensch lernt dort, wo sein Herz ist“ – an jenem Ort, in jenen Verlangen enthüllt er das ewige, vollkommene, höhere Leben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.11.2010

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