Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Einheit als Methode zur Lösung der weltweiten Krise, Teil 10

Meinung (Prof. Dr. R.Tremblay, Canada, Professor an der Universität Monreal, Autor des Buches „The Code for global Ethics“): Die weltweite Krise ist die Krise der Ethik und der Moral. Wir müssen einen neuen universellen ethischen Code ausarbeiten. Dieser Code muss auf der gegenseitigen Toleranz, auf der Einheit zwischen den Menschen, sowie auf der gegenseitigen Verpflichtung und dem Altruismus basieren.

Mein Kommentar: Aber wer kann diesen Code ausarbeiten, damit er von der weltweiten Gesellschaft akzeptiert wird? Nur die Kabbalisten können diesen Code ausarbeiten, weil sie den zukünftigen Zustand der Welt kennen. Und die berühmten, angesehenen Menschen werden diesen Code der Welt darbringen.



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die tragende Welle

Frage: Wie kann ich die innere Forderung an den Schöpfer richten, wenn ich mich Ihm gegenüber als völlig machtlos empfinde?

Meine Antwort: Unsere Arbeit besteht nicht darin, in uns herumzukramen, sondern nur in der Sorge um die Umgebung. Wir sollen also nur an der Beziehung, an der Annäherung, sowie an der Vereinigung mit den anderen Menschen arbeiten, weil es aus dem Zerbrechen der Gefäße hervorgeht.

Der Schöpfer wird in unseren korrigierten Wünschen offenbart. Wir müssen uns nur um diese Wünsche sorgen, und das Licht befindet sich in der absoluten Ruhe. In dem Maße, in welchem wir unsere Wünsche in die Übereinstimmung mit dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens bringen, in diesem Maße enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, was auch als „die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen“ genannt wird.

Wie kann das Radio die Geräusche empfangen und wiedergeben, wenn es sie in der Luft nicht gibt? Dadurch, dass im Radio dieselbe Radiowelle gefunden wird, welche es außen gibt, werden diese zwei Wellen infolge der Gleichheit ihrer Form vereinigt, und gehen in “ Resonanz“ miteinander. Auf diese Weise erzeugen sie innerhalb des Empfängers das gemeinsame Ergebnis, das wir schon in Form der Stimme hören.

Denn wir können keine Radiowellen hören, weil sie unser Ohr nicht wahrnehmen kann. Aber es gibt zu dieser „tragenden“ Welle eine gewisse Ergänzung, „die Harmonika“. Und wenn wir die Ähnlichkeit mit der Hauptwelle erreichen, dann beginnen wir diese Harmonika, diese Stimme zu hören, die darin verborgen ist.

Nach solchem Prinzip arbeiten alle unseren Sinnesorgane, und genauso müssen wir uns auf die Verbindung mit dem Schöpfer einstimmen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Finsternis vertreibend

Toronto. Lektion 3

Die Welt wacht auf. Die Finsternis bringt sie zum Aufwachen; denn das egoistische Verlangen kann nicht mehr realisiert werden und empfindet, dass es sich in einer Multikrise befindet. Heute wird geheiratet und morgen wird geschieden. Heute wird geliebt, und morgen gehasst. Die Kinder ignorieren ihre Eltern, sind trotz der erhaltenen Erziehung stur und unerzogen.

Ich will die einfachen Freuden des Lebens haben und tauche stattdessen in eine Depression ein. Ich will ein wenig Geld für magere Zeiten einsparen, aber das Schicksal spielt ein böses Spiel, und ich gehe mit leeren Händen aus. Lebenslang habe ich für die Rente gearbeitet, und sie verschwindet zusammen mit dem Finanzvermögen der Banken. Ich suche meine Ruhe in der Natur, aber sie antwortet mir mit den Klimakatastrophen.

Das Wichtigste in dieser Empfindung ist die Erkenntnis, dass die Welt in die Finsternis eintaucht: es gibt nichts, wofür es sich lohnen würde, zu leben. Ein Naturprogramm ist am Werk und demonstriert der Menschheit die Abwesenheit der Füllung, die Finsternis.

Dasselbe geschieht mit uns, mit der Gruppe. Wenn wir ähnliche Symptome verspüren, dann finden wir sehr schnell die Unterstützung und können diesen Zustand überspringen. Die Unterstützung finden wir in der Gruppe, in der Methodik, die uns hilft, voranzukommen.

Die Welt kennt diese Methodik jedoch nicht. Die Menschen verstehen nicht, was mit ihnen geschieht und weshalb es notwendig ist. Der Mensch findet nirgends eine Befriedigung und nichts bereitet ihm eine Freude.

Auf diese Weise bewegt sich die Welt zum entscheidenden Zustand. Sie muss eine neue ganzheitliche Lebensweise entwickeln. Anders wird diese Finsternis nicht verschwinden, denn sie ist die Kehrseite des Lichtes. Sie verkündet das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die uns näher kommt. Aber mit ihrer Annäherung fühlen wir uns alle schlechter, wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wünschen nicht, darin zu leben; sogar im Gegenteil – wir wollen unsere egoistischen Wünsche befriedigen.

Aber es gibt keine andere Wahl. Wir sehen, wie die Natur sich der Menschheit vorstellt: „Ich besitze die Eigenschaft des Gebens, und ihr werdet so lange leiden, bis ihr euch wünschen werdet, sie euch anzueignen“.
Von wem kann die Menschheit die Erklärung für die Geschehnisse bekommen? Nur von uns.

Wir sollen ihr das Wesen der Veränderungen erklären. Und je mehr wir uns mit dieser Erklärung verspäten, desto mehr wird sie uns hassen. Denn die Menschen wollen einerseits die Eigenschaft des Gebens nicht akzeptieren, und andererseits werden sie fühlen, dass wir eine Lösung haben, die aber durch unsere Verzögerung den Weg für sie zum Guten versperrt. Sie sollen die Erklärungen darüber bekommen, was in der Welt geschieht und was der Grund der Finsternis ist.

Wir bedrängen sie vorerst mit unserer Botschaft: „Schauen Sie, wir können die weltweiten Ereignisse erklären. Es ist höchste Zeit, den Kurs zu ändern: der Mensch soll sich ändern, nicht die Welt. Die globale Krise ist gar nicht die Krise. Im Gegenteil, uns wird die Eigenschaft des Gebens offenbart…“ Aber sie hören noch nicht zu.

Es werden noch einige Monate vergehen müssen, und es wird noch weitere Schicksalsschläge geben. Dann werden sie beginnen, zu lauschen, zu verstehen, worin der Grund der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Verwirrung, der Unmöglichkeit, die Welt auf die alte Weise zu lenken, liegt. Denn alle Systeme werden zusammenbrechen.

Und wir unsererseits sollen uns mit der Verbreitung beeilen. Man kann es sich so vorstellen, als wären die Strahler der UFOs von allen Seiten auf die Erde gerichtet, und dies mit voller Kraft, weil so die Einwirkung der Eigenschaft des Gebens ist. Wenn wir mit dieser Eigenschaft nicht übereinstimmen, dann spüren wir nur die Finsternis. Wenn wir mit ihr übereinstimmen werden, werden wir darin die Freude, die Wärme, die Hoffnung auf die Zukunft, die Ewigkeit, die Vollkommenheit entdecken.

Es ist nicht einfach, der Welt die Wahrheit zu erklären. Wir müssen die Materialien umschreiben, die Erklärungen in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Dimensionen vornehmen. In Wirklichkeit ist es sehr schwierig, die menschliche Wahrnehmung zu verändern und sie ins neue Flussbett zu leiten.
Jedoch ist unsere Zeit einzigartig. Die Generationen von Kabbalisten träumten davon, aber gerade wir haben die Ehre, nicht nur in dieser Zeit zu leben, sondern auch die Geschehnisse zu verstehen.

Viele erleben eine Lebenskrise, eine innere Leere, stecken in familiären Dramen, haben Probleme mit Drogen, und das alles unabhängig vom materiellen Wohlstand. Der Mensch, der fünfzig Millionen verloren hat, leidet auch, nur wir können seine Drama wenig nachvollziehen. Die Menschen wissen nicht, dass die Schläge zielgerichtet kommen und schrecklich sind. Der Mensch ist fähig, alles auszuhalten, wenn er weiß, dass er zum Ziel vorankommt und all diese Leiden in einen Gewinn umgewandelt werden. Aber was ist zu machen, wenn in der Zukunft nichts leuchtet?

Wir haben das Wissen über das Programm der Schöpfung und kennen das Ziel. Wir wissen, dass das ganze Schlechte uns zum Guten führen wird, und es ist eben das Geschenk von Oben. Die Milliarden von Menschen in der Welt haben nicht einmal eine Vermutung darüber. Und wir sind verpflichtet, ihnen zu erklären, dass es für alle Ereignisse einen Grund gibt, dass es eine große Belohnung gibt und die Möglichkeit, jeden Schlag in eine gute Gabe zu verwandeln.

Man muss der Welt diese Nachricht mitteilen. Die Zeit ist reif. Unabhängig davon, dass die Menschen aus dem Grund nicht hören wollen, weil sie von den Schlägen betäubt sind und nur den Schmerz empfinden. Nur im Moment der Beruhigung kann man in den Menschen einen Tropfen der Erklärung eingießen, dann noch einmal usw.. So werden die Empfindungen mit Informationen abwechseln. Wir sollen die Wellen verfolgen, die über die Welt gewalzt werden und die Abstände zwischen ihnen mit den Erklärungen über die Gründe und das Wesen der Ereignisse ausfüllen.

Dann werden die Menschen jeden neuen Schlag mit mehr Verständnis annehmen, bis das Verständnis die Empfindung der Kausalität und der Zweckgerichtetheit mit sich bringen wird, wobei sie darin sogar den Gewinn sehen werden. Anstelle des Schmerzes wird der Mensch plötzlich die erwünschte Erleichterung entdecken.

Das Bedürfnis bildet das Gefäß, in dem das Licht offenbart wird, so wie der Appetit dem Mahl vorausgehen muss, sonst würde man das schöne Mahl nicht genießen können.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Toronto, 16.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Um die innere Kraft des Gebens zu beten

Frage: Was bedeutet das, den Schöpfer zu bitten? Muss man sich hierfür in Seine Eigenschaften einkleiden?

Meine Antwort: Unter einer Bitte wird ein gesuchter und geforderter Zustand verstanden, in dem ich um meine Veränderung bitte, d.h. das eigene Verlangen zeige. Ich beurteile mich selbst (und das bedeutet, zu beten – „leyitpalel„), ich erforsche die Eigenschaften, an denen es mir fehlt, und wie ich mir die Kraft des Gebens aneignen kann.

Ich enthülle folglich, dass diese Kraft sich innerhalb der Gesellschaft befindet. Wenn ich in diese Gesellschaft eingehe und die Wünsche der Freunde mit ganzem Herz und der Seele empfinde, wenn ich also mit ihnen innerlich verbunden bin, dann werde ich sofort die Kraft des Gebens finden. Gerade darum bete ich.

Ich bete um die Erreichung eines solchen Zustandes, in welchem ich alle Menschen als vollkommen und verbunden sehe. Dieser Zustand heißt Schechina, die Versammlung der Seelen (Knesset Israel). Ich will dort sein und ich bete darüber, dass in mir diese Vereinigung aller Seelen (Knesset) realisiert wird, welche „direkt an den Schöpfer“ (Israel, Yashar-El) gerichtet ist.

Dabei wende ich mich nicht an irgendeine äußere, unabhängig existierende Kraft und nicht an den Wunsch, der nur vorgestellt ist. Alle Gebete sind zu Malchut (der Welt Azilut oder der Welt der Unendlichkeit), zur Vereinigung zwischen den Menschen gerichtet, innerhalb welcher wir das gegenseitige Geben offenbaren. Ich will, dass mir ein solcher Zustand enthüllt wird und darum bitte ich.

Und es gibt hier einen sehr feinen Moment, um nicht zu beginnen sich irgendein Idol, oder ein Heiligenbild vorzustellen, denn es geht nur um den Zustand, in dem wir durch die Kraft des vollkommenen Gebens verbunden sind!

Richtiger wäre, diese Kraft als eine Eigenschaft zu betrachten, weil die Kraft als etwas fremdes wahrgenommen wird, und die Eigenschaft dagegen ist etwas, was mir mehr eigen ist. Es sind sehr feine Unterschiede, aber gerade sie bestimmen die Klarheit meines Herangehens, und sind deshalb prinzipiell.

Es wird gesagt: „Es gibt nichts außer Ihm“, aber wir müssen es uns in Form eines Zustandes im vollkommenen System vorstellen. Dann können wir sicher sein, dass wir uns nicht irren werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die flüchtige Gedanken quer durch „Shamati“ – Es gibt nichts außer Ihm

Man muss lediglich nur das Eine wissen: es gibt nur einen Grund, nur eine Kraft, die auf uns einwirkt und uns lenkt. Diese Kraft hat den Anfang, das Ende und es gibt den Prozess, nach dem sie uns vorantreibt. Niemand kann sie beeinflussen, niemand kann sie verwirren oder ändern. Diese Kraft ist absolut.

Das Einzige, was wir machen können, ist sich selbst zu verändern, um ihre Einwirkung in der besseren, angenehmen Art wahrzunehmen. Danach werden wir die gleiche Stufe erreichen können, und werden diese Kraft verstehen und empfinden, beginnen in der Harmonie und in der Gleichheit der Eigenschaften zu leben.

Ein solcher Zustand wird auch als die Verschmelzung bezeichnet. Im Endeffekt werden wir auf alles vorbereitet und entwickeln die richtige Empfindung, können gemeinsam mit dieser Kraft in der vollen Partnerschaft und im vollkommenen Einklang agieren.

Es gibt keine andere Kraft, außer dieser einer. Es gibt nichts anderes, was unsere Wurzel sein könnte.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die echte Arbeit

Frage: Warum wird uns das Netz unserer zerrissenen Wechselbeziehung nicht offenbart? Warum wird uns der Grund des ganzen Übels nicht gezeigt, damit wir begreifen, an welcher Stelle man sich bemühen muss?

Meine Antwort: Weil wir uns dann wegen der Auswegslosigkeit korrigieren würden. Unsere Bemühungen wären dann einfach die gewöhnliche egoistische Arbeit. Als ob man das Geld für die Ernährung verdienen würde. Im Spirituellen wird diese Arbeit nicht angenommen, weil ich mich einfach aus der Angst vom Hunger bemüht hätte.

In Wirklichkeit soll ich mich uneigennützig für das Ziel bemühen wollen. Dabei kann ich nicht das geringste Bedürfnis für dieses Ziel verspüren. Meine Natur verpflichtet mich dazu ganz und gar nicht, deshalb kann ich in mir den ganzen freien unabhängigen Wunsch entwickeln. Das Geben bedeutet für mich nichts, ich brauche es nicht, da ich unabhängig bin, wie der Gott, Der über alles herrscht.

Und dann offenbare ich die Abhängigkeit von den anderen und will ihnen etwas geben, ich will ihnen dienen, will mich als der Unbedeutendste, als der Niedrigste unter ihnen aufhalten.

Anderenfalls wird die Arbeit nicht von mir, sondern vom Schöpfer gemacht. In meiner spirituellen Arbeit gibt es einen Punkt, den Punkt der Freiheit. Diesen Punkt muss man ständig vergrößern. Denn dieser Punkt ist uns in dieser Welt nicht bekannt. An diesem Punkt kann ich unabhängig sein und nichts machen. Die ganze Welt liegt mir zu Füßen ohne jegliche Bemühung meinerseits. Hier entsteht die Möglichkeit für die echte spirituelle Arbeit.

Um diesen Punkt zu erreichen, bekomme ich die Schläge und Probleme, aus denen ich lernen kann. Aber später, wenn ich die spirituelle Welt wirklich kennenlernen werde, wird meine Arbeit in das Gegenteil umgewandelt. „Nimm alles!“ – wird mir gesagt. Und ich werde auf dieses Geschenk verzichten.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 20.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 20/9/11

Wenn ein ausstehender Wunsch (Körper) sich gegenüber dem Höheren(Wunsch) fügt, so wird er zum wichtigsten Teil im Höheren (Verlangen = Körper= Wunsch). Dasselbe gilt, wenn du dich dem gesamten Welt Kli fügst und dadurch ALLES von ihm erhältst.

Das Licht offenbart sich nur in unserer Beziehung zueinander. Das Licht ist ein Gefäß (Kli), das unterschiedliche Veränderungen durchmacht, wie ein Instrument, welches auf Klang und Vibration eingestimmt wird. Deshalb müssen wir die Spiritualität selbst gestalten, damit wir die Liebe in der Wurzel, den Schöpfer, spüren.

Wer Dinge in ihrer wahren Form enthüllen möchte und versteht, dass das Leben, welches sich vor ihm befindet, nur ein Spiel ist, und dass der Schöpfer ihm andauernd Möglichkeiten gibt, über seinem Verstand und seinem Herz Sein Partner zu werden… Und dann wird das Leben zum Abenteuer.

In der Beziehung zu den Chaverim (Freunden) erhalte ich alles, um darin das Spiel des Schöpfer zu enthüllen. Hinterhältigkeit wird von Aufrichtigkeit (Josher) besiegt, und das kann man gerade unter den Freunden beobachten. Inwieweit jemand bereit ist, über sich selbst zu springen, um sich wahrhaftig mit anderen zu verbinden, um ein gemeinsames System zu erschaffen, und nicht, um über andere zu herrschen, oder sich zu verkriechen, um sich einen guten Machtposten zu sichern, sondern sich aufrichtig ihnen gegenüber verhält , ohne etwas zu verbergen und offen ist, nur dann wird er der Enthüllung des hinterhältigen Spiels würdig.

Dass wir nicht die Größe unserer Arbeit sehen können, ist deshalb so, damit wir uns 1. nicht verleiten lassen, 2. das dazu führt, dass wir spirituelle Gefäße in uns entwickeln, damit wir auch, wenn wir die Größe (Belohnung) sehen, unsere Arbeit weiter fortsetzen können.

Wir sollen uns nicht Gedanken über die Kelim, Awiut, usw. machen, sondern nur zum Zustand Katnut, Galgalta we Ejnaim, Bina streben anstatt nach Gadlut. Gadlut empfängst du nur, wenn du bereits fähig bist anderen aktiv zu geben.

Wenn andere kein MaN für mich und mit mir erheben, so wird mein ACHaP für immer verdeckt bleiben, und ich werde für immer nur in Galgalta we Ejnaim existieren. Und wenn andere von mir äußerlich empfangen wollen, so wird mein ACHaP aktiviert und ich trete in Gadlut ein.

Vorbereitung auf den Unterricht Der Sohar spricht nur über die Verbindungen zwischen uns, und während wir ihn lesen, müssen wir nur den Wunsch danach haben, in uns diese Vorstellungen und Beziehungen zu finden, über die der Sohar spricht..

Je größer mein Wunsch, ist die Verbindungen zwischen uns mittels der Worte, Buchstaben und Sätze im Sohar zu enthüllen, und je mehr ich mich bemühe, dieses nicht zu vergessen, egal welche Störungen sich mir enthüllen, so ist dies ein Zeichen dafür, dass ich auf den richtigen Weg bin.

Die Nation

Das Problem ist, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wenn wir verbunden wären, könnten wir eine korrigierte Gesellschaft aufbauen, und es würde uns an nichts fehlen.

All das, was in der Gesellschaft und in der Welt passiert, geschieht, damit wir uns letztendlich verändern. Das Ziel der Natur, welche uns durch Leiden zur Entwicklung drückt, ist, dass wir endlich verstehen, dass wir uns verändern müssen.

Wir lernen aus der Krise, dass das Problem global ist und regionale Lösungen deshalb nichts bringen werden – eine Lösung muss die gesamte Welt miteinbeziehen. Die Kraft der Bürgschaft kleidet sich in alle Systeme, Industrie, Handel usw. Wir spüren nicht, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Dieser Zustand wird sich uns auf schreckliche Weise enthüllen, und das dann, wenn wir alle Verbindungen abbrechen und Zeugen werden, wie das ganze System zusammenfällt.

Es ist unmöglich, von einer egoistischen Regierung zu einer altruistischen zu wechseln, um zu einer gerechten Verteilung und gegenseitiger Bürgschaft zu gelangen, sondern anhand von großen globalen Schlägen, aus denen wir lernen können oder anhand der Umerziehung der Nation, damit wir schnell verstehen, dass es keinen anderen Ausweg gibt den Schlägen zu entkommen.

Es gibt keine Lösung, nur die richtige Erziehung. Als Resultat richtiger Bildung erhebt der Mensch über sich selbst und versteht was mit ihm passiert. Man muss den Menschen ein Bildungssystem geben, und dann erziehen sie sich selbst.

Alle Auseinandersetzungen führen am Ende zur gegenseitigen Ergänzung. Wenn dem so ist, so ergänzen wir einander bereits jetzt, denn warum ist es notwendig den Bedarf uns zu verbinden, durch Schläge enthüllen?



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Eine einfache Lösung

Kongress in Toronto. Lektion 7

Es gibt eine einfache Lösung: fangt an, zu verbreiten. Während ihr euch mit der Verbreitung beschäftigt, denkt ihr nicht an euch selbst. Selbst Menschen, die nicht miteinander verbunden sind, fangen an, Kontakte zu knüpfen. Je mehr Wissen ihr in der Welt über die Einheit verbreitet, desto weiter kommt ihr. Vergesst alles, was mit euch persönlich geschieht, – mit Ausnahme des Notwendigen. Alles andere richtet nach außen – das verhindert Reibereien und Streitereien zwischen euch.

Genauso geben sich die Eltern gänzlich den Problemen ihres kranken Kindes hin und denken nicht an sich selbst. Ihre Aufmerksamkeit wird nach außen gerichtet, und genau dort konzentrieren sie ihre gesamten Anstrengungen. Dieses gemeinsame Unglück verbindet sie.

Fangt also an, euch um euer krankes Kind – um die Welt – zu kümmern. Das wird die Streitereien zwischen euch schlichten. Es macht keinen Sinn, unsere Beziehungen direkt zu korrigieren. Richtet euch restlos nach außen aus, vertieft euch in die praktische Arbeit – und ihr werdet plötzlich sehen, wie die Angelegenheiten intern geregelt werden sollen. Die Fürsorge für die internen Angelegenheiten der Gruppe wird erst dann funktionieren, wenn es für die Arbeit mit der Außenwelt notwendig ist. Nur dann werdet ihr alles ordnen können.

Nur die Notwendigkeit der äußeren Verbreitung soll bestimmen, wer wir sind und was wir tun. Dann werden wir tatsächlich um des Gebens willen arbeiten.

Nehmen wir uns das Beispiel an Bina: ihre obere Hälfte ist auf das Geben an den Schöpfer gerichtet, ihre untere Hälfte ist auf das Geben an die Welt gerichtet, und sie selbst, das mittlere Drittel von Tiferet, ist lediglich die Entscheidung darüber, sich in zwei Teile zu teilen. Auf diese Weise muss sich jeder von uns und jede Gruppe betrachten.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Nicht höher und nicht tiefer, sondern auf einer Augenhöhe mit allen

Am häufigsten werden wir bei der Arbeit durch den Stolz durcheinander gebracht und bestochen, der uns denken lässt: „Ich werde herrschen, ich werde regieren“. Das macht sich in der primitivsten Form bemerkbar, wie es auch in der normalen Welt üblich ist, wenn der Mensch den anderen keine Chance gibt, versucht, sie zu hintergehen, nicht bereit ist, sich mit allen auf einer Augenhöhe zu bewegen.

Wir brauchen jedoch offene Verhältnisse, bei denen wir versuchen, weder tiefer noch höher als die anderen zu sein. Denn tiefer zu sein, ist auch nicht gut, das bedeutet nicht, Freunde zu sein. Und höher zu sein, bedeutet selbstverständlich auch keine Beziehung unter Freunden.

Wir müssen absolut gleichberechtigt sein – also aufhören, uns selbst wahrzunehmen! Ich nehme mich selbst wahr, wenn ich mich tiefer oder höher befinde, wenn ich jedoch auf einer Augenhöhe mit den anderen bin, nehme ich nicht mich selbst, sondern nur die Verbindung zwischen uns allen wahr und schwimme mit diesem Strom.

Eine solche Empfindung sollten wir fortwährend haben. Manchmal empfinden wir so etwas während der Kongresse, verschiedener Treffen, besonderer Veranstaltungen – wir müssen es jedoch ständig aufrechterhalten. Denn genau dieses Gefühl der Verbindung zwischen uns soll sich in das Licht und die Enthüllung des Schöpfers verwandeln.

Noch ist es einfach ein Gefühl, dass wir miteinander verbunden sind – das ist lediglich der Aufbau des Gefäßes. Doch letztendlich wird dieses Gefäß den Zustand des Gebens erreichen, und dann werden wir in ihm das Licht wahrnehmen können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 20.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die einzige Garantie für eine Sicherheit

Frage: Wie kann man davon überzeugt sein, dass die Verbindung sofort zu einer Besserung des Lebens führen wird? Was passiert, wenn genau das Gegenteil geschieht und es nur noch schlechter wird?

Meine Antwort: In dem Maß unserer Bemühungen, uns zu verbinden, steigt die Intensität der Empfindung, des Verständnisses, der Erleichterung aller Zustände, einschließlich unserer materiellen Existenz. Das alles hängt nur von unseren Bemühungen ab.

Sogar Ari hat seinen Schülern vor seinem Tod gesagt, dass, wenn sie wirklich vorankommen wollten, er geblieben wäre und nicht sterben müsste. Jetzt aber stirbt er, weil für sein Leben keine Notwendigkeit besteht und seine Schüler ihn nicht mehr brauchen. Sie schrien: „Wieso stirbst du denn, wir brauchen Dich doch!“. Aber eigentlich hatten sie kein richtiges Verlangen entwickelt, weshalb er gestorben ist, d.h. nicht mehr im materiellen Körper dieser Welt präsent und sichtbar war.

Aber wenn wir den Wunsch zur Vereinigung haben, dann sehen wir die positiven Ergebnisse sofort. Diese Ergebnisse können wir nicht in den egoistischen Eigenschaften erkennen, deshalb sollen wir aus der Selbstsucht hinausgehen. Wir erkennen sie als Folge des Gebens, als Folge unserer Fähigkeit, uns mit den anderen Menschen zu verbinden. Das wird als das reflektierende Licht bezeichnet, in dem das direkte Licht offenbart wird. Denn ich wollte die Verbindung, das Geben offenbaren, und sehe jetzt, dass ich diese Eigenschaften erreicht habe. Ich sehe mein eigenes Vorankommen in der Verbindung, das ist eben meine Belohnung.

Wenn ich mich also in der Verbindung, im Geben befinde, dann werde ich auch in der materielle Welt die Verbesserungen, „das normale Leben“, sehen. Es ist das Naturgesetz, das den Erfolg sichert. Es gibt die Menschen, die keine Probleme mit dem Geld oder mit der Gesundheit haben, aber sie sind dennoch mit ihrem Leben unzufrieden. Wenn du in der richtigen Verbindung zu den anderen stehst, dann wirst du mit allem zufrieden sein. Und tatsächlich, du wirst alles haben! Der Schöpfer, die Kraft des Lichtes, hat keinen Mangel.

In dem Augenblick, in dem wir unsere Herangehensweise ändern, werden die Veränderungen sofort sichtbar. Wenn wir beginnen, die Bürgschaft an das gesamte Volk zu verbreiten, dann werden wir sehen, welche Harmonie in allem erreicht wird: wir werden keine Terroranschläge erleben müssen, die Inflation verlangsamt sich, es wird weniger Autounfälle geben, unser alltägliches Leben wird sich stabilisieren und harmonisieren. Ich meine es ganz ernst.

Das Gesetz in seiner Auswirkung ändert sich nicht, nur wir müssen uns selbst und unser Leben in Übereinstimmung mit diesem Gesetz bringen, unsere Herangehensweise verändern, jeder in dem für ihn vorbestimmten Maß des Verständnisses – mehr ist von uns nicht gefordert.

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Die Welt“, dass, wenn wir das Gesetz der Bürgschaft umsetzen würden, dann wäre in wenigen Jahren das volle Erblühen in allen Bereichen des Lebens erreicht: in der Gesundheit, im Lebensstandard, in den Beziehungen mit den Kindern, in der Staatsverwaltung, in der Beziehung des Volkes zur Regierung und in der Sicherheit.

Denn alle unsere Probleme sind durch unseren Widerstand gegenüber der Natur verursacht. Es gibt kein anderes Gesetz, außer dem natürlichen Gleichgewicht, der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Der Schöpfer hat den Wunsch des Genusses geschaffen, welcher „Dem Wunsch des Schöpfers gleich sein soll!“ Und seitdem dreht sich alles um dieses Ziel, nach der ersten Einschränkung, „Zimzum Alef“ und der Entscheidung, Ihm gleich zu werden. Es ist das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Und wenn wir es nicht erfüllen, dann werden wir so lange leiden, bis wir im Endeffekt gezwungen sein werden, dieses Gesetz zu realisieren.

Nur darin besteht unsere Willensfreiheit, die Alternative unseres Vorankommens: sei es mit der Hilfe der Peitsche oder des Pfefferkuchens. Also bitte, ihr könnt jetzt wählen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken