Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Jeder Freund ist Gold wert

Kongress in Miami. Lektion Nr. 1

Um das Licht empfinden zu können, müssen wir dies üben, wobei die Übung nur in der Gruppe möglich ist. Als Beispiel können wir einen Tanzlehrer nehmen: Zusammen mit mir übt er die verschiedenen Bewegungen: ein Schritt vorwärts, ein Schritt rückwärts, drehen, etc. Da die Gruppe sich vor meinen Augen befindet, kann ich sie fühlen sowie mit ihr zusammen arbeiten und somit vorangehen.

Ja, es ist für mein Ego sehr unangenehm, weil ich jedes Mal der Gruppe Vorrang geben muss, nicht ich, sondern sie führt in diesem „Tango“. Freunde bringen ihr Verlangen zum Ausdruck, und ich muss ihm folgen. Man sagt dazu: „Mein eigenes Verlangen seinetwegen aufgeben.“ Ich lerne meine Selbstsucht zu verringern, das Verlangen der Gruppe als einen führenden Partner zu akzeptieren, um folglich zur Zusammenarbeit, zur Verbindung mit den Freunden zu kommen. Ich fange an, ihre Verlangen zu empfinden: Es stellt sich heraus, dass neben mir ein wahrer, vertrauter, geliebter und ergebener Tanzpartner steht. Ich tue alles für ihn, und er für mich. Und dann verwandelt sich unsere Einheit in eine richtige Gruppe.

Denn die „Gruppe“ ist im Wesentlichen ein gemeinsames Verlangen der Freunde, miteinander verbunden zu sein. In diesem zwischen uns geborenen Verlangen gibt es kein „Ich“ und „Sie“, aber es gibt ein Ganzes, eine neue Realität – nicht die Verbindung selbst, sondern das Ergebnis. Das ist nämlich der spirituelle Fötus, der aus dem Mutterleib kommt. Darin empfinden wir die Einheit, und darin wird uns das Licht des Schöpfers offenbart, in dem Verlangen, welches wir hervorgerufen und erschaffen haben, welches durch unsere Einheit erreicht wurde. In der Spiritualität gibt es keine geteilte Menge, sondern es herrscht die Einheit.

Baal HaSulam schreibt im Brief 13: Unabhängig davon, dass in der Gruppe bestimmte Eigenschaften vorhanden sind, sollte man wissen, dass eine Menge Funken der Heiligkeit, bzw. der Spiritualität in jedem der Freunde existieren. Und wenn sich alle diese Funken an einem Ort versammeln, in brüderlicher Gemeinschaft, in Liebe und Freundschaft, dann haben sie in diesem Augenblick eine sehr wichtige Stufe der Spiritualität erreicht.

Der Mensch kann sich in vielfältiger Weise in die Gruppenarbeit einschalten: durch abwechselnde „Abläufe“ von ganzem Herzen oder mit Vorsicht. Und dennoch gibt es in jedem von uns ein einzigartiges Teilchen des Lichts, das jeden aus dem Leib unserer Welt herauszieht. Und deshalb müssen wir jeden respektieren, und dies gilt gleichermaßen für Frauen und für Männer.

Unsere Funken sind ein echtes Geschenk von Oben. Einen Menschen nennt man „der Mensch“ (Adam), wenn er diesen Funken besitzt, der ihn zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer führt. Wenn er keinen Funken hat, dann befindet er sich noch auf der tierischen Ebene. Und es hat nichts mit Minderwertigkeit zu tun, sondern einige von uns bekommen eine „doppelte“ Aufgabe, nämlich vor den anderen spirituell geboren zu werden und allen dabei zu helfen. Sie sind wie der Kopf der Menschheit und müssen somit die Menschheit nach vorne führen.

Deshalb müssen wir verstehen, dass jeder Freund eine besondere Stellung besitzt bzw. von Oben empfangen hat, vom Licht, welches ihn einkleidet. In seiner Seele, seiner spirituellen Wurzel, liegt wirklich etwas Besonderes, so dass er nahe dem Licht ist, dieser Bestimmung würdig wird. Natürlich steigt er nicht egoistisch über die Menschheit – wir schätzen unseren Freund dafür, dass er würdig geworden ist, eine besondere Rolle einzunehmen. Und in keinem Fall behandeln wir andere mit Verachtung – schließlich hängt diese Mission nicht von uns ab.

Das ist, warum ich jeden Freund in höchstem Maße respektieren muss: er wurde von Oben ausgewählt, vom Licht, um mein Partner zu sein. Ohne ihn werde ich nie geboren, und die Menschheit auch nicht.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in Miami, 23.05.2012



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Kein kindliches Abenteuer

Frage: Was Neues bringt uns der Kongress im Norden Israels im Vergleich zum letzten Kongress in der Arava?

Meine Antwort: Wir haben darüber bereits gestern während der Freundesversammlung gesprochen, als wir darüber diskutiert haben, wie unsere Eindrücke von den Workshops und unsere Einstellung zu ihnen sich verändern. Offensichtlich fällt uns der Einstieg jedes Mal immer schwerer: uns fällt es schwer, zum Workshop zu kommen, dafür findet das Eintauchen in das Gefühl der Einheit schneller statt und die Begeisterung wächst und wird klarer, gewinnt an Form.

Das Gleiche gilt für Kongresse. Denn ein Kongress ist eine Art Workshop, nur ist er komplexer, besteht aus mehreren Teilen. Und dementsprechend müssen wir ihn auch betrachten.

Es ist klar, dass es für uns schwerer ist, uns vor dem bevorstehenden Kongress auf die Begeisterung, die wir brauchen, vorzubereiten, als es vor dem Arava-Kongress der Fall war, wo wir uns gefühlt haben, als würden wir aus Ägypten ausziehen und uns dem Berg Sinai nähern. Dort hatten wir einen Hauch von Legende, dort gab es Abenteuer. Und heute wird es zur Routine für uns: wir kommen an einem neuen Ort an, bauen alles Notwendige zusammen, führen Unterrichte durch… Es fehlt die frühere Begeisterung, sie wurde von dem „Standardablauf“ abgelöst.

Und das ist gut so. Auf diese Weise formt unsere Natur eine reifere Herangehensweise an die Sache, damit wir versuchen, ins Innere unserer Empfindung durchzudringen und uns von den tieferen Dingen begeistern zu lassen.

Sagen wir so: In der Arava haben wir die Wurzelstufe unseres Gefäßes/Verlangens erreicht, in uns hat sich ein Feuer entfacht, und wir haben uns als Helden gefühlt, auf die Abenteuer im unerforschten Neuland warten. Und nun sind wir zur ersten oder zweiten Stufe übergegangen: hier ist das Verlangen „dicker“, und die Einstellung muss ernsthafter sein. Hier gibt es keinen Platz mehr für die „luftige“ Euphorie, für den kindlichen Enthusiasmus – wir müssen im Inneren, in den Tiefen der Empfindung und des Verständnisses, in der Tiefe des Notwendigkeitsgefühls danach suchen. Das ist das, was wichtig ist.

Heute müssen wir die Einheit unter schwierigen Bedingungen erreichen, ohne die von Anfang an gegebene Begeisterung, in einem tieferen Verlangen. Und wir müssen dankbar dafür sein, dass wir diese Tiefe erhalten haben. Anscheinend haben wir doch in der Vergangenheit etwas geschafft, und nun müssen wir eine stärkere Begeisterung als früher erreichen, keine kindliche, sondern eine reifere.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zum Kongress“, 02.07.2012



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Auf „hoffentlich“ nicht zu hoffen

Frage: Wie soll eine Frau, die Kabbala studiert, das Gleichgewicht zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen Leben halten? Ist es überhaupt notwendig? Oder soll sie vielleicht das Materielle vernachlässigen und nur das Spirituelle anstreben?

Meine Antwort: Ich verstehe nicht, warum sie nur die Frauen erwähnen? Warum sprechen Sie nicht über jeden beliebigen Menschen? Erstens hat es keine Bedeutung, ob es eine Frau oder ein Mann ist.

Keinesfalls darf man sich vom materiellen Leben abwenden. Die Kabbala ist in keiner Weise für das Mönchtum oder die Einsiedelei. Wir müssen unbedingt an diese Welt denken, über unsere Existenz, denn darüber wird auch in der Kabbala gesprochen. Der Mensch soll sich bemühen, das Vorhandensein alles Notwendigen zu gewährleisten und nicht auf „hoffentlich wird mir jemand helfen“ hoffen. Er soll eine Wohnung haben und in einem normalen, vernünftigen Wohlstand leben. Das ist eben notwendig, und darum muss man sich zuallererst kümmern! Nicht den anderer Menschen zur Last fallen und Hilfe erwarten.

Auszug aus dem Gespräch während des Abendmahls in Toronto, 19.06.2012



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Choleriker ist der Held unserer Zeit

Die vier Arten des menschlichen Temperaments entsprechen den vier Stadien der Entwicklung der Selbstsucht.

Deshalb hat der Phlegmatiker eine verzögerte, schwere, einfache, verhältnismäßig primitive Selbstsucht. Der Mensch kann ein großer Wissenschaftler sein, aber seine äußerliche Erscheinungsform, sein Tempo, seine innere Frequenz sind solcher Art. Dann gibt es noch den Sanguiniker, den Melancholiker und gleich darauf den Choleriker.

Wenn wir über die vier Stadien der Entwicklung der Selbstsucht lesen, dann haben sie genau diese Anordnung: das erste Stadium ist passiv; das zweite ist die Suche des Gegenteils zum passiven Stadium; das dritte Stadium ist schon die unvollständige Realisation und die Empfindung des Mangels an dieser Realisation. Und nur das letzte Stadium stellt das gegenwärtige entwickelte Verlangen dar.

Aber im Prinzip schließt jede dieser Etappen auch alle vier Etappen ein. Deshalb heißt es eben, dass es vier Stadien gibt, die man noch auf vier weitere aufteilen kann, also sechszehn insgesamt.

Über das größte Verlangen verfügt der Choleriker. Es geht aber um „die netto“ Verlangen und keinesfalls um „die Farbe“ dieser Verlangen. Somit kann ein Choleriker sowohl ein Künstler als auch ein Schlosser sein.

Frage: Wenn das letzte Stadium den Choleriker darstellt, dann kann man vermuten, dass wir uns jetzt im Stadium befinden, in dem diese Art des Reagierens überwiegt.

Meine Antwort: Ja, er überwiegt tatsächlich. Aber es handelt sich darum, dass der innere Stress, welchen der Choleriker empfindet, ihn zwingt, auf dem „Sofa zu liegen“. In seinem Inneren existiert ein riesiges Ungleichgewicht, die Unruhe mit der absoluten äußerlichen Apathie. Darin wird heute der Choleriker gezeigt.

Deshalb, wenn man ihn von der Seite her betrachtet, sagt man: „Also, was für ein Choleriker ist er? Ein Choleriker läuft doch ständig hin und her, weiß nicht genau, was er zu tun hat“. Und er findet keinen Ausweg, seine innerliche Suche ist in die Sackgasse geraten, weil er außen kein Ziel sieht. In seinem Inneren herrscht der Konflikt zwischen seinem inneren und seinem äußerlichen Zustand.

Diese Menschen sind äußerst empfindlich. Der Choleriker ist schöpferisch, er ist der Träger eines riesigen Verlangens – er realisiert nichts, weil er nur der Träger ist. Deshalb sollen im Kollektiv die Menschen aller Temperamente vorhanden sein, damit im Endeffekt in ihrer Kombination etwas geboren werden kann. Somit sind für uns die Choleriker auch notwendig.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 24.05.2012



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Wie ist eine glückliche Ehe zu führen

Ratschlag (Journal of Social Psychology): Ehepaare sollten öfters einander die Worte der Dankbarkeit aussprechen. Die Dauer und der Charakter der Beziehung hängen von der Bedeutsamkeit des eigenen Gefühls dem Partner gegenüber ab. Bemühen Sie sich, die Aufmerksamkeit auf die positiven Momente in Ihren Beziehungen zu konzentrieren. Dankend rufen Sie die Dankbarkeit des Partners hervor. Die Unstimmigkeit in der Beziehung fängt dann an, wenn die Nähe des Partners für selbstverständlich gehalten wird.

Je mehr Verständnis, Sorge und Unterstützung in den Handlungen eines Partners geäußert werden, desto öfter empfinden beide Partner das Gefühl der Freude. Die Annäherung zum Partner während des Gespräches, die Blicke, die leichten Berührungen sind äußerliche Erscheinungsformen der Dankbarkeit.

Mein Kommentar: Es gibt nichts Neues in diesen Ratschlägen. Wie ist aber der Stolz zu überwinden, um auf die Gefühle des anderen einzugehen, wie kann man nicht an die eigene Erfüllung denken, sondern an die Füllung des Verlangens des Partners? Wie kann die egoistische Liebe altruistisch werden? Dies sollte in einem kurzen Kurs der Kabbala unterrichtet werden; denn gerade sie ist die Methode der Korrektur unserer Natur, sie ermöglicht es uns,vom Empfangen zum Geben überzugehen!



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Von dem Licht der Einheit erleuchtet

Vereinigung und Gemeinsamkeit im Höheren ist das Licht für den Unteren. Es gibt kein Licht an und für sich. Die Erfüllung wird von jenen zusätzlichen Eigenschaften erzeugt, die wir entwickeln, von dem Schirm, unserer Einstellung, unseren Werten. Das alles erfüllt uns und dient uns als Licht! In Wirklichkeit wird das alles durch unsere Einstellung bestimmt.

Was nehmen wir von dem Schöpfer wahr? – Seine Haltung. Das Höhere Licht ist kein Licht aus der Glühbirne, sondern ein Eindruck im Inneren des Menschen. Deshalb enthüllt die Gruppe, die sich verbindet und nacheinander alle Stadien durchläuft, im letzten, vierten Stadium ihrer Verbindung den Schöpfer.

Unsere maximale Vereinigung ist jener Zustand der Endbereitschaft, in dem wir den spirituellen Funken, die Kraft, die zu uns vom Schöpfer kommt, enthüllen. In diesem Zustand erfassen wir jenen Punkt, der indirekt von Ihm gekommen ist. Und das alles wird innerhalb der Gruppe, innerhalb der Verbindung realisiert, worüber geschrieben steht: „Der Schöpfer wohnt in seinem Volk“.

Deshalb ist einerseits kein Vorankommen ohne Verbindung in der Gruppe und andererseits ohne Studium und Verbreitung möglich. Durch diese beiden Handlungen rufen wir die allgemeine Korrektur hervor.

Aus dem Gespräch über allgemeine Fragen, 29.06.2012



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Durch die Schleusen in die höhere Welt

Das gemeinsame Verlangen in der Gruppe wird nur durch das gemeinsame Ziel erreicht. Der Grund, der uns zur Vereinigung verpflichtet, ist der Schöpfer, der jenen Punkt darstellt, der uns alle verbindet. Außerdem dürfen wir die restliche Welt nicht vergessen. Denn wir können nicht mit unserer Arbeit vorankommen, wenn wir nicht an jene denken und uns nicht um jene kümmern, die unsere Hilfe benötigen, während sie in dieser Welt leiden.

Wir müssen ihnen helfen und sollten uns beeilen, um sie jedes Mal immer höher zu erheben. Das könnte man mit der Durchfahrt eines Schiffes durch die Schleusen des Panamakanals vergleichen. Das Schiff fährt in die Schleusenkammer ein, wo der Wasserspiegel auf dem gleichen Niveau liegt. Dann wird das Schleusentor geschlossen, und die Schleuse füllt sich mit Wasser, wodurch das Schiff auf ein höheres Niveau gehoben wird, das dem Wasserspiegel in der nächsten Schleuse entspricht, in die es dann einfährt. Dort wird das Schleusentor wieder geschlossen und das Schiff wird noch höher gehoben. Auf diese Weise kommt es immer weiter voran.

Und auf diese Weise müssen wir alle Völker der Welt durch die Schleusen in die höhere Welt führen. Zuerst müssen wir uns mit den Menschen verbinden, gemeinsame Punkte mit ihnen finden, „die Tore für sie öffnen“, sie uns näherbringen, in unser System integrieren, d.h. das Schleusentor schließen, und dann beginnen, sie zusammen mit dem Wasserspiegel bis zu einem neuen Niveau zu heben.

Danach werden sie zur nächsten „Schleuse“ übergehen, im nächsten Kurs studieren können. Auf diese Weise werden wir sie allmählich von einer Welt in die nächste führen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 01.07.2012



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Auf der Suche nach dem wahren Geschmack des Gebens

Frage: Was ist ein Anzeichen dafür, dass wir wahrhaft Anstrengungen bei der Arbeit unternehmen?

Meine Antwort: Der Mensch unternimmt wahrhafte Anstrengungen, wenn er maximal mit allen anderen zusammen arbeitet, um mit dem Herzen zu verstehen. Das ganze Verständnis spielt sich im Herzen ab, wenn im Herzen – in Bina, im Gefäß des Gebens – das Licht Chochma sich enthüllt, was als Verständnis bezeichnet wird, wie geschrieben steht: „Gerade das Herz versteht“.

Der Mensch, der mit der spirituellen Arbeit beginnt, um sich selbst zu korrigieren und zu einem Detektor für die Enthüllung des Schöpfers, des Lichtes Chassadim, zu werden, muss die innere Zuversicht erreichen, dass diese ganzen Begriffe – das Licht Chochma und das Gefäß dafür, das Licht Chassadim, Empfangen und Geben – in ihm selbst, in seinem Verlangen, in seinen Empfindungen realisiert werden müssen.

Er muss versuchen, einen Platz zu schaffen, der frei von allen möglichen Meinungen, Erlebnissen, Eindrücken ist, die im Moment von ihm als seinem Körper am nächsten wahrgenommen werden, damit dieser mit spirituellen Eindrücken gefüllt werden kann. Er muss versuchen, den wahren Geschmack in allen diesen Begriffen zu spüren: Chochma, Chassadim, Empfangen, Geben, Verbindung, Annäherung, Entfernung.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 28.06.2012



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Die Umgebung wie das geliebte Kind großziehen

Frage: Wie kann ich die Umgebung stärken, um von ihr das Gefühl der Wichtigkeit des Ziels zu bekommen?

Meine Antwort: Wenn du der Umgebung die Wichtigkeit beimisst, wird sie die Wichtigkeit des Ziels ebenfalls an dich weitergeben. Und achte nicht darauf, wie diese Umgebung sich verhält. Es ist unwichtig, was du siehst, denn du siehst nichts in seiner wahren Form.

Du musst einfach ständig in die Umgebung investieren, als würde sie alles in sich hineinschlingen. Deine Aufgabe besteht darin, der Umgebung die Wichtigkeit des Ziels, die Wichtigkeit des Schöpfers, des spirituelles Weges, des Studiums zu geben. Es kann durchaus sein, dass du daraufhin siehst, wie alle das verschmähen, wie sie dich verschmähen – das arrangiert schon der Schöpfer für dich.

Du musst verstehen, dass du gegen den Schöpfer arbeitest, der sich dir in Form der Umgebung präsentiert. Und es kann sein, dass der Schöpfer dir die Umgebung in einer ganz schlechten Form zeigt. Doch das ist unwichtig, du musst trotzdem in sie investieren und an sie geben – in eine Richtung.

Und die andere Richtung – dein Empfangen von ihnen – ist nur dafür da, um dir beizubringen, wie du dich noch mehr vervollkommnen und ihnen trotz allem die Wichtigkeit des Ziels geben kannst. Lass alle Berechnungen in Bezug darauf, wie viel du zurückbekommen könntest. Alle Gegenberechnungen sind egoistisch. Wenn du anfängst, daran zu denken, wie du gekränkt wurdest und wie sich die anderen dir gegenüber verhalten, dann ist das alles Egoismus.

Du musst die Gruppe so vor dir sehen, dass es dich nicht kümmert, was in Bezug auf dich passiert. Es ist unwichtig, wie man auf dich reagiert, du musst daraufhin nur geben und geben, wie an kleine Kinder, solange sie noch nicht erwachsen sind.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.06.2012



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Niemand darf vergessen werden

Frage: Wie können wir unser gemeinsames Gebet vor dem Kongress im Norden Israels so ausrichten, dass es jeden persönlich berührt, damit wir dessen Wichtigkeit für die Gruppe und für die Welt spüren können?

Meine Antwort: Solche Kongresse sind sehr nützlich. Ich sehe es auch an den Gruppen, die ich in letzter Zeit besucht habe. Wir müssen die Absicht zu geben an alle unsere Freunde weltweit richten, das übt einen sehr großen Einfluss aus und bringt sie bedeutend voran.

Jedes Mal stelle ich mit Freuden fest, dass der Abstand zwischen den Gruppen sich immer mehr verringert. Besonders jetzt, wo sie sich den Massen gegenüber öffnen und wir von den Kongressen der Einheit und besonders von den Workshops unterstützt werden, werden sehr große Veränderungen in den Gruppen spürbar. Die Entfernung zwischen ihnen verschwindet, alle werden allmählich zu einer Gruppe, und das ist sehr erfreulich.

Der Kongress im Norden beginnt am nächsten Donnerstag, und ich hoffe sehr, dass unsere Freunde sich von der Arbeit losreißen können. Heutzutage ist es nicht einfach, weil es Unannehmlichkeiten seitens des Arbeitgebers geben kann. Ich möchte euch warnen: riskiert nicht euren Arbeitsplatz, wenn es mit den Urlaubstagen nicht klappt.

Und wir werden unsererseits versuchen, eine lückenlose Übertragung zu gewährleisten.

Was die Vorbereitung angeht, ist die Verbindung das Wichtigste, und zwar eine wahrhaft tiefe, innere Verbindung zwischen uns allen, zwischen allen Gruppen und allen Freunden, damit niemand von uns vergessen wird. Wir müssen uns auf eine engere und geschlossenere Handlung vorbereiten. Ab dem nächsten Sonntag werden wir Sonderlektionen diesem Thema widmen. Seid mit uns, und es wird alles gelingen.

Auszug aus dem Unterricht zu der Einführung in das Buch Sohar, 26.06.2012



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