Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beschuldige nicht zu vorschnell die anderen

Frage: Wie kann ich meine Umgebung verbessern?

Meine Antwort: Übe Druck auf sie aus, verpflichte sie, sei ein Vorbild für sie – das Vorbild kommt an erster Stelle. Wenn es nicht besonders hilft, fange an, langsam Druck auszuüben. Wenn auch das nicht hilft, zwinge und verlange!

Denn wenn du von ihnen abhängst, hast du keine andere Wahl. Du hängst von den Freunden ab, bis du die richtige Haltung ihnen gegenüber in dir entwickelst. In dem Augenblick, in dem du deine Haltung korrigierst, wirst du plötzlich feststellen, dass alle vollkommen in Ordnung waren. Sie sind schon bereit und waren immer bereit, und nur du warst nicht bereit, sie korrigiert zu sehen.

Deshalb steht geschrieben, dass „jeder in dem Maße seiner eigenen Mängel urteilt“.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser haSefirot, 11.07.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

In der Liebe gibt es keine Berechnung

In jedem Volk liegt eine innere Stärke, die es vereint. Doch die Söhne Israels, wie bereits Baal HaSulam erklärt hat, sind nicht wie die anderen Völker, welche in dieser natürlichen wechselseitigen Beziehung stehen. Wenn es keine Liebe zwischen ihnen gibt, dann verlieren sie sich schnell aus den Augen. Nur der Hass der anderen Völker hält sie zusammen und schützt vor der vollständigen Assimilation.

Baal HaSulam führt das Beispiel mit dem Sack voller Nüsse vor: Diese wünschen sich so sehr die Einheit, dass sie sogar klappern, wenn sie aneinander stoßen. Aber der „Sack“, d.h. Antisemitismus, erlaubt ihnen nicht, auseinanderzufallen.

Allerdings ist es nicht die wahre Liebe und Einheit. Wie lange kann es noch dauern?

Daher ist jetzt die Zeit angebrochen, dass sie sich nicht wegen dem „Sack“ miteinander verbinden, der sie umgibt, sondern auf der Grundlage der Liebe und der wechselseitigen Beziehungen. Dann wird der Druck von außen nicht mehr notwendig sein, so dass er aufhört; plötzlich werden die Araber ihre Haltung ändern und für sie wie Brüder sein. Immerhin – es geht nicht um jemand anderen, sondern auf diese Weise wirkt die höhere Kraft auf das jüdische Volk.

Wenn sie sich fügen, wird der „Sack“ nicht mehr benötigt, und somit werden alle negativen Kräfte in der Welt beseitigt – einfach durch die Verbindung. Durch die Verwirklichung dieser Methode werden die Menschen etwas verspüren, was in ihrer Seele hinterlegt und schon lange in Vergessenheit geraten ist. Das Korn ist schon gepflanzt, und so schreibt Baal HaSulam, dass das jüdische Volk in sich wieder die Liebe wachrütteln muss.

In diesem Fall muss man offen für alle Stämme sein. Denn es ist uns nicht bekannt, was mit den zehn Stämmen geschah, die während der Zeit des ersten Tempels gefallen sind. Wer weiß, wo sich jetzt ihre Nachkommen befinden und wie viele es sind.

Und überhaupt, wenn die ganze Welt zu der gleichen Einheit kommen soll, ist das jüdische Volk natürlich bereit, alle zu empfangen, die sich diese Einheit wünschen. In der Liebe gibt es keine Berechnung: Wer sich die Verbindung wünscht, der soll sich anschließen.

Auszug aus dem Gespräch vom 05.06.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Pyramide des modernen Wirtschaftssystems

Frage: Wenn es eine Möglichkeit gibt, am System Mavrodi teilzunehmen, was ist dann Ihrer Meinung nach zu unternehmen?

Meine Antwort: Ich habe noch nie an solchen Aktionen teilgenommen. Und beurteilen Sie selbst, was ich davon halte, wenn das gesamte moderne Wirtschaftssystem – meiner Meinung nach – getrost als Pyramide bezeichnet werden kann.

Schließlich ist es allgemein bekannt, dass, wenn darin das Wachstum aufhört, es dann zu einer Krise kommen und Treibstoff in Form von Liquiditätsspritzen benötigt wird, damit dieses nicht auseinanderfällt. Egal ob Netzwerk-Marketing oder Pyramide-Mavrodi! Nur durch die Unterstützung von Staats- und Finanz-Organisationen zum eigenen Vorteil können diese am Leben erhalten werden.



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Mercedes für 10 Dollar

Integrale Erziehung – das ist ein sehr wichtiges Instrument, das in sich eine besondere, enthüllende Kraft enthält. Es ist die Kraft der Verbindung, welche uns von Problemen erlöst: von Hunger, Unsicherheit, Problemen mit Gesundheit, Kindern und von dem Zerfall der Familie. Ein Mensch besucht ein Seminar der integralen Erziehung, um zu lernen, wie alle seine Probleme gelöst werden können.

Und das alles in nur fünf Sitzungen – das wäre das gleiche, als ob man einen Mercedes für 10 $ kaufen würde! Immerhin wollen wir zur inneren Stärke der Verbindungen gelangen, durch die wir alles erreichen können: unser Gleichgewicht, die innere Harmonie und Verbindung. Das ist ein echter Gewinn.

Wenn Menschen, die in einer Fabrik arbeiten, sich verbinden, ist das selbst für einen Unternehmer von großem Vorteil, weil bei solch einer Arbeit die Produktivität steigt, Ausfallzeiten durch die Abwesenheit wegen Krankheit, Beschimpfungen und Streitigkeiten reduziert werden. Das ist auch sehr vorteilhaft für das Business.

Ein Mensch sollte von Anfang an verstehen, was das für ein Programm ist und dass er nur davon profitieren kann. Dann wird er bereit sein, in dieses Spiel einzusteigen. Wir sind Erwachsene und tun eine sehr wichtige Arbeit, die beabsichtigt, eine besondere Kraft zu erlangen, die in der Natur enthalten und im Inneren unserer Verbindung verborgen ist.

Diese Kraft der Einheit ist die höchste Kraft, die vor allem steht. Denn alle Anderen sind verstreut – aber durch diese Kraft können wir alle Probleme lösen.

Nach jedem Seminar ist es notwendig, Bilanz zu ziehen, um unsere Erfolge zu bewerten. Wir haben die Verbindung erreicht und gefühlt, wie sinnvoll es ist, haben verstanden, wie wir von diesem Punkt aus neu anfangen können, um Probleme zu lösen und uns mit allen möglichen Arten von Fragen zu beschäftigen, sie miteinander zu verbinden und an diese komplex herantreten zu können.

Wir erkennen, welche Einsparungen wir wegen unserer Verbindung erreichen können: in der Stadtverwaltung, in der Bauindustrie, zu Hause, in der Familie und am Arbeitsplatz. Die Kraft der Einheit gibt uns die Möglichkeit zu Veränderungen, auf allen Ebenen unseres Lebens. Bis zu einem solchen Grad, dass wir anfangen, alles von unten aus zu organisieren und zu korrigieren. Auf unserer Ebene werden wir uns keine Sorgen machen müssen, was die Regierung unternimmt. Durch eigene Veränderungen von unten nach oben zwingen wir sie, uns auf eine neue Weise wahrzunehmen und zu führen.

Wir müssen nur von unten nach oben das „reflektierte Licht“ hervorheben, d.h. die Verbindung zwischen uns schaffen, auch mit dem egoistischen Ziel ein besseres Leben zu erreichen. In jedem Fall wird es eine Verbindung sein – d.h. Korrektur der Zerteilung und so nach und nach das Volk zu der universalen, integralen Erziehung bringen. Damit verändern wir die allgemeine Atmosphäre in der Gesellschaft, die überall verbreitet wird und unser ganzes Leben zum Besseren wenden wird.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 29.06.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Hilfe für diejenigen, die nicht von der Stelle kommen

Frage: Warum entstehen jedes Mal, wenn ich mich auf dem Weg festige und in die Gruppe investiere, immer größere Probleme vor mir?

Meine Antwort: Um dir dabei zu helfen, voranzukommen, werden dir immer größere Hindernisse in den Weg gestellt. Auf diese Weise werden die Hindernisse riesig, aber auch dein Verlangen, diese zu überwinden, ist ebenfalls riesig.

Wenn du das Ganze aber hinschmeißt und dieses Hindernis nicht überwindest, wächst dein Verlangen nicht. Dann werden dir dieselben Hindernisse in den Weg gestellt, als würde dein Auto nicht von der Stelle kommen, nur die Räder würden durchdrehen.

Und das bedeutet, dass du die Zeit nicht sparst, sondern sie umsonst vergeudest. Und anstatt innerhalb einiger Jahre voranzukommen und in die spirituelle Welt einzutreten, wirst du 20-40 Jahre lang dorthin kriechen oder kommst dort gar nicht erst an.

Du wirst glauben, dein ganzes Leben dem gewidmet, für den Schöpfer gearbeitet und danach gestrebt zu haben, Ihn zu erreichen. In Wirklichkeit hast du nach gar nichts gestrebt.

Aus diesem Grund haben wir vor dem Vereinigungskongress äußere Bedingungen gestellt, damit der Mensch sich wenigstens auf diese Weise kontrollieren kann, ob er in sein Vorankommen investiert oder nicht: ist er jeden Tag im Unterricht anwesend, nimmt er täglich an der Verbreitung teil, zahlt er Maasser. Er wird jede Woche den Fragebogen darüber ausfüllen müssen, was er für die Gruppe getan hat, um sich kritisch bewerten zu können.

Denn wenn du nicht jeden Augenblick Anstrengungen für die Erschaffung eines neuen Gefäßes/Verlangens in dir unternimmst und es für die Enthüllung des Schöpfers vorbereitest, wie willst du dann vorankommen?

Du befindest dich im Inneren des Systems wie eine Spinne im Spinnennetz und alle deine Gedanken und Verlangen, die mit der inneren Arbeit, mit dem spirituellen Ziel zu tun haben, erfahren den Einfluss des Lichts. Das Licht übt einen Einfluss auf dich aus und hilft dir voranzukommen. Aus allen diesen Schwierigkeiten, Problemen, Ausstößen, aus „Zion“ (hebr. Jezia – Ausgang) wird die Tora herauskommen.

Du kannst es jedoch nicht allein tun. Wenn du nicht jeden Tag am Unterricht teilnimmst, an die Verbreitung denkst, zusammen mit den Freunden arbeitest, den Fragebogen „Was habe ich für die Gruppe getan“ ausfüllst, wird es kein Vorankommen geben. Diese Forderungen entstehen nicht aus der Nörgelsucht, sondern aus dem Bestreben, dir wenigstens in einer mechanischen Form beim Vorankommen zu helfen. Wenn du steckengeblieben bist und nicht von der Stelle kommst, dann wollen wir dich von der Stelle bewegen und zum Voranschreiten verpflichten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.07.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Filter auf dem Weg zum Schöpfer

Frage: Welche Bitte erreicht den Schöpfer?

Meine Antwort: Als erstes sollte man verstehen, dass, wenn die Bitte nicht aus einem gemeinsamen Gebet hervorgeht, diese nicht akzeptiert wird. Die Menschen schreien zum Schöpfer aus der Tiefe ihres Herzens, aus den Zuständen des Zusammenbruchs und des Todes – nichts hilft. Warum? – Weil ihre Bitte nicht durch den Filter geht, der nur ein solches Gebet zulässt, das aus dem gemeinsamen System, aus der Verbindung zwischen uns – unwichtig, ob gut oder schlecht, aber in Bezug auf diese Verbindung – entsteht.

Das Gebet muss gemeinschaftlich sein, ein persönliches Gebet wird nicht erhört.

Frage: Wie kann ich mein Verlangen mit dem Verlangen eines anderen verbinden, wenn ich ihn absolut nicht spüre?

Meine Antwort: Versuche zu spüren oder weine zumindest darum, dass du nichts spürst. Denn du verstehst, dass dein persönliches Verlangen keine Wirkung hat. Wenn aber zwei kommen – „Sehr schön! Was wollt ihr? Verbindung zwischen euch herstellen? Euch vereinen? Ihr streitet euch? Zankt euch? Das ist gut!“

Warum beginnt von nun an die Zeit der Korrektur der Welt? – Weil die Menschen zu spüren beginnen, dass die Verbindung zwischen uns nicht in Ordnung ist. Doch war sie etwa früher in Ordnung? – Früher gab es sie einfach nicht. Heute spüren wir, dass sie kaputt ist und deshalb korrigiert werden muss. Aus diesem Grund beginnt von nun an die Korrektur.

Wenn wir aber die Verbindung zwischen uns nicht in Betracht ziehen – egal, in welcher Form -, dann gibt es hier nichts zu tun, es gibt nichts, womit wir uns an den Schöpfer wenden könnten. Ich persönlich kann nichts tun, in mir selbst gibt es nichts zum Korrigieren. Korrigiert werden kann nur die Verbindung zwischen mir und den anderen.

Frage: Sie haben mal über ein System gesprochen, welches eine nicht wahre Bitte in eine wahre umwandelt. War damit eine persönliche oder eine gemeinsame Bitte gemeint?

Meine Antwort: Es gibt keine persönliche Bitte! Wenn ich allein schreie, bedeutet das nicht, dass meine Bitte persönlich ist. Wichtig ist, worum ich schreie, das bestimmt, ob es ein gemeinschaftliches Gebet ist oder nicht. Vielleicht werde ich allein beten, dabei aber für die Gemeinschaft bitten, dann ist es ein gemeinschaftliches Gebet.

Die Massen denken, wenn sich zehn Menschen (hebr. Minjan) versammeln, dass es sich dann um ein Gebet handelt. Nein. Es kann auch ein einzelner Mensch sein, aber er bittet um die Verbindung, um die Korrektur des Systems, dann ist es ein gemeinschaftliches Gebet.

Deshalb, wenn wir uns ans Studieren machen, ist es sehr wichtig, mit der richtigen Bitte ausgerüstet zu sein. Anderenfalls trägt das Studium zur Trennung bei und wird statt des Lebenselixiers zum tödlichen Gift. Und wir sehen, dass die Menschen sich entfernen, davonlaufen, abstürzen. Woher kommt das? – Vom gleichen Licht, das auf die falsche Weise wirkt, dir Finsternis bringt, sprich – dich auf dem längeren Weg zum Ziel führt.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 12.07.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Krieg gegen Geringschätzung

Frage: Was wird uns als Anstrengung angerechnet?

Meine Antwort: Die wichtigste Anstrengung besteht darin, gegen die eigene Gleichgültigkeit, gegen die Geringschätzung, das Gefühl der Unwichtigkeit des Gebens anzukämpfen.

Der wichtigste und ständige Krieg muss gegen die Geringschätzung des Gebens geführt werden, und dabei müssen wir fortwährend danach suchen, wodurch wir uns stärken können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.07.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Gewitterwolken über dem Horizont

Heutzutage offenbart sich der Augenblick der Wahrheit: die ganze Welt ist einem Kindergarten ohne Erzieherin ähnlich. Die Welt weiß nicht, wo sie hin soll, und kuckt fassungslos zu, wie gewohnte Orientierungspunkte verschwinden.

Das ist ein wunderbarer Zustand. Wir reden schon lange darüber, obwohl wir angenommen haben, dass er schneller eintritt. Nun gilt es, Unruhen zu verhindern, die dem Durcheinander folgen könnten.

Denn uns drohen eine sehr schmerzhafte Krise und der Weltkrieg. Wir gleiten dorthin entsprechend den Gesetzen des Universums ab. Heute haben diejenigen, die die Welt „regieren“, ihre frühere Kraft verloren und machen sich deswegen Gedanken: „Vielleicht sollten wir zu Kriegshandlungen übergehen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen“.

Zweifelsohne gibt es eine Möglichkeit, die Situation zu verbessern, den Krieg zu stoppen, den Weg zu „versüßen“, und der Erfolgt hängt hier von uns ab. Wie Baal HaSulam schreibt: Wenn wir dieses Abgleiten nicht stoppen können, wird sich die Menschheit auf den atomaren Weltkrieg zubewegen. Das ist der natürliche Lauf der Ereignisse, die von dem Egoismus gelenkt werden, wenn wir kein Licht hinein geben.

Mehr noch: Baal HaSulam spricht über einen vierten Weltkrieg. Es wird also jemanden geben, der diesen nach dem dritten anfangen wird. Ist es denn möglich? Durchaus. Und zwar sehr bald.

Was sollen wir also tun? Verbreiten und die Einheit stärken. Wir brauchen diese beiden starken Kräfte: die äußere und die innere. Außer uns gibt es auf der Welt keine andere Kraft, die das Gleichgewicht verändern könnte.

Denkt gut darüber nach. Wir brauchen möglichst viele Lehrer, möglichst viele Erzieher, möglichst viele Lektoren – und wir bereiten sie mit ganzer Kraft für den Kontakt mit den Massen vor.

Die Situation ist wirklich kritisch. Denn die heutigen Krisenerscheinungen sind nur die Spitze des Eisbergs, ganz klein im Vergleich dazu, was vor uns verschwiegen wird. Die Eliten investieren enorm viel Kraft und Geld, um die wirkliche Lage in der Welt zu verschleiern. Nur aufgrund des fehlenden Ausweges lassen sie die Informationen tröpfchenweise in den Medien durchsickern.

Außerdem kommen zu den wirtschaftlichen die Umweltprobleme hinzu: uns stehen die schlimmsten Katastrophen bevor, im Vergleich zu denen die jetzigen ein Nichts sind. Uns erwarten Wasser- und Nahrungsknappheit, unsere Existenz auf der Erde an sich ist gefährdet. Es geht hier nicht darum, die „Fettschicht“ loszuwerden, die Nahrung zu reduzieren, mit der ganzen Familie in eine Einzimmerwohnung zu ziehen – nein, die Situation ist viel schlimmer.

Frage: Ich muss also mein ganzes Leben der Einheit und der Verbreitung widmen?

Meine Antwort: Ja. Und in allem anderen musst du dich mit dem Notwendigen zufrieden geben, mit dem, worauf du ebenfalls gerne verzichten würdest, es aber nicht kannst, weil dein Körper es braucht.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung in das Buch Sohar, 10.07.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Nehmt einen Flyer, ihr werdet es nicht bereuen!

Frage: Was passiert auf der spirituellen Ebene, wenn ich einer Person einen Flyer gebe?

Meine Antwort: Die materielle Welt existiert überhaupt nicht. Es gibt nur die spirituelle Welt, die Welt der Kraft. Das Verlangen ist auch eine Kraft. Und das Verlangen zu erfüllen, ist auch eine Kraft. Es gibt nur zwei Kräfte: Plus und Minus, Nordpol und und Südpol, etc.

Was passiert also, wenn Sie einer Person einen Flyer geben?

Sie schließen ihn mit in den Kreis der eigenen Verlangen ein, und ob er will oder nicht, ist er schon mit Ihnen verbunden. Wenn Sie an ihn irgendeine Information weitergeben, dann ist das nicht nur ein mit Informationen bedrucktes Blatt, sondern dieses Papierblatt personifiziert die gleichen Verlangen. Und wenn der Mensch es später liest, wird er sich damit mit seinem eigenem Verlangen verbinden.

Das heißt, wir haben hier scheinbar nicht die physische Welt, sondern das Kraftfeld, welches mit unserer physischen Teilnahme funktioniert. Wir sehen nur die äußere Hülle des Körpers, und in Wirklichkeit sind das keine Körper, sondern lediglich Kräfte. Also, auch wenn ich einen Menschen von der Straße nehme, irgendeinen Jungen, und an ihn bspw. 10 $ zahle, damit er herumläuft und unsere Flugblätter verteilt, dann würde auch das auf der gleichen Kraftebene funktionieren.

Also ist das sehr wichtig. Insbesondere ist das für die Menschen wichtig, die noch nicht in der Spiritualität sind, weil sie auf diese Weise eine spirituelle Handlung ausführen. Das kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es stellt sich heraus, dass es in unserer Welt möglich ist, spirituelle Handlungen durchzuführen, selbst wenn man sich noch nicht in der spirituellen Verwirklichung befindet. Daher ist diese Welt als letzte Stufe gedacht, von der aus wir anfangen können, zu handeln. Immer erscheint es dem Menschen so, als ob er in der materiellen Welt ist, aber in Wirklichkeit sind das alles spirituelle Kräfte.

Auszug aus dem Gespräch während der Mahlzeit in Toronto, 19.06.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Genuss durch das Spiel mit dem Tod

Frage: Warum ziehen wir vor, den Leidensweg zu gehen, und verlassen ihn nicht mehr, als ob wir diesen Weg sogar genießen würden?

Meine Antwort: Wir mögen es einfach, zu leiden. Die ganze Welt erfährt Genuss durch das Leid, obwohl es eine sehr einfache Möglichkeit gibt, aus ihm herauszukommen, und so einen wunderbaren Zustand zu erreichen, welchen wir uns noch nicht einmal vorstellen können. Aber die Menschen ziehen es vor, zu leiden.

Alles wegen unserem egoistischen Verlangen, das sich zu quälen vermag. Alle unsere Genüsse resultieren aus der Überwindung des Leides, das ist eben der wahre Masochismus. Alle unsere Genüsse, vom kleinsten bis zum größten, und von jeder Art, sind nur durch das Leid möglich. Wir genießen die Tatsache, dass es uns gelungen ist, Leid zu vermeiden, uns darüber zu erheben, d.h. trotz allem liegt im Ursprung das Leid. Das ist unsere Natur – aus dem Egoismus zu empfangen.

Denn um zu genießen, sollte zunächst das Verlangen vorhanden sein, und erst dann der Inhalt. Der Wunsch ist in unserem Fall der Mangel an Inhalt, der Tod. Und der Zustand oberhalb vom Tod wird schon als Genuss bezeichnet, obwohl er immer noch mit dem Tod in Verbindung gebracht werden muss.

Die Empfindung des Genusses ist allerdings mehr als ein toter Zustand. Der spirituelle Genuss ist anders, er kommt durch die Eigenschaft des Gebens zustande. Und sogar der niedrigste Anfangszustand schenkt Lebenskraft und bedeutet Lebensqualität, weil ich nicht das Gefühl habe, das mir irgendetwas fehlt. Ich möchte nichts für mich selbst, ich bin im Zustand der Bina, „Chafez Chesed“, wie ein Einsiedler, der im Wald lebt und nicht einmal ein Hemd braucht.

Und oberhalb von diesem Zustand spüre ich noch mehr Leben: mehr von der Eigenschaft des Gebens, mehr Freiheit. Und in unserem egoistischen Verlangen fühlen wir nur Tod und Leid und können dieser Empfindung nicht entkommen. Ohne sie kann unser Egoismus keinen Genuss spüren. Wir müssen der Speise ständig „Salz und Pfeffer“ für die Schärfe hinzufügen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 27.06.2012



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken