Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein Geschenk des Schicksals

Frage: Wie sollen wir die Arbeit an der Vereinigung und der Verbreitung miteinander verbinden?

Meine Antwort: Die Verbreitungsarbeit verbindet an und für sich. Gerade während der Verbreitung rücken viele Menschen zusammen, sie bleiben in der Gruppe, verlassen sie nicht, verbinden sich untereinander, finden Freunde, die ihnen nahe stehen.

Ich finde, dass die Verbreitung ein riesiges Geschenk ist, das uns das Schicksal bereitet hat, denn in der Vergangenheit war es nicht möglich, zu verbreiten, und jetzt ist es möglich. Außer der Kabbala gibt es auch die integrale Erziehung, und das ist ein wunderbarer Ort, an dem wir uns verbinden können.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 03.02.2013



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Arbeite mit Freude

Aus dem Artikel „Die Sache der Begrenzung“ („Shamati“, № 53): Die Traurigkeit kommt zum Menschen, weil er das Überflüssige ersehnt. Und dies ist der verborgene Sinn von: als Israel kam, um die Tora zu empfangen, brachte Moses die Menschen an den Fuß des Berges, so wie geschrieben steht:” und sie standen am unteren Teil des Berges“. Moses führte sie an das Ende des Gedankens, des Verständnisses und der Vernunft, der niedrigsten Stufe, die es gibt.

Und dies erst dann, als sie einverstanden waren mit einem solchen Zustand; darin zu verweilen ohne jegliches Wanken oder jedwede Bewegung – sogar in einem solchen Zustand zu verweilen, als wären sie in der größten Gadlut und zeigten ihre Freude darüber  – was der verborgene Sinn von „dienet dem Herrn mit Freude“ ist .

Das heißt, während der Zeit der Gadlut ist es nicht passend zu sagen, dass Er ihnen Arbeit gibt, um in der Freude zu sein, denn während der Zeit der Gadlut kommt die Freude von selbst. Vielmehr wird ihnen zur Zeit der Katnut die Arbeit der Freude gegeben, und dann, zur Zeit der Katnut, sollen sie voll Freude sein, obwohl sie Katnut fühlen. Und dies ist eine große Arbeit.

Der Mensch verringert seine gewöhnlichen Bedürfnisse, und erlangt allmählich „den kleinen Zustand“ (Katnut), indem er nichts für sich verlangt. Das, was er für seine Existenz braucht, wird von ihm noch niedriger bewertet, weil er sich um diese Bedürfnisse nur gezwungenermaßen, gemäß seiner Pflicht sorgt.

Aus diesem Punkt fängt der Eintritt in die spirituelle Welt an. Und das Merkmal dieses Zustandes ist die Freude. Vor allem muss man die erste Beschränkung (Zimzum alef), den Schirm und das reflektierte Licht, die Absicht des Gebens erreichen, um soweit als möglich voranzukommen. Folglich wird alles, was der Mensch braucht, nicht als Konsum angesehen. Deshalb ist die ständige Freude ein Merkmal dieses Zustandes: der Mensch muss sich um nichts sorgen, er „badet“ im Licht des Schöpfers, im Meer des Gebens.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 05.02.2013



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Ein Grund, sich an den Schöpfer zu wenden

Frage: Wenn der Mensch bereit sein soll, im „Zustand des Kleinseins“ zu bleiben, woher soll er dann das Verlangen und die Motivation nehmen, um weiter zu gehen?

Meine Antwort: Ich möchte doch weiterkommen, um dem Schöpfer ähnlicher zu werden! Der Schöpfer ist für uns ein Vorbild an Bescheidenheit. Und ich muss einen Zustand erreichen, in dem ich quasi nicht existiere – genauso wie jetzt der Schöpfer in Bezug auf mich nicht zu existieren scheint. Auf diese Weise gleiche ich mich Ihm an.

Es scheint, als würde es nach einem sehr großen Krieg mit sich selbst verlangen. Doch das ist ein wunderbarer Krieg, weil ich in diesem Krieg den Schöpfer brauche, damit Er mich besiegt. Wenn ich in diesem Krieg allein geblieben wäre, wäre meine Lage hoffnungslos.

Weil ich jedoch auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen bin, ruft es eine riesige Freude in mir hervor. Denn jetzt habe ich einen Grund, um mich an Ihn zu wenden.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 05.02.2013



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Der Schöpfer im Fokus

Frage: Wie können wir dem Schöpfer gleich werden, wenn es uns manchmal so vorkommt, als ob Er schlecht handeln würde?

Meine Antwort: Nicht nur manchmal, sondern ständig. Was Gutes gibt es in dieser Welt? Sogar der böseste Wicht hat keine Kraft, um das zu erschaffen, was darin schon geschaffen ist. Und diese Welt wurde gerade vom Schöpfer geschaffen.

Es handelt sich darum, dass ich diese Welt dem Schöpfer vollständig, hundertprozentig entgegengesetzt sehe. Warum? Weil ich Ihm selbst vollkommen entgegengesetzt bin. Der Schöpfer leuchtet in mir, und Sein Licht ist das absolut Gute. Aber wenn dieses Licht meinen „lichtempfindlichen Film“ beleuchtet, dann erscheint nur das Negative, das dem Originalbild entgegengesetzt ist. Je mehr das Licht leuchtet, desto mehr Finsternis empfinde ich – und umgekehrt. Auf diese Weise sehe ich die Welt.

Am Bildschirm meines empfangenden Verlangens zeichnet das Licht verschiedene Umrisse, die alle im negativen Licht erschaffen sind. Sie sind dem Licht entgegengesetzt. So wird in mir die Welt geschildert.

Wie kann ich dann die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangen? Wie kann ich aus meinem Gegenteil den Schöpfer und nicht das scheinbare Bild erkennen? Man soll hierfür „das Bild“ verwandeln, seine Kontrastwirkung verändern. Wenn du das mit dem ersten Bild gemacht hast, dann hast du die erste Stufe erreicht. Folglich entsteht vor mir das zweite, dritte Bild usw.

Somit besteht die ganze Frage  in „der Technologie“: Wie soll man in seinem Inneren arbeiten, um die scheinbare Finsternis ins Licht umwandeln zu können, und das scheinbare Licht – in die Finsternis. Dafür muss ich die eigenen Eigenschaften verändern – das Negative ins Positive umwandeln. Eine solche innere Veränderung ist eben die Tora, deren Licht den Menschen an die Quelle zurückführt. Genau das ist für uns notwendig.

Also entspricht die Tora dem Menschen, sie lebt in ihm. Der Mensch ist die kleine Welt.
In meinem Inneren empfinde ich den Schöpfer. Sogar jetzt nehme ich Ihn in Form der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Natur, in den Menschen wahr. Das alles ist der Schöpfer, Der sich auf diese Weise vorzeigt, sich in mir kopiert. Ich soll nur dieses Bild enthüllen.

Ich arbeite nicht an der Welt, nicht an den Freunden, nicht an dem Schöpfer, sondern an mir selbst, in meinem Inneren. Aber dabei kann ich alle äußeren Umrisse verwenden, um die Ausgangsdarstellung zu offenbaren.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Artikel zur Vollendung des Buches Sohar“, 03.02.2013



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Der scheinbaren Welt -nur das Lebensnotwendige; der realen Welt – alles

Frage: Baal HaSulam schreibt („Artikel zur Vollendung des Buch Sohar“), dass die Seele sich in den Körper dieser Welt einkleidet. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Als der „Körper dieser Welt“ wird das Verlangen bezeichnet, die Genüsse nur für sich zu empfangen. Dieses Verlangen füllt somit den ganzen Raum aus. Außerdem gibt es hier noch den Punkt im Herzen (•) – die Rückseite der reinen Seele. Er ist zerbrochen und will auch nur selbstsüchtig empfangen, aber sogar diesen Punkt kann man ins Gegenteil verwandeln.

Frage: Wo befindet sich dieses Verlangen mit dem Punkt im Herzen?

Meine Antwort: Zuerst fühlst du, dass es dieses Verlangen gibt, und beginnst, die Tatsache zu erkennen, dass dieses Verlangen keinen materiellen Ort hat. Dieser Wunsch ist das Wesen der spirituellen Schöpfung.

Heute siehst du vor dir die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur sowie all die Menschen. Das alles ist eine vorgestellte Welt. Schaue sie nicht an – schiebe sie zur Seite. Diese Welt ist unwichtig.

Außerdem gibt es das empfangende Verlangen, und darin – den Funken. Du sollst dich eben damit beschäftigen. Gib der scheinbaren Welt nur das Lebensnotwendige – mehr als das schuldest du ihr nicht. Du sollst den Hauptteil deines Verlangens mit allen anderen teilen.

Anders gesagt, du sollst den Punkt im Herzen isolieren, und dich bemühen, ihn von allem abzutrennen, was dein Verlangen beinhaltet. Somit sollst du diesen Punkt innerhalb des Verlangens betonen, „färben“, ihn kontrastreich machen, um dessen Vereinigung mit dem Verlangen zu vermeiden und seine Entwicklung zu fördern.

Das Verlangen an sich sollst du beschränken und annullieren. Nach dieser inneren Arbeit wird die Vereinigung folgen und die anderen Schritte …

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Artikel zur Vollendung des Buches Sohar“, 03.02.2013



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Einen geliebten Menschen umarmen, stärkt die Gesundheit

In den Nachrichten (aus DailyMail): „Einen geliebten Menschen zu umarmen, ist nicht nur ein guter Weg für die Bindung – es hat auch mehrere physikalische Vorteile.

„Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Hormon Oxytocin in die Blutbahn freigegeben wird, wenn ein Freund in deiner Nähe ist. Dies senkt den Blutdruck, reduziert Stress und Angst und kann sogar dein Gedächtnis verbessern.

„Du musst jedoch wählerisch sein, wen du umarmst. Umarmst du jemanden aus Höflichkeit, den du nicht gut kennst, kann das den gegenteiligen Effekt haben.“ (nach einer Studie der Universität Wien).

„Oxytocin, ein Hormon, das von der Hypophyse produziert wird, ist in erster Linie für die Erhöhung der Bindung, des sozialen Verhaltens und der Nähe zwischen Eltern, Kindern und Paaren bekannt.

„Erhöhte Oxytocinwerte sind zum Beispiel bei Partnern in funktionierenden Beziehungen festgestellt worden. Es wird auch bei Frauen während der Geburt und während dem Stillen produziert, um die Bindung zwischen der Mutter und dem Baby zu erhöhen.

„Umarmen kann auch deine Persönlichkeit milder stimmen. Die Forscher sagten, jemand, der einen Geliebten häufig umarmt wird  im Laufe der Zeit empathischer.

„Der Neurophysiologe Jürgen Sandkühler sagte:“ Der positive Effekt tritt jedoch nur dann ein, wenn sich die Menschen einander vertrauen, wenn die damit verbundenen Gefühle gegenseitig vorhanden sind und wenn die entsprechenden Signale ausgesandt werden.

„“ Wenn die Leute nichts voneinander wissen, oder wenn die Umarmung nicht von beiden Parteien gewünscht wird, gehen ihre Auswirkungen verloren. ‚“

Mein Kommentar: Das ist nur der Anfang der Erkenntnis über die Notwendigkeit, ein freundliches Umfeld für alle Menschen, und vor allem für Kinder zu Hause und in der Schule zu schaffen! Dies ist eine der ersten Bedingungen für die Methode der integralen Bildung.



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Die Schlange wird nicht einfach so erscheinen

Frage: Was genau geht in 1 % der Verlangen ein, die der Mensch nicht selbst korrigieren kann, da er sich unter dem Machsom befindet? Ist das eben das Steinherz, die Schlange?

Meine Antwort: Wir analysieren solche Eigenschaften vor dem Machsom, vor der Grenze mit der spirituellen Welt nicht. Wir sehen davor nichts, wir haben kein Verständnis, kein Begreifen dafür, wo sich „die wahre Schlange“ befindet. Glaube mir, dass in deinen gütigsten und spirituellen Verlangen und Gedanken, welche dir nur als solche vorkommen, in denen du andere liebst und dich um sie kümmerst – genau dort befindet sich die Schlange.

Daran erinnert uns die Geschichte über die ägyptische Vertreibung: die Schlange offenbart sich den einfachen Ägyptern oder dem gewöhnlichen jüdischen Volk nicht. Nur Mosche, Pharao und der Schöpfer, sowie einige engste Berater des Pharaos sehen die Schlange. Nur zwischen ihnen wird die Schlange offenbart, die sich in einen Stab verwandelt, und der Stab wird zu Schlange, wenn der Mensch durch sie höhere Stufen erreicht.

Einfach so wird die Schlange nicht erscheinen, es werden nur kleine Schlangen des tierischen Niveaus sichtbar. Eine wahre Schlange, wie gesagt wird, bewegt sich auf zwei Beinen, ihr bist du noch nie begegnet. Nur auf den höheren Stufen wird das Wesen der Schlange offenbart. Es ist ein sehr starkes Licht notwendig, um uns zu zeigen, wie sehr unser Verlangen zu genießen dem Licht entgegengesetzt ist. Das Licht soll die ganze unendliche Tiefe und die Macht der Liebe und des Gebens enthüllen, damit wir empfinden können, wie unsere egoistische Natur diesen Eigenschaften entgegengesetzt ist.

Die wahre Schlange, die sich auf zwei Beinen bewegt, wird nur hinter dem Machsom offenbart, und davor, während der Vorbereitung, beißen uns nur kleine Schlangen. Jedesmal, wenn dich etwas stört und von der Vereinigung mit den Freunden, von der Einheit, von der richtigen Absicht abstößt, kannst du dahinter die jüngeren Brüder der wahren Schlange erkennen, die dich wie die Würmer fressen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ , 29.01.2013



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Der Anfang der Korrektur in drei Linien

Frage: Was bedeutet die Korrektur in drei Linien?

Meine Antwort: Die Korrektur in drei Linien ist eine Fähigkeit, den Einfluss des Lichtes, die Verlangen des Gebens (die rechte Linie) vom Einfluss des Verlangens zu genießen (der linken Linie) abzutrennen, sowie die Fähigkeit, sich in der Mitte zwischen den beiden Linien festzuhalten, um sie in der mittleren Linie zu verbinden.

Wenn der Mensch über dem Verstand arbeitet  und die empfangenden Verlangen mit der darin anwesenden Kraft des Gebens verbindet, dann befindet er sich in der mittleren Linie, im zentralen Punkt und begeht die Korrekturen in drei Linien.

In diesem Fall benutzt er nicht seine Stamm-Malchut, sondern nur Malchut, die in Jessod hinaufstieg. Das heißt, er klärt nur solche Verlangen, in denen eine richtige Vereinigung von Malchut mit Bina erfolgen kann. Die Korrektur in drei Linien ist nur nach der zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) möglich, nach dem uns klar sein wird, dass Malchut in sich so lange kein Licht empfangen kann, bis sie auf die Stufe Bina aufsteigt. (Der Aufstieg im Spirituellen bedeutet die Korrektur).

Während Malchut zu Bina aufsteigt, verbindet sie sich teilweise mit ihr. Malchut klärt, welche Eigenschaften sie benutzen kann, um in Kontakt mit dem Licht, mit Keter zu bleiben.

Um Keter gleich zu werden, um gebend zu werden, ist sie verpflichtet, sich mit Bina zu verbinden, also ihr ähnlich zu werden. Genauso wie Bina, nach ihrer Ausbreitung von oben nach unten, Keter gleich werden wollte, verbindet sich jetzt auch Malchut mit Bina, und zwar beim Aufstieg von unten nach oben, da sie mit der riesigen Tiefe ihres Verlangens (Avijut) Keter gleich sein will. Die richtige Vereinigung zwischen Malchut und Bina bringt Malchut zur Berechnung in der mittleren Linie.

Es kann kein Gebet (МА“N) ohne Korrektur in drei Linien formuliert werden. Jedoch nimmt der Höhere unser Gebet das erste Mal wahr, wenn wir um den ersten Kontakt bitten und  einverstanden sind, ein geistiger Embryo zu werden, der sich vollständig annulliert und einschränkt. Wir führen noch keine Korrektur in drei Linien durch. Aber danach kommen „drei Tage der Absorption des Samens „, in deren Verlauf drei Linien entstehen: die rechte, die linke und die mittlere. Von nun an und weiter fängt schon die Entwicklung dieser drei Linien an.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 29.01.2013



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Warte, denn Er kann heute kommen

Frage: Wie kann ich jede meiner Handlungen am effektivsten prüfen, um festzustellen, dass die Ursache dafür die Erweckung von Oben war?

Meine Antwort: Nehmen wir ein sehr anschauliches Beispiel. Plötzlich klingelt das Telefon und eine unbekannte Stimme sagt dir: „Warte, heute komme ich, um mit dir abzurechnen“, und legt auf. Wie in einem Horrorfilm.

Und du weiß nicht, wer angerufen hat und worum es geht! Du fängst an, jeden, dem du begegnest, mit Argwohn und Angst zu betrachten. Du prüfst und analysierst alles, was geschieht.

Genau auf diese Weise müssen wir in allem nach dem Schöpfer suchen. Wir brauchen die gleiche Unruhe, Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, die den Menschen zwingen, feinfühlig zu bleiben und alles zu prüfen, was ihm unterwegs begegnet.

Wenn das Ziel für mich sehr wichtig ist, ich aber sehe, dass ich diesem nicht näher komme, dann mache ich mir Gedanken darüber, was passiert, und muss klären, was mich stört. Worin genau besteht das Ziel – vielleicht stelle ich es mir falsch vor? Was sind die Mittel zu dessen Erreichung?

Und da stelle ich fest, dass mein Problem darin besteht, dass ich meinen Hass in Liebe verwandeln muss. Ich muss meine Zustände und Absichten prüfen und dort nachgeben, wo ich im Moment nicht nachgeben kann. Ich muss meine Aufmerksamkeit darauf richten, was ich im Moment verachte und für unwichtig halte, ich muss versuchen, mich hineinzufühlen. Dann werde ich zu mir kommen und plötzlich die höhere Welt sehen. Ich sehe sie gerade nicht, nur weil ich sie nicht sehen will.

Alles hängt nur von der Änderung der Prinzipien ab, mit denen der Mensch an die Realität herantritt. Genau diese Prinzipien bestimmen, wie seine Realität sein wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 03.02.2013

 



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Ich suche den Menschen

Frage: Wie ist es möglich, dass der Mensch zum aktiven Element des Systems wird, wenn doch gesagt wird, dass alles vom Licht gemacht wird?

Meine Antwort: Das System existiert schon in seiner gesamten Vollkommenheit und Pracht, im Zustand, der als die Welt der Unendlichkeit bezeichnet  wird. Alles Zerbrechen und alle Verhüllungen, alle Beschränkungen und Bedingungen gelten nur bezüglich der Schöpfung, um ihr allmählich, stufenförmig zu ermöglichen, das vollkommene System zu begreifen.

Deshalb sind wir verpflichtet, mit dem Zustand zu beginnen, der von dieser Vollkommenheit am meisten entfernt ist. Ein Teil des Weges wird von der Schöpfung sogar unbewusst zurückgelegt, und zwar in einer Menge vorläufiger Lebenskreisläufe. Wir beginnen mit unsere Korrektur nicht vom Urknall an, nicht vom ersten Teilchen der Materie, das durch den Funken des Lichts vor Milliarden von Jahren entstanden wurde.

Wir sind nicht gestern vom Baum heruntergestiegen und haben uns vom Affen zum Menschen verwandelt. Es ist ein sehr langer Prozess der Entwicklung, welcher die Veränderungen in jeder Generation akkumuliert. Daraufhin sind wir zu diesem unserem Leben gekommen, in dem wir diese Arbeit nun vollenden – die Klärungen machen! Das Wichtigste jetzt ist ein Begreifen im Gefühl und in der Vernunft.

Und deshalb soll man alles, was in dieser Welt auf dem physischen, materiellen Niveau geschieht, nur im für die Existenz notwendigen Maß wahrnehmen, um dem tierischen Körper alles Notwendige zu gewährleisten. Aber unsere ganze Entwicklung soll auf der menschlichen Stufe geschehen. Wir sollen unser Leben so einrichten, unsere Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, die tierische Stufe nicht mehr, als notwendig zu bedienen.

Die ganze Aufmerksamkeit muss sich auf die menschliche Stufe konzentrieren, dafür soll gesucht werden, wo sich der Mensch befindet? Wie kann ich ihn vom Tier abtrennen und bereinigen, ihn aus dieser Verwirrung herausführen, um sich endlich mit dem Menschlichen zu beschäftigen?

Natürlich, hängt hier alles von der Gesellschaft ab. Wenn der Mensch sich von der Umgebung abtrennt, dann hat er keine Chancen für den Aufstieg. Er soll das menschliche Wesen erschaffen, indem er mit der ganzen Menschheit oder mindestens mit jener Gruppe zusammenwirkt, in die man ihn gebracht hat. Wenn er diese Gruppe und die Vereinigung mit ihr in Form der absoluten Notwendigkeit wahrnimmt, dann baut er infolge dieser Vereinigung das eigene Wesen des Menschen.

Das Wichtigste dabei ist die Beschleunigung der Zeit. Wenn der Schöpfer den Menschen zum guten Schicksal führt, sowie gesagt wird: „Wähle es schon“, dann hängt alles Weitere von dir ab: dir bleibt nur eine Klärung übrig, was genau du nehmen sollst, wie du alles zu organisieren hast.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 30.01.2013



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