Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

EU ist zahlungsunfähig und wird zerstört.

Meinung (D.Soros, Finanzfachmann): In der EU kann sich das Schicksal der UdSSR wiederholen, dessen falsche ökonomische Politik sie zum Bankrott gebracht hat. Der Euro kann die EU zerstören, die angebotene Lösung bezüglich der Finanzschwierigkeiten der EU schafft ein tiefes politisches Problem. Die Versuche der Führung der EU, eine einheitliche Eurowährung zu bewahren, führen zur Verstärkung der politischen und sozialen Probleme in der EU, die im Endeffekt drohen, sie zu zerstören. Deutschland soll verstehen, dass der Kurs zur harten Einsparung kontraproduktiv ist.

Meinung (M.Schulz, der Chef des Europarlaments): Die Europäische Union war schon 2012 zahlungsunfähig, es hat sich der Mangel der Mittel in den Programmen der Gesellschaft für November und Dezember gezeigt. Von den benötigten neun Mrd. Euro gelang es, nur sechs zur Verfügung zu stellen, und es gibt schon ein Defizit von 16 Mrd. Euro im Budget dieses Rechnungsjahres. Die EU ist zahlungsunfähig und wird nach dem sowjetischen Drehbuch zerstört werden.

Mein Kommentar: Zweifellos wird jeder Versuch des gewaltsamen Bündnisses, ohne Vorbereitung und entsprechender Erziehung, sowie der Veränderung des Menschen von egoistisch zu integral, mit demselben Ergebnis in den verschiedenen Ländern und Systemen enden – denn wir haben mit dem System der Natur zu tun, d.h. mit der Wissenschaft, und deshalb müssen wir mit ihren Gesetzen leben!



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Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm

Auszug aus dem Artikel “Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm” (Shamati 70): Er sagte, dass wir wissen sollten, dass von denjenigen, die in den Dienst des Schöpfers eintreten möchten, um sich wahrlich an Ihn anzuheften und das Gemach des Königs zu betreten, nicht jeder zugelassen wird. Sondern man prüft den Menschen: Wenn es in ihkeinen anderen Wunsch gibt, außer dem Wunsch nach der Anhaftung (Dwekut), dann lässt man ihn herein.

Und wie prüft man einen Menschen, ob es in ihm nur einen Wunsch gibt? Man bereitet ihm Hindernisse, indem man ihm fremde Gedanken und fremde Boten schickt, um ihn zu hindern, auf dass er diesen Weg verlassen möge und sein Leben wie alle anderen lebe.

Und wenn der Mensch alle Schwierigkeiten überwindet, alle Barrieren durchbricht, die ihn hindern, und ihn kleine Dinge nicht zurückweisen können, dann schickt ihm der Schöpfer mächtige Klipot und Merkawot (Streitwagen), auf dass sie den Menschen davon ablenken, sich einzig an den Schöpfer und an nichts anderes anzuheften. Das heißt „mit starker Hand“ weist ihn der Schöpfer zurück.

Man braucht viel Zeit, um endlich zu verstehen, dass alles, was ein Mensch empfindet, vom Schöpfer kommt, um ihn auf das Ziel zu richten. Es gibt keine Handlung, keine Tat, keinen Vorfall, die den Menschen nicht zum Ziel, das heißt zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führen würden. Der Mensch kann das keinesfalls beeinflussen, weil alles laut der informativen Gene (Reshimot) geschieht. Die Intensität und der Charakter der Offenbarung dieser Reshimot hängt davon ab, wie wir die vorhergehenden Reshimot durchgearbeitet haben.

Aber alles erfolgt entsprechend dem Programm, nach dem der Mensch ein starkes Verlangen zur Verschmelzung, das dem spirituellen Verlangen gleicht,  offenbaren soll, das heißt ein Verlangen, das konstant ist und in der vollen Kraft nur zum einzigen Ziel gerichtet ist. In der Spiritualität gibt es „kein ein bisschen“, sondern nur ein Maximum, so dass alle Verlangen des Menschen ebenso unerschütterlich sein sollen.

Deshalb zeigt der Schöpfer seine starke, herrschende Hand und stellt den Menschen vor schwierige Fragen, Probleme, verwirrt ihn, damit der Mensch nach der Überwindung dieser Hindernisse gestärkt wird. Er soll alle Richtungen klären und nur eine wählen, wonach es unmöglich sein wird, ihn vom Weg abzulenken.

Dafür stellt der Schöpfer den Menschen vor immer schwierigere Probleme, wie in der Parabel über den Menschen geschrieben ist, der zum Palast des Königs entlang des Berges hinaufsteigt und dem grausamen Wächter auf dem Weg begegnet. Und das alles dafür, dass im Menschen nur ein starker Wunsch bleibt,  vom Streben in die spirituelle Welt zu gelangen, explodiert, das heißt das Geben, die Selbstannullierung, die Erweiterung eigener Grenzen erreicht.

Dieser Zustand gleicht der Geburt, an der zwei Kräfte teilnehmen: die Kraft, die von innen hinausstößt, und die Kraft, die den Ausgang nach draußen versperrt. Die Spannung zwischen diesen Kräften steigert sich so lange, bis sie für die Öffnung der Türen ausreichend wird, wonach schon der Durchbruch geschieht. Dann kommt der Neugeborene nach draußen.

Diese zwei Kräfte stehen einander entgegen: die Kraft des Schöpfers und die Kraft der Schöpfung, sie erreichen im Endeffekt einen solchen Druck, der für den Durchbruch genügt. Wie es gesagt ist: „Am selben Ort, zur gleichen Zeit und mit derselben Frau, denn es entsteht eine solche Konzentration der Anstrengung, die zur Realisation führt.

Auszug aus der Vorbereitung zur Unterricht, 19.02.2013



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Antworten auf die Fragen der Blog-Leser, vom 18.02.2013

Frage: Wenn ein Mensch einem anderen verzeiht, weil er weiß, dass der andere Mensch nicht schuldig ist, dann hindert ihn doch dieses Wissen daran, die Leiden zu empfinden, die uns unsere Nächsten bereiten?

Meine Antwort: Die Leiden bereiten uns weder die Menschen, die uns nahe stehen, noch fremde Menschen. Die Leiden kommen vom Schöpfer, und wie es im Buch Schamati gesagt wird: „sind alle Leiden dieser Welt nur die Vorbereitung zu den wahren Leiden – zu den Leiden der Liebe zum Schöpfer“.

Frage: Kann die Seele sterben?

Meine Antwort: Die Seele ist „ein Teil des Schöpfers“, der einheitlichen, schöpferischen Kraft des Gebens, und nur unsere Selbstsucht, die alles teilt, empfindet sie wie „einen Teil“, d.h. wie etwas Abgesondertes.

Zu sterben, d.h. aufzuhören “Lebenszeichen zu empfinden“, kann der sogenannte „Keim der Seele“ sein – die ersten Impulse der Kraft des Gebens und des Verlangens, das den Menschen zur Entwicklung, zur Methode der Kabbala bringt. Wenn der Mensch keine Bemühungen für den Aufstieg unternimmt, dann können „die Impulse“  schwächer werden oder komplett aufhören.

Frage: Die Absicht ist ein Gebet von vielen?

Meine Antwort: Die Absicht ist ein Ziel, mit dem der Mensch seine Verlangen verwendet, oder anders gesagt – der allgemeine Hintergrund, wo das Leben der Verlangen verläuft.

Man muss sich bemühen, damit die Absicht zum ständigen „Gebet für viele Menschen wird“.

Frage: Ich bezweifle, dass der kabbalistische Weg der wahre Weg zu Gott ist? Das heißt, es gibt viele Religionen, und ob wir tatsächlich die richtige gewählt haben? Viele sagen, dass es eine Sekte ist.

Meine Antwort: Die Kabbala begrüßt die Zweifel, weil sie nicht nur ein unvermeidlicher, sondern auch ein notwendiger Teil der Entwicklung sind. Was die Kabbala betrifft, um ihre Frage zu beantworten – ob dieser Weg richtig ist, und wohin er führt, ob es eine Sekte ist oder nicht, das soll der Mensch sich selbst, sich persönlich beantworten. Wenn er jedesmal eine fremde Meinung ohne die eigene Erfahrung annehmen wird, dann kann diese Einstellung zum schwerwiegenden Hindernis in seiner Entwicklung werden.

Frage: Wer war im Laufe der Geschichte der stärkste Kabbalist: Solmon, Mosche, Rabbi Akiwa oder noch jemand anders?

Meine Antwort: So darf man die Frage nicht stellen. Jeder Kabbalist hat seine eigene Mission in dieser Welt, und durch ihre Arbeit ergänzen sie einander.

Frage: Wie lernt man, richtig zu empfangen?

Meine Antwort: Das Empfangen ist ohne Verlangen, das in der Kabbala als „Kli“, Gefäß bezeichnet wird, unmöglich. Das Licht befindet sich in der absoluten Ruhe, wenn das richtige Verlangen entstehen wird, so wird es sich sofort mit dem Licht ausfüllen. Und wir nehmen die Verlangen aus der Umgebung wahr. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit in der Konstruktion der richtigen Umgebung, die uns ermöglichen wird, die spirituellen Verlangen den Materiellen zu bevorzugen.



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Ein großes Plus über die minimalen einzelnen Minusse

Frage: Wie ist die Richtigkeit in der Arbeit zu prüfen?

Meine Antwort: Die wahrhafte Arbeit erfolgt dann, wenn ich die Umgebung, die Gruppe dafür benutze, um aus eigener Kraft unsere starke, gegenseitige Vereinigung zu offenbaren. Ich soll seitens der Gruppe eine gute, direkte  Beziehung zu mir offenbaren, welche ich in Form der Beziehung zwischen mir und dem Schöpfer, Der sich in die Gruppe einkleidet, wahrnehme. Und von meiner Seite aus soll ich die gleiche Beziehung in die Gruppe einbringen: direkt, warm, freundlich, mit vollkommener Offenheit zur Verbindung, und zwar entsprechend meiner Stufe.

Wir haben keinen anderen Ort außer der Gruppe, wo wir uns treffen könnten, um unsere Verbindung zu realisieren. Dabei bedeutet die Gruppe, dass ich keine besonderen persönlichen Beziehungen mit jedem Gruppenmitglied aufbauen soll, sondern ich verhalte mich zu allen gleich, und wünsche, den Schöpfer in der Verbindung zwischen uns zu offenbaren.

Wir sind verschieden, jeder bringt seine eigenen Besonderheiten in die Gruppe, seine ganzen Ansprüche und Probleme, alle erlebten negativen Zustände. Mit all diesen Unterschieden, mit unseren Minussen (Mängeln) (-) kommen wir in die Gruppe, und arbeiten daran bis jeder Einzelne sie ins Plus (+) umgewandelt hat. All unsere Plusse werden in einem großes „Plus“ vereinigt, so dass wir auf diese Weise den Schöpfer aufbauen, damit sich dieses Plus über unsere Minusse erhebt.

Im Minus erreiche ich die eigene Unabhängigkeit und bleibe ich selbst, mein „Ich“ (аlef -nun-jud) verschwindet nicht. Und in unserem Plus erreichen wir den Zustand „es gibt mich nicht“ (alef-jud-nun), denn dort will sich der Mensch annullieren, sich in der Gruppe auflösen. Auf diese Weise erlangen wir die vollkommene Veränderung: von einem Pol bis zum anderen Pol und schließen beide Kräfte ein. Das was wir haben, heißt das Wissen, außerdem gibt es noch den Glauben über dem Verstand. Das heißt, wir bevorzugen ständig das Geben, das wir über das Empfangen stellen.

Darin besteht eben die Arbeit, die man nur in der Gruppe realisieren kann. Der Unterschied (delta) zwischen „ich“ und „es gibt mich nicht“ wird immer die Höhe meiner Stufe bestimmen, auf der ich das eigene Licht NaRaNCHaY empfinden werde.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 17.02.2013



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Die Grenzen zwischen dem Empfangen und dem Geben aufzeichnen

Sobald der Mensch Ansprüche an den Schöpfer empfindet, entsteht sofort eine Verhüllung, infolge welcher er nicht mehr direkt zum Schöpfer ausgerichtet ist, sondern ein anderes Ziel verfolgt. Der Schöpfer ist die einzige Kraft, die gut ist und das Gute schafft. Wenn du direkt auf Ihn ausgerichtet bist, dann kannst du keine Ansprüche haben. Nachdem du von der richtigen Richtung abweichst, entstehen in dir sofort Unzufriedenheit und Klagen.

Kehre zum richtigen Weg zurück und setze deine Reise fort, wonach du wieder den Weg verlassen und beginnen wirst, dich über dein Leben zu beklagen. Infolge der Unzufriedenheit und deren Überwindung kommst du jedes Mal näher an den Schöpfer, ähnlich dem Schiff, das mit den Wellen vorankommt. Du kannst dich nicht direkt zum Schöpfer ausrichten, weil es in dir keine Eigenschaft des Gebens, sowie keine guten und das Gute schaffende Eigenschaften gibt. Du sollst dein neues Wesen über der Eigenschaft zu Empfangen, aus ihrem Gegenteil aufbauen. Dabei schaffst du nicht die Eigenschaften selbst, sondern nur deren Abdruck.

Es ist bekannt, dass man eine Statue entweder aus einem Mangel, oder aus einem Überschuss heraus meißeln kann. Man kann einen großen Block nehmen und daraus alles Überflüssiges wegmeißeln, so dass nur die Form bleibt. Man kann aber auch Gips nehmen und daraus eine Skulptur modellieren. Auf jeden Fall ist das Wichtigste hier der Umriss, die äußerliche Form. Wir bauen diese äußerliche Form über dem Verlangen zu empfangen auf, wir klären jedesmal, wo ihre Grenze mit dem Verlangen des Gebens verläuft.

Deshalb besteht unsere Arbeit gerade darin, die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erreichen, und aus diesem Grund wird der Mensch als „Adam“ bezeichnet, das heißt „ähnlich dem Schöpfer“. Die Arbeit besteht darin, den Schöpfer zu rechtfertigen. Ich kann mich nicht darauf einstimmen, gut zu werden, schöpferähnlich zu werden, außer Dem es niemanden gibt. Indem ich Ihn aber rechtfertige, gleiche ich mich seiner Form an, ich bringe mich an Seine Form näher heran.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 17.02.2013



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Verschmelze mit Seinen Eigenschaften

Baal HaSulam. „Artikel zur Vollendung des Buches Sohar“: Wie kann man mit dem Schöpfer verschmelzen? Ist Er nicht „das fressende Feuer“? Und die Weisen haben geantwortet: “Verschmelze mit Ihm in den Eigenschaften. Wenn Er barmherzig ist, dann sei auch du barmherzig”.

Wenn wir einige unserer Eigenschaften verändern, indem wir unseren Egoismus in Altruismus verändern, auf welche Weise verstehen wir dann, wer der Schöpfer ist? Und außerdem, auf welche Weise hilft diese Veränderung, dem Schöpfer gleich zu werden? Wie ist diese Ähnlichkeit zu erlangen? Wie kann man mit Ihm verschmelzen? Denn es ist doch unmöglich Ihn zu berühren. Wie können dann die gewissen inneren „Manipulationen“ uns die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer verleihen, wenn wir den Schöpfer überhaupt nicht sehen, oder bemerken können? Wie kann man das Prinzip „aus Deinen Handlungen werden wir Dich erkennen“ verstehen? Auf welche Weise führen mich die inneren Veränderungen zu Ihm? Wie kann ich meinen Nächsten lieben, wenn das doch meiner Natur nicht eigen ist?

Deshalb verpflichtet man mich zu keiner  direkten Liebe. Ich kann jedoch 611 Verlangen korrigieren, wobei die 612. Korrektur die Erwerbung der Eigenschaft Chassadim (der Barmherzigkeit) in vollem Umfang sein wird, und die 613. Korrektur – das Empfangen für das Geben. Wie dem auch sei, ist es unmöglich, zur Liebe zu verpflichten, aber die vorläufigen Korrekturen lassen es zu, sie zu erreichen.

Ebenso wird auch die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreicht. Wir führen aus und wir bauen in uns alle notwendigen Handlungen auf, wobei nicht sie selbst, sondern die Analyse in jedem Detail wichtich ist. Die Summe aller dieser Klärungen führt zur Entstehung der spirituellen Gefäße hin.

Somit gibt es in unserer Arbeit keine Lücken, wir können nicht mit einem Sprung die endgültige Korrektur erlangen. Eigentlich sind wir schon dort, in diesem korrigierten Zustand, verfügen jedoch über keine Instrumente, keine Gefäße, um ihn zu empfinden. Deshalb sollen wir sie auf dem Weg sammeln, um im Endeffekt die Offenbarung zu erlangen.

Frage: Was bedeutet für uns heute „mit dem Schöpfer zu verschmelzen“?

Meine Antwort: In allerlei Details der Wahrnehmung baue ich in mir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer auf. Es handelt sich nicht um die äußerlichen Merkmale, sondern um das innere Wesen. Der Schöpfer ist ein Geist des Gebens, der in mir geboren wird und mich ausfüllt. Das ist die Beziehung, die ich fähig bin zu erschaffen, indem ich gebe und für das Geben empfange. Es ist die innere Veränderung, die ich aus mir nach außen „ergieße“…

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Artikel zur Vollendung des Buches Sohar“, 19.02.2013



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Sich über die Frage erheben, auf die es keine Antwort gibt

Frage: Warum sind uns gerade „die Gebote“, d.h. die Befehle gegeben, wenn sich doch alles nach dem Verlangen und der freien Wahl verwirklichen soll?

Meine Antwort: Das stimmt, der Mensch nimmt das Gebot in Form eines Befehls wahr. Denn unsere Verlangen „befehlen“ uns auch, auf bestimmte Art und Weise zu handeln. Wir erfüllen die Gebote gerade in den Verlangen.

Wenn ich einem Menschen etwas befehle, dann kann er meinen Befehl entweder aus Angst, oder für eine Belohnung in dieser oder in der zukünftigen Welt  ausführen – oder aber, weil es sich einfach um das Gebot handelt. Somit ist ein „Gebot“ ein Befehl, der nicht aus Angst und nicht für eine Belohnung befolgt wird.

Wenn ich vor etwas Angst habe, oder mit einem Gewinn rechne, dann erfülle ich dadurch einen Vertrag, und nicht das Gebot. Ich habe die Möglichkeit zu verlieren oder, nach dem Willen des „Gastgebers“ zu gewinnen, wenn Er mir die freie Wahl entzieht und harte Bedingungen aufstellt: „Wenn du so handeln wirst, dann wirst du gewinnen, andernfalls – wirst du verlieren“. Folglich sehe ich, dass es keinen dritten Weg gibt, dass ich Seinem Willen nicht entrinnen kann. Möglicherweise bin ich so erzogen worden, oder es sind die Umstände, die mich dazu gebracht haben.

Andererseits bedeutet „Gebot“, dass ich vollkommen frei bin. Der Schöpfer ist vor mir vollständig verhüllt, so dass ich alles machen kann – und dennoch suche ich nach der Möglichkeit, Seine Verlangen zu verwirklichen. Warum? Auf diese Frage gibt es keine Antwort.

Du sollst deinen eigenen Grund finden. Wenn die Angst schon ein Zwang ist und die Belohnung eine Bestechung, dann gibt es darin nichts Spirituelles. Warum soll ich dann ein Gebot ausführen? Es gibt doch keinen Sinn darin. Aber nur ein Wahnsinniger oder ein kleines Kind kann ohne jeden Nutzen agieren, um das Übel zu vermeiden oder das Gute zu erreichen. Was ist hier zu tun?

Die Kräfte für die Handlung suchen. Denn ich gleiche darin „einem Wagen“, den man mit Benzin volltanken muss. Und ich suche dieses Benzin und finde keine Antwort auf die Frage: „Wozu?“

Wenn der Mensch den Glauben über dem Verstand erlangt, dann muss er kein Gebot erfüllen. Es wird darüber gesagt: „Er hat die Erde in der Leere aufgehängt“. Und der Mensch sucht nur den Brennstoff, nur darum bittet und nur den fordert er.

Und dann verhüllt er sich noch mehr, damit er weder das Zittern, noch die Belohnung erfährt. Mit anderen Worten, er macht  eine Einschränkung auf seine Verlangen, weil er den Schöpfer nicht enthüllen möchte. Folglich vermeidet er alles, was seine freie Wahl des Glaubens über dem Verstand stören kann.

Hier erlangen wir den Punkt, für den es in unserer Welt keine Berechnung, keine Möglichkeit für Messungen gibt. Denn wir wählen in unseren Verlangen immer das, was uns mehr Vorteile verspricht.

In diesem Mittelpunkt fängt die freie Wahl an. Vor uns entsteht die Frage: „Wofür handeln?“ Wer sich bemüht, sich über die Frage zu erheben, kommt den spirituellen Bedingungen, die oberhalb dieser Frage gelten, näher.

Also hat es keinen Sinn, in unserer Welt das Gebot zu erfüllen, da es keinen Gewinn vom Gesichtspunkt unseres jetzigen Verständnisses, unserer Wünsche und Werte verspricht.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Gabe der Tora“, 04.11.2012



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Der ewige Genuss

Frage: Wie kann man sich den ewigen Genuss vorstellen?

Meine Antwort: Wir erhalten vom Schöpfer die Verlangen und die Füllungen. Die Verlangen werden wie der Hunger, die Leiden empfunden, und die Genüsse werden wie das Begreifen der Vollkommenheit empfunden, und zwar im genauen Maß der Empfindung des Verlangens zur Vollkommenheit.

Wir können in unserem Leben keine ununterbrochene Füllung empfinden, weil in uns die Verlangen und die Füllungen nicht gleichzeitig offenbart werden. Wenn der Mensch sich jedoch auf das Empfangen der Füllung in der Absicht des Gebens richtig vorbereitet, dann bekommt er vom Schöpfer das Verlangen und die Füllung gleichzeitig. Als ob der Mensch, welcher das Essen genießt, kein sich verringerndes Gefühl des Hungers empfinden würde, und das zusammen mit der ununterbrochenen Empfindung der Sättigung. Und so in allen Verlangen.



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Rutsche nicht in den Sumpf des Lebens!

Niemand kann mir sagen, was ich tun sollte. Ich muss das klären und selbst entscheiden, welches Ziel fiktiv und welches real ist. Ich muss die Verantwortung für die Schritte, die ich unternehme, übernehmen. Wozu wurde mir sonst dieses Leben gegeben?

Mein Leben ist, als wäre ich in der Mitte eines Sumpfes, in dem es nur wenige Stellen gibt, auf die ich treten kann, um ihn zu überwinden und nicht einzusinken. Es muss meine Entscheidung sein. Kein anderer kann meine Füße bewegen und sie auf die richtige Stelle stellen.

Wenn ich ausrutsche, werde ich für einige Jahrzehnte im Sumpf des Lebens ertrinken. Falls das geschieht, muss ich verstehen, dass es geschehen musste. Ich sollte alles in meiner Macht Stehende tun, um alles im Voraus zu klären. Mache ich dann später dennoch einen Fehler und ertrinke für einige Jahrzehnte, ist das ein Zeichen dafür, dass es geschehen musste. Ich weiß zwar jetzt nicht, warum und wozu, aber das werde ich später herausfinden. Es ist so, wie über die direkte und indirekte Vorsehung gesagt ist: „Von hinten und von vorne umfasst du mich.“

Frage: Wie kann ich meine eigene Entscheidung treffen, wenn ich völlig unter dem Einfluss der Umgebung (einer spirituellen Gesellschaft oder einer Äußeren) stehe?

Meine Antwort: Das ist alles dein freier Wille – von der spirituellen Gesellschaft so viel wie dir möglich ist, beeindruckt zu sein, und nicht mit „erhobener Nase“ umherzulaufen und dich nicht jedem gegenüber überlegen zu fühlen. Sonst wirst du nicht in der Lage sein, von ihnen positiv beeindruckt zu werden.

Dies bedeutet aber nicht, dass du zu den Freunden kommen kannst und sie fragst, was du tun solltest: ob du ins Ausland gehst, um Geld zu verdienen, oder nicht. Du darfst andere nicht für dich entscheiden lassen. Deine Entscheidung muss das Ergebnis deiner inneren Klärungen sein, das Ergebnis deiner Bemühungen, dich selbst der Gesellschaft zu unterwerfen, das heißt, der spirituellen Idee, der Sehnsucht nach Verbindung und Einheit, der Entwicklung in Richtung Anhaftung an den Schöpfer über dem Verstand. Das bedeutet die Gesellschaft, die kollektive Kraft für mich. Insofern du dich der spirituellen Idee unterwirfst, wirst du entscheiden, was im Leben für dich wichtig ist.

Dann schaue ich zurück und sehe nicht meinen Körper! Er verschwindet irgendwo in meinem vorherigen Leben, ist längst von meinem Pfad eliminiert. Ich muss ihn mit etwas Grundnahrung versorgen, und das tue ich. Elementare Bedürfnisse bedeutet, dass ich etwas tue, weil ich es muss, da ich für meinen Körper sorgen muss. Ich zwinge mich, über meinen tierischen Körper nachzudenken, der „elementares Bedürfnis“ genannt wird. Doch halte ich mich in all meinen anderen Gedanken in der Gruppe und der Verbindung auf, und dann treffe ich die richtige Entscheidung.

Diese Verbindung stützt mich und lässt mich nicht gehen. Ich hafte so stark daran an, dass ich mich nur um irgendein elementares Bedürfnis sorgen kann, wenn ich mich dazu zwinge. Wir können dies daran testen, wie glücklich ich mich fühlen dürfte, wenn ich mich nicht um meinen Körper zu kümmern hätte, sondern mich 100% nur um die Gruppe und den Schöpfer sorgen könnte – und nicht auch nur 1 % um mich selbst.

Doch wenn ich anfange, mich nur um die elementaren Bedürfnisse meines tierischen Körpers zu sorgen, dann realisiere ich plötzlich, dass er nicht zu mir gehört! Dann wird die Beschäftigung mit meinem Körper und meiner Familie zu einer spirituellen Arbeit. Ich empfand sie als meins, solange ich etwas egoistischen Profit von ihnen erhielt. Wenn ich jedoch keinerlei Profit von diesen notwendigen Beschäftigungen erhalte, ist es einfach ein Spiel, das mir gegeben wurde, ein Hilfsmittel, eine Möglichkeit für spirituelle Klärung.

Auszug aus dem Unterricht nach den Schriften von Baal HaSulam, 04.02.2013.



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Zuhause ist es gut, aber im Team zu sein ist besser

Frage: Eine neue Arbeitsform hat sich entwickelt: die „Teleheimarbeit“, auch „e-Work“ oder „Home Office“ genannt. Hierbei geht ein Arbeitnehmer nicht ins Büro, sondern arbeitet zuhause an seinem PC und geht nur ein paar Mal im Monat ins Büro. Ist das gut oder schlecht?

Meine Antwort: Ich denke, dass in diesem Fall eine Person dennoch an Depression und Leere leidet. Sie muss eine integrale Verbindung spüren. Alleine zu arbeiten wird nicht effektiv genug sein. Heutzutage ist es angebracht, weil es für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie für eine Mutter mit Kindern praktisch ist. Aber es handelt sich um einen temporären Prozess.

Auf alle Fälle bedarf die Person der Integration in ein System, entweder an ihrem Wohnort oder basierend auf etwas anderem. Sie muss ständig ihr neues Verlangen befriedigen, fühlen, dass sie sich innerhalb eines integralen Systems befindet. In der Tat wird der in uns auftauchende integrale Egoismus uns doch dahin führen. Wir sind nicht frei; die Natur entwickelt uns auf diese Weise.

Auszug aus der TV-Sendung „Berufsgeheimnisse“, 03.02.2013



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